Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 This victory is ours
151.Mond - 16.Tag des Blattfalls, Mondhoch

Azurblick

AzurblickNachtschrecken
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#11
07.04.2026, 00:02
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ahead of the pack

Azurblick hatte lange genug aus dem Schatten der Höhle zugesehen, in welchem sie die gesamte, vorherige Versammlung verweilte. Es war befremdlich, wie nah Rotnase an Brandnarbe herantrat - wie herablassend und respektlos sie sich dem Heiler gegenüber gab.

Ja, es war mal wieder an der Zeit gewesen. Es brauchte weder unnötiges Zögern, noch eine Art Ankündigung. Genügend war ein Schritt aus dem Schatten heraus, bis sie direkt zwischen ihnen stand und sich Platz einfordernd vor Brandnarbe schob, um der Schildpattfarbenen direkt in die Augen zu blicken - auf sie herab, wie sie es, als vermutlich größte Kätzin des Waldes, bei so vielen im Clan tat.

Das Gewicht in ihren Bewegungen war nicht mehr zu verbergen - immerhin war der Bauch unter ihrem kurzen Pelz rund geworden - spürbar und behindernd bei jedem Schritt den sie tat, und dennoch kein Umstand, der ihre Präsenz weniger imposant erschienen ließ.

Direkt traf sie das bedrohliche, herausfordernde Funkeln, das bei anderen vielleicht Wirkung gezeigt hätte. Die Siamkätzin hielt es hingegen aus, ohne es jedoch zu erwidern. Stattdessen ließ sie es an sich abgleiten, als wäre es nicht mehr als das, was sie erwartet hatte und nichts, was sie beeindrucken konnte. Die azurblauen Iriden starrten einfach in üblicher Kälte auf die Gescheckte herab.

"Die Schlangenfelsen gehören uns. Sie sind ein Garant, dass wir weniger Hunger in der bevorstehenden Blattleere leiden müssen. Es ist vorbei."

Das Funkeln in Rotnases Augen hielt noch einen Moment, ehe sie sich mit einem frustrierten Knurren abwandte und sich wieder beim Redefelsen des Anführers einfand. Azurblick sah ihr jedoch nicht nach, trat stattdessen zur Seite und setzte sich neben dem Heiler, welchem sie sacht gegen die Schulter stupste.

"Wenn wir anfangen jeden Schlag auszureizen, nur weil wir es können, dann nimmt man uns irgendwann die Entscheidung es enden zu lassen", mauzte sie einzig allein für die Ohren des Heilers bestimmt. "Dass wir die Schlangenfelsen haben - das ist gut - aber alles andere, was im letzten Mond geschehen ist, lasse ich lieber unkommentiert."


@Fichtenstern @Eisbrecher @Loderblick @Brandnarbe @Eichhornpfote @Fuchspfote
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Fichtenstern

FichtensternSchattenbote
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#12
07.04.2026, 15:47
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we took their memories



