Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 Nine Lives Aren’t Enough
151. Mond - 11. Tag des Blattfalls, Sonnenhoch

Flimmer

Flimmer
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13.02.2026, 02:16
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i never liked misty days

Die Sonne lag wie flüssiges Gold auf Flimmers rabenschwarzem Pelz, kroch ihr bis auf die Haut und wärmte sie durch und durch. Sie schlenderte mehr, als dass sie wirklich ging - die Pfoten setzten sich fast von allein, während ihr Blick verträumt über die Welt glitt. Ein Lüftchen strich durchs Gras, trug den Duft von Staub, Harz und fernen Zweibeinern mit sich. Ach, das Leben war schon was Feines, wenn man’s nich’ so eilig hatte.

Flimmer hatte es noch nie verstanden, warum manche Katzen ständig hetzten, als würde ihnen der Himmel auf den Kopf fallen. Man musste doch nur die Augen offenhalten - für die warmen Sonnenflecken, das Rascheln im Unterholz, das Kitzeln vom Wind im Fell. Das waren die Sachen, die zählten. Die kleinen Dinger eben.

Sie blieb stehen, hob die Nase und schnupperte. Dann deutete sie mit einem Kopfnicken in Richtung einer lichteren Stelle abseits des Donnerwegs, wo der Wald dünner wurde und das Gras niedergetreten war.

"Schau, Zahn, da hinten ham se gerastet", murmelte sie, ihre Stimme rau und ein bisschen schief, als hätte sie zu oft Staub geschluckt. "Riechste das? Nich’ nach Clans. Nich’ nach so geschniegelt’n Grenzkontrolleuren. Eher… wie wir. Streuner halt. So frei Schnauze."

Ihre Schnurrhaare zuckten. Flimmer mochte manchmal wirken, als wäre sie ein bisschen neben der Spur - verträumt, leichtgläubig vielleicht - aber dumm war sie nicht. Als Späherin musste sie die Zeichen lesen können. Gebrochene Halme, fremde Gerüche, der Hauch von Gefahr zwischen den ganzen Eindrücke von Mutter Natur. Ein falscher Schritt, und man bezahlte teuer. Sehr teuer.

Mama hatte immer gesagt, Katzen hätten neun Leben. Flimmer hatte das nie so ganz geglaubt. Selbst wenn - neun war doch auch nich’ unendlich. Und jedes einzelne davon war kostbar wie ein warmer Schlafplatz in der tiefsten Blattleere.

"Vielleicht sind’s ja neue Freunde, hm?" Sie warf Zahn einen blinzelnden Blick zu, die Augen hell vor Hoffnung. "So wie die vom BrisenClan. Is’ schon’n Glück, dass wir bei denen unterkommen durften, weißte? Die Scheune…" Sie seufzte selig. "Boah, ich lieb das Stroh. So weich, so warm. Als würd’ste auf ’ner Wolke pennen. Stell dir das mal vor! Wenn wir da wieder hätten wegmüssen… nee, das wär mies gewesen. Richtig mies."

Für einen Moment verlor sie sich in dem Gedanken - goldene Halme, die nach Sonne rochen, und das leise Atmen der anderen Katzen in der Dunkelheit.

Dann - ZACK - war sie wieder ganz Energie.

"Los, Zahn! Wettrennen! LOS!" quietschte das Kätzchen urplötzlich, sprang um ihn herum wie ein aufgedrehter Schatten und rammte ihm mit einem frechen Grinsen die Schulter. "Wer schneller beim Zweibeinerort is’, muss das ganze Zeug schleppen! Äh - warte - ÄH! HALT! Wer langsamer is’!"

Ohne abzuwarten, ob er lachte oder schimpfte, schoss sie davon. Neben dem Donnerweg entlang, wo die Monster vorbeidonnerten und der Boden vibrierte. Staub wirbelte unter ihren Pfoten auf und brannte ihr in der Nase, aber sie liebte es einfach. Liebte das Rasen, das Brennen in den Muskeln, das Gefühl, als könnte sie mit den Monstern mithalten.

Der Wind zerrte an ihrem Fell und riss ihr ein freches Lachen aus der Kehle. Ihr Herz hämmerte, ihr Körper kribbelte vor Aufregung - und in diesem Moment fühlte sie sich unbesiegbar.


