Patience Brings the Kill
In den vergangen Tagen hatten Schattenfrost und sie vermehrt Jagdpatrouillen angewiesen, um den Clan auf die nahende Blattleere vorzubereiten. Distelstern war lange genug Anführerin und davor Kriegerin des Clans gewesen, um zumindest erahnen zu können, dass die kommende Blattleere anderenfalls schwierig für den Clan werden würde.
So führte die nachtschwarze Kätzin diese Jagdpatrouille eigenpfotig zum Trockenen Hochland. Nach dem Kampf gegen Fichtenstern vor 8 Tagen hatte sie es langsam angehen lassen müssen. Inzwischen merkte sie den Genickbruch nicht mehr, den ihr der Rotbraune zugefügt hatte. Außerdem würde ihr die Bewegung nach der langen Zeit der Schonung gut tun! Sie blickte über ihre Schulter zu Brandwirbel, Birkenlied und Goldfuchs, die sie heute begleiteten. Zudem war das Trockene Hochland der größte Teil ihres Gebiets, sodass sie hier wohl am ehesten Chancen hätten, viel Beute zu machen.
An ihrem Ziel angekommen, blieb die schwarze Kätzin stehen. Ihr blattgrüner Blick glitt über ihre Umgebung, glitt zum Himmel, der von einigen Wolken verhangen und bewölkt war. Leichter Wind strich über das Hochland, fuhr in ihre Pelze und trug den Geruch nahenden Regens mit sich, der wohl zu Mondhoch kommen könnte.
Ihr Blick wanderte zu ihren Begleitern zurück, glitt über jeden von ihnen während sie einen ein leichtes Lächeln schenkte. Distelstern war froh darüber, so zuverlässige und starke Krieger in ihrem Clan zu haben. Dennoch wollte sie niemanden an Mörder wie die Felsenhirne verlieren. "Danke, dass ihr mitgekommen seid." , miaute sie lächelnd. "Viel Erfolg bei der Jagd."
Mit diesen Worten wandte sich die nachtschwarze Kätzin ab und ging in die Richtung davon, in der in einiger Entfernung die Adlerfelsen aufragten.
Als sie der Meinung war, weit genug gegangen zu sein, blieb sie stehen und begann zu schnuppern. Distelstern nahm unterschiedliche Gerüche - frische wie alte - wahr und drehte ihre Ohren leicht, um mögliche Geräusche aufzuschnappen. Ihr blattgrüner Blick fiel auf einen kleinen Erdhaufen als sie ihren Kopf drehte, um sich umzublicken. Die Kätzin verschwand in Kauerhaltung hinter einem Strauch und lugte vorsichtig aus ihrem Versteck. Keinen Herzschlag zu früh. Eine rosafarbene Nase tauchte aus dem Erdhaufen auf bevor dich ein dunkel befellter Kopf hinterher schob.
Maulwurf!
Auf keinen Fall würde sie einen Maulwurf entwischen lassen! Distelstern schlich um den Erdhügel herum, setzte ihre Pfoten bedächtig und vorsichtig auf, um das Beutetier nicht durch Bodenvibrationen zu verscheuchen. Aufmerksam beobachtete sie wie sich das Tier weiter aus seinem Erdhügel schob. Ihr Schweif balancierte ihre Schritte aus als sie den Maulwurf umrundete, um sich ihm gegen die Windrichtung weiter nähern zu können und ihren Geruch so nicht zu verraten. Zufrieden stellte sie fest, dass es wohl ein größeres, dickeres Exemplar war.
Als sie sich dem Tier genug genähert hatte, drückte sie sich ab. Ihre Krallen bohrten sich in den Körper des Maulwurfs, rissen ihn dank ihres Schwungs endgültig aus seinem Erdloch bevor sie ihre Zähne in seiner Kehle versenkte und ihn erlegte. Ein zufriedenes Brummen entkam der Kätzin als sie den Maulwurf losließ und Erde über ihn scharrte.
