Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 The return of the curse
151. Mond - 1. Tag des Blattfalls, Sonnenhoch

Schneewehe

Schneewehe
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30.01.2026, 14:56
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Wir werden nie erfahr'n,
Was uns verloren ging


 Angenehm warm schien der helle Feuerball vom klaren blauen Firmament. Einem letztem sommerlichen Gruß gleich küsste er den Boden, ließ die Pflanzen noch einmal aufbegehren und sich gen Himmel recken. Jede einzelne erstrahlte in ihrem Glanz, verströmte ihren betörenden Duft.
Zwei Pfoten hielten vor einem Gänseblümchen an. Eine weiße Schnauze beugte sich über diese und eine braun-rötliche Nase schnupperte vorsichtig an der Blume.
Weitere Pfoten gesellten sich zu dem Paar.
Die einen blass grau, die anderen in einem kräftigen dunklen Ton.
Auf Grund der Annäherung der anderen Pfoten, hob sich der Kopf wieder, erstreckte sich zu seiner Höhe und blinzelte freundlich den zwei Gesichtern entgegen die sich dazu gesellt hatten.

Drei Katzen standen im Schein der Sonne auf einer Wiese.
Weit weg om donnernden Weg, dessen Monster so manches mal noch zu ihnen hinauf drangen. Der weiß-silbernen Katze entlockte dies gelegentlich ein nervöses Zucken der Ohren.
“Siebenundzwanzig Monde.“, miaute sie. Ein Funkeln glitzerte in den eisblauen Augen.
“Aber ob sie sich erinnern?“, fragte sie anschließend verschwörerisch.
Ihr Blick wanderte zu der Kätzin mit der dunklen Maske und anschließend zum Kater. Ein nervöses, zugleich aufgeregtes Zucken ging durch ihren Schwanz.
Geduldig wartete sie auf die Meinung der beiden anderen. Gleichzeitig musterte sie die seltsam anmutenden Zweibeiner Nester und ihre Siedlung.
Alte Gerüche, Geräusche und Eindrücke kamen in ihr hoch.
Ob sie noch immer da waren?
Ob es sie noch immer gab?
Oder waren sie weitergezogen?
Hatten sie sich eventuell verändert?
Oder waren sie gar nicht mehr wieder zu erkennen?
Ein Gefühl der Aufregung machte sich in der dunkelgrau getigerten Kätzin breit. Es kroch ihre Pfoten hinauf. Ein ambivalentes Gemisch aus Neugier und Unsicherheit.
War es vielleicht dieses Gefühl, welches die dunkel maskierte verspürte bevor ihre zittrige Pfote zuschlug? Ein spottendes Grinsen huschte auf ihr Gesicht und verschwand kurz später wieder.

Nachdenklich blieb der Blick der jungen Katze an den grünen, wilden und doch sortiert bewachsenen Flächen hängen. Die Nester waren kleiner, einige aus Holz und manch eine nicht größer als das Nest für die Monster der donnernden Wege.
Sie kniff die Augen zusammen.
“Aber meintest du nicht, du hättest den perfekten Platz für uns gefunden?“, maunzte sie misstrauisch. “Aber alles was ich hier sehe ist die Vorhut ihrer Nester mit der künstlichen Naturdarstellung. Bist du dir wirklich sicher, hier einen Ort gefunden zu haben? Die Blattleere naht. Wir sind zurück, aber ohne ein Nest?“
Ihr misstrauischer Ton spiegelte sich in ihrem skeptischen Blick wieder.
“Silberstille“
Eine Warnung?
Oder doch viel mehr eine Frage?


Alias — nessjas
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Silberstille

Silberstille
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#2
01.02.2026, 20:47
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We'll make them remember.


Silberstille spürte es tief ein seinem Inneren. Dieses warme Gefühl, endlich angekommen zu sein. Er ließ seine blauen Iriden langsam über die Landschaft gleiten, die Zweibeinerpfade, die kalten Nester und die schlafenden Monster, die überall in den Gassen lauerten. Dies hier war kein Ort für Katzen, doch schon bald würde sie ihr endgültiges Ziel erreicht haben.

“Siebenundzwanzig Monde.“, sprach seine Schwester neben ihm und Silberstille legte seine ruhigen Augen auf ihr Gesicht, sah die gleiche freudige Erwartung in ihren Augen glitzern, die ihn selbst dazu gebracht hatte, diesen weiten Weg zurückzulegen.

“Aber ob sie sich erinnern?“ Silberstille senkte kurz den Blick, spielte einen Moment lang mit den Krallen am Boden, bevor er den Blick hob und ein kühles Grinsen seine Lefzen umspielte.

