outsmarting dawn
Leise Pfoten verließen heimlich die Höhle des GlutClans und kaum hatte Fuchspfote seine erste Tatze außerhalb des Lagers gesetzt, wurde er schneller. Er sprang einen kleinen Absatz hoch und sah zurück »Los schneller Eichhornpfote, bevor Fichtenstern oder Habichtblut wach wird. Die ziehen uns das Fell über die Ohren! « lachte er und sein Fell prickelte bereits vor Aufregung. Seine Schwester und er würden gemeinsam bei den Feuerklippen jagen. Sie waren nun bereits 7 Monde und hatten sich einen ganzen Mond lang vorbildlich benommen! Keine geheimen Ausflüge, keine geheimen Jagden. Doch jetzt war damit Schluss. Immerhin konnten sie sich nun ganz gut in ihrem Territorium bewegen und kannten die Tücken der Feuerklippen und die Gefahren des Seichten Steinhangs. Nun war es an der Zeit eigene Erfahrungen zu machen. Und sie wären doch keine wahren Schüler des GlutClans, wenn sie nicht auch ein wenig rebellieren und ihre eigenen Erfahrungen machen würden? »Glaubst du, dass wir viel Beute machen? « fragte er aufgeregt seine Schwester und sprang auf den nächsten Felsvorsprung. Von hier an mussten er und Eichhornpfote viel springen und klettern. Doch es würde sich lohnen. »Letztens habe ich mit Habichtblut dort unten gejagt. Es ist eine relativ ebene Fläche und perfekt für unseren Ausflug! « miaute er und konnte sich kaum halten vor Aufregung.
Fuchspfote war nicht dumm, er wusste, dass dieser Ausflug nicht geheim bleiben würde. Aber wie sollten ihre Mentoren schon großartig sauer sein, wenn die beiden Schüler mit dicker Beute ins Lager zurückkehren würden? Die haselnussbraunen Augen blickten auf den Horizont. Der Himmel war hell, die Sonne war bereits am aufgehen und dennoch hatte sie das Lager des GlutClans noch nicht erreicht. Dieses lag noch immer im Dunkeln und somit hatten er und seine feuerrote Schwester noch etwas Zeit, bis die anderen erwachen würden. Ob die Zeit ausreichen würde?
Alias — Efeu
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Wir machen den Clan stolz!
Die Sonne war noch nicht zu sehen, doch der Himmel wandelte sich langsam vom nächtlichen schwarz zu einem leicht rötlichen grau, als Eichhornpfote sich hinter ihrem Bruder aus dem Lager schlich.
“Bin direkt hinter dir!“ , versicherte sie Fuchspfote, der sie lachend zur Eile antrieb. Sie spürte seine Aufregung und ließ sich bereitwillig davon anstecken. Der Großteil des Clans schlief noch, doch einzelne Jäger nutzten gerne die frühen Morgenstunden. Die Gefahr entdeckt zu werden machte ihren Ausflug für Eichhornpfote allerdings nur noch aufregender! Schnuppernd streckte sie immer wieder die Nase in den Wind und ließ die Ohren spielen, doch um sie herum blieb alles ruhig.
Mit wenigen Sprüngen holte sie zu ihrem Bruder auf und genoss die Stärke ihrer Muskeln. Sie beide waren dem plumpen Körperbau eines Jungen entwachsen und allmählich zeigte ihr hartes Training Ergebnisse. Schnurrend rempelte sie Fuchspfote spielerisch an und zwickte ihm im Lauf ins Brustfell.
“Wir werden alles fangen, was so töricht ist uns hier vor die Pfoten zu stolpern!“ , prahlte sie grinsend und sprang neben Fuchspfote auf den Felsvorsprung. Die Feuerklippen erstreckten sich nun direkt vor ihnen, die Felsen zeichneten sich dunkel vor dem heller werdenden Himmel ab. Eichhornpfote genoss die frische Luft, die von dem kühlen Gestein ausging. Sie warf Fuchspfote einen schelmischen Blick zu und nickte bei seiner Beschreibung der Jagdgründe, die er für sie auserkoren hatte.
