Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 In the morning light
151. Mond, 7.Tag des Blattfalls, Sonnenaufgang

Steinkralle

Steinkralle
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#1
08.02.2026, 03:02
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Still standing


Es war still hier im Düsterwald als das erste Licht des Tages durch das dichte Blätterdach drang.
Der Himmel war klar und die Kälte der Nacht hing noch schwer zwischen den Stämmen. Tau perlte auf Nadeln und Moos, sammelte sich an niedrigen Farnen und sickerte lautlos in den dunklen Boden.

Steinkralle erreichte den Düsterwald als Erster. Seine breiten Schultern schoben sich durch das Unterholz, ohne Hast und ohne Zögern. Der moosbewachsene Boden gab kaum nach unter seinem Gewicht und sein schiefergraue Pelz des Katers nahm die Kälte auf, als hätte er nie etwas anderes gekannt. Sein Schweif hing locker hinter ihm und seine mittelgroßen Ohren waren aufmerksam aber ruhig aufgestellt.

Er sog tief die Luft ein. Harz, feuchte Erde und schale Beutegerüche. Aber seine aufmerksamen Ohren registrierten eine Bewegung. Seine goldenen Augen verengten sich minimal, als er den keilförmigen Kopf ein Stück hob. Die Sonne schob sich gerade über den Horizont, ließ die Nadeln der Bäume glimmen als stünden sie kurz in Flammen. Für einen Herzschlag war alles still. Dann zuckte sein Ohr.

Ratte. Der Geruch war frisch und warm. Zu frisch. Ratten waren nicht seine bevorzugte Beute aber jedes Beutestück nährte den Clan. Steinkralle verharrte, eine Pfote bereits angehoben. Seine schwarzen Krallen schimmerten kurz im Licht als er das Gewicht verlagerte. Er folgte der Spur ein paar Schwanzlängen weit, lautlos und konzentriert. Doch das Tier war schneller. Ein Rascheln. Ein Pfotentrippeln. Dann nichts mehr.

Die Ratte war entwischt.

Ein kaum merkliches Schnauben entwich ihm. Dann wandte er den Kopf leicht zu Bergviper, die nun ebenfalls zwischen den Bäumen stand. Steinkralle musterte sie einen Moment lang, offen aber unaufdringlich. Er kannte diesen Blick. Den, der blieb, auch wenn alles andere gegangen war. Verlust hatte eine ganz eigene Stille. Man erkannte sie, wenn man gelernt hatte, ihr zuzuhören.

"Die Spur ist noch warm.", sagte er schließlich. Seine Stimme war tief und rau vom frühen Morgen aber ruhig. Kein Mitleid lag darin und kein falscher Trost. "Sie hält sich wahrscheinlich näher an die trockeneren Stellen. Richtung Berg."

Er ließ den goldenen Blick erneut durch den Wald gleiten, über das Dickicht und die moosige Lichtung in der Ferne, wo der Tau im ersten Sonnenlicht glitzerte wie Sternenstaub. Für einen Moment flackerte etwas in seinen Augen auf. Eine Erinnerung, vielleicht. Oder einfach nur Müdigkeit. Dann richtete er sich wieder auf.

"Wenn du möchtest, übernehme ich die linke Seite.", bot er an. "Sag Bescheid, wenn du etwas riechst." Dann setzte sich Steinkralle langsam wieder in Bewegung.


Alias — Jacky
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Bergviper

Bergviper
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#2
10.02.2026, 21:13
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we do not speak of loss



