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in the dark of the night - Druckversion

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in the dark of the night - Spielleiter - 30.03.2026


Der Boden entscheidet


Als ihr die Augen öffnet, ist der Wald nicht mehr derselbe. Ein düsterer, blutroter Himmel spannt sich über die Baumkronen und taucht alles in ein fahles, krankes Licht. Die Bäume stehen noch dort, wo sie immer standen - doch ihre Schatten wirken zu lang und scharf, als hätten sie sich in einem grotesken Spiel verzerrt. Der Wald fühlt sich falsch an. Leer.
Kein Wind bewegt die Äste, kein Vogel ruft und auch kein Rascheln oder Geruch verrät Beute im Unterholz. Selbst der vertraute Duft von Moos und Erde ist verschwunden, ersetzt durch eine kalte, abgestandene Schwere, die in der Luft hängt.

Selbst das Wasser ist fort. Dort, wo einst Bäche flossen, liegt nun nur noch schwarzer, zäher Schlamm. Dickflüssig breitet er sich zwischen den Wurzeln aus, reglos und bedrohlich. Wer ihm zu nahe kommt, spürt, wie der Boden nachgibt - als würde der Morast alles verschlingen wollen, was sich wagt, ihn zu betreten.

Und doch ist es nicht der Schlamm, der euch weiterführt. Ein leiser Ruf liegt in euren Gedanken. Kein Laut, kein Wort - nur ein unnachgiebiges Zerren, das eure Schritte lenkt. Tiefer in den Wald hinein, direkt zum Baumgeviert.

Als sich die Lichtung schließlich öffnet, wird klar, dass ihr nicht allein seid, denn die steinige Erhöhung ist bereits besetzt. Mehrere Katzen kauern, sitzen und stehen dort oben. Dunkle Silhouetten gegen den roten Himmel, die tuscheln, lachen und sich angeregt austauschen. Auch rings um den Felsen haben sich Gestalten versammelt - still und wachsam, als hätten sie euch längst erwartet.

Und in der schweren, unbewegten Luft dieses fremden Waldes wird klar: Ihr seid genau dort angekommen, wo ihr sein solltet.

Doch kaum seid ihr vollständig auf der Lichtung angekommen, verändert sich etwas. Das Murmeln auf - und um dem Felsen herum -  versiegt nicht abrupt, sondern bricht nach und nach ab. Stimmen verlaufen sich, Gespräche sterben mitten im Satz. Köpfe drehen sich, Blicke heben sich - einer nach dem anderen, bis sie alle auf euch ruhen. Nicht überrascht, sondern erwartungsvoll.

Oben gerät die Ordnung ins Wanken. Körper verschieben sich, Katzen treten zur Seite, ohne einander anzusehen, als folgten sie einem stummen Befehl. Eine von ihnen wird dabei zurückgedrängt, zunächst kaum merklich, dann deutlicher. Ein leises Knurren, ein Straucheln, Krallen kratzen über Stein. Für einen Moment wirkt es, als wolle sie sich behaupten, ehe auch sie sich schließlich zurückzieht und zwischen den anderen am Fuß des Felsens verschwindet.

Als die Bewegung endet, bleiben drei.

Eine breite, silbergrau getigerte Kätzin mit stumpfem Fell und zerfetztem Ohr, deren weidengrüne Augen ruhig über die Lichtung gleiten - kühl und prüfend, als würde sie nicht euch sehen, sondern das, was aus euch werden könnte.

Neben ihr ragt ein massiger schwarzweißer Kater auf, der bedrohlicher nicht sein könnte. Die Narbe, die sich von seiner Kehle bis tief über seinen Bauch zieht, ist nicht nur alt, sondern ebenso uneben und roh, als hätte sie nie wirklich heilen dürfen. Sie verzerrt jede Bewegung seines Körpers und zieht sich bei jedem Atemzug sichtbar mit. Seine hellblauen Augen wandern rastlos über die Lichtung, bleiben hängen, lösen sich wieder - und kehren doch immer wieder zu euch zurück.

Die dritte ist kaum größer als ein Schüler. Zierlich, dreifarbig und beinahe fehl am Platz in dieser schweren Welt. Und doch steht sie fest zwischen ihnen, könnte autoritärer nicht sein. Ihre goldenen Augen wirken ruhig und sanft zugleich, ohne jegliche Wärme zu bergen.

Und obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten, teilen sie alle dasselbe. Ihre Pupillen sind tiefrot und unnatürlich, statt schwarz - glimmen im auffällig im fahlen Licht, als würde etwas unberechenbares hinter ihren Blicken lauern.




RE: in the dark of the night - Goldfuchs - 31.03.2026



It's correct to be here, yet it seems so wrong



Goldfuchs hatte sich zu Lerchenflügel gelegt. Mit ihr den Tag besprochen und die Ereignisse des Mondes. Sie waren vielfältig und eigen. Es gab wundervolle Momente, Emotionale Momente, innige und sogar gefährliche oder grausig erschaudernde.
Natürlich behielt Goldfuchs die größten Sorgen bei sich, wollte er weder einen Streit noch die Sorgen seiner liebsten riskieren. Eher wollte er sie ihr nehmen. So hatte er sie sanft in den Schlaf geschnurrt, während die eigenen Gedanken noch kreisten.