Geisterjäger
Alias — Jacky
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Brandwirbel war mit von der Jagdgruppe und zusammen mit Birkenlied, Goldfuchs und ihrer Anführerin Distelstern versuchten sie Beute für den Clan zu finden. Die Blattleere wartete schon darauf, sich unbarmherzig über das Land zu legen und die Beute würde schlechter laufen. Jetzt war eigentlich die letzte Chance, um nochmal wirklich den Clan gut zu versorgen und zumindest gestärkt und gesättigt in die kalten Monde der Blattwechsel zu starten. Brandwirbel war fit und hellwach, fand diese Patrouille ja zu ihrer Lieblingszeit, dem Abend, statt. Oftmals hatte die Kätzin Probleme gleich zu Sonnenaufgang in Schwung zu kommen und freiwillig schloss sie sich so früh selten einer Patrouille an. Aber so spät am Abend, man war gesättigt, ausgeruht, hatte schon viel erlebt. Was gab es Schöneres, als den Tag mit einer Patrouille oder Jagd ausklingen zu lassen?
Distelstern gab schließlich bekannt, dass sie sich trennen würden und kurz nickte Brandwirbel ihren Clankameraden zu, ehe sie sich von der Gruppe entfernte. Schnellen Schrittes führte ihr Weg sie über das Hochland und etwas weiter weg von den anderen, um dort in Ruhe der Jagd nachzugehen. Sie witterte die kühle Abendluft und konnte schließlich einen Maulwurf riechen. Sofort begab sich Brandwirbel in Lauerstellung, schlich vorwärts und suchte mit ihren hellblauen Augen die Heide nach dem Tier ab. Sie erkannte ihn schließlich und das Tier war bereits dabei, sich wieder ins Erdreich zu verziehen. Sofort sprang Brandwirbel ab, versuchte das kleine Tier noch zu erwischen oder es wenigstens noch mit der Pfote hinweg zu schlagen, doch der Maulwurf war weg. Zu tief im Erdreich. Eilig buddelte die Kätzin die frisch aufgewühlte Erde um, doch sie hatte keine Chance. Ihr Schweif peitschte vor Wut »Verdammter Mäusedreck! « fauchte Brandwirbel, war frustriert über den misslungenen Jagdversuch und schnaubte. Sie würde schon noch was erlegen. Der Abend versprach ihr viel Beute, das konnte sie einfach spüren.
Alias — Efeu
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Langsam bettete sich die Sonne am Horizont, bereit sich bald für die Nacht schlafen zu legen. Ihre letzten warmen Sonnenstrahlen würden noch genutzt Licht für die Jagdpatroullie bieten, zu der auch Birkenlied gehörte. Mit etwas Abstand folgte die Kriegerin ihrer Anführerin, die diese Patrouille selbst anführte. Die Körper der ganzen warfen lange Schatten über das Land durch das sie liefen und ein leichter Wind ging ihnen durchs Fell.
Das Ziel der heutigen Jagd war das trockene Hochland. Vom Lager aus war es nicht weit und so erreichte die Truppe aus Distelstern, Brandwirbel, Goldfuchs und Birkenlied ihre ausgewählten Jagdgründe schnell. Es dauerte nicht lange und sie hatten sich abgesprochen und mit einem leisen „viel Erfolg“ verabschiedete sie sich fürs erste von ihren Clankameraden.
Sofort begann sie die Umgebung nach Beute abzusuchen und während viele Gerüche in ihre Nase strömten, schien keiner davon frisch genug zu sein. Es gingen einige Herzschläge ins Land bis Birkenlied tatsächlich eine vielversprechende Witterung aufnahm. Eine Maus. Schnell fiel sie in ein Jagdkauern und versuchte sich der Maus zu nähern. Wind und Sonne meinten es für den Moment jedoch nicht gut mit ihr. Bewegte sie sich gegen den Wind, warf ihre Silhouette einen Schatten vor sich. Ein Schatten der eine aufmerksame Maus früh genug warnen konnte um den nötigen Vorsprung zu haben.
Trotzdem wollte Birkenlied ihr Glück versuchen. Sorgfältig setzte sie eine Pfote vor die andere, tastete Aufmerksam mit den Schnurrhaaren den Boden ab und doch passierte, was sie vermutet hatte. Die Maus sprang in dem Herzschlag auf, als Birkenlieds Schatten sie bedeckte. Obwohl sie sofort hinterher setzte; war die Maus schneller in einem Loch verschwunden als sie sie packen konnte.
Frustriert blieb sie über dem Loch stehen und starrte hinein, als würde es sich die Maus gleich anders überlegen und ihr direkt ins Maul spazieren. Sie musste ihr Glück wohl wo anders versuchen.
Meisterin der Jagd
Alias — Nici
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Noch vor zwei Tagen hatte die Anführerin eine Versammlung einberufen. Es ging teils hitzig daher und gewiss war er daran nicht unschuldig. Aus diesem Grund konnte Goldfuchs nicht einschätzen, ob es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war, dass Distelstern für diese Jagd die sie anleitete, ihn mit ausgewählt hatte.
