I am the coming storm


Die Sonne ging grade unter und das Lager ihres Clans lag bereits in der Dunkelheit. Stück für Stück kletterte die Sonne die Feuerklippen hinab, so auch Eisbrecher und Fichtenstern. Ihre Pfoten führten sie zum Donnerweg, sie würden diesen überqueren und auf das Gebiet des BrisenClans gehen. Der Adlerfelsen war ihr Ziel, spielte dieser doch eine zentrale Rolle für den BrisenClan. Eine Art Mahnmal des Hochlandes und dessen Tücken. Doch wenn die Patrouille diesen am nächsten Morgen passieren würde, würden sie noch eine andere Warnung vorfinden: Spuren des GlutClans. So tief in ihrem Territorium, dass sie Angst bekommen würden. Angst, was da auf sie zukam und ob sie mit ihrer Einmischung bei der Großen Versammlung einen Krieg begonnen hatten, den sie doch lieber von außen hätten beobachten sollen. »Wir rennen schnell zum Felsen. Ein kleines Wettrennen wird nicht schaden und wir können ein wenig unsere Ausdauer und Schnelligkeit trainieren. Beides wichtig in den Schlachten, aber wem sage ich das« miaute er ruhig. Es war bekannt, wie versessen Eisbrecher auf den Kampf war. Und auch sein ehemaliger Mentor Loderblick war eine Katze, die sich keinen Kampf entgehen lassen würde. Und genau diese Katzen brauchte Fichtenstern in den kommenden Monden. Gestern zu Sonnenuntergang war er am Donnerweg gewesen, hatte Distelstern angegriffen und sie getötet. Sie hatte nicht aufgeben wollen und das hat sie eines ihrer Leben gekostet. Dann brachte er die bewusstlose Kätzin zu ihrem Lager und warf sie dem Stellvertreter vor die Pfoten wie eine verrottete Maus. Seine Schnurrhaare zuckten belustigt bei der Erinnerung daran.
Doch nun war es an ihnen, erneut den Duft in dem Territorium zu hinterlassen. Sollte der BrisenClan ruhig Panik bekommen und glauben, dass der GlutClan sich auf ihrem Land nun wie Zuhause fühlt. Die beiden Krieger kamen am Donnerweg an, ein kurzer Blick in beide Richtungen und locker rannte Fichtenstern los und überquerte diesen. Sie hätten in Richtung der Windhügel gehen können und von dort wären sie am schnellsten zum Adlerfelsen gekommen. Doch auf die Art läge ihr Duft nur auf dieser kurzen Strecke. Und so hatte Fichtenstern einen anderen Weg gewählt. Sie überquerten den Donnerweg so, dass sie dicht an der Grenze zum WurzelClan waren. Auf der einen Seite erstreckte sich das Hochland, an der anderen begann der Wald des WurzelClans. Und so würden sie von hier aus in Richtung Baumgeviert rennen, an diesem aber vorbei und dann steuerten sie die Silbrige Zeder an. Kurz vorher lag irgendwo der Adlerfelsen. Obwohl es neblig war, würden sie den hohen Felsen schon nicht übersehen. Der Getigerte sah den anderen Kater kurz an »In Ordnung, wie besprochen: Am Baumgeviert vorbei und in Richtung der Zeder..Dort liegt irgendwo dieser Adlerfelsen..Wer zuerst dort ist, gewinnt..was auch immer..streng dich einfach an« miaute Fichtenstern, der im Reden bemerkte, dass sowohl ihn als auch Eisbrecher ein Gewinn nicht reizen würde. Das Gewinnen an sich war der Gewinn..Kurz wartete Fichtenstern, nickte Eisbrecher los und dann preschten die beiden großen Katzen los.
Fichtensterns Krallen wetzten den Boden auf wo er lief und er gewann schnell an Tempo. Das Baumgeviert lag auf halbem Weg. Ob er vor Eisbrecher daran vorbeirennen würde?


Alias — Efeu
Efeu ist Offline
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