Und irgendwann, war auch dieser eitle und stolze Krieger eingeschlafen.

Es war kein Geräusch, auch nicht das Ende seines Schlafes, vielmehr ein Gefühl. Der Druck in der Umgebung welcher sich immer weiter aufbaute und erdrückend wurde. Jener Druck, dass er umgeben war von etwas fürchterlichem, etwas anderes. Und in seinem Unterbewusstsein flackerte die Kätzin Flutenseele am Wasserfall auf. Zu ihr gesellte sich der Kater Dornenbrand mit seinen scharfen Worten. Sie blickten Goldfuchs an, als würden sie warten ihn auf fordern, ihn locken und holen.
In diesem Moment schlug Goldfuchs mit schnellen Herzschlägen die Augen auf. Sie sprangen erst suchend, dann irritiert über die Umgebung. Sein Herz vermochte sich nicht zu beruhigen, da es noch immer meinte die beiden Toten zu fühlen, während sein Kopf registrierte, dass er nicht bei Lerchenflügel war. Weder befand er sich im Kriegerbau des Brisenclan Lagers, noch auf ihrem Territorium. Er war in einem Wald mit langen, scharfen Schatten. Sobald der Kater den Kopf hob und gen Himmel blickte waren da keine Sterne, kein dunkles blau, schwarz oder grau. Es war ein tiefes rot, als hätte das Blut mehrere Katzen ihn benetzt und in einen unwirklichen Brand gesetzt. Eigentlich hätte alles in ihm schreien sollen.
Eigentlich, hätte der Körper, der Verstand und sein Herz Warnsignale senden müssen.
Über diese unwirkliche Welt, die ihn packte und an ihm zog. Ihn bedrängte und zugleich schob. Eine Welt, in der die Flucht wohl das einzige mögliche Ziel war, doch das bleiben und folgen lauter hallte als alles andere.

Langsam erhob sich der Krieger von seinem Platz. Der Kopf wandte sich prüfend und betrachtete jedes kleines Detail. Es kam ihm bekannt vor. Und doch so fremd. Noch ehe er einen klaren Gedanken fassen konnte, machte er einen Schritt voran, während er den Boden nahe der Wurzel der Bäume betrachtete. Auf ihn machte der Boden an dieser Stelle keinen guten Eindruck und ein Baumkletterer war er auch nicht gerade. Ganz davon abgesehen, hatte sein Körper bereits den sicheren Weg eingeschlagen der ihn immer weiter voran trieb. So lange, bis sich eine Lichtung zeigte.
Da schien Goldfuchs die Kontrolle über sich selbst wieder zu erlangen. Er verlangsamte seine Schritte bis er inne hielt. Seinen Kopf senkte er, der Schwanz war angespannt in der horizontalen, während die Bewegungen an der Lichtung, auf einer steinigen Erhöhung, seine Aufmerksamkeit verschlangen. Prüfend witterte er, versuchte auszumachen ob auch fern ab der Lichtung noch Bewegungen waren. War er hier alleine? Alleine im Sinne von, der einzige Kater aus dem Brisenclan? Vielleicht gar von all den anderen Clans?
War dies ein Traum?
Doch der Boden wirkte fest. Seine Muskeln angespannt.
Goldfuchs konnte nicht mehr warten, der Sog wurde stärker und zog ihn hinaus auf die Lichtung. Vorsichtige Schritte, prüfende Blicke. Katzen verstummten, weitere Bewegungen tauchten auf. Die Muskeln sprachen mit ihm, sie sagten ihm er solle rennen. Doch die Pfoten blieben, als seien sie mit diesem Ort verwurzelt.
Und zwischen den Herzschlägen war da der Gedanke. Eine Empfindung von: Bleib – du bist hier richtig

Katzen huschten, Unruhe keimte auf und ließen sein Fell prickeln. Die Augen tasteten die Katzen ab, keine kam ihm bekannt vor und einige waren Entstellt von Wunden die wohl nie geheilt hatten – oder nicht richtig. So auch die drei Katzen die sich oben abzeichneten und ein Dreigestirn bildeten. So gleich kauerte sich Goldfuchs etwas tiefer. Es war keine Position des Angriffs, oder der Lauer. Viel mehr das einer Katze, die die mächtige dominante Präsenz spürte und versuchte sich so unscheinbar wie möglich zu machen.
Keine dieser Pelzträger kam ihm bekannt vor. Keine schien die Katze vom Wasserfall zu sein oder der Kater vom Donnerweg. Und niemand schien ein bekanntes Gesicht aus irgend einem Clan zu sein.
Aber...
Wer waren sie dann?
Und wieso war er hier?

