Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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151. Mond - 27. Tag des Blattfalls, Mondhoch

Spielleiter

SpielleiterUnbekannte Pfote
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#21
20.03.2026, 09:59
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Who's there?


Der Wind heulte unnachgiebig und hinterließ den Katzen einen kalten Schauer auf ihrer Haut. Die Stimmen jaulten und jammerten, doch in dem Moment als Blitzgeist untergetaucht war, herrschte wieder Stille auf der Insel und der Wind legte sich augenblicklich. Es war klar, dass das keine normalen Wetterbedingungen waren. Doch während Schilfohr, Schneestern und Kristallregen nun oben im Stillen waren, herrschte für Blitzgeist unter Wasser der selbe Kampf, den die Anführerin durchmachen musste.
Mit Sicherheit war es eine große emotionale Belastung und nicht jede Katze könnte dem Drang widerstehen, diese erdrückende, beklemmende Tiefe hinter sich zu lassen und einfach wieder aufzutauchen. Doch schafft Blitzgeist es?
Wie auch bei Schneestern zuvor begann es mit verzweifelten Klagelauten, die an die Ohren des Katers drangen und während Blitzgeist tiefer tauchten, wurden diese Laute zu klaren Worten. »Er hat uns hiergelassen!« klagte die eine Stimme und ihr Herz klang schwer vor Schmerz. Tiefe Enttäuschung, gar Fassungslosigkeit lag in den Worten und es war klar, dass die Katzen von jemandem verletzt wurden, den sie geliebt hatten.
Tiefer glitt der Kater, näherte sich dem Grund des Sees immer weiter und plötzlich hörte man das Fauchen und verzweifelte Schreien. Katzen, die um ihr Leben schrien, Katzen in Todesangst. »Er hält uns fest! Nein! Bitte nicht!« kreischte die andere Stimme und das Gefauche und panische Geschrei wurde mehr. Als der rostrote Kater tiefer glitt, wickelte sich eine kleine Alge um dessen Hinterpfote - nicht fest, er könnte sie schnell lösen mit einem starken Ruck - und doch sicherlich nicht grade beruhigend, in dieser düsteren Atmosphäre des Sees. Die Knochen lagen für Blitzgeist schon sichtbar am Grund des Sees. Zwei Gebeine zweier Hauskätzchen, die ihn anflehten ihn nicht hier zu lassen. Doch würde Blitzgeist Ruhe bewahren können, oder würde ihn der Urinstinkt vereinnahmen, als er spürt, dass ihn etwas an der Hinterpfote gefangen hält?
Und während sich unter Wasser wieder eine schwierige Prüfung abspielte, ahnten die Krieger oberhalb der Wasseroberfläche nichts, nur Schneestern hatte es zuvor selbst erlebt. Wussten die Krieger, was zu tun war, wenn sie die Knochen aus dem See holten? Was hatten sie nun vor?


@Schilfohr @Kristallregen @Blitzgeist @Schneestern
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Blitzgeist

Blitzgeist
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#22
23.03.2026, 14:30
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Whispers Across the Water



Das Wasser hatte sich über seinem Kopf geschlossen als er mit beständigen, kräftigen Bewegungen tiefer schwamm. Sämtliche Geräusche über der Oberfläche waren fort, zurück blieb nur die Dunkelheit, die Kälte des Wassers und die Stille, die hier unten herrschte. Zumindest für die ersten Herzschläge. Beständig bewegte Blitzgeist seine kräftigen Beine, um tiefer zu gelangen. Allmählich drang das Mondlicht durch die Oberfläche, strich wie Finger durch das Dunkel. Blitzgeist kniff seine bernsteinfarbenen Augen ein wenig zusammen, um mehr erkennen zu können.

Dann drangen die verzweifelten Klagelaute an seine Ohren. Je tiefer er tauchte, desto lauter und klarer wurden sie.

»Er hat uns hiergelassen!«, klagte eine Stimme. Blitzgeist konnte den Schmerz, die tiefe Enttäuschung, die Fassungslosigkeit aus ihr und ihren Worten heraushören. Und das Herz wurde ihm schwer als er erkannte, dass diese armen Wesen von jemandem verletzt worden waren, den sie geliebt hatten.

Er glitt immer tiefer, näherte sich dem Grund des Sees und plötzlich hörte er Fauchen und verzweifelte Schreie von Katzen in Todesangst. »Er hält uns fest! Nein! Bitte nicht!«, kreischte eine andere Stimme, das Gefauche und die panischen Schreie nahmen zu.

Er hätte fast nach Luft geschnappt als sich etwas um seine Hinterpfote wickelte. Der Rotbraune blickte zurück und erkannte eine kleine Alge. Er schloss für einen Herzschlag die Augen als sich der Schreck verflüchtigte. Trotzdem spürte er bei dem Klagen, den Schreien, dem Fauchen und der Panik in den Stimmen, wie ihm ein eiskalter Schauer über das Rückgrat kroch. Mit einem kräftigen Ruck befreite er seinen Hinterlauf bevor er sich wieder darauf konzentrierte, tiefer zu schwimmen.

