Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 Nine Lives Aren’t Enough
151. Mond - 11. Tag des Blattfalls, Sonnenhoch

Zahn

Zahn
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#11
15.03.2026, 09:36
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the bitter tooth



Aufmerksam beobachtete Zahn die drei Fremden Katzen, deren Duft Flimmer schon mal wahrgenommen hatte und doch waren sie sich nie begegnet. Die eine Kätzin hatte sich als Schneewehe vorgestellt - ein Clanname! Doch die Namen der anderen blieben noch unbekannt. Doch sie wussten nun, dass diese drei Katzen Geschwister waren und Zahn nickte kurz. Schneewehe - die gesprächigste von den dreien - wollte wissen was Zahn mit Schatten meinte und sie erkundigte sich über die Art ihrer Reisen. Zudem bemerkte sie, dass es komisch sei, dass sie noch nie aufeinander gestoßen waren.
»Nun wir nenne uns die Schattenläufer« erklärte Zahn kurz und dachte darüber nach, was er preisgeben sollte und was eher nicht »Wir sind eine kleine Gruppe Streuner und wie die Schatten bewegen wir uns ohne Spuren zu hinterlassen. Agieren unauffällig, aber nicht hinterlistig. Wir sind immer da, du musst nur hinsehen, du weißt« nickte der Kater ruhig und sah kurz zu Flimmer, die bemerkt hatte, dass Schneewehe humpelte. Selbstverständlich würde Zahn ihr eine Behandlung anbieten. Doch zuerst, wollte er klären was für eine Art Begegnung das hier war, wie sie sich entwickeln würde und ob es nicht doch noch zu einer Rangelei kam. Sein Blick glitt zu Traumfresser. Wie eine Schlange agierte sie und Zahn befürchtete, dass sie ihr Gift versprühen würde, sobald sie die Situation nicht mehr einschätzen konnte. Zahn setzte sich hin und schnippte Flimmer mit seinem Schweif an. Ob sie verstehen würde, dass auch sie sich setzen sollte?
»Nun wir verweilen oft etwas, wenn wir einen schönen Unterschlupf haben. Wir kommen zu kräften, je nach Blattwechsel verweilen wir, bis das Reisen wieder weniger beschwerlich wird. Aber wir Sorgen nicht für Unruhe. Sind wir an einem Ort nicht geduldet, so ziehen wir es vor, diesen zu verlassen« erklärte er und dachte darüber nach, warum sie sich nie begegnet waren. »Flimmer hat euch bemerkt, schon vorher. Doch zum ersten Mal treffen wir aufeinander. Zahn ist erfreut. Wir sind oft woanders, nicht so sehr bei den Zweibeinern. Unser Nest liegt etwas woanders« versuchte er den Umstand zu erklären. Immerhin war das Gebiet des BrisenClans doch einige Baumlängen entfernt. Noch immer wartete Zahn ab, wollte erst noch Traumfresser und Silberstille einschätzen können, bevor er mehr über sich preisgeben würde, wie seine Kräuterkundigkeit.



@Flimmer @Schneewehe @Silberstille @Traumfresser
Alias — Efeu
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Schneewehe

Schneewehe
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#12
20.03.2026, 21:35
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Keine Gefahr, nur ein paar Mäuseherzen


Diese Begegnung war eine besondere. Keine wie die letzten, die Schneewehe erlebt hatte. Keine Erkenntnis, keine Panik und auch keine Angriffslust oder der Versuch.
Sie war gezeichnet von Vorsicht, aufmerksamen Blicken und mehr oder minder bedachten Worten - aber auch ihrem kompletten fehlen. Wahrscheinlich waren Schneewehe und Flimmer die einzigen normal gesprächigen Katzen.

"Ey... Du humpelst ja."

Schneewehes Ohren zuckten. Lange lag ihr Blick auf Flimmer, die längst weiter quatschte und fragte ob es wehtat. Schließlich sprach sie davon, wie sie selbst ständig über Dinge stolpert und dass es ja blöd sei wenn es so richtig weh tat.
Ein sanftes Lächeln legte sich auf Schneewehes Lefzen, die Augen blinzelten, als sie der Gedanke strich wie Dumm die Katze war einen Biss mit einem Stolpern zu vergleichen. Dies zeigte sie nicht. Stattdessen sprach sie freundlich: 

"Wie aufmerksam du bist. Allerdings bin ich nicht gestolpert, es war ein Krähenbiss."

