Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 rhythm of the forest
151 Mond, 10. Tag des Blattfalls, Sonnenuntergang

Nebelkrähe

Nebelkrähe
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#11
10.02.2026, 22:11
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She did betray - I'll find my way



Stumm stand er da. Vor seiner Beute und starrte sie an. Der Dank kam ihm einfach nicht über die Lippen oder durch seinen Kopf. Nebelkrähe schloss die Augen. Seufzend. Langsam senkte er seinen vorderen Körper und hob die Ratte am Schwanz hinauf. Vielleicht sollte er dem Wald und den Ahnen danken, wenn er wirklich genug gejagt hatte. Eventuell war sein Herz dann freier und er würde es wirklich mit Inbrunst tun. Ganz bestimmt. Ein unsicheres Lächeln zuckte an seinen Mundwinkeln. Das Gute an der Sache war, jeder jagte für sich und so konnte niemand seine Zweifel sehen. Schließlich war der Kater ja nicht so. Er war doch leichtfüßig und gutgläubig.

Langsam tappte er weiter. Lauschte angestrengt und hielt inne als er ein Rascheln vernahm. Prüfend schnupperte er, die Nase tanzte auf seinem dunklen Gesicht. Leider konnte er es nicht riechen, der Wind war ungünstig und so schlich er auf gut Glück. Dabei vergaß er die Ratte nieder zu legen. Sie baumelte an seinem Maul herab, traf zwar die Umgebung nicht, jedoch verriet sie wo der Tod um die Ecke geschlichen kam. Und so wurde auch der Vogel auf die Gefahr aufmerksam. Hektisch wandte er den Kopf, war alarmiert. Nebelkrähe entdeckte beim geduckten Gang das Tier, er sah die Unruhe und wurde von ihr selbst erfasst. Statt zu warten rannte er los, doch der Vogel war schon auf seinem Weg zurück in die Höhen. In kleinen Sprüngen kam der Kater zum stehen, blickte dem geflügeltem irritiert nach und seufzte.

“If fätt auf den Baum gehen sollen.“, brummte er und dabei plumpste ihm die Ratte zu Boden. “Oh Mäusedreck.. Die hätte ich auch beiseite legen sollen.“, schalte er sich, bevor er um sich sah. “Na gut.. Dann suchen wir mal einen Ort an dem die Beute gelagert werden kann, bis wir sie wieder holen.“, maunzte er munter vor sich hin.
Eine ganze Weile musste er schon suchen bis er ein kleines Baumloch fand, eng genug für eine Katzenpfote und Beute in einer gewissen Größe. Vorsichtshalber stopfte er noch Blätter rein – man wusste ja nie. Und vielleicht erschwerte es so den Fund. Ganz sicher war er sich nicht.

Und schon spazierte er wieder los. Schnuppernd. Eine Katze könnte ja glatt meinen ich sei ein Hund., dachte er kichernd bei sich, bis er die Spur einer Maus aufnahm. Sofort duckte er sich an den Boden. Folgte der Fährte langsam und geschmeidig. Jetzt zeigte er deutlich mehr Geduld mit sich. Die Ohren zuckten zu jedem Geräusch um sicher zu gehen, dass es nicht seine Beute verjagte oder ihn als Beute sah.
Schließlich meinte er sie ausgemacht zu haben. Noch konnte er sie nicht sehen, doch er roch sie deutlich und war sich sicher, sie hinter einer dicken Wurzel zu hören. Ganz leise sog er etwas Luft ein, bevor er innehielt. Vorsichtig glitt er näher, hielt immer wieder inne. Sollte er springen? Noch nicht. Noch ein Schritt. Dann der Sprung. Die Maus fand ihr Ende unter dem massigen Kater der sie geschickt fing und vom Schrecken erlöste. Eine kleine Waldmaus. Mit ihr konnte er zufrieden sein.
Mit leichten Schritten und tanzendem Schwanz wanderte er zurück zu seinem Versteck um die Blätter heraus zu holen und die Maus hinein zu schieben.

