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Felidae
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Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
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5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 Far from waters and deeps
151. Mond - 4. Tag des Blattfalls, Sonnenuntergang

Goldfuchs

GoldfuchsVom Schatten berührt
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#1
25.01.2026, 17:55
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From raindrops, waters and drowning
to dry silence and uncertain conversations



Es waren zwei Nächte vergangen seit er mit Lerchenflügel sich das letzte mal getroffen hatte. Am Wasserfall. Unter den Sternen beim noch vollen Mond.
Mittlerweile konnte erahnt werden, wie er mit jedem Tag weniger wurde, als würde die Nacht ihn verschlingen. So, wie diese vielversprechende Nacht von einem Alptraum verschlungen wurde. Dies hatte an dem Ego des Katers gekratzt. Denn eine wundervoll geplante und vorbereitete Verabredung wurde von etwas feuchtem und tiefen verzerrt und beschmutzt.
Einerseits hatte er zwar versprochen etwas neues zu finden und sie zu einem neuen Date auszuführen, andererseits konnte Goldfuchs einfach nicht von Lerchenflügel weichen – außer es musste sein. Seine Sorge war zu groß. Das Geschehene saß zu tief im Mark der Knochen.
Und heute, wo sie mal beide keinen Aufgaben nachgehen mussten regnete es den ganzen Tag. Es war stürmisch und widerlich kalt draußen. Oder es war einfach nur eklig nass.
Wasser. Das mied der Kater seit jenem Tag. Und als dann die Sonne sich dem Ende ihres Laufes näherte wurde es wieder deutlich windiger, jedoch ließ der Regen deutlich nach.
Seine Glieder taten ihm weh und er konnte nicht mehr ewig mit ihr hier liegen bleiben. So führte er seine angebetete hinaus auf das trockene Hochland.


Es war fernab jeglicher größerer Wasserquellen (in denen er seine Liebste hätte ertränken können) und nicht gerade empfänglich für Wasseransammlungen. Trotz der Massen an fallendem Wasser vom Himmel, wirkte der Boden höchstens gut getränkt und an einigen Stellen Matschig. Hier gab es nichts was Besorgnis erregend sein konnte. Und Gefahren waren genauso gut von weitem zu entdecken wie die beiden Katzen selbst.
Dieses Risiko musste Goldfuchs eingehen – nicht das der Gefahren, aber eben selbst entdeckt zu werden.
Bald... Bald werde ich mich darum kümmern und einen guten neuen Platz finden. Einige Ideen habe ich ja bereits. Ich muss sie nur noch einmal eingehend Prüfen., wanderten seine Gedanken während die Jadeaugen die Umgebung im Blick behielten. Sein Körper war deutlich entspannter als noch am vorigen Tag. Dennoch konnte sie bestimmt jede Anspannung in seinen Bewegungen ausmachen. Auch wenn Goldfuchs es nicht mit der Körpersprache zeigte, waren es wohl die Bewegungen die ihn an sein Herz verrieten.


“Etwas Zeit zu zweit.“, maunzte er seufzend seine Erleichterung heraus. Er schenkte der Kätzin an seiner Seite einen sanften, liebevollen Blick. Fernab der anderen Augen tat es gut sich zu zweit zu bewegen. Und die Zweisamkeit auf offenem Feld zu genießen.
“Wie ergeht es dir?“ Erkundigte er sich wahrscheinlich zum hundertsten mal. Eventuell war es auch erst das zwanzigste, oder gar das hundertfünfzigste mal, dass er sich nach ihrem Zustand erkundigte. Dies ließ ihn deutlich verstreut wirken. Der sonst so fokussierte Kater konnte sich entweder ihre Antwort nicht merken – was mehr als unwahrscheinlich war – oder er hatte die große Panik, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand plötzlich veränderte. Was wohl am nächsten an der Wahrheit lag. Oder aber, dass er es wirklich kurz vergaß. Und sich ununterbrochen um sie sorgte.




@Lerchenflügel
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Lerchenflügel

Lerchenflügel
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#2
25.01.2026, 21:08
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what have we lost?