Versonnen schloss sie die Augen, ihre Schnurrhaare zuckten und der Schwanz pendelte hin und her. Ein kurzes Aufblitzen der Erinnerung an ihre Begegnung mit der ehemaligen Mentorin.
Sie hatte sie überragt, ihr es zurückgezahlt und war über sie hinaus gewachsen. Nun waren sie quitt.
Fürs Erste.
Die Erinnerung entrückte schon wieder als Flimmer die Schatten wieder aufgriff. Aber wenn sie ehrlich war, erhoffte sie sich nicht viel von diesen Informationen. Bei Flimmer handelte es sich eher um eine aufgescheuchte Schar Hühner die sie wild ausspuckte, da sie nicht wusste welches zu erst bedient werden musste. Und würden ihre Geschwister in diesem Wirr Warr noch sprachlich mitmischen wäre bei ihr alle Hoffnung verloren und sie überfordert.
So nickte die silberne getigerte Kätzin nur, als würde sie verstehen was gesprochen wurde.

Schatten waren Schattenläufer. Gleichzusetzen mit einer Schar Vögel die nicht wusste wo sie langen wollten.
Verdammter Fuchsdung! Wollte die Schwarze nun behaupten sie sprach mit Vögeln? Oder einer Schar kopfloser Katzen?
Für einen Herzschlag verlor sie die Kontrolle. Ihre Schnurrhaare zuckten unruhig, bis Traumfresser es erfolgreich durchbrach und sie unbewusst zurück zog in die Kontrolle.

"Er denkt. ich springe."

Vier kleine Worte. Schneewehe hatte den Kopf zurück gedreht, entblößte mit dem kleinen schrägen Winkel ihren Hals und den Anfang einer weiteren Bisswunde.
Ein leichtes Nicken, als würde sie den Worten zustimmen, dann ließ sie ihre Schwanzspitze sachte über die Vorderseite von Traumfressers Läufen gleiten.

"Heute nicht."

Maunzte sie sanft. leise. Es war ein Gefühl, ein Verdacht wie ein Hauch von einem Duft der etwas verriet. Eine Beute, zu weit um sie greifen zu können, jedoch nah genug um sie zu erahnen.
Beide Schwestern schwiegen, Schneewehe drehte ihr Angesicht zu Silberstille und schließlich wieder zu den zwei schwarzen.

Als der Kater namens Zahn mit seinen lustigen Ohren sprach, freute dies Schneewehe sehr. Denn von ihm erhoffte sie sich deutlich mehr und wurde nicht enttäuscht.
Der Sonderling erläuterte, dass es sich bei den Schattenläufern um eine Gruppe handelte - es waren also mehr als zwei Katzen. Gruppen umfassten nach Schneewehes Verständnis mindestens vier Katzen.
Und nun ergab auch Flimmers geplapper Sinn. Aus dem Schwanz wurde endlich eine Maus. 

"[...] und wie die Schatten bewegen wir uns ohne Spuren zu hinterlassen. Agieren unauffällig, aber nicht hinterlistig. Wir sind immer da, du musst nur hinsehen, du weißt."

Aufmerksam lag ihr Blick auf dem Fledermaus Ohr. Dieser nickte nach seiner Ausführung, sah zu seiner Kameradin und dann zu Traumfresser. Schneewehe drehte ihr linkes Ohr zur Seite weg und dachte: 

Eine Maus für deinen Gedanken.

Als der Kater sich dann setzte, nickte sie leicht. 

So ist das also.

Ein kurzer Blick zu Silberstille, als würde sie seine Bestätigung holen, dann ein zaghaftes Streichen des Schweifes über Traumfressers Seite und die Kätzin wagte sich weiter vor.
Zwei humpelnde Schritte, bevor sie sich sachte setzte. Sie tat es Zahn gleich und durchbrach die Positionierung Traumfressers.
Schneewehe öffnete den Raum und lud die Fremden ein, indem sie näher kam.

"Ihr verweilt je nach Blattwechsel? Aber was genau meinst du? Wandert ihr in der Blattfrische weiter?"

