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voices from the other side - Druckversion

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voices from the other side - Spielleiter - 23.02.2026


who's there?


Der Nachthimmel hing schwer und grau über dem stillen Seerosenteich. Kein Wind regte die Wasseroberfläche, und doch schien ein leises Flüstern durch die Luft zu gehen - so subtil, dass man sich fragte, ob es der eigenen Einbildung entsprang.

Die kleine Insel in der Mitte des Teiches schimmerte im schwachen Mondlicht, als trüge sie ein verborgenes Geheimnis unter der glatten, dunklen Oberfläche. Das Wasser glitzerte seltsam, fast lebendig, und jedes Zucken des Lichts ließ Schatten über die Ufer tanzen.
Seltsame Stimmen, leise und unverständlich, drangen hinüber, als würden sie aus der Tiefe selbst kommen. Wer oder was auch immer hier verweilte, wartete - wartete auf die Mutigen, die den Weg über das dunkle Wasser wagen würden.

Die Nacht war still, aber voller Erwartung. Die Antwort auf das Flüstern lag verborgen am Ufer der Insel und nur wer den Mut hatte, nach ihr zu suchen, würde erfahren, welche Geheimnisse die Wasseroberfläche wirklich verbarg.


@Schneestern @Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr



RE: voices from the other side - Schneestern - 25.02.2026


Im Flüstern der Tiefe

Eigentlich hatte diese Nacht der Jagd gehört. Die Beute war in den letzten Tagen vorsichtiger geworden, hatte sich tiefer ins Schilf zurückgezogen, und Schneestern hatte beschlossen, die kühle Stille nach Mondhoch zu nutzen. Fische stiegen oft näher an die Oberfläche, wenn alles schlief. Es sollte eine ruhige, konzentrierte Jagd werden

Doch als sie den Seerosenteich erreicht hatten, war da mehr gewesen als nur das leise Platschen von Flossen.

Der Seerosenteich lag wie ein dunkles Auge in der Nacht, unbewegt und doch wach. Schneestern trat aus dem Schilf, und das fahle Mondlicht legte sich auf ihr schneeweißes Fell, bis es schimmerte, als hätte der Himmel selbst eine seiner Wolken herabgesandt. Ihr mittellanger Pelz wirkte weich im Schein der Sterne, doch unter der hellen Oberfläche spannte sich Kraft. Sehnige Muskeln zeichneten sich unter dem dichten, wasserabweisenden Fell ab. 

Am Ufer hielt sie inne. Ihre eisblauen Augen ruhten auf der kleinen Insel in der Mitte des Teiches, und für einen Herzschlag war sie vollkommen reglos. Nur ihr buschiger Schweif schwang langsam hinter ihr, ein leises Pendeln, das ihre Gedanken ordnete.

Kristallregen stand dicht bei ihr. Ein kurzer, warmer Blick glitt zu ihrer Tochter, ruhig und vertrauend. Blitzgeist und Schilfohr hielten sich in ihrer Nähe auf. Schneestern nahm jede Regung wahr, jedes feine Zittern im Schilf, jede Veränderung im Atem ihrer Begleiter. Der Clan war für sie ein Geflecht aus Leben, und sie kannte seinen Klang.

Das Flüstern über dem Wasser war kaum greifbar. Eher ein Ziehen unter dem Fell, ein Wispern, das nicht durch die Ohren kam. Schneestern kannte solche Nächte aus ihren Träumen. Nächte, in denen der Schleier zwischen den Welten dünner wurde und die Ahnen näher rückten. Langsam setzte sie eine Pfote ins Wasser. Die Oberfläche gab kühl nach, glatt wie polierter Stein. Ihr Fell glitt durch die Dunkelheit, ohne sich schwer anzufühlen. Ein tiefer Atemzug hob ihren Brustkorb. „Spürt ihr es?“ fragte sie leise, ohne den Blick von der Insel zu lösen. Für einen Moment lauschte sie. Dann richtete sie sich ein wenig auf, ihre Stimme ruhig und klar.

Der SternenClan spricht… in Zeichen.

