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Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
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Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 rhythm of the forest
151 Mond, 10. Tag des Blattfalls, Sonnenuntergang

Dünenwind

DünenwindVom Wald gezeichnet
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#1
31.01.2026, 13:58
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golden light on the leaves


Im Lager des Wurzelclans kehrte allmählich entspannte Ruhe ein. Die Sonne sank bereits am Himmel hinab und tauchte das Lager in orangerotes Licht. Einige fanden sich zusammen, um sich die Zungen zu geben oder ihre wohlverdiente Beute zu genießen. Ein leichter Wind zupfte an den Blättern des Lagers, doch der Himmel war heute wolkenlos.

Dünenwind saß entspannt am Lagerausgang und widmete sich ihrer Fellpflege, während sie auf die Mitglieder der abendlichen Jagdpatrouille wartete. Bisher waren die beiden noch nicht zu sehen, aber die getupfte Kriegerin war auch früh dran. Sie ließ ihren Blick durchs Lager schweifen und fragte sich, ob Holunderzweig aus der Kinderstube oder dem Kriegerbau zu ihnen stoßen würde. Sie hätte nicht sagen können, ob die trächtige Kätzin ihr Nest bereits bei den Königinnen eingerichtet hatte.

Während sie wartete dachte sie über die anstehende Aufgabe nach. Sie war an diesem Morgen von Rindenseele dazu ausgewählt worden, die kleine abendliche Patrouille anzuführen. Eine Rolle, die sie nur ungern erfüllte, denn am liebsten tappte sie hinterher und überließ die Entscheidungen getrost anderen. Doch heute würde sie wohl den Ton angeben. Immerhin hatte sie angenehme Gesellschaft.

Nacheinander trafen die beiden Katzen am Lagerausgang ein und Dünenwind schenke ihnen ein warmes Lächeln.

“Guten Morgen, ihr zwei. Kann’s losgehen?“, fragte sie gut gelaunt und ließ ihren grünen Blick einen Herzschlag länger auf der hochträchtigen Holunderblick liegen. Dann wanderte ihr Blick weiter zu Nebelkrähe und sie blinzelte ihm freundlich zu. Sie hatte sich heute für den dichten Mischwald entschieden, denn sie hatte von Wasser erst einmal die Schnauze voll und sie vermutete, Nebelkrähe ginge es nicht anders. Nichts extravagantes heute, eine einfache Jagd zwischen den Bäumen, die die Kriegerin vor allem in der Zeit des Blattfalls so sehr liebte.

Sie wartete noch einen Herzschlag, bis beide ihr Okay gaben, dann führte sie die kleine Gruppe aus dem Lager.



@Nebelkrähe @Holunderzweig
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Nebelkrähe

Nebelkrähe
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#2
31.01.2026, 23:41
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Would like to stay - nothing to say



Nebelkrähe saß im Lager. Sein Maul riss er weit auf und gähnte demonstrativ. Müde blinzelte er an all den Kriegern und Katzen vorbei. War die Zeit wirklich so weit voran geschritten? War es nun schon Zeit sich auf den Weg zu machen? Musste der bequeme Kater wirklich diesen bequemen Platz verlassen und einer Pflicht nachgehen?
Sein Blick wanderte zu Dünenwind die bereits am Ausgang saß und auf ihn wartete. Wenn er ehrlich war, war seine Motivation nicht gerade groß. Nicht einmal wirklich vorhanden. Lieber wollte er sich wieder einrollen und auf den Boden legen. Die letzten Strahlen noch genießen und an Ort und Stelle verweilen.
Eine Jagdpatrouille.
War er nicht erst vor 2 Sonnenaufgängen auf einer Patrouille gewesen?
Und vor sechsen auf einer Jagdpatrouille?
Und vor acht, da war er doch..