Schneewehe blinzelte kurz. Flimmer hatte sie schon vorher bemerkt. Meinte er dies mit bewegen wie die Schatten ohne Spuren zu hinterlassen? Dies war wirklich äußerst unauffällig. Aber wo soll da bitte keine Hinterlist liegen?

"Das erklärt natürlich wieso wir uns nicht tragen. Aber wenn wir hier sind und euer Nest woanders liegt... Aber was trieb euch nun hier her? Du sagtest ihr seid nicht oft hier - aber nein, was sage ich da. Du sagtest 'nicht so sehr'"

Schneewehes Schwanz zuckte und lud ihre Geschwister ein sich zu ihr zu setzen. Ein vielsagender Blick zu den beiden, dass sie erst einmal vieles hatte und die Bühne mehr als gewillt war zu teilen.


Alias — nessjas
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Silberstille

Silberstille
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#13
22.03.2026, 19:59
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Los, zeigt mir wer ihr seid!


“Ey…“ Wie eine Kralle, die sich über glattes Gestein zog, quälend und ein pures Grauen für die Ohren. Worte über Worte. Kein Ende in Sicht.

“Du humpelst ja.“ Welch Meisterschnüfflerin. Einer anderen Katze könnte Silberstille durchaus unterstellen, daraus einen Nutzen zu ziehen. Die Schwachstelle eines möglichen Gegners zu erkennen und sie abzuspeichern, für den Fall der Fälle. Dem hageren Kater traute Silberstille dieses Denken durchaus zu. Doch der da? Wenn die eine Intrige spinnen würde, dann hätte sie ihnen das längst verraten. Es gab nämlich nur eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten, Worte zu Sätzen zu kombinieren und Silberstille schätzte, dass sie schon bald alle ausgeschöpft hatte, die in ihr kleines Hirn passten.

Er unterdrückte ein Seufzen und versuchte, aus ihrem Geplapper die einigermaßen brauchbaren Informationen herauszufiltern.

“Wir sind die Schattenläufer und halt unterwegs. Mal hier, mal da. Wie’ne Schaar Vögel, die nich’ weiß, wo sie landen will. Heute hier, morgen vielleicht woanders. Kommt immer drauf an, wo’s grad passt."

Hatten wir das nicht schon? Silberstille musterte nun wieder den hageren Kater, der ihnen als Zahn vorgestellt worden war. Doch seine Begleiterin zwang seine Aufmerksamkeit schnell wieder zurück, indem sie ihn nun direkt ansprach. Der Kater sah sie an und schwieg einen Moment, wollte sehen, ob sie die Stille aushalten konnte.

“Worte sind wie Beute, ich jage nur die, die mich wirklich nähren. Du hingegen wirfst sie in die Luft wie Blätter im Wind. Und irgendwann hört niemand mehr hin.“ 

Er sah sie nur an. Wartete.

Traumfressers Antwort gefiel ihm beinahe ebenso gut wie die Eigene, auch wenn er bezweifelte, dass sie die Botschaft dahinter verstand. Sein Blick schweifte wieder zu Zahn hinüber, den er als deutlich interessanter empfand, als seine Begleitung.

Der hagere Kater setzte sich nieder, Silberstille war der Blick nicht entgangen, den er Traumfresser zugeworfen hatte.

Gut so.

Der Silbergraue nickte knapp und legte die blauen Augen nun auf Schneewehe, die näher getreten war und sich den beiden gegenüber niederließ. Silberstille schritt an ihre Seite und setzte sich nun ebenfalls nieder. Seine Ohren standen aufmerksam nach vorne, während er Zahns Worten lauschte.

“Nun wir verweilen oft etwas, wenn wir einen schönen Unterschlupf haben. Wir kommen zu Kräften, je nach Blattwechsel verweilen wir, bis das Reisen wieder weniger beschwerlich wird. Aber wir Sorgen nicht für Unruhe. Sind wir an einem Ort nicht geduldet, so ziehen wir es vor, diesen zu verlassen. Flimmer hat euch bemerkt, schon vorher. Doch zum ersten Mal treffen wir aufeinander. Zahn ist erfreut. Wir sind oft woanders, nicht so sehr bei den Zweibeinern. Unser Nest liegt etwas woanders.“

Silberstille schwieg einen Moment lang, legte beinahe nachdenklich den Kopf schief, bevor er Zahn neugierig ansah.

