Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 When Silence and squirrel clash with owl and fox
151. Mond, 8.Tag des Blattfalls, Sonnenhoch

Granitstille

Granitstille
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#1
02.11.2025, 18:08
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Let's make them remember


Sanft strich der Wind über die Clanterritorien. Leichte Wolken bedeckten den Himmel und warfen ihre Schatten auf die Gebiete. Granitstille plusterte seinen kurzen, dichten, samtigen Pelz gegen den sanften Wind auf. Seine Pfoten trugen ihn flink über das Gebiet des GlutClans. Granitstille war bereits aufgefallen, dass es ihm von Tag zu Tag immer besser zu gehen schien. Er schien täglich stärker zu werden seit dem nächtlichen Gespräch mit Graunebel. So würde er sicher in der Lage sein, sowohl Bergviper als auch Wüstenlied zukünftig zu beschützen. Niemals würde seine Familie noch so eine Tragödie erleben müssen wie das schreckliche Ereignis, das ihm Marmorherz geraubt hatte.
Am heutigen Tag war der gemusterte Krieger mit Fichtensterns Schülerin unterwegs. Kurz blickte er über seine Schulter zu Eichhornpfote zurück, um sicherzugehen, dass sie mit seinem Tempo mithalten konnte. Granitstille passte sein Tempo ein wenig an, um die Schülerin nicht zu verlieren. Sie bewegten sich am Donnerweg entlang, der ihr Gebiet sowohl von dem der Baumkuschler als auch den Windhirnen trennte. Granitstille peilte an diesem Tag allerdings nicht die Schlangenfelsen an. Es zog ihn in Richtung des Gebiets der Windhirne - insbesondere seit der Einmischung Distelsterns an der Großen Versammlung, von der er nach der Rückkehr der anderen gehört hatte. Die Windhirne sollten sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern! Bei dem Gedanken an die Respektlosigkeit, als die Granitstille die Einmischung des BrisenClans ansah, kam eine unglaubliche Wut in ihm auf, die ihm heiß durch den Körper schoss und mit jedem seiner weiteren Schritte anzusteigen schien.
Über den beißenden Gestank des Donnerwegs hinweg nahm Granitstille die ersten Grenzmarkierungen des BrisenClans auf der anderen Seite des Donnerwegs wahr. Und wieder wollte er Graunebel für seine verbesserten Sinne - nicht nur sein Gehör sondern auch seinen Geruchssinn - danken. Stumm sandte er einen Dank an die Kätzin während er langsamer wurde. Er blickte zu Eichhornpfote, um sicherzustellen, dass es der Schülerin gut ging. "Heute lehren wir die Windhirne, dass sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern sollen.", informierte er die Schülerin bevor er seinen bernsteinfarbenen Blick von ihr abwandte und auf der anderen Seite des Donnerwegs nach den Silhouetten einer BrisenClan-Patrouille suchte. Und falls er dort niemanden entdecken sollte, würde er in ihrem Gebiet nach diesen Dachsherzen suchen.


Alias — Jacky
Jacky ist Offline
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Spielleiter

SpielleiterUnbekannte Pfote
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#2
05.11.2025, 19:52
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Komm

Dornenbrand


Ein dumpfes Grollen, dann der Geruch nach Rauch.
Zwischen den Gräsern am Donnerweg flackerte eine Gestalt auf.
Groß, massig, dunkelbraun, mit glühenden Augen wie Kohlen.

Dornenbrand war nicht hier.
Nicht wirklich. Nicht lebendig.
Nicht, wie die vier Katzen, die bald aufeinander trafen. Nur das Echo eines Feuers, das nie ganz erloschen war.

