Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
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Nebelfluch Schneewehe

Schneewehe



Allgemein

ㅤFelidaeㅤ

Geschlechtweiblich
Alter37 Monde
ZugehörigkeitNebelfluch
RangDie Stimme
Sexualitätheterosexuell

Spieler

ㅤFelidaeㅤ

Aliasnessjas
Alter
Discord
Knochen  5 Knochen
Posts7
Letzter Post 01.02.2026, 12:14
Der Giftmi..
Letzter Inplay Post Gestern, 23:40
Past meets..
zuletzt gesehenVor 48 Minuten
Registriert am11.01.2026



Auftreten

ㅤFelidaeㅤ

Auf den ersten Blick


Stimme Anna Brunner
Fellfarbe weiß, helles und dunkles grau
Felllänge Mittel
Fellmuster Tigermusterung
Körperbau Athletisch
Augenfarbe Eisblau

Zusammenfassung Mittlerweile bewegt sich Schneewehe elegant und selbstsicher durch die Welt. Die hübsch anzusehende Kätzin hat zwar entgegen ihren Geschwistern eher mittleres, fast schon langes, Fell, jedoch hat sie damit ihren Frieden geschlossen.
Schon immer fiel die Kätzin damit (eher negativ) in ihrem ehemaligen Clan auf. Und niemand konnte eine Antwort geben, ob vor mehreren Generationen sich mal eine NebelClan-Katze mit einem langfelligen Fremden aus einem anderem Clan oder Streuner einließ oder ob sie tatsächlich adoptiert wurde.
Auf diese Frage gibt sie nach außen hin keinen Pfifferling mehr – und wenn es noch an ihr nagt, so zeigt sie es nicht. Stattdessen genießt sie die wenigen Parallelen zu ihrer Schwester und ihrem Bruder. Eher von einem athletischen Körperbau, wird dieser durch den Pelz gut versteckt. Erst mit dem starken Regen oder dem Wasserlauf der sich durch die Länder zieht, zeigt sich die ähnliche Statur.
Während in der Sonne ihr heller Pelz schimmert, nicht so wie der Schimmerpelz des NebelClans – dies war Schneewehe nicht vergönnt – jedoch in einem strahlendem weiß, silber und dunklen Grauen Tigermusterung. Die Abzeichnungen sind deutlich zu sehen und ihr Gesicht leicht oval. Auch ihre Ohren haben leichte Pinsel an der Spitze, die keiner der anderen beiden besitzen. Ebenso weist ihre leberfarbene Nase den größten Unterschied zu ihnen auf. Dennoch findet Schneewehe sie ganz hübsch und mag sie an sich. Sie passt zu ihren blauen Augen die wie dichte dunkle Eisschichten funkeln.
Ihr starker Kiefer und die spitzen Zähne können schon mal kräftiger zubeißen und bei anderen starke Spuren hinterlassen.
Meist ist ihr wuscheliger Schwanz in einem Zustand der Erregung und zuckt von der einen zur anderen Seite. Entweder in der horizontalen oder gar senkrecht nach oben.

Persönlichkeit

ㅤFelidaeㅤ

Eigenschaften

Direkt Aufgeschlossen Insistent Hinterfragend Provokant Schadensfroh
Es gibt ein Wort, welches Schneewehe fast immer nutzt. Es scheint in ihrem Wortschatz ganz vorne zu stehen und begünstigt ihr hinterfragendes Wesen. Mit einem Aber. beginnt jeder Satz wenn sie nach bohrt. Jedes Aber im Nebensatz negiert die vorangegangene Aussage. Und jedes Aber gepaart mit Schwüren schürt gerissen Zweifel.
Als würde die Katze ohne das Wort nicht klarkommen – gar überleben können.
Ihre unverhohlene Direktheit macht es nicht gerade besser. Sie nimmt sich kein Blatt vor den Mund, gibt ihre Fellknäule gerne gefragt dazu – und noch lieber ungefragt.
Auch ihre Fragen kennen keine Ausschmückungen von Blumen und Blättern. Scheinen eher Scharfkantig und Spitz wie die Landschaft des GlutClans.
Genauso Insistent und provokant wie die Katzen des dort ansässigen Clans. Sie lässt nicht locker, scheint jede Antwort unzufrieden zu sein. Oder das Ergebnis ihrer Aktionen nicht auszureichen.
Mit ihrer Neugier schreitet sie aufgeschlossen und ruhig voran. Sie sieht oder hört etwas was ihre Aufmerksamkeit erregt? Wenn es ein Gespräch ist nimmt sie daran teil und fragt nach allen möglichen Einzelheiten – oder auch warum eine gewisse Perspektive nicht beachtet wurde. Sie spricht alles offen an, so lange es ihr einfällt.
Ist Schneewehe unterwegs und vernimmt dort etwas, geht sie dem unerschrocken auf den Grund bis ihre Neugier befriedigt ist. Dies kann sie in missliche Lagen bringen – vor allem wenn ihre Tollpatschigkeit wieder zuschlägt.
Schneewehes negativster Charakterzug ist ihre Schadensfreude. Jemand anderem passiert ein Missgeschick? Sie kann jemanden in dieses Missgeschick hinein leiten oder manövrieren? Da amüsiert sich die Katze köstlich.