“Sehr gut.“, sprach er zu sich. “Vielleicht noch ein bisschen mehr.. Dann danke ich definitiv.“ Schließlich hatte sich der wandelnde Willen bereits gezeigt gehabt. Oder der Vogel sollte Mutter für Küken sein in der nächsten Blattfrische. So oder so, war es von den Ahnen bestimmt gewesen.





@Dünenwind @Holunderzweig
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Holunderzweig

HolunderzweigBeutefängerin
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#12
13.02.2026, 00:15
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Jetzt oder nie


Der Wald hatte sich nicht verändert. Er rauschte, flüsterte, atmete weiter, als wäre nichts geschehen. Nur sie stand da, mit noch pochendem Herzen und einem Hauch von Unruhe unter dem Brustbein. Sie hob den Blick. Hoch oben huschte etwas Rotes über die Äste. Ein flinker Schatten, kaum mehr als ein Wimpernschlag zwischen Blättern. Eichhörnchen. Ihre Ohren richteten sich nach vorn, die grünen Augen verengten sich leicht. Das war besser. Keine Spur am Boden, die der Wind zerriss. Kein Rascheln, das im Laub unterging. Höhe bedeutete Klarheit. Sie dachte an die Begegnung mit Donnerblick {link}. Der Krieger des NebelClans hatte sich mit ihr auf den Gipfel eines Baumes begeben und die Aussicht genossen. Sie blinzelte die Erinnerung weg. Jetzt war keine Zeit für Ausschweifungen in die Vergangenheit. 

Langsam trat sie an den Stamm heran. Die Rinde war rau unter ihren Ballen, kühl vom nahenden Abend. Sie prüfte kurz den Stand ihrer Hinterpfoten, dann setzte sie die Vorderkrallen ein und zog sich hoch. Nicht hastig. Nicht ehrgeizig. Nur konzentriert. Der erste Ast war leicht erreicht. Sie verharrte, presste sich dichter an den Stamm. Ihr Fell verschmolz beinahe mit dem Braun der Rinde, der weiße Brustfleck blieb im Schatten verborgen. Über ihr knackte es leise. Das Eichhörnchen hatte sie noch nicht bemerkt. Ein Glück.

Holunderzweig setzte erneut an, kletterte höher, suchte mit dem Schweif Balance. Ein dumpfes Ziehen durchzuckte plötzlich ihren Bauch, stärker als zuvor. Ihre Krallen verharrten im Holz. Für einen Atemzug lang musste sie die Augen schließen, den Schmerz abflachen lassen, bevor sie weiterstieg.  Das Eichhörnchen huschte über einen dünneren Ast, sprang auf die nächste Gabel. Zu weit. Zu hoch. Wenn sie wartete, wäre es fort. Sie verlagerte das Gewicht, schob sich noch ein Stück höher, suchte eine Position schräg oberhalb des Tieres. Ihre Muskeln spannten sich an, doch diesmal war es nicht nur die Anspannung der Jagd. Ihr Körper fühlte sich schwerer an, als hätte der Stamm selbst ihr Gewicht verstärkt. Ein weiterer Schmerzimpuls ließ ihren Hinterlauf kurz zittern. 

Jetzt oder nie.
Holunderzweig stieß sich ab.
Der Sprung war zu kurz angesetzt, sie musste im Flug korrigieren. Ihre Vorderpfoten erwischten den Ast nur halb, ihre Krallen kratzten ins Holz, rutschten einen Herzschlag lang ab. Das Eichhörnchen quiekte schrill und versuchte sich loszureißen, doch Holunderzweig war schneller. Mit einem Ruck zog sie sich hoch, presste das zappelnde Tier gegen den Stamm und biss zu.