@Zahn
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Zahn

Zahn
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#2
15.02.2026, 13:10
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the bitter tooth



Der schwarze Kater folgte Flimmer und betrachtete den großen Körper der Kätzin. Es kam ihm vor wie gestern, als er die kleine Streunerin gefunden hatte und auf die aufgepasst hatte. Und nun sind sie Teil der Schattenläufer, hatten ein Zuhause gefunden in ihrer Familie. Wie immer tat Flimmer, was ihre Aufgabe war: Sie kundschaftete die Gegend aus und das tat sie sehr gut. Sie wusste, worauf sie achten musste und erkannte Zeichen, die ihr zeigten, wo jemand gewesen war. So wie Zahn instinktiv wusste, wo er seine Kräuter zu suchen hatte. Nachdenklich prüfte er die Luft und nickte »Ja, du hast sie schon mal gerochen nicht wahr?« fragte er und als Flimmer schon darüber nachdachte, wer diese Gruppe sein könnte und ob es sich wohl um Freunde handelte, machte Zahn sich ganz andere Gedanken. Immerhin waren hier nicht viele Freunde. Sie hatten ein gewisses Bündnis mit dem BrisenClan, doch die anderen Clans waren ja eher nicht so freundlich. Auf ihren Gebieten waren sie nicht geduldet und dieser Heiler des GlutClans, hatte ihn sogar von einem Ort vertrieben, der offensichtlich nicht mal Clangebiet gewesen war.
Doch Flimmer freute sich einfach, dass der BrisenClan sie geduldet hatte und noch bevor Zahn seine Sorge aussprechen konnte, startete die Kätzin ein Wettrennen und war davon gerannt. Wie immer, hatte er sich nicht dagegen äußern können und so rannte Zahn ebenfalls los. Was hatte er auch für eine andere Wahl? Er versuchte die langen Beine im Laufen zu sortieren und versuchte hinter Flimmer herzukommen, doch so richtig wollte ihm das nicht gelingen. Auch wenn Zahn sich durch enge Passagen und Gärten quetschen konnte, das schnelle Rennen war nicht seine Stärke. »Flimmer pass auf und schau wo du hinrennst!« rief Zahn mahnend, als er erkannte wie unbesorgt die Kätzin unterwegs war und plötzlich war er es selbst, der stolperte. Ein kleines Erdloch hatte der Kater übersehen, kam zu Fall und schlitterte über den matschigen, Gras besetzten Boden. »Urks« gluckste Zahn, der sich zum Glück nichts getan hatte, außer ein Schlammbad einzufangen. Kurz blieb er liegen, dann sprang er auf und schüttelte den schlaksigen Körper »Zahn ist kein Kater für Wettrennen. Zahn ist doch kein BrisenClaner« murrte er und zupfte sich Grasbüschel aus dem kurzem Pelz. Der dunkle Streuner witterte die Luft »Flimmer, riechst du das?« mauzte er, aber mit Sicherheit war das der schwarzen Kätzin nicht entgangen.



@Flimmer @Traumfresser @Schneewehe @Silberstille
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Traumfresser

TraumfresserVom Schatten berührt
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#3
21.02.2026, 08:24
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Wo Licht ist, wird gesehen



Sonnenhoch lag hell über dem Zweibeinerort und ließ die neun Nester beinahe friedlich wirken. Gepflegte Gärten, schmale Durchgänge zwischen Zäunen, der verlassene Donnerweg wie eine graue Narbe, die sich träge durch das kleine Örtchen zog. Der Wind war leicht, aber stetig, trug Staub, Zweibeinergeruch und den warmen Hauch von aufgeheiztem Stein. Traumfresser stand bereits, bevor die beiden Streuner sie wahrnahmen. Sie hatte sich nicht versteckt. Sie hatte nur den besseren Winkel gewählt. Kein Wunder, dass die beiden Streuner sie nicht sofort wahrnahmen. 

Ihr Körper ruhte im Schatten einer Mauer, die Sonne schnitt eine scharfe Linie über ihre Schultern. Ihr Kopf war leicht gesenkt, die Augen unter halb gesenkten Lidern verborgen, sodass man nicht sofort erkannte, wie genau sie beobachtete. Ihre Aufmerksamkeit lag zuerst auf Bewegung, dann auf Rhythmus, dann auf Atem.

