Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 blood on sacred bark
151.Mond - 16.Tag des Blattfalls, Sonnenhoch

Habichtblut

Habichtblut
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15.03.2026, 05:26
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Another win for the emberclan

Mit vor Aufregung kribbelnden Pfoten sah Habichtblut gemeinsam mit Steinkralle und Loderblick von ihrem Versteck aus dem Gefecht zu. Heute war der große Kampf gegen den Wurzelclan und Fichtenstern hatte 3 weitere Krieger, ihn eingeschlossen, als Reserve behalten. Auf sein Zeichen sollten sie aus dem Dickicht schießen und als Unterstützung fungieren.

Eine Weile beobachtete er Braunellenstern und Fichtenstern, ehe sein bernsteinfarbener Blick zu Dünenwind und seinem Freund Onyxsplitter wanderte, dann zu Felsensprung und Rauchwolke und sogar zu Schneestern und Rotnase. Warum Schneestern als einzige Nebelclankatze hier war und sie unterstützte war ihm ein Rätsel. Aber war ihm eigentlich auch egal. Rotnase war eine hervorragende Kämpferin und würde die ahnenobsessive Anführerin plattmachen. 
Was Habichtblut am interessantesten fand, war der Kampf zwischen Ahornschatten und Dämmerbiss. Er beobachtete jede ihrer Bewegungen genau, feuerte sie insgeheim an. Er lächelte zufrieden, wenn Dämmerbiss einen Treffer landete und verzog minimal das Gesicht, wenn sie offensichtlich Schmerzen litt. Er wollte unbedingt aus seinem Versteck springen und Seite an Seite gegen dieses Wurzelhirn kämpfen. Aber er übte sich in Selbstbeherrschung, wartete angespannt auf das Zeichen.

“Loderblick, Habichtblut, Steinkralle! Jetzt!”
Und da war es. Endlich!
Mit ausgefahrenen Krallen sprang Habichtblut aus seinem Versteck und eilte schnurstracks zu Dämmerbiss und ihrem Gegner der allem Anschein nach als Sieger hervorging. “Lass ihn nicht einfach davonkommen.”, miaute sie keuchend als er an ihr vorbeiging. Das entlockte ihm ein leichtes Lächeln. Genauso wie die kurze, unscheinbare Berührung ihrer Flanken, dass er ebenso registrierte.
Aber nicht doch, liebste Dämmerbiss.
Habichtblut sprintete auf den orangenen Kater zu und wollte ihn davon abhalten sich in den Kampf seiner Halbschwester Bergviper zu stürzen, doch das Wurzelhin schaffte es letztenendes doch ihn abzuwehren und zu ihr durchzukommen.
Zu viert kämpften die Krieger. Habichtblut gemeinsam mit seiner Halbschwester. Es war ein wildes Gerangel, niemand der beiden Wurzelclankrieger schien aufgeben zu wollen, aber es war deutlich wer die besseren Karten hatte.

Und da war endlich der Befehl der mäusehirnigen Wurzelclananführerin. Der Rückzug. Es klang wie Musik in seinen Ohren. 
Er hörte Gebirgsjäger frustriert knurren. Ein letzter, zorniger Blick, dann drehte er sich um und eilte zu Braunellenstern und Schneestern.

Triumphierend sah Habichtblut zu wie der Wurzelclan den Rückzug antrat. Kurz blickte er zur Seite auf Bergviper und strich ihr mit der Schwanzspitze über ihre Wirbelsäule, wollte ihr keine zusätzlichen Schmerzen bereiten. “Du hast gut gekämpft.” Der Stolz war deutlich in seiner Stimme zu hören. Stolz auf ihren Sieg. Stolz auf die Stärke des Glutclans.


@Braunellenstern @Fichtenstern @Schneestern @Rotnase @Felsensprung @Rauchwolke @Dünenwind @Onyxsplitter @Ahornschatten @Dämmerbiss @Steinkralle @Loderblick @Bergviper
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Fichtenstern

FichtensternSchattenbote
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#42
15.03.2026, 12:05
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I am the memory



Der Kater hatte abgewartet. Der Kampf war realtiv ausgeglichen und doch überwog etwas sein Clan und dann hatte er seine drei Krieger aus dem Dickicht dazugerufen und dem selbst den stumpfen Wurzelhirnen wurde klar, dass sie keine Chance mehr hatten. Und dann geschah etwas sehr entscheidendes und für viele Anwesenden schockierendes: Rotnase packte Schneestern an der Kehle und verzweifelt versuchte die Schneeweiße mit ihren Pfoten Halt im Boden unter ihr zu finden. Die Krallen kratzten verzweifelt die Erde auf und wie eine jämmerliche Maus schmiss die Kriegerin des GlutClans die Anführerin zu Boden und riss ihr die Kehle auf. 
Blut sickerte auf den Waldboden und tränkte das Moos. Ebenso wie das Blut die Kerben im Ahnenbaum versiegelt hatte..Blut an diesem heiligen Ort der Wurzelhirne..Fichtensterns Schnurrhaare zuckten amüsiert und er gab Braunellenstern frei. Diese rannte sofort zu Schneestern und versuchte die Blutung zu stoppen. Anhand der Zuckungen der Kätzin erkannte man, dass sie bereits ein Leben verloren hatte. Doch als Schneestern zurück zu ihrem Körper gelang, war die Wunde immer noch zu massiv. Es zählten Herzschläge, um das Leben der Kätzin zu retten, denn mit dieser Wunde würde sie ein Leben nach dem anderen verlieren, bis keines mehr übrig war.
Fichtensterns blasse, kalte Augen blickten zu Rotnase. Zufrieden nickte er der Kätzin zu. Das sollte deutlich gemacht haben, wofür der GlutClan bereit war.
Sie hatten schon immer im Kampf getötet, das war keine Überraschung. Doch in so einer Brutalität eine Anführerin anzugreifen, die nicht mal direkt beteiligt in dem Krieg war, das zeigte deutlich, dass der Kriegerclan jegliche Skrupel abgelegt hatte. Wenn er sagte, er will die Schlangenfelsen, dann holt er sie sich auch.
Braunellenstern befahl den Rückzug, die Kämpfe hörten auf und spätestens jetzt mussten die anderen WurzelClaner merken, was mit Schneestern geschehen war, die versucht hatte ihnen zu helfen. Sollten die Schuldgefühle sie zerfressen. Die junge Braunellenstern machte noch einen Kommentar zu den Schlangenfelsen und berichtete, dass sie sie wiederholen würden. Sie hat wohl noch nicht begriffen, wie ernst ich es meine..trotz dieser Lage. Kühl blickte er über seine Krieger. »Habichtblut, du hilfst Dämmerbiss. Geht vor und bringe sie zu Brandnarbe« raunte er kurz. »Bergviper, du gehst mit« fügte er dann hinzu. Die beiden Katzen hatte es am schwersten getroffen. Die anderen würden danach versorgt werden, wenn Fichtenstern den Ahnenbaum verlässt. Doch er würde nicht verpassen wollen, was mit Schneestern geschah. Vorher dachte er nicht mal daran, das Schlachtfeld zu verlassen.



