Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 Two warriors, one path
151. Mond, 6.Tag des Blattfalls, Mondhoch

Felsensprung

Felsensprungder Frostige
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#1
01.11.2025, 19:28
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No words, just a glance


Vielleicht hätten sie sich wirklich eine andere Nacht aussuchen sollen.
Noch an Sonnenhoch hatte der Himmel wolkenlos und das Wetter sonnig ausgesehen. Die Sonnenstrahlen hatten warm auf Felsensprungs Rücken gelegen. Es hatte nach einer für Blattfall recht guten Jagdnacht ausgesehen und nach einer dieser Nächte, in der noch einige Beutetiere unterwegs sein würden. Doch je näher der Sonnenuntergang rückte, desto dichter zogen sich die Wolken über dem Wald zusammen. Nun, in der Dunkelheit der Nacht, nieselte es und der Wind heulte durch die kahler werdenden Äste. Großartig.

Felsensprung kniff die glühenden, bernsteinfarbenen Augen gegen den Wind zusammen. Das kurze, feine Fell lag ihm glatt am Körper an, feucht und kalt, während er versuchte, es wenigstens ein Stück aufzuplustern. Der Geruch von nassem Laub und feuchter Erde lag schwer in der Luft, das ferne, kaum hörbare Rauschen des Flusses an den Sonnenfelsen klang dumpf zwischen den Bäumen. Mit leicht gesenktem Kopf trottete der braune Kater weiter, die Pfoten tief in den weichen Waldboden gedrückt. Leicht raschelte das bunte Laub während er seine Pfoten mit Bedacht setzte, um keine Beutetiere in der Nähe aufzuschrecken - oder Fressfeinde aufzuscheuchen, die nachts unterwegs waren.

Seit dem Übungskampf war es still gewesen zwischen ihnen. Flüchtige Blicke, wenige Worte. Und jetzt liefen Felsensprung und Silberluchs wieder Seite an Seite durch das Territorium ihres Clans. Der ältere Kater warf ihm aus dem Augenwinkel einen flüchtigen Blick zu, musterte sein silbern gemustertes Fell, das vom Regen durchnässt und bedeckt war.

Felsensprung richtete den Blick wieder auf seinen Weg. Das Schweigen zwischen ihnen war fast greifbar, schwer wie der Nebel, der sich langsam zwischen den Bäumen sammelte. Nach dem Trainingskampf vor einigen Tagen war Felsensprung nachdenklich geworden wegen dem, was sich zwischen ihnen abgespielt hatte. Oder hatte er sich nur eingebildet, dass sich da etwas... abgespielt hatte? Schließlich entwich ihm ein leises, tiefes Brummen. „Wir hätten eine andere Nacht wählen sollen.“, brummte er mit rauer, leiser Stimme. Felsensprung war ein ruhiger Kater, sprach meist kaum mehr als nötig. Trotzdem hatte er das Gefühl, etwas sagen zu müssen, um die nächtliche Stille zu füllen, die nur von dem leisen Geräusch des Regens unterbrochen wurde.


Alias — Jacky
Jacky ist Offline
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Silberluchs

SilberluchsLaubwirbel
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#2
05.11.2025, 20:22
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you, me and the stars



Der Mond stand hoch am Himmel und den ganzen Tag war es trocken, aber teilweise etwas windig gewesen. Doch kaum hatten der schlanke, drahtige Felsensprung und Silberluchs das Lager verlassen, setzte ein Nieselregen ein und dies schien Felsensprung nicht zu gefallen. Natürlich war auch Silberluchs kein großer Fan von Regen und doch störte es ihn nicht allzu sehr. Er schmunzelte auf die Aussage des älteren Katers hin »Oh ein anderer Abend, aber ob heute, morgen oder gestern: Die Beute muss gefangen werden« miaute Silberluchs grinsend und machte damit einen kleinen Kommentar auf die Haltung von Felsensprung in der Zeit ihrer Ausbildung. Damals war es Silberluchs gewesen, der am liebsten nur bei schönstem Wetter das Lager verlassen wollte und der braune Krieger hatte ihn eines besseren gelehrt. Beute braucht man jeden Tag, bei Wind, bei Schnee und auch bei Regen. »Ich finde die Nacht wunderschön. Sieh nur das Sternenvließ« miaute er und hob den Kopf kurz gen Himmel. Die Sterne waren klar zu sehen und leuchteten und funkelten um die Wette. »Die Ahnen begleiten uns heute Nacht, blamiert dich bloß nicht« scherzte Silberluchs und machte einen Satz zur Seite, rammte den braunen Kater kurz spielerisch und beschleunigte sein Tempo. Silberluchs rannte ein Stück vor, doch kurz vor dem Ahnenbaum bremste der Kater plötzlich ab. Die Kälte kroch ihm in den Pelz und es war nicht der Regen, der sich mittlerweile den Weg vor bis zu seiner Haut gekämpft hatte. Hier lag etwas in der Luft. Sofort drehte er sich um, trat einen Schritt vor auf Felsensprung zu, der noch enthusiastisch hinter ihm herrannte. »Still« raunte Silberluchs leise, kam den Kater sehr nahe und sah ihm in die Augen. Kurz neigte Silberluchs dazu, sich in den schönen Augen zu verlieren, doch er besann sich wieder und drehte sich um. »Spürst du das auch?« fragte er und sein Schweif zuckte unruhig. Hier stimmte etwas nicht und damit meinte der junge Krieger nicht die Abwesenheit der Beute. Irgendwas Dunkles war hier. Etwas, das nicht einmal der strahlende Mond erhellen konnte.