Sein Gesicht verdunkelte sich. Die Lefzen hingen tiefer runter und der sonst so helle Schein in seinen Augen wurde matt und düster.
Nein. Über diesen Tag mochte er nicht nachdenken.
Zu allem Überdruss war er auch noch mit ihr eingeteilt. Rindenseele musste Bienen im Kopf haben, um auf diese grandiose Idee zu kommen. Hatte er etwa kein Gespräch mit seiner liebreizenden Schwester gehabt?
Seine Mundwinkel zuckten, sein Pelz sträubte sich.
Nebelkrähe wollte wirklich viel lieber hier bleiben und mit dem Erdboden verschmelzen. Weil es nicht typisch für ihn war, entglitt ihm kein grollen. Der schweigende Missmut schrie lediglich in ihm selbst.


Fuchsdung. Sie hat mich bereits entdeckt., ging der Gedanke im Kopf auf, als ihre Blicke sich trafen. Naja. Er hatte ja versuchen können offensiv übersehbar zu sein – so hold wie die Ahnen ihn hielten.
Anscheinend war dem heute nicht so. Er erhob sich, reckte sich und gähnte noch einmal, bevor er bequem auf Dünenwind hinzu trottete. Es trennte die beiden nur noch eine Schwanzlänge, als die Krähe den Holunder erblickte. So gleich fügte sie einige Schritte mehr hinzu und positionierte sich weiter ab von Holunderzweig und schräg zu Dünenwind.
Letzterer blinzelte er leicht zu und neigte den Kopf. Heute würde die junge Kriegerin sie leiten – nicht wie beim letzten mal wo er sie führte.
“Guten Morgen, ihr zwei. Kann's losgehen?“
Kurz zuckten seine Ohren irritiert. Die Augen blinzelte, dann brach er in schallendes Gelächter aus. “Welche Biene ist dir denn da durch den Kopf gesummt?“ Seine Schwanzspitze zuckte vor Belustigung. Dann konnte er nicht mehr an sich halten und sein ganzer Körper schüttelte sich. “Hätte ich gewusst, dass die große Dünenwind eine Mondhoch aktive Katze ist, hätte ich dich letztens nicht während deiner Schlafenszeit aus dem Nest gerissen.“ Sein Maunzen war brüchig. Er konnte einfach nicht an sich halten.
Ob bewusst oder unbewusst, ihr Morgengruß zum Sonnenfall war einfach zu lustig.


Holunderzweig keines Blickes würdigend nickte er schließlich, als er glaubte den Lachanfall überwunden zu haben. “Natürlich, natürlich. Wir können los.“ Doch da brach er erneut in schallendes Lachen aus und erntete nur kurz irritierte oder fragende Blicke, bis die anderen Katzen registrierten dass es lediglich Nebelkrähe war.





@Dünenwind @Holunderzweig
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Holunderzweig

HolunderzweigBeutefängerin
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#3
01.02.2026, 13:56
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Schweres Herz


Holunderzweig war spät dran gewesen. Nicht absichtlich und auch nicht aus Nachlässigkeit heraus. Ihr Körper verlangte in diesen Tagen häufiger nach Ruhe, nach langsamerem Tempo, und selbst wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, hörte sie inzwischen besser darauf. Auch wenn sie sich immer noch nicht dazu bringen konnte aus dem Kriegerbau zu weichen und sich in der Kinderstube einzunisten. Als sie schließlich den Lagerausgang erreichte, lag das Licht des Sonnenuntergangs bereits warm und schwer zwischen den Wurzeln, färbte Fell und Erde in Gold und Kupfer.

Ihr Blick glitt zuerst zu Dünenwind. Die jüngere Kriegerin wirkte wach, bereit, beinahe federnd in ihrer Haltung. Holunderzweig erwiderte das Lächeln mit einem sanften Neigen des Kopfes, blieb einen Herzschlag länger stehen, um ihren eigenen Atem zu sammeln. Der leichte Wind strich durch ihr halblanges Fell, ließ den weißen Brustfleck kurz aufleuchten.