Zuerst stand er vor Granitstille, die Luft zwischen ihnen flimmerte.
„Ich rieche es,“ knurrte er, „diesen Brand in dir.“ Sein Blick glitt prüfend über den Krieger. „Du trägst das Feuer, das andere fürchten. Wut ist keine Schwäche. Sie ist Prüfung.“ Ein schiefes, fast stolzes Lächeln. „Wer brennt, zeigt, dass er lebt.“ Er beugte sich leicht vor, die Stimme ein kehliges Raunen: „Lass es nicht verlöschen, Krieger. Brenne. Reinige.“

Dann löste er sich auf, Rauch, der vom Wind fortgetragen wurde.
Doch der Schatten wanderte weiter.

Neben Eichhornpfote tauchte er wieder auf, so nah, dass ihr kleines Herz vielleicht ins Stocken geriet. 
„Dein Feuer ist stärker als ihres, Eichhornpfote. Warum tust du so, als müsstest du gehorchen?“ Seine Stimme war kaum mehr als ein Wispern, aber sie konnte sich tief in ihre Gedanken brennen, wenn sie es zuließ. „Sie werden dich brechen wollen, wenn sie spüren, wie heiß du lodern kannst. Lass sie’s versuchen. Zeig ihnen, was Feuer tut, wenn man es einsperrt.“

Hinter Eulenlied flackerte das Glühen erneut auf und formte sich zu der Gestalt des Verstorbenen. „Deine Treue glänzt so hell… sie wird dich blenden, wenn du zu nah hinsiehst.“ Er trat einen Schritt näher, seine Stimme schmeichelnd, fast ehrfürchtig. „Du kämpfst für das Gesetz. Doch sag mir, wem gehört das Recht, wenn keiner es mehr lebt? Du willst Ordnung... aber sie ist nur so rein, wie die, die sie ausführen.“ Ein kaum merkliches Zucken seiner Lefzen. „Hörst du es nicht? Deine geliebte Ordnung bröckelt. Er bleckte die Zähne wie zu einem lautlosen Fauchen, dann war die Gestalt für Eulenlied nicht mehr sichtbar.

Zuletzt hielt der wandelnde Schatten bei Goldfuchs inne. Formte sich erneut zu der Gestalt, die er einst war. Dornenbrand musterte den Krieger. Sah mehr, als lebendige Augen zu sehen vermochten. Goldfuchs war kraftvoll, stolz, sicher in sich selbst, wie es schien. Die Gestalt lächelte spöttisch. „Du glühst vor Stolz, Krieger. Doch Feuer, das sich nur selbst bewundert, findet bald nichts mehr zum Brennen.“ Ein Schritt, so lautlos, dass der Wind den Klang verschluckte. „Du willst gesehen werden. Stark, glänzend, unfehlbar. Aber weißt du, wann Feuer wirklich hell brennt? Wenn es alles verliert, was es schmücken wollte.“ Ein letztes, kehliges Lachen, tief, vibrierend, wie das Echo eines brennenden Waldes. 

Dann war er fort.
Nur der Geruch von Hitze blieb, trocken und scharf, als hätte jemand ein Opfer gebracht, das noch immer glühte.




@Granitstille @Eichhornpfote @Eulenlied @Goldfuchs
Alias — Leitung
Leitung ist Offline
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Eichhornpfote

Eichhornpfote
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#3
13.11.2025, 12:15
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Schatten voller Weisheit?



Eine Zeit lang war das einzige Geräusch der unterschiedliche Rhythmus der Schritte der zwei GlutClan Katzen, die sich zielstrebig durchs Unterholz bewegten. Die langsameren, selbstsicheren Schritte von Granitstille und die schnelleren, leichteren der jungen Eichhornpfote. Sie schwiegen eine ganze Weile lang, die Schülerin hatte bisher nicht viel mit dem dunkel gemusterten Kater zu tun gehabt. Doch es gefiel ihr, jeden Tage mit anderen Kriegern des Clans unterwegs zu sein, sie besser kennenzulernen und sich immer wieder aufs Neue einen Namen machen zu können. Auch Granitstille wollte sie heute keinesfalls enttäuschen, mit gestrafften Schultern und selbstbewussten Schritten sprang sie hinter ihm her. Er schlug schon bald den Weg Richtung BrisenClangebiet ein und Eichhornpfotes Fell prickelte voller Erwartung. Würde es heute einen Kampf geben? Eichhornpfote grub die Krallen in den Boden, genoss bei jedem Schritt, wie sie sich spitz und scharf in den Laubboden gruben. Sie hatte noch nie an einem echten Kampf teilgenommen, doch heute fühlte sie sich bereit dazu.