Knapp.
Viel zu knapp.
Sie verharrte einen Moment, das Eichhörnchen noch zwischen ihren Zähnen, während ihr Atem unruhig ging. Ihr Bauch pochte dumpf, als wolle er sie an etwas erinnern, das sie ignorierte. Langsam kletterte sie wieder hinab, vorsichtiger als beim Aufstieg. Unten angekommen legte sie das Tier kurz ab, atmete tief durch und schüttelte sich. Erfolg war Erfolg. Auch wenn er wackelig gewesen war. Mit dem Eichhörnchen im Maul wandte sie sich zurück in die Richtung, aus der sie gekommen war. Sie folgte dem schwachen Geruch von Beute und Katzen, bis sie schließlich Bewegung zwischen den Stämmen erkannte.

Zuerst Dünenwind, deren Fell im letzten Licht warm aufleuchtete. Dann Nebelkrähe.

Als ihr Blick ihre Clangefährten fand, hob sich ihre Miene unwillkürlich. Ein echtes, kurzes Aufleuchten in ihren Augen. Stolz, vielleicht. Oder einfach die leise Freude darüber, dass sie alle jagten, alle etwas beitrugen. Doch es hielt nicht.

Wie ein Schatten, der über die Sonne zieht, legte sich die Erinnerung zwischen dieses Lächeln und ihre Lefzen. Ihr Ausdruck wurde ruhiger, verschlossener. Nicht kühl. Nicht abweisend. Nur vorsichtiger. Sie trat näher, legte das Eichhörnchen auf den Boden zwischen sie, ohne ein Wort zu sagen. Ihre grünen Augen streiften Nebelkrähe noch einmal, suchend, fast fragend.

Dann wandte sie den Blick leicht ab und hob die Nase in den Wind. 



@Dünenwind, @Nebelkrähe
Alias — Leni
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Dünenwind

DünenwindVom Wald gezeichnet
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#13
13.02.2026, 11:18
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Golden light on the leaves


Dünenwind stromerte weiter durch den dichten Mischwald, genoss die langen Strahlen der Sonne, die tiefe Schatten  auf den Waldboden warfen, durchbrochen von Streifen orangeroten Schimmers. Einen Moment lang blieb die Kätzin verträumt stehen und streckte das getupfte Gesicht ein einen der schwindenden Sonnenstrahlen. Das hier war ihre Heimat und sie liebte den Wald mehr, als sie in Worte fassen könnte. Ihre Pfoten trugen sie leichtfüßig weiter, sie bewegte sich in präzisen Kreisen um ihr Beuteversteck herum, doch ihre feine Nase konnte keine weiteren Beutegerüche aufstöbern.

Nicht schlimm, mit den zwei Vögeln bin ich mehr als zufrieden., dachte die Kriegerin und streckte sich genüsslich. Sie hielt einen Moment inne um sich in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne zu putzen, bevor sie sich zurück zu ihrem Beuteversteck begab. Gekonnt nahm sie die beiden Amseln an der Flügelbasis auf, bevor sie sich gemächlich zurück zu ihrem Treffpunkt aufmachte. Ob die anderen beiden wohl miteinander gesprochen hatten? Dünenwind hatte die seltsame Stimmung zwischen den zweien beinahe vergessen, doch nun wurde ihr wieder etwas unbehaglich, je näher sie dem Treffpunkt kam. Streit innerhalb des Clans war nie besonders gut, doch ehrlicherweise plagte Dünenwind auch ihre grenzenlose Neugierde und ihr ständiges Bedürfnis, alle um sich herum mit ihrer Euphorie anzustecken. Es war für sie gar nicht so einfach, sich im Hintergrund zu halten, wenn sie spürte, dass es Katzen, denen sie nahestand nicht gut ging.