@Braunellenstern @Schneestern @Rotnase @Habichtblut @Loderblick @Steinkralle @Dämmerbiss @Ahornschatten @Bergviper @Gebirgsjäger @Onyxsplitter @Dünenwind @Felsensprung @Rauchwolke
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Silberlicht

SilberlichtAhnenkind
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#43
16.03.2026, 12:27
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Please Come Back



Der Schlaf hatte sie nicht finden wollen. Die Sorgen um die hungrigen Mäuler, die Schneestern plagen mussten, gingen an der silbergrauen Heilerin natürlich auch nicht vorbei. So hatte sie versucht, sich mit weiteren Kontrollen ihrer Kräutervorräte, dem Auswechseln der Moosnester für Verletzte und Kranke in ihrem Bau und weiteren kleinen Aufgaben abzulenken. Sie hob den Kopf als Schneestern stehen blieb. Fragend legte Silberlicht ihren keilförmigen Kopf schief. Wo wollte ihre Anführerin hin?

„Ich gehe zum Ahnenbaum.“ Silberlicht trat einen Schritt näher, Schneestern hob das Kinn. „Folge mir nicht.“ Die Heilerin öffnete ihre Lefzen, um zu widersprechen und zu fragen, was geschehen war, dass Schneestern derart unruhig wirkte. Und wieso sie überhaupt den Ahnenbaum des WurzelClans aufsuchen wollte. „Wenn ich bis Sonnenuntergang nicht zurück bin, sag Steinherz Bescheid.“, kam ihr die andere Kätzin zuvor. Steinherz. Silberlichts Vater.

Dann wandte sie sich ab und verschwand aus dem Lager.

Es war einiges an Zeit verstrichen seit ihre Freundin aufgebrochen war und Silberlicht mit dem Auftrag zurückgelassen hatte, Steinherz Bescheid zu geben falls sie bis Sonnenuntergang nicht zurück sein würde. Immer wieder hatte Silberlicht zum Himmel geblickt - sowohl, um ihre Ahnen um Hilfe zu fragen, dieses Rätsel zu lösen als auch um den Sonnenstand zu überprüfen. Die Sonne wanderte immer weiter. Sonnenaufgang, Sonnenhoch. Allmählich begann die Sonne tiefer zu sinken. Und Schneestern war noch immer nicht zurück. Das ungute Gefühl, das Silberlicht verfolgte seit Schneestern aufgebrochen war, wurde immer stärker. So stark, dass sie etwas tun musste.

"Vater?", sprach sie Steinherz direkt an als sie ihm näher kam. Ihr Verhältnis anfangs war angespannt gewesen, da Silberlicht den Weg einer Heilerin eingeschlagen hatte während ihr Vater lediglich das Kriegerleben kannte und zu schätzen wusste. Inzwischen hatte sich ihr Verhältnis glücklicherweise gebessert und sogar verbessert. "Schneestern... ist bei Mondhoch aufgebrochen. Sie wollte zum Ahnenbaum und hat sehr unruhig gewirkt. Sie sagte, ich solle bleiben und dir Bescheid geben falls sie bis Sonnenuntergang nicht zurückgekehrt ist.", fuhr Silberlicht fort bevor sie ihren smaragdgrünen Blick zum Himmel hob. Für einen Herzschlag blickte sie den Himmel schweigend an während sie ihre Ahnen erneut um Hilfe zu bitten versuchte. "Ich weiß nicht... was sie unruhig werden ließ und wieso sie den Ahnenbaum aufsucht... Und... unsere Ahnen antworten mir nicht mehr...", murmelte sie bevor sie ihren Blick wieder senkte und zum Lagerausgang blickte. "Aber ich werde... ihr folgen. Ich habe ein ungutes Gefühl."

Mit diesen Worten wandte sie sich ab und lief auf den Lagerausgang zu. Noch während sie auf den Ausgang zulief, beschleunigte die Heilerin ihren Schritt. Sie bekam immer mehr das Gefühl, dass die Lage dringlich war.