“Ich bin mir sicher, sie werden sich erinnern.“, antwortete er süffisant und ließ seinen Blick weiterwandern zu dem dritten Mitglied ihrer kleinen Gruppe. Seine Schwestern und er hatten viele Tagesmärsche hinter sich und doch fühlte sich Silberstille beschwingt und beflügelt. Wenn der Clan sie vergessen hatte, dann würden sie ihn eben erinnern.

Schneewehe erhob erneut das Wort und Silberstille zuckte mit einem Ohr, als er den kritischen Unterton in ihren Worten vernahm. Hach, seine Schwester, ständig hinterfragend, immer skeptisch. Silberstille blinzelte ihr zu. Sie waren am morgen ausgeschwärmt und der Kater hatte bei seiner Patrouille ein beeindruckend großes, verlassenes Zweibeinernest gefunden. Er wusste nicht genau, was die Zweibeiner früher an diesem Ort getan hatten, denn es unterschied sich von den Nestern, in denen sie wohnten. Doch schon lange schien kein Zweibeiner mehr dort gewesen zu sein, außer Ratten und Mäusen hatte er niemanden angetroffen. Und andere Katzen würden sich schon bald fernhalten, wenn er und seine Schwestern sich dort breit machten. Er lächelte leicht bei dem Gedanken daran.

“Perfekt liegt im Auge des Betrachters, würde ich sagen.“, sprach der Kater und setzte sich entspannt nieder, die blauen Augen selbstsicher auf seine Schwester legend. “Aber fürs erste sollte es reichen. Und wir haben definitiv schon schlechter gelebt. Kommt, ich führe euch hin.“ Er erhob sich wieder und warf den beiden einen einladenden Blick zu.



@Schneewehe @Traumfresser
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Traumfresser

TraumfresserVom Schatten berührt
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#3
09.02.2026, 16:14
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Returning without knocking


Traumfresser hatte nicht angehalten.

Während Schneewehe den Blick über die Wiese schweifen ließ und Silberstille in der Sonne stand, bewegte sich die dunkel maskierte Kätzin langsam weiter, lautlos, die Schultern tief, die Pfoten federnd. Ihr Blick ruhte nicht auf den Pflanzen, nicht auf dem Himmel, sondern auf den Zwischenräumen. Dort, wo Bewegung entstehen konnte. Dort, wo sie entstehen musste.

Die Wärme störte sie nicht. Auch die Gerüche nicht. Sie nahm sie wahr, sortierte sie, legte sie beiseite. Alte Zweibeinerspuren, abgestanden. Ratten. Mäuse. Nichts Frisches. Nichts, das sich näherte. Gut. Siebenundzwanzig Monde. Die Zahl sagte ihr wenig. Zeit war für Traumfresser kein besonders wichtiger Maßstab. Sie kannte nur Nähe und Entfernung. Jetzt waren sie nah.

Ihr Blick glitt zu Schneewehe, blieb einen Moment länger an dem nervösen Zucken ihres Schwanzes hängen. Aber ob sie sich erinnern? Zweifel krochen ihr wieder die Pfoten hinauf, wie immer. Traumfresser knurrte nicht. Sie reagierte nicht sofort. Stattdessen hob sie den Kopf, sog die Luft ein, prüfte den Wind. Als Schneewehe sprach, verlangsamte Traumfresser ihren Schritt. Sie drehte den Kopf halb zu ihr, ein Auge auf die Schwester gerichtet, das andere weiter auf die Umgebung fixiert. Skepsis kannte sie. “Ich bin mir sicher, sie werden sich erinnern.“ Als die Worte von Silberstille erklang, musste Traumfresser schmunzeln. Gewaltbereit fügte sie hinzu: “Wir sorgen schon noch dafür, dass sie sich erinnern werden.“ 

Aufmerksam hörte sie ihren Geschwistern zu, ehe sie rau was anmerkte: “Ein Nest ist ein Ort, an dem man schläft“ Sie ließ dabei den Blick nicht von den Nesterfronten ab. “Nicht mehr. Nicht weniger.“ Ihre Krallen gruben sich kurz in den Boden, hinterließen feine Furchen im Gras. Ein Zeichen von Anspannung, nicht von Unsicherheit. “Wir sind nicht hier, um es bequem zu haben“, fügte sie hinzu. “Wir sind hier, weil sie nah sind.“

Erst jetzt wandte sie sich Silberstille zu. Ihr Blick war prüfend und fordernd. Er hatte gesagt, er habe einen Ort gefunden. Das bedeutete Verantwortung. Und Verantwortung bedeutete Konsequenzen. “Wenn es dort ist, wo du sagst“, murmelte sie, “dann reicht es. Wir vertrauen dir.“ Mit ihren letzten Worten hoffte sie, auch Schneewehe final zum Schweigen zu bringen, was sich jedoch immer wieder als Herausforderung entpumpte. Ob die beiden sich zeitnah wieder in die Haare kriegen würden?