Seine bernsteinfarbenen Augen erblickten die Gebeine er beiden Katzen, die hier ihr tragisches und grausames Ende gefunden hatten. Die großen Ohren des Katers legten sich an während er sich ihren Knochen näherte. Er war froh, dass er nicht seinem ersten Instinkt nach Flucht bei der Berührung der Alge nachgegeben hatte.

Er blinzelte einmal als ihm eine Idee kam. Der Kater drückte sich vom Grund des Sees ab und schwamm zu einer Ansammlung von Algen. Allmählich merkte er, dass ihm die Luft auszugehen begann. Komm schon, komm schon, komm schon. Er riss ein paar der Algen aus, schwamm zurück und schob die Gebeine des ersten Hauskätzchens behutsam mit den Vorderpfoten zusammen bevor er begann, die Algen vorsichtig darumzuwickeln, um die Knochen für den Transport zusammenhalten zu können.

Dann nahm er die Enden der Algen zwischen die Zähne, stieß sich kräftig vom Grund ab und schwamm der Oberfläche entgegen während er die Algen zwischen seinen Kiefern festhielt. Es schmerzte den Kater, dass er nur die Gebeine von einem der Hauskätzchen transportieren konnte. Wir kommen wieder und holen dich, halte durch!

Vor seinen bernsteinfarbenen Augen begann die Wasseroberfläche zu verschwimmen, genauso wie das Mondlicht, das durch diese drang. Nur noch... ein... kleines Stück... Verbissen hielt er seine Kiefer geschlossen, um nicht einzuatmen und Wasser zu schlucken während er sich weiterkämpfte.

Blitzgeist schnappte nach Luft als er die Oberfläche durchbrach. SternenClan sei Dank...

Er schleppte sich mit den Gebeinen des einen Hauskätzchens ans Ufer, kletterte aus dem Wasser und zog die Algen mit sich an Land bevor er sich setzte. Seine Flanken bebten vor Anstrengung und seine Atmung war schnell, fast hektisch, und deutlich schwerer als sonst. "Da... sind noch... weitere... Knochen...", brachte er schwer atmend heraus.



@Schneestern @Kristallregen @Schilfohr
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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
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#23
23.03.2026, 19:54
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Was zurückkehrt


Die Stille hatte sich wie ein Schleier über die Insel gelegt. Nur das ruhige, dunkle Wasser des Sees umgab sie. Schneestern stand reglos am Rand der morschen Brücke, ihr Blick fest auf die Oberfläche gerichtet. Ihr nasses Fell klebte an ihrem Körper, doch sie spürte die Kälte kaum. Ihre Gedanken waren noch immer bei den Stimmen. Bei dem, was sie gesehen hatte.

Und bei dem, was Blitzgeist nun durchstehen musste.

Langsam senkte sie den Blick zu den Halsbändern vor ihren Pfoten. Vorsichtig berührte sie eines mit der Pfote und drehte es leicht. Das rostige Glöckchen gab ein dumpfes, leises Klirren von sich. Schneesterns Schnurrhaare zuckten leicht, während sie das zweite Halsband betrachtete. Kein Geruch, der noch etwas verriet. Keine Spur, die geblieben war. Nur die stumme Erinnerung an zwei Leben, die hier geendet hatten. Mehr fand sie nicht. „Die Halsbänder tragen keine Antwort…“ murmelte sie leise. „Nur Erinnerungen...oder?“ Doch vielleicht sahen die anderen ja mehr?

Ein leises Zittern ging durch das Wasser. Schneesterns Kopf hob sich augenblicklich. Die Oberfläche brach auf. Blitzgeist. Ihre eisblauen Augen wurden wach, als der rotbraune Kater nach Luft schnappte und sich mit mühsamen Bewegungen ans Ufer zog. Zwischen seinen Zähnen und Pfoten hing ein Bündel aus Algen. Und darin... Knochen. Schneesterns Blick wurde weicher, doch die Schwere blieb. Sie trat näher, ruhig und ohne Hast, und ließ sich neben ihm nieder, während seine Flanken sich noch heftig hoben und senkten. „Du hast es geschafft…“ sagte sie leise. Ein kurzer Blick zu ihm, ruhig und anerkennend.  Ihr Blick glitt zu den mit Algen umwickelten Überresten des kleinen Körpers. Dann erklang Blitzgeists Stimme, brüchig vor Anstrengung. „Da… sind noch… weitere… Knochen…“ Schneesterns Ohren zuckten leicht. Langsam hob sie den Kopf.