Als sie schließlich am Ahnenbaum ankam, bot sich ihr ein Bild des Erschreckens. Silberlicht hatte das Kämpfen und Jagen nie gelernt und war froh darüber. Doch gerade jetzt wünschte sie sich, sie hätte es gelernt. Die silbergraue Kätzin wurde langsamer bis sie am Rand des Schlachtfelds zum Stehen kam. Ihr Brustkorb hob und senkte sich stark. Sie sah unzählige Verletzte, Fichtenstern, der Braunellenstern gerade freigab, Felsensprung aus dem WurzelClan, der fliehen musste. Doch ihr Blick blieb an einer reglosen Gestalt länger hängen als an allen anderen.

Das schneeweiße Fell war blutverschmiert und verkrustet, Blut sickerte aus der Kehle in das Moos und tränkte den Boden rot. Braunellenstern drückte ihre Pfoten auf die aufgerissene Kehle. Die eisblauen Augen waren blicklos und aufgerissen.

"Schneestern!", löste sich der Schrei aus Silberlichts Kehle bevor sie sich wieder in Bewegung setzte. Eilig überquerte sie den Abstand zwischen der Anführerin und sich bevor ihr smaragdgrüner Blick auf Rotnase fiel, die Schneestern von den GlutClan-Katzen am nächsten war. Silberlicht legte ihre großen Ohren an bevor sie die andere Kätzin anfauchte. Mörderin! Ihr Blick wanderte zu Fichtenstern, der abzuwarten schien, was mit Schneestern passierte. Schützend schob sich Silberlicht vor ihre Anführerin, auch wenn sie gegen einen normalen Krieger im Kampf schon geringe Chancen hätte. "Ihr habt, was ihr wolltet. Jetzt verschwindet, ihr Mörder! Verzieht euch unter die Steine, unter denen ihr hervorgekrochen seid!", fauchte die sonst so sanftmütige silbergraue Kätzin.

Sie wartete noch einen Herzschlag, um sicherzugehen, dass Fichtenstern blieb, wo er war. Dann wandte sie sich langsam ab und trat Braunellenstern in den Weg. "Leg sie ab. Ich bin hier. Sie muss behandelt werden.", miaute sie ruhig aber eindringlich. Silberlicht neigte ihren keilförmigen Kopf leicht vor der Anführerin. "Vielen Dank, dass du ihr helfen wolltest.", fügte sie hinzu.
Silberlicht untersuchte die Verletzungen, die Schneestern davongetragen hatte. Doch insbesondere die Wunde an der Kehle bereitete ihr Sorgen. "Bleib bei ihr und drück weiter auf die Wunde.", wies sie Braunellenstern an bevor sie davon eilte, um im Umfeld die Dinge zu suchen, die sie benötigen würde.

Schneller, schneller, schneller!

Eine solche Wunde hätte Schneestern ein Leben kosten sollen. Die Heilung durch ihre Ahnen hätte längst erfolgt sein müssen! Was dauerte so lange? Wieso antworteten sie nicht auf Silberlichts Gebet und Hilfegesuche? Sie hatte ihre Ahnen an diesem Tag so oft um Hilfe gebeten während Schneestern um ihr Leben gekämpft hatte! Wäre ich nur früher hier gewesen... Vielleicht hätte Silberlicht etwas tun können.
Mit den gesammelten Kräutern und Spinnenweben eilte sie zurück und schob Braunellenstern sanft aber bestimmt zur Seite. Sie begann damit, die Blutung zu stillen und zu verbinden. Anschließend kümmerte sich die Silbergraue auch um die anderen Verletzungen. 

Dabei wurde ihr klar, dass Schneestern nicht nur ein Leben verloren haben konnte. "Sie hat zwei Leben verloren.", sprach sie ihre Überlegung, ihre Erkenntnis murmelnd aus. 

Besorgt musterte sie Schneesterns Gesicht und ihre starren, blicklosen Augen. "Wach auf.", flüsterte sie als sie Schneeweiße mit ihrer schwarzen Nase vorsichtig an der Wange anstieß. "Schneestern, bitte. Wach auf, komm zurück.", flüsterte sie an ihrem Ohr bevor sie der Kätzin vorsichtig über die Wange leckte.



Angesprochen: @Schneestern @Steinkralle @Fichtenstern Erwähnt: @Braunellenstern @Rotnase @Felsensprung
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Steinherz

Steinherz
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#44
16.03.2026, 18:43
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Back off, murderer


Steinherz hatte seit seiner Ernennung alle Pfoten voll zu tun. Jagd- und Grenzpatrouillen organisieren, das Training der Schüler überwachen und aufgrund der angespannten Lage zum GlutClan hatten sie auch für die Krieger regelmäßige Trainingseinheiten abgehalten. Alle im Clan waren erschöpft und angespannt und es half nicht gerade, dass Schneestern scheinbar glaubte, ohne ihre Verbindung zu den Ahnen völlig verloren zu sein. Der Krieger stand gerade mit strengem Blick in der Nähe des Lagereingangs und beobachtete den beinahe nahtlosen Wechsel zwischen den Patrouillen, als Silberlicht sie aus seine Gedanken riss.

Er sah fragend zu ihr herüber, entdeckte augenblicklich die Sorge in ihren smaragdgrünen Augen. Der Krieger war sofort hellwach.

“Schneestern… ist bei Mondhoch aufgebrochen. Sie wollte zum Ahnenbaum und hat sehr unruhig gewirkt. Sie sagte, ich solle bleiben und dir Bescheid geben, falls sie bis Sonnenuntergang nicht zurückgekehrt ist.“ Steinherz Augen verengten sich, während er schweigend den Worten seiner Tochter lauschte. Zu Ahnenbaum? Suchte sie dort etwa nach der Verbindung, die sie verzweifelt vermisste? Wieso, verdammt war sie alleine losgezogen?