“Heute lehren wir die Windhirne, dass sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern sollen.“, sprach Granitstille sie an und Eichhornpfotes Ohren schossen nach vorne. Mit einem aufgeregten Satz schloss sie enger zu dem Krieger auf und heftete sich an seine Fersen. Nun war es an der Zeit zu zeigen, was der GlutClan seinen Schülern lehrte!

Die Schülerin sah sich um, dass Fell gesträubt und zu doppelter Größe aufgestellt sah man ihr gleich an, dass sie auf Ärger aus war. Ihr Blick huschte durch das feindliche Gebiet, scannte jede Bewegung im Laub. Ein Flackern in der Nähe ließ sie innehalten. Was war das da neben Granitstille? Es sah fast aus wie die Silhouette einer Katze und Eichhornpfote kniff die Augen zusammen, um sie besser erkennen zu können. Doch beinahe, als sie sich sicher wurde, dass da etwas war, verschwand die Gestalt wieder. Verwirrt schüttelte sie sich, tat die Begegnung als Einbildung ab und fuhr wieder herum, als die Gestalt plötzlich wieder auftauchte, so dicht neben ihr, dass sie einen Aufschrei nicht unterdrücken konnte. Mit einem furchtsamen Fauchen sprang sie zurück und starrte die Gestalt an, ihr Herz raste ihr unangenehm in der Brust, als die Katzenhafte Gestalt zu sprechen begann.

“Dein Feuer ist stärker als ihres, Eichhornpfote. Warum tust du so, als müsstest du gehorchen?“, wisperte die Stimme kaum hörbar, doch Eichhornpfotes Inneres begann zu vibrieren.

“Sie werden dich brechen wollen, wenn sie spüren, wie heiß du lodern kannst. Lass sie’s versuchen. Zeig ihnen, was Feuer tut, wenn man es einsperrt.“ 

Eichhornpfote sah einen Moment lang in die unwirklichen Augen, spürte die Hitze in ihr aufsteigen, als würden die Worte der Schattengestalt sie in Brand setzen. Doch noch bevor sie sich wieder gefangen hatte, war die Gestalt verschwunden. Eichhornpfote starrte noch eine Weile auf die Stelle, an der sie gestanden hatte und atmete gegen die aufkeimende Hitze an, die sich in ihr breit machte. Lag das an dem Schrecken? Oder war das tatsächlich die lodernde Flamme, die der Fremde in ihr sah? Die Schülerin blinzelte heftig, sah sich suchend um, wollte noch mehr hören, wollte wissen, woher der Fremde sie so gut kannte, dass er ihr Innerstes zu verstehen schien. Doch er war verschwunden und Eichhornpfote blieb nur Granitstille, den sie fragend ansah, von dem sie jedoch wusste, dass er ihr die Antworten nicht würde geben können, nach denen sie sich sehnte.

“Du hast ihn auch gesehen… oder?“, fragte sie also nur und schob sich wieder näher an seine Seite, auch wenn sie gar nicht glaube, seinen Schutz zu brauchen. Der Fremde war ihr weit weniger bedrohlich vorgekommen, als sein Auftreten es könnte vermuten lassen...


@Granitstille @Eulenlied @Goldfuchs @Spielleiter
Alias — Haku
Haku ist Offline
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Granitstille, Eichhornpfote, Eulenlied, Goldfuchs Donnerweg (Grenze GlutClan & BrisenClan)


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