tooth fast tooth follow
Der Morgen war neblig und das Wetter kühl als die drei Katzen vom Verlassenen Bauernhof losgelaufen waren. Das Schattige Moor war ihr Ziel und sie brauchten Beute. Natürlich wollten sie dem BrisenClan keine Beute stehlen und doch brauchten sie sie zum Überleben und wenn der Clan ihnen das gestattete, dann mussten sie es wahrnehmen. Hin und wieder jagte Zahn auch außerhalb des Gebietes, wie beim Zweibeinerort..da stahl er keiner Katze ihre lebenswichtige Beute, aber es war eben auch entsprechend gefährlicher und heute wollten sie sich nicht dem Risiko eines Kampfes aussetzen. Somit war das Schattige Moor ein guter Ort.
Als sie näher kamen, versanken die Pfoten des hageren Katers bereits im Schlamm und kurz schüttelte Zahn diese etwas angewidert. »Zahn muss die Pfoten waschen, ja vielleicht beim Fluss, auf dem Rückweg? « miaute er leise zu Dorn und Elster, welche ihn begleiteten. Der Kräuterfinder war eigentlich nicht grade der geborene Jäger und doch war er nicht gänzlich ungeschickt und könnte genauso seinen Teil dazu beitragen, seine Mitkatzen durch diesen Blattfallmond zu bringen. Die Gruppe kam schließlich am Moor an und Zahn blickte die beiden anderen an »Zahn geht los, viel Erfolg « schnurrte er und stapfte mit den matschigen Pfoten durchs Moor, ehe er die kalte Luft witterte und einen Vogel wittern konnte. Er schlich sich durch das Moor an das gefiederte Tier an und entdeckte ihn schließlich. Zahn kannte sich mit Kräutern aus, aber nicht mit Vögeln..Das Tier hatte Flügel, Federn und einen Schnabel, also war es ein Vogel. Mehr musste der Kater nicht wissen, besonders die Tierwelt im Schattigen Moor kannte der Kater nicht so. Natürlich würde er eine Amsel von einem Spatz unterscheiden können..aber hier im Moor waren seltsame Tiere unterwegs. So schlich der magere, hochgewachsene Streuner so nah wie möglich an das Tier heran, wartete den Augenblick ab und schließlich sprang er los. Zahn erwischte den Vogel, tötete ihn schnell und sein Schwanz zuckte vergnügt in die Höhe. »Gute Beute für die Gruppe « mauzte er ruhig und dankbar.
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Kühl legte sich der Nebel über das kurze, dichte Fell der Schattenläuferin als sich die drei Katzen auf den Weg zum Schattigen Moor machten. Die Temperaturen wurden kühler, die Streunergruppe brauchte Beute.
Dorn merkte schon beim Näherkommen, wieso sie das Schattige Moor lieber mied, wenn es um die Jagd ging. Ihre Pfoten versanken bereits im Schlamm, sie schüttelte sie aus und legte ihre gemusterten Ohren leicht an. Widerlich. Wie hielten die BrisenClan-Katzen das nur aus? »Zahn muss die Pfoten waschen, ja vielleicht beim Fluss, auf dem Rückweg?« , miaute Zahn leise. Dorn war nach wie vor wenig begeistert von Katern, hatte allerdings angefangen Elster zu mögen und auch Zahn empfand sie als ganz in Ordnung. So brummte die getigerte Kätzin zustimmend.
Schließlich kam die Streunergruppe am Moor an. Dorn blickte sich wachsam um, ob eine Patrouille des ansässigen Clans in der Nähe war. Oder ein Fressfeind am Ende noch! Bloß nicht! »Zahn geht los, viel Erfolg« , schnurrte der Kräuterfinder bevor er losstapfte.
Dorns grüner Blick wanderte zu Elster. "Viel Erfolg. Bis später." , miaute die Schattenläuferin deutlich versöhnlicher als sie mit anderen Kater sprechen würde. Dann wandte sie sich zum Gehen und schlug eine andere Richtung als Zahn ein. Eher nördlich.