“Klingt perfekt.“ , schnurrte sie und begann Seite an Seite mit ihrem Bruder den Aufstieg. Der Fels war rau und kalt unter ihren Pfoten, doch Eichhornpfote mochte die unwirtliche Gegend hier. Sie war wie der GlutClan, unnachgiebig und gefährlich.
“Ich hatte einmal das Vergnügen mit Habichtblut zusammen zu jagen. Ich sag es mal so… sympathisch ist anders. Wie kannst du nur mit dem zurechtkommen?“ , fragte sie ihren Bruder kopfschüttelnd und dachte mit Unbehagen daran zurück, wie sie mit Habichtblut und Achatbrand im Moor hatte jagen müssen, und die beiden Kater nichts besseres zu tun hatten als sich ständig gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Da war sie mit Fichtenstern doch deutlich besser dran!
Alias — Haku
Haku ist Offline
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Die Luft über den Feuerklippen war kühl, doch zwischen den Steinen sammelte sich Feuchtigkeit.
Ein leises Rinnen, kaum hörbar, als würde Wasser durch Risse sickern, die es hier eigentlich nicht gab.
Flutenseele stand plötzlich da.
Schmal, perlmuttfarben, ihr Fell schimmerte wie nasser Stein im ersten Licht des Morgens.
Ihre blassen Augen ruhten auf Fuchspfote, ruhig, prüfend.
„So viel Eifer,“ flüsterte sie, ihre Stimme klang, als käme sie von unter der Oberfläche. „Und doch rennst du dem Feuer entgegen, als könne es dich nicht verschlingen.“
Sie blinzelte Fuchspfote an, ehe sie den Kopf abwandte und in die Ferne blickte.
„Mut ist schön,“ hauchte Flutenseele. „Aber das Wasser nimmt, was zu laut lebt.“
Dann war sie fort.
Und auch das leise Rinnen verstummte.
Unbekannte Pfote
Alias — Leitung
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Fuchspfote war immer noch voller Eifer unterwegs mit seiner Schwester, als plötzlich diese Kätzin auftauchte. Schlitternd kam er zum Stehen, wodurch Eichhornpfote fast in ihn reingelaufen war. Sofort machte der Kater sich groß, machte einen Buckel und plusterte fauchend sein Fell auf.
Doch es ging alles so schnell. Die Kätzin sagte was, was überhaupt keinen Sinn ergab und plötzlich war sie wieder weg. Als Fuchspfote nach vorne sprang, um die Fremde anzugreifen, landete seine Pfote im Nichts. Verwirrt sah er zurück zu seiner Schwester, die ihn anblickte, als habe er den Verstand verloren. Was geht hier vor sich? »Was war das grade? « fragte er wütend und grummelte. Fuchspfote sprang nach vorne und prüfte die Luft, doch es war nichts mehr da. Habe ich mir das eingebildet? Nein, auf keinen Fall!
»Eichhornpfote! Da war eine silberne, schlanke Kätzin direkt vor mir! Sie ist aus dem Nichts aufgetaucht und wieder verschwunden! « miaute er und sein Fell prickelte vor Aufregung. Er kannte die Geschichten von den Ahnen und wenn diese in den Träumen auftauchten, wieso dann nicht auch hier bei den Katzen selbst? Hatte er eine Sternenclankatze gesehen? »Sie war hier ganz sicher und hat was von Feuer und Mut gesprochen, es war so seltsam! « miaute er und sah seine Schwester an. Sie musste ihm das einfach glauben! Er würde sich doch nicht sowas ausdenken. Aber wenn das wirklich eine Ahnin war, was hatte es dann zu bedeuten? Sollte er mit Brandnarbe darüber sprechen? Der ist immer so unglaublich grummelig .. Grade konnte Fuchspfote das Gespräch seiner Schwester nicht wieder aufnehmen und über Habichtblut nachdenken. Es war grade viel zu aufregend, was sich vor seinen Augen abgespielt hatte. Eine Katze, die aus dem Nichts auftaucht und wieder verschwinden kann!
Alias — Efeu
Efeu ist Offline
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