Das Lachen der schwarzen Kätzin war hell und ungebremst. Es zerschnitt die vorsichtige Mittagsruhe wie ein Stein, der in stilles Wasser fällt. Staub wirbelte unter schnellen Pfoten auf. Sie rannte dicht am Donnerweg entlang, als gehörte ihr dieser Ort.

Hinter ihr der schlaksige Kater. Längere Schritte, weniger Tempo. Als er stolperte, registrierte Traumfresser nicht das Missgeschick, sondern die Reaktion danach. Er blieb liegen, atmete, stand wieder auf. Kein panisches Flackern. Nur Sammlung. »Zahn ist kein Kater für Wettrennen. Zahn ist doch kein BrisenClaner«

Interessant.

Der Geruch der beiden erreichte sie deutlicher, als der Wind kurz drehte. Stroh. Scheune. BrisenClan? Ein Hauch von fremder Sicherheit, die nicht hier gewachsen war. »Flimmer, riechst du das?«

Traumfresser trat aus dem Schatten.

Der Schritt war ruhig, aber bewusst gesetzt. Sie wählte eine Position, die leicht versetzt vor ihren Geschwistern lag. Nicht frontal blockierend, eher wie eine natürliche Verschiebung des Raumes. Wer näherkam, würde zuerst an ihr vorbeimüssen.

Sie machte den Ort enger.

Das Sonnenlicht fing sich in ihrem Fell, ließ ihre Konturen hart wirken. Ihre Muskeln lagen unter der Haut wie gespannte Sehnen, bereit, ohne dass sich auch nur eine sichtbar bewegte. Ihr Schweif hing ruhig, nur die Spitze beschrieb eine kleine, gleichmäßige Bewegung, die nicht nervös war, sondern messend.

Sie sprach nicht. Ihre Augen ruhten auf der schwarzen Kätzin. Länger, als es angenehm war. Nicht aggressiv, allerdings auch nicht freundlich. Es war ein Blick, der prüfen wollte, wie lange jemand Lautstärke aufrechterhalten konnte, wenn sie beobachtet wurde. Der Wind schob Staub zwischen sie. Ein Gartenzaun knackte leise. In der Ferne vibrierte der Donnerweg, als ein Monster vorbeizog. Traumfresser blieb stehen.

Hier wird nicht gerannt.

Sie sagte es nicht laut. Der Satz lag unausgesprochen zwischen ihnen, getragen von Haltung und Abstand. Wer diesen Raum lesen konnte, verstand. Ein kurzer Seitenblick glitt zu Silberstille und Schneewehe. Kein Zeichen von Unsicherheit. Keine Aufforderung. Es war eine bewusste Öffnung. Die Szene gehörte nun ihm, wenn er sie nehmen wollte. Strategien wurden nicht durch Lautstärke geboren. Außerdem gab es keine aktive Gefahr durch die zwei Fremden und somit keinen Grund für die Verbannte, die Krallen auszufahren.

Dann richtete sich ihr Blick wieder auf die Streuner. Schneewehe befand sich hinter ihr, im Schutz der Linie, die Traumfresser gezogen hatte, ohne sie zu benennen. Das war keine zärtliche Geste. Es war reine Platzierung. Sie war die Kralle und die Kralle war bereit sich in das Fleisch der Fremden zu bohren, wenn nötig. 

Die schwarze Kätzin roch nach Energie. Nach ungebremster Bewegung. Nach jemandem, der das Leben mit beiden Pfoten packte und dabei selten zurückblickte. Solche Katzen waren nicht immer eine unmittelbare Gefahr, doch manchmal gewiss schon. Sie waren unberechenbar, und Unberechenbarkeit musste beobachtet werden.

Traumfressers Ohren zuckten minimal, als der Wind erneut drehte.

Grenznähe.

Sie ließ die Stille wirken. Es war keine unangenehme Stille, zumindest nicht für Traumfresser. Als würde die Luft selbst entscheiden müssen, wer als Nächstes sprach. Und während die Sonne weiter auf sie alle herabbrannte, war es nicht das Licht, das die Szene beherrschte und die Stille ausfüllte. Es war die Erwartung.