Ein leises, schiefes Grinsen zog über ihre Lefzen. Kein Humor darin. Nur Vorfreude. Traumfresser setzte sich nicht. Sie blieb stehen, der Körper gespannt, bereit, sich zu lösen, sobald es nötig wurde. Ihre Augen glitten noch einmal über die Wiese, dann zurück zu ihren Geschwistern.

“Führ uns.“

Sie würde folgen.
Und wenn etwas im Weg stand, würde sie es brechen.


@Schneewehe, @Silberstille
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Schneewehe

Schneewehe
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#4
11.02.2026, 18:45
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Wir werden nie erfahr'n,
Was uns verloren ging


Sie waren Geschwister, durch das Blut und die Erfahrungen miteinander verbunden, und obwohl sie viel Verständnis füreinander hatten gab es oft Streit – Grenzen wurden überschritten oder gezogene ignoriert. Meinungen waren verschieden, vielfältig und ihre glichen sich nicht immer, aber dennoch fanden sie stets einen Konsens.
Irgendwie.

Perfekt liegt im Auge des Betrachters, würde ich sagen. Aber fürs erste sollte es reichen. Und wir haben definitiv schon schlechter gelebt. Kommt ich führe euch hin.“

Schneewehe verdrehte die Augen – diese Gestik zeigte sie anderen nie, sie war stets kontrolliert, auf ihre Weise, doch bei ihrer Familie, da zeigte sie ziemlich offen was sie dachte.
Und über die Worte ihres Bruders konnte sie nur die Augen verdrehen. Im Auge des Betrachters lag vieles und je nach Betrachter sah es anders aus, dies war ihr durchaus bewusst. Der Stimme musste dies nicht erst bewusst gemacht werden, schließlich spielte sie genau damit.

“Ein Nest ist ein Ort, an dem man schläft. Nicht mehr. Nicht weniger.“

Schnitt Traumfressers Stimme in die Gedanken und Handlungen Schneewehes. Letztere blickte ihre Schwester mit der dunklen Maske an.

“Wir sind nicht hier um es bequem zu haben. Wir sind hier, weil sie nah sind.“

Leicht nickte Schneewehe, denn ihre Schwester hatte Recht, Sie waren wirklich hier weil sie nah sind.

“Aber es bequem zu haben ist auch nicht verkehrt.“

Maunzte sie leise ihren Protest – ihre Meinung. Es war doch toll, wenn sie nicht nur nah waren, sondern die Geschwister es auch noch bequem hatten.
Doch Traumfresser wandte sich bereits ab, ihrem Bruder zu. Ihr Blick bekam dieses etwas, jenes was Schneewehe ihren Schwanz aufgeregt zittern ließ. In Silberstilles Haut wollte sie nun ganz sicher nicht stecken.

“Wenn es dort ist, wo du sagst dann reicht es. Wir vertrauen dir.“

Neugierig zuckten Schneewehes Ohren. Wusste Traumfresser etwas, was sie nicht wusste? Hatte Silberstille der Schwester mehr erzählt als ihr? Aber wenn dem so war, wieso hatte er so entschieden? Aber warum wurde sie nicht mit einbezogen?
Die Schnurrhaare zuckten und große Augen blickten die Beiden an. Sie war drauf und dran zu fragen, da gab Traumfresser das Kommando und somit die Führungsgewalt an Silberstille.
Mit ihrem Atemzug verstummten auch die Worte. Es war ja nicht so, als hätte sie Traumfressers geistige Krallenhieb nicht verstanden. Aber einen tatsächlichen wollte sie nicht riskieren.
Nicht heute.

Sobald Silberstille los ging, folgte Schneewehe ihm. Angespannt. Ihre Muskeln konnten sich nicht so richtig lösen, wodurch ihre Bewegungen steif wirkten.
Die freien Felder wichen den bauten der Zweibeiner. Neuen, zugleich altbekannten Eindrücken. Die Gerüche kamen nicht einzeln, sie vermischten sich und waren zugleich alle klar. Keines verschlang auch nur ein anderes. Es erdrückte sie, ihre Nase. Hinzu kamen die Geräusche die wie eine tosende Flut über sie rollte. Doch im Gegensatz zu dieser endete sie nicht einfach. Immer wieder traf sie wellenartig auf ihre Ohren.