Doch ihre Gedanken waren nicht ruhig. „Wir gehen gemeinsam, außer ihr habt was dagegen einzuwenden.“ Ihre eisblauen Augen glitten über Kristallregen, Blitzgeist und Schilfohr. „Was dort wartet, tut es nicht ohne Grund.“

Mit gleichmäßigen, kraftvollen Bewegungen glitt sie weiter ins Wasser. Ihre langen Beine arbeiteten ruhig unter der Oberfläche, ihr Schweif lenkte sicher durch die Dunkelheit. Das Mondlicht brach sich auf ihrem weißen Fell und ließ sie wie einen hellen Schatten über den Teich ziehen. Sie blieb stehen, als ihre Clankameraden sprachen. 

Ihre Augen blieben wach. Sie war bereit; weiter zu gehen oder zu halten, falls ihre Gefährten dies wünschten. 


@Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr



RE: voices from the other side - Blitzgeist - 27.02.2026


Whispers Across the Water



Blitzgeist hatte sich auf die nächtliche Jagd gefreut. Es ging ihm nach wie vor nicht aus dem Kopf, selbst nach 28 Monden nicht. Und so war die Jagd mit Schneestern, Kristallregen und Schilfohr eine willkommene Abwechslung zu seinen in letzter Zeit oft schlaflosen Nächten. Der Clan konnte die Beute außerdem gut gebrauchen.

Der Seerosenteich lag ruhig da als die Patrouille ankam. Es war ein wunderschöner Anblick, das musste Blitzgeist zugeben. Der Rotbraune nahm sich einen Herzschlag Zeit, seinen bernsteinfarbenen Blick über das Gebiet schweifen zu lassen und die Ruhe in sich aufzunehmen.

Als der Krieger seine Augen wieder öffnete, erblickte er Schneestern, die völlig regungslos zu der kleinen Insel in der Mitte des Teichs starrte. Er blinzelte einmal bevor er ihr langsam näher kam. Sein Blick wanderte von ihr zu der Insel. Dann zuckten seine Ohren. Ein Geräusch, das nicht hierher gehörte, drang an seine großen Ohren. Ein... Flüstern...? Von wem stammte es? Blitzgeist verengte seine Augen, um besser sehen oder mehr erkennen zu können. Scheint... von der Insel zu kommen...

Langsam setzte Schneestern eine Pfote ins Wasser bevor sie einmal durchatmete. „Spürt ihr es?“, fragte sie leise ohne von der Insel wegzublicken. Blitzgeist nickte, ebenfalls ohne den Blick von der Insel abzuwenden. "Spüren und hören, Schneestern.", antwortete er während er die Insel gebannt anstarrte. "Aber wer ist das?", fragte der rotbraune Kater.

„Wir gehen gemeinsam, außer ihr habt was dagegen einzuwenden.“, miaute die Anführerin bevor ihr eisblauer Blick über ihre Begleiter glitt. Blitzgeist spürte es in seinen Pfoten kribbeln während er nickte. Es war gut, dass die schneeweiße Kätzin beschlossen hatte, gemeinsam zu gehen. Sonst wäre er im nächsten Herzschlag losgeprescht und hätte sich ins Wasser gestürzt. „Was dort wartet, tut es nicht ohne Grund.“

Er tat es der Kätzin gleich und ließ sich ins Wasser gleiten. Mit kraftvollen, gleichmäßigen Bewegungen arbeitete sich der Krieger weiter, sein Schweif lenkte ihn durch das kalte Nass. Sein bernsteinfarbener Blick war fest auf die Insel gerichtet, die großen Ohren aufmerksam aufgestellt, um seine Clangefährten zeitgleich im Auge - oder Ohr? - behalten zu können.



@Schneestern @Kristallregen @Schilfohr



RE: voices from the other side - Spielleiter - 01.03.2026


Who's there?


