Wie geht es euch WIRKLICH?
Es war Sonnenuntergang und die Sonne war verschwunden, als die drei Katzen des WurzelClans an den Sonnenfelsen ankamen. Der Himmel aber war noch in schönen violetten und rötlichen Tönen gemustert. Allgemein würde es eine schöne, frische Nacht werden. Nicht zu warm, denn der Blattfall war nun endlich eingekehrt und würde seine kühlen Brisen durch die bunt gemusterten Blätter wehen.
Braunellenstern genoss diesen Moment sehr und betrachtete die Sonnenfelsen und den aufgehenden Mond, der sich schon im Wasser des Flusses spiegelte.
”Dann lasst uns mal jagen. Der Clan braucht mehr Beute, vielleicht wird es eine gute Jagd, wenn der Sonnenuntergang schon so hübsch auf uns nieder strahlt.” , miaute die Anführerin des WurzelClans und wandte sich zu den beiden anderen langhaarigen Katzen um, die sie begleiteten.
Doch ehe sie drei auseinander brachen, hatte Braunellenstern noch eine Frage an sie.
”Aber vorher wollte ich noch etwas fragen. Ich hoffe euch ist es die letzten Tage gut ergangen. Ich weiß, der GlutClan macht uns alle verrückt, aber.. Wie geht es euch?” , fragte sie Ahornschatten und Lebenstraum und hoffte auf ehrliche Antworten von ihrer Seite aus.
Die braun gescheckte Kätzin wusste, dass Lebenstraum ängstlich war, was den GlutClan angeht und sich große Sorgen machte. Doch wie war es ihr die letzten Tage gegangen? Jetzt, wo der GlutClan offenkundig erklärt hatte, was er sich vom WurzelClan wünschte?
Und was war mit Ahornschatten? Ihn konnte die Kätzin was den GlutClan anging gar nicht einschätzen, obwohl sie sich schon ewig kannten, war er immerhin ihr Schüler gewesen, weshalb sie viel Zeit miteinander verbracht hatten. Außerdem wollte sie jede Katze ihres Clans gut kennen, um sie alle einschätzen zu können. Um zu entscheiden welche Katzen sie guten Gewissens auf eine Patrouille zu den Schlangenfelsen schicken konnte und wen sie lieber weit weg von dort haben wollte.
Alias — Kadse
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Es war auf den Tag genau 1 Mond vergangen seit dem Kampf am Donnerweg, an dem Lebenstraum den Schreck ihres Lebens bekommen hatte. An dem Tag war sie auf Achatbrand und Granitstille getroffen, Goldstreif hatte sie angegriffen und Lebenstraum hatte ihre Clangefährtin unterstützt. Doch... wo war ihre Unterstützung als Lebenstraum von den beiden Katern festgehalten worden war, so nah am Donnerweg? Achatbrand hatte seine Zähne entblößt, um sie lebensgefährlich zu verletzen doch statt zuzubeißen, hatte er sie auf den Donnerweg getreten. So schnell würde Lebenstraum das nicht mehr vergessen. Und sie würde sich von Goldstreif fernhalten.
Die Sonne war beinahe verschwunden, der Himmel klar und die Sonne hatte bis zuletzt versucht zu wärmen. Gemeinsam mit Braunellenstern und Ahornschatten kam Lebenstraum an den Sonnenfelsen an. Der Himmel war in violette und rötliche Farben getaucht. Lebenstraums Blick wanderte für einen Herzschlag über die Sonnenfelsen, um sicherzugehen, dass hier keine ungebetenen Gäste auftauchen würden, wenn die Anführerin und die beiden Krieger zu jagen versuchen würden.
”Dann lasst uns mal jagen. Der Clan braucht mehr Beute, vielleicht wird es eine gute Jagd, wenn der Sonnenuntergang schon so hübsch auf uns nieder strahlt.” , miaute Braunellenstern bevor sie sich an Lebenstraum und Ahornschatten wandte. Lebenstraum warf ihrer Anführerin ein warmes Lächeln zu. "Hoffen wir das Beste. Der Clan kann die Beute gut gebrauchen." , antwortete die bunte Kätzin lächelnd.
Die Kriegerin wartete auf Braunellensterns Zeichen, dass sie mit der Jagd beginnen dürften. Allerdings schien die braune Kätzin noch Fragen an ihre Jagdbegleiter zu haben. Leicht legte Lebenstraum ihren dreieckigen Kopf schief. ”Aber vorher wollte ich noch etwas fragen. Ich hoffe euch ist es die letzten Tage gut ergangen. Ich weiß, der GlutClan macht uns alle verrückt, aber.. Wie geht es euch?” , fragte sie. Lebenstraum blinzelte einmal. Ihr buschiger Schweif zuckte leicht vor Unruhe hinter ihr. Das Thema GlutClan war nicht das Einfachste für sie. "Zugegeben... hat mich das letzte Treffen am Donnerweg vor 1 Mond mit 2 Felsenhirnen sehr erschreckt. Ich bin froh, dass ich bisher keinen weiteren GlutClanern begegnet bin." , gestand die Kriegerin bevor sie einmal leicht durchatmete. "Aber... ansonsten geht es mir gut." , fügte die bunte Kätzin hinzu. Zaghaft lächelte sie, um ihre Unruhe den GlutClan betreffend zu überspielen.