Schneewehe spürte, dass ihre Schritte begannen zu wanken. Ihr Körper zitterte. Sie kämpfte gegen das Gefühl einer sicher wirkenden Flucht an. Denn sie wusste, dass sie hier bei ihren Geschwistern am sichersten war. Hier würde sie sich an alles in einem geschützten Rahmen gewöhnen können.
Wenn eine andere Katze nun ihren Weg kreuzen würde, würde Schneewehe nicht auf Grund ihrer Überforderung sterben, sondern sich ganz klein machen können und überleben. Und all das nur Dank ihrer Geschwister.
Es war ja auch nicht so, als sei es unbekannt...

Zitternd und ganz klein zusammengekauert folgte die silberne Kätzin den anderen beiden kurzhaarigen. „Aber was machen wir jetzt? Aber wohin sollen wir nur gehen? Aber wo schlafen wir?“ Große Augen blickten unsicher um sich. Gerüche die sie stachen und ihr Fell sträubte sich. Ein Mülleimer fiel scheppernd zu Boden. Das Kätzchen schrie erschrocken auf, sprang in die Luft und rannte blindlings davon. Die Rufe der anderen beiden drangen nicht mehr zu ihr vor.

Ein Mülleimer knallte zu. Schneewehe zuckte zusammen und lief etwas schneller, dann schwankte sie zur Seite. Sie geriet ins stolpern.


Alias — nessjas
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Silberstille

Silberstille
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#5
12.02.2026, 12:45
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We'll make them remember.


“Wir sorgen schon noch dafür, dass sie sich erinnern werden“, pflichtete Traumfresser ihm schmunzelnd bei und Silberstille schenkte seiner Schwester einen verschwörerischen Blick. Ob sie mittlerweile zum Schauermärchen geworden waren, zur verblassten Legende? Ob sich überhaupt noch jemand fragte, was aus den verstoßenen Jungkatzen geworden war, die man quasi zum Sterben im Wald ausgesetzt hatte, nur weil sie nicht in die engstirnige Form passten, in die sie sie zwingen wollten? Silberstille hatte sich dieses Wiedersehen lange erträumt und unzählige Male im Geiste durchgespielt. Bald war es endlich soweit.

Sein Blick schweifte entspannt weiter und legte sich auf Schneewehe. Ihr Augenrollen quittierte der silbergraue Kater nur mit einem milden Lächeln. Er würde sich heute nicht aus der Fassung bringen lassen. Dafür war dieser Tag viel zu schön!
Traumfresser sprang ihm bei, als Schneewehe wie so häufig die Skeptikerin raushängen ließ. Der Kater blinzelte der dunkel Maskierten dankbar zu, auch wenn er die Hilfe streng genommen nicht nötig hatte.

“Besser hätte ich es nicht ausdrücken können, Traumfresser.“, schnurrte er beschwingt und stupste Schneewehe aufmunternd ans Kragenfell.

“Aber es ist noch nichts entschieden. Wenn dir der Ort nicht gefällt machen wir eine Abstimmung, so wie wir es immer machen“, sprach er versöhnlich, schnappte zärtlich nach einer ihrer halblangen Strähnen und zupfte sanft daran, bevor er sich in die Richtung aufmachte, in der ihr Ziel lag. Mit verschwörerisch funkelnden Augen sah er nochmals über die Schulter zurück und wies mit einer einladenden Schwanzbewegung in die entsprechende Richtung.

Er führte seine Schwestern am Rand des Zweibeinerortes entlang, durch kleine Gässchen, über Vordächer und niedrige Steinmauern und über unebene Wege, die zu schmal waren für ihre Monster. Schneewehes Straucheln bemerkte er sofort, doch er versuchte es durch sicheres Auftreten und eine starke Führung aufzufangen.
 Er setze über eine steinerne Mauer und sprang gekonnt auf der anderen Seite in weiches Gras. Hinter dieser Steinwand wurde das Gelände wieder weiter, der Horizont schien näher, als Silberstille einen Pfad einschlug, der bereits so von Pflanzen überwuchert war, dass er beinahe natürlich wirkte. Vor ihnen türmte sich ihr Ziel auf, ein beeindruckendes Zweibeinernest aus stabilen Steinen gebaut, die eine angenehme Kühle verbreiteten. Die durchsichtigen kleinen Wände, die die Zweibeiner so gerne in ihre Nester einbauten, waren zum Teil zerbrochen, Pflanzen rankten entlang des Nestes hinauf und Vögel zwitscherten fröhlich in den Bäumen. Fast augenblicklich hörte der Kater das zarte Fiepen von Ratten und Mäusen, die zwischen den Lücken im Gestein wuselten. Er drehte sich zu seinen Schwestern um, musterte schweigend ihre Reaktionen. Worte waren hier überflüssig, der Ort würde das Sprechen für ihn übernehmen.



