Der Kater hatte kein Glück bei der Jagd gehabt und kurz kehrte Felsensprung zu ihm zurück. Auch er hatte nichts, doch er war schnell wieder weg für einen weiteren Jagdversuch. Danach würden sie zurückkehren, Beute hin oder her.. »Ja doch, Boss « murmelte Silberluchs grinsend und verschwand dann ebenfalls durch das Dickicht. Er witterte die kalte, nasse Nachtluft, doch er konnte nichts wittern. Das ist ja wie verflucht.. und es war ja ohnehin komisch gewesen, als dieser eine Kater auf einmal aufgetaucht war.. Grade wollte Silberluchs zurückkehren, da flog ihm eine Amsel quasi vor die Nase. Er schlug schnell mit der Pranke zu, erwischte den Vogel und kehrte damit zurück. Kurz darauf erschien Felsensprung »Die ist mir quasi vor die Nase geflogen. Glück muss man haben « miaute Silberluchs grinsend und sah die Ratte, die Felsensprung hatte erlegen können. »Nicht schlecht für dich..Sie muss dich für eine andere Ratte gehalten haben..und als sie den Fehler erkannte, war es zu spät « neckte Silberluchs den ehemaligen Mentor und dann rannte er wie von der Biene gestochen davon, um einem möglichen Schlag von dem Kater zu entgehen. Sicherlich wollte Felsensprung diesen frechen Spruch nicht auf sich sitzen lassen: Er wusste doch immer noch, wie er den schlanken Kater aus der Reserve locken konnte.
Auch wenn es eine komische Begegnung gegeben hatte und auch wenn es mit der Beute nicht so klappen wollte: Der Ausflug mit Felsensprung war schön gewesen und manchmal kam es dem Silbernen fast so vor, als würde die Luft zwischen ihnen knistern wie das Herbstlaub unter den Pfoten. Aber sicher bildete Silberluchs sich das nur ein, er war ja manchmal ein Träumer.
Laubwirbel
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Felsensprung sammelte seine Gedanken und schloss für ein paar Herzschläge seine glühenden, bernsteinfarbenen Augen, um wieder ruhiger zu werden. Komm schon. So gern er auch ins Lager zurückkehren würde, um Braunellenstern Bericht zu erstatten, wusste er doch, dass Silberluchs recht hatte. Der Clan brauchte jedes Stück Frischbeute, das sie fangen konnten. Felsensprung atmete einmal tief durch bevor er seine mandelförmigen Augen wieder öffnete.
Tief sog der Braune die Nachtluft erneut ein. Zusätzlich öffnete er seine Lefzen, um die Luft zusätzlich zu schmecken. Er konnte den Regen wahrnehmen, die Beutegerüche, schale Gerüche seines Clans... und... Seine Schwanzspitze zuckte leicht.
Wachtelkönig!
Er folgte der Duftspur und entdeckte den Vogel. Der Wachtelkönig schien mit Picken beschäftigt zu sein. Perfekt. Felsensprung ließ sich ins Jagdkauern sinken und schlich vorwärts. Dann sprang er ab, landete auf dem Vogel und erlegte ihn bevor er mit den Flügeln schlagen, davon flattern oder einen Warnruf ausstoßen konnte. Zufrieden nickte Felsensprung. Ein Wachtelkönig war besser als nichts.
Mit dem Vogel kehrte er zu Silberluchs' und seinem Treffpunkt zurück. Er konnte seinen ehemaligen Schüler erkennen, der scheinbar eine Amsel erlegt hatte. »Die ist mir quasi vor die Nase geflogen. Glück muss man haben« , miaute der andere Kater grinsend. Belustigt schnaubte Felsensprung. »Nicht schlecht für dich..Sie muss dich für eine andere Ratte gehalten haben..und als sie den Fehler erkannte, war es zu spät« , schien der silbrige Kater den braunen Krieger necken zu wollen. Felsensprung schnaubte einmal als er den Vogel ablegte. "Ich weiß ja nicht, wo du eine Ratte siehst aber für den Spruch räche ich mich." , warnte er den anderen Kater belustigt vor. Es war ihm nicht fremd, dass man sein Erscheinungsbild dank seiner spitzen Schnauze mit Mäusen oder gar Ratten verglich. Früher hatte es ihn beleidigt und verletzt, inzwischen stand er darüber und es störte ihn nicht mehr. Silberluchs schoss davon als Felsensprung gerade ausholen wollte. "Flohgehirn!" , rief er dem Silbernen belustigt hinterher. "Vielleicht solltest du dir von Lavendelschleier die Augen überprüfen lassen!" , fügte er mit einem Grinsen hinzu.
Und da war es wieder. Dieses sonderbare, ruhige Gefühl, das Felsensprung überkam, wenn er mit Silberluchs sprach oder allein war. Und nach wie vor wollte er sich nicht eingestehen, woher es kam. Denn das Gefühl war dem Braunen eigentlich nicht fremd, hatte er es doch schon in Gegenwart zweier Kätzinnen gespürt.
der Frostige
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Felsensprung wies Silberluchs daraufhin, dass er keine Ratte gefangen hatte. Und als der braune Kater den Wachtelkönig ablegte, erkannte er ihn, bevor er davongesprungen war, um vor Felsensprungs Ohrfeige auszuweichen. »Oh ja tut mir Leid. Ich entschuldige mich sehnlichst. Aber in dem Regen und der Dunkelheit und vor allem in Angesicht deiner funkelnden Augen, habe ich das nicht erkannt « säuselte Silberluchs und kurz leckte er Felsensprung über die Wange, ehe er wieder davonsprang und lachte. »Los jetzt komm schon, oder hast du vor hier Wurzeln zu schlagen? Pass auf, sonst halten die Eichhörnchen dich noch für einen Baum.. wenn auch für einen sehr knorrigen « lachte der silberne Kater und mit der Amsel lief der Kater los. »Na gut ich lasse die Scherze ja schon sein, aber du musst zugeben: ich hatte einen guten Lauf « grinste der Kater und hatte beinahe die seltsame Begegnung zu Beginn der Patrouille vergessen. Aber eben doch nur beinahe. »Wir müssen wirklich gleich nach Braunellenstern oder Rindenseele schauen. Sie wissen dann, was zu tun ist... hoffentlich « miaute er ruhig. Er selbst vertraute Braunellenstern, doch nicht jeder hatte es gutgeheißen, dass sie gesagt hatte, dass der WurzelClan keine Kämpfe provozieren sollte und das obwohl der GlutClan es total darauf angelegt hatte. Auch Silberluchs verstand es nicht, doch er war nur ein Krieger und musste nicht immer verstehen, warum ein Anführer eine gewisse Entscheidung traf. Bisher hatte Braunellenstern den Clan gut geführt und es wäre für die junge Anführerin sicher einfacher durch diese schwere Zeit zu kommen, wenn sie wüsste, dass der Clan hinter ihr steht.
Laubwirbel
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