Schneestern richtete sich langsam auf, Wasser tropfte leise von ihrem Fell auf das Holz. „Blitzgeist hat gezeigt, dass wir sie erreichen können.“ Ihr Schweif bewegte sich ruhig hinter ihr. „Doch er sollte nicht allein zurückkehren müssen, falls er es nochmal wagt.“ Ihre eisblauen Augen glitten über ihre Gefährten. „Einer oder beide von euch gehen.“ sagte sie klar. „Helft, die restlichen Knochen zu bergen.“

Ein kurzer Blick zum Wasser. „Der andere bleibt hier und hilft, sie an Land zu bringen, wenn ihr zurückkehrt.“ Der Wind fuhr erneut über die Insel, ließ das Wasser zittern. Schneesterns Blick blieb ruhig.


@Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr
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Spielleiter

SpielleiterUnbekannte Pfote
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#24
27.03.2026, 18:07
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Who's there?


Blitzgeist war unter getaucht, hatte sich der schwierigen und kräftezehrenden Reise zur Tiefe gestellt und sogar als sich eine Alge um seine Hinterpfote wickelte, konnte der Kater die Ruhe bewahren. Und so gelang er ganz nach unten, schaffte es die einen Knochen in Algen zu wickeln, um sie nach oben zu transportieren..doch das andere Kätzchen blieb zurück. »Nein bitte nicht!« schrie die Stimme verzweifelt, als Blitzgeist nach oben kehrte. »Lass sie nicht zurück« jammerte die andere und die selbe Verzweiflung trat in der Stimme auf, wie zuvor bei dem Klang des Todeskampfes der Kätzchen. Die Stimmen quälten Blitzgeist und auch als der Kater an die Oberfläche kam, hörte es nicht auf.
Ein starker, kalter Wind fuhr durch den Pelz der Katzen, doch sie hörten nur das Heulen des Windes. Doch Blitzgeist hörte etwas anderes: »Wir gehören zusammen. Wir gehören zusammen!« jaulten die Katzen verzweifelt und ließen dem Kater keine Ruhe. Er wusste bereits, dass sie zusammen gehörten, er wusste, dass sie die anderen Gebeine ebenfalls an die Oberfläche gehörten und doch konnten die Geister der Katzen das nicht verstehen. Quälend und unaufhörlich schrie der Wind und Blitzgeist hörte die genauen Worte. Es war klar, dass es nicht aufhören würde, bis beide Kätzchen wieder vereint waren, doch der Wind zog immer heftiger auf und der See geriet in Unruhe. Mit Sicherheit würde der Weg nach unten nicht leichter werden für die Katzen. Und was würden sie tun, wenn sie beide Knochen geborgen hatten? 
Wenn sie Knochen und Halsbänder hätten, was sollten sie damit tun? Wie konnten die gequälten Seelen endlich ihre Ruhe zurückerlangen? Es blieb an den Katzen die armen Seelen zu erretten, doch war Blitzgeist überhaupt fähig wieder hinabzutauchen? Abgesehen davon, dass das Tauchen zum Grund des Sees sehr kräftezehrend war, quälten ihn die Stimmen der Hauskätzchen, die er getrennt hatte - wenn auch nicht in böser Absicht.

Würfelt:
Wenn ihr die anderen Knochen bergen wollt, würfelt erneut Ausdauer+Beweglichkeit, ihr benötigt eine 12 oder höher, um an die Knochen zu kommen, denn der See ist unruhiger.
Blitzgeist erhält -2 auf sein gewürfeltes Ergebnis



@Schilfohr @Kristallregen @Blitzgeist @Schneestern
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Blitzgeist

Blitzgeist
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#25
07.04.2026, 17:39
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Whispers Across the Water



Schneestern trat näher, ruhig und ohne Hast, und ließ sich neben ihm nieder während der Rotbraune noch immer Luft in seine brennenden Lungen zu saugen versuchte. „Du hast es geschafft…“, miaute sie leise bevor sie ihm einen ruhigen, anerkennenden Blick schenkte. Der Krieger blinzelte sie dankbar an bevor er nickte. Ja... er hatte es geschafft. Zumindest eines der Kätzchen war geborgen. Aber das andere lag noch immer auf dem Grund des Sees. Auf seine Worte hin zuckten Schneesterns Ohren leicht bevor sie langsam den Kopf hob und sich langsam aufrichtete. „Blitzgeist hat gezeigt, dass wir sie erreichen können.“, begann sie, ihr Schweif bewegte sich ruhig hinter ihr. „Doch er sollte nicht allein zurückkehren müssen, falls er es nochmal wagt.“ Ihre eisblauen Augen glitten über die Patrouille. Blitzgeists Atem begann sich zu beruhigen. Trotzdem fühlte er sich unglaublich kraftlos und erschöpft. „Einer oder beide von euch gehen.“, miaute sie klar. „Helft, die restlichen Knochen zu bergen.“ Ihr Blick glitt zum Wasser. „Der andere bleibt hier und hilft, sie an Land zu bringen, wenn ihr zurückkehrt.“