@Schneewehe, @Silberstille @Flimmer, @Zahn
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Schneewehe

Schneewehe
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#4
21.02.2026, 18:29
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Es tut so unglaublich weh


Traumfresser war stehen geblieben und hatte ihre Geschwister somit ebenfalls zum Stillstand gezwungen. Zumindest Schneewehe. Denn wenn Traumfresser stehen blieb, dann bedeutete dies meistens etwas. So lag ihr Blick auf der Schwester, nicht all zu lang denn die Sonne blendete die junge Katze auf  freche Art und Weise. Sie spiegelte sich mal in diesen durchsichtigen Wänden der Zweibeiner, dann strahlte sie heller durch den Glanz im Fell ihrer beiden Geschwister. Es war nicht so penetrant und unerträglich wie in der Blattgrüne, wo sogar der Donnerweg begann zu Flimmern. Und dennoch minderte es die Anstrengung nicht in der Schneewehe immer mal die Augen zusammen kniff.

So tat die kleinere der drei Katzen es auch jetzt. Sie kniff die Augen zusammen und hielt inne. Ihr Atem flach und so leise wie möglich. Was genau hatte Traumfresser entdeckt? War da eine Gefahr? Vorsichtig versuchte sie heraus zu kristallisieren wohin ihr Blick gehen könnte, konnte jedoch nur den Radius erahnen.
Gerade war sie kurz davor zu fragen was los war, als sie einen Herzschlag später entdeckte was die Dunkelmaskierte so vereinnahmte. Es waren zwei schwarze Katzen. Eine wirkte schlaksiger als die andere. Irgendwie... komisch. So eine Katze hatte Schneewehe noch nicht gesehen.
Neugierig drehte sie die Ohren in ihre Richtung und gleichzeitig zuckte der Schwanz auf Grund von Unsicherheit. Noch hing er entspannt nach unten, doch dies lag lediglich an ihrem Bruder und ihrer Schwester.

Plötzlich bewegte sich Traumfresser. Schneewehe hielt die Luft an. Ihr Blick rückte zur Schwester. Ihr Körper sprach nicht von Anspannung, zumindest nicht von jener Anspannung die ihre Muskeln vor dem Angriff zeigten. Und doch lag da etwas unter dieser kurzen Fellschicht.
Schneewehe wartete mehrere Herzschläge ab, bevor sie die Luft ausatmete und Traumfresser folgte.
Es waren kleine Schritte, bedacht. Zugleich ein Humpeln der rechten Hinterpfote. Die Kätzin lief mit verlagertem Gewicht – noch immer tat ihr das Absetzen der gebissenen Pfote weh. Ein weiterer Grund wieso sie so langsam voran Schritt und ihre Geschwister wohl so protektiv waren.
Traumfresser stand bereits in Position. Eine Geste zwischen einer Hürde die weder blockiert noch durchlässt und einer Veränderung des Raumes.

Bis Schneewehe bei ihrer Schwester ankam, schob der Wind bereits Staub zwischen ihnen und ein Gartenzaun knackte. Und noch immer hatte die silberne lediglich ihre Schwester im Blick, wenn gleich ihre Ohren aufmerksam auf die fremden schwarzen geheftet waren.
Auf Höhe der Flanke blieb sie schließlich stehen und legte ihren Kopf leicht auf das Hinterteil. Nun waren die Muskelanspannungen spürbar. Und die Augen suchten wieder das Angesicht der zwei Fremden. Sie stand da, geschützt und nah. Zugleich nicht hindernd wenn die Kralle beschloss, dass ihr Einsatz gekommen war. Doch im Moment wirkte es eher, als würde sie ihren Kopf nutzen. Eine Tatsache die die Schnurrhaare amüsiert tanzen ließen.

Da spürte sie die Augen, wie sie auf ihr landeten. Sie selbst hob den Kopf wieder und sah kurz zu Silberstille. Würde er das Wort erheben? Würde er etwas sagen oder sie ignorieren? Wieder wanderten ihre Augen prüfend zu dem hageren schräg wirkendem Kater und der viel zu... unruhigen Katze. Im Ansatz ihres Felles bemerkte die getigerte ein prickeln. Sie wurde von der Unruhe erfasst, wenn sie nicht aufpassen würde.
Vielleicht sollte sie sich zurück ziehen und schweigen.

Nein. Sie war die Stimme. Sie würde sich erheben, damit der Gedanke seine Wege ziehen kann. Seine Kreise mit allen Informationen die sie heraus holen konnte um den besten Weg einzuschlagen.
Dies war schließlich ihre Aufgabe – oder etwa nicht?