"Ich weiß nicht... was sie unruhig werden ließ und wieso sie den Ahnenbaum aufsucht... Und... unsere Ahnen antworten mir nicht mehr… Aber ich werde... ihr folgen. Ich habe ein ungutes Gefühl." Steinherz grub die Krallen in den Boden und nickte ihr steif zu.

“Vertrau auf deinen Instinkt. Er wird dir den richtigen Weg nennen.“ Und hör auf, den SternenClan all deine Entscheidungen treffen zu lassen. Doch diesen Teil sprach er nicht aus, er seufzte nur schwer, bevor er erneut nickte, dieses Mal entschlossener.

“Ich begleite dich.“ Seite an Seite stürmten sie aus dem Lager und machten sich auf den Weg hinüber ins Territorium des WurzelClans. Steinherz Gedanken waren finster, während ihre Pfoten über den herbstlichen Boden donnerten. Es war, als würde der ganze Clan im Chaos versinken und als könnte keiner mehr fundierte Entscheidungen treffen. Wie konnte Schneestern nur komplett alleine in feindliches Gebiet wandern, während überall um sie herum der Krieg tobte? Ein leises Knurren verließ seine Lefzen, als sie die Geruchslinien überquerten und kurz fragte sich der Stellvertreter, ob er nicht ein paar Krieger hätte mitnehmen sollen. Doch die hatten alle zu tun und er konnte schlecht eine ganze Patrouille in den WurzelClan marschieren lassen, zumindest nicht, bevor er wusste, ob überhaupt Gefahr bestand. Vielleicht lag Schneestern friedlich schlummernd zwischen den Wurzeln des Ahnenbaumes und gab sich endlich wieder mit ihren geliebten Ahnen die Zunge…

Doch diese Hoffnung zerstreute sich schnell wie Asche im Wind, als der Ahnenbaum näher kam. Zuerst registrierte der Kater den Blutgeruch. Dann den überwältigenden Gestank des GlutClans. Er warf seiner Tochter einen alarmieren Blick zu, bevor sie Seite an Seite auf der Lichtung eintrafen.

Der Anblick vor ihnen war ein grausames Schlachtfeld. Verletzte Krieger schleppten sich gerade auseinander, eine gespenstige Ruhe lag auf der Lichtung, trocknendes Blut schimmerte in der untergehenden Sonne. Silberlichts Schrei drang dem Vater durch Mark und Bein, doch erst dann entdeckte er das weiße Fell ihrer Anführerin, die reglos im Gras lag. Steifbeinig folgte der Krieger seiner Tochter und Heilerin, die sich schützend vor Schneestern stellte, die bedrohlich ruhig auf dem Boden lag. Steinherz Innerstes krampfte sich zusammen, als er die tödliche Wunde an ihrem Hals entdeckte und Braunellenstern, die verzweifelt versuchte zu helfen. Ein gefährlicher Zorn pulsierte durch seine Adern, als er sich schützend vor seiner Anführerin und seiner Tochter aufbaute. Seine Augen schienen zu blitzen, als er erst Rotnase und dann Fichtenstern drohend in die Augen starrte.

“Wehe ihr kommt auch nur einen Schritt näher!“, grollte er mit gebleckten Zähnen und stand wie ein Fels zwischen seiner Anführerin und dem gaffenden GlutClan. Sie hatten offensichtlich gewonnen, doch den größten Preis schien nicht der WurzelClan gezahlt zu haben. Nein, das war Schneestern gewesen. Steinherz knurrte tief in der Kehle.

“Geht, markiert eure neuen Grenzen. Ich hoffe das war es wert.“, brummte er und grub die Krallen tief in den blutbefleckten Boden.



@Silberlicht @Schneestern @Fichtenstern @Braunellenstern @Rotnase
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Dämmerbiss

Dämmerbiss
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#45
16.03.2026, 19:32
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The day the tree bled



Es nervte sie. Es nervte sie gewaltig, dass dieser explodierte Fellball sie zum Rückzug gezwungen hatte. Umso erleichterter war sie als Fichtenstern die Verstärkung rief. Nicht, dass sie das laut zugeben würde. Das leichte Lächeln Habichtbluts war ihr nicht entgangen als sie aneinander vorbeigelaufen waren.

Und hier saß sie nun. Am Rand der Lichtung, weil sie noch nicht weiterlaufen konnte und Kräfte sammeln musste. Und, weil sie den Kampf, aus dem der GlutClan nur siegreich hervorgehen konnte, nicht verpassen wollte.

Blut lief aus ihren Wunden, tränkte ihr gemustertes Fell, ihre Muskeln und ihr Körper schmerzte und das Atmen fiel ihr schwerer. Stark und schwer hob und senkte sich ihre Brust während sie das Brennen und Schmerzen ihrer Wunden und ihres Körpers auszublenden versuchte.

Feigling! Dachsherz!

Das ging ihr durch den Kopf als Ahornschatten Habichtblut auswich und sich auf Bergviper stürzte, die mit Gebirgsjäger alle Pfoten voll zu tun hatte. Zu vier rangen die Katzen miteinander doch der GlutClan hatte ganz klar die Nase vorn.

Ihr Blick schweifte zu Rotnase als sie aus ihrer Richtung keine lauthalsen Kommentare und keine Kampfgeräusche mehr vernahm. Ein Lächeln breitete sich auf ihren dunklen Lefzen aus als sie Schneestern dort liegen sah. Ihre eisblauen Augen waren starr und blickten ins Nichts. Geschieht dir recht. Wieso mischte sie sich auch in einen Kampf ein, der sie nichts anging? Was hatte der NebelClan bitte hier verloren?