Schweigend folgte er der Gruppierung, während sein Schweif leicht zuckend hinter ihm her schliff und der Blick wachsam die Umgebung absuchte. Er wollte gefasst sein, bereit sein, falls etwas unerwartetes passierte. Die letzten Tage war stets etwas unerwartetes passiert. Fichtensterns Angriff. Der Grenzübertritt. Und die Verschandlung des Adlerfelsens. Wenn er so darüber nachdachte, konnte er sein Fell wieder sträuben.
Sofort schüttelte der pelzige Kater sich und versuchte sich zur Ordnung zu rufen.
Dabei half ihm Distelstern, die inne heilt und sie ansah. Ein leichtes Lächeln auf ihre Lefzen bevor sie sich für ihre Beteiligung dankte. Unsicher glitten seine Ohren zurück. Natürlich war er dabei... Abgesehen davon, dass sie ihn ausgewählt hatte, war Goldfuchs kein Kater der seine Pflichten vernachlässigte.
Es ging um ihre Familie – und hierbei dachte er an Lerchenflügel, aber auch ganz leise und weit hinten an seine Kinder die mittlerweile Schüler waren.
Auf ihren Ausspruch hin zur erfolgreichen Jagd, nickte Goldfuchs leicht, dann sah er sie wieder einen Moment lang an – ihr nach.
Der Kater wartete wohin sich die anderen verteilte, dann wanderte sein Blick noch einmal aufmerksam über die Ebene.
Es schien alles gut zu sein.
Schließlich trottete er los.
Goldfuchs wanderte eine Weile, bis er beschloss dass es Zeit war Witterung aufzunehmen. Viele Spuren waren eher kalt und so strich er einige Herzschläge über die Weite bis er schließlich eine Maus roch. Vorsichtig setzte er eine Pfote nach der anderen vor. Wenn ein Geräusch an sein Ohr drang hielt er inne und schnupperte erneut prüfend bevor er weiter ging. Er folgte dem Lauf der Spur und als er ein Geräusch direkt vor sich hörte duckte er sich tiefer, enger an den Boden. Langsamer als zuvor, bis er die kleine Feldmaus sah schob er sich immer näher. Nur noch ein kleiner Katzensprung, der eines Junges und schon packte er die Maus und tötete sie.
Schnell und präzise, so dass das Tier nicht leiden brauchte.
Mit der Beute im Maul hob er den Kopf, sah sich prüfend um und suchte schließlich einen guten Ort an dem er ein kleines Loch grub um die Feldmaus darin zu vergraben.
Vom Schatten berührt
Alias — nessjas
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Mit dem Maulwurf wollte Distelstern aber noch nicht aufhören. Der BrisenClan brauchte dringend Beute und die Blattleere nahte. Wenn das so weitergeht... wird der Clan hungern... Auf keinen Fall wollte die nachtschwarze Kätzin das zulassen.
Sie witterte erneut, ging dabei ein paar Schritte und drehte ihre Ohren immer wieder, um auch keine Geräusche zu verpassen. Leichter Wind wehte über das weite, trockene Hochland und trug den Geruch von Farn und aufgewirbelten Staub mit sich.
Die Kätzin ließ sich im Gehen ins Jagdkauern sinken und schlich vorwärts. Ihre blattgrünen Augen erfassten eine kleine, bräunliche Gestalt mit einem borstigen Schweif, die auf einem rissigen Felsvorsprung kauerte. Zwischen zwei flachen Steinen regte sich die Gestalt. Das nackte Schwanzende peitschte nervös und Distelstern rümpfte ihre schwarze Nase.
Ratte.
Sie mochte die kleinen, bissigen Viecher nicht. Doch hatte sie sie noch lieber als Molche oder Frösche. Allein bei dem Gedanken an die kleinen, glitschigen Tiere sträubte sich fast ihr Nackenfell. Leicht schüttelte sie ihren diamantförmigen Kopf, um sich zu konzentrieren. Ihre Muskeln spannten sich an, ihr Atem ging flach und kontrolliert und der vom Wind aufgewirbelte Staub kitzelte sie in der Nase. Die Ratte vor ihr war besonders groß, ihr bräunliches Fell struppig.