Langsam schlossen sich die eisblauen Augen, sie sog die Luft ein und ein leichtes Lächeln trat auf die Lippen, als das Halsfell wieder die Flanke Traumfressers suchte.

“Aber wen haben wir denn da?“

, sprach sie freundlich. Die Kätzin verlagerte ihr Gewicht, hob die hintere Pfote wieder an um sie zu schonen. Wenn der Wind günstig stünde, würden  die Fremden bemerken, dass eine von den dreien definitiv verwundet war. Ihr Kampf lag gerade einmal sechs Sonnenaufgänge zurück. Und wenn Schneewehe ihren Hals zu viel bewegte, zog die Wunde deutlich.

“Bisher... haben wir gewiss nicht alle Streuner getroffen. Aber ihr zwei...“

Ihr Blick wanderte bei der Kätzin vom Gesicht mit den hellen, fast schon leuchtenden Augen über die Statur, den Bauch, die Flanke hin zum Schwanz und anschließend hinüber zu dem Kater. Seinen viel zu großen Ohren und der schlaksigen fast schon dürren Gestalt. Wie ein falsch zurecht gezogene Katze wirkte es. Und Schneewehe wusste nicht ob sie darüber lachen sollte, also blinzelte sie lediglich.

“Aber ihr zwei wirkt hier nicht zugehörig. Wie ein Baum im Fluss, ein Fisch an Land oder aber ein Vogel in der Erde.“

Nun entrann ihr doch ein leichtes kichern. Nicht bösartig, belustigt. Sie hatte das Bild gehabt wie der schlaksige Kater über Steine versucht zu balancieren. Oder wie er von einem Greifvogel verschmäht wurde auf Grund des geringen Futtergehaltes.

“Und dennoch seit ihr hier. Aber woher kamt ihr?“

Offene Neugier.


Alias — nessjas
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Flimmer

Flimmer
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#5
21.02.2026, 18:59
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i never liked misty days


Flimmer war so sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen - dem Staub in der Nase, Sonne im Fell und dem Nachhallen ihres eigenen Lachens - dass sie erst im letzten Moment bemerkte, dass da etwas war. Etwas direkt vor ihr.

Ihre Pfoten schlitterten ein Stück über den trockenen Boden, Krallen scharrten und Staub wurde in einer langen Spur hinter ihr aufgewirbelt. Sie ruderte kurz mit dem Schweif, als müsse sie ihr Gleichgewicht erneut finden, ehe zwei tapsige Schritte folgten. Dann kam sie endlich zum Stehen, nur eine Fuchslänge entfernt von beiden Gestalten, die in ihr Sichtfeld getreten waren.

"Woooaaaah!" Der Laut rutschte ihr halb erschrocken, halb verdattert heraus. Flimmer blinzelte in Folge. Einmal, zweimal, dreimal - ganz perplex eben. Dann hob sie langsam eine Braue, sich vor den Fremden ohne sichtliche Aggression oder Dominanz aufbauend.

Ihre Ohren legten sich schief an, als hätten sie vergessen, in welche Richtung sie eigentlich zeigen sollten. Verwirrt sah sie über ihre Schulter zurück zu Zahn, die Augen groß und rund, als hätte man sie gerade eben erst wachgeschüttelt. "Äh…?"

Ihr Blick sagte alles; hab ich was verpasst? Oder vielleicht eher; was machen wir jetzt? Für einen Herzschlag wirkte sie wirklich verloren. Nicht ängstlich, aber trotzdem irgendwie als hätte man sie bestellt und nicht abgeholt.

Dann drehte sie sich wieder nach vorn. Und da passierte es! Der Moment, in dem Flimmer einfach… Flimmer war.

Ihr Kopf legte sich leicht schief, als würde sie die fremden Katzen aus einem neuen Winkel betrachten wollen. Ihre Augen huschten registrierend über sie - die gespannte Stille, das helle Fell dahinter, diese ganze knisternde Atmosphäre, die sich anfühlte wie kurz vor einem Gewitter in der Blattgrüne und die kalten, blauen Augen. Gruselig!

Sie verstand kein bisschen davon, also lächelte sie. Weit, warm und freudig, wie ein unschuldiges, zu groß geratenes Junge. Ein Lächeln, das frei von böser Absicht schien.

