Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
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 Foggy days are the most beautiful
151.Mond - 13.Tag des Blattfalls, Sonnenaufgang

Lebenstraum

LebenstraumSternenfänger
Posted on:
#11
07.01.2026, 23:58
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Beneath trees and roots



Lebenstraum war so darauf konzentrieren, sich von ihrem Fast-Sturz zu erholen und weiterzuklettern, dass sie ausgeblendet hatte, was um sie herum passiert war. Oder wer um sie herum gesprochen hatte.

Jetzt, wo sie auf dem dritten Ast saß, beruhigte sich ihr noch immer wild schlagendes Herz langsam und die Kätzin wurde ruhiger. “Das ist gut.“, antwortete Nebelkrähe schließlich heiser. Lebenstraum bemerkte sofort, dass etwas an Nebelkrähe anders war. Sie blinzelte einmal als sie ihm ihren grasgrünen Blick zuwandte. Die Kätzin sah es nicht durch seinen Blick sondern durch die Stille, die ihn umgab. Sein Atem war schwerer, sein Blick nicht ganz bei ihr als würde er durch sie hindurch in eine Ferne sehen, die sie nicht greifen konnte. “Ich erwarte noch viele dieser Kletterjagden auf diversen Bäumen.“ Ein schiefes Lächeln schlich sich auf Nebelkrähes Gesicht, erreichte allerdings seine Augen nicht ganz. Lebenstraum schenkte ihm ein sanftes Lächeln. Doch ihr grüner Blick blieb aufmerksam, ruhte auf ihm ohne ihn zu drängen. Sie wusste, wann sprechen musste und wann man schwieg.

Der Wind strich durch ihr dichtes Fell, ließ es leicht aufwallen. Lebenstraum hob den dreieckigen Kopf und betrachtete die Blätter über ihnen, die sich im Wind wiegten. Es war friedlich hier oben, weit weg vom Boden. Weit weg von Schatten, die zwischen den Wurzeln lauerten. Lebenstraum verstand, wieso sich Nebelkrähe so wohl hier oben fühlte.

Als der dunkle Kater schließlich sprach, wandte sie ihm ihren grasgrünen Blick wieder zu. „Sag Lebenstraum.“, begann er langsam. Sein Schwanz strich über den Ast hinweg und baumelte lässig herunter. Leicht legte Lebenstraum ihren Kopf schief während sie Nebelkrähe geduldig anblickte. "Ja?", fragte sie, um ihn zu ermutigen. „Kennst du eine creme-braune Katze mit Tigerung und goldenen Augen?“ Der Schweif des Katers zuckte unruhig. Sie blinzelte langsam.

Ein Herzschlag verging. Dann noch einer.

Lebenstraum ließ sich Zeit während sie ihn aufmerksam anblickte. Ihr war das unruhige Zucken seines Schweifs nicht entgangen. Und etwas in seiner Stimme, ließ sie leicht die Stirn in Falten ziehen. Nicht aus Misstrauen sondern aus Sorge um ihren Freund.

"Creme-braun... mit Tigerung...", wiederholte sie leise, nachdenklich, mehr zu sich selbst als zu ihm. Erneut blinzelte die Kätzin bevor ihr grasgrüner Blick in die Baumkronen wanderte als suche sie dort nach einer Erinnerung oder einer Antwort. "Und goldene Augen...", murmelte sie nachdenklich.

Sie rief sich jede Katze des WurzelClans in Erinnerung und an die Beschreibungen derjenigen, die sie nicht persönlich gekannt hatte. An alte Geschichten, die sie von Ältesten gehört hatte. Doch kein Bild formte sich klar.

Schließlich schüttelte sie langsam den Kopf.

"Nein.", miaute sie sanft und mit Bedauern in der Stimme. "Ich glaub nicht, dass ich so eine Katze kenne." Ihr Blick kehrte zu Nebelkrähe zurück. Warm und offen aber bedauernd, weil sie ihrem Freund nicht helfen konnte. "Zumindest keine, die hier im Clan lebt.", fügte sie hinzu.

Lebenstraum rückte ein kleines Stück näher an ihn heran. Nicht aufdringlich aber genug, dass ihre Schulter seine streifte. Eine stille, für Lebenstraum typische Geste, um ihm zu zeigen, dass er nicht allein war. "Warum fragst du?", fragte sie schließlich mit ruhiger Stimme. "Ist sie dir begegnet?"