Goldfuchs wich ihr seit ein paar Tagen kaum mehr von der Seite. Lerchenflügel genoss seine Nähe, doch sie sorgte sich auch um ihn. Ihr unabhängiger, starker Krieger wirkte so zerbrechlich, so hilflos in seiner Sorge. Wenn er sich doch nur halb so sehr um ihre Jungen sorgen würde… doch zwischen all der Liebe für sie und all der Angst schien dafür kein Platz zu sein.

Der Abend war regnerisch und ungemütlich, der Wind schnitt scharf durch die karge Landschaft. Doch Lerchenflügel tat die Bewegung gut. Sie folgte ihrem Gefährten leichtfüßig über das regennasse Hochland, während der Regen langsam zu einem stetigen Niesel nachließ. Der Wind zerrte an ihrem Fell und trieb ihr die Nässe ins Gesicht, doch es war schön, mit Goldfuchs alleine zu sein. Sie hatte ihn seit Tagen beobachtet und mit Sorge festgestellt, wie viel von seiner Leichtigkeit plötzlich verschwunden war.

“Etwas Zeit zu zweit.“, sprach er ihre Gedanken aus und Lerchenflügel schnurrte zustimmend. Sein Blick traf ihren, sanft und liebevoll. Lerchenflügel blickte offen zurück, ließ ihn all die grenzenlose Liebe in ihren Augen lesen. Doch die Sorge, die sie seit Tagen quälte, trübte ihren Blick. Und so konnte sie auf seine nächste Frage nicht so unbeschwert antworten, wie sie es so gerne getan hätte.

“Ich liebe dich, mein Herz. Und mir geht es gut. Aber um dich sorge ich mich. Du schaust mich seit Tagen an, als wäre ich zerbrechlich. Es ist nicht nötig, dass du dich pausenlos um mich sorgst.“, sprach sie sanft und sah ihm tief in seine schönen Augen. Er hatte stets auf sie aufgepasst, mit einer Selbstverständlichkeit, durch die sich die getupfte Kätzin jederzeit behütet und umsorgt gefühlt hatte. Doch seit kurzem war eine Art Zwang dazugekommen, eine Schwere, die sie sich nicht so recht erklären konnte. Goldfuchs hatte sein unumstößliches Selbstvertrauen eingebüßt, das tief verankerte Wissen, dass er seine Geliebte vor allem schützen konnte, was sie jemals bedrohte. Es war nicht einfach mitanzusehen, wie er so an sich zweifelte.

“Es geht mir gut.“, beteuerte sie erneut und ihr Blick wurde etwas ernster. Wie konnte sie ihn zurück zu seinem alten Stolz führen?



@Goldfuchs
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Goldfuchs

GoldfuchsVom Schatten berührt
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#3
25.01.2026, 23:17
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From raindrops, waters and drowning
to dry silence and uncertain conversations



“Ich liebe dich, mein Herz. Und mir geht es gut. Aber um dich sorge ich mich. Du schaust mich seit Tagen an, als wäre ich zerbrechlich. Es ist nicht nötig, dass du dich pausenlos um mich sorgst.“
Erleichterung.
Irritierung.
Enttäuschung.
Dies war das Spiel in Goldfuchs. Die Erleichterung zeigte sich in seinen funkelnden Augen. Die Irritierung blitzte kurz samt Gesichtszüge auf. Die Enttäuschung war ein kleiner Schatten in seinen Seelenspiegel.
Dennoch schmunzelte er.
“Aber, aber meine bezaubernde Lerche.“, maunzte er sanft widersprechend. “Schlimmer als bei deiner ersten Trächtigkeit kann es doch nicht sein. Ich lege dir lediglich erneut die Welt vor die Füße. Umsorge und Sorge mich um dich.“ Sein Blick war ernst. Sachte näherte er sich ihr und drückte den Kopf leicht gegen ihren. Da er größer war traf er eher ihre obere Hälfte vom Kopf, doch dies musste genügen.