»Nein bitte nicht!« Die Stimme hatte verzweifelt geschrien. Der Schrei hallte in Blitzgeists Sinnen wider seit er nach oben zurückgekehrt war. »Lass sie nicht zurück« Die Verzweiflung in den Stimmen waren deutlich zu hören, wie während ihres Todeskampfs. Kalter, starker Wind fuhr in sein nasses, rotbraunes Fell während sich seine großen Ohren leicht anlegten. Er konnte doch das andere Kätzchen nicht einfach zurücklassen... »Wir gehören zusammen. Wir gehören zusammen!«, jaulten die Katzen verzweifelt. Immer und immer wieder schrien die Kätzchen gequält und unaufhörlich. Er hätte sich die Pfoten am liebsten auf die Ohren gedrückt. Aber vielleicht würde es sie beruhigen, wenn er sie beide bergen würde. Der Wind wurde stärker, der See geriet in Unruhe.

Blitzgeist kämpfte sich auf die Pfoten und trat an den Rand des Sees. Er würde es noch einmal versuchen. Noch einmal würde er zu tauchen versuchen.
So ließ er sich in den unruhigen See gleiten, sog tief die Luft ein und begann zu tauchen. Doch schnell merkte er, dass er wenig Chancen hatte, auf den Grund zurückzukehren. Seine Muskeln schmerzten und brannten von seinem vorherigen Kampf und seine Lungen schrien geradezu nach Luft.

Es tut mir so leid... Ich... kann nicht...

Der Rotbraune kehrte an die Wasseroberfläche zurück, durchbrach sie und schnappte nach Luft bevor er den keilförmigen Kopf schüttelte. "Ich... kann nicht... noch mal zum... Grund... zurückkehren...", keuchte er während er ans Ufer paddelte und sich aus dem Wasser kämpfte. Seine Flanken hob und senkten sich stark während er mit seinen bernsteinfarbenen Augen zum See blickte. "Die Hauskätzchen... schreien... verzweifelt...", brachte er schwer atmend heraus.



@Schneestern @Kristallregen @Schilfohr
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Kristallregen

Kristallregen
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#26
10.04.2026, 12:23
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SternenClans Wille


Schilfohr sprach Kristallregen zuversichtlich zu, dass Schneestern das schaffen würde. Und tatsächlich kam ihre Mutter kurze Zeit später durch das Wasser gebrochen und kam keuchend zu ihnen zurück. Die Worte der weißen wollten zunächst nicht in Kristallregens Kopf hinein, doch als sie langsam begriff, wurden ihre blauen Augen riesig.
”Zwei Hauskatzen sind hier ertrunken?”, wollte sie wissen. Klar, nicht jede Katze war vom NebelClan, doch normalerweise sollten sie sich doch über Wasser halten können?
Die Anführerin des Clans meinte, sie müssten die Knochen der Katzen aus dem Wasser holen, sonst würden sie keine Ruhe finden. Sie selbst müsse nur erst wieder zu Kräften kommen.
”Brauchst du etwas um wieder zu Kräften zu gelangen?”, fragte sie ihre Mutter, trat zu ihr und leckte ihr vorsichtig das Gesicht ein wenig trocken, während Blitzgeist von seinen Erkenntnissen berichtete, die er in Erfahrung bringen konnte. Danach entschied der Kater, dass er es versuchen würde und glitt ins Wasser.
Unruhig sah die Kätzin zu, wie ein weiterer ihrer Clankameraden in das kühle Nass glitt und nach unten zum Boden schwamm. Um sich abzulenken trat die weißliche Katze mit den Flecken im Gesicht und den dunklen Ohren wieder an ihre Mutter heran und leckte ihr behutsam den Rücken trocken, damit sie sich nicht noch erkältete. Das würde dem Clan gerade noch fehlen. Währenddessen betrachtete ihre Mutter die Halsbänder der Hauskatzen, die sie aus dem Wasser an Land gebracht hatte.
Nach einer Zeit, die in Kristallregens Augen viel zu lange gedauert hatte, kam der Kater auch aus dem Wasser heraus und die Kätzin eilte sofort an seine Seite.
”Noch mehr Knochen? Oh SternenClan, ich hoffe wir können sie da raus holen, damit sie endlich ihren Frieden finden!”, miaute Kristallregen mit zittriger Stimme vor Bedauern, was die zwei Katzen bloß für eine Angst gehabt haben mussten, als sie nicht mehr aus dem Wasser kommen konnten.
Dann betrachtete sie die Knochen der Katze, die Blitzgeist mitgebracht hatte. Eine gute Idee hatte der Kater gehabt, die Knochen mit Algen an Land zu holen. Schneestern setzte sich neben den Kater und schien ihm gut zusprechen zu wollen, ehe sie dann meinte, dass jemand anderes gehen sollte, um die restlichen Knochen zu bergen. Blitzgeist meinte, er könne nicht nochmal hinunter zum Grund, er schaffe es nicht.
”Ich werde es versuchen.”, entschied Kristallregen und leckte ihrer Mutter über das Ohr, ehe sie sich dem Wasser näherte. Der Wind war heftiger geworden und sie sah es als Zeichen des SternenClans. Auch er musste erzürnt sein, dass zwei Katzen im Wasser ums Leben gekommen waren. Wie alt sie wohl waren? Wie jung sie ertrunken waren?
Vorsichtig ließ sich die helle Katze ins Wasser gleiten, holte einmal tief Luft und tauchte unter. Die Kühle des Wassers umgab Kristallregen vollkommen, während sie die blauen Augen blinzelnd öffnete und sich an das Wasser gewöhnte. Mit kräftigen Pfotenschlägen tauchte sie immer weiter hinunter, doch der Grund schien nicht näher zu kommen. Die Augen zusammen kneifend entwich der Kätzin immer mehr Sauerstoff und leise knurrend versuchte sie schneller voran zu kommen.
’SternenClan, lass mich nicht im Stich!’, flehte sie verzweifelt, doch irgendwie kam sie dem Grund einfach nicht näher, obwohl sie sich so sehr anstrengte.
So langsam ging ihr die Luft aus, doch sie wollte doch unbedingt helfen! Kristallregen wollte nicht Schneestern oder Blitzgeist nochmal so tief tauchen lassen, nein. Sie musste es doch irgendwie schaffen können?
Letztendlich musste sich die Kriegerin geschlagen geben und einsehen, dass sie es nicht schaffte und nur ihr eigenes Leben in Gefahr begab, wenn sie weiter versuchte nach unten zu tauchen.
’Keine Sorge, vielleicht schafft Schilfohr ja dich zu retten. Du wirst nicht alleine gelassen.’, versuchte sie der Hauskatze auf dem Grund gedanklich zuzurufen, ehe sie sich wieder nach oben wandte und sich mit schwindenden Kräften zurück an die Oberfläche kämpfte.
Nur noch wenige Pfotenschläge und sie wäre oben, doch die Luft ging ihr aus und verzweifelt versuchte Kristallregen nach Atem zu schnappen, wodurch sie Wasser einatmete. Zum Glück kam sie genau dann oben an, krallte sich fest und zog sich mit letzter Kraft aus dem Wasser hinaus, um dann hustend zusammenzubrechen und einen Schwall Wasser zu erbrechen.
Sie war gescheitert.