@Schneewehe @Traumfresser
Alias — Haku
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Traumfresser

TraumfresserVom Schatten berührt
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#6
13.02.2026, 00:54
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the space before the strike


Traumfresser hatte Schneewehes Straucheln längst bemerkt. Nicht, weil sie hinsehen musste. Weil ihr Körper es tat, bevor ihr Verstand es einordnete. Jede kleinste Veränderung im Rhythmus der Schritte ihrer Schwester ließ etwas unter ihrer Haut zucken. Der scheppernde Mülleimer hallte noch zwischen den Mauern nach, als sie instinktiv halb vor Schneewehe trat. Nicht besonders auffällig, ruckartig oder dramatisch. Nur eine minimale Verschiebung ihrer Position. Ein dunkler Schatten zwischen Gefahr und Familie. Sie musterte Schneewehe prüfend, nachfolgend den Mülleimer. Als sie sich sicher war, das dem Mülleimer nicht mehr Aufmerksamkeit verdiente, wandte sie sich ab.

Dann sprang Silberstille über die Steinmauer. Traumfresser folgte ihm ohne Zögern. Die Pfoten landeten lautlos im Gras... und der Unterschied war sofort spürbar. Die Enge der Gassen löste sich auf. Luft. Raum. Der Geruch von feuchter Erde statt von kaltem Metall. Vor ihnen erhob sich das Zweibeinernest.
Groß.
Kühl.
Massiv.

Ihre Augen wanderten langsam an den Steinen empor. Ranken zogen sich wie Narben über die Wände. Zerbrochene durchsichtige Flächen funkelten im Licht, als hätten sie Splitterzähne. Das Gebäude wirkte nicht tot. Es wirkte verlassen ... und wartend. Nahezu einladend in ihren Augen.  Die Kühle der Steine gefiel ihr. Es roch nach Staub, nach altem Regen… und nach Leben. Traumfresser ging interessiert ein paar Schritte weiter weg, so dass sich der Abstand zu ihren Geschwistern vergrößerte. Ein bittersüßer Schmerz breitete sich in ihr aus. Sie waren wieder da. In der Gegend ihrer Heimat. Und dieser Ort... er hatte etwas Magisches an sich. Etwas, das Traumfresser anzog. Doch dort in den dunklen Schatten war noch etwas anderes...

Da war es.
Ein kaum hörbares Rascheln.

Ein kurzes, trockenes Scharren zwischen den Spalten im Mauerwerk. Traumfressers Kopf drehte sich minimal. Die Ratte kam aus einer dunklen Lücke geschossen, scheinbar ebenso überrascht wie sie. Für einen winzigen Herzschlag erstarrten beide. Zwei Paar Augen. Ein Atemzug. Dann bewegte sich alles gleichzeitig. Die Ratte schnell. Traumfresser schneller. Ihre Muskeln lösten sich wie ein gespannter Bogen. Ein Sprung, kein Zögern, kein Nachdenken. Ihre Pfoten trafen den Boden dort, wo die Ratte einen Wimpernschlag zuvor gewesen war. Ein Haken nach links. Ihre Kiefer schnappen zu.

Ein dumpfes Quieken.

Die Ratte zitterte noch zwischen ihren Zähnen. Traumfresser spürte das schwache Strampeln und anstatt den Biss zu beenden, lockerte sie ihn. Das Tier fiel ins Gras. inen Herzschlag lang blieb es reglos liegen. Dann schoss es los, panisch, ziellos, direkt auf die nächste Mauerspalte zu. Traumfresser bewegte sich nicht sofort. Sie sah ihm zu.

“Schau sie dir an“,
murmelte sie, fast belustigt. “Erst schreien. Dann rennen. Und hoffen, dass irgendein ehrbarer Krieger sich dazwischen wirft! So soll es sein.“ Ein schiefes Grinsen zog ihre Lefzen nach oben. “Erinnert dich das an jemanden?“ Die Ratte war fast in der Spalte verschwunden, als sie sich endlich löste. Ein blitzschneller Satz, eine Drehung in der Luft, ihre Pfote schlug präzise zu. Das Tier überschlug sich quietschend. Sie ließ es erneut los.