An diesem Morgen war Bergviper zusammen mit Steinkralle im Düsterwald jagen. Sobald sie angekommen waren, hatte der graue Krieger etwas gewittert. Ratte. Der Duft war auch der Kätzin nicht entgangen. Doch sie war entwischt, noch bevor man sie richtig hatte jagen können. Es war still. Still im Düsterwald, still zwischen ihr und Steinkralle und es war still in Bergviper drin. Seitdem Verlust von Marmorherz, hatte sie das Gefühl, dass sie Stille sie bald verschlingen würde. Auch wenn sie voller Stolz zusah, wie aus Blätterjunges endlich eine Heilerschülerin wurde und sie die Ausbildung von Bernsteinpfote begutachtete, so konnte dieses tiefe Loch keiner so richtig heilen. Bergviper wusste nicht, ob die Zeit es könnte..
Doch auch Steinkralle hatte einen Verlust zu beklagen und auch er schien die Stille in sich zu tragen, das konnte Bergviper spüren..Doch jetzt waren sie hier am Jagen und der graue Kater durchschnitt die Stille, als er fragte, ob er die linke Seite übernehmen sollte. Ruhig nickte die Kätzin und witterte dann die Luft. Sie nahm den unverkennbaren Duft einer Maus war und gab Steinkralle mit einem Schweifschnippen zu verstehen, dass sie etwas gewitterte hatte. Geduckt verschwand die dunkle Kätzin, wurde eins mit dem dunklem Farn des Düsterwaldes und versuchte die Maus zu finden. Ihre Ohren drehten sich, als sie leises Knabbern wahrnahm und sie änderte die Richtung. Geduckt näherte sie sich dem rotbraunem Pelz der Maus und ihre blauen Augen fixierten den kleinen Nager starr. Auf leisen Pfoten schlich sie sich an, kam der Beute näher und näher. Doch in der Sekunde, als Bergviper absprang, rannte die Maus davon und verschwand in einem Loch. Sie stieß frustriert Luft aus. Konnte sich nicht konzentrieren. Still und unscheinbar wie ein Schatten, tauchte sie wieder an der Seite von Steinkralle auf. »Kein Erfolg« kommentierte sie ihre misslungene Jagd und hoffte, dass sie doch noch Beute machen könnte bei diesem Ausflug. Sie kam sich so nutzlos vor..



@Steinkralle
Alias — Efeu
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Steinkralle

Steinkralle
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#3
19.02.2026, 03:33
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Still standing



Steinkralle konnte die Stille sehen, fast spüren, die in Bergviper zu herrschen schien. Während er vor wenigen Monden seine Gefährtin verloren hatte, hatte sie den Tod ihrer Tochter zu beklagen. Steinkralle hatte Marmorherz als gefasste, treue, ehrenhafte, unbeirrbare, geduldige, geschickte aber sture, passive, verschlossene, anspruchsvolle, provokante, nachtragende Kätzin gekannt. Eine junge, gute Kriegerin, Kämpferin und Jägerin. Ihr Unfalltod war ein Verlust für den GlutClan. Und für Bergviper, die eine liebende Mutter war - wie Steinkralle mitbekommen hatte -, musste der Verlust noch schwerer wiegen als für den Clan.

Auf seine Frage hin, ob er die linke Seite übernehmen sollte, nickte die Kätzin ruhig bevor sie witterte. Sein goldener Blick wanderte über den Düsterwald bevor sie sich mit einem Schweifschnippen bemerkbar machte. Der Kater nickte als Zeichen, dass verstand bevor sie geduckt verschwand. Steinkralle witterte seinerseits und erkannte den Geruch der Maus, die Bergviper wohl wahrgenommen hatte. Geduldig wartete der Kater während er die Umgebung im Auge behielt, damit keine ungebetene Überraschung die Jagd der Kätzin unterbrechen würde. Anders als Lichtschweif... Seine Gefährtin, die auf ihrer Jagdpatrouille mit ihrem Schüler angegriffen worden war und sich schützend vor den Dachs geworfen hatte, um ihrem Schüler die Möglichkeit zu bieten, Hilfe zu holen. Der graue Kater schüttelte seinen markanten, keilförmigen Kopf, um seine Gedanken zu klären.

Wenige Herzschläge später tauchte Bergviper wieder an seiner Seite auf. Still und unscheinbar wie ein Schatten. Aber ohne Maus. »Kein Erfolg«, miaute sie. Er nickte verständnisvoll als er sie für ein paar Herzschläge aus dem Augenwinkel ansah. Sein goldener Blick richtete sich wieder auf ihre Umgebung. "Der kommt noch.", brummte er bevor er einmal blinzelte. Wir haben gerade erst angefangen.