Goldfuchs versuchte vom Weg fort zu gleiten, am Rande der Lichtung , tiefer in einen der spitzen und verzerrten Schatten. Schnell wurde ihm bewusst, dass dies nichts brachte. Es war unmöglich diesen festen Blicken zu weichen und zu verschwinden.
Schien er doch einer der erwarteten Protagonisten zu sein. Verunsichert drehten sich die Ohren zur Seite. Noch immer pochte da diese Gewissheit: Er gehörte hier hin. Und doch wirkte es so falsch. War dies der SternenClan? Nein.. Doch? Es waren Ahnen.. Oder nicht?
Oder ein Traum.
Ein Traum?
Wieso hatte er einen solchen Traum?
Nein. Es war Wirklichkeit. Zu stark war die Anspannung, der Ruf seiner Muskeln. Zu Weich und gefährlich der Boden, zu direkt die Blicke und diese... Goldfuchs Blick flatterte wieder zur felsigen Anhöhe. Diese Autorität.


Anspielbar



RE: in the dark of the night - Fichtenstern - 01.04.2026


authority in motion



Es war Nacht, Fichtenstern hatte sich schlafen gelegt und war im Wald der Finsternis wieder erwacht. Schon lange kein unbekannter Ort mehr für den Kater und so lief er auch unbeeindruckt los. Er wusste, dass ihn heute etwas anderes erwartete, als das Übliche - er spürte es einfach. Kurz darauf traf er auf Rotnase und nickte der Kätzin ruhig zu. Nicht zu einmal hatte er gemeinsam mit der Kätzin hier trainiert und es hatte ihm die versprochene Kraft gegeben. Fichtenstern war stärker geworden und nun gehörten ihm die Schlangenfelsen, doch die waren nur der Anfang. Als sie zu der Lichtung der Versammlung kamen, entdeckte er schließlich die drei Katzen weiter oben. Einer fehlte. Doch der weiße Kater war nicht immer da, das war Fichtenstern bereits aufgefallen. Scheinbar irrte er nicht nur im Wald der Finsternis umher, war längst nicht mehr an diesen dunklen Ort gefangen und hatte die Grenze dieser Welt überwinden können. Fichtenstern blickte zu Blütenherz. Die kleine Kätzin war leicht zu unterschätzen und auch er hatte den Fehler zu Beginn gemacht. Doch sie war stark, trainierte nicht nur ihn sondern auch Rotnase. Und sie hatte definitiv seinen Respekt verdient. Fichtenstern sah sich beiläufig um. Neben den üblichen Katzen, die man im Wald der Finsternis traf, sah er auch andere Katzen. Sogar Katzen der anderen Clans. Doch es interessierte ihn nicht, was die hier taten und ob sie vielleicht wie Efeuschweif eigentlich auf seiner Seite waren. 
Fichtenstern lief mit Rotnase durch die Menge, um seinen Platz weiter vorne einzunehmen. Ob am Tage oder hier bei Nacht: Fichtenstern war ein Anführer und er würde sich nicht so einfach unter die Menge mischen. Wenn er schon nicht selbst die Versammlung anführte, dann hatte er einen verdienten Platz in erster Reihe, so viel stand für den massigen Kater fest.
Was sie wohl zu berichten hatten? Denn nicht täglich wurde eine Versammlung einberufen, erst recht nicht in diesem Größenmaß. Fichtenstern war bereit zu hören, was sie zu berichten hatten.



@Rotnase 



RE: in the dark of the night - Granitstille - 02.04.2026


Where Shadows Gather



Granitstille hatte sich schlafen gelegt. Der Mond war sehr erfolgreich gewesen nachdem Graunebel ihn mit Stärke und verbesserten Sinnen gesegnet hatte.

Es war für ihn nicht verwunderlich, dass er an diesem Ort das nächste Mal die Augen öffnete.

Der Kriegerbau war verschwunden. Stattdessen spannte sich ein düsterer, blutroter Himmel über den Baumkronen, der alles in ein krankes, fahles Licht tauchte. Die Schatten wirkten länger und schärfer und der Wald fühlte sich leer an. Kein Wind war zu spüren, keine Geräusche von anderen Tieren und auch keine Gerüche von Moos oder Erde war mehr da. Selbst das Wasser war fort, ersetzt durch schwarzen, zähen, dickflüssigen Schlamm.

Granitstille folgte dem Ruf, den er wahrnehmen konnte, und erreichte eine Lichtung, auf der mehrere Katzen kauerten, saßen und standen. Sein Blick glitt über dunkle Silhouetten und Gestalten. Das Murmeln und Tuscheln hörte nach und nach auf, Köpfe drehten sich in seine Richtung. Der Kater hob seinen rundlichen Kopf in einer stolzen Art als er sich wieder in Bewegung setzte. Er erblickte drei Katzen, die blieben während andere wichen. Eine breite, silbergrau getigerte Kätzin mit stumpfen Fell, zerfetzten Ohr und weidegrünen Augen, ein massiger schwarzweißer Kater mit einer Narbe, die sich von seiner Kehle bis tief über seinen Bauch zog, und hellblauen Augen sowie eine zierliche, dreifarbige, kleine Katze mit goldenen Augen. Ihre Pupillen waren alle tiefrot und unnatürlich statt schwarz.