Wie ein Schatten bewegte sich Dorn weiter, um keine potentielle Beute zu verscheuchen. Doch tatsächlich hatte sie bereits ihre Beute im Visier gehabt. Eine Kreuzotter schlängelte sich durch das feuchte Schilf. Die Schattenläuferin verharrte, die Muskeln angespannt und bereit zum Sprung. Ihre grünen Augen waren auf die Schlange fixiert, die von ihrem Pech noch nichts ahnte. Sie spürte den Boden unter ihren Pfoten nachgeben und versuchte diese unauffällig aus dem nachgiebigen Boden zu ziehen. Dann setzte sie sich wieder in Bewegung, schlich auf die Kreuzotter zu. Darauf bedacht, nicht entdeckt zu werden und keine Vibrationen durch ihre Schritte zu verursachen.
Die Kreuzotter stoppte, ihre Zunge züngelte heraus. Dorn blieb stehen und duckte sich etwas tiefer. Es dauerte ein paar Herzschläge bevor die Schlange ihren Weg fortsetzte. Noch kurz wartete die Kätzin bevor sie ihr weiter hinterher schlich. Ihr war durchaus bewusst, dass ein Biss der Schlange ihr gefährlich werden könnte. Beiß zu bevor sie merkt, was passiert.
Sie drückte sich kräftig ab und landete auf der Schlange. Mit einer Pfote hielt sie den Schwanz, mit der anderen ihren Kopf und biss kräftig in ihre Kehle. Dorn hörte das Zischen und Fauchen der Schlange, spürte, dass sie sich zu winden versuchte bevor ihr Leben erlosch. Die Streunerin atmete einmal leicht durch als sie die Schlange erlegt hatte und ihre Kiefer öffnete, um die Kehle der Kreuzotter freizugeben.
Alias — Jacky
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Die Destination der Schattenläufer war kein anderer Ort als das schattige Moor. Wer auf die glorreiche Idee kam auf dem angenehmsten Teil des Brisenclangebiets zu jagen war ihm ein Rätsel. Der Morgen war kühl und nebelig. Noch eine großartige Voraussetzung für eine erfolgreiche Jagd ohne Probleme. Elster wäre am liebsten wieder allein losgezogen und irgendwo außerhalb der Clangrenzen jagen gegangen...wobei.
Sein verschiedenfarbiger Blick glitt über Zahn, dem fledermausähnlichen Kräuterfinder und Heiler ihrer sonderbaren Gruppe und der katerhassenden Kätzin, die er im letzten Mond ein bisschen weich bekommen hatte. Worauf er immer noch ziemlich stolz war. Er erinnerte sich gerne an den Tag zurück, und wahrscheinlich tat er das gerade jetzt auch, um sich von dem ekelerregenden Gefühl in seinem Fell und seiner Pfoten abzulenken. “Zahn muss die Pfoten waschen, ja vielleicht beim Fluss, auf dem Rückweg?”
Elster nickte mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lefzen. Er mochte Zahns Art zu sprechen. Flimmers auch. “Dorn und Elster müssen auch.” , miaute er mit fast schon munterem Ton. “Vielleicht können wir diese Jagd danach mit einer kleinen Wasserschlacht abschließen.” Elsters Stimme verriet nicht, ob er den Vorschlag ernst meinte oder nicht. Aber die Reaktionen waren amüsant.
Elster hielt an, als die Gruppe sich daran machte sich aufzuteilen. “Zahn geht los, viel Erfolg.” Der Kater sah den Kräuterfinder an und winkte mit der Schwanzspitze. “Viel Glück mein Freund.” , miaute er mit einem Hauch Amüsement in der Stimme, ehe er ausatmete und zu Dorn blickte. “Putzig der Kerl, nicht wahr?” , fragte Elster belustigt, denn ihm war klar, dass Dorn sicherlich nicht seiner Meinung sein würde.
“Viel Erfolg. Bis später.” Ihr versöhnlicher Tonfall ließ Elsters Miene für einen Herzschlag weicher werden und er verkniff sich einen Witz. Aber nur für diesen Augenblick. Lange hielt er es nämlich nicht aus. “Bis später, Dorni. Glück brauchst du nicht. Ich weiß, dass unsere Dornchen Erfolg haben wird.” , neckte er grinsend und winkte auch ihr mit der Schwanzspitze, ehe er mit einem leisen Lachen davonstapfte.