“Es geht mir gut.“, beteuerte seine Partnerin erneut. Ihr Blick wurde ernst. Kurz zuckten die Ohren zurück. Nicht verunsichert durch ihre Worte, mehr verunsichert ob nun eine Standpauke folgte. Goldfuchs hielt den Atem an und wartete. Als nichts geschah atmete er wieder aus. Ein seichtes Lächeln tanzte auf seine Lippen und der liebevolle Blick wurde ihr wieder geschenkt. Sein Schwanz strich leicht über ihre Flanke. “Ich liebe es in deiner Nähe zu sein. Dich zu spüren, deine Atemzüge zu hören. Die Zeit mit dir zu verbringen. Ganz gleich was der Auslöser war. Ich genieße es. Weil du es bist. Weil es um dich geht.“
Seine Worte waren aufrichtig. Warm und getränkt von Liebe.
Bei den Gedanken wie viel Nähe sie hatten, entwich ihm ein Schnurren. Die Stunden in denen sie sich trennen musste schob er beiseite. Sie machten sein Herz schwer. Auch wenn dies wohl die Stunden waren, in denen der Kater jener war, den Lerchenflügel so sehr sich ersehnte.
War er vielleicht zu Schwach in ihrer Nähe geworden?
Sollte er die Mauern ziehen?
Sich wieder mehr Ordnen und alles verschlucken was ihn bewegte?


Er wusste keine Antwort.


“Aber du wolltest doch etwas anderes, mein Herz.“, sprach er schlussendlich aus.
Er hatte das Gefühl, dass ihr etwas auf dem Herzen lag. Seiner Schwinge. Die ihm Leichtigkeit und Sinn gab. Vielleicht hatte sie es ihm ja auch schon gesagt, dass sie mit ihm mal in Ruhe reden wollte. Goldfuchs konnte es nicht mehr wirklich sagen.



@Lerchenflügel
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Lerchenflügel

Lerchenflügel
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#4
28.01.2026, 18:53
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what have we lost?


Sie hatte in all den Jahren gelernt, ihn zu lesen. Er war erleichtert, dass es ihr gut ging, doch irgendwie hatte sie ihn irritiert. Sie zuckte kurz mit einem Ohr und sah ihn prüfend an, als ihr etwas anderes auffiel. Was war das? War er enttäuscht? Aber wieso? Lerchenflügel musterte ihn fragend, als sein Gesicht diesen schelmischen Ausdruck annahm, den sie so liebte.

“Aber, aber meine bezaubernde Lerche.“, begann er und Lerchenflügel sah ihn in einer Mischung aus Belustigung und Tadel an, weil er so verdammt genau wusste, welche Strippen er bei ihr ziehen musste. Er wollte sie mal wieder um die Pfote wickeln, dieser unmögliche Charmeur!

Bei seinen weiteren Worten entglitt ihr ein leises, zustimmendes Lachen und ihre Augen leuchteten kurz auf.

“Hach das waren Zeiten. Manchmal hatte ich den Eindruck, wir wären an den Schwänzen zusammengewachsen gewesen!“, schnurrte sie und stupste Goldfuchs vertraut an. Er hatte sie zu dieser Zeit kaum aus den Augen gelassen und Lerchenflügel hatte keine Zeit gehabt, jemals einen Wunsch auszusprechen. Schon lange vorher hatte der goldweiße Kater ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Liebevoll blinzelte sie ihm zu und genoss die Nähe, schloss kurz verträumt die Augen, als er seinen Kopf an ihren schmiegte.

Als sie ihm erneut beteuerte, dass alles in Ordnung war musterte sie ihn wieder ernster. Da! Schon wieder diese Verunsicherung! Als ahnte er, dass etwas im Busch war. Tja, offensichtlich war sie nicht die einzige, die den Partner mittlerweile ohne Worte verstand. Doch fürs erste schien er beruhigt und seine liebevollen Worte umschmeichelten ihre Seele.

“Ich liebe dich.“, wiederholte sie und ein leises Schnurren rumpelte in ihrer Brust.