“Immer so mutig, solange sie glauben, der SternenClan schaut zu“, fuhr sie fort, ihre Stimme nun kühler. “Und wenn’s ernst wird, klammern sie sich an Regeln.“ Ihre Stimme war ein Säuseln. Sie miaute die Wörter gedehnt, langsam. Der Wahnsinn, den die Verbannte antrieb, war deutlich rauszuhören. Ebenso der Blutdurst... Die Ratte schaffte es unter ihrem Bauch hindurch, Fell streifte ihre Hinterläufe. Ein Wimpernschlag. Ihre Pupillen weiteten sich.

Das Spiel kippte.

Mit einer ruckartigen Bewegung wirbelte sie herum, fing das Tier im vollen Lauf mit einem sauberen Genickbiss. Kein Zögern. Kein zweites Mal. Stille. Sie blieb stehen, das Blut tropfte warm ins Gras. Dann ließ sie die Ratte fallen und trat sie mit der Pfote herum wie ein Beweisstück.  “Und dann wundern sie sich, wenn sie gefressen werden.“ Ihr Blick hob sich, direkt zu Schneewehe. Scharf. Herausfordernd.

“Was meinst du? Hätte ich erst um ein Zeichen bitten sollen? Oder eine Versammlung einberufen?“ Ein leises, raues Lachen. “Vielleicht hätte ich warten sollen, bis sie mich zuerst beißt.“ Sie schob die Ratte ein Stück näher zu ihrer Schwester. “Bequem genug? Oder brauchst du noch ein paar Antworten dazu?“ Ihr Schweif zuckte. Nicht aggressiv. Elektrisch. Das hier war kein Angriff auf Schneewehe. Lediglich eine kleine, neckende Liebkosung. Traumfresser hob den Kopf, musterte die zerbrochenen Fenster des Nestes. Was sie wohl noch hier erwarten würde? 


@Schneewehe, @Silberstille
Alias — Leni
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Schneewehe

Schneewehe
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#7
13.02.2026, 22:49
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Es folgen Taten auf das Wort


Zwar hatte ihr Bruder noch angeboten, dass sie eine Abstimmung tätigen würden, wenn ihr der Ort nicht gefiel, doch wusste Schneewehe genau wie es ablaufen würde. Und sie würde verlieren. Denn sie waren nah. So schloss die Kätzin lediglich die Augen und gewährte ihrem Bruder das Spiel.
Wen hatte sie denn sonst, wenn nicht ihre beiden Geschwister?
Der Vater tot, die Mutter fort. Und ihr Clan... Ihr Clan...

Schneewehes Augen blickten kalt in die Ferne. Es war nicht ihr Clan. Und zugleich waren sie unzertrennlich. Dieser Clan und diese Streunergruppe.


Als sie strauchelte geschahen drei Dinge. Der Kater reckte sich und machte sich groß – Silberstille versuche Führungsqualitäten zu zeigen. Sicherheit zu geben durch Präsenz. Die Kätzin die sich wie ein kleines, schmales und zugleich solides Bollwerk zwischen die strauchelnde und dem unheilbringenden Mülleimer setzte. Zugleich berührten sich so die Körper der Schwestern kurz, da Schneewehe stolperte. Sie wurde von Traumfesser gefangen. Ein entschuldigender Blick glitt von unten nach oben. Dann wich sie ihrer Schwester aus – sie wollte keinen Streit riskieren. Dankbar war sie den beiden. Auch wenn ihre Art des Auffangens sehr unterschiedlich war.
Und plötzlich sprang Silberstille über eine Steinmauer. Und Traumfresser folgte ohne zögern. Die getigerte halblange Katze blickte hoch und zögerte. Doch langsam verlor sie die Geschwister aus den Augen und dies machte sie nervös.
Sie drückte sich zu Boden, anschließend spannte sie die Muskeln an um sich vom Grund wieder fort zu drücken. Die Stimme flog in die Luft und ihre vorderen Pfoten trafen das Gemäuer auf dem oberen Viertel. Es reichte nicht um hoch zu kommen, so musste sie sich abdrücken und wenden um wieder heile auf der vorherigen Seite anzukommen.
Hatte sie sich verkalkuliert?