Aufmerksam betrachtete Fichtenstern all die Katzen und jede Regungen in ihren Gesichtern. So entging dem Kater weder Eisbrecher, der wie vermutet reagierte, noch Eichhornpfote und Fuchspfote, die diesen Sieg feierten und noch gar nicht in der Lage waren sich eine andere Meinung zu bilden. Es wäre doch recht ungewöhnlich, wenn Katzen in ihrem Alter bereits Zweifel an ihren Geburtsclan hegten. Ihm entging auch nicht Rotnase, die den wohl verdienten Ruhm annahm. Doch was ihn eher aufmerksam werden ließ war Aschesturm und Abendfeuer - welcher sich zu dem Kater gesellte. Es war nicht verwunderlich, dass Aschesturm mit gewissen Zweifeln dem Clan gegenüberstand. Einige negative Gefühle waren angebracht, hatte Fichtenstern schließlich seinen Bruder ermorden lassen. Doch nun war fraglich, ob Aschesturm nach einer angemessenen Zeit der Trauer wieder erkannte, was wirklich wichtig war und wem seine Treue gelten sollte. Immerhin hatte Wolfsnacht den Clan verraten. Dass sich sein eigener Sohn nun zu dem Kater gesellte, merkte sich Fichtenstern besonders. Was führst du im Schilde? Oder bist du nur der gute Empath wie eh und je? Doch dann beanspruchte eine andere Katze seine Aufmerksamkeit mehr denn je: Brandnarbe. Noch bevor er sprach, trat Rotnase zu dem Kater vor und ging auf seine Worte ein und es war Azurblick, die die Kätzin kurz zur Ordnung rief und daran erinnerte, dass sie so nicht mit dem Heiler des Clans zu sprechen hatte.
Fichtenstern raunte und sein Schweif peitschte kurz zur Seite »Da ist er wieder. Unser Heiler, der uns auf den Boden der Tatsachen holen will und uns nicht mal einen Herzschlag des Stolzes über einen wohlverdienten Sieg lässt. Brandnarbe du alter Spielverderber« raunte er und lachte. Doch sein Lachen war nicht herzlich, es war kalt und die blassen Augen blickten den Heiler an. »Du sagst also Stärke liegt darin, wann man aufhört? Ich sage Stärke ist, selbst entscheiden zu können wann Schluss ist« erklärte er kühl und erhob seine Stimme etwas. Er trat einen Schritt vor an die Grenze des Anführerfelsens »Du sprichst von Entscheidungen Brandnarbe. Und ich habe entschieden. Ich habe die Entscheidung getroffen in diesen Kampf zu ziehen und solange ich hier oben stehe und du dich einmal im Mond mit den anderen Heilern am Mondsee triffst, bin ich derjenige der entscheidet, während du im Heilerbau die Krieger versorgst, die sich mit Stolz ihre Verletzungen zugezogen haben, damit es ihrem Clan niemals mehr an etwas mangeln wird.« knurrte er und in der Stimme des Anführers lag kein Zorn, lediglich die feste Stimmlage einer Belehrung. »Solange mein Herz schlägt werde ich mir deine Ansichten anhören Brandnarbe und ich werde deine Entscheidungen, die du als Heiler zu treffen hast annehmen, aber glaub deswegen bloß nicht, dass es in deiner Pfote liegt meine Entscheidungen für den Clan so offen anzuzweifeln, weil du dir Sorge über Konsequenzen machst. Ja, eine Schlacht bringt verletzte und wer für etwas kämpfen will, der geht auch ein Risiko ein. Aber ich sehe hier einen Clan, der bereit gewisse Gefahren und Verletzungen zu riskieren. Ich sehe einen Clan, der stolz ist auf seine Stärke. « raunte er und blickte über seine Krieger. Dann trafen die blassgrünen Augen erneut auf den Heiler. »Wenn die Krieger also für ihren Clan in den Kampf ziehen, dann entscheiden sie und sie wissen um die Risiken, aber danke für deine Erinnerung, Brandnarbe« raunte er, sein Schweif peitschte kurz auf. Dann blickte er wieder über den Rest der Versammlung. »Die Versammlung ist hiermit beendet. Genießt den Abend, erzählt den Schülern von der Schlacht, sie werden davon lernen können. Und morgen ist ein weiterer Tag für den GlutClan und ein weiterer Tag, an dem die anderen Clans langsam aber sicher erkennen müssen, dass sie uns untergeordnet sind!« verkündete der Kater und warf seinen Blick noch einmal über die Krieger des Clans, dann drehte er um und ging zu dem Vorsprung, der zu seinem Bau führte. Elegant sprang er auf die Erhöhung und verschwand in der Dunkelheit seines Baus.



@Azurblick @Brandnarbe @Rotnase
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Aschesturm

Aschesturm
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#13
07.04.2026, 21:39
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Scheinheilige Mistkerle!



In seinen düsteren Gedanken gefangen starrte der graue Kater eine Zeit lang nur vor sich hin, jedoch entgingen ihm die Blicke nicht, die heute auf ihm lagen, mehr als jemals zuvor. Er erwiderte den kurzen Blick von Brandnarbe, den arrogant anmutenden von Rotnase und auch den von Fichtenstern, bis dessen Augen wie beiläufig weitergewandert waren. Sie misstrauten ihm, doch aus den falschen Gründen. Der Clan machte ihn für die Taten seines Bruders verantwortlich, oder fürchtete, er würde einen heroischen Racheakt starten. Die Wahrheit lag jedoch viel tiefer, weit weg zwischen den dichten Laubbäumen des WurzelClans. Sie alle hatten jedes Recht ihm zu misstrauen und doch ahnten sie die Wahrheit nicht. Noch nicht jedenfalls.
 
Auch Eisbrechers Blick nahm er wahr, der einzige, der eine Regung in ihm hervorrief. Dieser Mistkerl wagte es, ihm die Lefzen zu zeigen? Doch Aschesturm starrte erneut nur zurück, finster, drohend, bevor er den Blick als erster löste. Wie sehr sie ihm alle gestohlen bleiben konnten!
Eine Bewegung neben ihm irritierte ihn für einen Herzschlag lang, kurz flackerte sein Blick hinüber zu Abendfeuer, der sich neben ihn setze. Innerlich verkrampfte der graue Kater, doch seine ohnehin schon angespannten Glieder gaben nach außen hin nichts preis. Als Abendfeuer jedoch zum Sprechen ansetzte, zuckte sein Ohr überrascht, bevor er dem hell getigerten den Blick zuwandte.  Einen Herzschlag lang starrte er ihn nur an, versuchte Sarkasmus oder Hohn aus seinem Blick herauszufiltern, doch da war nichts. Da war nur echte, aufrichtige Anteilnahme. Aschesturm seufzte leise und seine Schultern sackten sichtlich zusammen, als ein Teil seiner inneren Anspannung verpuffte. Abendfeuer war der erste und einzige, der ihm sein Beileid bekundet hatte. Alle anderen sahen nur den schrecklichen Verrat und die verdiente Strafe. Kurz streifte der Krieger den jüngeren Kater mit dem Schweif, weil Worte nicht auszureichen schienen. Er versuchte es dennoch.
 