@Felsensprung
Alias — Efeu
Abwesend
38 posts

Felsensprung

Felsensprungder Frostige
Posted on:
#3
14.11.2025, 14:01
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No words, just a glance



Ihm war Silberluchs' Schmunzeln nicht entgangen. »Oh ein anderer Abend, aber ob heute, morgen oder gestern: Die Beute muss gefangen werden«, erwiderte sein ehemaliger Schüler grinsend. Und Felsensprung verdrehte seine bernsteinfarbenen Augen. Ein Spruch, den der Braune nur allzu oft gegenüber dem silbrigen Kater gebracht hatte, wenn dieser bei schlechtem Wetter sein Nest im Schülerbau hatte hüten wollen. Dennoch zuckten die braunen Lefzen des älteren Katers leicht.

»Ich finde die Nacht wunderschön. Sieh nur das Sternenvließ«, fuhr der jüngere Kater fort und hob seinen graublauen Blick zum Himmel. Der braune Kater hingegen sah den jüngeren Kater aus dem Augenwinkel an und musterte sein Profil für einen Herzschlag bevor er seinen Blick kurz über den Himmel schweifen ließ. Zustimmend brummte er während er weiterging. »Die Ahnen begleiten uns heute Nacht, blamiert dich bloß nicht«, scherzte Silberluchs bevor er einen Satz zur Seite machte und Felsensprung kurz spielerisch rammte. Der braune Kater richtete seinen bernsteinfarbenen Blick auf den silbrigen Kater, der bereits sein Tempo beschleunigt hatte. "Zecke!", rief Felsensprung dem Silbernen hinterher bevor er ebenfalls sein Tempo beschleunigte.

Kurz vor dem Ahnenbaum bremste Silberluchs plötzlich ab - und Felsensprung wäre beinahe in seinen ehemaligen Schüler gelaufen. »Still«, raunte Silberluchs ihm zu, kam Felsensprung sehr nah und blickte ihm in die Augen. Der ältere Kater blinzelte einmal während er die blaugrauen Augen des jüngeren Katers musterte. Die spielerische Leichtigkeit, die sein ehemaliger Schüler noch bis vor wenigen Herzschlägen verbreitet hatte, war wie fortgeweht. Silberluchs drehte sich wieder um. »Spürst du das auch?«, fragte er mit unruhig zuckendem Schweif. Sein eigener Schweif hob sich ein Stück, leicht gekrümmt. Der plötzliche Ernst in Silberluchs’ Stimme ließ seine Schnurrhaare unmerklich zucken. Seine langen Beine spannten sich an, die braunen Pfoten versanken leicht im matschigen Boden. Der Regen tropfte von seinen Schnurrhaaren während die Stille am Ahnenbaum um sie herumlag. Zu still.

Der ältere Kater richtete sich ein wenig auf, straffte seine Schulter, hob den dreieckigen Kopf ein wenig an. Seine großen Ohren zuckten und drehten sich während er auf jedes ungewöhnliche Geräusch lauschte. Er spürte die Kälte, die sich über diesen Ort legte und die nicht vom Regen kam. Ja... hier war etwas.

Lautlos trat der ältere Kater einen Schritt vor bis er an Silberluchs' Seite stand. Nicht vor ihm, nicht hinter ihm sondern neben ihm als würde er instinktiv die Flanke des silbernen Katers decken. "Was hast du wahrgenommen oder gerochen?" Felsensprungs Stimme war ruhig, nüchtern, kaum lauter als ein Hauchen. Kurz blickte er zum Ahnenbaum bevor sein bernsteinfarbener Blick zu Silberluchs zurückkehrte. "Wenn hier etwas lauert, sollten wir keinen Herzschlag verschwenden.", fügte er ebenso leise hinzu.

Felsensprung setzte eine Pfote langsam und kontrolliert vor. Er war nicht der Kater dafür, Panik zu bekommen oder Silberluchs aus den Augen zu lassen, wenn er plötzlich etwas Gefährliches wahrnahm. Felsensprung versuchte sich lediglich mental darauf vorzubereiten, was die beiden Kater erwarten konnte.



@Silberluchs
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
39 posts
Felsensprung, Silberluchs Ahnenbaum


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