@Schneestern @Blitzgeist @Schilfohr
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Schilfohr

Schilfohr
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#27
13.04.2026, 19:35
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What happened here?

Wie zu erwarten, tauchte Schneestern nicht lange darauf aus dem Wasser und näherte sich ihnen mit etwas im Maul. Schilfohr kam der weißen Kätzin leicht entgegen, vergewisserte sich, dass sie in Ordnung war, ehe er kurz an den Halsbändern, wie er nun feststellte, schnupperte.
Er spitzte seine Ohren und lauschte ihren Worten.  Die Halsbänder gehörten Hauskätzchen die hier ertrunken waren? Es waren ihre Stimmen? Schilfohrs Nackenfell kribbelte bei dem Gedanken und wieder einmal fragte er sich, was hier passiert war.
Auf Schneesterns Frage, ob sie etwas gefunden hatten, schilderte Schilfohr kurz und knapp seine Entdeckung, nachdem Blitzgeist und Kristallregen gesprochen hatten. Er erzählte von den Kratzspuren im Wasser, die ab einem bestimmten Punkt aufhörten und natürlich auch von dem alten, herausgerissenen Krallen im Holz, an der noch etwas Blut klebte.
Schneesterns Worten, dass sie die anderen Knochen ebenfalls aus dem Wasser bergen sollten, nickte Schilfohr zustimmend.
Doch bevor er sich für die Aufgabe, in das dunkle Wasser zu tauchen, melden konnte, kam ihm Blitzgeist zuvor und wer war er, ihm nicht den Vortritt zu überlassen? Womöglich müssten sie sogar mehrmals tauchen. Da war es ziemlich egal, wer zuerst dran war.

Schilfohr sah angespannt zu wie Blitzgeist vom Wasser verschluckt wurde. Während die drei warteten sah der Kater sich immer wieder wachsam um. Auf Schneesterns leise murmelnden Worte wusste Schilfohr keine Antwort.
Sobald die Wasseroberfläche sich kräuselte, trat Schilfohr näher an das Ufer und richtete seinen aufmerksamen, schlammgrünen Blick auf den rotbraunen Krieger der sich in diesem Moment an das Ufer schleppte.
Seine Schwanzspitze strich ihm einmal kurz über die Flanke. “Gut gemacht.”, lobte er ihn mit gedämpfter Stimme und richtete seinen Blick daraufhin auf Schneestern, nachdem er Blitzgeists Fund kurz begutachtet hatte.
“Einer oder beide von euch gehen. Helft, die restlichen Knochen zu bergen.”
Und das hatten sie versucht. Schilfohr und Kristallregen waren untergetaucht, aber beide waren erfolglos gewesen. Und auch Blitzgeist, der es daraufhin ein zweites Mal versucht hatte, scheiterte diesmal.