Granitstille blickte sich nach Graunebel - der silbernen, kräftig gebauten Kätzin mit den blassen, blauen Augen, die ihm Anfang des Monds im Traum begegnet war und ihn mit der Stärke gesegnet hatte, seine Liebsten zukünftig schützen zu können.

Sein Blick glitt weiter über die Umgebung und entdeckte Silhouetten, die ihm bekannt vorkamen. Er blinzelte einmal als er die große, muskulöse, rotbraun getigerte Gestalt Fichensterns entdeckte. Und an seiner Seite die ebenfalls große, muskulöse, schildpattfarbene Gestalt Rotnases. Sein Anführer hatte einen Platz weit vorne gewählt. Der Dunkelgemusterte schob sich nicht in die erste Reihe, blieb lieber in einigem Abstand sitzen und richtete seinen Blick auf die drei Katzen, die auf die Ankunft weiterer Katzen zu warten schienen.



Erwähnt: @Fichtenstern @Rotnase



RE: in the dark of the night - Sonnenruf - 03.04.2026


the first step into darkness



Als Sonnenruf die Augen öffnete, erwachte sie an einem finsterem Ort. Es gab keine Sterne, keinen Wind, keinerlei Geräusche von Beute im Unterholz. Sie kannte diesen Ort. Eines Nachts war sie hier erwacht und war einen Pakt mit einer Katze eingegangen. Sie versprachen ihr, dass sie die Kraft bekam, die sie so begehrte: Die Kraft sich endlich angemessen gegen den GlutClan zu wehren. Und es stimmte. Sie hatte zugestimmt und fühlte sich so viel stärker. Der Drang sich an dem Clan zu rächen wurde stark und so war sie vermehrt an der Grenze unterwegs gewesen, doch bisher hatte sie niemanden getroffen. Bisher konnte sie ihre Krallen nicht in das elende Fleisch einer GlutClankatze schlagen. Dabei hatten sie es so sehr verdient. Fichtenstern hatte den Ahnenbaum zerstört, hatte die Erinnerungen zerstört. Unter anderem auch die für ihren Vater. Und so viel Hass herrschte in der großen Kätzin. 
Doch warum sie nun hier aufwachte, verstand sie nicht. Als Sonnenruf loslief, dorthin, wo ihr Instinkt sie rief, trat sie in komischen, zähen Schlamm und hob skeptisch die Pfote. Sie musste sich von diesem Schlamm fernhalten, aber allgemein war hier an diesem Ort nichts, wo sie sich gerne aufhielt. Der Wald war tot, es gab keine Sonne, keinen Mond - Oh Mondwolke, du fehlst mir hier. Die Kätzin bemühte sich, sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren. Denn wenn sie hier war, dann hatte das einen Grund. Ihr inneres Gefühl führte sie zu einer Lichtung, wo sich viele Katzen versammelt hatten und weiter vorne verschwanden schließlich einige Katzen, nur drei blieben dort oben stehen. Zwei etwas größer, eine eher sehr klein und zierlich. Sie alle strahlten etwas aus, was Sonnenruf den Pelz kribbeln ließ - aber nicht auf positive Art und Weise. Die Kriegerin nahm zwischen anderen Katzen Platz und beobachtete das rege treiben. Viele Katzen kamen an, setzten sich dazu und waren bereit zuzuhören. Andere Katzen wirkten irritiert, andere schienen es regelrecht normal zu finden. Und dann entdecke sie ihn: Fichtenstern. Er war mit Rotnase auf dem Weg nach vorne und Sonnenruf fuhr die Krallen aus. Sie war dabei gewesen sich zu erheben, ehe sie plötzlich wieder Platz nahm. Es war wie ein Zwang. Ihr Innerstes schrie sie an: Schnapp ihn dir, reiß ihm das Ohr von seinem hässlichem Schädel ab! Doch sie konnte nichts tun, sie war wie versteinert. Als Sonnenruf nach vorne blickte, starrte sie in die hellblauen Augen des massigen Katers und obwohl er sie nur einen Herzschlag angesehen hatte, hatte sie das Gefühl, als würde er sie kontrollieren. Sonnenruf blieb sitzen, sie blieb ruhig sitzen und sah Fichtenstern und Rotnase zu, wie sie weiter vorne Platz nahmen. Sie war nicht hier, um gegen Fichtenstern zu kämpfen und obwohl das ihr sehnlichster Wunsch war, konnte sie ihren Körper nicht zur Aktion bringen. Sie war gefangen, gefangen an diesem Ort, zu dem sie für einen bestimmten Grund gekommen war.