“Ich bin froh, dass du immer da bist. Und wenn du weg bist denke ich an dich. Ich hätte mir keinen besseren Gefährten erträumen können.“, schnurrte sie verliebt und schenkte ihm ein warmes Lächeln. Kurz widerstand sie dem Drang, sich umzusehen und sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung war. Das tat sie sonst nie, wenn Goldfuchs bei ihr war. Sie beide hatten sich wohl verändert. Doch nein, hier lauerten keine Geister in den Schatten. Hier waren nur sie beide. Und Goldfuchs würde heute nicht locker lassen. Lerchenflügel sah ihn an und blinzelte die Sorgen weg, die sie beschäftigten.

“Du kennst mich zu gut!“, beschwerte sie sich sanft lächelnd, bevor ihr Blick wieder etwas ernster wurde.

“Aber du hast Recht, ich wollte mit dir noch etwas anderes besprechen. Ich wollte dich fragen, ob du nicht vielleicht mal mit Wolkenpfote sprechen kannst. Ich sorge mich um ihn.“, gab sie zu und musterte Goldfuchs nun ganz genau. Er war ein wundervoller Gefährte und würde für sie fraglos sein Leben geben, das wusste sie. Doch in seiner Vaterrolle fühlte er sich oft noch verloren. Ob er aus Furcht seiner Verantwortung aus dem Weg ging?



@Goldfuchs
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Goldfuchs

GoldfuchsVom Schatten berührt
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#5
29.01.2026, 21:26
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From raindrops, waters and drowning
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Sie lachte.
Sie lachte und es klang, als würde es bis zu ihren Augen dringen.
Leider konnte Goldfuchs es nicht sehen.
Und doch konnte er es sich vorstellen. Jene Vorstellung ließ ihm leicht ums Herz werden. Es entlockte dem gepflegten Kater ein warmes Lächeln.
“Hach das waren Zeiten. Manchmal hatte ich den Eindruck, wir waren an den Schwänzen zusammengewachsen gewesen!“
Manchmal hatte Lerchenflügel interessante Ansichten oder gar Ideen. Genau diese schienen sie zu beflügeln.
Sie hatte es also geliebt. Es genossen so umsorgt zu werden. Vielleicht sollte er dieses Gefühl in sich suchen. Wiederentdecken, da die Art der Sorge und Umsorgung offensichtlich anders war.
Somit hatte er eine neue Aufgabe entdeckt. An sich zu arbeiten und Lerchenflügel die wohlig warme Sicherheit von damals zu geben.


“Ich liebe dich.“, schnurrte seine Lerche.
“Ich bin froh, dass du immer da bist. Und wenn du weg bist denke ich an dich. Ich hätte mir keinen besseren Gefährten erträumen können.“
Goldfuchs hätte spöttisch geschnaubt, wenn sie ihm nicht den Liebesschwur entgegen geschnurrt hätte. Keinen besseren erträumt., kam es spöttisch im Kopf. Nicht wegen Lerchenflügel, jedoch auf Grund der Worte. Weder diesseits noch jenseits des Donnerweges gab es einen Kater, der Lerchenflügel hätte gerecht werden können oder ihm das Wasser reichen. Nicht einmal in den Träumen oder oben im Sternenvlies würde sie jemanden finden, der sie so gut kannte. Sie so sehr liebte. Und alles dafür gab.
Der Kater fing ihren Blick auf.
Lächelnd.
Wissend.


Jener wandte sich mit den folgenden Worten in ernst.
Lerchenflügel sprach ihm Recht zu und eine Bitte aus. Der Kater hielt ihrem Blick stand, doch deutlich schwand ein Teil der Wärme und machte etwas neuem in seinen Augen platz.
“Ob ich nicht mit Wolkenpfote sprechen kann.“, miaute er die Wiederholung ihrer Worte.
“Ich“, erklang es erneut. “als sein Vater.“ schloss er seinen Gedankenlauf.
Natürlich...
Er als der Vater eines ungewollten geplanten Wurfs, sollte ein Vater Sohn Gespräch führen.
Auf Grundlage welcher Basis?
“Wieso sorgst du dich um ihn?“ Seine Stimme war warm und tief.
Der Kater kam mit seinem Kopf näher um ihr kurz über die Wange zu lecken. Sein beruhigendes monotones Schnurren erklang, während sein Körper selbst sich noch weiter entspannte.
“Ist etwas passiert, was deine Besorgnis erregte?
Hat er etwas angestellt?
Oder wurde etwas gesagt oder getan?“

Bei den letzten Worten klang er alrmierter.