Dann sah sie Nebelkrähe.
Irgendetwas in seiner Haltung ließ sie innehalten. Es war nichts Greifbares. Kein Knurren, kein offenes Zeichen von Abwehr. Und doch lag da diese schiefe Spannung, ein unausgesprochener Widerstand, der sie unwillkürlich langsamer werden ließ. Ihre grünen Augen musterten ihn aufmerksam, suchten nach etwas, das sie hätte erklären können, ein Echo jener Jagd, die unausgesprochen zwischen ihnen stand wie eine Wurzel, die auf dem Pfad, den man wählte, herausragte. 

Sein Lachen kam plötzlich, laut und ungebremst, und riss sie aus dem Moment. Holunderzweig zuckte kaum merklich zusammen. Nicht wegen der Lautstärke, sondern wegen der Art, wie es klang. Zu grell. Zu hastig. Als würde er etwas überspielen, das darunter lauerte.
Sie erwiderte nichts. Kein spitzer Kommentar, kein neckischer Einwurf, wie sie es früher vielleicht getan hätte. Stattdessen blieb sie still, ließ es an sich abgleiten wie Wasser an glattem Stein. Ihre Ohren drehten sich leicht nach hinten. Sie verstand den Scherz. Sie verstand nur nicht, warum er so nötig schien.

Als er sie keines Blickes würdigte, spürte sie ein leises Stechen in der Brust. Kein Schmerz, eher ein Ziehen. Unangenehm vertraut. Sie sagte sich, dass es nichts bedeutete. Dass Nebelkrähe eben so war. Laut, unbedacht, manchmal grob in seinem Humor. Und doch blieb etwas Unausgesprochenes zwischen ihnen hängen, schwerer als sein Gelächter. Holunderzweig nickte schließlich ruhig, als Dünenwind das Zeichen zum Aufbruch gab. Ihre Pfoten setzten sich in Bewegung, bedächtig, ihr Körper leicht nach vorn geneigt. Für einen kurzen Moment, kaum länger als ein Atemzug, zog ein dumpfes Gefühl durch ihren Bauch. Sie hielt inne, legte das Gewicht anders, bis es wieder verebbte. Einbildung, redete sie sich ein. Vielleicht Müdigkeit.

Als sie dem Lager folgte, warf sie noch einmal einen Blick über die Schulter. Nebelkrähe lachte noch immer, schüttelte sich vor Belustigung, doch seine Augen erreichten das nicht. Holunderzweig wandte den Blick ab, das Herz einen Hauch schwerer als zuvor.

Der Himmel war klar. Der Wind mild. Und trotzdem lag etwas Unruhiges über dieser Jagd... spürte Dünenwind das auch? Oder bildete sich Holunderzweig das nur ein? 



Erwähnt: @Dünenwind, @Holunderzweig
Alias — Leni
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Dünenwind

DünenwindVom Wald gezeichnet
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#4
01.02.2026, 21:08
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Golden light on the leaves


Kurz blickte Dünenwind sichtlich irritiert, als Nebelkrähe plötzlich in schallendes Gelächter ausbrach. “Welche Biene ist dir denn da durch den Kopf gesummt?“, polterte der schwarzgraue los und die Kriegerin hatte das Gefühl, irgendetwas fundamentales verpasst zu haben. Sie blinzelte verwirrt und zuckte kurz mit den Ohren. Sie waren noch nicht einmal losgelaufen und schon hatte sie sich lächerlich gemacht?

“Hätte ich gewusst, dass die große Dünenwind eine Mondhoch aktive Katze ist, hätte ich dich letztens nicht während deiner Schlafenszeit aus dem Nest gerissen.“ Und da dämmerte es ihr. Hatte sie eben wirklich guten Morgen gesagt? Ihre Lefzen zuckten spöttisch als sie ihren Fehler erkannte, spielerisch senkte sie den Kopf ein wenig und zuckte keck mit der Schwanzspitze.