Braunellenstern eilte zu Schneestern, drückte ihre Pfoten auf die Wunde an der Kehle der schneeweißen Kätzin, deren halblanges Fell blutverschmiert und verkrustet war. ”WurzelClan, Rückzug!”, befahl die Anführerin endlich. Dämmerbiss' gemustertes Ohr zuckte als sie das frustrierte Knurren Gebirgsjägers hörte und konnte nur ein zufriedenes Brummen von sich geben. Braunellenstern schoss Fichtenstern noch einen Blick zu. ”Schieb dir deine Schlangenfelsen sonst wo hin. Eines Tages werden sie wieder uns gehören!”, knurrte sie wütend. Gebirgsjäger half, Schneestern auf Braunellensterns Schultern zu heben.

Obwohl der WurzelClan zum Rückzug gezwungen war und die Schlangenfelsen nun dem GlutClan gehörten, konnte Dämmerbiss sich nur halbherzig darüber freuen.

Du hast versagt.

Sie hatte sich von einem verdammten Wurzelhirn besiegen lassen. Ihre Ohren legten sich an während sich ihre Augen zu kupferfarbenen Schlitzen verengten. Das nagte stark an ihrem Stolz und weder ihre Pflichtversessenheit noch ihre Selbstabwertung halfen ihr in dieser Situation groß weiter.

»Habichtblut, du hilfst Dämmerbiss. Geht vor und bringe sie zu Brandnarbe«, drang Fichtensterns Worte an ihre Ohren. Dämmerbiss erhob sich auf ihre Pfoten bevor sie sich abwandte. Sie zwang ihre Muskeln erneut sich zu bewegen. Ich brauch keine Hilfe! Am liebsten hätte sie nicht nur Habichtblut angefaucht sondern Fichtenstern angeknurrt. Weil sie verdammt noch mal versagt hatte und Hilfe in dieser Situation nicht verdiente! »Bergviper, du gehst mit«, hörte sie noch als sie bereits in Bewegung war. Ihre Muskeln und ihr Körper schrien sie an, stehen zu bleiben, sich zu setzen oder sich stützen zu lassen. Ihr Sturkopf allerdings wollte das auf keinen Fall zulassen.

"Schneestern!"

Der Schrei einer fremden Stimme hallte über die Lichtung. Dämmerbiss blieb stehen und blickte über ihre Schulter. Silberlicht, die Heilerin des NebelClans, sowie Steinherz waren aufgetaucht. Steht jetzt bald der ganze Clan hier? Die Heilerin eilte zu ihrer Anführerin, die noch nicht vom SternenClan zurückgekehrt war. Silberlicht blickte von Rotnase zu Fichtenstern und schob sich schützend vor die schneeweiße Anführerin. Kaum hörbar schnaubte Dämmerbiss. Als würde das etwas bringen. Fichtenstern und Rotnase würden sie in der Luft zerreißen, wenn sie wollten. Vermutlich war der Silbergrauen das aber klar. "Ihr habt, was ihr wolltet. Jetzt verschwindet, ihr Mörder! Verzieht euch unter die Steine, unter denen ihr hervorgekrochen seid!", fauchte sie Fichtenstern und Rotnase an. Noch einen Herzschlag schien sie abzuwarten und machte sich dann daran, Schneestern zu versorgen. “Wehe ihr kommt auch nur einen Schritt näher!“, grollte steinherz mit gebleckten Zähnen während er schützend vor Silberlicht und Schneestern stand. Steinherz knurrte. “Geht, markiert eure neuen Grenzen. Ich hoffe das war es wert.“, fügte er brummend hinzu und grub die Krallen tief in den blutgetränkten Boden.

Dämmerbiss wandte sich wieder dem Gehen zu. Das musste sie sich nicht auch noch ansehen.



@Habichtblut @Ahornpfote @Bergviper @Gebirgsjäger @Fichtenstern @Rotnase @Schneestern @Braunellenstern @Silberlicht @Steinherz
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Steinkralle

Steinkralle
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#46
16.03.2026, 19:58
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Where Mercy Has No Place



Dünenwind stieß Steinkralle von sich. “Heute mögt ihr gewinnen. Doch diese Schlacht ist noch lange nicht vorbei!“, fauchte sie zurück während sich die beiden aufrappelten und sich anstarrten. Steinkralles Muskeln spannten sich unter seinem langen, schiefergrauen Pelz an.

Er hatte registriert, dass Dämmerbiss zum Rückzug gezwungen war. Im Gegenzug schlug Loderblick einen Baumkuschler in die Flucht. Recht so.

Aufmerksam beobachtete der Schiefergraue allerdings die Getupfte vor sich. Dann schaltete sich Onyxsplitter wieder ein. Steinkralle beschloss, dem massigen, dunkelgrauen Kater das Feld zu überlassen, war es doch schließlich sein Kampf. Er selbst war lediglich zur Unterstützung da. So preschte Onyxsplitter auf Dünenwind zu, die erneut ausweichen konnte. Sein Angriff ging ins Leere. Steinkralle konnte den Hass in Onyxsplitters Augen sehen. „BRING DIESE RATTE UM!“, brüllte ihm der jüngere Kater zu.

Umbringen vielleicht nicht. Aber mindestens das Augenlicht nehmen. Gerade als sich Steinkralle wieder auf die Kätzin stürzen wollte, drang der Ruf Braunellensterns an seine Ohren.

”WurzelClan, Rückzug!”