Vorsichtig setzte die Kätzin eine Pfote vor die andere. Der Untergrund hier war merklich härter und steiniger. Ein loser Kiesel, den sie anstieß, würde die Ratte auf sie aufmerksam machen. Ein wenig Staub, der aufgewirbelt wurde vom Wind, trübte ihr kurz die Sicht doch davon ließ sie sich nicht abhalten. Distelstern konzentrierte sich auf ihr Gehör und das Scharren der kleinen Krallen verriet ihr, dass die Ratte sich bewegte.
Jetzt!
Sie drückte sich kraftvoll ab und schnellte aus der Deckung heraus. Die Ratte stieß ein schrilles Kreischen aus und wirbelte zu ihr herum. Doch statt zu fliehen, bäumte sich das Nagetier auf und bleckte seine gelben Zähne. Bevor Distelstern sie packen konnte, schoss die Ratte auf sie zu. Sie zielte auf Distelsterns schwarze Nase. Die schwarze Anführerin fauchte und ruckte mit dem Kopf zur Seite, um dem Biss auszuweichen. Sie hörte die Zähne der Ratte zusammenschlagen, ihr kurzes Ausweichmanöver ließ sie kurz auf dem sandigen Untergrund rutschen.
Diesen Bruchteil eines Herzschlags nutzte die Ratte. Sie flitzte mit einem hasserfüllten Blick in den schwarzen Knopfaugen unter einem dornigen Strauch hindurch, Distelstern setzte ihr nach. Staub wurde aufgewirbelt doch sie hörte nur das Trippeln der kleinen Füße als die Ratte davon schlüpfte.
Keuchend kam Distelstern zum Stehen, ihr Schweif peitschte hinter ihrer athletischen Gestalt. Die Ratte war ihr entkommen. "Glück gehabt." , murmelte sie heiser während sie ihre Atmung zu beruhigen versuchte. Beim nächsten Mal krieg ich dich.
Ihr blattgrüner Blick löste sich von dem Strauch, durch den sich die Ratte gequetscht hatte, um ihr zu entwischen, und glitt in die Richtung, aus der sie gekommen war. Ob die anderen erfolgreicher sind?
Geisterjäger
Alias — Jacky
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Die erste Beute, ein Maulwurf, war Brandwirbel entgangen und doch konnte sie an diesem Punkt noch nicht aufgeben. So trottete die Kätzin wieder los und witterte die Abendluft. Der sanfte Wind strich über ihr Fell und trug ihr den Duft eines Kaninchens zu. Sofort begab die Kriegerin sich in Lauerstellung und schlich los. Bald schon konnte Brandwirbel das Kaninchen in der Ferne erkennen und erkannte den braunen Pelz des Tieres. Sie schlich sich näher heran, der Abstand von Jäger und Beute wurde immer kürzer und schließlich preschte sie los. Das Kaninchen reagierte sofort, sprintete davon und hatte als Ziel mit Sicherheit seinen Bau vor Augen. Brandwirbel kam kaum hinterher und obwohl sie sich richtig angeschlichen hatte, sah es nicht gut für sie aus. Der Wind strich über ihr Fell und das gold der untergehenden Sonne wärmte ihren Pelz. Brandwirbel gab alles, was sie hatte und konnte tatsächlich schneller werden und beinahe hatte sie das Kaninchen eingeholt. Schließlich stieß sie sich ab und packte das Kaninchen mit ihren Krallen. Staub wirbelte auf, als Brandwirbel mit dem Kaninchen über die Heide polterte. Während dieses wilden Kampfes biss Brandwirbel kräftig in das Genick des Tieres und der Körper erschlaffte schließlich. Zufrieden blieb die Kriegerin kurz in ihrer Position und kam wieder zu Atem. Ein stiller Dank ging an den Sternenclan und schließlich richtete die Kätzin sich auf. Brandwirbel schüttelte sich den Staub aus dem Fell, brachte das Kaninchen zu einer kleinen Kuhle und scharrte Heidekraut darüber. Sie war bereit für noch einen Versuch, bevor sie zu Distelstern zurückkommen würde.
Ob auch die anderen Krieger Erfolg hatten? Sicherlich würden sie etwas erwischen können. An diesem Abend waren überall Beutedüfte wahrzunehmen und es war ein reges treiben im Hochland. Und schon wurde der Duft eines Hasen zu ihr getragen. Ein Hase UND ein Kaninchen. Das wäre reichlich Beute für den Clan.. Brandwirbel war motiviert den Hasen ebenfalls zu erlegen.
Alias — Efeu
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