“Ihr kämpft also nicht um das, was euch zustehen könnte? Ihr gebt einfach nach und zieht weiter? Ist das nicht ziemlich beschwerlich?“, fragte der Kater gerade heraus.



@Schneewehe @Traumfresser @Zahn @Flimmer
Alias — Haku
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Flimmer

Flimmer
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#14
28.03.2026, 17:58
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i never liked misty days


Silberstilles Worte hingen noch nach, kühl und glatt, als hätten sie sich einfach in den ungreifbaren Raum gelegt und würden dort bleiben, egal ob jemand sie verstand oder nicht. Flimmer blinzelte ihn an, den Kopf schief, als würde sie versuchen, diese einzusammeln wie lose Federn. "Worte sind wie Beute…" Ein kurzes Zucken ihrer Ohren, dann ein schiefes Grinsen, das viel zu breit war für die Spannung, die zwischen ihnen lag. "Wenn ich anfangen würd’, Worte zu fressen, ne, wär ich längst verhungert, sach ich dir", gab sie fast lachend zurück - aber auch nicht ganz achtlos. Nicht mehr ganz.

Ihr Blick rutschte weiter. Blieb schließlich an Traumfresser hängen und sie spürte, dass sich da wieder dieses Ziehen in ihr anbahnte. Kein klares Gefühl, eher ein Kratzen irgendwo zwischen Brust und Kehle, als hätte ihr Körper etwas begriffen, bevor ihr Kopf hinterherkam. Flimmer hielt einen Herzschlag zu lang still, die goldenen Augen auf die dunkle Kätzin gerichtet, um sie wachsam zu mustern. Ein Funke, der kurz innehielt, bevor er weiter sprang.

Dann atmete sie aus, kaum merklich, und das Grinsen kehrte zurück, schief wie eh und je. "Du springst, hm?" Ein kleines Verlagern ihres Gewichts, seitlich, federnd, als müsste sie selbst ausprobieren, wie nah "springen" eigentlich war. " Na hoff ich mal, du zielst besser als ich manchmal lande… ich mein, ich stolper dauernd über irgend’n Mist " Locker gesagt, aber irgendwo darunter lag ein leiser Widerstand, ein kaum merkliches Austesten - nicht Angst, nicht Respekt - viel eher… Interesse, das sich noch nicht entschieden hatte.
Zahns Schweif traf sie an der Flanke und die Schwarze zuckte kaum, blinzelte nur kurz zu ihm, als würde sie erst jetzt merken, dass er noch da war, und ließ sich dann einfach fallen. Ohne Anmut, ohne Zögern - einfach plumps - als wäre Sitzen eine spontane Entscheidung, die keinen Grund brauchte. "Ohja. Sitzen. Mach ich auch manchmal", murmelte sie halblaut und rutschte ein Stück, bis sie halbwegs lag statt saß, und richtete sich erst dann wieder auf.

Ihr Fokus sprang sofort zurück, als Schneewehe die heißersehnte Frage zu beantworten meinte. "Krähenbiss, hm?" Ihre Nase kräuselte sich. "Boah, die Viecher sind echt fies. Eine hat mal versucht, mir ins Ohr zu hacken, also fast. War knapp. Sehr dramatisch." Ein kurzes Zucken ihrer Schnurrhaare, bevor sie fortfuhr. "Hab sie aber fertig gemacht. Also… glaub ich zumindest."

Ein schroffer Atemzug folgte und schon war sie weiter.

"Aber ihr seid gar keine Clankatzen, oder?" Das Wort kam heller, neugieriger, als hätte sie gerade etwas Wichtiges entdeckt. "Ohne richtiges Lager und Regeln und so?" Die Augen der Kleineren huschten zwischen ihnen hin und her und blieben in Folge kurz an dem Namen hängen, den sie noch im Kopf hatte. "Schneewehe…" Ein leichtes Kippen ihres Kopfes folgte. "Und wie nennen sich die anderen?"