“Du hast Recht, dein verschlafener Blick hat mich wohl völlig irritiert! Und schau da, ist das noch Nestmaterial an deinem Schweif?“, fragte sie frech, sprang vor und schlug nach ebendiesem puscheligen Schweif.

“Also auf jetzt, Zeit zum aufwachen, Siebenschläfer!“, schnurrte sie und war im Begriff loszulaufen, als ihr auffiel, wie eigenartig still Holunderzweig sich verhielt. Sie war doch sonst nicht auf den Mund gefallen. Dünenwinds Fehler kommentierte sie nicht mich einer Regung und nicht einmal das Zucken einer Lefze oder ein warmes Funkeln in den Augen verriet, dass sie den Scherz überhaupt gehört hatte. Fragend legte Dünenwind den Kopf schief, unverborgene Neugierde in den grünen Iriden.
Und hatte Nebelkrähe sich absichtlich so weit weg von ihr postiert? Machte es nur den Eindruck, oder versuchte der Kater der tragenden Kriegerin aus dem Weg zu gehen? Er lachte noch immer, doch Dünenwind spürte, dass etwas schwer zwischen ihnen in der Luft lag. Erneut hatte sie das Gefühl, etwas verpasst zu haben, doch sie schwieg, während sie die Gruppe aus dem Lager führte. Während Nebelkrähe sich noch von seinem Lachen erholte und einen Herzschlag lang hinter ihnen zurückfiel schenkte Dünenwind Holunderzweig einen verständnisvollen Blick, fragend, einladend. Dann wandte sie den Blick über die Schulter zurück um sicherzugehen, dass Nebelkrähe zu ihnen aufschloss.



@Holunderzweig @Nebelkrähe
Alias — Haku
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Nebelkrähe

Nebelkrähe
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#5
01.02.2026, 21:59
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Would like to stay - nothing to say



“Du hast Recht, dein verschlafener Blick hat mich wohl völlig irritiert! Und schau da, ist das noch Nestmaterial an deinem Schweif?“, konterte die Kätzin gekonnt. Seine Augen funkelten begeistert als sie gegen seinen Schweif schlug. Zum Glück war dies so wie es sein sollte. So wie der Kater es kannte. Und er begrüßte ihren frechen, fast schon nekischen Ton.
Es tat einfach nur gut, so frei zu lachen. So frei eine Konversation zu betreiben. “Also auf jetzt, Zeit zum aufwachen, Siebenschläfer!“ Im Moment wollte er wirklich gerne mit einem Siebenschläfer tauschen. So hatte er nichts zu erwidern. Die Vorstellung gefiel ihm jedoch sehr – so viel zu liegen. Nichts zu tun. Und zu schlafen.


Der Kater schüttelte den letzten Lachanfall ab, während die beiden Kätzinnen vor gingen. Seine rechte Pfote strich über seine Gesichtshälfte, er gähnte noch einmal und streckte sich. Müsste er sich wirklich beeilen? Misstrauisch und abschätzend linste er zu der Patrouille.
Nicht wirklich. Jemand anderes schien den Tross schon gut auf zu halten. Der Kater schloss die Augen, blinzelte und blickte in eine andere Richtung. Dass Dünenwind sich nach ihm mit einem Blick erkundigte, bekam der Kater so nicht mit.
Nebelkrähe musterte lieber die Umgebung zu seiner linken, als den Puschelschweif von Holunderzweig vor sich zu sehen. Und so an ihre Worte erinnert zu werden.


Der Wald flüstert deinen Namen, Nebelkrähe. Hörst du ihn?


Kam die Erinnerung blass wieder. Ungehalten verzogen sich die Lefzen. Er starrte in die Blätter die sich sanft im leichten Wind wogen. Sie rieben aneinander, raschelten sanft. Sangen ihre Lieder und..
Nebelkrähe...
Seine Ohren drehten sich verunsichert weg. Er zuckte mit dem Schwanz. Unruhig. Kurz hielt er inne, bevor er sich wieder weiter wagte. Etwas eiliger als noch zu vor, zumindest für zwei weitere Schritte. Oder war es eine Jungkatzenlänge?
Er zählte nicht. Er konzentrierte sich.