Lebenstraums grasgrüner Blick wanderte zu Ahornschatten in der Hoffnung, dass er etwas sagen konnte, was von ihrer unschönen Erfahrung am Donnerweg ablenken konnte.
Sternenfänger
Alias — Jacky
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Ganz am Ende lief der Krieger auf leisen Pfoten hinter seiner Mentorin und einer Clankameradin her. Sein Blick lag besonders Aufmerksam auf beiden Kätzinnen, während die Nase und Ohren immer wieder wie beiläufig die Umgebung prüften. Ganz genau prüfte er den Höhenunterschied der beiden. Ihre Bewegungen und wie sich die Muskelpartien anspannten sowie lösten, als der Wald aufbrach und den Blick auf den Sonnenfelsen frei gab. Die Landschaft hinter diesem Felsen färbte sich orange-rötlich mit einem leichten violetten Stich. Der Fluss brabbelte vor sich hin, während sein Augenmerk auf Braunellenstern lag, die den Sonnenfall und Mondaufstieg beobachtete. Dann sah er, wie Lebenstraum den Blick wandern ließ. Nicht betrachtend, eher beobachtend. Ob sie auf jemanden oder etwas wartete?
Der Kater hielt inne und überlegte. Ihm fiel nichts ein, was dieses Verhalten begünstigen könnte oder ausgelöst haben. So notierte Ahornschatten sich, dass er die Kätzin eventuell genauer beobachten sollte. Er prägte sich ihr langes Fell und die Farbmuster ein, bevor er wieder zur Anführerin sah die beide nun ansprach. Hierbei drehte sie sich zu ihnen um. Sein Blick lag fest auf ihr, wich nicht. Es gab eine Zeit, da war sie eine Träumerin. Eine Kriegerin. Und seine Mentorin. Jetzt war sie seine Anführerin.
Langsam schloss Ahornschatten seine Augen, um sie dann wieder zu öffnen. Es war Zeit für eine Jagd für den Clan. Er freute sich jedes mal, wenn er den Pflichten nachkommen konnte – also erfolgreich war. Misserfolge gab es und sie waren ernüchternd, gleichzeitig versuchte er an ihnen zu wachsen. Pflichten erfüllen, das stand ihm deutlich besser.
Im Gegensatz zu Ahornschatten, antwortete die Langfellig mit Worten. Hoffen. Wäre es nicht besser, wenn die Ahnen und der Wald um Unterstützung gebeten wird? Und man sein ganzes Können hinein steckte? Er überlegte während er sie eingehender Betrachtete. Sie machte nicht den Anschein, als wäre sie eine schlechte Jägerin. Wahrscheinlich wollte sie einfach etwas aufmunterndes beitragen.
Als auf diese Antwort es kein Zeichen zur Jagd gab, blickte der Kater erneut zur Anführerin. In ihren Augen lag Aufrichtige Fürsorge. Der Wunsch sich um seinen Clan zu kümmern und die Sorge, dass es diesem nicht gut ging. Ahornschatten kannte diesen Blick aus seiner Schülerzeit und es entlockte ihm ein sanftes Lächeln. Machte die gute Braunelle sich wirklich so viele Sorgen? War dies denn von Nöten? Er sollte wohl mehr Pflichten übernehmen, mehr Verlässlichkeit zeigen und mehr Kontrolle walten lassen.
“Zugegeben... hat mich das letzte Treffen am Donnerweg vor 1 Mond mit 2 Felsenhirnen sehr erschreckt. Ich bin froh, dass ich bisher keinen weiteren GlutClanlern begegnet bin. Aber... ansonsten geht es mir gut.“ Bei diesen Worten ließ er seinen Blick lange auf dem Angesicht der hübschen dreifarbigen Katze liegen. Er suchte in den Zügen danach wie viel Wahrheit in ihren Worten steckte. Wie viel Nachspiel noch in ihren Muskeln lag. Und langsam wurde aus der ersten Krallenspur ein Pfotenabdruck. Das hatte die Kätzin wohl gesucht. Nach einer Gefahr von Seiten des Glutclans. Jenem Clan, der erst im letzten Vollmond verlauten ließ, dass sie Anspruch auf den Schlangenfelsen hätten. Und Lebenstraums Lächeln wirkte anders, als das vorige. Die Muskelpartien arbeiteten anders, aber auch ihr Blick.
Noch zwei Herzschläge verweilte sein Blick auf Lebenstraum, als würde er warten ob sie noch etwas sagen würde, dann sah er wieder zu Braunellenstern, zeitgleich wie ihr Blick ihn suchte.
Das Schweigen umhüllte die drei Katzen, während er die Gedanken sortierte. Die Beobachtungen verstaute und überlegte wie er die Situation sah oder empfand.
“Es macht mich nicht verrückt.“ , antwortete er schließlich dezent bevor Braunellenstern agierte. Ahornschattens Körper war entspannt. Im Gesicht war keine Spur von Nervösität oder Unruhe. Er blinzelte lediglich einmal, bevor der Blick weiter an der Anführerin haftete. Lächelnd fügte er hinzu: “Alles bestens.“
Alias — nessjas
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