Der Kater setzte sich wieder in Bewegung, um es an einer anderen Stelle erneut zu versuchen. Da hörte der Graue das Trippeln kleiner Pfoten erneut bevor erneut den kleinen, braunen Körper, den mit Borsten versehenen Schweif, die großen Ohren und die spitze Schnauze entdeckte. Und die schwarzen Augen, die ihn feindselig anblitzten. Dieselbe wie zuvor? So oder so würde er den Nager dieses Mal nicht entwischen lassen. Der graue Kater spannte seine kräftigen Muskeln unter seinem langen Pelz an während er darauf wartete, dass der aggressive Nager angriff. Mit einem kurzen Zucken seines Schweifs bedeutete er Bergviper stehenzubleiben, damit sie nicht in die Angriffslinie der Ratte geraten würde.

Dann sprang der Nager ab. Steinkralle wich kurz zur Seite aus bevor er sich auf die Ratte stürzte und seine kräftigen Kiefer um die Kehle des Nagers schloss. Mit einem kräftigen Biss beendete er das Leben der Ratte, wartete noch zwei Herzschläge, um sicherzugehen, dass der Nager tatsächlich das Zeitliche gesegnet hatte und ließ ihn dann vor seine Pfoten auf den Boden fallen. Steinkralle schüttelte sich einmal. Zu sagen, Ratten wären nicht seine bevorzugte Beute, wäre Untertreibung. Er mochte Ratten nicht und konnte direkt 5 Beutetiere aufzählen, die er lieber jagen würde. "Alles in Ordnung?", fragte er als sein goldener Blick zu der dunklen Kätzin wanderte.



@Bergviper
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
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Bergviper

Bergviper
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#4
19.02.2026, 20:58
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we don't speak of loss



Mit der Maus hatte Bergviper keinen Erfolg gehabt, doch erneut hatte Steinkralle etwas gewittert und kurz darauf kam die Ratte auch schon hervor. Er gab ihr mit seinem Schweif zu verstehen, dass sie auf Abstand gehen sollte und das tat Bergviper ohne zu zögern. Es ging nicht darum, ob sie die Ratte nicht selbst erlegen könnte. Wenn sie mit ihren Clangefährten unterwegs war, dann gab es da dieses unbrechbare Vertrauen zwischen ihnen. Wenn Steinkralle also forderte, dass sie auf Abstand gehen sollte, dann vertraute sie dem Krieger blind und ohne groß nachzudenken.
Die Ratte startete tatsächlich einen Angriff und der Kater schaffte es, das Nagetier zu erlegen. Respektvoll und anerkennend neigte sie kurz den Kopf »Sehr gut« miaute sie mit ruhiger Stimme und ihre eisblauen Augen - die voller Leere seitdem Verlust ihrer Tochter waren - blickten sich um. Auch sie wollte Beute für den Clan ergattern können. Wie Steinkralle zuvor gesagt hatte: Der Erfolg könnte noch kommen. Sie roch eine Amsel und kurz nachdem ihre Augen die Bäume absuchten, entdeckte sie diese auch. Sie saß auf einem der Bäume im Düsterwald und schien beschäftigt damit, sich Moos von der Rinde zu zupfen. Sie ist ablenkt.. Auch wenn die Jagd in den Bäumen eher ein Ding der Wurzelhirne war, so war Bergviper eine begnadete Kletterin und sie würde die Chance nutzen, ob der Vogel nun im Baum war oder nicht. In Lauerstellung schlich sie sich davon, erklomm den Baum mit einer eleganten Leichtigkeit und balancierte auf einem Ast auf den Vogel zu. Ein kleiner Sprung trennte Jäger von Beute. Bergviper fokussierte sich auf den Vogel, spannte ihre Beine an und schätzte den Sprung kurz ab, dann geschah es: Ein Sprung. Zweige ächzten. Blätter lösten sich raschelnd vom Baum. Und dann erfolgte Stille.
Kurz darauf erschien Bergviper wieder neben Steinkralle, in ihrem Maul baumelte die Amsel. Sie brachte jene zu der Ratte des Katers, verscharrte sie ebenfalls. Sie könnten noch Erfolg haben.



@Steinkralle
Alias — Efeu
Efeu ist Offline
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Steinkralle, Bergviper Düsterwald


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