Elster wanderte länger als ihm lieb war sinnlos durch diesen Matsch, ohne auch nur einen Hauch von Beute zu riechen. Ich wäre gerade auch am liebsten wo anders, meine Lieben. Überall, nur nicht hier , brummte er in Gedanken und schüttelte angewidert seinen Kopf. Aber ich weiß, dass ihr euch irgendwo versteckt.
Und dann...roch er endlich etwas. Elster folgte seiner Spur mit etwas mehr Entschlossenheit als vorher. Er konnte nicht ganz zuordnen, ob es Reptil oder Amphibie war, als er eine auffällige schwarz, gelbe Musterung entdeckte. Ein Feuersalamander. Na, geht doch.
Elster schaltete in seinen Jagdmodus um, duckte sich, kroch näher, analysierte und kalkulierte, ehe er sprang und seine Krallen in die glitschige Haut stieß. Mit einem gezielten Biss tötete er den Salamander.
Alias — Connor
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Der Kater war losgezogen und hatte einen Vogel erlegen können und erneut konnte er Beute wittern. Dieses mal war es eine Maus. Auf vorsichtigen Pfoten schlich Zahn los, folgte seiner Beutespur und verfiel in Lauerstellung. Es war eine Sumpfspitzmaus und langsam blinzelte Zahn. Sie sieht mir ähnlich. Ein spitzes Gesicht, ja. Sein Ohr zuckte kaum merklich, dann näherte er sich dem Nagetier langsam und vorsichtig. Er war kurz vor seinem Absprung, war bereit sich jetzt auf die Maus zu stürzen, doch als er die Pfote absetzte, entstand Luft darunter und das Moor gluckste verräterisch auf. Die Maus rannte davon und Zahn schnaubte. Stattdessen beschloss er, sich nach Heilkräutern umzusehen. Denn auch wenn Zahn Beute für seine Gruppe holen wollte, so brauchte er auch Kräuter und Heilpflanzen und das Moor war immer reich damit bedeckt.
So liefen die langen, schlanken Beine durch das Schattige Moor und aufmerksam blickten die goldenen Augen sich um, suchten nach sinnvollen Heilkräutern. Schließlich wurde er fündig: Lange, grüne Stängel mit dunklen Büscheln am Ende wuchsen an einem kleinen Lichtfleck. »Binse, ja sehr gut. Gut für gebrochene Knochen und generell zum Stabilisieren « miaute er leise zu sich selbst und lief dann auf die Heilpflanze zu. Zahn untersuchte einige Stängel auf deren Beschaffenheit und er fand vier gute, stabile Stängel. Diese kaute er vorsichtig und präzise am unteren Rand ab, nahm sie zwischen seine Zähne und kehrte zu dem Vogel zurück. Heilpflanzen und Beute legte er wieder ab und versuchte erneut die Luft zu wittern. Vielleicht konnte er ja doch noch etwas fangen.
Und tatsächlich konnte der Heiler erneut eine Maus wittern und schlich sich an. Hoffentlich würde er diese erwischen. Schon bald sah er das Fell des Nagers, sie kletterte einen Schachtelhalm hinauf und war somit relativ gut zu erwischen. Sie könnte nicht so schnell davonlaufen. So beschloss Zahn, die Gunst zu nutzen und schlich sich eilig an. Dieses Mal war das Glück auf seiner Seite, er spannte seine Hinterläufe an, sprang los und packte die Maus mit den Krallen. Mit einem Biss tötete er sie schnell und brachte sie dann zu Vogel und Binse. Ob die anderen noch beschäftigt waren? Dann könnte er noch nach Heilkräutern suchen, bevor er zurückkam.
Alias — Efeu
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Die Kätzin konnte noch das warme Blut der Kreuzotter an ihren Lefzen spüren während sie ihre Beute sorgfältig unter einer herausstehenden Wurzel versteckte. Später würde sie die Kreuzotter einsammeln, wenn sie mit Zahn und Elster den Rückweg antreten würde. Doch jetzt war sie aufgewärmt und das würde sie nutzen!