Steinkralles Lefzen verzogen sich zu einem Lächeln als er einen Schritt auf Dünenwind zuschlich. "Ja... lauft. Wenn euch eure Leben lieb sind.", schnurrte er. Ihm war die plötzliche Stille, die Schneestern umfing, nicht entgangen. Rotnase hatte ganze Arbeit geleistet. ”Schieb dir deine Schlangenfelsen sonst wo hin. Eines Tages werden sie wieder uns gehören!”, knurrte Braunellenstern Fichtenstern wütend an.

Als die Wurzelhirne sich zurückzogen, setzte sich Steinkralle in Bewegung und lief Dünenwind noch einige Fuchslängen hinterher, schnappte nach einem ihrer Hinterläufe bevor er langsam den Schwung auslaufen lassen ließ und zum Stehen kam. Er blickte den Wurzelhirnen noch ein paar Herzschläge nach bevor er sich abwandte.

"Schneestern!"

Silberlichts Schrei hallte über die Lichtung während Steinkralle wieder näherkam bis er bei Onyxsplitter stehen blieb. Leicht nickte er dem anderen Kater anerkennend für den Kampf zu bevor sein goldener Blick zu der Silbergrauen wanderte. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen als sie sich schützend vor Schneestern stellte, Rotnase anfauchte und schließlich Fichtenstern fixierte. Mutig für eine kleine Heilerin. Zumal sie auch noch sehr zierlich und schmal gebaut war. "Ihr habt, was ihr wolltet. Jetzt verschwindet, ihr Mörder! Verzieht euch unter die Steine, unter denen ihr hervorgekrochen seid!", fauchte sie Fichtenstern an, wartete noch einen Herzschlag ab und wandte sich dann Braunellenstern und Schneestern zu, um ihre Anführerin zu heilen. “Wehe ihr kommt auch nur einen Schritt näher!“, grollte Steinherz, der sich schützend vor seine Anführerin und seine Tochter, die Heilerin, stellte. Steinkralles Lefzen zogen sich zu einem spöttischen Lächeln zurück. "Und, wenn nicht?", fragte er spöttisch während er schlendernd zwei Schritte näherkam. Steinherz knurrte Fichtenstern tief aus der Kehle an. Eine Kehle, die Rotnase ihm sicher zu gerne aufreißen würde. “Geht, markiert eure neuen Grenzen. Ich hoffe das war es wert.“, brummte Steinherz und grub seine Krallen in den blutgetränkten Boden. Steinkralles goldener Blick wanderte zu Fichtenstern, wartete auf ein Zeichen, ob er angreifen und den zweiten Anführer in seine Schranken weisen sollte.



Angesprochen: @Dünenwind @Steinherz Erwähnt: @Rotnase@Schneestern @Fichtenstern @Braunellenstern @Onyxsplitter @Silberlicht
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Ahornschatten

Ahornschatten
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17.03.2026, 22:00
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No time for a breath



Es war zum Mäuse melken.
Ahornschatten war zu Gebirgsjäger gerannt, weil er dort bei Bergviper die größten Chancen sah eine zweite GlutClan Kriegerin in die Flucht zu schlagen.
Aber auch hier war es ein wildes hin und her, ein Kampf bei dem die Kätzin ihrem Namen alle Ehre machte. Der gestandene Kater griff mit Gebirgsjäger diese flinke Schlange an. Und ihrem Namen alle Ehre machend sprang sie wie eine Viper vor und zurück, wich Angriffen geschickt aus bevor sie schnell zum Gegenschlag ansetzte.
Zu allem Überdruss musste Ahornschatten auch auf das braune Ebenbild von Dämmerbiss achten. Denn dieses ließ natürlich nicht ab von ihm. Viele ihrer Schläge, Tritte und Bisse konnte er ausweichen, doch leider ebenso die flinke Schlange.

Ahornschatten atmete schwer, er glaubte seine Wunden an der Flanke und den Schultern rissen immer weiter auf. Sein wundervoller orangebrauner Pelz verklebte sich und wurde in ein tiefes rot getaucht.
Mit jedem weiterem Treffer wurden die Bewegungen langsamer, deutlich schwerer.

Ihr Ahnen, ihr habt uns doch nicht verlassen? Ist es eure Trauer über den Kampf an diesem heiligen Ort?

Tiefe Verzweiflung in seinen Gedanken. Es fühlte sich an, als hätte der SternenClan sie verlassen. Oder kämpfte er sogar selbst gegen etwas größeres?

Und plötzlich hielt der Wald den Atem an.

Der Wind verstummte und alles schien in eine Ferne zu rücken, die keinen Laut mehr aussprechen vermochte.
Die knorrigen alten Äste, die jungen neuen Triebe des Jahres und die letzten Blätter standen still. Keine Katze schien sich zu bewegen. Ahornschatten spitzte die Ohren, sein Kopf wandte sich in die Richtung der beiden Anführerinnen. Weißer Pelz, Blut getränkt, wurde von Rotnase achtlos hingeworfen. Kraftlos, ohne Spannung, flogen die Flieder und Schneestern kam auf dem Boden auf.

Und Ahornschatten vergaß zu atmen.

Braunellenstern wirkte genauso schockiert.

Plötzlich ein Schlag, brennender Schmerz, Blut floss erneut.
Die laute Welt brach erneut über Ahornschatten herein und von irgendwo hörte er dumpf das Kommando Braunellensterns zum Rückzug. Ein kurzer Blick zu Gebirgsjäger und schon rannten die beiden Krieger los.

