Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28

 in the dark of the night
151. Mond - 27. Tag des Blattfalls, Mondhoch

Goldfuchs

GoldfuchsVom Schatten berührt
Posted on:
#11
06.04.2026, 12:17
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
Zitieren Complete quest


Have mercy and give me the strength to protect!



Goldfuchs war als einer der ersten auf der Lichtung aufgetaucht und jede Bewegung erregte seine Aufmerksamkeit. Er sah mehrere bekannte Katzen kommen und nur wenige konnte er einordnen – einfach auf Grund des mangelnden Interesses.
Doch Fichtenstern würde er überall erkennen. Immer. Selbst mit Schlamm bedeckt und wilden Gräsern überwuchert.
Die Lefzen des stoischen Kriegers zuckten. Seine Krallen bohrten sich in den Boden jedoch rührte sich der Kater nicht, trotz angespannter Muskeln.
Als würde diese Lichtung das Gesetz des Friedens mit dem Boden verwurzelt umsetzen. So konnte der hübsche Kater dies nur akzeptieren und abwarten.
Schauen, was passierte und wozu es passierte.

Lange brauchte der BrisenClan Krieger nicht zu warten. Schon bald erhob die Katze, die wie eine Schülerin wirkte, ihre Stimme. Sie sprach von dem Ruf den sie alle nicht nur gehört hätten sondern auch gefolgt seien. Ob sie damit dieses Wissen meinte, das etwas gefolgt war was weder Hör- noch Greifbar war und doch stetig präsent?
Die Schülerin sprach von stetigen Veränderungen im Wald und einem drohendem Unheil. Einem großen drohendem Unheil und dass all die Katzen, die sich nicht hier befanden darunter zu leiden hätten.
Sofort sah Goldfuchs seine Lerchenflügel vor sich und sog die Luft scharf ein. Auch sie? Eure Geliebten, sie werden verloren sein.“ sprach sie seine Sorge aus.
NEIN!, wollte der langhaarige Kater hinaus schreien doch die Kraft seiner Stimme verließ ihn noch ehe sie die Kehle empor klomm.
Mit weit aufgerissenen Augen blickte er die drei Katzen an.
Konnten sie denn nichts tun?

Seine Sinne waren wie betäubt, während sein Verstand versuchte nach diesen Worten nach der Wahrheit – nein, Lösungen – zu greifen.
So waren die Worte der dreifarbigen nicht mehr als ein stetiges Plätschern ohne äußerliche Wirkung.
In seinem Unterbewusstsein allerdings arbeitete es.
Worte wie Ihr hört noch hin. Eure Clans haben euch nie gesehen, wie wir es tun. Zu eitel, zu rachsüchtig. sickerten in sein Innerstes und wurden wie ein durstiger Schwamm aufgesogen und eingefangen. Sein Unterbewusstsein würde diese Worte genauso wenig gehen lassen wie Liebe ist nur ein anderes Wort für ertrinken.

“[...] denn wir sehen, wer ihr wirklich seid. Was ihr wirklich seid. Ihr seid es, die das Potential haben eure Clans und Familie vor schlimmeren zu bewahren.“ Sofort zeigte Goldfuchs wieder Regung. Seine Ohren zuckten und er rückte in das Jetzt zurück.
Es gab also noch Hoffnung? Er könnte sie schützen? Sie bewahren. Den Ahnen sei Dank! Goldfuchs konnte doch der starke und edle Beschützer sein, den seine Lerche stets in ihm sah.
Die Worte der silbergrauen Kätzin bestätigte seine Hoffnung: “Der Wald irrt sich nie.“ Er, nur er allein, könnte die Liebe seines Lebens also beschützen.
Dann würde er dies auch tun!
Mit einem zugewinn an Selbstsicherheit sowie Entschlossenheit sah er wieder zwischen den Katzen hin und her und tätigte einen Schritt auf sie zu, weiter auf die Lichtung.