Ihr grüner Blick wanderte über das Gelände, über das schattige Moor. Die Grenze zum NebelClan war nah und der Geruch nach feuchter Erde lag in der Luft. Sie konnte das träge Rauschen des Flusses zu ihrer Linken hören.
Dorn hatte sich wieder in Bewegung gesetzt und sich weiter bewegt. Leise schmatzte der Untergrund bei jedem ihrer Schritte. Sie konnte die zähen Sumpfpflanzen sehen und rümpfte leicht die Nase. Es war eine Beleidigung für jede stolze Katze, sich durch diesen Matsch zu wühlen, doch der Hunger der Schattenläufer war groß. Dorn blieb stehen. Ein winziges, hektisches Scharren drang an ihre Ohren.
Ihr grüner Blick richtete sich auf ein vertrocknetes Schilfbündel. Dort flitzte eine Feldmaus umher. Das Nagetier schien verzweifelt nach etwas Essbarem zu suchen. Dorn sank ins Jagdkauern, achtete darauf, dass ihr Bauchfell nicht über den Untergrund strich. Jeder Muskel in ihrem gestreiften Körper war gespannt.
Vorsichtig und behutsam setzte sie eine Pfote vor die andere. Kein Geräusch. Der Boden gab gefährlich nach. Doch Dorn hielt ihre Balance. Sie verlagerte ihr Gewicht auf die Ballen und als die Maus kurz innehielt, um sich zu putzen, schlug Dorn zu. Mit einem kräftigen Satz, der sie mehr Kraft kostete als auf festem Boden, schnellte sie nach vorn. Ihre Pfoten rutschten beim Absprung leicht weg doch trotzdem landete sie auf dem Nagetier und beendete dessen Leben mit mit einem schnellen, sauberen Biss.
Sie atmete einmal durch während sie sich aufrichtete. "Ein Anfang." , murmelte sie bevor sie sich einmal schüttelte.
Mit der Kreuzotter und der Feldmaus würde sie aber noch nicht Schluss machen. Sie blickte sich erneut um und nur wenige Schwanzlängen entfernt saß eine Mooreidechse auf einem Stein, direkt dort, wo es zum Fluss gehen würde. Ihre dunkle Schuppenhaut glänzte im fahlen Licht. Das Tier war flink und die Umgebung hier tückisch.
Dorn schlich sich von der Landseite an. Sie nutzte die wenigen Kräuterbüschel als Sichtschutz. Ihr Herz pochte gleichmäßig. Sie wusste, dass sie nur eine Chance hatte bevor die Eidechse in eine Felsspalte davonhuschen würde. Als sie nah genug war, sprang sie nach vorn. Dorn schlitterte fast über ihr Ziel hinaus, krallte sich jedoch an einer Wurzel fest, riss ihren Körper herum und schlug mit einer weißen Pfote nach der Echse. Sie erwischte das Reptil am Rückgrat bevor es flüchten konnte.
Erschöpft, aber zufrieden, betrachtete sie ihre Beute. Ihr Fell war verklebt und sie stank nach Sumpf doch die Ausbeute der Jagd war hervorragend. Mit der Maus und der Eidechse im Maul machte sie sich daran, auch die vergrabene Kreuzotter zu holen bevor sie den Weg zum Treffpunkt mit Zahn und Elster antrat.
Alias — Jacky
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Elster war der Fang seines Feuersalamanders ohne Probleme gelungen und zufrieden schnippte er mit der Schwanzspitze. Er schnupperte an der Beute und rümpfte das rosa Näschen. Ihm fielen hundert bessere Sachen ein, die er lieber zu sich nahm als Amphibien oder Reptilien. Ihm war sehr wohl bewusst, dass er als Streuner nicht immer eine Wahl hatte und nicht wählerisch sein durfte, aber er konnte seine Vorlieben und Abneigungen haben, oder nicht? Im Notfall aß er auch das, was ihm nicht schmeckte, Hauptsache er verhungerte nicht. Das musste er in der Vergangenheit schon oft genug machen. In der Stadt hatte er oft keine andere Wahl gehabt als zu hungern, wenn er nicht riskieren wollte sich zu vergiften oder anderweitig sein Leben zu verlieren.