@Braunellenstern @Fichtenstern @Rotnase



RE: in the dark of the night - Rotnase - 03.04.2026


revenge will be sweet

Rotnase blinzelte nicht, als sich die vertraute Finsternis um sie legte und alles, was die Kriegerin ausmachte, vollends verschlang. Sie nahm sie auf wie ein vertrautes Gefühl - eine alte, beinahe wärmespendende Erinnerung, die sich still zwischen ihre Gedanken schob. Der Wald der Finsternis war kein Ort, der sie erschreckte, wenngleich er kalt und trostlos wirkte. Das war er nie gewesen. Vielleicht, weil er nichts verbarg, was nicht ohnehin schon in ihr existierte - es gab schlichtweg nichts, was sie hier hätte fürchten müssen.

Fichtenstern hatte ihr lediglich zugenickt, sich ansonsten lautlos in Bewegung gesetzt, während sie ihm folgte, ohne den Schritt zu hinterfragen. Jeder seiner Tritte so sicher, als gehöre ihm jeder Schatten zwischen den verkohlten Stämmen. Der Gedanke ließ ein flüchtiges Lächeln über ihre Züge streifen, kaum länger anhaltend als fünf Herzschläge, während ihr Blick für einen Moment an dem Spiel seiner Muskeln unter dem getigerten Pelz hängen blieb - nicht bewundernd, sondern abschätzend.

Als sie das düstere Baumgeviert unter dem blutroten Himmel erreichten - kein einziger Stern, der den Blick hätte stören können - zeichnete sich ihr Ziel bereits klar vor ihnen ab. Die erste Reihe. Weder Zögern, noch Innehalten. Es war kein Platz, den man sich erbat. Es war einer, den man mit dem Wissen einnahm, dass man hier hingehörte.

Goldfuchs streifte sie zuerst, sanft wie ein Windhauch. Fell an Fell, kaum länger als ein Atemzug. Und doch würdigte sie den BrisenClan-Kater keines Blickes. Warum auch? Fremdheit allein verlieh noch keinen Wert an diesem Ort - und ohne Wert blieb man bedeutungslos.

Sonnenruf war ihr zweiter Kontakt. Ebenso flüchtig und unbeachtet nach außen hin, während Rotnase sich durch die aufgereihte Menge bewegte, als würde ihr jeder dieser Schritte zustehen. Doch etwas registrierte sie dennoch - ein flüchtiges Aufflackern hinter ihren goldenen Augen signalisierte ein unausgesproches Gefühl. Nicht wirklich Interesse an der Kätzin selbst, aber trotzdem eine gewisse Neugier die eher den Umständen galt, wie gerade eine ihrer Art herfand.

Sie ließ sich schließlich neben Fichtenstern nieder, die Haltung aufrecht und geprägt von Disziplin, als würde man ihre Tauglichkeit für einen bevorstehenden Krieg mustern. Für einen Moment schwieg sie, ließ dabei ihren Blick über die versammelten Gestalten gleiten, ehe ihre Stimme, gedämpft und glatt, die Stille zwischen ihnen brechen sollte.

"Neue Gesichter."
Ein leiser Hauch von Belustigung lag darin, der auch ihre Schnurrhaare einmal zucken ließ. "Sogar vom WurzelClan persönlich." Der dichte, fluffige Schweif peitschte träge, aber erregt, während sie den Kopf leicht neigte, als würde sie ganz intensiv sinnieren. Es war keine Verwunderung, die in jenem Moment in ihr aufstieg - viel eher Wissensdurst.

"Ich frage mich", fuhr sie mit gedämpfter Stimme fort, "welche Versprechungen nötig waren, um sie hierher zu führen." Ein leises, kaum hörbares Schnauben. Nicht spöttisch - eher amüsiert, als hätte sie bereits mehrere mögliche Antworten im Kopf durchgespielt und jede einzelne verworfen.

Dann, fast beiläufig, drehte sie den Kopf über die Schulter. Sonnenruf. Der ausdruckslose Blick der Schildpattfarbenen blieb einen Herzschlag länger an ihr hängen, als es Zufall hätte sein dürfen. Kein Gruß oder offenes Interesse, nein. Nur diese stille, schneidende Aufmerksamkeit, welche in ihrer Art und Weise beinahe einem Raubtier glich und sich wie ein unsichtbarer Schnitt auf dem goldenen Pelz der WurzelClanerin anfühlen musste.

Wer hätte schon gedacht, dass es brave Baumschmuser an solch einen Ort verschlagen konnte?