Merklich gefrustet schüttelte Schilfohr seinen Kopf, wobei einige Wassertropfen in verschiedene Richtungen spritzten. Der Kater richtete seinen Blick auf ihre Anführerin, seine Augen waren müde, aber entschlossen. “Vielleicht schaffst du es erneut, Schneestern.”, miaute er ruhig, ehe er sich ein wenig umblickte. “Solange du es versuchst, gehe ich nochmal ein bisschen herum. Vielleicht entdeckte ich doch noch etwas relevantes.”, erklärte Schilfohr seinen Plan. In seinem Tonfall lag keine Spur von Zögern. Er war mehr als gewillt diesem Rätsel auf dem Grund zu gehen. Vielleicht fiel ihm etwas ungewöhnliches an den Luftblasen auf, bei denen Kristallregen sich zuvor keinen Reim bilden konnte?


@Schneestern @Blitzgeist @Kristallregen
Alias — Connor
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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
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#28
13.04.2026, 20:32
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Was die Tiefe nicht behalten durfte


Schneesterns Blick lag erst auf Blitzgeist, dann auf Kristallregen.

Der rotbraune Krieger rang noch immer nach Luft, seine Flanken bebten heftig, und in seinen bernsteinfarbenen Augen stand eine Erschöpfung, die tiefer ging als bloße Anstrengung. Kristallregen war kaum besser dran. Noch immer hing das Wasser schwer in ihrem Fell, ihr Husten klang rau, und der Anblick ihrer Tochter, wie sie halb am Ufer zusammengesackt war, ließ etwas in Schneesterns Brust schmerzhaft eng werden. Trotzdem blieb ihre Stimme ruhig, als sie sich zuerst zu Blitzgeist beugte und ihm kurz mit der Schwanzspitze über die Schulter strich. „Du hast mehr getan, als man von dir verlangen konnte.“ Dann glitt ihr Blick zu dem geborgenen Bündel aus Algen, zu den kleinen Knochen darin, und ihre eisblauen Augen wurden für einen Herzschlag weicher. „Und du hast sie nicht im Stich gelassen.“

Erst danach wandte sie sich Kristallregen zu. Behutsam leckte sie ihrer Tochter einmal zwischen die Ohren, dann über die feuchte Stirn, allerdings nicht tadelnd oder irgendwie streng, eher als eine liebevolle Geste. „Du musst niemandem etwas beweisen.“ murmelte sie leise. „Du bist zurückgekehrt. Das war richtig.“

Schilfohrs Stimme erreichte sie als Nächstes, ruhig wie immer, auch wenn Müdigkeit darin lag. “Vielleicht schaffst du es erneut, Schneestern.” Die weiße Anführerin hob langsam den Kopf. Der Wind zerrte inzwischen schärfer am Schilf, ließ den See unruhig werden. Langsam richtete sie sich auf. Das Mondlicht fing sich in ihrem nassen Fell, das noch immer in feinen Strähnen an ihrem Körper lag, und unterstrich für einen flüchtigen Augenblick jede Spannung in ihren sehnigen Muskeln. „Blitzgeist, du bleibst hier.“ sagte sie zuerst, ohne Härte, doch mit dem Tonfall einer Anführerin, die keinen Widerspruch suchte. „Du bist an deine Grenzen gegangen.“ Ihr Blick glitt zu Kristallregen. „Du auch.“ Wieder strich ihr Schweif kurz an der Schulter ihrer Tochter entlang. „Atme. Komm zu Kräften. Ich brauche dich gleich klar im Kopf und fest auf den Pfoten.“ Dann wandte sie sich Schilfohr zu. „Such weiter. Nicht weit weg.“ Ihre eisblauen Augen hielten die seinen. „Vielleicht hat der See noch etwas zurückgelassen, das wir übersehen haben.“

Ein weiterer Windstoß fuhr über die Insel, peitschte kleine Wellen gegen das morsche Holz. Schneestern ließ den Blick noch einmal über ihre kleine Patrouille schweifen. Über Blitzgeist, der trotz seiner Erschöpfung zurückgekehrt war mit einem der beiden verlorenen Seelen. Über Kristallregen, die sich gegen ihre Angst und ihre Grenzen ins Wasser geworfen hatte, weil ihr Herz zu groß war, um untätig zu bleiben. Über Schilfohr, dessen ruhige Beharrlichkeit wie ein fester Stein in all dem Unheimlichen stand. Dann senkte sie den Kopf kurz zu den Halsbändern und den bereits geborgenen Knochen. „Sie werden nicht getrennt bleiben.“ sagte sie leise, mehr zu den Toten als zu den Lebenden. „Nicht, solange wir hier stehen.“

Ohne ein weiteres Wort glitt sie zurück ins Wasser.