“Danke, Abendfeuer, das bedeutet mir viel.“, brummte er leise und wandte erneut den Blick ab, weil die Emotionen darin zu schwer zu halten waren. Mehr sagte er nicht, wozu auch? Sollte er seinen Bruder in Schutz nehmen? Das brachte ihn auch nicht wieder zurück.
Ohnehin war der helle Krieger taktvoll genug, schnell ein neues Thema anzuschlagen und Aschesturm ließ seinen Blick über die versammelten Katzen schweifen, um seine Gedanken zu ordnen und seine Gefühle zu verarbeiten, bevor er langsam nickte.
 
“Und reicht dieses Ergebnis nicht aus, um zufrieden zu sein?“ Warf er eine weitere Frage in den Raum zwischen sich und Abendfeuer. Er hätte so viel mehr fragen können. Ob der Clan sich schon immer so sehr am Tod anderer ergötzt hatte. Ob Fichtenstern es normal fand, einen anderen Clan aus reiner Machtgier an den Rand des Aussterbens zu treiben. Doch dies waren keine Fragen, die man laut stellte, nicht in einem Clan, in dem Verräter mit dem Leben bezahlten.
 
Es war Brandnarbe, der als erster der Anwesenden kritische Worte aussprach. Aschesturm spitzte die Ohren, durch Abendfeuer kurzzeitig aus seinem Selbstmitleid gerissen. “Stärke zeigt sich nicht darin, wie weit man geht. Sondern darin, wann man aufhört.“ Weise Worte. Doch wie so oft trafen sie auf taube Ohren. Der Heiler sprach viel Wahres, einiges davon hatte Aschesturm so ähnlich auch schon empfunden. Rotnases Antwort viel so respektlos aus, dass es Aschesturm die Haare sträubte[size=1][NG1] [/size]. “Du behandelst Wunden und glaubst deshalb wohl, besser als andere zu wissen, wann Blut nötig ist und wann nicht.“ Diese herablassenden Worte prallten auf den weisen Heiler nieder und selbst wenn ihre Haltung so entspannt und friedlich blieb wie sie es vorgab, so war es doch als hätte sie dem Kater mit ausgefahrenen Krallen ins Gesicht geschlagen. Aschesturm erhob sich auf alle Viere, ließ sich jedoch Herzschläge später langsam wieder zu Boden sinken. Dies hier war nicht sein Kampf. Und sicher nicht sein Moment.
“… jeder der dem GlutClan im Wege steht, wird dies zu spüren bekommen.“ Pah! Die anderen Clans würden sich früher oder später zusammenschließen und ihnen eine Lektion erteilen, die sie nie wieder vergessen würde, so sah es aus! Es hatte doch längst begonnen durch die Beteiligung Schneesterns! Rotnase hatte keine Warnung ausgesprochen, sie hatte ein Exempel statuiert und die Clans würden antworten! Aschesturm schüttelte den Kopf über so viel Arroganz und Dummheit. Und Fichtenstern war in diesem Augenblick nicht besser, wie auch er Brandnarbe in die Schranken wies wie einen verzogenen Schüler. Was war nur aus seinem Clan geworden, in dem Kritik nicht länger gewünscht und Andersdenkende ignoriert wurden? Der Krieger schabte mit den Krallen über den Höhlenboden.

“Wann hat sich der Clan nur so verändert?“ Die Worte waren heraus, bevor er sie bremsen konnte und wenn er ehrlich war, dann hätte er sie auch nicht bremsen wollen. Niemand konnte ewig schweigen und nachdem ihm sein engster Vertrauter genommen worden war, warum sich nicht dem einzigen öffnen, der sich dafür interessierte?



@Fichtenstern @Rotnase @Wolfsnacht @Abendfeuer @Brandnarbe @Eisbrecher
Alias — Haku
Abwesend
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Abendfeuer

Abendfeuer
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#14
10.04.2026, 13:39
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Neither the time, nor the space - let's meet up



Aschesturm nahm seine Anteilnahme positiver auf, als er zunächst gedacht hatte. Wenn er was gedacht hatte. Dies beruhigte den hellen getigerten sehr. Der erste Schritt war getan. Dies zeigte ihm, das seichte Streichen seines Schwanzes und wie er den Blick abwandte. Er glaubte nicht, dass Aschesturm ihn mied, sondern nicht besprechen wollte was da vorgefallen war und welches Ausmaß es trug.
Wie auch?