“Der Sternenclan, er hat uns verlassen. Uns alle. Denn auch er fürchtet sich. Und wenn es kommt werden eure Clans nicht bereit sein.[...]“ Weitere Schritte führten den Kater näher zu ihr, zum Felsen. Der Clan würde nicht bereit sein? Das Bild von Distelstern die auf der Clan-Versammlung sprach wie ihr ein Leben genommen wurde tauchte auf. Wie sie ihn in die Schranken wies aber es nicht wirkte, als hätte sie eine Lösung für die Übergriffigkeiten und Gewaltbereitschaft seitens des GlutClans. Und nun sollte mehr folgen? Mehr mit dem sie nicht umgehen konnten?
Goldfuchs hielt erneut inne als er die ersten Katzen der hinteren Reihen erreicht hatte. Unruhig zuckte sein Schwanz, während er lauschte und überlegte wovor der SternenClan sich wohl fürchten mochte. Was so schlimm war und ob er es wirklich... Ob er den Clan, seine Kinder, seine Lerche bewahren konnte.

Als hätte der schwarz-weiße seine Gedanken gelesen schnitt das Knurren durch den Vorgang und seine schwere Stimme verwischte die Sorgen wie ein Lappen verschüttetes Wasser. “Sie sind verloren, wenn ihr dies nicht verhindert.“
Goldfuchs reckte den Kopf vor und in seinen Augen spiegelte sich seine Frage wieder: Aber wie verhindere ich es?
Statt genaue Antworten gab es versprechen.
Versprechen der Stärke und Sicherheit. Keinen Hunger, keine Krankheit.
Er musste nur wählen.
Wählen ob er sich abwandte, all dem den Rücken kehrte oder ob er blieb, sich der Gefahr stellte – für sie.

Noch ehe der weiß-orange Kater antworten konnte, eine Reaktion zeigen oder Stellung beziehen ereilte ihn eine Vision.
Er sah seine Lerche.
Sie lag im Gras der Lichtung und sanft küssten die ersten Sonnenstrahlen ihren Leib. Das saftige grün und der weiche Pelz wurden in ein sachtes rotgold getaucht. Doch kein Vogel sang und auch der Wind hielt seinen Atem an, dass eine bedrückende, einengende Stille den Raum einnahm.
Lerchenflügel rührte sich nicht. Ihr Leib wirkte so verkrampft, so starr und ihr Blick war leer – als sei die Seele aus dem Körper geflüchtet.

Dem Körper, dessen Bauch aufgerissen war. Und wo zuvor noch eine Pralle Rundung gewesen sein musste, lag die Haut schlaff. Der Pelz in Blut getränkt, das Gras damit bemalt.
Instinktiv wusste Goldfuchs, dass etwas fehlte und sein Blick glitt suchend über den Boden. Sein Körper begann zu zittern, während sein Herz raste. Die Gedanken konnten noch nicht greifen was sich bereits tief in das Unterbewusstsein brannte. Sich in die dunkelschwarzen Ecken des Herzens setzten, wo seine größten Sorgen ruhten und an diesen zerrten, sie nährten.
Schließlich fand der Kater was er suchte und sein Atem stockte. “Nein...“, raunte er tief und brüchig. Er wollte zurück stolpern und fliehen, doch sein Körper hörte nicht auf ihn. Unaufhaltsam trat er näher an die drei toten Leiber. Zwei kleine Babys, dem wohligen schützenden Mutterleib entrissen noch bevor sie das Licht der Welt erblicken konnten.
Die eine wirkte als könnte sie ihrer Mutter gleichen, bis auf die Fellfarbe, die seinem orange-rot glich. Die wandere war schmächtig und ihre Augen wirkten... milchig?
Goldfuchs ganzer Leib schüttelte sich nun, da er die aufgerissenen Kehlen der drei betrachtete.

Und seine Liebe, sein Herz... Ihr Körper war entstellt.

“Nein... Nein... Nein... Nein! NEIN!“ sprach er immer wieder, immer lauter als würde die Realität sich so ändern.
Seine Kraft verließ ihn, trotz rasendem Herzen. Die Sicht verschwamm und er spürte seinen Fall.

Als sein Körper hart auf den Boden fiel, war der Himmel rot und das Echo der Vision hing nach. Der Atem ging schwer und sein Blick tanzte panisch von der einen Katze zur nächsten, bis sie eine Bekannte sahen. Eine Tote.