Die Kälte umfing sie sofort, schloss sich um ihren Körper wie eine zweite Nacht. Schneestern holte tief Luft, so tief ihre brennenden Lungen es zuließen, und tauchte dann unter die dunkle Oberfläche. Schneestern schwamm. Jeder Zug war bewusst gesetzt, jeder Stoß ihrer Hinterläufe trieb sie tiefer in die schwarze Kälte. Als der Grund des Sees wieder unter ihr auftauchte, erkannte sie die vertrauten Formen im düsteren Schlamm beinahe sofort. Das zweite kleine Skelett lag noch immer dort, verlassen und doch nicht allein, als hätte selbst der Tod die beiden nie ganz voneinander trennen können. Die Algen wiegten sich geisterhaft um die zarten Knochen, und zwischen ihnen schimmerte matt das verfluchte Mondlicht.

Schneestern sank tiefer.

Der Schlamm wirbelte leicht auf, als ihre Pfoten den Grund streiften. Vorsichtig, so vorsichtig, wie man ein Junges aus einem Dornengestrüpp heben würde, schob sie die kleinen Knochen enger zusammen. Eine Rippe, ein feiner Schädelknochen, dünne Beinchen, erschreckend klein. Neben ihrem großen, kräftigen Körper wirkten die Überreste beinahe unwirklich zerbrechlich. Ihre Lungen begannen zu brennen. Schneller nun. Mit geübten Bewegungen riss sie ein paar der nahen Algen los, wickelte sie behutsam um die kleinen Gebeine, zog sie fest genug, dass nichts davontreiben konnte, und schob dann die Enden zwischen ihre Zähne. Ein letzter Blick glitt über den Grund. Über die Stelle, an der Leid so lange festgehangen hatte. Ihr gehört zusammen und ihr bleibt auch zusammen. Dann stieß sie sich mit aller Kraft ab. Der Aufstieg brannte schlimmer als der Hinweg. Schneesterns Muskeln zitterten unter der Anstrengung, doch sie hielt das Bündel fest zwischen den Zähnen und kämpfte sich Zug um Zug nach oben.

Bis das Schwarz über ihr heller wurde.
Bis das Mondlicht wieder Form bekam.
Bis die Oberfläche aufriss.

Keuchend brach Schneestern aus dem Wasser, rang nach Luft und schleppte sich mit den in Algen gewickelten Knochen an den Rand. Wasser lief ihr in Strömen vom Fell, ihre Flanken hoben und senkten sich schwer, doch sie ließ ihr Bündel erst los, als sie sicheren Boden unter den Pfoten hatte. Vorsichtig legte sie die restlichen Gebeine neben die des ersten Kätzchens. Für einen Moment sagte sie nichts. Ihr Atem ging rau, ihre Brust brannte, und doch lag in ihrem Blick eine stille, unbeugsame Klarheit. Dann hob sie den Kopf zu Blitzgeist, Kristallregen und Schilfohr. „Jetzt sind sie wieder beisammen.“ Ihre Stimme war heiser vom Wasser und von der Anstrengung, aber fest. Ihr Blick glitt zu den beiden kleinen Skeletten, dann zu den rostigen Halsbändern.


@Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr
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Spielleiter

SpielleiterUnbekannte Pfote
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#29
14.04.2026, 16:19
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Who's there?