Doch sie blieb nicht stehen, denn das konnte das kleine Plappermaul so gut wie nie. Ein kurzer Blick gen Zahn, eine Art leises Abgleichen, bevor sie sich wieder nach vorn beugte. Näher zu Schneewehe, als würde sie sich in die Mitte des Gesprächs ziehen, ohne zu merken, dass sie es tat.

"Also… wenn ihr hier lebt… gehört das dann euch?" Ihre Schweif vibrierte unruhig, zeichnete kleine, ungeduldige Bewegungen in den Boden. "Oder nur so’n bisschen? Oder nur, wenn ihr grad Bock habt? Weil Zahn sagt ja, wir gehen, wenn man uns nich’ will." Ein abschätzender Blick fand zurück zu Traumfresser. Dieses Kribbeln wieder. Ein Funke, der nicht wusste, ob er überspringen sollte. "Aber ihr wirkt jetzt nich’, als würdet ihr uns gleich verjagen." Ein schiefes Lächeln zog an ihren Lefzen. "Oder doch?"


@Zahn @Schneewehe @Silberstille @Traumfresser
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Traumfresser

TraumfresserVom Schatten berührt
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#15
02.04.2026, 12:07
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Wer bleibt und wer geht

Traumfresser hatte den Blick bemerkt. Nicht den von der plappernden Kätzin. Der war laut und unruhig. Sprang hin und her wie ein Vogel, der nicht wusste, wo er landen wollte. Den anderen. Zahn. Gut. Ihr Kopf neigte sich kaum merklich, während ihre Augen kurz über ihn glitten. Mager... ruhig. Keine unnötigen Bewegungen. Einer, der erst entschied und dann handelte. Kein Narr. Oder? Flimmers Stimme zog wieder durch die Luft, kratzend, unaufhörlich. Worte über Worte. Ihre Ohren zuckten einmal, dann blendete sie sie aus. Nicht richtig vollständig. Nur genug, um das Wichtige herauszufiltern. „Du springst, hm?“ Ein schmales Grinsen huschte über Traumfressers Lefzen. „Ich verfehle nicht.“ Es war keine Drohung. Ein Fakt. Zumindest in ihren Augen.

Ihre Aufmerksamkeit glitt weiter, folgte der Bewegung der Katzen. Schneewehe war näher gegangen, hatte sich gesetzt, hatte Raum geöffnet. Silberstille schloss sich an. Ruhig. Sicher. Wie immer. Die Fremden blieben. Auch das war eine Antwort. Zahns Worte hallten noch nach. Gehen, wenn man nicht gewollt ist. Traumfressers Schweifspitze zuckte einmal. „Dann geht ihr oft.“ Ihr Blick lag wieder auf ihm. Sie war direkt. Silberstilles Frage hing zwischen ihnen, glatt wie ein gespannter Faden. Kämpfen oder weichen.

Traumfresser bewegte sich langsam, trat ein Stück näher, doch nicht weil sei bedrohlich wirken wollte, sondern einfach hinein in den Raum, den Schneewehe geöffnet hatte. Ihre Präsenz legte sich dazu, verschob die Balance kaum sichtbar. „Wir bleiben.“ Mehr brauchte es nicht. Ein leises Rascheln zog durch das Gras. Ihre Ohren kippten sofort danach, ihr Blick folgte. Kurz nur. Dann zurück.

Flimmers nächste Worte prallten gegen sie, blieben hängen. „Gehört das dann euch?“ Jetzt blieb sie stehen. Ihre Augen lagen auf der schwarzen Kätzin. Einen Herzschlag länger. Dann ein langsames Blinzeln. „Wenn wir hier sind... ja.“ Ein kaum sichtbares Zucken ihrer Lefzen. Ein kurzer Blick glitt zu Schneewehe. Dann zu Silberstille. Alles ruhig. Noch.

"Aber ihr wirkt jetzt nich’, als würdet ihr uns gleich verjagen." Ein schiefes Lächeln zog an den Lefzen von Flimmer. "Oder doch?"