“Liebe ist nur ein anderes Wort für ertrinken“

Hallte die Stimme nach.
Die Bilder verzogen sich, die Angst griff über die Muskeln, glitt immer tiefer.
Sein Blick, sonst der eines stolzen, kühlen Kriegers, blickte nun flehend – fast schon bettelnd – die Kätzin an: Bitte, hilf mir! Hilf mir sie in meiner Liebe zu ertränken, wenn es ihren Schutz bedeutet!
Goldfuchs sah Lerchenflügel die vor ihm stand. Ihn anflehte vor der Katze zu rennen. Dann verzog sich ihre Gestalt. Ihr toter Körper stand vor ihr, der Blick glasig, das Blut floss und Eingeweide sackten herab.
Ihre Stimme klagend: “Wieso hast Du mich nicht beschützt?“


@Spielleiter Erwähnt: @"Flutenseele" @Lerchenflügel
Alias — nessjas
nessjas ist Offline
60 posts

Mondwolke

Mondwolke
Posted on:
#12
06.04.2026, 19:41
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
Zitieren Complete quest

There is no other way, or is there?

Mondwolke brauchte lange, bis er eingeschlafen war. Und noch bevor er wenige Momente später blinzelnd die Augen öffnete, spürte er, dass diese Nacht anders werden würde. Mit grimmiger Miene musterte er seine Umgebung, die ihm nicht gänzlich unbekannt war, und dennoch sehr ungewohnt war. Es war ein finsterer Ort. Ein Ort, von dem man sich besser fernhalten sollte, das wusste Mondwolke. Aber er wusste auch, dass es ihn stärker machte. Der Pakt mit der Katze die Mondwolke hier vor 10 Nächten getroffen hatte, hatte ihm jetzt schon eine Stärke erbracht mit der Mondwolke es kaum erwarten konnte seine Krallen und Zähne in das elendige Fleisch einer Glutclankatze zu schlagen, bis diese um ihr Leben flehte, dass er nicht verschonen würde. Nicht heute, nicht morgen und auch in 100 Leben nicht.
Hier existierte kein Wind, keine Geräusche, keine Sterne. Nichts vertrautes. Es war ein toter Ort. Und doch war da ein Ruf. Ein Drängen in seiner Brust, dass seine Instinkte antrieb und ihn dazu brachte einen Schritt vor den anderen zu setzen.

Als Mondwolke bei seinem Ziel ankam – bei einer Lichtung, mit vielen anderen Katzen - bemühte er sich gelassen zu wirken, während er sich einen Platz am Rand suchte und sich setzte. Seine gold-orangenen Augen sahen sich aufmerksam, aber er saß stolz und aufrecht, als könnte ihm nichts an diesem finsteren Ort ausmachen. Er ignorierte dabei das beunruhigende Kribbeln in seinem Nacken und konzentrierte sich auf die anderen Katzen, die sich hier ebenfalls versammelt hatten.
Ungeduldig wartete der grau-weiße Kater ab bis vertraute Gesichter seine volle Aufmerksamkeit erregten. Vertraute Gesichter aus dem Glutclan. Fichtenstern. Und auch Rotnase. Mondwolkes Muskeln spannten sich an, er fuhr seine Krallen aus und rammte sie in den Boden, während er das tiefe Knurren, dass sich in seiner Kehle anbahnte, herunterschluckte.
Es kostete seine ganze Selbstbeherrschung. Nicht heute. Bald bekommst du deine Chance, versuchte Mondwolke sich zu beruhigen.

Neugierig wandte er stattdessen seinen Blick nach vorne und betrachtete die drei Katzen die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die tiefroten Pupillen waren die einzige Gemeinsamkeit, die sie teilten.
Mondwolke lauschte wie gebannt den Worten der drei unbekannten Katzen.


@Fichtenstern @Rotnase @Sonnenruf
Alias — Connor
Connor ist Offline
11 posts

Granitstille

GranitstilleVom Schatten berührt
Posted on:
#13
07.04.2026, 18:24
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
Zitieren Complete quest

Where Shadows Gather



Nach und nach begann sich die Lichtung zu füllen. Granitstille hatte neben Fichtenstern bereits Rotnase an dessen Seite erblickt. Nun konnte er noch die große, kräftige weiß-goldene Gestalt von Goldfuchs erkennen, die athletische, geschmeidige, creme-beige und getigerte Gestalt Sonnenfalls, die große, muskulösem hellorange und getigerte Gestalt Sonnenrufs sowie die kleine, kompakte, mattschwarze Gestalt Kleinmottes und die kompakte, robuste, graue und getigerte Gestalt Mondwolkes. Verschiedene Katzen aus unterschiedlichen Clans, die sich hier einfanden.