Der Wald..


Der Kater schüttelte sich. Die Stimme. Sie wurde langsam so frisch als wäre es erst gestern gewesen. Er hatte sich doch endlich wieder in den Wald getraut. Und so wie es aussah... Würde Dünenwind sie auch in den Wald lotsen. Unruhig zuckten seine Schnurrhaare.


flüstert


Rascheln. Rauschen. Kratzen von Krallen an Baumrinde.
Der Blick des Katers wanderte. Unbeständig. Anhaltend. Er versuchte sich auf eines zu Konzentrieren, doch länger als fünf Herzschlägen war es ihm nicht vergönnt.
Die Leichtigkeit schien zu weichen. Jeder Schritt wurde schwerer. Dumpfer.
Er kämpfte doch tatsächlich noch immer mit dem Streich. Mit den Worten. Mit ihrer Idee von Spaß. Ein missmutiger Blick glitt auf ihren Hintern. Die Flanken wirkten so schmal und kraftlos hinter diesen riesigen Rundungen.
Dies wühlte die Krähe noch mehr auf. Deprimiert blickte er nun auf den Boden vor seinen Pfoten und kommentierte den Untergrund um sich abzulenken:
Erde. Walnuss. Kastanie. Stökchen. Steinchen. Erde. Moos. Erde. Walnuss. Blatt. Blatt. Stökchen. Blatt. Kastanien. Pieksende Hüllen.
Er machte einen kleinen Umweg.
Wurzel. Moos. Erde. Kastanie. Noch mehr pieksende Hüllen.
Der Kater beginn einen wild anmutenden Tanz als er versuchte um sie zu wandern ohne zu springen oder über sie hinweg zu steigen.


deinen Namen.
“Nebelkrähe“, flüsterte er nun selbst.




@Dünenwind @Holunderzweig
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Holunderzweig

HolunderzweigBeutefängerin
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#6
03.02.2026, 11:34
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Nicht jetzt 


Holunderzweig nahm den Blick von Dünenwind wahr, noch bevor dieser sie ganz erreicht hatte. Er war offen, fragend, vorsichtig. Für einen Herzschlag lang hielt sie ihn fest, ließ ein schwaches, müdes Lächeln über ihre Lefzen huschen, das mehr Dank als Heiterkeit trug. Dann senkte sie den Blick. Nicht aus Ablehnung, sondern aus einer bewussten Entscheidung heraus. Worte hätten jetzt mehr aufgerissen, als sie hätten ordnen können. Nicht jetzt, lag unausgesprochen in ihrem Blick.

Langsam verlagerte sie ihr Gewicht nach vorn, setzte eine Pfote vor die andere und zog dabei ganz selbstverständlich aus der Linie der beiden heraus. Kein hastiges Ausweichen, kein demonstratives Davongehen. Nur ein leiser Richtungswechsel, der sie ein paar Katzenlängen weiter links zwischen die ersten Baumstämme führte. Ihr Schweif schwang ruhig hinter ihr her, doch seine Spitze hielt Abstand, streifte weder Nebelkrähes Fell noch den Weg, den er wählte.

Sie ließ die beiden vorgehen, verlangsamte ihr Tempo einen Hauch, bis zwischen ihnen Raum entstand. Genug, um wieder atmen zu können. Genug, um das Gewicht der unausgesprochenen Dinge von ihren Schultern gleiten zu lassen. Erst als die Geräusche ihrer Schritte sich leicht von denen der anderen lösten, richtete sie den Kopf höher und sog tief die kühle, klare Luft ein.