Auf Abendfeuers Frage hin, nickte der Kater leicht und warf eine weitere Frage ein. Abendfeuer schwieg, doch die Ohren drehten sich zurück und legten sich leicht an. Ein Herzschlag indem die Schnurrhaare zitterten und die Antwort zeigte. Doch ehe jemand es sah, drehte sich alles wieder zum Erzeuger, Brandnarbe und auch Rotnase. Sie beide hatten also ihre Zweifel an dem Ablauf und dem Inhalt dessen was hier gerade geschah. Dies grub der Kater in sich ein. Abgesehen von seiner Mutter tauschte er mit keiner anderen Katze seine Bedenken und Worte. Doch vielleicht... Vielleicht hatte er nun jemanden gefunden, mit dem er sich auch helfen konnte ein Bild zu finden?
Diesen Gedanken würde er noch einmal ausführlich erörtern müssen. In Ruhe. Er wusste welche Blicke auf Aschesturm lagen und welche Gedanken im Clan kursierten. War der Bruder ein Verräter, wieso dann nicht auch der andere? Selbst der Vater Schattenkampf wurde angesehen mit einer Mischung aus Mitgefühl, einen solchen Sohn großgezogen zu haben, Verachtung aber auch Skeptisch was dieser Krieger da geleistet hatte und gelehrt. Dabei gab es keinen Grund an ihm zu zweifeln. Mochte der Apfel nicht weit vom Stamm fallen, so würde doch nicht jeder verkommen – einige konnten Wurzeln schlagen und zu Bäumen werden.

Die Äußerung von Kritik durchbrach seine Gedanken und der Blick legte sich auf Brandnarbe. Der Heiler war ein äußerst kluger alter Kater. Nicht gerade der zahmste, doch das war ein guter Schliff um als Heiler hier im Clan zu existieren und sich Respekt zu verschaffen. Abendfeuers Respekt hatte er definitiv. Ganz genau lauschte er seinen Worten und prägte sie sich ein. Die, die er für richtig und wichtig erachtete. Es lag viel Wahrheit in diesen Worten und so blieb sein Blick lange an dem Heiler hängen, bevor er zu seinem Erzeuger wanderte. Prüfend wie das eines Junges, das Wissen wollte ob sein Vater sich für die Schelte vor einen stellte oder noch hinein schob.
Doch Rotnase zerschnitt den Raum schneller, als Fichtenstern reagierte.
Ihre Worte purer Hohn. Abendfeuer senkte seinen Kopf tiefer, starrte auf den Boden während das Lefzenspiel begann. Auch wenn sie eine geborene Kriegerin ist und viel bewirkt hat. Zwei Leben sind nicht nur eines zu viel... Auch ihre Respektlosigkeit Brandnarbe gegenüber überschreitet alle Maße. Ohne einen kompetenten Heiler wie ihn, wäre der beste kriegerische Clan verloren..., dachte der älteste Sohn Fichtensterns. Als sie ihn auch noch als Alt und Senil bezeichnete, musste der junge Krieger dagegen ankämpfen das Nackenfell zu sträuben.
Seine Mutter hatte ihm stets Respekt eingebläut. Respekt vor den Kriegern. Respekt vor jeder Wunde. Respekt vor dem Alter und ihren Verdiensten. Und Respekt vor der Bürde die ein Heiler oder die Anführer trugen. Doch sie, Rotnase, trat all dies mit ihren Pfoten.

Unfähig etwas zu sagen schwieg Abendfeuer. Es war nicht sein Ort zu sprechen. Und wenn er sprach würde wahrscheinlich seine Loyalität in Frage gestellt werden. Diese war unumgänglich dem GlutClan gegeben. Er musste mit seiner Mutter reden. Unbedingt!
Suchend glitt sein Blick über die Anwesenden, bis er ihre Anwesenheit spürte. Sie trat heraus aus einem Höhlengang und blickte auf die andere herab. Und sie sprach die Worte die er dachte. Erleichtert atmete der Kater aus, diese Luft die er so fest gehalten hatte, als würde es an der Situation etwas ändern können. Seine Brust fühlte sich direkt freier an.
Seine Iriden wanderten wieder zum Vater, der mit dem Schweif peitschte und raunende Antwort gab. Und auch in seinen Worten fand er viel Wahrheit. Sie klangen bedacht und klug. Auch der Realität geschult. Und dennoch zuckte seine Schwanzspitze. Noch einmal, als Fichtenstern seinen eigenen knallen ließ und die Versammlung beendete. Er drehte sich herum und ging in seinen Bau.
Dies saß. Er musste darüber definitiv in Ruhe nachdenken. Aber nicht hier. Vielleicht mit seiner Mutter? Oder alleine.. Draußen...

“Wann hat sich der Clan nur so verändert?“, hörte der Kater plötzlich neben sich und wurde aus den Gedanken gerissen. Seine hellen Augen legten sich auf den dunklen. Schweigend sah er ihn an, in seinem Kopf arbeitete es ziemlich lange.
Hatte sich der Clan verändert?
Oder hatte es eine Lage gegeben die sich verändert hatte und auf die sie reagierten?
Hatte sich vielleicht gar eine Katze allein verändert?
Oder ging sie in Kontakte die nicht direkt förderlich für die Entwicklung waren?
Hierauf hatte Abendfeuer keine wirkliche Antwort. Aber dies war auch nicht der richtige Ort.
Schließlich hatte er den Blick seines Vaters gespürt gehabt. Und er glaubte es würde nicht lange dauern, bis dieser eine Antwort verlangte. “Eine Jagd – in zwei Monden.“, sprach er schließlich, während sein Blick über die anderen wanderte und sich bei Aschesturm wiederfand. “Zum Gedanken ordnen. Ich gebe dir die Antwort. Und Fragen.“ Leicht blinzelte er, als er die Worte leise sprach während die anderen Geräusche lauter wurden. Schließlich erhob sich Abendfeuer und als er sich abwandte, glitt die Schweifspitze ganz sachte gegen sein Bein. Ein Zeichen, dass er sein Wort halten würde.