@Fichtenstern @Goldfuchs @Sonnenruf



RE: in the dark of the night - Kleinmotte - 03.04.2026


she stops resisting



Erneut wachte Kleinmotte im Wald der Finsternis auf, doch das war für die Kätzin alles andere als eine Überraschung. Fast täglich war sie in ihrer Schülerzeit hier gewesen und auch jetzt im Alter einer jungen Kriegerin war sie nicht selten hier. Kleinmotte wusste genau, dass dies nicht der Sternenclan war und das man Ahnen hier vergebens suchen würde und dennoch war sie viel zu jung und unerfahren, um zu erkennen wie bösartig dieser Ort hier wirklich war. Für sie war es ein Ort, um zu trainieren und das reichte ihr aus. Sie musste eine gute Kriegerin werden, so gut wie ihr Bruder - nein, besser als er. Doch dieses Mal war etwas durchaus anders. Dieses Mal war Rosenherz nicht direkt vor Ort, um sie zu empfangen. Und so lief Kleinmotte einfach los, ihr Gefühl zeigte der kleinen Kätzin den Weg und schon bald traf sie auf eine große Menge versammelter Katzen. Zwischen den Katzen, die ohnehin immer ihr Leben hier fristeten, waren auch neue Gesichter dabei. Goldfuchs und Sonnenruf, sie hatte die Beiden hier noch nie gesehen. Was sie wohl hertreibt? Kleinmotte konnte nicht anders, als sich zu fragen was so gestandene Krieger wie die beiden hier her führen könnte. Ob sie auch stärker sein wollten? Dann tauchten Fichtenstern und Rotnase auf. Die Kätzin hatte Kleinmotte hier bereits häufiger gesehen, auch wenn sie sich nicht daran erinnerte, sobald sie wach war - wachte Kleinmotte hier wieder auf, wusste sie alles wieder.
Die Kätzin lief zu einem freien Platz, relativ weit vorne, weil sie so klein war und sonst wenig sehen konnte. Oben standen bereits die drei Katzen. Normalerweise waren sie zu viert, doch die weiße Katze war nicht immer vor Ort, wie ihr bereits aufgefallen war. Kleinmotte konnte nichts sagen. Sie schwieg, sah nach oben und fragte sich, was es heute zu berichten gab. Die Autorität die jene Katzen ausstrahlten, war fesselnd und Kleinmotte fiel auf, dass es nicht nur ihr schwer fiel, sich dagegen zu wehren. Durchaus bemerkte sie die Unruhe in Sonnenruf, als die Kätzin Fichtenstern erblickt hatte. Und ihr fiel Rotnases Blick auf die Kätzin auf. Die große Kriegerin aus dem GlutClan war für Kleinmotte durchaus eine Art Vorbild, auch wenn sie das niemals zugeben könnte. Kampferfahren, selbstbewusst..Sicher plagten sie keinerlei Zweifel..



@Fichtenstern @Sonnenruf @Goldfuchs @Rotnase



RE: in the dark of the night - Spielleiter - 04.04.2026


whispers and visions


Die kleine Kätzin der drei, in der Mitte des Felsens sitzend, wartet nur, bis auch der letzte Laut versiegt ist. Bis sich niemand mehr bewegt und alle Blicke wirklich auf ihr liegen. Erst dann spricht sie, ruhig und ohne Hast, als hätte sie alle Zeit der Welt und wüsste genau, dass ihr ohnehin niemand ausweichen kann. "Alle habt ihr es gespürt, seid dem Ruf gefolgt." Ihr Blick gleitet über die Versammelten, bleibt hängen, löst sich wieder, sucht sich den nächsten, ohne je unsicher oder beirrt zu wirken, als sie fortfährt. "Der Wald verändert sich stetig, aber diesmal ist alles anders. Großes Unheil steht uns bevor, wenn wir jetzt nicht handeln. Ihr habt es bemerkt, während eure Clans weiter schlafen, weiter jagen - weiter glauben, alles wäre so, wie es immer war." Sie atmet leise aus, wirkte ernsthaft betrübt. "Sie merken nichts. Oder sie wollen es nicht merken. Beides macht keinen Unterschied, denn letzten Endes werden sie unter den bevorstehenden Konsequenzen leiden. Eure Geliebten, sie werden verloren sein."

Sie tritt einen halben Schritt näher an den Rand, klein bleibend und doch unmöglich zu übersehen. "Ihr hingegen seid gekommen. Gegen euer besseres Gefühl vielleicht, ohne zu wissen warum, ohne zu verstehen, was euch hierher zieht - und trotzdem seid ihr gegangen. Das ist der Unterschied zwischen euch und ihnen. Ihr hört noch hin." Hinter ihr scharrt der große Kater ungeduldig mit den Krallen über den Stein, ein raues Geräusch, das kurz durch die Stille zieht.

"Eure Clans haben euch nie gesehen, wie wir es tun." Die weiche Stimme der Kätzin wird kaum leiser, aber enger und persönlicher zugleich, als würde sie jede einzelne Katze direkt ansprechen. "Zu schwer einzuordnen, zu stur, zu eitel, zu impulsiv.. oder gar zu rachsüchtig?" Ein kurzes Zucken ihres Ohrs folgt. "Und jetzt steht ihr hier, denn wir sehen, wer ihr wirklich seid. Was ihr wirklich seid. Ihr seid es, die das Potential haben eure Clans und Familie vor Schlimmeren zu bewahren", mauzt sie erklärend. "Der Wald ruft nicht wahllos. Er nimmt nicht irgendwen."