Doch sie schob die Grübeleien von sich denn allmählich kehrte auch der Rest der Patrouille zurück zum Treffpunkt. Das Schweigen zwischen Holunderzweig und Nebelkrähe lag noch immer schwer in der Luft und die Kriegerin vermutete, dass sie keine Gelegenheit gefunden hatten, ihre Differenzen aufzuarbeiten. Dünenwind betrachtete Holunderzweigs Bauch und freute sich, dass sie trotz dessen mittlerweile beträchtlichen Umfangs Beute gemacht hatte. Dann fiel ihr Blick auf Nebelkrähe, der ebenfalls sehr erfolgreich gejagt hatte. Kurz zuckte ein Gedanke durch ihren Kopf, den sie nur einen Herzschlag lang verfolgte, bevor sie ihn von sich schon. Wenn Nebelkrähe der Vater der Jungen war? Paare stritten sich doch hin und wieder mal…? Nein, das kam ihr sehr absurd vor. Dennoch. Sie würde sich die Jungen bei Gelegenheit mal genauer anschauen, wenn sie auf der Welt wären…

Erst jetzt fiel ihr auf, wie laut das Schweigen durch die Bäume strich und sie legte ihre Beute vorsichtig ab, bevor sie die beiden ansah und sich wieder an ihre Rolle als Patrouillenführerin erinnerte.

“Sehr gut gemacht, alle beide! Der Clan wird heute Abend gut speisen. Lasst uns zurückgehen, uns geht das Tageslicht aus.“ Gespielt unbekümmert nahm sie ihre Beute wieder auf und begann, die Patrouille zurück zum Lager zu führen. Doch es gefiel ihr nach wie vor nicht, welche Stimmung zwischen ihren Begleitern die Luft beschwerte.



@Holunderzweig @Nebelkrähe
Alias — Haku
Haku ist Offline
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Nebelkrähe

Nebelkrähe
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#14
13.02.2026, 23:50
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I'll find my way - Back with prey



Nachdenklich blickte die Nebelkrähe um sich. Schlussendlich setzte er sich in Bewegung und steuerte einen Baum an. Der Blick glitt prüfend über ihre Äste und Verwachsungen. Dies würde sicher reichen und funktionieren um hoch in die Lüfte zu gelangen. Vorfreude machte sich im Kater breit. Während er die Hinterbeine tief in den Boden grub, zuckte der Schwanz vor gespannter Erwartungen. Jedes mal aufs neue war es ein befreiendes Gefühl, wenn er einen Baum erklang. Hoch hinauf stieg und über die Äste balancierte, die Rinde unter sich spürte während die Luftspielereien ihm die Freiheit versprachen. Dort oben fühlte er sich richtig. Wahrhaftig.
Schon setzte der Kater an und erklomm mit wenigen eleganten Sprüngen den Baum. Hier oben war er nicht plump. Nicht langsam. Hier oben zeigten sich andere Stärken von Nebelkrähe.
Leise schnurrend, innerlich munter summend glitt er über die Äste dahin und sprang von dem einem zum anderen. Mal hoch mal runter. Seine Nase prüfte die Luft, die Ohren wandten sich aufmerksam herum.
Schlussendlich fand er eine Stelle an der er inne hielt und sich setzte. Der Schatten der Höhen verschluckten ihn langsam aber sicher. Seine blassen Augen blickten belustigt um sich und nahmen das Naturschauspiel in sich auf. Er wartete geduldig auf etwas was genau richtig war. Denn noch waren seine Bewegungen zu frisch gewesen, sein Duft zu leicht zuzuordnen. Die Beute war noch wachsam, vorsichtig und beäugte den Kater genau.