"Heeey!", grüßte sie besonnen, als wäre das hier die selbstverständlichste Begegnung der Welt, "Na ihr Zwei?"

Sie trat einen halben Schritt näher, dann wieder einen zurück, als hätte ihr Körper vergessen, in welche Richtung er eigentlich wollte und wie man sich angesichts Fremder am besten höflich verhielt. Ihre Ohren stellten sich wieder auf, leicht schief, aber neugieriger Natur.

"Wir ham euch ja voll übersehn! Oder ihr uns. Oder… andersrum?" Die Schwarze grinste schief. Von Zahns vorheriger Frage, die in ihrem einen Ohr Einlass fand und das Andere zugleich wieder verließ, keine Spur. Der Geruch, das Schnuppern, das Ganze "Riechste das?"  - einfach weggefegt, wie Staub im Wind.

Flimmer strahlte sie an, als wären sie alte Bekannte, die sie nur ein bisschen zu spät entdeckt hatte. "Ich bin Flimmer übrigens", plapperte sie munter weiter, völlig unbeeindruckt von der Spannung, die zwischen den Katzen hing. "Und der Lange da hinten is’ Zahn. Nich’ so schnell wie ich, aber der is’ halt für andre Sachen gut!"

Sie warf ihm über die Schulter ein breites, verschwörerisches Grinsen zu, bevor ihr goldener Blick wieder nach vorn sprang - heiter flackernd und lebendig. "Und ihr so?"


@Zahn @Schneewehe @Traumfresser
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Zahn

Zahn
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#6
24.02.2026, 16:35
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the bitter tooth



Zahn kam deutlich vor Flimmer zum Stehen und wurde auch schon von ihr vorgestellt. Die drei Katzen, die sie da vor sich hatten, waren definitiv irgendwie besonders. Die langhaarige Kätzin sprach etwas rätselhaft - nichts, was Zahn nicht kannte. »Wir kamen von dort, wo wir her sind. Aber Schatten sind immer unterwegs« miaute der Kater und gab Schneewehe vermutlich damit nicht grade die Antwort, die sie gerne hörte. »Wir sind immer auf der Reise, keine richtig festen Orte für uns« miaute Zahn und blickte zu Flimmer. »Wir sind keine Last, ziehen einfach weiter und nehmen nichts weg, was nicht nachwachsen würde« erklärte er und war sich nicht sicher, mit was er und Flimmer es hier zu tun bekamen. Natürlich wäre es schön, wenn die Gruppe freundlich gesinnt wäre..Doch bis jetzt verhielt sie sich eher neutral. Und die Kätzin mit dem dunklem Gesicht hatte sich relativ schützend aufgestellt, hatte gleich die Dynamik aus der Situation geholt. Einerseits war das gut, aber sie gab auch klar zu verstehen: Wegrennen ist keine Option. »Wie wir schon sagten, wir sind Flimmer und Zahn und mit wem haben wir es zu tun? Wir haben euch bisher noch nie getroffen« erklärte Zahn ruhig und sein Schweif zuckte leicht, er blieb freundlich und zurückhaltend.
Wie immer war Flimmer wesentlich offener als er, machte sich keinerlei Gedanken darüber was geschehen konnte. Zahn hingegen fragte sich, was sie tun sollten, wenn diese drei hier vor ihnen auf Ärger aus waren. Sie hatten Kralle, Elster oder Dorn nicht in der Nähe. Was sollten sie tun, um sich zu verteidigen? Zahn war eher ein Heiler und sicherlich kein Kämpfer. Auch wenn er wusste, wie er sich verteidigen musste, so wollte er es nicht mit drei Katzen auf einmal aufnehmen. Und diese drei sahen definitiv so aus, als hatten sie schon deutlich wildere Dinge erlebt als er und Flimmer. Allein die kleine Kätzin hatte so etwas Irres in den Augen, dem Zahn nicht begegnen wollte.



