Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 shades of cool
151. Mond - 11. Tag des Blattfalls, Sonnenaufgang

Claire

Claire
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#1
19.02.2026, 01:22
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you're cool, but i'm hot

"Ein schöner Morgen für einen Spaziergang", schnurrte die schneeweiße Schönheit mit sonniger Miene, als sie mit einem grazilen Sprung auf der Mauer ihres Gartens landete und noch einmal einen prüfenden Blick über ihr schmales Schulterpaar warf. Xenia ist immer so ein Angsthase, erinnerte sie sich selbst schweigend. Und außerdem hat sie so fest geschlafen, da will ich wirklich nicht so sein und sie einfach aufwecken.

Claire mochte es Zeit mit ihrer Freundin zu verbringen, ohne Frage, aber manchmal.. Nun.. Da musste sie eigene Abenteuer erleben und ihren Weg gehen. Das hieß, dass Xenia zurückblieb und warten musste, bis ihre Freundin wieder Zeit mit ihr verbringen wollte.

Weiter wollte die Kätzin nicht nachdenken und die ersten, warmen Sonnenstrahlen nutzen, um den Wald zu erkunden. Von Zielstrebigkeit getrieben entschloss sie sich, die Waldschneise anzusteuern und den Weg in das dunklerwerdende Geäst zu bahnen.

Da war etwas am hübschen Hauskätzchen, was vor nichts zurückschreckte. Sie war eben hin und wieder ein wenig leichtsinnig und auch risikobereit, hatte keine großen Sorgen im Leben und suchte sich aufregende Situationen, um sich Hals über Kopf in jene zu stürzen. Nicht einmal die fremden Gerüche, die bald zuhauf auf die Kätzin einwirkten, konnten ihre Meinung ändern. Immerhin konnte sich Claire bisher aus allem rausreden, wenn sie nur genug mit den Wimpern klimperte und unschuldig dreinsah, oder zur Not eben ein wenig fauchte und spuckte.

Der Boden wurde allmählich moosig, weich und schmeichelte ihren weichen Ballen bei jedem federnden Schritt so sehr, dass es nur einen kleinen Energieschub benötigte, um die Hübsche losrasen zu lassen. Sie schlug Haken wie ein Hase, hüpfte über die Lichtung und stellte einem großen Kohlfalter nach, der mit den Lichstrahlen tanzte, die durch die Nadeldecke spielten. Die feuchte Luft, gepaart mit den vermischenden Duftnoten vom Harz, dem moosigen Untergrund und den Tannen beförderten die Kätzin in den siebten Himmel. Unverwechselbare Eindrücke, die sie ein jedes Mal genoss und einfach nicht vom Zweibeinerort erhielt. Haaach, das nächste Mal zwinge ich Xenia einfach mich zu begleiten. Zur Not stehle ich ihr das Halsband und verstecke es im Wald, dann kommt sie ganz sicher mit!

So trugen sie ihre Pfoten tiefer hinein zwischen Wurzeln und Farn, über weichen Moosboden und knisterndes Unterholz. Der Wald empfing Claire mit einem gedämpften Flüstern, als würde er ihr Geheimnisse zutragen, die nur für jene bestimmt waren, die sich trauten weiterzugehen. Sonnenflecken tanzten über ihr schneeweißes Fell, während sie geschmeidig trabte, sprang und auch manchmal innehielt, um jede neue Spur neugierig zu mustern. Der Duft von feuchter Erde und frischem Grün ließ ihre Schnurrhaare erzittern, und ein leises, zufriedenes Brummen entwich ihrer Kehle.

Bald schon mischte sich ein neues Geräusch unter das Rascheln der Blätter. Ein gleichmäßiges Rauschen, kühl und verheißungsvoll - der Wasserfall. Claire verlangsamte ihre Schritte, pirschte näher heran und spähte zwischen den Büschen hindurch. Das Wasser stürzte glitzernd in die Tiefe, fing das Licht ein und zerbrach es in tausend funkelnde Splitter. Für einen Moment blieb sie einfach stehen und sah zu, fasziniert von der Kraft und Schönheit, die dort vor ihr lag.

Mit einem eleganten Satz sprang sie schließlich auf einen flachen, sonnengewärmten Stein nahe dem Becken. Zufrieden rollte sie die Schultern, legte sich lang aus und schloss halb die Augen. Die Wärme kroch wohltuend durch ihr Fell, während feine Sprühperlen ihre Nase kitzelten. Hier, dachte Claire träge, war die Welt genau richtig. Wild genug, um aufregend zu sein, und friedlich genug, um sich ganz dem Augenblick hinzugeben.