Als sich niemand mehr bewegte und auch der letzte Laut versiegt war, begann die kleine Kätzin in der Mitte des Felsens zu sprechen. "Alle habt ihr es gespürt, seid dem Ruf gefolgt." Ihr Blick glitt über die Versammelten, blieb hängen, löste sich wieder und suchte sich den nächsten. Ruhig blickte Granitstille der Kätzin entgegen. "Der Wald verändert sich stetig, aber diesmal ist alles anders. Großes Unheil steht uns bevor, wenn wir jetzt nicht handeln. Ihr habt es bemerkt, während eure Clans weiter schlafen, weiter jagen - weiter glauben, alles wäre so, wie es immer war.", fuhr sie fort und atmete leise aus. Sie wirkte betrübt. Der Dunkelgemusterte blinzelte einmal. "Sie merken nichts. Oder sie wollen es nicht merken. Beides macht keinen Unterschied, denn letzten Endes werden sie unter den bevorstehenden Konsequenzen leiden. Eure Geliebten, sie werden verloren sein."

Sie trat einen halben Schritt näher an den Rand. Der Kater spürte Unruhe in sich aufkommen. Ihre Geliebten würden verloren sein... Unwillkürlich sah er vor seinem inneren Auge das Bild Marmorherz' aufblitzen, wie sie dort unter dem Haufen Geröll lag. Ihr Körper war zerschmettert, ihre schönen, blauen Augen blicklos. Das darf nie wieder geschehen. "Ihr hingegen seid gekommen. Gegen euer besseres Gefühl vielleicht, ohne zu wissen warum, ohne zu verstehen, was euch hierher zieht - und trotzdem seid ihr gegangen. Das ist der Unterschied zwischen euch und ihnen. Ihr hört noch hin.", fuhr die kleine Kätzin fort während der große Kater hinter ihr ungeduldig mit den Krallen über den Stein scharrte.

"Eure Clans haben euch nie gesehen, wie wir es tun." Ihre Stimme wurde kaum leiser aber enger und persönlicher. "Zu schwer einzuordnen, zu stur, zu eitel, zu impulsiv.. oder gar zu rachsüchtig?" Ihr Ohr zuckte. "Und jetzt steht ihr hier, denn wir sehen, wer ihr wirklich seid. Was ihr wirklich seid. Ihr seid es, die das Potential haben eure Clans und Familie vor Schlimmeren zu bewahren", miaute sie erklärend. Fast hätte Granitstille genickt. Genau das würde er tun. Bergviper beschützen. Damit ihr nicht dasselbe Schicksal blühen würde wie Marmorherz. "Der Wald ruft nicht wahllos. Er nimmt nicht irgendwen."

Die silbergraue Kätzin neben ihr hob leicht den Kopf, ihre Stimme war kühl und klar als sie sprach: "Und er irrt sich nicht." Dann schwieg sie wieder während die Kleinere übernahm. "Etwas kommt. Ihr habt es längst gespürt, auch wenn ihr es euch nicht eingestanden habt. In der Stille. In dem, was fehlt. Der SternenClan, er hat uns verlassen. Uns alle. Denn auch er fürchtet sich", fuhr sie fort und ihr Blick wurde entschlossener und schärfer. Granitstille richtete sich leicht auf an seinem Platz. "Und wenn es kommt, werden eure Clans nicht bereit sein. Sie werden es nicht verstehen, bis es zu spät ist, da sie sich weiterhin auf die Ahnen verlassen, die ihre Nachkommen längst vergessen haben." Der Schwarzweiße stieß ein tiefes, raues Knurren aus, das mehr Zustimmung war als Warnung. "Sie sind verloren, wenn ihr dies nicht verhindert", ergänzte er mit schwerer Stimme., ergänzt er mit schwerer Stimme hinzu. "Aber das ist nicht unvermeidlich.", ergriff die Kleine der Drei das Wort. "Nicht, wenn ihr handelt." Sie trat einen Schritt näher, direkt an die Kante. "Ihr", fuhr sie fort, "ihr werdet es sein, welche die neue Botschaft übermitteln. Mit euch und eurem Handeln wird eine neue Zeit über den Wald hereinbrechen. Eine Zeit der Stärke und Sicherheit. Eine, in der ihr keinen Hunger, keine Krankheit oder gar fälschliche Entscheidungen eines Anführers fürchten müsst."