Fähigkeiten

ㅤFelidaeㅤ

Stärken

Wendig Intelligent Trickreich
Schneewehe ist nicht sonderlich groß und vielleicht fördert dies ihre größte Stärke: Ihre Wendigkeit. Es fällt ihr so gar nicht schwer sich auf kleinstem Raum zu drehen und wenden. Manchmal wirkt es so, als wäre sie eine haarige Schlange die einfach den Fängen eines anderen entgeht. Sie windet sich unter ihren Pfoten hindurch und weicht so manch einem Angriff kurzfristig, dafür aber äußerst geschickt, aus.
Auch auf den Kopf ist die Katze nicht gerade gefallen. Häufig findet sie eine Lösung für ein Problem oder besitzt ein großes Ideenrepertoires. Genauso tief lassen die Fragen blicken, wenn sie diese stellt. Oder besser gesagt etwas Hinterfragt. Dann hat dies fast immer einen Grund. Sei es weil sie etwas verstehen will, sie jemanden aus der Fassung werfen will oder geschürte Zweifel sähen. Die Kätzin hat es Pfoten dick hinter den Öhrchen und führt die Konservation auch gerne in einem körperlichen Konflikt– als Beiwerk der Irritierung und Verwirrung.
Im Kampf zeigt sie sich trickreich und scheut sich nicht den miesesten Einfall umzusetzen. Hauptsache am Ende obsiegt sie.
Anhand ihrem großen Repertoires an Tricks fällt es Schneewehe leicht andere zu durchschauen wenn diese sich selbst an Listen versuchen.

Schwächen

Tollpatschig Impertinent eingeschränkte Reizfilterung
Stark wiegen Schneewehes Schwächen entgegen ihrem wachen Geist und dem wendigen Körper. Sie hat ein starkes Gebiss und kann auch mal schnell zu schlagen, allerdings neigt die Kätzin zu allem Überfluss zur Tollpatschigkeit. Sie verliert schnell die Balance, stolpert oder rutscht aus. So ist schon manch eine Beute vor ihr entkommen. Andere Katzen kamen nicht umhin sich über sie lustig zu machen oder nicht ernst zu nehmen – was ein Fehler ist.
Die silberne Kätzin war auch ganz schön impertinent mit ihrer Art und den Fragen. Vorlaut und unverschämt stellt sie diese ohne Rücksicht auf den Rang oder dem Respekt ihres Gegenübers der erbracht werden sollte. So handelt sie sich schnell schwierige Situationen ein.
Auch macht ihre eingeschränkte Reizfilterung es ihr schwer lange oder aufmerksam einem Treffen mit größerer Katzenanzahl bei zu wohnen. Sich auf eine Sache zu konzentrieren wenn unweit andere Katzen laut reden oder andere Geräusche an sie heran dringen, ist dann ein Problem für Schneewehe.
Aber auch ein Gewitter oder der Donnerweg sind überfordernd – gar beängstigend für sie. All die Geräusche und Gerüche brechen wie eine Flutwelle über sie herein und drohen sie hinweg zu schwemmen.

Talente

ㅤFelidaeㅤ

Talentbaum

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Beziehungskiste

Felidae

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FamilieFelidae

Muschelfell - Mutter

Nebelclan Kriegerin vermisst
Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter war schwierig. Geprägt durch Konflikte die Vermieden wurde und mangelnden Schutz, der so dringend gesucht wurde.

Schneewehe hatte sich mehr von ihrer Mutter erhofft als sie bekam. Sie brauchte einen Fels in der Brandung und erhielt einen scheuen Vogel der nicht sang.
Statt ihre Tochter vor dem Clan zu verteidigen, war die Mutter selbst überfordert mit der Situation. Auch die Fragen ihrer Tochter überforderten sie und sie mied sie mit kurzen Antworten oder Schweigen.

Die brachte immer mehr Brüche in ihre Beziehung, so dass es am Ende nur noch Vorwürfe gab - zwischen beiden.
Auch wenn Muschelfell ihre Still aussprach.

Tatzenhieb - Vater

Nebelclan Krieger verstorben
Tatzenhieb schien eine Abneigung gegenüber seiner eigenen Tochter zu haben. So kam es Schneewehe zumindest vor.
Denn ihr Vater war ein strenger Kater, der an die Ordnungen, Strukturen, Regeln und den Glauben des Nebelclans nicht nur glaubte... Nein, er lebte sie. Tatzenhieb verkörperte alles was der Nebelclan war.

Und anstatt antworten zu geben, auf all ihre Fragen oder in eine tiefgründigere Diskussion einzugehen sagte er immer nur: "Weil es so ist." oder "Weil es schon immer so war."
"Weil die Ahnen uns diesen Weg zeigen und vorleben"

Wenn andere Clankatzen ihn ansprachen, dann entschuldigte er sich nicht sondern schüttelte nur noch seufzend den Kopf.
Es war seine Art ihnen zu sagen, dass es verlorene Hoffnung war.
Seine Wand gegenüber seinem eigenem Kind wurde immer höher und kühler. Dennoch ließ er sie nicht komplett sich selbst überlassen - vorerst nicht.
Auch wenn ihre Anschuldigungen und Fragen immer lauter wurden - kam er seinen Pflichten noch immer nach.
Mehr tat er aber auch nicht.

Als er starb, starb ein wichtiger Teil in der Familie.
Und für Schneewehe war die Situation unerträglich.
Vor allem wie sie sich mit den anderen stellen sollte.
Um ihren Vater trauerte sie wenig.

Traumfresser - Schwester

Nebelfluch Die Kralle Lebendig
Mit Traumfresser hat Schneewehe ein ziemlich ambivalentes, jedoch zutiefst liebevolles, Verhältnis.
Nach wie vor kann sie die impulsive und aggressive Ader nicht verstehen und hinterfragt ihre Art immer wieder mal, wodurch es zu Spannungen, gar Streitigkeiten zwischen ihnen kommt.

Gleichzeitig respektiert sie Traumfresser, versucht es nachzuvollziehen und ist vor allem dankbar.
Schneewehe weiß um den Schutz, den Traumfresser ihr bietet und viele ihrer Kämpfe, die sie für ihre Schwester führte.

Anerkennend schaut sie zu ihr auf und fühlt sich mit ihrer Schwester am sichersten.

Silberstille - Bruder

Nebelfluch Der Blick Lebendig
Zu Silberstille besteht eine ganz eigene Beziehung.
Dort wo er sich aufhielt war es oft ruhiger als bei Traumfresser.
Zusammen beobachten sie das Geschehen aus der Ferne, schweigen auf Grund ihrer Beobachtungen nur um am Ende doch in einer Diskussionsrunde zu tauchen.

Wenn Schneewehe wieder Fragen beschäftigen wendet sie sich eher an Silberstille. Zwar sind die Antworten nicht gerade zufriedenstellend oder sie können ewig weiter Argumentieren, jedoch entwickelte sie sich durch ihn weiter.

Seinen wachen Verstand und Ansichten bewundert Schneewehe.
Außerdem war er der einzige im NebelClan, der sie nicht für die Zweifel verurteilte, sondern sie selbst äußerte.
FreundeFelidae

BekannteFelidae

FeindeFelidae

Krähenruf - Mentor

NebelClan Älteste Lebendig
Nicht einmal als Bekannte, kann Schneewehe ihre ehemalige Mentorin Krähenruf bezeichnen.
Als sie noch ein Junges im Nebelclan war, war Krähenruf eine der Katzen die am argwöhnischten auf sie blickte.
Vielleicht waren es ihre Fragen.
Ihre Gedanken zum und über den Sternenclan.
Die Ordnung und die Gesetze des Clans.
Auf jeden Fall wurde Krähenruf äußerst unfreiwillig ihre Mentorin. Und niemand verstand wieso Seestern ausgerechnet eine so gläubige Katze für so einen Zweifler aussuchte.

Dass Schneewehe etwas bei der Kätzin gelernt hatte, konnte sie nicht leugnen. Und dies wird sie auch nicht.
Allerdings wird sie als Lehre nur eines nennen, wenn sie je gefragt oder konfrontiert wird:

"Zweifelst du die Existenz und Entscheidungen des Sternenclans an, wird Krähenruf für die Verbannung der gesamten Familie sorgen."



Vergangenheit

ㅤFelidaeㅤ

Zusammenfassung

Kinderstube
Schneewehe wurde als Langjunges im 114 Mond geboren. Sie kam mit ihren Geschwistern Zitterjunges und Streifenjunges zur Welt. Ihre Eltern waren Muschelfell und Tatzenhieb. Langjunges merkte sehr schnell dass etwas anders war. Oder besser, dass sie anders war. Im Vergleich zu ihren Geschwistern und ihren Eltern hatte sie längeres Fell. Und jede Katze die sie besuchen kam schien auch deutlich kürzeres Fell zu haben. Als Junges wirkte es noch wie kurzes Fell das einfach eine Zehe breit länger war als bei anderen, dennoch störte es Langjunges sehr. Vor allem, da ihre Eltern sich dazu entschieden hatten sie nach diesem Merkmal zu benennen. Sie fühlte sich so besonders anders. Und dies nicht gerade im positiven Sinne.
So fragte sie schon sehr früh: “Wieso habe ich eigentlich längeres Fell als meine Geschwister? Aber wieso haben sie denn so kurzes? Aber warum habt ihr mich dann Langjunges genannt, wenn es euch nicht stört? Aber wieso schauen mich die anderen so komisch an? Aber wieso kriege ich diese Blicke als wäre ich..?“ Und da fehlten ihr noch die Worte.
Eigentlich hatte sie so etwas gesucht wie: Mitleidig. So gut wie Tot. So absonderlich. Doch noch war sie zu jung für diesen Wortschatz.
Ihre gute Beobachtungsgabe und viele Fragerei brachte sie auch dazu ihre Mutter kritisch wegen ihrer Schwester zu hinterfragen: “Warum ist Zitterpfote sofort kratzig? Wieso reagiert sie bevor sie fragt oder schaut was passiert? Wieso ist ihr Charakter so anders als der von dir oder Papa?“ Leider erhielt sie dafür kaum oder nur halbherzige Antworten. Viel zu oft sogar ein Schweigen.
Dies reichte ihr nicht und so wandte sich Langjunges an ihre Schwester und fragte sie diese Dinge. Natürlich stieß dies auf ein zischende Flamme die so gleich entbrannte und nach ihr Schlug. Langjunges entkam gerade noch und sah sich kurz darauf in einem Kampf mit ihrer Schwester verwickelt bei dem sie ganz schön einstecken musste.
Daraufhin giftete Langjunges sie an, wie sie nur so harsch und gemein sein könne. Was sie getan hätte wenn sie keine Geschwister wären und ob sie immer direkt so ruppig werden musste. Sie wollte doch nur ihre Schwester verstehen und nicht kränken. Nachvollziehen was sie so anders machte und warum es ihr so schwer fiel einen anderen Weg zu gehen – diesen Eindruck hatte zumindest Langjunges.

Schon in der Kinderstube zeigte sich, dass Langjunges nicht nur offen, intelligent und hinterfragend war, sondern auch tollpatschig und schwer mit gewissen Reizen umgehen konnte.
So saß sie mit ihrem Bruder Streifenjunges oft am Rand und beobachtete eher neugierig, jedoch mit großem Abstand und ebenso wachsendem Wunsch dem allem zu entrinnen, dem Gewusel der anderen Jungen oder Schüler. Es war ein Kampf zwischen ihrer Neugier und der Überforderungen an dem was sie sah oder auch hörte. Ihr Kopf wandte sich unaufhaltsam in die unterschiedlichsten Richtungen und ihre Ohren schienen Stillstand nicht zu kennen. Aufgeregt und nervös peitschte der Schwanz. Sie sträubte ihr Fell um sich kurz darauf zu beruhigen. Nur um dann wieder es zu sträuben.
Wenn ein Gewitter über die Lande zog versteckte sie sich im Nest ganz tief zwischen den Pelzen ihrer Wurfschwester sowie ihrem Wurfbruder. Zitternd wie Espenlaub hockte sie da und konnte die Nacht nicht schlafen. Am nächsten Morgen stolperte sie den ganzen Sonnenlauf über durch die Gegend. Ob ihre eigenen Pfoten, Stöcke, Kieselsteine oder sogar nur heiße Luft. Sie verlor ihr Gleichgewicht wo sie nur konnte.
Viele Katzen sahen dies als Grund sich über sie als Sonderling lustig zu machen. Und ihnen wurde ziemlich schnell das Maul von Zitterjunges gestopft. Oder Streifenjunges probierte aus, wie die anderen Katzen reagierten wenn ihnen so etwas passierte.

Ihre Mutter Muschelfell war nicht hilfreich, da sie Langjunges nur schnell davon schubste und vor sich hertrieb um aus dem Fokus zu kommen. Während ihr Vater Tatzenhieb lediglich den Kopf schüttelte und alle Hoffnung aufgab.
Beide schienen sich Tag ein Tag aus zu Fragen welche Aufgabe der Sternenclan ihnen mit so einer Tochter auferlegt hatte.

Schülerzeit

Eventuell hatten die Eltern große Hoffnungen an ihre Schülerzeit. Vielleicht aber auch gar keine. Entweder sie hofften, dass all ihre Fragen endlich eine Antwort fanden bei ihrem Mentor, vielleicht glaubten sie aber auch dass die Tollpatschigkeit ihres geliebten Kindes durch Erfahrung mit dem Fluss davon getragen wurde.
Eine Hoffnung erfüllte sich definitiv nicht.
Langjunges – mittlerweile Langpfote genannt – besaß keinen Schimmerpelz wie all die anderen Katzen. Das Wasser war nicht ihr Metier. Die Gaben des Flusses blieben ihr verwehrt und der Lebensspendende Trank war vom Ufer aus am sichersten einzuverleiben.
Jene Erkenntnis erschwerte es Langjunges weiter im Clan. Es war schwer einen Mentor für sie zu finden. Erst als Seestern und Schneeflocke in ihrem siebten Monat verkündeten dass es auch für sie einen Mentor geben musste und Krähenruf im Sinne der Ahnen bestimmte, kam Langjunges zu ihrer Lehrmeisterin.
Die Verstrickungen verstand sie im groben schon, hörte sie doch all die Stimmen viel zu deutlich wie ein Schrei des Windes, wenn sie glaubten sie würden wie Mäuse Wispern. Trotz allem konnte sie ihre Fragen nicht verwehren:
“Aber warum bekomme ich erst jetzt einen Mentor? Aber wieso bist du es geworden wenn du es doch offensichtlich nicht wolltest? Aber wieso haben die Anführer es entschieden? Aber wie haben die Ahnen ihnen die Entscheidung mitgeteilt? Aber welches Zeichen gab es? Aber wer sagte denn, dass dieses Zeichen jenes bedeutete?“
Und genauso ging sie die Anführer offenkundig an:
“Aber wieso habt ihr euch nicht selbst meiner angenommen? Aber wieso lasst ihr diese Gespräche zu? Aber wodurch ist diese Entscheidung in eurem Glauben verankert? Aber woher wisst ihr, dass der Glaube auch Glaube und nicht Aberglaube ist? Aber wie erkennt ihr, dass der Sternenclan zu euch spricht? Aber was wenn die Zeichen keine sind? Wenn sie Zufälle entsprechen oder durch Gewalten der Natur geschaffen? Aber wer sagt, dass die Ahnen die Macht besitzen die Natur zu beeinflussen?“

Selbst andere Schüler mussten sich mit ihren Fragen auseinander setzen. Und da sie deutlich weniger Redegewandt waren wie die Erwachsenen unterlagen sie entweder der Verzweiflung um einer Antwort zu ringen, der Genervtheit ihrer Fragefreude oder den gesäten Zweifel einer jungen Kätzin die nur die Welt, ihre Zusammenhänge und jede Person mit ihren Werten selbst verstehen will.
Oder etwa nicht?
Denn manchmal, ja manchmal, da wirkte das perfide Zusammenspiel von ihren Anzweiflungen und den Zeichen oder gar punktiert gesetzten Worten ihres Bruders zu perfekt.

Einmal hatte die Kätzin ein längeres Gespräch mit einem Schüler der kurz vor seiner Prüfung, dem Pfad des Wassers, stand. Sie wollte alles darüber Wissen und was er dachte. Dabei verdrehte sie die Aussagen, Gedanken und Gefühle mit ihren Fragen und tieferem Abtasten so sehr, dass die Unsicherheit den Schüler ergriff. Ihre Fantasie was dort alles lauern oder passieren könnte, trieb den Schüler zu einer reichen Fantasie. Als er die Prüfung absolvieren sollte war er unsicher, zögerlich und im Wasser selbst sogar panisch, als die Pfote sich dank der Strömung in einigen Grünalgen verfing. Natürlich fiel er durch die Prüfung. Mit viel Ruhe, Zusprechen sowie Zeit konnte der zuständige Mentor herausfiltern, dass Langpfote Auslöser für die plötzliche Unsicherheiten und dem mangelnden Vertrauen in den Sternenclan – und seine eigenen Fähigkeiten – war.
Langpfote wurde darauf von dem anderen Mentor angesprochen. Sie sollte Rede und Antwort stehen. Doch die Katze musste Grinsen, als die Bilder wieder aufstiegen. Sie legte den Kopf schief und fragte: “Aber war das nicht ein Zeichen vom SternenClan?“
Wenn steter Tropfen den Stein höhlte, so war dieser der erste Durchbruch.
Ihre bisherigen Fragen waren eine Zumutung. Es ließ Katzen wanken. Und gestandene Krieger stöhnen. Dass sie Zweifel an den Worten, gar an der Existenz des SternenClans oder der Anführer hatte konnte immer erahnt werden, doch nie hatte sie es ausgesprochen.
Und nun diese Dreistigkeit der Verdrehung von Tatsachen und Auslegungen – oder doch nur die Wahrheit?
Langpfote wurde von dem damaligen Anführer zurecht gewiesen und erinnert was es bedeutete so viel Unruhe sowie Zweifel zu bringen. Ebenso was es bedeutete ein Leben zu gefährden und es dem SternenClan anhängen zu wollen. Dass dies nicht ihre Intention mit der Frage war, wurde weder hinterfragt noch Gehör geschenkt.

Im Kampf und in der Jagd zeigte Langpfote deutlich die Welten von Tag und Nacht. Sie trat auf Stöcke oder vertrocknete Blätter und gab ihre Präsenz damit preis. Sie stolperte über die eigenen Pfoten und verbockte so einen Angriff oder eine Verteidigung. Vielleicht rutschte sie sogar auf dem Untergrund oder fiel einfach um.
Dann wieder nutzte sie ihr Terrain zu ihrem Gunsten. Warf eine Portion Schlamm in das Gesicht des anderen – oder auch Staub. Lockte über glitschige Steine und ließ andere in besonders fiesem Gebüsch (mit Dornen und engen, sehr engen und schmalen Pfaden) zurück.
Sie zeigte eine Schnelligkeit mit der sie zuschlug oder anderen auswich, dass in jenen Momenten die Katzen gar nicht glauben konnten was für ein Tollpatsch in Langpfote steckte.
Oft kam es dazu, dass sogar Zitterpfote in einen Übungskampf oder eine Auseinandersetzung eingriff, da Langpfote plötzlich in einer Notlage zu sein wirkte. Niemand konnte sagen, ob dies trickreich eingefädelt war oder ihrer Tollpatschigkeit zu verdanken.
Nur die silbern getigerte Katze selbst konnte sagen welches Spiel der Wahrheit entsprach und welches Spiel sie nutzte um die Wahrheit zu verzerren.

Wenn es Langpfote wieder zu laut oder zu viel im Clan war, folgte sie gerne Zitterpfote auf ihren heimlichen Streifzügen. Es war eine Flucht vor all den Geräuschen mit der Hoffnung auf etwas Ruhe und Sicherheit. Dass sie sich hierbei oft neuen unbekannten Dingen aussetzte blendete sie entweder aus oder ging sie bewusst ein. Durch ihre Geschwister fühlte sie sich oft sicherer vor dem was sie Überforderte.
Hierbei überschritt Langpfote auch die Grenzen zu den anderen Clans. Die Eindrücke die sie dort entdeckte wirkten ähnlich wie auf ihrem Gebiet und doch so anders. Die Gerüche, der Geschmack und die Geräusche hatten andere Noten, Farben oder Nuancen. Es reizte die junge Kätzin, zudem hinterfragte sie diese Regel schon oft beim Mentor. Vor allem wollte sie Wissen, was ein Zeichen des SternenClans wäre? Begann es damit, dass ein Schüler das Territorium betrat oder ein Blatt hinüber getragen wurde?
Die einzige Antwort die sie erhielt, war eine harsche Zurechtweisung und das erneute aufweisen der Kriegerregeln als sie erwischt wurde. Denn auch ein Schüler hinterließ (Geruchs-)Spuren.


Der Tod und der Schwund

Zu ihren Eltern hatte Langpfote nie einen sonderlich guten Draht gehabt. Vielleicht lag es daran, dass sie ihre Eltern tatsächlich einmal gefragt hatte: “Bin ich eigentlich euer Kind? Oder bin ich nur zur Hälfte aus dem selben Blute wie meine Schwester und mein Bruder?“ und immer wieder schrie sie lauter und lauter wenn es schlimmer wurde: “Aber warum habe ICH dann so langes Fell? Aber wieso wurde ICH gestraft? Aber wieso SAGT ihr nichts? Wieso SCHWEIGT ihr?“ Wobei sie mit letzterem meinte, dass sie ihren Schutz vor dem Clan brauchte den sie so schmerzlich vermisste.
Dennoch kam der Tod ihres Vaters und die stille Flucht ihrer Mutter unerwartet. Und all ihre Fragen konnte sie nur noch in sich oder Sternenreiche Nächte hinein schreien. Aber der Sternenclan antwortete nie. Lag es an ihrem mangelndem Glaube? Oder weil es ihn wirklich nicht gab?

Auch Zitterpfote und Streifenpfote hatten sich verändert nach diesen starken Eingriffen in ihrem Leben. Langjunges konnte es nicht greifen. Die Fragen brannten auf ihrer Zunge und zerrissen ihre Seele und ihr Herz. Doch es war das erste mal, dass sie schwieg. Und nicht fragte. Kein Aber aus ihrem Munde.

Das Unverständnis ließ sie an ihrer Mentorin Krähenruf aus. Sie war doch dafür da sie zu Leiten. Ihr beizustehen und ihr die Welt zu zeigen – oder nicht?
Die unfreiwillige Lehrmeisterin sah dies deutlich anders. Ihr wurden die Fragen zu bunt, die plötzlich mehr wurden. Angreifender. Feindseliger. Rastloser. Krähenruf platzte der Kragen sichtlich. Sie wurde laut und barsch. Sie ging die Schülerin an und kritisierte öffentlich und laut ihre mangelnde Ehrfurcht vor dem SternenClan. Immer mehr Katzen schienen dem Schauspiel zu zusehen. Das Maunzen und wispern wurde immer lauter. Langpfote zitterte. Der Schwanz peitschte nervös herum und die Ohren wichen in alle Richtungen und schnappten die unterschiedlichsten Worte auf.
Dennoch konnte sie nicht aufhören mit ihren Abers.
Im Gegenteil, sie wurde provokanter und stellte die Existenz des Sternenclans in Frage. All ihre Zeichen und die Entscheidungen des Anführers. Verwies dabei auf bekannte Fehlleitungen durch ihren Bruder.
Krähenruf, die für ihren starken Glauben und ihre Hitzköpfigkeit bekannt ist, ging daraufhin Langpfote impulsiv an um ihr eine gehörige Lehre zu erteilen.
Und plötzlich war Zitterpfote da. Blut spritzte und traf das Gesicht von Langpfote.
Zunächst erstarrte sie und alles wurde ein Rauschen welches sie überwältigte. Dann kam die Angst. Und sie griff kurzweilig in den Kampf ein – unterstützte ihre Schwester trickreich und steuerte zu einer der Eskalationen bei. Sie wurde fauchend und zappelnd, wild maunzend weggezerrt.
Noch immer überwältigt von den Geräuschen, überfordert von dem Geschehenen und voll von Unverständnis konnte sie der Szene nur noch beiwohnen wie zwei Katzen schlussendlich ihre Schwester von ihrem Mentor davon zog.
Bei all dem Blut das geflossen war.
All die Fragen und Zweifel die ausgesprochen wurden.
Und all den Blicken wurde es Langpfote klar.
Sie war eine Gefahr für die Gesetze.
Für ihre Ordnung - die des Nebelclans.

Mit ihrer Schwester und ihrem Bruder wurde sie im Alter von zehn Monden fort geschickt. Nicht mehr tragbar für den Clan.
Kein Halt in Sicht und kein Zeichen des Sternenclans – von irgendwie so etwas war die Sprache. Nach nur drei Monden Schülerzeit.


Vogelfrei und Namenslos


Alles fremd.
Es war neu. Beängstigend. Interessant. Laut und ungemütlich. Leise und duftend. Spannend und fragwürdig.
Es gab so vieles was Langpfote entdeckte in dieser Zeit.

Sie entdeckte, dass es nicht einfach war verstoßen zu sein. Dass niemand Fragen beantwortete und dies kaum einen Unterschied machte, weil sie zuvor entweder nicht beantwortet wurden, abgewunken oder die Antworten nur neue Fragen aufwarfen. Und wenn sie doch jemanden fand... Dann gab es kein halten mehr bis die Katze sich im Kreise drehte, die drei Angriff oder die Flucht ergriff.
Und wenn es keine Fragen gab die sie stellte, so beobachtete sie wie die Katzen kämpften. Rücksichtsloser. Wilder. Mit Tricks und Ideenreichtum den sie noch nicht kannte. Es wurde laut und ungemütlich. Schmerzhaft und viel Blut vergossen.
Und doch schaffte sie es irgendwie durch all das Chaos mit ihren Geschwistern. Oder eher dank ihren Geschwistern.

Die Kätzin lernte immer mehr was ihre Worte bewirkten. Ihre Abers bedeuten konnten. Wie sie ihre Unterlegenheit mit Intelligenz und Tricks eventuell umgehen konnte.
Sie fand ein Zusammenspiel mit ihren Geschwistern, welches ein Desaströses Trio abgab. Zweifel sähen. Intrigen Schmieden. Wild um sich schlagen.
Die Launen ihrer Fragen und der Intention dahinter glich den Launen der Natur. Und es gab ein Naturspektakel, das hatte sie besonders beeindruckt. Die Schneewehen im kalten unerbittlichen Winter. Für Langpfote war so viel in ihr. Eine so tiefe Bedeutung und Interpretationsweise.

So stand sie eines Tages vor ihren Geschwistern:
“Schneewehe.“, sagte sie ruhig und selbstsicher. Die beiden blinzelten sie erst an. Fragend und irritiert, da es Sommer war. “Ich will Schneewehe heißen.“ Ihre Augen – die sie alle gemein hatten – blickten tief in die ihrigen zurück. Keiner schien zu hinterfragen. Niemand zu widersprechen.
Seitdem wurde die Kätzin als Schneewehe wiedergeboren.
Mit mehr Bewusstsein und Sicherheit.
Sie wusste nun wer sie war.
Was sie war.
Sie war:
Die Schneewehe in den Gedanken anderer.



Aktive Szenen (2)

ㅤFelidaeㅤ

Past meets future


5. Tag des Blattfalls - Sonnenhoch
Flusslauf

The return of the curse


151. Mond - 1. Tag des Blattfalls, Sonnenhoch
Donnerschlangenort

Beendete Szenen (0)

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Inplayzitat

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