@Lerchenflügel
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Lerchenflügel

Lerchenflügel
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#6
30.01.2026, 11:42
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What have we lost?


Er schwieg eine Zeit lang und Lerchenflügel konnte in seinen schönen Augen sehen, wie es in ihm arbeitete. Sein Lächeln ließ ihr Fell wohlig prickeln und in diesem Moment war sie sich fast sicher, dass sie bald schon zur alten Leichtigkeit zurückkehren würden.
Fast.

Sein wissendes Lächeln sagte so viel aus. Lerchenflügel wusste, wie sehr er es liebte, ihr Gefährte zu sein. Wie sehr er sie vergötterte. Das er alles tun würde, um sie glücklich zu machen, dass er sie und ihre Bedürfnisse besser kannte, als sich selbst. Er schenkte ihr eine allumfassende Sicherheit, in der sich die silbern getupfte Kätzin jederzeit fallen lassen konnte. Anfangs hatte sie gefürchtet, er würde sich in dieser intensiven Hingabe eines Tages selbst verlieren. Heute war sie sich nicht sicher, ob ihn nicht genau diese vervollständigte.

Als sie nun Wolkenpfote ansprach, veränderte sich etwas in seinen Augen. Die Wärme verblasste ein wenig und machte etwas anderem Platz, etwas, was für Lerchenflügel schwer zu greifen war. Ihr wurde schwer ums Herz.

“Ob ich nicht mit Wolkenpfote sprechen kann. Ich, als sein Vater.“, wiederholte er ihre Worte und Lerchenflügel nickte leicht. Sie antwortete nicht gleich, ließ ihm Zeit, die er offensichtlich brauchte. Seine Stimme blieb warm, er leckte ihr sogar kurz über die Wange. Aber etwas hatte sich verändert, eine feine Nuance, die ihr verborgen blieb.

“Ich mache mir Sorgen, ob er glücklich ist. Du weißt ja, er wollte immer Krieger werden. Ich habe Angst, dass der Clan ihn in eine Richtung drängt, die er nicht einschlagen möchte.“ In Lerchenflügels blaugrünen Augen schimmerte die Sorge um ihren sensiblen Sohn und sie gab Goldfuchs ungefilterten Zugang zu ihren Gefühlen. Erneut versuchte sie zu entschlüsseln, was sich jedes Mal veränderte, wenn sie über ihre Jungen sprachen. Sie wusste, dass er ihrem Wunsch nur zugestimmt hatte, um sie glücklich zu machen. Er würde einfach alles tun, was sie von ihm verlangte. Das war eine gefährliche Verantwortung, die die junge Kriegerin auferlegt bekommen hatte und manchmal sorgte sie sich, dass sie ihn zu sehr in Anspruch nahm...



@Goldfuchs
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Goldfuchs

GoldfuchsVom Schatten berührt
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#7
31.01.2026, 17:56
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From raindrops, waters and drowning
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Ich mache mir Sorgen, ob er glücklich ist. Du weißt ja, er wollte immer Krieger werden. Ich habe Angst, dass der Clan ihn in eine Richtung drängt, die er nicht einschlagen möchte,“, antwortete die Kätzin ihm.
Schon ihre ersten Worte nahmen etwas Schärfe aus dem Grad seiner Alarmierung. Und doch blieb es. Es hielt ihn wachsam. Ließ ihn seine Gefährtin genau studieren und wartete ab. Doch es folgte nichts mehr ihrerseits.
So blieb die Zeit für seine Emotionen und Gedanken, die sich hinter seiner schweigenden Mauer abspielten.