Es herrschet für einen Herzschlag Stille bevor sie weitersprach: "Jetzt wählt ihr. Entweder ihr wacht bei Anbruch des Morgens in eurem Nest auf und macht weiter, als wäre nichts gewesen, oder ihr folgt eurer Bestimmung." Ihre Stimme wurde ruhiger, fast sanft. "Nur ihr könnt das, was kommt, verhindern. Verhindern, dass alles was ihr liebt euren Pfoten entrissen wird. Wie entscheidet ihr?"

Die Menge begann zustimmend zu jaulen. Auch Granitstille erhob seine Stimme, stimmte in das überzeugte, zustimmende Jaulen ein. Er würde seiner Bestimmung folgen, damit nie wieder jemand einen solchen Schmerz ertragen müsste, wie seine Mutter und er!



Erwähnt: @Fichtenstern @Rotnase @Goldfuchs @Sonnenfall @Sonnenruf @Kleinmotte @Mondwolke
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
58 posts

Sonnenfall

Sonnenfall
Posted on:
#14
07.04.2026, 18:53
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
Zitieren Complete quest

What if this is the only way?



Als sie ihre smaragdgrünen Augen öffnete, war sie nicht mehr im Kriegerbau, wo sie noch zuvor eingeschlafen war. Was war das hier? Wo war sie?

Langsam erhob sie sich, blickte sich um. Kein Wind bewegte die Äste, kein Vogel rief und auch kein Rascheln oder Geruch verriet Beute im Unterholz. Die Bäume waren dort, wo sie immer waren doch ein düsterer, blutroter Himmel spannte sich über die Baumkronen. Sie konnte keinen Geruch von Moos und Erde wahrnehmen. Nur eine kalte, abgestandene Schwere schien in der Luft zu hängen. Selbst das Wasser war fort, ersetzt durch schwarzen, zähen Schlamm. Angewidert rümpfte Sonnenfall leicht ihre leberfarbene Nase.

Sie bewegte sich wie von selbst als sie tiefer in den Wald hinein ging. Direkt zum Baumgeviert.

Auf der Lichtung sah sie mehrere Katzen auf der steinigen Erhöhung kauern, sitzen und stehen. Sie tuschelten, lachten oder tauschten sich angeregt aus. Auch rings um den Felsen waren Gestalten zu erkennen - still und wachsam. Ein Schauer lief Sonnenfall über den Rücken und ließ sie schaudern.

Kaum war Sonnenfall angekommen, verstummte das Murmeln nach und nach. Stimmen verliefen sich, Gespräche starben mitten im Satz, Köpfe drehten sich, Blicke hoben sich. Nicht überrascht sondern erwartungsvoll. Was ist das für ein Ort? Sonnenfall schluckte einmal. Ihr war unglaublich unbehaglich zumute. Körper verschoben sich, Katzen traten zur Seite, eine wurde zurückgedrängt. Und als die Bewegung schließlich erstarb, standen dort oben drei Katzen.
Sie sahen so unterschiedlich aus, waren von unterschiedlichen Größen und trotzdem teilten sie dasselbe. Ihre Pupillen waren tiefrot, unnatürlich und glommen im fahlen Licht.

Als auch der letzte Laut versiegt war und niemand sich mehr bewegte, begann die kleine Kätzin zu sprechen: "Alle habt ihr es gespürt, seid dem Ruf gefolgt." Ihr Blick glitt über die Versammelten. Langsam setzte sich Sonnenfall ohne den Blick abzuwenden. "Der Wald verändert sich stetig, aber diesmal ist alles anders. Großes Unheil steht uns bevor, wenn wir jetzt nicht handeln. Ihr habt es bemerkt, während eure Clans weiter schlafen, weiter jagen - weiter glauben, alles wäre so, wie es immer war.", fuhr sie fort und atmete leise aus. Sie wirkte ernsthaft betrübt. "Sie merken nichts. Oder sie wollen es nicht merken. Beides macht keinen Unterschied, denn letzten Endes werden sie unter den bevorstehenden Konsequenzen leiden. Eure Geliebten, sie werden verloren sein."