@Fichtenstern @Aschesturm Erwähnt: @Rotnase @Schneestern
Alias — nessjas
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Brandnarbe

BrandnarbeHeilender Zorn
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#15
10.04.2026, 21:02
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Narben schweigen nicht

Brandnarbe rührte sich nicht, als Rotnase auf ihn zutrat. Nicht einen Herzschlag lang wich er zurück, nicht einen Krallenbreit. Er blieb stehen wie ein alter Stamm, den selbst Sturm und Regen nicht mehr beugten. Nur seine bernsteinfarbenen Augen wurden schmaler, als die schildpattfarbene Kriegerin vor ihm zum Stehen kam und mit dieser süffisanten Ruhe sprach, die mehr Hohn in sich trug als offenes Fauchen. Der Kräutergeruch in seinem Pelz mischte sich mit Blut, nassem Stein und dem scharfen Nachhall des Gewitters, doch unter all dem roch Brandnarbe noch etwas anderes. Übermut. Jenen beißenden, selbstgefälligen Übermut, der Katzen glauben ließ, ein Sieg hätte sie größer gemacht, als sie waren.

Er ließ Rotnase ausreden. Jeder einzelne ihrer Sätze legte sich wie ein neuer Dorn unter sein Fell. Nicht, weil sie ihm widersprach. Widerspruch war nichts, was ihn aus der Fassung brachte. Katzen, die glaubten, kämpfen mache klug, gab es in jedem Mond. Nein. Es war die Art, wie sie sprach. Diese herablassende Sicherheit, als stünde ein Heiler unter einer Kriegerin, weil er Kräuter zwischen den Zähnen trug statt fremdes Blut. Brandnarbes Schweifspitze zuckte hart, ein einziges Mal. Seine Brandwunde spannte unter dem kurzen Fell, als hätte das Feuer von damals sich für einen Atemzug wieder erinnert.

Sie sprach von Wirkung, wo er von Folgen sprach. Von Stärke, wo sie nichts weiter zeigte als ein Maul voller Zähne und zu wenig Geduld, um zu begreifen, dass nicht jeder Biss den Clan weiterbrachte. Als sie ihm dann das Alter an den Kopf warf, glitt ein dunkler, schneidender Ausdruck über sein kantiges Gesicht. Rotnase hatte Glück, dass sie im Herzen des GlutClans stand und nicht irgendwo draußen im Unterholz, wo törichte Worte leichter einen Preis kosteten.

Noch ehe seine Lefzen sich jedoch weiter heben konnten und die Situation schwerwiegende Folgen haben konnte, trat Azurblick zwischen sie. Brandnarbes Blick glitt an der zweiten Anführerin hinauf, registrierte mit einem einzigen, scharfen Streifen ihrer Silhouette den schwereren Leib, die unverminderte Präsenz, den kühlen Ernst, mit dem sie Rotnase entgegentrat. Er sagte nichts dazu. Er war keiner, der Dank in weichen Worten verpackte. Doch er vergaß es nicht. Azurblick stellte sich nicht schützend vor ihn wie vor einen Schwächling. Sie stellte Ordnung wieder her. Das war etwas anderes. Etwas, das Brandnarbe verstand. Etwas, das Respekt verdiente. Er respektierte und bewunderte Azurblick... etwas, was er momentan sicherlich nicht zugeben würde.

Als Rotnase schließlich wich, blieb Brandnarbe noch immer reglos. Erst Azurblicks sanfter Schulterstoß lockerte für einen Herzschlag die Spannung in seinem massigen Körper. "Wenn wir anfangen jeden Schlag auszureizen, nur weil wir es können, dann nimmt man uns irgendwann die Entscheidung es enden zu lassen", mauzte sie einzig allein für die Ohren des Heilers bestimmt. "Dass wir die Schlangenfelsen haben - das ist gut - aber alles andere, was im letzten Mond geschehen ist, lasse ich lieber unkommentiert." Ihre leisen Worte blieben nicht ungehört. Nein, sie fraßen sich still und präzise in seine Gedanken. Er antwortete ihr nicht sofort. Seine Augen hingen bereits an Fichtenstern, der vom Anführerfelsen herab sprach. »Da ist er wieder. Unser Heiler, der uns auf den Boden der Tatsachen holen will...« Das kalte Lachen des Anführers hallte noch nach, als Brandnarbe den Kiefer anspannte.