Elster schüttelte den Kopf. Du schweifst wieder ab , ermahnte er sich still und versteckte den Feuersalamander unter ein paar Pflanzen.
Er zog weiter, achtete auf den matschigen Untergrund, konnte aber nicht verhindern, dass sein Gesicht sich immer wieder vor Ekel verzog. Er hasste diese Mischung aus Erde und Wasser der hartnäckig an Fell und zwischen den Zehen haften konnte. Hoffentlich gingen sie zu dritt nach der Jagd sofort zu einer Wasserstelle und wuschen sich, um danach einen großen Bogen um das schattige Moor zu machen. Nach der Jagd hatte er genug von diesem Teil des Territoriums.
Elster hob den Kopf und sog die Luft mit leicht geöffneten Lefzen auf. Eine schwache Spur Maus wehte zu ihm herüber. Perfekt! Maus gefiel ihm da schon deutlich mehr als Salamander.
Gelassen, ohne sich in irgendeiner Form zu hetzen, folgte der Schattenläufer seiner Spur und achtete dabei penibel darauf keinen Laut von sich zu geben. Oder eben so gut es ging.
Er entdeckte die Maus und duckte sich erneut, genau wie bei seiner letzten Beute. Wieder prüfte Elster alles, was ihm zu einer erfolgreichen Jagd verhelfen würde. Windrichtung, Boden, Umgebung. Wieder spannte er seine Hinterläufe an und sprang ab. Die Maus hatte keine Chance.
Alias — Connor
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Der Kräuterfinder hatte einen Vogel und sogar eine Maus erlegt. Dazu hatte er noch etwas Binse gefunden und abknabbern können. Sein Gefühl sagte dem Kater, dass er noch ein wenig Zeit hatte und so sah er sich weiter im Moor um. Die Luft roch nach nasser Erde und eher kalt. Wenn Blattgrüne war, hatte so ein Moor einen ganz anderen Geruch. Doch nun war nicht viel zu erschnuppern. So watete der Kater durch den Morast und setzte immer wieder Nase und Augen ein, in der Hoffnung doch etwas brauchbares zu finden. Schließlich entdeckte er an einer Pfütze ein grünes Kraut. Bachminze! Die Pflanze war sehr hilfreich, wenn eine Katze Bauchschmerzen hatte und bald würde sie nicht mehr brauchbar sein. Die Blattleere stand unmittelbar bevor und der kalte Schnee legte sich über alle Kräuter wie eine Decke, die alles versteckt. Es war gradezu unmöglich während der kalten Zeit gut Kräuter zu sammeln. So kauerte sich Zahn nieder und untersuchte die Bachminze. Vieles war bereits nicht mehr brauchbar. Am besten wuchs diese Pflanze - wie der Name verriet - an Bächen. Hier im Moor neigte sie dazu, schnell zu vergehen und das Wetter tat sein Übriges dazu. Doch zwei Stängel sahen gut aus und so biss Zahn diese ganz weit unten ab und konnte sie mitnehmen.
Der schwarze Kater kehrte zu Binse und Beute zurück, nahm alles auf und suchte dann die Stelle, wo er sich von Dorn und Elster getrennt hatte. Er musste ein wenig warten, bis seine Schattengefährten zurückkehrten. Er nickte stolz »Zahn hat Kräuter und Beute gefunden. Ein erfolgreicher Ausflug. Schmutzige Pfoten haben sich gelohnt für uns « miaute er und hob bei den Worten demonstrativ seine Pfote an. Auf dem Rückweg sollten sie definitiv an einer flachen Stelle mal durch den Fluss gehen, damit sie wieder sauber wurden. Allein bei dem Gedanken, sich diesen Schlamm von den Pfoten zu lecken, musste der Kater schon das Gesicht verziehen. Dann doch lieber kurz etwas Wasser, auch wenn er nicht der größte Fan vom kühlen Nass war.
Alias — Efeu
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