Lebenstraum folgte Nebelkrähes Blick zu den Bäumen und dem Blätterspiel. “Oder dass der Wald dich ruft.“, hauchte er. Fast hätte Lebenstraum die Worte nicht gehört und sie für das Flüstern des Winds gehalten. Ein leichter Schauer lief ihr über ihren Rücken. Nicht aus Angst sondern einem tiefen, instinktiven Respekt vor... Ja... wovor eigentlich...? Lebenstraum konnte es nicht benennen aber sie empfand tiefen Respekt. Vor was auch immer.

"Der Wald… ruft uns alle manchmal.", antwortete sie. Ihre Schnurrhaare zuckten leicht für einen Herzschlag. "Manche hören ihn nur im Wind. Andere in Träumen. Und manche… wenn sie wach sind." Sie senkte ihren Blick wieder, richtete ihren ruhigen Blick auf den dunklen Kater neben sich. Nicht verurteilend sondern ruhig und verständnisvoll. "Ich glaube nicht, dass der Wald dir schaden will.", fügte sie hinzu. Ein kleines, schiefes Lächeln huschte über ihre Lefzen als sie ihren Kopf leicht gegen Nebelkrähes Schulter stieß. "Vielleicht bist du heute einfach zu hoch geklettert. Nicht mit den Pfoten", fuhr sie fort und tippte ihm leicht mit der Pfote gegen die Stirn, "sondern mit deinen Gedanken."

Kurz und vorsichtig strich ihr Schweif über seinen. "Was auch immer du gesehen oder gehört hast... Es ist jetzt vorbei. Hier oben bist du sicher. Und nicht allein."



@Nebelkrähe
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
36 posts

Nebelkrähe

Nebelkrähe
Posted on:
#12
08.01.2026, 22:45
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Should have joined the theatre



Ein Herzschlag.
Ein zweiter.
Und ein dritter und vierter.


Nebelkrähe schwieg. Lebenstraum ebenso. Die Stille schien den Wald zu bedecken und alle Geräusche verstummen zu lassen. Als würde sie sich selbst verschlucken. Der Kater schluckte langsam.. und schwer.
“Crème-braun... mit Tigerung..“ Es kam der Krähe vor, als würde der Traum die Worte ins endlose ziehen. Sie hauchend verwischen, damit sie selbst nicht mehr erkannt werden wenn die Augen sich öffneten und die Welt der Träumer zurückgelassen wurde für die Lebenden. Noch ein murmeln. Sein Herz sank tiefer. Sein Gefühl verstärkte sich.


“Nein.“
Da war es.
Ihr sanftes miauen riss ihn mit seiner Vermutung in die Tiefe. Die restlichen Worte gingen in dem Rauschen der Blätter unter, als der Wind durch sie fegte und auch in seinen Ohren zu toben schien.
Ein leises seufzen entglitt ihm. Wurde vom Wind mit fort getragen.


“Warum fragst du? Ist sie dir begegnet?“
“Nein. Schon gut.“, entgegnete er knapp und blickte wieder hinauf.


“Der Wald... ruft uns alle manchmal. Manche hören ihn nur im Wind. Andere in Träumen. Und manche... wenn sie wach sind.“ Schweigend starrte Nebelkrähe weiter zu dem Blätterdach und beobachtete ihre Bewegungen.
Er wusste... Sie hatte ihn nicht verstanden. Es versucht, dennoch nicht geschafft. Nebelkrähe hatte es anders gemeint als sie eventuell glaubte und dennoch war er dankbar für ihre Worte.
Als er sich umdrehte sprach die bunte Kätzin weiter und der Kater erwiderte ihr Lächeln. Ihren Witz ließ er schmunzelnd über sich gehen und schloss die Augen kurz maunzend als ihre Pfote seine Stirn berührte.


“Was auch immer du gesehen oder gehört hast... Es ist jetzt vorbei. Hier oben bist du sicher. Und nicht allein.“


Sicher... Laut der anderen Katze nicht. Dennoch nickte Nebelkrähe lächelnd. Er sog die Luft tief ein und schloss die Augen dabei. Die einzelnen Zehen seiner vorderen Pfoten reckten sich leicht und griffen erneut nach der Rinde des Baumes bevor er ausatmete.
Er hatte sich endlich wieder in den Wald gewagt. Und war dem Ursacher seiner Ängste begegnet. Und diesmal hatte sie versucht ihn gegen Lebenstraum aufzuwiegeln. Und hatte nicht einmal den Namen genannt.
Apropos Zähne.. Der Kater verrenkte den Kopf urplötzlich und grinste Lebenstraum an.