Fichtenstern belehrte ihn vor dem ganzen Clan. Wobei es nicht mit Zorn war oder besonderer Härte. Gerade das machte es unangenehmer. Es war die ruhige, feste Erinnerung daran, wo die Grenzen lagen. Brandnarbe hörte jedes Wort. Dass Fichtenstern entscheide. Dass er im Heilerbau die Verletzten versorge, während andere mit Stolz ihre Narben trugen. Dass seine Sorge um Konsequenzen ihn nicht dazu berechtigte, Entscheidungen für den Clan so offen anzuzweifeln. Nach außen hin blieb Brandnarbe eine Statue aus Narben, vernarbtem Fleisch und zusammengebissener Würde. Kein Widerspruch, kein Knurren, kein Aufbegehren oder andere Ausschweifungen. Er kannte seinen Platz. Wer ihn nicht kannte, mochte glauben, die Worte prallten an ihm ab. Doch das taten sie nicht.

Sie setzten sich fest. Tief. Wie Splitter, die man nicht sofort sah, die aber blieben. Er hätte etwas erwidern können. Ein einziges Wort vielleicht. Genug, um die Glut erneut aufflackern zu lassen. Doch Brandnarbe war nicht dumm. Fichtenstern war sein Anführer, und trotz allem auch ein Kater, den er lange geschätzt hatte. Er war sein Freund, sein Gefährte. Loyalität war kein loses Maul. Loyalität war, zu wissen, wann Schweigen dem Clan mehr diente als Stolz. Also schwieg er.

Seine Augen wanderten über die Versammlung, während Fichtenstern sie entließ. Über Rotnase, die noch immer aussah, als hätte sie sich das letzte Wort nicht genommen, sondern verdient. Über Azurblick, deren Eingreifen sauber, schnell und notwendig gewesen war. Über die Schüler mit ihren noch glühenden Blicken, die mehr aus diesem Abend lernen würden, als ihnen lieb sein konnte. Dann blieb sein Blick an Aschesturm hängen. Der graue Kater sprach leise, doch nicht leise genug für Ohren, die es gewohnt waren, zwischen Wind und Atemzug Unterschiede zu hören. Wann hat sich der Clan nur so verändert? Brandnarbe blinzelte nicht. Er sah, wie Abendfeuer bei ihm blieb. Wie er nicht einfach fortging. Wie zwischen den beiden etwas leise und vorsichtig entstand, das sich noch nicht benennen ließ, aber Gewicht bekommen konnte. Brandnarbe hielt nichts von halbgaren Grübeleien und weichherzigen Zweifeln. Doch er hielt noch weniger von Katzen, die man übersah, bis sie längst begonnen hatten, in eine Richtung zu denken, die dem Clan schadete. Aschesturm roch nach innerem Bruch. Abendfeuer nach Fragen. Beides zusammen konnte unerfreulich werden.

Er schnaubte leise durch die Nase, dann hob er den Kopf ein wenig und sprach endlich. Seine Stimme war nicht besonders laut und nicht für den ganzen Clan zu hören. Nur für Azurblick, tief genug, dass seine Stimme wie rollender Stein klang. „Du hast recht.“ Mehr bekam sie zunächst nicht. Doch dann glitt sein Blick kurz zu ihr, rau und kantig wie immer, nur einen Hauch weniger verschlossen. „Rotnase weiß, wie man gewinnt. Nicht, wann es reicht.“ Seine Augen hoben sich wieder zum Anführerbau, in dessen Dunkelheit Fichtenstern bereits verschwunden war. „Er ist Anführer. Also entscheidet er.“ Ein kurzer Atemzug. „Aber Entscheidungen werden nicht klüger, nur weil man sie von oben trifft.“ Das war kein offener Ungehorsam, nur die blanke, bittere Wahrheit eines alten Katers, der schon zu viele Wunden behandelt und zu viele Leiber kalt werden sehen hatte, um sich von Siegesrausch blenden zu lassen.

Dann setzte Brandnarbe sich endlich langsam in Bewegung. Nicht wie ein Kater, der sich geschlagen zurückzog, sondern wie einer, der längst wieder bei seiner eigentlichen Pflicht war. Seine Pfoten trugen ihn an den Katzen vorbei, und wo er vorbeikam, wich man ihm aus oder machte ihm Platz. Der Kräutergeruch zog wie eine raue Erinnerung hinter ihm her. Dämmerbiss. Bergviper. Bisswunden. Aufgerissene Haut. Katzen, die morgen steif aufwachen würden und übermorgen vielleicht schon wieder zu früh hinaus wollten.

Am Rand der Versammlung hielt er noch einmal inne. Ohne den Kopf ganz zu drehen, sprach er in den Raum, doch die Worte waren hart genug, dass mehr als eine Katze sich gemeint fühlen konnte. „Narben sind Ehrenzeichen.“ Seine Stimme war niedrig, scharf. „Aber nur für Katzen, die klug genug waren, sie zu überleben.“ Er wartete nicht auf Antwort. Nicht auf Rotnase. Nicht auf Aschesturm. Nicht auf Abendfeuer. Nicht einmal auf Azurblick oder seinen Bruder Loderblick. Dann verschwand Brandnarbe zurück in Richtung seines Baus, mit schwerem Schritt und brennender Stille im Rücken.