Es war ein Sturm in seinem Innern, welcher in seiner Intensität zu und abnahm.
Eine Art Erleichterung, da es eine Sorge war die leicht zu bereinigen war. Zu gleich eine innere Angefressenheit, weil die Sorge nicht ihm gehörte (was ziemlich paradox war, da er nicht wollte, dass sie sich um ihn sorgte. Aber ihr Augenmerk war auf jemand anderen gerichtet). Und vor allem Zorn. Zorn weil der Clan der Auslöser für ihre Sorge war. Wäre es nicht ihr Clan, den er für wichtig erachtete und sich diesem auch irgendwie verbunden fühlte, so hätte er wahrscheinlich die größten treibenden zu einem Kampf herausgefordert.


Schlussendlich schloss er die Augen und seufzte leise.
“Du hast es wahrscheinlich schon versucht – habe ich Recht?“ Ein liebevoller Blick den er seiner geliebten Kätzin schenkte. Natürlich hatte sie es. Sie sorgte sich. Sie liebte ihren Nachwuchs, es war ein Wunsch gewesen. Und dieser hatte sich erfüllt.
“Was hat er dir geantwortet?“, fuhr er fort, da er einfach davon ausging, dass sie das Gespräch geführt hatte.


Seine Ohren zuckten und der Kater hielt kurz inne in seinen Bewegungen. Ein prüfender Blick, nicht alarmiert oder aufgeregt. Eher entspannt und neugierig. Dann nickte er mit seinem Kopf in eine Richtung. Ein leicht erhöhter Fels befand sich auf der Ebene. “Lass uns dort eine Rast einlegen.“, sprach er sanft. Goldfuchs hatte das Gefühl, dass es ihnen beiden gut täte draußen in der Freiheit zu liegen.
Dicht an dicht, mit den Böen die sie jetzt immer wieder trafen und in besonders unerwarteten Momenten ins wanken brachten, wäre es dort angenehmer. Natürlich wäre die Alternative das Nest. Wenn er ehrlich war, war das Nest keine Alternative. Er genoss es seine Muskeln zu strecken. Mit ihr zusammen. Auch wenn das Thema.. Schwer war.



@Lerchenflügel
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#8
01.02.2026, 13:17
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They need you, my dear.


Es langen so viele Emotionen in den Seelenspiegeln ihres Gefährten. Lerchenflügel beobachtete ihn, während ihr Herz schwer in ihrer Brust lag. Was an diesen Worten hatte Zorn in ihm auslösen können? War er zornig auf sie? Zornig auf sich selbst? Lerchenflügel musterte ihn schweigend, ließ ihm Zeit, seine Gefühle zu verstehen und zu ordnen. Zuletzt schloss er die Augen und schien seiner Gefährtin den Zugang zu verwehren. Doch nicht lange, denn er setzte sogleich zu einer Antwort an.

“Du hast es wahrscheinlich schon versucht – habe ich Recht?“, vermutete er und Lerchenflügel blinzelte langsam, zustimmend. “Was hat er dir geantwortet?“ Sie sah ihn einen Augenblick lang schweigend an und schüttelte ein wenig hilflos den Kopf.

“Er spielt den Unbekümmerten. Aber ich weiß nicht… ich glaube er braucht seinen Vater.“ Ihre blaugrauen Augen verschatteten sich einen Moment lang, bevor sie den Blick erneut anhob und Goldfuchs ansah. Wenn sie ehrlich war, brauchten all ihre Jungen ihren Vater. Verlangte sie zu viel von ihrem Gefährten? Hatte er wirklich nur ihr zuliebe dem Wunsch nach Jungen zugestimmt?