An der Böschung blieb er zwischen den Wurzeln stehen und blickte zurück.
Es war ein grausamer Anblick von aufgewühlter Erde, verflogenem Moos und Blut überall. Der Ahnenbaum wiegte sich sachte, als würde er ein Lied der Trauer singen über das Unheil, welches diesem Ort widerfahren war.
Katzen mit den unterschiedlichsten Verletzungen kehrten einander die Rücken. Die schwersten kamen in die seinige. Trauer, Unverständnis und ein tiefer Groll regte sich in Ahornschatten, legte sich um ihn wie eine Decke.
Und plötzlich fühlte er sich so unsagbar müde.



@Braunellenstern @Fichtenstern @Schneestern @Rotnase @Dämmerbiss @Bergviper @Gebirgsjäger @Rauchwolke @Felsensprung @Onyxsplitter @Dünenwind
Alias — nessjas
nessjas ist Offline
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Braunellenstern

Braunellenstern
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#48
18.03.2026, 18:08
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Verlust

Noch immer die Pfoten fest auf Schneesterns blutende Kehle gedrückt, horchte die braun gemusterte Kätzin auf, als sie einen Schrei vernahm. Sofort ruckte ihr Kopf umher, auf der Suche nach dem Laut, und die grünen Augen entdeckten die NebelClan Heilerin Silberlicht, die auf sie zugerannt kam.
”Dem SternenClan sei Dank. Du kommst wie gerufen.”, miaute Braunellenstern der Heilerin erleichternd zu.
Die Ohren der Braunen zuckten bei den Worten der silbergrauen Kätzin und die Anführerin presste weiterhin die schon Blut durchtränkten Pfoten auf die Wunde der einst schneeweißen Katze. Die Heilerin verschwand sofort wieder und schien nach Kräutern und allem zu schauen, was Schneestern in dieser Lage helfen könnte. Währenddessen bemerkte Braunellenstern nun auch Steinherz, der mit Silberlicht gekommen war und der die Katzen des GlutClans versuchte auf Abstand zu halten. Er miaute, sie sollen keinen Schritt näher kommen und ihre neuen Grenzen markieren gehen.
Eine Tatsache, die Braunellenstern schmerzte, tief in ihrer Brust und im Herzen. Die Schlangenfelsen waren seit jeher immer im Territorium des WurzelClans gewesen. Erstmals bekamen sie nun einen neuen Besitzer und ausgerechnet in ihrer Amtszeit als Anführerin musste dies geschehen. Es zeigte einfach nur wieder, die Unfähigkeit der langhaarigen Kätzin und wie gebannt starrte sie auf ihre Pfoten hinab, als wären sie die Lösung zu all ihren Problemen.
In dem Moment kam Silberlicht wieder und dirigierte Braunellenstern zur Seite. Diese wollte sich erst beschweren, was der Heilerin einfiele, dass sie doch nicht einfach ihre Pfoten von der Wunde Schneesterns nehmen könne, doch dann fiel ihr ein, dass Silberlicht wusste, was sie tat und ließ es geschehen. Braunellenstern beobachtete genau, wie die NebelClan Kätzin ihrer Anführerin mit Spinnweben und anderen Pflanzen half, ihre Wunden abdeckte und langsam kehrte Ruhe in Braunellenstern ein.
Die Worte der Silbergrauen überhörte sie nicht. Schneestern hatte also mehr als ein Leben verloren. Beinahe wäre der WurzelClan Anführerin ein Knurren herausgerutscht. Wie konnte Fichtenstern es nur wagen, seine Kriegerin nicht zu maßregeln, dass sie einer Anführerin ganze zwei Leben gestohlen hatte? War der GlutClan wirklich so besessen auf Blut aus, dass sie sich nicht mehr zügeln konnten?
Die GlutClan Katzen waren noch nicht aufgebrochen und die braune Anführerin sah, wie ein Kater aus dem feindlichen Clan sich provozierend etwas genähert hatte. Ihre intensiven grünen Augen sahen sich um, ein paar ihrer Krieger hatten sich wie geheißen schon zurückgezogen, doch noch stand alles unter Spannung. Ihr Blick huschte zu Silberlicht hinüber.
”Meinst du, wir können sie bewegen? Wir sollten hier weg, wir sind geschwächt und wenn der GlutClan es möchte, könnten sie uns alle hier und jetzt besiegen.”, wisperte sie der Heilerin zu.
Etwas, was sie nur ungerne zugab, doch jetzt war definitiv nicht der Zeitpunkt, um sich über so etwas zu scheren, spürte sie doch selbst die Müdigkeit in den Knochen und Gelenken, die der harte Kampf mit sich einher brachten. Nein, die Kätzin sorgte sich um die Sicherheit ihrer Katzen und um die der drei NebelClaner, insbesondere um Schneestern, ohne die der GlutClan schon viel früher ihren Willen bekommen hätte.


@Schneestern @Silberlicht
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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
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#49
18.03.2026, 20:13
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Zwischen Atemzügen


Dunkelheit.
Nicht still und beruhigend. 
Es war… Schwer.
Die Dunkelheit hatte sie nicht loslassen wollen.

Das Moor, oder viel mehr etwas im Moor, wollte sie festhalten. Schlamm hatte an ihren Pfoten gezogen, an ihren Beinen, hatte versucht sie tiefer zu ziehen… tiefer in eine Finsternis, die nicht die war, die sie aus den Geschichten kannte. Kein Sternenlicht. Keine funkelnden Pfotenabdrücke im Himmel. Nur kaltes Wasser, Nebel und ein Wald, der jede Hoffnung verschluckte.