“Willst du mein neustes Abenteuer hören? Es reißt uns fernab der Bäume hinunter in die Fluten des Flusses.“


Seine Augen funkelten auf. Schalk und Freude.
Das Gesagte und Geschehene vergessend konzentrierte er sich auf das was er mit Dünenwind erlebt hatte.
Mit einem Satz sprang der Kater aus der sitzenden Position heraus auf und drehte sich umständlich in der Luft. In seiner Vorstellung hatte es galanter ausgesehen, dieser Satz mit einer Drehung. In der Realität landete er überraschend auf seinem Brustkorb und Körper, die Pfoten rutschten Haltlos am Ast herab und er konnte seinen Kopf noch fangen bevor dieser auf dem Holz aufschlug. Verdattert lag er da und blickte etwas irritiert vor sich, bevor er Lebenstraum schief angrinste.


“Da beißt die Maus kein Faden ab.“, maunzte er. “Es sah sicher so plump wie ein fetter Hund auf der Jagd aus.“


Langsam erhob sich der Kater wieder, mehr ungeschickt als gekonnt. Aber er stand. Die Zuunge leckte über die Lefzen bevor er sich räusperte.
“Also.. Zu meinem Abenteuer.“


Seine Ohren zuckten nachdenklich zu der Seite und die Schwanzspitze peitschte aufgeregt am Ast entlang..
“Es war vor exakt 5 Sonnenaufgängen. Ich war zur Patrouille an unserer Grenze zu dem Nebelclan eingeteilt. Dünenwind begleitete mich. Da trafen wir auf ein ganz schön..“
Kurz hielt der Kater inne und suchte nach den richtigen Worten.
“kratzigen Gesellen. Sie hätten genauso gut GlutClanler sein, so sehr wie ihre Seele auf einen Streit brannten. Sie keiften uns an und versuchten den Fluss als ihr Land zu deklarieren. Wirklich vernebelt diese Nebelkatzen. Also.. In ihren Köpfen.“, maunzte er.
“Auf jeden Fall wollten Dünenwind und ich uns dies nicht geben. Also sind wir wieder von dannen gezogen – die Grenze war ja gesichert. Und um einen Fluss der dem Land gehört und allen Tieren – darum streiten wir nicht.“ Nebelkrähe plustert sich stolz bei den Worten – die er ebenso Stolz aussprach – auf. Das war eine gute Leistung gewesen. Fand er.
Dass er den Nebelclan zu einem Fischwettbewerb herausgefordert hatte, damit sie sich mal ihre Bäuche so ordentlich vollschlagen konnten und die Beute mit in ihr Lager nehmen konnten, unterschlug der Kater. Nicht böswillig. Einfach weil es nicht wichtig war.


Er duckte sich etwas runter. “Da hörte ich etwas. Oder.. ich fühlte es. Ich kann es nicht beschreiben. Aber etwas stimmte nicht.“ Er blickte suchend um sich. Seine Ohren drehten sich in alle Richtungen.
“Also rannte ich zurück. Dünenwind folgte mir und wir hörten panisches Maunzen. Ohne noch einmal nachzudenken schrie ich Dünenwind zu, dass wir in den Fluss mussten. Ich SPRANG hinein!“


Der dunkle Kater drückte sich vom Ast ab, sprang an Lebenstraum vorbei auf einen niedrigere Astgaben und hielt die Luft an als würde er in das Wasser tauchen. Erst als er den Kopf hinaus aus dem imaginären Fluss reckte schnappte er nach Luft. Nur um zu keuchen: “Und ich schwamm! Ich tauchte unter der Wasseroberfläche wie ein Fisch im Wasser. Ich eilte zu der alten Katze mit den scharfen Krallen die wild im Wasser strampelte als sei sie ein Glutclanjunges im falschen Element!“ Der Kater musste glucksen bei dem Gedanken wie so ein Glutclan Krieger versuchte im Wasser zu schwimmen. Langsam duckte er sich am Ast entlang weiter. Elegant und flink mit kleinen Schritten.
“Ich schwamm unter die Dame und lud sie auf meinen Rücken. Sie fauchte und wollte es alleine schaffen. Doch sie war bereits am Ende ihrer Kräfte und ließ es am Ende zu. So brachte ich das wertvolle Leben zurück an Land und übergab sie ihrem Kameraden!“ Er sprang wieder zurück und landete hinter Lebenstraum. Seine Augen strahlten.
“Der Dank war blanker Hohn. Spott und reißerische Worte.“


Er kicherte als er sich wieder setzte und seine Schwanzspitze munter am Ast auf und ab Peitschte. Es schien den dunklen Kater nicht zu stören was er geerntet hatte. Es war zu sehen wie stolz er war, was er geleistet hatte. Dass er ein Leben gerettet hatte.




@Lebenstraum Erwähnt: @Dünenwind @Krähenruf @Wieselfeuer
Alias — nessjas
nessjas ist Offline
38 posts
Nebelkrähe, Lebenstraum Mischwald


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