Ihr Blick blieb auf Flimmer liegen.
Einen Herzschlag länger.
„Solange ihr keinen Grund gebt.“



@Schneewehe, @Silberstille, @Zahn, @Flimmer
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Zahn

Zahn
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#16
03.04.2026, 08:39
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the bitter tooth



Die Stimmung knisterte und auch wenn es ein wenig Ruhe reinbrachte, dass Zahn sich hingesetzt hatte. Und Flimmer? Die plapperte unaufhörlich und ihr schien gänzlich zu entgehen, dass diese Situation gar nicht so friedlich war, wie sie immer alles wahrnahm. Oder sie nahm es war, doch ließ sich nicht davon beeinflussen, das wusste Zahn nicht genau. Die Gruppe sprach an, dass die Schattenläufer nicht kämpften und der hagere Kater verstand durchaus, warum das auf Unverständnis stieß. Es war unüblich, dass Katzen einfach weiterzogen, nicht für das einstanden, was sie bewohnten..Doch sie verstanden eben einfach nicht. Die Schattenläufer waren nicht an Orte gebunden. »Kampf bedeutet Schmerz und Verletzung, wie bei dir, du weißt« miaute er und deutete auf die verletzte Pfote von Schneewehe. »Da wir kein festes Zuhause haben, lohnen sich diese Kämpfe nicht. Unser Zuhause, das sind wir. Die Gruppe ist das Zuhause, nicht der Ort« miaute er ruhig und nickte sanft. Dann blickte er wieder auf die verletzte Pfote von Schneewehe »Zahn ist der Kräuterfinder der Gruppe. Zahn kennt sich aus mit Heilkräutern. Wenn du willst, sieht Zahn sich die Verletzung an. Zahn kann sie behandeln, die Wunde könnte sich entzünden, Bisswunden sind kritisch« miaute der Kater ruhig und blickte Schneewehe dann in die Augen. Er würde ihr helfen, doch er würde seine Hilfe nicht aufdrängen. Zahn hatte gelernt, dass nicht jeder seine Hilfe wollte und er konnte sie nicht aufzwängen. Helfen konnte man nur, wenn jemand sich auch helfen lassen wollte.
So blieb Zahn still sitzen, strahlte Ruhe aus. Auch als Traumfresser wieder einen Schritt in den Raum reinging. Von ihr war am ehesten ein Angriff zu befürchten, doch Zahn blieb ruhig, sah nur hin, reagierte aber nicht. Eine Reaktion war Risiko, könnte falsch gedeutet werden und schon waren sie eine Pfote von einem Kampf entfernt. Also blieb er ruhig, entspannt..vorraussehbar.



@Flimmer @Schneewehe @Silberstille @Traumfresser
Alias — Efeu
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Schneewehe

Schneewehe
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#17
04.04.2026, 21:22
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Könnte jemand den Vogel zum schweigen bringen?


Und ihre Geschwister verstanden. Natürlich verstanden sie sie. Sie sind 30 Monde lang miteinander aufgewachsen. Vor zwanzig Monden haben die drei einer ihrer schwersten, schmerzhaftesten und dem Tod am nahekommsten Momente durchlebt.
Wenn diese drei sich nicht verstanden, konnte Schneewehe nicht sagen wer es an ihrer statt tat.

Immerhin hatte sie fast auflachen müssen, als Silberstille so verheißungsvoll sprach:

“Worte sind wie Beute, ich jage nur die, die mich wirklich nähren. Du hingegen wirfst sie in die Luft wie Blätter im Wind. Und irgendwann hört niemand mehr hin.“

Ein Rucken ging durch ihren Körper, die Lefzen verzogen sich so schnell, dass es auch als Schmerz interpretiert werden konnte anstelle eines Lachens.

Aber Brüderchen.. Man könnte ja meinen du seist der SternenClan, so wie du sprichst.

Gluckste Schneewehe in ihren Gedanken. Fast hätte sie noch hinzugefügt, dass er ja gerne Prophezeihungen aussprechen oder legen könnte, als ihr bewusst wurde dass der Gedanke dies ja tat.
Ein kurzer Blick zu ihm, er wurde erst schelmisch als die anderen es nicht sahen dann wieder die ernste Mime. Einem leichten Kopfschütteln gleich. Zum Glück schien es keine der beiden schwarzen Katzen schief aufgestoßen zu sein.
Aber wieso eigentlich zum Glück?
Schneewehes Intuition täuschte sie selten. Vielleicht deswegen.