Die kleine Kätzin trat einen halben Schritt näher an den Rand. "Ihr hingegen seid gekommen. Gegen euer besseres Gefühl vielleicht, ohne zu wissen warum, ohne zu verstehen, was euch hierher zieht - und trotzdem seid ihr gegangen. Das ist der Unterschied zwischen euch und ihnen. Ihr hört noch hin." Der große Kater scharrte ungeduldig mit den Krallen über den Stein. "Eure Clans haben euch nie gesehen, wie wir es tun.", fuhr die Kätzin mit kaum leiser aber enger und persönlicher werdenden Stimme fort. Sonnenfall blinzelte einmal. "Zu schwer einzuordnen, zu stur, zu eitel, zu impulsiv.. oder gar zu rachsüchtig?" Sie zuckte mit dem Ohr. "Und jetzt steht ihr hier, denn wir sehen, wer ihr wirklich seid. Was ihr wirklich seid. Ihr seid es, die das Potential haben eure Clans und Familie vor Schlimmeren zu bewahren", maunzte sie erklärend. "Der Wald ruft nicht wahllos. Er nimmt nicht irgendwen." Sie blinzelte erneut. Der Wald rief nicht wahllos und nahm nicht irgendwen? War sie... auserwählt...? Obwohl sie nicht als Clankatze geboren und von Distelstern lediglich in den Clan aufgenommen worden war? »Das ist doch egal Sonnenfall, du bist eine von uns! Wenn Distelstern dich in ihrem Clan aufgenommen hat, dann hat sie gesehen, dass du kein Geburtsrecht brauchst, um eine Kätzin des BrisenClan zu sein. Also glaube gefälligst an dich, wie der Clan auch!« Kupferblatts Worte hallten in ihr wider.

Die silbergraue Kätzin neben der Dreifarbigen hob leicht den Kopf. "Und er irrt sich nicht." Ihre Stimme war kühl, klar und ohne Regung bevor sie wieder schwieg und die Dreifarbige den Faden nahtlos wieder aufnahm. "Etwas kommt. Ihr habt es längst gespürt, auch wenn ihr es euch nicht eingestanden habt. In der Stille. In dem, was fehlt. Der SternenClan, er hat uns verlassen. Uns alle. Denn auch er fürchtet sich" Ihr Blick wurde schärfer, entschlossener. "Und wenn es kommt, werden eure Clans nicht bereit sein. Sie werden es nicht verstehen, bis es zu spät ist, da sie sich weiterhin auf die Ahnen verlassen, die ihre Nachkommen längst vergessen haben." Der Schwarzweiße stieß ein tiefes, raues Knurren aus, das mehr Zustimmung als Warnung war. "Sie sind verloren, wenn ihr dies nicht verhindert", ergänzte er mit schwerer Stimme. Sie waren verloren, wenn Sonnenfall und die anderen es nicht verhinderten? Leicht zog sich ihre Stirn in Falten. Unwillkürlich musste sie wieder an Distelsterns Bericht von ihrem Kampf mit Fichtenstern denken. War es das, was kommen würde? Waren die Clans in derart akuter Gefahr, dass Leben in der Zukunft enden würden? Das darf nicht sein!
"Aber das ist nicht unvermeidlich.", fuhr die kleinere Kätzin fort. "Nicht, wenn ihr handelt." Sie trat einen Schritt näher, direkt an die Kante. Sonnenfall stellte ihre Ohren auf, richtete sich auf ihrem Platz leicht auf. Wie? Wie können wir es mit unserem Handeln verhindern? "Ihr", begann sie, "ihr werdet es sein, welche die neue Botschaft übermitteln. Mit euch und eurem Handeln wird eine neue Zeit über den Wald hereinbrechen. Eine Zeit der Stärke und Sicherheit. Eine, in der ihr keinen Hunger, keine Krankheit oder gar fälschliche Entscheidungen eines Anführers fürchten müsst."