Der Wald nahm sie auf, kaum dass sie unter die ersten Bäume traten. Das Licht des Sonnenuntergangs brach sich zwischen Stämmen und herabfallenden Blättern, ließ den Boden in warmen Farben schimmern. Holunderzweig atmete tief ein, zwang sich zur Ruhe, ließ Schultern und Nacken locker werden. Jagen. Nur jagen.

Sie senkte den Kopf, prüfte den Boden, das feuchte Laub, die Rinden der Bäume. Gerüche waren da, viele sogar, doch sie lagen übereinander wie zu dicht geschichtete Blätter. Alt und neu, vermischt vom Wind. Nichts hob sich klar hervor. Ihre Schritte wurden leiser, bedächtiger, während sie einen kleinen Bogen schlug, um Abstand zu gewinnen. Weg von Stimmen. Weg von Blicken.

Ein leises Rascheln ließ ihre Ohren zucken. Sie verharrte, hob die Nase, sog die Luft ein. Wieder nichts Greifbares. Der Wald blieb verschlossen, als hätte er beschlossen, seine Mitbewohner heute für sich zu behalten. Holunderzweig schob die Enttäuschung beiseite, bevor sie Wurzeln schlagen konnte. Nicht jeder Versuch musste etwas einbringen.

Ruhig richtete sie sich auf, die grünen Augen wach und aufmerksam. Sie war noch da. Geduldig. Der nächste Versuch würde kommen. Und bis dahin ließ sie den Wald atmen. Und sich selbst.




@Dünenwind, @Nebelkrähe
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Dünenwind

DünenwindVom Wald gezeichnet
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#7
03.02.2026, 12:12
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Golden light on the leaves


Kurz fing Dünenwind Holunderzweigs Blick auf, sah die Dankbarkeit darin und antwortete mit einem freundlichen Blinzeln. Die Königin schwenkte ein wenig seitlich ab und Dünenwind verstand den Wink, den sie damit gab. Sie wollte aktuell nicht darüber reden, doch die getupfte Kriegerin würde sie ein wenig im Auge behalten. Es gefiel ihr nicht, wenn es jemandem in ihrer Gegenwart nicht gut ging.

Erneut drehte sie sich zu Nebelkrähe um, sein Lachen war verstummt und wich einer depressiven Stimmung, die Dünenwinds leichtfüßige Schritte etwas beschwerten. Sie drehte die Ohren leicht zurück und seufzte leise. Was war nur los mit den beiden? Es wurde zunehmend schwieriger, die schlechte Luft um sie herum nicht einzuatmen, doch die Kriegerin war so gut gelaunt gestartet, dass sie stur daran festhalten wollte.

Holunderzweig entfernte sich bereits ein wenig auf der Suche nach Beute und die Kriegerin blieb stehen, wartete einen Moment, bis Nebelkrähe zu ihr aufgeholt hatte. Sie sah ihren Freund an, erinnerte sich an den Vortag, an dem sie sich so furchtbar ungeschickt angestellt hatte. Irgendwie schaffte sie es regelmäßig, sich vor dem Schwarzgrauen zum Narren zu machen. Kurz sah sie ihn an, fing seinen abwesenden Blick auf und versuchte ihn festzuhalten.

“Ihr solltet das klären., sagte sie nur und stupste ihn aufmunternd an, bevor sie sich taktvoll zurückzog. Sie würde den beiden die Chance geben, sich auszusprechen, wenn sie es denn wollten. Ihre Pfoten trugen sie tiefer in den Wald, die Ohren stur nach vorne gerichtet. Es ging sie nichts an, was zwischen den beiden vorgefallen war.