Die silbergraue Kätzin neben ihr hebt leicht den Kopf, ihre Stimme kühl und klar, ohne jede Regung: "Und er irrt sich nicht." Mehr braucht sie nicht, dann schweigt sie wieder, während die Dreifarbige den Faden nahtlos aufnimmt. "Etwas kommt. Ihr habt es längst gespürt, auch wenn ihr es euch nicht eingestanden habt. In der Stille. In dem, was fehlt. Der SternenClan, er hat uns verlassen. Uns alle. Denn auch er fürchtet sich" Ihr Blick wird schärfer, entschlossener. "Und wenn es kommt, werden eure Clans nicht bereit sein. Sie werden es nicht verstehen, bis es zu spät ist, da sie sich weiterhin auf die Ahnen verlassen, die ihre Nachkommen längst vergessen haben." Der Schwarzweiße stößt ein tiefes, raues Knurren aus - mehr Zustimmung als Warnung. "Sie sind verloren, wenn ihr dies nicht verhindert", ergänzt er mit schwerer Stimme hinzu.

"Aber das ist nicht unvermeidlich." Sofort gehört der Raum wieder ihr, der Kleinen der Drei. "Nicht, wenn ihr handelt." Einen Schritt kommt sie näher, jetzt direkt an der Kante stehend. "Ihr", beginnt sie, "ihr werdet es sein, welche die neue Botschaft übermitteln. Mit euch und eurem Handeln wird eine neue Zeit über den Wald hereinbrechen. Eine Zeit der Stärke und Sicherheit. Eine, in der ihr keinen Hunger, keine Krankheit oder gar fälschliche Entscheidungen eines Anführers fürchten müsst."

Ein kurzer Moment Stille, dann setzt sie präzise nach, ohne Raum für Zweifel zu lassen: "Jetzt wählt ihr. Entweder ihr wacht bei Anbruch des Morgens in eurem Nest auf und macht weiter, als wäre nichts gewesen, oder ihr folgt eurer Bestimmung."

Ihre Stimme wird wieder ruhiger, fast sanft, und gerade deshalb schwerer abzuschütteln. "Nur ihr könnt das, was kommt, verhindern. Verhindern, dass alles was ihr liebt euren Pfoten entrissen wird. Wie entscheidet ihr?"

Während die Menge zustimmend zu jault , überzeugt und zustimmend, treffen ihre goldenen Augen gerade die, welche das erste Mal an jenem Ort verweilen - sie alle, sie sehen etwas fürchterliches.

Ob Goldfuchs will oder nicht - ein klares Bild zeichnet sich einzig und allein vor seinen Augen. Es ist seine Gefährtin: Lerchenflügel. Ihr Körper ist starr, die weitaufgerissenen Augen glasig und ihr Fell ist vom Blut durchtränkt. Ein grausiges Bild und selbst für die kaltherzigste Katze nur schwer zu ertragen. Die Kätzin ist tot, genau wie die ungeborenen Jungen der beiden, welche sich auf der Lichtung verteilen.

Auch Sonnenruf findet sich kurzzeitig in einem verkohlten Wald wieder. Der Boden ist schwarz, nichts ist mehr grün und je tiefer sie in diesen vorstößt, desto offensichtlicher wird es, dass es sich um WurzelClan-Territorium handelt. Und da hört es nicht auf, nein. Schon bald stößt sie am Boden auf Widerstand, stolpert kurz. Ein Blick zu ihren Pfoten bestätigt eine grauenhafte Vermutung: da ist ein Körper. Oder zumindest das, was von ihm übrig geblieben ist. Als sie ihren Blick von diesem löst, rücken auch alle anderen in ihre Sicht. Zehn, zwanzig, dreißig - ihr ganzer Clan - alle sind tot.