Die ersten Knochen waren von Blitzgeist geborgen worden, doch der Kater wurde gequält von den Stimmen der Hauskätzchen. Man hatte sie getrennt und das dies nur von kurzer Dauer war, verstanden sie nicht. Umso weniger war es verwunderlich, dass er es nicht schaffte, dass andere Hauskätzchen aus dem See zu holen. Doch auch Schilfohr und Kristallregen waren ohne Erfolg. Es war Schneestern, die es bis zum Grund schaffte und die zweiten Gebeine des Hauskätzchens, wie Blitzgeist zuvor, in Algen wickelte und damit nach oben schwamm. Die Stimmen verstummten jedoch nicht, lediglich die Klagelaute änderten sich. Alle vier Krieger hörten das Jaulen des Windes, der stärker als zuvor über die Insel fegte und ihnen in den Pelz kroch. »Was hat er getan?!« schrie die Stimme des einen Hauskätzchens fassungslos. »Was ist mit uns passiert? Ich habe Angst!« jaulte das andere in herzzerreißender Tonlage. Die Geister der Kätzchen waren verwirrt, sie wussten nicht was los war. Und doch spürten sie Angst und Verwirrung und ihre Seelen schienen keinen Frieden zu finden. Die Katzen hatten es geschafft die beiden aus dem See hochzuholen. Die Blasen, die im Wasser aufgestiegen waren, waren fort. Und doch schien das nicht alles gewesen zu sein, denn die Seelen der kleinen Kätzchen fanden keine Ruhe. Immer wieder klagten sie über ihre Angst, ihre Verwirrung und der Wind heulte unaufhörlich. Die Aufgabe der vier Krieger war hier noch nicht zu Ende, so viel stand fest. Doch was mussten sie tun, damit dieser ganze Spuk ein Ende hatte? Was mussten sie tun, damit die kleinen Hauskätzchen endlich ihren Frieden finden konnten?
Obwohl der Wind pfiff und durch die Bäume peitschte, war der See still, friedlich, als wäre seine Aufgabe abgeschlossen. Doch die Bäume und Sträucher auf der Insel waren in Bewegung. Während die vier Katzen von den Stimmen geplagt wurden, tauchte etwas helles zwischen den Sträuchern auf. Es war wie ein Licht, eine Reflexion, doch diese formte sich plötzlich zu einer kleinen Katze, die in die Büsche hinein rannte, wo sie sich in Luft auflöste. Dort, wo das Lichterspiel verschwunden war, war alles ruhig. Kein Wind herrschte auf der kleinen Lichtung dieser Stelle der Insel und an einer Stelle wuchsen schöne Wildblumen. Es war ein friedlicher Ort, fernab von der Brücke, wo die Hauskätzchen etwas Schreckliches erlebt haben mussten.

Optional:
Würfelt auf Intelligenz, damit eure Katze weiß was zu tun ist, ihr braucht eine 6 oder höher oder handelt einfach auf Verdacht



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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
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#30
16.04.2026, 15:44
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Wo Seelen zur Ruhe kommen

Der Wind ließ nicht nach. Er fuhr durch Schneesterns nasses Fell, zerrte an den Halmen und ließ die Stimmen wie aufgerissene Wunden durch die Nacht hallen. »Was hat er getan?!« »Ich habe Angst!« Schneesterns Blick lag auf den beiden kleinen Skeletten vor ihr. Beisammen. Und doch… nicht frei. Langsam trat sie einen Schritt näher, senkte den Kopf und betrachtete die zarten Knochen, die viel zu klein waren für das, was sie hatten durchstehen müssen. Ihre eisblauen Augen spiegelten das fahle Mondlicht... und etwas anderes. Etwas Tieferes. Verstehen. Nicht der See hatte sie gehalten. Nicht mehr. Ihr Blick hob sich.

Und dann sah sie es.

Das Licht. Ein Flackern zwischen den Sträuchern, kaum mehr als ein Atemzug, und doch genug, um ihre Aufmerksamkeit zu fangen.  Hatten ihre Clangefährten es auch gesehen? Schneesterns Ohren richteten sich auf, ihr Körper spannte sich leicht an, während sie beobachtete, wie sich das Licht formte. Eine kleine Gestalt. Eine Katze. Sie bewegte sich, lief. Und verschwand. Doch dort, wo sie verschwunden war… war Ruhe. Schneesterns Blick wurde klar. Der Wind tobte hinter ihr weiter, doch dieser eine Ort blieb unberührt davon. Still. Sanft. Fast… behütet. Die Wildblumen bewegten sich kaum. Ein Ort, der nicht vom Schreien der Vergangenheit erfüllt war. Ein Ort, der… anders war. Schneestern hatte eine Idee.

Langsam richtete sie sich auf.

„Nicht hier…“ murmelte sie leise. Dann wandte sie sich zu ihren Gefährten um, ihre Stimme nun fester, getragen von der Gewissheit. „Der See hat sie festgehalten… aber er war nicht der Ort, an den sie gehören.“ Ihr Blick glitt zu Blitzgeist, dann zu Kristallregen und schließlich zu Schilfohr. „Sie sind noch immer verloren.“ Wieder hallte ein verzweifeltes Jaulen über die Insel. Schneestern drehte den Kopf leicht in Richtung der Sträucher. „Dort.“ Ein einzelnes Wort, ruhig gesprochen, und doch voller Bedeutung. Sie trat an die beiden kleinen Körper heran, beugte sich hinab und nahm vorsichtig eines der Bündel aus Knochen und Algen zwischen ihre Zähne. Behutsam, als würde sie ein Junges tragen.

Dann hob sie den Kopf. „Wir bringen sie fort von hier.“ Ihre Stimme war leise, aber bestimmt. „An einen Ort, an dem es nicht mehr schmerzt.“ Ein kurzer Blick zu den anderen. „Dort können sie ruhen.“ Ohne zu zögern setzte sie sich in Bewegung.

Fort von der Brücke.
Fort vom See.
Dem Licht hinterher.


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Spielleiter Seerosenteich, auf der Insel


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