Goldfuchs schlug vor, einen etwas erhöhten Fels auf der freien Fläche aufzusuchen und Lerchenflügel nickte zustimmend. Die kleine Unterbrechung würde ihm erneut die Chance geben, über seine Worte nachzugrübeln. Lerchenflügel folgte dicht an sein Fell geschmiegt und genoss die Wärme, die von seinem Körper ausstrahlte. Der Wind pfiff unnachgiebig um sie herum, ließ die Halme rastlos in den Böen tanzen. Doch sie beide genossen die rauen Bedingungen, nach einem eher trägen Tag im Bau. Lerchenflügel streckte sich die Muskeln, die in den letzten Monden immer mehr an Stärke gewonnen hatten. Sie merkte bei jedem Schritt, dass sie zu alter Stärke zurückfand, nach langer Pause in der Kinderstube. Und doch betrauerte sie die Distanz, die sich nun zwischen ihr und ihren Söhnen aufbaute, seit sie zu Schülern ernannt wurden.



@Goldfuchs
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Goldfuchs

GoldfuchsVom Schatten berührt
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#9
02.02.2026, 18:13
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“Er spielt den Unbekümmerten. Aber ich weiß nicht... Ich glaube er braucht seinen Vater.

Ihre Hilflosigkeit stimmte ihn traurig. So war es eventuell gut, dass er ihren verschatteten Blick nicht wahrnahm, da er die Umgebung betrachtete. Er spürte wie seine Gefährtin sich an ihn drückte, in seinem Fell versank. Und er hoffte, dass es sie wärmen würde. Vor den Winden schützen, die von seiner Seite angefegt kamen. An seinem Fell rissen, ihn versuchten von den Beinen zu fegen.
Goldfuchs hingegen stemmte sich eisern gegen die Böen. Blieb das unbeugsame Schild, das sich schützend neben der leichten Kätzin positioniert hatte.

So sehr ihm die Rolle gefiel und er in ihr aufging, so sehr wünschte er sich, dass er anstelle des Felsens eine Jagd vorgeschlagen hätte.
In dem Fall wäre ihm mehr Zeit vergönnt.
So war es zu wenig Zeit. Er fühlte sich wie ein Fisch an Land der drohte zu ersticken.
War es zu spät jetzt noch eine Jagd vorzuschlagen?
Ein Zittern ging durch seinen Schwanz.

Nein

Der weiß-rötliche Kater sprach den Gedanken resolut aus. Er würde jetzt nicht Hasenfüßig davon laufen.
Es ging um seine Lerche!

Also kam es, dass Goldfuchs über ihre Worte nach dachte.
Unbekümmert...
Hatte er Wolkenpfote als unbekümmert wahrgenommen?
Er hatte ihn gar nicht wahrgenommen. Zumindest nicht als Individuum. Es waren immer drei gewesen. Die Jungen. Und Lerchenflügel.
Alles bei ihm drehte sich um Lerchenflügel. Um sie, oder in oder den Clan. Sein Nachwuchs zählte nicht dazu. Er war eben da.
Einfach... da.

Wollte Wolkenpfote wirklich schon immer ein Krieger werden?
Die Frage kitzelte ihn und so geschah es, dass er etwas fragte was er noch nie gefragt hatte:

“Warum wollte er schon immer ein Krieger werden?“

Im selben Herzschlag hielt er die Luft an als er realisierte was er gefragt hatte.
Es war ja nicht so als hätte eine Jungkatze eine Wahl ob sie Krieger, Heiler oder Anführer wird.
Wo kämen sie da nur hin?
Aber bei Lerchenflügel hatte es so geklungen als hätte es einen Auslöser gegeben.

Schweigend legte er sich am Felsen ab. So dass das Gestein sie zum Großteil schützte und er den Rest des Schutzes übernahm. Seine Gefährtin hatte so ein schützendes improvisiertes Nest. Sobald sie sich zu ihm legte, leckte der Kater über ihren Kopf und schnurrte.
Mehreren Herzschlägen ging er dieser Beschäftigung nach, bis er endlich inne hielt.