@Flimmer @Schneewehe @Traumfresser @Silberstille
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Schneewehe

Schneewehe
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#7
25.02.2026, 12:32
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Der Intellektuelle und das Bienenhirn


Es wurde Laut. Nicht durch sie, die ihre Stimme erhob. Sondern durch das was da Geschah, zusammen kam und passierte – aber auch durch das was die fremden Katzen sprachen und wie sie sprachen. Oder auch nicht.
Zunächst war es ein Laut, den Schneewehe so noch nicht vernommen hatte. Irritiert drehte sie die Ohren kurz zurück, wandten sie dann wieder vor. Die schwarze blinzelte Perplex und hob eine Braue, letzteres tat die weiß-silberne Kätzin ihr gleich. Wie ein Spiegel. Denn für sie war das Gebaren dieser flinken Katze jene Gestik wert. Ihr irritierter Blick zu ihrem Begleiter und ihre irritierte Frage des: “Äh..?“ sprach Bände für Schneewehe. Geduldig wartete sie, stieß sachte an die Flanke ihrer Schwester als wollte sie ihr sagen: Warte noch. Hab Geduld.

“Heeey! Na ihr Zwei?“

Nun war es an Schneewehe den Kopf zur Seite zu legen. Sie beobachtete wie die Fremde unruhig nach vorne zu tanzen schien und wieder zurück.

Vielleicht sollte ich sie tänzelnde Katze nennen...

Überlegte die Stimme bei sich. Während diese Tanzkatze ein schiefes Grinsen zeigte und davon sprach, dass sie einander voll übersehen hatten. Ja. Dies war wohl die Idee ihrer Schwester Traumfresser gewesen. Nicht umsonst hatte sie den richtigen Zeitpunkt gewählt um hinaus in das Licht zu treten. Noch immer wartete die junge Kriegerin darauf, dass ihre Fragen beantwortet wurden. Und anscheinend wurde der Bogen nun gespannt. Die Kätzin stellte sich als Flimmer vor und ihre Begleitung als Zahn.
Langsam blinzelte die weiß-silberne. Flimmer. Wie dieses... komische verzerrte Bild in der Blattgrüne auf dem Donnerweg? Und Zahn... So wie die Zähne? Das waren sonderbare Namen. Doch sonderbare Namen hatten sie einige gehört, nur konnte sich Schneewehe einfach nicht daran gewöhnen.
Schlussendlich fragte das dunkle Leben:

“Und ihr so?“

Doch bevor es eine Antwort gab, antwortete Zahn. Er gab keine genaue Antwort, dennoch gab er eine. Und er sprach davon, dass Schatten immer unterwegs waren. Prüfend schnupperte Schneewehe ob sie einen Geruch erkannte. Eine Zuordnung. Doch noch drang nichts zu ihr. Vielleicht sollte sie sich ihnen nähern?
Schatten konnten sie alleine vom Fell her sein. Vielleicht nannten sie zwei alleine sich Schatten? Oder lag da mehr hinter?
Ihr Kopf wanderte auf die andere Seite, nachdenklich.

“Wir sind keine Last, ziehen einfach weiter und nehmen nichts weg, was nicht nachwachsen würde.“

Ihr Blick lag lange und prüfend auf dem Kater. Seine Worte klangen wie die einer Katze die keinen Streit suchte. Wie eine überflüssige Erklärung was sie taten und nicht taten um in keinen Konflikt zu geraten.

Interessant... Die eine scheint sprunghaft. Wechselhaft und lebendig, zugleich einfach. Der Andere nachdenklich, langsamer aber dafür intellektuell weiter.

Langsam löste Schneewehe die Nähe. Sie durchbrach die Positionierung und machte einen Schritt vor. Setzte die hintere Pfote ab nur um sie wieder hoch zu ziehen. Ihr Schwanz schwang von links nach rechts, hielt sich aber noch immer nach unten gerichtet. Langsam schob sie sich an ihrer Schwester vorbei, humpelte näher zu den beiden bevor sie schließlich wieder stehen blieb. Ein leichtes Lächeln im Gesicht, neigt sie den Kopf ein wenig nach vorne.

“Also, Flimmer und Zahn.“

, wiederholte die Kätzin mit einer leichten, kurzen Kopfbewegung in die jeweilige Richtung der zugehörigen Katze.