Und dann war da diese Stimme gewesen. Du darfst hier nicht bleiben. Ein Windstoß hatte ihr Fell gestreift. Noch nicht. Dann riss etwas an ihr. Nicht sanft und liebevoll… Nein. Wie Krallen, die sie aus dem Moor zogen.



Schmerz.
Der erste Atemzug kam nicht wie Luft.
Er kam wie Feuer.

Schneesterns Brust zuckte heftig, als Luft gewaltsam in ihre Lungen stürzte. Ein raues, ersticktes Geräusch entwich ihrer Kehle, halb Husten, halb Gurgeln, während ihr Körper versuchte zu begreifen, dass er wieder lebte. Der Boden unter ihr war kalt. Feucht. Blut klebte in ihrem Fell. Die Welt kam langsam zurück. Gerüche zuerst. Erde. Moos. Und Blut. Viel zu viel Blut. Dann Stimmen.

„Wach auf…“

Silberlicht.

Die Stimme klang fern, als käme sie durch Wasser. Eine warme Nase berührte ihre Wange. Schneesterns Schnurrhaare zuckten schwach. Ihre Augenlider flackerten. Schwer. Unendlich schwer. Als sie sich schließlich einen Spalt öffneten, verschwamm die Welt vor ihr. Farben und Schatten mischten sich zu einem wirbelnden Chaos aus Fell und Licht. Doch eine Gestalt erkannte sie sofort. Silberlicht. Die Heilerin beugte sich über sie, ihre smaragdgrünen Augen voller Angst. Schneesterns Blick wanderte schwach zur Seite. Braunellenstern. Blut an ihren Pfoten. Steinherz. Unversehrt. Weiter hinten erkannte sie dunklere Silhouetten. GlutClan. Und unter ihnen… Rotnase.

Für einen Moment zuckte etwas in Schneesterns Blick auf. Doch es war nicht Zorn. Etwas anderes. Erkenntnis. Die Erinnerung an jene Augen, die nicht mehr golden gewesen waren. An das fremde Feuer darin. An die Worte über Macht. Schneesterns Brust hob sich schwach. Der SternenClan hatte geschwiegen. Doch etwas anderes hatte gesprochen. Langsam schloss sie die Augen wieder. Ihre Stimme war kaum mehr als ein Atemzug. Kaum hörbar. „Silberlicht…“ Blut schmeckte metallisch auf ihrer Zunge. „Der… SternenClan…“ Ein Zittern ging durch ihren Körper. „…sie sind… nicht allein…“ die Worte zerbrachen beinahe in ihrer Kehle. Schneesterns Körper zuckte. Ihr Atem blieb schwach und unregelmäßig… Aber immerhin lebendig. 


@Silberlicht @Steinherz @Braunellenstern @Fichtenstern @Rotnase
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Dünenwind

DünenwindVom Wald gezeichnet
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Gestern, 11:02
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What a loss...



Gegen zwei Gegner verlor Dünenwind rasend schnell die Puste und die Orientierung Onyxsplitter griff sie erneut an, doch die Kriegerin war flinker als er und konnte dem massigen GlutClan Kater ausweichen. Tiefer, ungefilterter Hass blitzte in dessen Augen und Dünenwind konnte nicht verhindern, dass sie erschrocken zusammenzuckte, als seine vor Verachtung triefenden Worte an ihr Ohr prallen:

“BRING DIESE RATTE UM!“ Beim SternenClan, wie viel angestaute Wut besaß dieser Kater? Doch das war gerade nicht Dünenwinds Hauptproblem, denn nun spannte sich Steinkrallle erneut an, und Dünenwind straffte mit steigender Erschöpfung die brennenden Muskeln.

“WurzelClan, Rückzug!“, hallte in diesem Moment Braunellensterns Ruf über die Kämpfenden. Er kam nicht überraschend und doch stach er der Kriegerin tief ins Herz. Sie hatten tatsächlich verloren. Dünenwind warf ihren Widersachern noch einen kalten Blick zu, dann flüchtete sie an den Rand des Geschehens. Sie nahm wahr, dass Steinkralle noch einige Schritte hinter ihr herlief, bevor er sie ziehen ließ. Seufzend wurde sie allmählich langsamer und drehte sich nochmals um, ließ ihren Blick über die blutverschmierte Lichtung schweifen. Kämpfende trennten sich, Gegner machten sich in die beiden verschiedenen Richtungen auf. Die Krieger hatten alle einiges abbekommen, doch die meisten Verletzungen zählte sie in den eigenen Reihen. Mit Trauer erfüllt beobachtete sie ihre Kameraden, die sich verwundet und geschlagen an ihr vorbei schleppten.

Aus einer dritten Richtung tauchten Steinherz und Silberlicht auf und begaben sich zu ihrer Anführerin, die bedrohlich still am Boden lag. Da war eine Menge Blut um sie herum. Verflucht viel Blut.. Dünenwinds Pfoten fühlten sich unfassbar schwer an und sie schwankte angesichts dieser Erkenntnis: Der GlutClan war ohne Zögern und ohne Reue bereit, einer Anführerin in einem simplen Grenzgefecht ein Leben zu nehmen. Sie hätten diesen Kampf ohne Zweifel auch ohne diese grausame Tat gewonnen. Doch sie gingen grinsend über Leichen, weil es ihren Zwecken diente. Wie hatte es nur so weit kommen können?



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Alias — Haku
Haku ist Offline
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Fichtenstern, Braunellenstern, Dämmerbiss, Ahornschatten, Bergviper, Gebirgsjäger, Rauchwolke, Felsensprung, Onyxsplitter, Dünenwind, Rotnase, Schneestern, Loderblick, Habichtblut, Steinkralle Ahnenbaum


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