Schneewehe blickte noch einmal hoch, atmete tief ein und sprang erneut. Diesmal landete sie auf der Mauer. Gerade als sie erleichtert aufatmen wollte, setzte sie das letzte Hinterbein auf die Mauer. Sie verlor die Balance und purzelte die Mauer hinunter.
Unelegant und Schmerzhaft landet sie im Gras hinter der Mauer. Sie miaute kurz vor Schreck auf. Hilflos strampelte sie in der Luft, wand sich und war mit dem nächsten Herzschlag auf den Pfoten. Mit gesträubten Fell, verunsichert und überrascht blickte sie um sich. Um festzustellen, dass alles in bester Ordnung war.
Silberstille glitt noch einige Schritte voran bevor er hielt. Traumfresser war nur einen Katzensprung entfernt und vor ihr eröffneten sich weiten, die sie bei keinem anderem Zweibeiner zuvor gesehen hatte. Weiten, die nicht von ihnen beherrscht wurden. Die nicht von der Natur zurück erobert wurden und kein Geruch vermuten ließ, dass hier noch jemand war.
Mit großen Augen und neugierig zuckendem Schwanz folgte sie langsam ihren Geschwistern. Vorsichtig. Schritt für Schritt.
War es hier wirklich sicher?

Während Schneewehe behutsam sich voran traute, ihren Weg ging hielt sie immer wieder inne um etwas neues zu begutachten. Das glitzern der Sonne in diesen falschen Wasseroberflächen. Die grünen Ranken und ersten kleinen Bäumchen. Es wirkte wie eine verrückte Wirklichkeit aus Zweibeinernest und Katzenterritorium. Eine wilde Mischung aus dem Besten von beidem. Und zugleich dem schlimmsten.
Verunsichert drehte sie die Ohren weg, wieder voran und dann zur Seite.
War es wirklich sicher?
Ihre Anspannung sprach aus einigen Muskeln – aus den Bein Bewegungen. Dann wieder Neugier, Interesse.

“Schau sie dir an. Erst schreien. Dann rennen. Und hoffen, dass irgendein ehrbarer Krieger sich dazwischen wirft. So soll es sein. Erinnert dich das an jemanden?“ Traumfresser riss sie aus ihren Handlungen und Gedanken. Es war ein belustigtes murmeln, dazu ein schiefes Grinsen. Leicht schüttelte sich Schneewehe während ihr Blick an der Schwester hinunter glitt und die Ratte sah. Ihren Wegen folgte. Sollte dies ein Vergleich sein? Wollte sie andere Katzen mit Ratten gleich stellen? Und seit wann hatten Ratten Krieger? Vor allem... ehrbare?

Leicht zuckte sie zusammen, als ihre Schwester hinüber sprang. Die Ratte mit der Pfote schlug und so zu einem fliegendem Überschlag zwang. Ein simples und einfaches Spiel. Zugleich ein grausiges. Nein, eine Ratte wollte sie ganz gewiss nicht sein. Und niemals der Spielball dieser Schwester. Niemals.
“Immer so mutig, solange sie glauben, der SternenClan schaut zu. Und wenn's ernst wird, klammern sie sich an Regeln.“ Ihre Stimme gewann an Kühle. Wurden ein Säuseln der falschen Lockungen. Fahrig fuhr die Zunge über ihre Lippen, bevor Schneewehe antwortete: “Aber der schaut doch immer zu.“ Ein kurzes Schnauben. “Zumindest behaupten sie es. Aber auf der anderen Seite... Schaut er anscheinend sehr oft weg. Oder sie glauben es. Und glauben sie nicht die Regeln sind vom Sternernclan geformt? Aber würden sie sie dann nicht zum Mut verleiten? Ich denke, was du meinst... Ist dass ihre Regeln sie in Starrsinn und zu falsche Hoffnungen presst. Ist es nicht so?“

“Und dann wundern sie sich, wenn sie gefressen werden.“ Ein Blick. Scharf und Herausfordernd. Schneewehe würde sich auf die Zunge beißen wenn dies nicht so fürchterlich weh täte. Unruhig vergrub sie die Krallen im Boden. Eine winzige Bewegung. Ihr Schwanz zuckte von links nach rechts.
“Was meinst du? Hätte ich erst um ein Zeichen bitten sollen? Oder eine Versammlung einberufen? Vielleicht hätte ich warten sollen, bis sie mich zuerst beißt.“ Plötzlich schob sie die Ratte näher zu der silbernen. “Bequem genug? Oder brauchst du noch ein paar Antworten dazu?“
Schneewehe starrte auf die tote Ratte. Ihr war nicht nach einem Geschenk von ihrer Schwester. Dieses Objekt hier, sorgte eher dass sich ihr Magen nach außen kehren wollte. So rümpfte sie die Nase etwas und überging das Angebot im wahrsten Sinne des Wortes.