“Wieso besteht die Angst, dass der Clan ihn drängt?“

Seine Stimme klang ruhig. Er wartete auf ihre Gedanken, während er seine wandern ließ. Er versuchte sich zu erinnern wie es dazu kam, dass Wolkenpfote Heilerschüler wurde. War es eine Entscheidung vom Clan? Die von Echowind? Oder hatten die Ahnen, der SternenClan, ihre Pfoten im Spiel? Goldfuchs gestand sich ehrlich ein, dass er sich nicht mehr den Hergang zurecht legen konnte. Es war halt nicht sein Interesse.
Doch wenn es bei Lerchenflügel Ängste hervor rief, dann musste er sich darum kümmern. Müsste er sich eventuell mit dem Clan in eine Streigikeit begeben? Eigentlich hatte er kein Interesse daran. Auch keine Lust. Sollte die Situation sich aber verschärfen... Er schüttelte den Kopf leicht, legte ihn dann auf ihren Schultern ab.

Aber ich weiß nicht... ich glaube er braucht seinen Vater. Hallten ihre Worte in seinem Kopf wieder. Innerlich stöhnte er. Sie tat es wieder. Sie hatte es schon oft versucht und getan. Bisher ohne Erfolg. Und doch tat sie es wieder.
Ich glaube er braucht seinen Vater., hallte es nach.



@Lerchenflügel
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Lerchenflügel

Lerchenflügel
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#10
Gestern, 11:49
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They need you, my dear!


Sie genoss die Wärme seines Körpers an ihrer Flanke. Ein leises Seufzen entwich ihrem Fang, nur zur Hälfte Zufriedenheit. Der Wind rüttelte an ihren Körpern, doch so lange Goldfuchs bei ihr war, war das nicht wichtig. Er schwieg erneut und Lerchenflügel drängte ihn nicht. Er brauchte seine Zeit und die würde sie ihm lassen.

“Warum wollte er schon immer ein Krieger werden?“, fragte ihr Gefährte nun und Lerchenflügels Herz fühlte sich plötzlich einen Hauch schwerer an. Sie sah ihn an, konnte die aufkeimende Trauer nicht mehr länger vor ihm verbergen. Sie dachte an ihren aufgeweckten, kleinen Jungen, der schon in der Kinderstube so gerne Jagd gespielt hatte und der beinahe bevor er richtig laufen konnte eines Tages der beste Krieger des Clans werden wollte. Dachte an seine grenzenlose Hingabe und seine unglaublich sanften Augen. Sie hatte gesehen, wie er seinen Vater ansah, wie sehr er sich danach verzehrte, ihn stolz zu machen. Und sein Vater? Der lag hier an ihrer Seite und stellte diese Frage.

Lerchenflügel seufzte nun aus tiefstem Herzen, während ihre Augen beinahe in unausgesprochenen Gefühlen versanken. Daher war sie dankbar für die Möglichkeit, sich zu ihrem Gefährten zu legen, sich so an ihn zu schmiegen, dass er ihre Augen nicht sehen konnte. Einen Moment lang schwieg nun sie selbst, wappnete sich innerlich für einen Konflikt, der unvermeidbar schien. Sie hatte sich lange vor diesem Gespräch gefürchtet, doch allem Anschein nach war es nun bitter nötig. Die sanfte Kriegerin schmiegte sich einen Moment lang an ihn, sammelte die Kraft für etwas, was ihr so verdammt schwer fiel.

“Du solltest diese Fragen nicht mir stellen.“, flüsterte sie beinahe tonlos, doch ihr Goldfuchs war ihr so nahe, dass er sie sicherlich hören würde. Nun drehte sie sich doch halb zu ihm um, damit er in ihren Augen sehen konnte, wie ernst es ihr war. Das Ziehen in ihrer Brust wurde stärker.

“Bitte, sprich mit ihm. Sprich mit all unseren Jungen. Lerne sie endlich richtig kennen!“ In ihren Worten lag kein Vorwurf, nur eine inständige Bitte, die tief aus ihrem Inneren kam. Sie konnte diese Jungen alleine großziehen, doch sie wollte es nicht länger. Sie war nicht stark genug, ihren Jüngsten ständig zu erklären, warum sie ihren Vater so selten sahen. Es zerrte an ihrem zerbrechlichen Herzen.



@Goldfuchs
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Goldfuchs, Lerchenflügel Trockenes Hochland


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