Für einen Herzschlag herrschte Stille bevor sie nachsetzte: "Jetzt wählt ihr. Entweder ihr wacht bei Anbruch des Morgens in eurem Nest auf und macht weiter, als wäre nichts gewesen, oder ihr folgt eurer Bestimmung." Ihre Stimme wurde daraufhin ruhiger, fast sanft. "Nur ihr könnt das, was kommt, verhindern. Verhindern, dass alles was ihr liebt euren Pfoten entrissen wird. Wie entscheidet ihr?"

Die Menge jaulte zustimmend und überzeugt. Zitternd atmete Sonnenfall ein. Wie sollte sie entscheiden? Sie wollte keinesfalls, dass andere Katzen endeten wie Distelstern - und tot bleiben würden, im Gegensatz zu der Anführerin. Aber... wie konnte sie das verhindern? Was konnte sie dagegen tun?



Erwähnt: @Distelstern @Fichtenstern
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
19 posts

Tigerschatten

Tigerschatten
Posted on:
#15
10.04.2026, 16:49
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
Zitieren Complete quest

Was geschieht hier?

Der junge braun getigerte Kater mit den blassgrünen Augen hatte einen unspektakulären Tag hinter sich gebracht. Mal wieder hatte er versucht die Aufmerksamkeit seines Vaters Fichtenstern für sich zu gewinnen, doch - enttäuschend wie jedes Mal - scherte sich der Anführer des GlutClans einen feuchten Katzenschiss für ihn. Frustriert war er also von einer Patrouille ins Lager gekehrt, genauso frustriert hatte er dann auf einem Beutestück herumgekaut, nur um sich letztendlich - ebenfalls frustriert - in den Bau der Krieger zu legen und zu schlafen. Dass er keine guten Träume haben würde, war Tigerschatten klar, doch als er die Augen aufschlug sah alles so düster aus. So unbekannt und doch zog es ihn irgendwie magisch an. Als hätte der SternenClan ihm einen Sinn geschenkt, der nicht daraus bestand, Fichtensterns Anerkennung zu gewinnen. So zog es ihn zu einer kleinen Ansammlung von Katzen hin, die ihm alle irgendwie bekannt zu sein schienen. Manche kannte er aus seinem eigenen Clan, anderen war er im Kampf schon einmal begegnet und wieder andere erkannte er von den großen Versammlungen wieder. Doch was taten sie hier alle? War das ein geheimes Treffen? Eine große Versammlung, aber nur mit ausgewählten Katzen der Clans? Der junge Krieger sah sich blinzelnd um, bis sein Blick auf die drei Katzen traf, die über ihnen auf dem Felsen thronten. Diese drei kannte er nicht. Sie waren ihm fremd und doch eigenartig vertraut, als verstünden nur diese drei all seinen inneren Schmerz und all seine inneren Wünsche.
Tigerschatten bemerkte, wie eine massige Tigerkatze sich zwischen die anderen drängte und erkannte Fichtenstern, der, gefolgt von Rotnase, seinen Platz in erster Reihe fand, um dem künftigen Geschehen am besten folgen zu können. Wie gerne wäre der Sohn des Anführers zu ihnen gegangen, hätte sich mit seinem Vater unterhalten und ausgetauscht. Doch er wusste, Fichtenstern würde ihn lediglich wie jede andere Katze des Clans behandeln. Tigerschatten war nichts besonderes. Weder in den Augen des Clans noch in denen seines eigenen Blutes.
Also blieb er sitzen wo er war, bis alle Stimmen verklungen waren und eine der Katzen dort oben zu sprechen anfing. Sie miaute etwas davon, dass sie alle dem Ruf gefolgt seien. Doch der braune Kater konnte sich nicht entsinnen einen Ruf gehört zu haben. Er hatte lediglich seine Augen hier aufgeschlagen und… war einfach da gewesen. Wo auch immer ‘da’ überhaupt war.
Sie sprach von Veränderungen, die nur die hier Anwesenden hätten bemerkt und dass der restliche Clan sie alle nicht sehen würden, die drei Katzen dort oben würden sie aber sehen. Tigerschattens getigertes Fell sträubte sich erregt. War dies die Chance, auf die er all die Monde gewartet hatte? Würden diese Katzen dort oben seinem Vater zeigen, was für ein guter Krieger er doch war? Dass Fichtenstern ihm Aufmerksamkeit schenken sollte, dass Tigerschatten es wert war?
Doch als sie weiter sprach, rissen die blassgrünen Augen vor Schreck auf. Der SternenClan soll sie verlassen haben? Aber sie waren doch immer da!? Wie sollten ihre Ahnen sie denn verlassen? Jede Nacht konnte er sie am Himmelszelt sehen! Irrten diese drei Katzen sich? Oder wovon sprachen sie?
Doch die Kätzin ließ sich nicht entmutigen, sprach einfach weiter. Dass die gekommenen Katzen entweder so tun könnten, als sei nie etwas geschehen… Oder sie würden handeln und ihre Clans retten. Doch wovor retten? Was war das hier nur für ein Ort? Und was würde die Clans erwarten?
Die Stimme eines Katers ließ Tigerschatten aus der Gedankenspirale entkommen und er sah den weißgoldenen Kater an, der immer lauter ein einziges Wort sprach, als würde er ganz genau verstehen, was hier vor sich ging.