Schließlich stellte Silberstille seine Frage und Schneewehe lauschte geduldig. Noch. Es wurde schwerer mit Flimemrs quierligen Art. Ihre Pfoten zuckten schon leicht. Die Ohren drehten sich zwischen der Schattenläufer und ihrem Bruder hin und her. Manchmal kam noch Traumfresser dazu. Nicht durch Worte, jedoch durch Präsenz. Wusste ihre Schwester eigentlich, dass ihre Präsenz erdrückend sein konnte? Hatte sie ihr dies jemals gesagt? Und wenn doch, hatte es sie je interessiert?

Schneewehe musste ihre Gedanken wieder einfangen. Nicht weil Flimmers Worte wichtig waren, aber es war wichtig so viel mitzunehmen wie ging. Nur ihr System damit nicht zu überfordern. Oh das wurde langsam schwer. Unruhig zog die Zunge über die Lefze. Die Augen tanzten einen kurzen Moment zwischen den schwarzen Katzen.

“Krähenbiss, hm?“

Flimmer.
Nicht Zahn.

“Boah, die Viecher sind echt fies. Eine hat mal versucht, mir ins Ohr zu hacken, also fast. War knapp. Sehr dramatisch. Hab sie aber fertig gemacht. Also... glaub ich zumindest.“

Schneewehe lächelte. Sachte.

Fuchsdung. Aber wenn du wüsstest wie ich Krähenruf fertig gemacht habe. Und dann noch zu dieser Blumenwiese geschleppt. Aber da verblasst deine lächerliche Geschichte ja vollends. Aber einmal ganz davon abgesehen, weißt du eigentlich wie fies du Viech bist? Es ist kaum auszuhalten. Aber keine Sorge.. Noch halte ich stand.

Ihr Schwanz strich unschlüssig über den Boden. Dann blinzelte sie leicht. Eine Antwort musste sie Flimmer wohl nicht geben. Es hätte dieses Sprunghaften Ding nicht interessiert, wenn sie geäußert hätte dass sie Mitleid oder Stolz bekundete. Es war als würde eine Maus in ein Fuchsnest machen – irrelevant.
Dies bewies die Fremde auch indem sie einfach weiter sprang und einen Nagel unbewusst auf dem Kopf traf:

“Aber ihr seid gar keine Clankatzen, oder? Ohne richtiges Lager und Regeln und so?“

Ist da etwa die Sonne im Oberstübchen aufgegangen? Das war ja fast schon die reinste Sehenswürdigkeit. Da erstrahlten ja die Blumenwiesen in voller Pracht – welche Weltwunder. Ihr Blick lag weiterhin auf den beiden Katzen, bevor sie den Kopf etwas zur Seite neigte.
Sollte sie darauf wirklich antworten?
Es drängte sie schon ein wenig.
Aber sie hatte so ein kribbeln in den Pfoten, dass eher Silberstille dies tun sollte.
Es war schließlich weder zu bejahen noch zu verneinen. Aber sie hatten ja ein Lager. Und Regeln. Aber wenn sich nun auch herum sprach, dass es hier einen fünften Clan gäbe... Nein, dies wäre nicht hilfreich. Aber wie sollte sie dann ihren Namen erklären? Zweibeiner gemacht? Nein. So wirkte sie nicht. Aber wie wäre es mit der Halbwahrheit? Entfernte wandernde Katzen, ehemals aus einem Clan?
Zum Mäusemelken.
Dies sollte der Gedanke doch bitte übernehmen.
Schneewehe glitt weiter an den Rande der Überforderung, da Flimmer immer weiter sprach. Wie ein springender Flummi, dem diese dreckigen Tölen immer hinter her jagten. Wild wedelnd mit dem Schwanz und kläffend vor Freude.
Eine komisches Leidenschaft.

Ihre Ohren schnippten wieder zu Traumfresser und Schneewehe blickte zu dieser. Ihre Worte waren kurz und knapp, treffend und doch so vage wie die Luftspiegelung über dem Donnerweg an heißen Tagen.
Flimmer fragte nach den Besitzansprüchen und ob sie nun verjagt würden. Und Traumfresser antwortete. Nicht Silberlicht, Traumfresser.
Kurz blinzelte die silberne Kätzin. Blinzelte ein zweites mal, während sie ihre Schwester ansah.