@Xenia
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Goldfuchs

GoldfuchsVom Schatten berührt
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#2
Gestern, 13:25
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"Frösche sind eh ungenießbar"



Neunmal war die Sonne unter gegangen, das Sternenvlies zog sich über die Ebene und schien mal klar, mal verhangen auf sie herab. Die Ahnen hatten in diesen neun Sonnenaufgängen keine Anstalten gemacht sich irgendwie zu melden. Zu zeigen oder sagen was da geschehen war. Was sie dort heim gesucht hatte.
Lerchenflügel und Goldfuchs hatten langsam zurück gefunden in den alltäglichen Trott. Die Sonnenstrahlen eingefangen, ihre Tiefen und Höhen erlebt. Zueinander gefunden nachdem sie so zerrissen wurden. Und doch ließ ihn diese Stimme nicht los.
In seinem Herzen suchte sie ihn wieder und wieder:

Liebe ist ein anderes Wort für ertrinken

Diese Gestalt hatte er nicht mehr gesehen. Und ebenso wenig hatte er sich wieder in die Nähe des verfluchten Ortes getrieben.
Einst war es ihr Ort gewesen. Nun waren sie nicht mehr als vertriebene und unermüdlich hatte der gestandene Kater seinen Kopf zerbrochen und nach einem neuen Ort gesucht.
Nichts war bisher ergiebig gewesen.
Und so machte er sich auch diesmal auf den Weg und verband es mit einer Jagd.
Er wanderte gerade über die Hochebene, nahe des Flusses entlang als er die Witterung von einem Frosch aufnahm. Kurz hielt der Kater inne und überlegte. Dieses Tier erinnerte ihn mit dem Gurgeln des Flusses nur zu sehr an das Geschehene. Doch sein Magen knurrte und wollte gefüllt sein. Ansonsten würde sein Kopf nicht funktionieren. Ganz davon abgesehen musste er überwinden, was passiert war. Würde er diesen Schritt nun nicht gehen, würde es gar nicht mehr klappen. Dies fühlte er in seinem inneren. Hinzu kam noch, dass es Teil ihres Gebietes war. Folglich wird er es noch oft besuchen und müsste dann fokussiert bleiben. Schließlich hatte er Anforderungen an sich selbst.
So straffte der Kater seine Schultern und machte sich kurz groß, bevor er sich auf den Boden drückte und mit angespannten Muskeln durch das Gras näher an das Gebüsch schlich in dem er glaubte den Frosch gehört zu haben. Zumindest war der Geruch dort am deutlichsten.

Langsam kam er der Beute immer näher. Sein Herz schlug lauter, seine Gedanken fluteten ihn mit Erinnerungen. Der stattliche Kater wurde unaufmerksam, der Frosch bemerkte ihn, quakte und hüpfte los. Goldfuchs zuckte irritiert den Kopf hinauf, folgte ihm doch schon sprang das flinke Tier in den Fluss und der Krieger bremste noch vor dem Abgrund.

“Fuchsdung.“, murmelte er und ließ seinen Blick schweifen. Er war nicht weit vom Wasserfall. Das Rauschen war bereits so laut in seinen Ohren als würde er sich daneben befinden. Seine Augen wurden schmaler als er glaubte eine Bewegung wahrzunehmen. Prüfend nahm er die Düfte in der Luft wahr. Doch der Wind stand nicht ganz gleich.
Silhouetten verschoben sich, Bilder legten sich übereinander und rissen wieder auf. Zu sehr blendete das Fell bei diesem gleißendem Sonnenstrahl.

Es ist nicht die gleiche., dachte der Kater. Und in ihn rührte sich. Er wurde wachsamer, und fordernder mit sich selbst. Sein Wesen welches vor allem bei der Pflicht aufkam, trat nun in den Vordergrund. Vertrieb die Sorgen und Erinnerungen zur Seite.
Kurz putzte der Kater sein Fell an den Stellen an denen es in Unordnung geraten war, bevor er sich gesammelt auf dem Stieg nach unten begab.

Desto weiter er glitt, desto mehr erkannte er was er sah. Es war definitiv eine lebende Katze. Weiß wie der Schnee, gleißend hell in der Sonne.

“Du gehörst hier nicht her.“, verlautete  die tiefe dunkle Stimme, während der Blick fest auf der Fremden lag. Es war keine Erkenntnis, sondern eine indirekte Aufforderung zu verschwinden. Noch einmal versuchte er die Witterung aufzunehmen, zu prüfen wonach sie roch.




@Claire
Alias — nessjas
nessjas ist Offline
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Claire, Goldfuchs Wasserfall


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