Erwähnt: @Goldfuchs
Alias — Kadse
Kadse ist Offline
8 posts

Efeuschweif

Efeuschweif
Posted on:
#16
14.04.2026, 10:38
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
Zitieren Complete quest

Endlich…

Als der große cremefarbene Kater seine Augen öffnete und sich seiner Umgebung sicher war, legte sich ein Lächeln auf seine Lippen. Er hatte nur darauf gewartet, dass dies hier geschah. Als hätte er es vorhergesehen, wie ein Heiler eine Prophezeiung.
Er betrachtete die anderen Katzen um sich ausgiebig. Die meisten schienen aus dem GlutClan zu kommen, wenn er sich nicht irrte. Sogar Fichtenstern und seine zweite Anführerin Rotnase konnte er ausmachen. Wie gerne er zu dem Anführer des GlutClans gehen würde und diesem die neuesten Informationen übermitteln würde. Ihn nach seinen nächsten Zügen fragen wollte, um sein eigenes Ziel erreichen zu können. Doch vor den Augen so vieler anderer Katzen ging das nicht. Erst recht nicht, als er Sonnenruf und Mondwolke sah. Waren dies die einzigen beiden aus seinem Clan? Wie erbärmlich. Sie waren mit die ältesten Krieger des WurzelClans und doch war er - Efeuschweif - die wohl wichtigste Katze seines Clans.
Der Kater mit dem grauen Gesicht blickte hoch zu den drei Katzen, die an der höchsten Stelle über ihnen thronten. Von seiner Position aus konnte er die rötlichen Augen der Katzen erkennen, wenn auch er sich nicht sicher war, ob sein Kopf ihm dahingehend einen Streich spielen wollte. Die Stimme der kleinen Kätzin hörte er jedoch laut und deutlich, als sie zu sprechen begann.
Ihre Worte verwirrten den Kater. Waren sie so etwas wie der SternenClan? Oder woher wollten sie wissen, dass Unheil über sie kam? Aber sie hatten ihm Stärke gezeigt und er würde sie nicht hinterfragen. So intelligent er auch war, er vertraute dieser Kätzin und schenkte ihren Worten Glauben. Wenn sie also prophezeite, dass die Katzen hier nur in der Lage waren ihre Clans zu retten, dann musste es auch so sein. Doch wie sollten sie etwas abwenden, von dem sie nicht mal eine Ahnung hatten?
”Der SternenClan hat uns also verlassen, was?”, murmelte der Kater und blinzelte, als würde ihn die Tatsache gar nicht interessieren.
Er lauschte den Kätzinnen, die davon sprachen, dass eine neue Zeit mit ihnen allen anbrechen würde. Wäre dies seine eigene Zeit? Er an der Spitze des WurzelClans? War es das, was ihm die Katzen prophezeiten? Doch wie sollte diese neue Ära ihnen ausreichend Futter geben und Krankheiten verhindern? Was übersah Efeuschweif in all diesen hervorragenden Worten?
Was auch immer. Der Kater würde seiner Bestimmung folgen. Würde das tun, was die Kätzinnen von ihm zu erwarten schienen. Für den WurzelClan. Für die neue Stärke des Clans, in dem er aufgewachsen war.


-
Alias — Kadse
Kadse ist Offline
7 posts
Spielleiter Baumgeviert


Gehe zu: