Ein ungewöhnlich kalter Wind fegte über die kahlen Hügel und die steilen Abhänge des Hochlands, trug das Rascheln von Gras und das Knarren alter Äste über die Ebene. Normalerweise lebte das Land hier von den geschäftigen Spuren kleiner Beutetiere, doch heute war es still. Kein Hüpfen, kein Rascheln - als hätte etwas Großes die sonst so friedliche Landschaft in Besitz genommen.
Zwischen den Grasbüscheln und den moosbedeckten Felsen war die Erde aufgewühlt. Große Abdrücke zeichneten sich deutlich im weichen Boden ab, tiefer und mächtiger als alles, was ihr bisher gesehen hattet. Der Geruch von Feuchtigkeit und Erde mischte sich mit dem frostigen Hauch des Windes und ließ eure Sinne anspannen.
Das Hochland schien plötzlich fremd, beinahe bedrohlich. Jeder Schritt musste bedacht sein, jede Bewegung überlegt, denn irgendwo hier, vielleicht nur einen Herzschlag entfernt, durchstreifte etwas Mächtiges das Gebiet. Die Spur führte weiter ins Moor, wo das Land feucht und unberechenbar wurde, die Schatten länger, der Nebel dichter.
Unbekannte Pfote
Alias — Leitung
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Kupferblatt schnupperte skeptisch an der Spur, welche in Richtung Moor führte. Der Nebel hing über dem Land und gab der ohnehin schon seltsamen Szene etwas zusätzlich mystisches. Die blassgoldene Kätzin blickte zu der Patrouille, die Schattenfrost eingeteilt hatte, um die rätselhaften Spuren zu untersuchen. Und jetzt standen sie hier, hatten eine Fährte und wüssten genau wo sie hingehen müssen und doch schienen sie unschlüssig. Spuren wie solche, hatten sie hier noch nicht gefunden und der BrisenClan wusste nicht, auf was er sich da einlässt.
Drum war die Überlegung was sie als nächstes tun sollten auch so wichtig und durfte nicht übereilt getroffen werden. Kupferblatt dachte nach, über vieles..Über das Tier, zu dem die Spuren gehören könnten und auch über die Konsequenzen, die unüberlegtes Handeln mit sich bringen könnte. Doch eines war klar, solange sie sich hier aufhielten und der Spur nicht folgen würden, würde nichts geschehen. »Ich finde wir sollten der Spur folgen. Natürlich müssen wir vorsichtig vorgehen. Jemand sollte etwas weiter vorne gehen, zwei in der Mitte und jemand anderes bildet das Ende der Patrouille « schlug die Kätzin ruhig vor und sah ihre Gruppe an »Es mag gefährlich für die Katzen am Beginn und Ende der Patrouille sein, doch so kann was auch immer das ist, nicht die gesamte Gruppe attackieren und überraschen « erklärte sie den waghalsigen Vorschlag und blickte in die Augen ihrer Clanmitglieder »Ich gehe auch vor, wenn ihr möchtet « fügte sie hinzu. Wenn sie schon so ein waghalsiges Vorgehen vorschlug, so war sie natürlich auch bereit sich selbst den großen Konsequenzen auszusetzen.
Alias — Efeu
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Aufmerksam und wachsam glitt das Paar smaragdgrüner Augen über die Umgebung. Der kalte Wind fuhr ihr in das kurze, dichte Fell bevor Sonnenfall es dagegen aufplusterte. Während Kupferblatt an der Spur schnupperte, prüfte die getigerte Kätzin die Luft. Doch außer dem typischen Geruch dieses Orts sowie dem Fehlen frischen Beutegeruchs konnte Sonnenfall nichts ausmachen. Ihr Blick wanderte zu der anderen creme-beigen Kätzin bevor sie auf die Spur blickte. Schattenfrost hatte die Gruppe, bestehend aus Kupferblatt, Schneetänzerin, Feuergeist und ihr selbst, hergeschickt, um nach dem Rechten zu sehen. Welches Tier könnte es sein? Welche Gefahr könnte der Patrouille und Sonnenfall selbst drohen, wenn sie einen falschen Pfotenschritt machen würden? »Ich finde wir sollten der Spur folgen. Natürlich müssen wir vorsichtig vorgehen. Jemand sollte etwas weiter vorne gehen, zwei in der Mitte und jemand anderes bildet das Ende der Patrouille« , schlug Kupferblatt vor. »Es mag gefährlich für die Katzen am Beginn und Ende der Patrouille sein, doch so kann was auch immer das ist, nicht die gesamte Gruppe attackieren und überraschen« , erklärte sie ihren waghalsigen Vorschlag. »Ich gehe auch vor, wenn ihr möchtet« , bot die ältere Kätzin an.
Die getigerte Kätzin nickte bevor sie ihren Blick hob. "Ich denke, Kupferblatt hat recht." , miaute sie bevor sie von besagter Kätzin zu Feuergeist und Schneetänzerin blickte. Und schlussendlich wieder zu Kupferblatt. "Wenn du vorne gehst, geh ich hinten." , fuhr Sonnenfall fort. Sie hatte vor ihrer Zeit beim BrisenClan und nach ihrer Vertreibung durch ihre Zweibeiner von dem Hof, auf dem sie aufgewachsen war, eine Zeit lang als Streunerin gelebt. Sonnenfall erinnerte sich noch gut daran, wie es war, auf jedes Geräusch, jede Bewegung und jede Veränderung achten zu müssen, weil jederzeit ein Angriff oder eine Bedrohung kommen konnte.
Ihr smaragdgrüner Blick senkte sich wieder auf die Spuren. Mit ihren Augen folgte sie den fremden Spuren bevor sie zu ihrer Gruppe zurückblickte. "Also, gehen wir?" , fragte sie bevor sie zu Kupferblatt blickte, um ihr zu signalisieren, dass sie gerne vorgehen dürfe.
Alias — Jacky
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Wenn das Moor den Atem anhält
Kupferblatt setzte die erste Pfote ins Moor.
Der Boden gab weich nach, doch noch trug er. Hinter ihr verteilte sich die Patrouille wie besprochen, jede Katze wachsam, jede Bewegung bedacht. Der Wind hatte hier draußen freie Bahn, riss Nebelfetzen auseinander und ließ sie gleich darauf wieder zusammenfließen. Gerüche kamen stoßweise, verschwanden wieder, als hätte das Land selbst beschlossen, nichts preiszugeben.
Dann…
Ein dumpfes, schweres Geräusch.
Allerdings nicht von euch.
Links von der Spur sackte der Boden plötzlich ein. Schlamm spritzte auf, dunkle Tropfen landeten im Gras. Etwas Großes hatte sich dort bewegt. Ein massiger Schatten löste sich aus dem Nebel und kam ins Straucheln, fing sich jedoch mit erstaunlicher Kraft ab.
Breite Schultern.
Goldbraunes Fell, feucht und schwer.
Eine lange Schnauze, die ruckartig die Luft prüfte.
Ein Hund.
Er hatte euch offenbar ebenso wenig erwartet wie ihr ihn.
Seine Muskeln spannten sich, doch nicht zum Sprung. Er verlagerte sein Gewicht, suchte Halt auf dem tückischen Untergrund. Eine Hinterpfote rutschte leicht weg, fing sich wieder. Sein Schweif schlug einmal zur Seite, unsicher. Die Ohren lagen halb angelegt, nicht aggressiv flach, aber auch nicht sonderlich entspannt.
Ein tiefes, kurzes Grollen vibrierte durch seine Brust. Instinktiv. Warnend.
Der Wind trug nun deutlich seinen Geruch heran. Warm. Tierisch. Und darunter ein Hauch von Zweibeiner.
Er machte einen vorsichtigen Schritt rückwärts. Das Moor hinter ihm antwortete mit einem leisen, feuchten Knacken. Der Boden dort war dunkler. Dünner. Trügerisch glatt.
Ein weiterer halber Schritt… und seine Hinterpfote sank merklich tiefer ein als zuvor. Nicht vollständig. Noch nicht. Doch das Moor schien bereit, ihn festzuhalten.
Der Hund bemerkte es.
Sein Blick zuckte kurz nach hinten, dann wieder zu euch. Jetzt lag in seinen Augen nicht nur Wachsamkeit, sondern ein flackernder Anflug von Unsicherheit.
Das Moor um euch herum war kein verlässlicher Verbündeter.
Nicht für ihn.
Nicht für euch.
Wer aufmerksam die Beschaffenheit des Bodens und die Wasseradern im Moor genauer mustert, könnte erkennen, wo der Untergrund trägt und wo er zur Falle wird.
Würfelt auf Intelligenz, um sichere Trittflächen im Moor zu erkennen.
Mit einem Wert von 5 oder höher entdeckt ihr einen tragfähigen Pfad.
Unter 5 wird der Boden unberechenbar.
Der Wind heulte über das Hochland.
Der Hund stand, halb gefangen, halb frei.
Und jede falsche Bewegung konnte das Moor entscheiden lassen.
Unbekannte Pfote
Alias — Leitung
Leitung ist Offline
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Kupferblatt war es, die nach der Zustimmung die Patrouille anführte und der Spur folgte. Sie führte tiefer in das Schattige Moor hinein und besonders aktuell war der Boden äußerst heimtückisch. Es hatte viel geregnet und umso gefährlicher war es im Moor. Manchmal versank man teilweise bis zum Bauch im Schlamm. Und wenn es einen schlecht traf, konnte man sogar noch tiefer sinken. Nichts Neues für die Katzen des BrisenClans und dennoch eine stetige Gefahr, die man nicht unterschätzen durfte.
Dann war er plötzlich da: Ein Hund. Ein großer, goldener Hund stand im Matsch und wirkte überfordert mit dem Boden, der sehr unzuverlässig war. »Ein Hund, teilen wir uns auf! « befahl Kupferblatt eilig. Der Hund war gefährlich, doch er würde die Gruppe nicht komplett angreifen können, wenn sie ihn umzingelten. »Gebt auf den Boden acht, der Hund scheint sich nicht auszukennen damit! « rief sie und dann versuchte Kupferblatt selbst festen Boden unter den Pfoten zu finden. So gut die Situation es zuließ, konzentrierte die erfahrene Kätzin sich auf den Untergrund und schaffte es einen sicheren Weg zu finden, und sich an einer anderen Stelle zu positionieren. Kupferblatt blickte den Hund an, ihr Fell stellte sich auf und sie fauchte, um das Tier zu warnen. Die Kriegerin machte einen Buckel, um größer zu werden und bleckte ihre Zähne. Sie hoffte der Hund würde die Größe der Patrouille als genug Warnung ansehen und sich erst gar nicht mit ihnen anlegen. Doch erfahrungsgemäß versuchten Hunde zumindest ihr Glück bei mindestens einer der Katzen, bevor sie das Weite suchten.
Die Kätzin war bereit, bereit sich zu verteidigen, falls das Goldene Tier es auf sie abgesehen hatte und sie hoffte, dass auch ihre Kameraden sich mutig in den Weg stellen würden. Gemeinsam würden sie mit dem Tier schon fertig werden!
Alias — Efeu
Efeu ist Offline
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Sonnenfall hatte sich am Ende der Patrouille eingereiht, um die Gruppe nach hinten abzusichern. Ihre Pfoten sanken immer wieder in den aufgeweichten Untergrund ein. Der Regen, der über das Gebiet gezogen war, hatte den Boden heimtückisch werden lassen. Bis vor einem Mond noch hätte Sonnenfall vermutlich Panik bekommen und nicht gewusst, wie sie mit dem Untergrund umzugehen hatte. Dank Efeuschatten hatte sie schnell gelernt, mit jedem Teil des BrisenClan-Gebiets umgehen zu können - auch mit dem Schattigen Moor.
Während Sonnenfalls sich aufmerksam umblickte und ihre Pfote aus dem einsinkenden Untergrund zog, drang ein dumpfes, schweres Geräusch an ihre aufmerksam aufgestellten Ohren. Das Geräusch... kam ihr nicht bekannt vor. Ihr keilförmiger Kopf schwang nach links herum als der dortige Boden einsackte. Schlamm spritzte auf, dunkle Tropfen landeten im Gras und eine große Silhouette bewegte sich im Nebel. "Achtung!" , erhob Sonnenfall die Stimme als sich eine massige Gestalt aus dem Nebel löste, ins Straucheln kam aber sich wieder fing. Breite Schulter, goldbraunes Fell, eine lange Schnauze, die die Luft prüfte. Sonnenfalls smaragdgrüne Augen weiteten sich. Ein Hund!
Er schien auf dem tückischen Boden Halt zu suchen, seine Hinterpfote rutschte leicht weg bevor er sich wieder fing und sein Schweif schlug einmal unsicher zur Seite. Sonnenfall legte ihre Ohren leicht an bevor sie ein warnendes Fauchen ausstieß. Auch der Hund hatte seine Ohren halb angelegt. Er wirkte nicht aggressiv aber auch nicht entspannt. Dann ertönte ein kurzes, tiefes Grollen aus seiner Brust. Ebenso eine Warnung wie Sonnenfalls Fauchen.
Der Hund trat einen Schritt zurück, das Moor knackte leise und feucht. Ein weiterer Schritt und seine Hinterpfote sank tiefer ein aber nicht vollständig. Sonnenfall blinzelte einmal. Wir könnten ihn zurückdrängen! Sein Blick zuckte nach hinten bevor er die Katzengruppe wieder anblickte.
»Ein Hund, teilen wir uns auf!« , befahl Kupferblatt eilig. Mit ihrer Stimme holte sie Sonnenfall aus ihrem Schreck und ihren Gedanken. Die Kätzin nickte. »Gebt auf den Boden acht, der Hund scheint sich nicht auszukennen damit!« , rief die andere Kriegerin bevor sie auf festen Boden sprang. Sonnenfall versuchte es ihr nachzumachen. Scheinbar hatte sie selbst nach 1 Mond beim BrisenClan noch einiges zu lernen. Die Gestreifte selbst fand keinen festen Halt wie Kupferblatt und sank mit ihren Pfoten erneut in den tückischen Untergrund. Fuchsdung! Sonnenfall versuchte sich selbst zur Ruhe zu zwingen bevor ihr smaragdgrüner Blick zu Kupferblatt zuckte, die einen Buckel machte, um sich vor dem Hund größer wirken zu lassen. "Der Grund hinter ihm scheint gefährlicher zu sein, Kupferblatt! Wir könnten ihn zurückdrängen, damit er tiefer einsinkt!" , rief Sonnenfall ihrer Clangefährtin zu bevor sie ihre Pfoten aus dem Schlamm zu ziehen versuchte.
Alias — Jacky
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Zur Not springe ich einfach auf ihn drauf und lass ihn tiefer sinken.
Schneetänzerin folgte den Katzen skeptisch, die die Spur verfolgten. Sie lief mittig, dennKupferblatt hatte sich entschlossen vorne weg zu gehen und Sonnenfall wollte sie von hinten absichern. Nach Schneetänzerins Meinung schien sich niemand erkundigen zu wollen, also fügte sie sich, wenn auch sie das schon reizte und sie gerne aus der Haut gefahren wäre. Doch es war irgendwie eine angespannte Situation, da sie nicht wussten, zu was oder wem die Spuren gehörten und ob es sich um Freund, Feind oder irgendwas dazwischen handelte, also hielt sie sonst so geschwätzige Kriegerin lieber still.
Die weiß bis silbrige Leopardenkätzin lief direkt hinter Kupferblatt her, als sie das Moor betraten und sich plötzlich eine Entdeckung in den Katzen breit machte. Die Spur, der sie gefolgt waren, hatte sie zu einem großen Hund geführt. Noch dazu ins Moor hinein, das ohnehin voller tückischer Gefahren war, da der Boden bei jedem Schritt bedenklich war.
Die beigefarbene Kriegerin mit den bernsteinfarbenen Augen befahl ihnen sich aufzuteilen, also sprang die silbrige Kätzin eilig ein paar Kaninehcnsprünge nach rechts, damit sie nicht auf einem Haufen standen. Sie miaute noch, dass sie auf den Boden achtgeben sollten, doch Schneetänzerin würde ihrem Namen nicht alle Ehre machen, wenn sie nicht so grazil wie eine Tänzerin über den Schlamm tänzeln würde. Und genau das tat sie. Sie stürzte nicht ein, schien genau zu wissen oder instinktiv zu sehen, wo sie hin zu treten hatte.
Als sie einen festen Stand hatte, sah sie zu den anderen. Kupferblatt schien es gut zu gehen, auch sie hatte einen Weg gefunden, doch Sonnenfall hatte leider nicht so viel Glück wie die anderen beiden Kätzinnen. Dafür hatte sie jedoch den Einfall, den goldenen Hund weiter nach hinten zu verschrecken, da der Boden dort uneinsehbarer war und das Ungetüm womöglich tiefer einsinken würde.
Schneetänzerin schnaubte. Nicht abfällig, eher zustimmend. ”Gute Idee, Sonnenfall. Vielleicht stellen wir uns halbmondförmig um ihn herum auf und fauchen und knurren ganz viel, dass er Angst bekommt.” , miaute sie und ihre Stimme klang leicht misstrauisch.
Nicht misstrauisch gegenüber der Kätzin, die seit kurzer Zeit erst bei ihnen im Clan war. Nein. Biel eher dem goldenen großen Hund entgegen. Denn wer wusste, ob er nach hinten wirklich tiefer einsank oder ihm stattdessen der Mut überkam, er nach vorn setzte, festen Untergrund zu fassen bekam und sie angriff? Wobei sie zu viert waren, also würden sie bestimmt gut mit dem Tier zurechtkommen. Dennoch waren Hundebisse gefährlich, erst recht wenn das Ungetüm so groß war, wie dieses hier.
”Zur Not springe ich einfach auf ihn drauf und lass ihn tiefer sinken.” , meinte Schneetänzerin und ihrer Stimme konnte man nicht entnehmen, ob sie das ernst meinte oder nur als Scherz meinte.
Alias — Kadse
Kadse ist Offline
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Für Feuergeist war es eine Ehre an solch einer Patrouille teilnehmen zu dürfen. Die Anspannung aufgrund der Ungewissheit lag deutlich in der Luft, aber Feuergeist war neugierig und die Aufregung konnte er nicht ganz verbergen. Sein Schweif pendelte gespannt hin und her und er ließ den Blick immer wieder über die Gegend schweifen, in der Hoffnung als Erster etwas zu entdecken. Die Spur führte Richtung Moor und Feuergeist fragte sich, was sie erwartete.
Nimm die Sache ein wenig ernster , ermahnte Feuergeist sich, aber eher halbherzig.
Der Jüngste der Gruppe lauschte dem Vorschlag von Kupferblatt und leicht nickte er. Kupferblatt war eine sehr erfahrene Kriegerin und er vertraute ihr vollkommen. Sein bernsteinfarbener Blick glitt zu Sonnenfall, als sie der Idee zustimmte. Feuergeist öffnete das Maul und wollte gerade sagen, dass er am liebsten hinten gehen wollte, aber er schluckte die Worte stattdessen herunter. Er wollte Sonnenfall nicht das Gefühl geben, dass er ihr nicht vertraute. Denn das tat er. Sie gab sich offenkundig Mühe dazuzugehören und Efeuschatten machte scheinbar auch gute Arbeit ihr alles Theoretische beizubringen, was sie wissen musste. “Ich denke auch.” , stimmte Feuergeist also zu. “Also gut, Kupferblatt vorne, Sonnenfall hinten..” Er sah zu Schneetänzerin. “Du rechts, ich links!”
Gemeinsam lief die Patrouille weiter und obwohl Feuergeist in der Regel kein Problem mit dem tückischen Untergrund in diesem Teil des Territoriums hatte, musste er sich heute ziemlich konzentrieren. Der Regen der letzten Tage hatte die Lage nicht gerade verbessert.
Mit leicht missmutiger Miene schüttelte der orange-weiße Kater den Kopf als plötzlich auf seiner Seite etwas passierte, womit er nicht gerechnet hatte. Feuergeists Herz schlug schneller. “Hund!”
Fast automatisch und voller Adrenalin folgte er dem Befehl von Kupferblatt und Feuergeist schlug eine Richtung ein, um sich ein wenig von der Gruppe zu lösen. Doch das war komplizierter als erwartet. Genau wie Sonnenfall schien Feuergeist Schwierigkeiten zu haben einen festen Stand zu finden. Das kann doch nicht wahr sein! Normalerweise hatte er doch sonst nicht solche Probleme!
Feuergeist knurrte frustriert und hob den Kopf bei Sonnenfalls Worten.
Während Schneetänzerin etwas sagte, versuchte der Kater sich zu beruhigen und mit kühlerem Kopf einen halbwegs stabilen Grund zu finden. “Also ich wäre gerade definitiv lieber auf einem Hunderücken als in diesem Boden der einen versucht aufzufressen!” , miaute Feuergeist zu den Worten der weiß-silbrigen Kätzin. Er klang mehr genervt als normalerweise belustigt.
Laubwirbel
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Schneetänzerin schnaubte auf Sonnenfalls Einfall. Es klang nicht abfällig sondern zustimmend. Eine Erleichterung für die Gestreifte, die noch um einen festen Stand kämpfte. ”Gute Idee, Sonnenfall. Vielleicht stellen wir uns halbmondförmig um ihn herum auf und fauchen und knurren ganz viel, dass er Angst bekommt.” , miaute Schneetänzerin. Ihre Stimme klang dennoch leicht misstrauisch. Sonnenfall warf ihr einen Blick aus ihren smaragdgrünen Augen zu. Hatte die andere Kätzin ein Problem mit ihr? Es war ihr nicht fremd, dass manche Clanmitglieder sie misstrauisch oder feindselig ansahen. Steppenpfote war das beste Beispiel dafür. Der Schüler schien sie von Anfang an nicht gemocht zu haben. War es mit Schneetänzerin ähnlich? Dann bleib mir bloß vom Pelz. Für Feindseligkeiten hätte die idealistische Kätzin aktuell keine Zeit. Darum würden sie sich kümmern können sobald der Hund verjagt wäre. Doch je länger sie die silbrig-weiße Kätzin mit ihrem smaragdgrünen Blick bedachte, desto eher konnte sie erkennen, dass das Misstrauen nicht gegen sie gerichtet war. Gegen den Hund.
”Zur Not springe ich einfach auf ihn drauf und lass ihn tiefer sinken.” , fügte Schneetänzerin hinzu. Sonnenfall entkam ein leichtes Schnauben. Ihre Lefzen zuckten leicht. Ernstgemeint oder ein Scherz? So oder so empfand die Kätzin es als guten Einfall, dem Hund zusätzliches Gewicht auf den Rücken zu geben. Wobei der Hund in diesem Herzschlag nicht wirkte als würde er angreifen wollen. Leicht legte die Gestreifte ihren keilförmigen Kopf schief. Eher wirkte es als... wäre er unsicher. Er wirkte nicht aggressiv, wirkte aber auch nicht entspannt. Und, wenn wir uns täuschen? Vielleicht wollte der Hund gar nicht angreifen und ihnen schaden. Vielleicht... brauchte er Hilfe?
Feuergeists frustriertes Knurrend rang an Sonnenfalls Ohren.“Also ich wäre gerade definitiv lieber auf einem Hunderücken als in diesem Boden der einen versucht aufzufressen!” , schien der orange-weiß gestreifte Kater der silbrig-weißen Kätzin beizupflichten. Für Sonnenfalls Ohren klang der Krieger genervter als er normalerweise war. Sie warf ihm einen mitfühlenden Blick zu bevor ihr Blick von Feuergeist zu Schneetänzerin und schließlich zu Kupferblatt glitt. "Was ist... wenn der Hund gar nicht aggressiv oder angriffsbereit ist?" , sprach sie schließlich ihre Zweifel an während sie zum wiederholten Mal ihre Pfote aus dem Untergrund zog. "Er hat zwar die Ohren angelegt aber er wirkt unsicher statt aggressiv. Denkt ihr, er wird wirklich angreifen? Vielleicht braucht er Hilfe?" , fügte sie hinzu bevor ihr Blick wieder zu dem goldene Hund glitt, um ihn trotz ihrer Skepsis im Auge zu behalten.
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
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Das Moor lebte.
Denn unter jeder Pfote bewegte sich der Boden, als würde er langsam atmen.
Kupferblatt hatte rechtzeitig festen Grund gefunden und stellte sich dem Hund mit gesträubtem Fell entgegen. Schneetänzerin bewegte sich geschmeidig über den tückischen Untergrund und fand ebenfalls Halt zwischen den dunklen Wasseradern.
Doch nicht jede Pfote hatte so viel Glück.
Mit einem nassen Schmatzen gab der Boden unter Sonnenfall erneut nach. Schlamm schloss sich um ihre Pfoten und zog schwer an ihren Läufen, als wollte das Moor sie festhalten. Noch war sie nicht gefangen, doch jede hastige Bewegung ließ den Untergrund unter ihr weiter nachgeben.
Der Hund beobachtete alles.
Seine braunen Augen huschten von Katze zu Katze, blieben einen Moment länger auf Kupferblatt liegen, als sie ihren Befehl gab. Seine Ohren richteten sich unwillkürlich nach vorne, als würden sie jedes Wort auffangen.
Als Sonnenfall laut aussprach, dass sie ihn zurückdrängen könnten, zuckte der Blick des Hundes direkt zu ihr.
Sein Schweif schlug einmal unruhig durch die Luft. Er wich einen Schritt zurück. Ein Fehler. Der Boden hinter ihm gab sofort nach. Seine Hinterpfote rutschte tiefer in den dunklen Schlamm und ein erschrockenes Bellen entfuhr seiner Kehle. Es war kein drohendes Bellen, eher ein kurzer Laut des Schrecks, als hätte ihn das Moor selbst überrascht.
Er versuchte sein Gewicht nach vorne zu verlagern, doch der Untergrund war tückisch. Schlamm spritzte auf, als er sich wieder freizog. Jetzt stand er still. Seine Brust hob und senkte sich schneller.
Sein Blick wanderte erneut über die Katzen, zuerst zu Kupferblatt, dann zu Sonnenfall, dann zu Schneetänzerin. Als Schneetänzerin davon sprach, sich halbmondförmig um ihn zu stellen, spannte sich sein Körper merklich an.
Allerdings nicht zum Angriff. Eher wie ein Tier, das zu verstehen versucht, von welcher Seite Gefahr kommen könnte.
Der Wind trug nun deutlich seinen Geruch heran. Warm. Tierisch. Und darunter ein frischer Hauch von Zweibeiner. Er gehörte nicht hierher.
Zwischen euch und dem Hund zogen sich mehrere dunklere Streifen durch das Gelände. Wer das Moor gut kannte, konnte erkennen, dass manche Stellen fest genug waren, während andere kaum mehr als eine dünne Schlammhaut bildeten.
Eine falsche Bewegung.
Und jemand würde tiefer sinken.
Der Wind heulte über das Hochland. Der Hund blickte kurz hinter sich, zum Moor. Dann wieder zu den Katzen. Seine Ohren zuckten erneut, als würde er auf jedes Wort warten.
Würfelt:
• Intelligenz (5+)
-> Ihr erkennt sichere Trittstellen im Moor und könnt eure Position strategisch verbessern.
• Balance (5+)
-> Ihr bewegt euch sicher über den Untergrund, ohne einzusinken.
• Stärke (5+)
-> Katzen, die im Moor feststecken, können versuchen sich aus dem Schlamm zu befreien.
Unter 5:
Der Boden gibt weiter nach.
Das Moor wartete geduldig darauf, wen es als nächsten verschlucken durfte.
Unbekannte Pfote
Alias — Leitung
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