RE: in the dark of the night - Fichtenstern - 05.04.2026


authority in motion



Zusammen mit Rotnase hatte Fichtenstern weit vorne Platz genommen. Er interessierte sich nicht für die anderen Katzen hier, weder für Goldfuchs noch für Sonnenruf, die ihm wohl beide am liebsten das Fell von der Haut ziehen würden. Er war wegen etwas Bestimmten hier und nur darauf verwendete er seine Aufmerksamkeit und Energie. 
Stille kehrte in die große Gruppe an Katzen ein, bevor Blütenherz zu sprechen begann. Auch er hatte sie zu Beginn unterschätzt, lud ihr Aussehen doch gradezu dazu ein. Doch sie war eine starke und mächtige Katze ohne Skrupel. Aufmerksam lauschte er der Rede und manchmal nickte er kaum merklich. Was sie sagte stimmt. Eine neue Zeit brach an. Meine Zeit als Anführer des stärksten Clan des Waldes. Die anderen Clans wagen es nicht, sie trauen sich nicht zu tun was nötig ist. Und so wird es sie verschlingen, während der GlutClan sich erhebt.
Die Katzen sprachen von etwas Unausgesprochenem, etwas Düsterem, etwas Gefährlichem. Und was immer da auf sie zukam, für Fichtenstern war es keine Gefahr, es war eine Chance. Und Fichtenstern würde jene Chance ergreifen, während die anderen Clans sich in den Pelz machten. Da half es nicht, dass Goldfuchs hier war oder Sonnenruf. Der Rest ihres Clans traute sich nicht, der Rest ihres Clans würde untergehen. Wer weiß, vielleicht war für solche Katzen in Zukunft ein Platz im GlutClan frei, wenn eine Katze bereit war sich ihrer wahren Kraft zu stellen, dann sollte dies Anerkennung bekommen. Doch für jetzt wusste Fichtenstern: Vor ihnen lag Krieg und aus diesem würde sein Clan mit ihm an der Spitze als Sieger hervorgehen. Er sah kurz zu Rotnase neben sich »Was bringen ein oder zwei Krieger auf einen ganzen Clan? Unser Clan begriff wenigstens schon immer, dass es auf Stärke ankommt. Der NebelClan wird sich verzweifelt an das Schweigen der Ahnen klammern und betend untergehen, während der BrisenClan dem Unheil die Gesetze der Krieger zitieren wird und von dem WurzelClan brauchen wir gar nicht erst anfangen« miaute er und sein Blick ging zu Sonnenruf, deren Blick ins Leere starrte. »Sie ist die einzige Kriegerin, die bereit ist was zu trauen, so wie Goldfuchs vielleicht mit den richtigen Ambitionen..Aber diese alleine, werden nicht reichen« beendete er seine Aussage und ein leises, abfälliges Schnaube verließ seine Kehle. Er war bereit sich dem zu stellen was kommt, nein, er war bereit es als Chance zu sehen und sich dies zu Nutze zu machen. Seine Zeit wird kommen.
Die Zeit des GlutClans.



@Rotnase 



RE: in the dark of the night - Sonnenruf - 05.04.2026


the first step into darkness



Als Rotnase ihr Fell striff, hätte die Kätzin am liebsten ausgeholt und der Kriegerin eine verpasst. Doch ihr Körper gehorschte nicht, sie fühlte sich wie fremdgesteuert, konnte nur hier sitzen und sich das Ganze anhören. Als die Versammlung begann und die kleine Kätzin das Wort ergriff, wusste Sonnenruf gar nicht, wie ihr geschah. Die Worte waren so stark, so düster und doch wusste sie, dass sie wahr waren. Da kam etwas auf sie zu, etwas Dunkles. Und ja, die Ahnen schwiegen..Sie wusste nicht, wie es gemeint war, erhielt sie doch selbst niemals Träume der Ahnen, doch sie hatte es gehört. Jetzt sprachen die drei Katzen von etwas Dunklem, was auf sie zukam und dass es viele Tote geben wird. Viele werden untergehen, doch sie war unter anderem auserwählt? Aber was konnte sie anrichten? Würde sie alleine ausreichen, um ihren Clan, ihre Liebsten, zu retten? Was brachte all dies, wenn ihr Clan nicht mitzog, sie nicht unterstützte und ihr nicht half?
Die Worte von der kleinen Kätzin waren niederschmetternd und doch zugleich aufbauend. Sie sagte, dass sie die Chance hatte die anderen zu erretten, aber wie? Was war ihre Aufgabe in dem Ganzen? Ja, sie war stärker seit dem Pakt und doch wusste sie, dass diese Stärke alleine sicherlich nicht ausreichen würde. Sonnenruf konnte es schlecht alleine mit dem ganzen GlutClan aufnehmen! Als die Kätzin davon sprach, dass man sich entscheiden müsste, war ihre Entscheidung bereits gefallen. Sie wusste, dass sie nicht mehr tatenlos zusehen würde. Die Kriegerin war bereit sich dem Unheil zu stellen, einem Unheil, das allem Anschein nach schlimmer war als die Bedrohung des GlutClans. Plötzlich formte sich ein Bild vor ihren Augen und die große Kriegerin hatte das Gefühl, als sei sie plötzlich woanders. Sie stolperte und als sie den Blick zu Boden heftete, erkannte sie den toten Körper von Blumenfell. Nein! Panisch sah sie auf, ehe ihr in der schummrigen Umgebung, die langsam immer schärfer wurde, noch mehr Fell auffiel. Sie waren tot. Sie alle. Ihr Clan lag tot auf dieser Lichtung verstreut. Offene Kehlen, fehlende Gliedmaßen, Blut überall..und diese toten, leeren Augen..Sonnenruf entdeckte den toten Körper von Möwenschrei, ihr Maul weit vor Panik aufgerissen und die Augen starrten voller Angst ins Leere..»Nein!« stieß Sonnenruf panisch aus, stolperte zurück und plötzlich war sie wieder dort..bei der Versammlung..Ihr Pelz fühlte sich nass an, ihr Herz raste vor Panik und sie sah sich hektisch um. Was geht hier vor sich..was kommt auf uns zu? Die Kätzin konnte sich nicht bewegen, doch sie wusste eines: Sie würde nicht weitermachen wie zuvor, sie würde dagegen kämpfen.. Fest blickte sie der kleinen Kätzin in die Augen, die dort vorne stand und dann nickte sie. Entschlossen.
Sonnenruf war bereit gegen das zu kämpfen, was auf sie zukam.



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