Äußerlich war die Versammlung beendet.
Innerlich nicht.


Angesprochen: @Azurblick 
Erwähnt: @Rotnase @Abendfeuer @Aschesturm @Fichtenstern @Dämmerbiss @Bergviper @Loderblick
Alias — Leni
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Dämmerbiss

Dämmerbiss
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#16
11.04.2026, 17:02
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This isn’t over



Stolz waren die für den Kampf ausgewählten Katzen zurückgekehrt. Dämmerbiss selbst war langsamer unterwegs, eingeschränkt von den Wunden, die Ahornschatten ihr zugefügt hatte. Zwar hatte sie auch ordentlich ausgeteilt doch schlussendlich war sie dem rotgetigerten Kater unterlegen gewesen. Noch immer zerrte das an ihrem Stolz. Nichts kannst du. Gar nichts.

Mit Habichtbluts Hilfe hatte sie sich direkt zu Brandnarbe begeben und sich widerwillig von dem Heiler behandeln lassen.

So hörte sie die Stimme Fichtensterns nur leise als er eine Clanversammlung einberief. Aus dem Augenwinkel blickte sie zu Bergviper bevor sie ihren Kopf auf ihren Pfoten ablegte. Ihre gemusterten Ohren waren leicht angelegt während in ihrem Inneren wieder ihre Selbstabwertung tobte. Mit ihrer Niederlage gegen dieses Wurzelhirn hatte sie dieser Schwäche eine gewaltige Angriffsfläche geboten. Noch unangenehmer war es ihr, weil sie wusste, dass Steinkralle, Loderblick und Habichtblut die Verstärkung gewesen waren und der kräftige, braune Kater sicher ihren Kampf mit Ahornschatten beobachtet hatte. Also hatte sie nicht nur ihre Clangefährten sondern auch ihn, Azurblick und Fichtenstern enttäuscht. Bei dem Gedanken zuckte Dämmerbiss unwillkürlich leicht zusammen während sie sich trotz ihres Gedankenkarusells auf Fichtensterns gedämpfte Stimme und seinen Bericht zu konzentrieren versuchte.

»Wie ihr wisst, sind wir heute losgezogen, um den WurzelClan dort zu treffen, wo es ihm wehtut! Braunellenstern verweigerte mir die Jagdrechte für die Schlangenfelsen und nun forderte ich diese komplett für meinen Clan ein«, begann er. Ja... sie waren losgezogen, um sich die Jagdrechte für die Schlangenfelsen gewaltsam zu besorgen. »Ich habe die lächerlichen Kerben in der Rinde des Ahnenbaums zerstört und ihnen gezeigt, was sie sind: Nur schutzlose Krallenhiebe von einem schwachem Clan in Erinnerung an noch schwächere Krieger!« Diesen Teil konnte Dämmerbiss nur schwer verfolgen. Offenbar hatte Fichtenstern seine Stimmlage verändert. »Braunellenstern tauchte mit einer Patrouille auf und wir begannen den Kampf. Sogar Schneestern, die Anführerin des NebelClans war plötzlich beim Ahnenbaum und doch, trotz der unerwarteten Unterstützung, hatten die Baumkuschler keinerlei Chance«, berichtete er weiter. Fast hätte Dämmerbiss geschnaubt. Ich hatte keinerlei Chance gegen diesen explodierten Fellball. Leicht verengte sie ihre kupferfarbenen Augen. »Unsere Krieger haben stark gekämpft und sich behauptet. Noch besser: Schneestern hat eine Lektion bekommen, die sie so schnell nicht vergessen wird: Rotnase hat der Anführerin eine tödliche Wunde zugefügt und die Ahnenfanatikerin hat zwei ihrer Leben verloren«, fuhr der Rotbraune stolz und feierlich fort. Nach wie vor fragte sich Dämmerbiss wieso Schneestern überhaupt dort war und woher sie von dem Angriff auf den WurzelClan gewusst hatte. »Auf der letzten Versammlung dachten sowohl Distelstern, als auch Schneestern, dass es ihre Aufgabe sei, sich in die Angelegenheiten einzumischen. Beide mussten dies mit einem Leben bezahlen und sollten uns in Zukunft keinen Ärger mehr machen. Braunellenstern hingegen hat den Schwanz eingezogen, bevor sie mit einem Leben bezahlen mussten. Die Schlangenfelsen gehören also von nun an dem GlutClan!« Zum Ende hin wurde Fichtensterns Stimme kraftvoller und lauter. Wenigstens das. Fast hätte sie geseufzt. Das nächste Mal würde sie diesem Fellball das Fell vom Leib reißen und ihr Nest damit polstern! »Und wenn ihr bei den Schlangenfelsen jagt, dann nehmt es mit den Grenzen nicht so genau, wenn eine Beute rüber zum Ahnenbaum oder zum Lichthain rennt, dann gehört die ebenfalls uns. Was wollen die Wurzelhirne auch schon groß machen?«, lachte Fichtenstern. Richtig... Was wollten die Wurzelhirne schon großartig dagegen tun? Sie hatten kläglich gegen den GlutClan verloren. Leicht seufzte Dämmerbiss. Darauf sollte sie sich konzentrieren. Und nicht auf ihre persönliche Niederlage. Genau. Es würde ihr nichts bringen, sich selbst ewig zu bemitleiden. Natürlich kratzte die Niederlage gegen den Fellball an ihrem Stolz... aber sie würde sich davon nicht runterziehen lassen. Der GlutClan hatte dennoch gesiegt und wieder einmal seine Überlegenheit gezeigt.