Der Kater gähnte und reckte sich ein wenig. Etwas verlagerte er das Gewicht während er müde blinzelnd den Baum auf der anderen Seite beobachtete. Bald würde es noch weniger Beute geben. Dank Ginsterpelz hatte er eine Übersicht wer mehr bedarf hatte. Wer mehr Unterstützung brauchte und dass es bald noch mehr Mäuler gab die nach essen riefen. Gewiss, sie würden am Anfang noch an ihren Müttern hängen. Doch dies änderte sich schnell.
Langsam legte Nebelkrähe den Kopf schief. Wenn er ehrlich war hatte er keine Ahnung wie schnell sich dies änderte. Aber irgendwie würden sie es schon schaffen. Der Kater musste für einen Herzschlag an den Hasen denken und lächelte.
Da bemerkte er den Geruch von einem Eichhörnchen. Es buddelte eifrig in der Erde und versteckte dort etwas, bevor es sich umblickte und dann genau auf seinen Baum kletterte. Langsam machte sich der Kater kleiner. Seine Augen und Ohren waren nun auf das Eichhörnchen gerichtet. Der Rest der Umgebung wurde ausgeblendet als er sah wie es höher rannte. Auf einen Ast unter ihn sprang und dann unsicher inne hielt. Seine Nase zuckte und die Muskeln waren angespannt. Es hatte ihn gerochen. Sogleich ließ der pelzige Kater sich vom Ast fallen. Die Pfoten nach vorne ausgestreckt. Der Schatten näherte sich, als das Eichhörnchen hinauf blickte und die Gefahr nahen sah. Ein Atemzug. Es sprang los und Nebelkrähe kam im nächsten Moment auf dem Ast an. So gleich drückten die Pfoten sich wieder ab, er sprang voran und drehte sich dabei um die Flugbahn zu korrigieren. So flink diese Nager auch waren, konnte es seinen klauen und Zähnen nicht entkommen.

Kurze Zeit später kletterte der Kater zufrieden vom Baum. Er hatte gejagt. Er hatte geruht. Und er hatte drei Beutetiere geschnappt. Eine Ratte, eine Maus und ein Eichhörnchen. Dies war doch eine gute ausbeute – oder nicht? Doch natürlich! Definitiv. Die Ratte und das Eichhorn waren nützlich für die Königinnen und Alten.
Die Maus würde für jeden anderen reichen.
Sein Bauch knurrte langsam von all der Arbeit. Vielleicht sollte er die Maus...?
Sogleich schüttelte er den Kopf, trug das Hörnchen zu dem Versteck und holte die anderen beiden heraus. Noch einmal ließ er den Blick über die drei Tiere gleiten. Seine Mundwinkel verzogen sich versöhnlich und leise maunzte er: “Ich danke euch. Natur und SternenClan, ihr wart gnädig zu mir und dem WurzelClan. Bitte akzeptiert meinen soäten Dank, meinen Respekt..“ Dann neigte er den Kopf und schwieg. Gedachte der Tiere die ihr Leben gegeben hatten um anderes zu ernährend.

Mit der reichen Beute glitt er ruhig und entspannt zurück zum Treffpunkt. Die Differenzen waren vergessen. Holunderzweig war vergessen. Nichts hatte mehr einen bitteren Beigeschmack. Zumindest nicht so lange, bis er Holunderzweig erblickte. Er hielt in seiner Bewegung inne, einen Herzschlag lang, dann wandte er den Blick ab und sah sich suchend nach Dünenwind um. Sie war noch nicht da. Wahrscheinlich noch auf der Jagd. So setzte er sich in einem großen Abstand zu Holunderzweig nieder und wartete.
Die Gedanken wanderten zu seiner baldigen Rückkehr und einem wohligen Schläfchen. Die Freude darüber lag auf einem seligen Gesichtsausdruck. Erst als Dünenwind wieder kam, erhob er sich und trat etwas näher. Sie sprach kurzen Lob aus und gab dann das Kommando für den Rückmarsch.
Etwas leichtfüßiger als auf dem Hinweg lief er zurück. Es lag definitiv an der Vorfreude zum Faulenzen zurück zu kehren.




@Dünenwind @Holunderzweig
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nessjas ist Offline
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Dünenwind, Nebelkrähe, Holunderzweig Lager -> Dichter Mischwald


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