Aber sag doch dann gleich: Nur wenn wir Bock haben.

Dachte sie schließlich bei sich, bevor sie sich Zahn zuwandte.
Dankbar, dass er versuchte nicht zu viel durcheinander zu hopsen und sich mehr zu sammeln. Ihr Schwanz zitterte leicht. War die Unruhe nicht mehr aufzuhalten? Aber dies wäre schlecht. Sie waren hier noch nicht fertig.

“Da wir kein festes Zuhause haben, lohnen sich diese Kämpfe nicht. Unser Zuhause, das sind wir. Die Gruppe ist das Zuhause, nicht der Ort.“

Aufmerksam zuckten die Ohren, ihr Körper spannte sich etwas an. Die großen blauen Augen blickten ihm entgegen und ein gewisses Verständnis lag in ihnen. Und wie sie verstand. Sie hatten auch keinen Ort. Sie hatten sich. Dies hier war auch kein Zuhause. Es war eine Unterkunft. Ein Lager bis es sie weiter zog, zum nächsten. Denn solange sie zusammen waren, solange der Nebelfluch existierte und sich nicht trennte – was bei den drei Geschwistern weit ab jeglicher Realität war – würde ihr Zuhause auch stets die Gruppe sein. Auch Lilie und der Giftmischer gehörten dazu. Sie waren definitiv eigen, doch dies machte einen jeden bei ihnen aus.
Und Schneewehe begrüßte es.
So konnte sie viele Abers stellen.
Viele Fragen für viele Antworten.

“Zahn ist der Kräuterfinder der Gruppe.“

Sofort glitt die komplette Aufmerksamkeit auf den Schwarzen. Schneewehe bemerkte die Bewegung in Traumfresser bevor sie geschah. Die Luft war greifbarer, schärfer. Sogleich schob sie den Schwanz zu ihr hinüber. Ein leichtes kitzeln, streifen, um sie aus der Position zu zerren. Vielleicht waren es auch die Worte Zahns gewesen, der die Lage entspannte.
Definitiv die Kooperation.
Aber waren Kräuter nicht kostbar?
Wie... interessant, dass die Schattenläufer mehr als gewillt waren zu teilen.

“Ich... Danke dir.“

Maunzte sie zögerlich. Ihr Blick glitt gen Boden, suchend, irritiert. Dann wanderte er wieder hinauf zu Zahn, fragend und verunsichert.

“Aber, ist dies auch wirklich in Ordnung? Ich kenne mich nicht aus damit, aber ist es nicht schwierig die Kräuter zu sammeln, finden und zu verarbeiten? Aber braucht ihr sie nicht auch für euch? Oder aber weniger weil ihr weiter zieht statt zu kämpfen?“

Ihre Pfote eilte erst vor, dann hielt sie inne. Zitternd. Ihre Ohren drehten sich weg, schienen etwas zu vernehmen. Dann schüttelte sie ihren ganzen Körper und langsam setzte sie den Schritt ab, weiter nach vorne. Ihr hinterer Körper erhob sich ebenso vorsichtig.

“Aber... Wenn es dir wirklich nichts ausmacht.“

Leiser maunzte sie die Worte, senkte den Kopf und blickte aus den Augenwinkeln kurz zu Traumfresser sowie Silberstille. Glitt dann vorsichtig vor.

“Ich glaube, schlimmer als die Pfote. Wäre der Hals.“

Wieder hielt Schneewehe in der Bewegung inne, es war nur noch ein kleiner Katzensprung, der sie trennte. Doch sie wollte nicht zu aufdringlich sein.
Leicht hob sie den Kopf und legte ihn zur Seite, dass er den Biss an der Halsbasis erkennen konnte. Tief verwurzelt, hatte die Krähe sie dort am längsten gehalten. Dann zog sie den Kopf schnell wieder zurück, als sei ihr wieder etwas eingefallen.
Prüfend sah sie noch einmal um sich. Ließ den Blick über Punkte springen von wo aus Gefahr drohen konnte, bevor sie ihn fragte:

“Hier? Oder wo?“


Alias — nessjas
nessjas ist Offline
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Flimmer, Zahn, Traumfresser, Schneewehe, Silberstille Waldende am Donnerweg, kurz vor dem Zweibeinerort


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