Aus dem Augenwinkel blickte sie erneut zu Bergviper. "Du...", setzte sie mit leiser Stimme an, "... hast gut gekämpft." Langsam und fast zögerlich verzogen sich ihre dunklen Lefzen zu einem kleinen Lächeln.



Angesprochen: @Bergviper Erwähnt: @Fichtenstern @Azurblick @Habichtblut @Brandnarbe @Steinkralle @Loderblick @Ahornschatten
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
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Bergviper

Bergviper
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#17
13.04.2026, 11:13
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the price of every battle



Die Kätzin lag im Heilerbau und dort war Stille, obwohl einige Krieger behandelt wurden und sie auch nicht alleine hier war. Dämmerbiss lag in ihrem Nest aus Moos und sie würde mit Sicherheit eine Weile hier bleiben müssen. Der Duft der Kräuter beruhigte Bergviper, mittlerweile fühlte sie sich im Heilerbau wohl. Oft war sie hergekommen wegen Bernsteinjunges und Blätterjunges, wobei Bernsteinjunges nun Schülerin war und Blätterjunges würde die Ausbildung als Heilerin angehen. Es erfüllte die leopardenähnliche Kätzin mit Stolz, dass ihr Adoptivjunges eine solche wichtige Rolle im Clan einnehmen würde und all die Zeit hatte Bergviper es gewusst. Sie wusste nicht, dass Blätterjunges Heilerin werden würde, doch sie hatte genau gewusst, dass sie ihre Rolle im Clan finden würde und so war es nun. Doch auch vor den Streunerjungen war sie nicht nur hier gewesen, wenn sie sich verletzt hatte. Bergviper half Brandnarbe nicht selten beim Kräutersammeln und ehrte seine Aufgabe im Clan. Als eine Clanversammlung einberufen wurde, beschloss der Heiler schließlich, sich dieser anzuschließen. Er hatte alle Katzen soweit versorgt und hatte nun Zeit sich den Bericht von Fichtenstern anzuhören. Die Kätzin lauschte den Worten, die sie noch verstehen konnte. Doch allzu interessiert war sie auch nicht. Immerhin war sie hier im Heilerbau, um sich zu erholen. Und sie wusste ja, wie das ganze ausgegangen war. Aus dem Augenwinkel bemerkte sie Dämmerbiss. Die Kätzin quälte eine innere Unruhe, das spürte die empathische Kriegerin sofort, doch sie wollte vorerst nichts sagen. Dämmerbiss war keine der Katzen, die darauf hoffte, dass jemand sie mit ihren Worten tröstete. Sie war eher die Katze, die ihre Schlachten selbst kämpfen wollte. Doch als die gefleckte sie ansprach, hob Bergviper den Kopf und blinzelte sanft »Vielen Dank. Du denkst sicher anders, weil du verletzt zurückkehrst« miaute sie ruhig und die Kätzin konnte auch verstehen, warum Dämmerbiss so dachte, auch sie neigte dazu, nur das Negative zu sehen, wenn es um sich selbst ging. »Aber ich habe auch gegen Ahornschatten gekämpft. Er ist zu Boden gegangen, er war quasi besiegt und doch konnte er sich wieder aufraffen« berichtete die schwarze Kätzin und sah zu Dämmerbiss, die den Kater zuvor sehr schwächen konnte, bevor er sich zu Bergviper gesellt hatte. »Er ist ein begnadeter Kämpfer, kann sehr gut abwehren. Und ich hatte Schwierigkeiten, weiß nicht, wie lange ich es noch ausgehalten hätte, obwohl Habichtblut auch an meiner Seite gekämpft hat« berichtete sie, denn sie wusste nicht, in wie weit Dämmerbiss das alles noch mitbekommen hatte. »Du hast ihn sehr geschwächt und in so einem Kampf wie heute, kann nicht jede Katze gewinnen, entscheidend ist der Sieg, den wir als Clan gemacht haben« miaute sie und schnurrte leicht. Bergviper hoffte, dass Dämmerbiss ihre Worte verstehen würde. Sie musste sie auch nicht kommentieren, sie wollte ihr nur zeigen: Ich habe gesehen wie du gekämpft hast und es war gut.



@Fichtenstern @Dämmerbiss
Alias — Efeu
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Fichtenstern Lager des GlutClans, Haupthöhle


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