“Eine Freude euch kennen zu lernen – denke ich. Ich heiße Schneewehe und das sind meine Geschwister.“

Sprach sie versonnen weiter, fügte dann kurz eine Unsicherheit hinzu, bevor sie ihren Namen sprach und mit ihrem Kopf hinter sich zeigte zu Traumfresser und Silberstille. Hierbei bewegte sie sich falsch und es zog unangenehm an ihrer Wunde. Überrascht stieß sie die Luft aus, hatte sie für einen Moment vergessen dass dort etwas war. Die Lefzen verzogen sich kurz nach unten, die Schnurrhaare vibrierten vor Missmut. Mit sich selbst unzufrieden ließ sie den Schwanz gen Boden schlagen, schloss die Augen und schüttelte langsam und vorsichtig den Kopf.

Reiß dich zusammen, Schneewehe.

Ermahnte sie sich.
Als Schneewehe wieder die Augen öffnete blickte sie Zahn unverwandt an. Etwas neugieriges funkelte in ihren Augen auf.

“Du sprachst von Schatten. Aber was meinst du mit Schatten? Sind das die dunklen Trugbilder, die die Sonne an uns klebt? Oder aber euer Fell weil es der Dunkelheit gleicht?  Aber wenn dem so ist, wie sind sie dann immer unterwegs?“

Sie wollte es genau wissen. Ihre Nase schob sich etwas näher heran. Doch noch immer hielt sie den vorsichtigen Abstand zu ihnen. Nicht zu weit war sie an ihrer Schwester vorbei vor gelaufen – diese hätte wahrscheinlich sonst einen Aufstand betrieben. Für einen Moment vergaß sie die Pfote und setzte sie ab für eine bessere Balance, dann korrigierte sie die Postion damit der Schmerz nicht so stark war.

“Reisen... Das klingt als würdet ihr viel sehen. Was habt ihr schon gesehen? Und du meintest uns hättet ihr noch nie gesehen, aber dies klingt als wäret ihr hier nicht auf reisen sondern schon länger weilen. Auch wir sind einige Zeit schon hier. Aber da frage ich mich, wieso sind wir uns noch nicht über den Weg gelaufen?“


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Silberstille

Silberstille
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#8
Gestern, 21:15
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Los, zeigt mir wer ihr seid!


Die Stimme der schwarzen Kätzin war zu laut, zu ungebremst. Ihr schrilles Lachen von vorhin hallte noch immer in Silberstille nach, als würden scharfe Krallen über eine vereiste Fläche schaben. Äußerst unangenehm. Sie war ungestüm, unüberlegt und hektisch. Ihre Augen schienen sich kaum zu fokussieren, huschten umher wie kleine Vögelchen, die panisch vor einem tödlichen Jäger davonstoben. Doch Angst hatte sie nicht. Sie wirkte beinahe kindlich, als könnte sie ihre Gedanken nicht ordnen, ohne sie aussprechen zu müssen. Vielleicht war sie dumm? Da war sich der Silberne noch nicht sicher. Doch der Vorteil daran, in dritter Reihe zu stehen lang definitiv im Gesamtüberblick.
Silberstille stand schräg hinter Traumfresser, seine Haltung zeugte von harmlosem Interesse. Gespitzte Ohren auf halb gesenktem Haupt, entspannt pendelnde Schweifspitze. Ein leichtes, nicht unfreundliches Lächeln umspielte seine Mundwinkel. Sein Blick löste sich langsam von der schwarzen Kätzin, schwenkte beinahe wie zufällig zu dem anderen Fremden.

Der hagere Kater schien ruhiger und überlegter, eher das Hirn der kleinen Gruppe. Seine Worte waren wage, vorsichtiger. Er wollte offensichtlich nicht allzu schnell zu offenherzig vorgehen. Silberstille hatte den Eindruck, dass er deutlich misstrauischer schien, als seine Begleiterin.

Kluger Bursche. So so, ihr seid keine Last und nehmt nichts, was nicht nachwachsen würde? Silberstille zuckte kaum merklich mit der Schwanzspitze, registrierte interessiert die defensive Haltung des Katers. Aus dem war nicht viel herauszuholen. Eher an die naive Plappermaus halten.

Schneewehe übernahm die Befragung und Silberstille genoss seine stumme Beobachterrolle. Schweigend ließ er seinen Blick langsam zwischen den beiden schwarzen Katzen hin und her pendeln und analysierte stumm ihr Verhalten.



@Schneewehe @Traumfresser @Zahn @Flimmer
Alias — Haku
Haku ist Offline
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Flimmer, Zahn, Traumfresser, Schneewehe, Silberstille Waldende am Donnerweg, kurz vor dem Zweibeinerort


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