Schon bald erregte eine hastige Bewegung zu ihrer rechten die Aufmerksamkeit der Kriegerin. Ein Spatz war unweit von ihr gelandet und begann, unter dem dichten Laub nach Würmern zu suchen. Lautlos sank Dünenwind in ein geschmeidiges Jagdkauern und schob sich langsam näher. Der Vogel wirkte tief versunken in seine Aufgabe, immer wieder wirbelte er Blätter hoch und verschwand für einen Moment im Laubhaufen, bevor er geschäftig wieder auftauchte. Das Tierchen ahnte nichts von der lauernden Gefahr. Dünenwind sprang ab, trockene Blätter stoben um sie herum auf. Noch bevor der Spatz sie bemerkte, hatte sie ihn zu Boden gepresst und ihn mit einem schnellen Biss erlegt. Zufrieden nahm sie den Vogel auf und verstaute ihn unter einer Baumwurzel, um ihn später wieder einzusammeln.



@Holunderzweig @Nebelkrähe
Alias — Haku
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Nebelkrähe

Nebelkrähe
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#8
05.02.2026, 21:56
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Nothing to say - she did betray



“Ihr solltet das klären“

Nebelkrähe zuckte zusammen. Er hatte gar nicht bemerkt, dass Dünenwind sich zurück fallen gelassen hat. Der Kater blinzelte einmal. Dann zweimal. Sie stupste ihn an und zog sich bereits zurück. Dem Kater blieb gar keine Zeit zu antworten. Lange starrte er ihr nach, blickte sich dann unsicher um. Holunderzweig war auch schon davon gelaufen. Und Nebelkrähe musste zugeben, dass er gar nicht wusste wohin sie verschwunden war. Und genauso ehrlich gab er zu, dass er ihr gar nicht begegnen wollte!

Leise drang ein Seufzen aus seinem Maul. Die Ohren zuckten und lauschten. Als würde der Wind oder die Blätter durch die er strich ihm verraten wohin er gehen sollten. Doch nichts dergleichen geschah. Also ging der Kater auf gut Glück los. Jedes Rascheln war eine Irritation für ihn. Eine Erinnerung. Und die Sonnenstrahlen verblassten mit jeder Fuchslänge weiter. Regelmäßig witterte die Krähe ob da etwas interessantes war. Lange passierte nichts.
Gerade glitt er durch den Farn, reckte seinen Kopf unter einem hervor, als er eine Spur wahrnahm. Frisch. Es roch nach Ratte. Fantastisch, kommentierte er weniger amüsiert. Ratte war gerade genauso wenig wünschenswert wie Holunderzweig. Irgendwie wollte es sich gerade von der Bedeutung gleich setzen. Doch dies widerstrebte Nebelkrähe zu tiefst. Er wolltedie beiden nicht gleich setzen. Ganz gleich was Holunder ihm angetan hatte, es war nicht fair sie mit einer Ratte gleich zu setzen.
Etwas traurig ließ er seine Ohren hängen. Erinnerte sich an so viele schöne Momente. Mit einem male stellte sich sein Nackenfell auf:

“er beobachtet Dich“

Seine blassen Blattgrünen Augen glitten um sich, entdeckten wie eine Ratte ihn anstarrte. Leicht zuckte Nebelkrähe erschrocken zusammen. Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Einen Herzschlag blickten sie sich an. Waren sie beide erstarrt oder beobachtete die Ratte die Katze?
Plötzlich sprang die Ratte herum. Zeitgleich drückten sich seine Hinterpfoten wie von selbst am Boden ab.
Die Ratte lief so schnell sie konnte und Nebel sprang hinter her. Er lag zu schräg in der Kurve, musste mit dem nächsten Satz korrigieren. Erde wurde aufgeworfen, flog durch die Luft und regnete auf Farn und Moose. Noch ein Sprung und er erreichte Ratte. Sein Kopf schnellte vor und biss der Ratte in den Po. Unelegant, aber effektiv.
Seine Pfote drückte ihren Kopf hinunter, bevor er sie tötete. Schwer Atmend setzte er sich hin und seufzte. Er sollte dem Wald danken, doch er fühlte sich nicht danach.




@Dünenwind @Holunderzweig
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Dünenwind, Nebelkrähe, Holunderzweig Lager -> Dichter Mischwald


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