“Aber meine Teure.“, maunzte sie stattdessen. Überspielte dass sie keine Liebkosung in ihrer Haltung und Handlung sah. Es eher als etwas anderes verstand. Und hinterfragte. “Die Versammlung ist doch längst einberufen. Doch statt eines Konsens zu erwarten, gingst du bereits freudig in die Handlung. Dies sieht der SternenClan wahrlich gerne – oder war es ungern? Es kam doch ganz darauf an. Ob du danktest oder nicht. Aber hast du diesen Part nicht direkt vergessen? Waren wir zu lange fort? Oder aber du hast es bedacht ausgelassen. Willst du den Zorn des hoch angesehenen KatzenClans auf uns ziehen? Aber hast du nicht all den legenden gelauscht und ihren Geschichten? Berufen sie sich nicht selbst darauf und ihrem wahren Gehalt?“

Schneewehe schritt an der Ratte vorbei, bedachte Traumfressers eines prüfenden Blickes. Nur das nekische Funkeln in ihren Augen verriet sie. Den Schwanz hoch in die Luft gehoben und die Pfoten selbstsicher setzend, als sei sie etwas besseres stolzierte sie weiter.
“Also wirklich meine gute Schwester. Das Zeichen hättest du nicht erbitten sollen, allerdings erwarten. Aber dies hast du nicht. So ist die Ratte nun gewiss vergiftet worden. Als Strafe für deine Sünde. Aber vielleicht hast du auch Glück, da du schneller warst als sie mit ihrem Biss bist du von der Krankheit losgesagt und in Sicherheit. Wer weiß das schon, so lange du es nicht probierst.“

Ihre Ohren zuckten ohne Unterlass, als sie sich weiter näherte. Sie hielt neben Silberstille inne und wandte den Kopf prüfend.
“Ja... Vielleicht schauen wir uns weiter um. Für mehr Antworten.“, bestätigte sie dann leiser und ernster ihre Schwester. Ihr Blick glitt zu Silberstille. Was er zu all dem wohl sagte? Oder dachte?


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Silberstille

Silberstille
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04.03.2026, 18:47
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We'll make them remember.


Schweigend beobachtete er seine Schwestern, ließ den Ort auf die beiden wirken. Er musste sich nicht umschauen, er hatte jeden Zentimeter hier bereits ergründet. Er war sich sicher, dass dies hier ihr neues Zuhause sein würde, zumindest eine Zeit lang.
Seine blauen Augen lagen auf Traumfresser, die ihm ohne Zögern über die Mauer gefolgt war, wie ein stummer, gefährlicher Schatten. Er beobachtete ihre Augen, wie sie sich langsam über das Mauerwerk tasteten. Ihre bedächtigen Schritte, neugierig, fast schon verzückt von dem Zauber dieses Ortes. Silberstille wusste genau, wie sie sich fühlte.

Schneewehe hatte länger gebraucht um die Mauer zu überwinden und mit einem schmerzhaften Quieken war sie auf der anderen Seite gelandet. Der Kater warf ihr einen kurzen, prüfenden Blick zu, ein Anflug von Besorgnis in den blauen Seelenspiegeln. Doch es war alles in Ordnung und nun wurde auch Schneewehe in den Bann dieses Ortes verführt.

Traumfresser hatte unterdessen eine Ratte aufgestöbert und erlaubte sich einen grausamen Spaß mit dem Beutetier. Der Kater reckte wie zur Antwort selbst die Schnauze in den Wind, doch weitere Beute schien sich vorerst nicht in der Nähe aufzuhalten. Das Spiel von Traumfresser war ohnehin so interessant, dass er gerne mehr sehen wollte. Silberstille schnurrte belustigt und setzte sich, um das Schauspiel in vollen Zügen genießen zu können. Und ihre Worte weckten eine beinahe diabolische Vorfreude in dem Kater. Er verzog die Lefzen zu einem wissenden Grinsen, seine Schwanzspitze zuckte leicht, während in den eisblauen Augen ein gefährliches Leuchten aufblitzte.
Den Schlagabtausch zwischen den Schwestern beobachtete der silbergraue mit regem Interesse, bedächtigen Schrittes umrundete er die beiden, als wäre er der Richter, der entschied, welche von ihnen die Oberhand hatte.

“Wir setzen die Zeichen. Wir sind die Zeichen. Wir haben die Macht, ihre ganze Welt zu erschüttern.“ Ein tiefes Schnurren rumpelte in seiner Brust, während er diese Worte sprach, den Blick beinahe sehnsüchtig in die Ferne gerichtet.



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Schneewehe, Silberstille, Traumfresser Donnerschlangenort


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