Der Nebel hing schwer über dem See und umgab die Insel in einem beinahe mystischem Schleier. Schneestern hatte die Stimmen zuerst gehört und wusste sofort: Einer solchen Stimme musste man folgen. Ihr Instinkt riet ihr, sich den Stimmen zu nähern und auch der andere Teil der Gruppe, schien mit dem Ziel einverstanden zu sein. Als die Gruppe sich der Insel näherte, wurden die Stimmen klarer und der Wind nahm zu. Es war fast, als tobte auf diesem kleinen Teil ein Unwetter, welches außerhalb der Insel nicht existierte. Ein starker Windhauch zerzauste Schneestern das Fell, als sie ihre Pfote auf die Insel setzte und im Heulen des Windes, war es fast als hörte man eine Katze verzweifelt rufen. Man konnte sie nicht verstehen, doch es klang wie ein Klagelaut, welcher einem das Fell zu Berge stehen lässt. 
Ansonsten schien die Insel nicht Besonderes. Es gab keine Düfte von fremden Katzen, die Insel war definitiv verlassen. Wenn die Gruppe sich die Insel genauer ansehen würde, würden sie nicht viel entdecken können. Doch dem wachsamen Auge einer intelligenten Katze würde zumindest eine Sache auffallen: Am anderen Ende der Insel war ein Holzkonstrukt von Zweibeinern erbaut. Es war Holz, welches eine Art Brücke ins Wasser darstellte. Das Holz war bereits morsch, teilweise gab es schon Löcher und man musste aufpassen, dass man nicht versehentlich mit einer Pfote ins Leere trat. Das Wasser des Sees schwappte an die Holzpfeiler, die aus dem Wasser ragten und der vordere Pfosten, wies einige Kratzspuren auf. Er war regelrecht zerstört und das Holz ganz abgesplittert. Vielleicht gab es dort mehr zu entdecken. An der Stelle, wo der Pfosten die Kratzspuren aufwies, war das Wasser hell, es war fast als würde ein Licht von unten aus dem Wasser zur Oberfläche leuchten und hin und wieder stiegen dort kleine Luftbläschen auf.

Würfelt auf Intelligenz, um die Stelle zu entdecken und weiter zu kommen. Mit einem Wert von 5, schafft ihr es den Hinweis zu entdecken.


@Blitzgeist @Schneestern @Kristallregen @Schilfohr



RE: voices from the other side - Blitzgeist - 05.03.2026


Whispers Across the Water



Der Nebel, der über dem See hing, legte sich über Blitzgeists kurzes, rotbraunes Fell während er mit Schneestern und den anderen den Teich durchschwamm. Die Stimmen wurden klarer, der Wind stärker, je näher die Gruppe der Insel kam. Was und wer ist das? Das würden sie sicher bald herausfinden. Es klang fast wie das Klagen oder der Hilferuf einer Katze. Als Blitzgeist Schneestern aus dem Wasser folgte, lief ihm ein Schauer über den Rücken.

Der Rotbraune sog die Luft ein, schnupperte doch Gerüche... konnte er von keinen fremden Katzen feststellen. Sein bernsteinfarbener Blick zuckte zu seiner Anführerin bevor sein Blick über die offensichtlich verlassene Insel glitt. Dann stach ihm etwas ins Auge. "Was ist das?", fragte er als er seine Augen leicht zusammenkniff, um das merkwürdige Konstrukt besser erkennen zu können. Sah aus... wie... Holz...? Und wie etwas von Zweibeinern. "Seht ihr das?", fragte er bevor er sich in Bewegung setzte und dem Zweibeinerkonstrukt näher kam. Wachsam hatte er seine großen Ohren aufgestellt, drehte sie immer wieder, um seine Umgebung beobachten zu können während er herauszufinden versuchte, was genau das Ding war. Für Blitzgeist sah es fast aus, wie etwas... worüber man gehen konnte, um keine nassen Pfoten zu bekommen. Aber es wirkte nicht mehr sonderlich stabil und war bereits löchrig. Nicht, dass es ihn oder seine Clangefährten stören würde, waren sie doch daran gewöhnt, zu schwimmen. Aber Zweibeiner und andere Katzen oder andere Clans... Für sie wäre es gefährlicher darüber zu gehen. Vorsichtig streckte er eine Pfote aus und drückte auf das morsche Holz, das ein lautes Ächzen von sich gab. Blitzgeist zog seine Pfote eilig zurück während sich sein Nackenfell aufstellet. Das Wasser schwappte an die Teile des Konstrukts, die aus dem Wasser ragten und er konnte einige Kratzspuren an einem der Pfosten erkennen. Großer SternenClan, was ist hier passiert? Das Konstrukt wirkte zerstört. Leicht verengte er seine bernsteinfarbenen Augen als er aus dem Wasser bei dem zerstörten Pfosten kleine Luftbläschen aufsteigen sah.

Blitzgeist näherte sich der Stelle bevor sein keilförmiger Kopf zu Schneestern und den anderen herumschwang. "Hier sind Luftbläschen!", rief er den anderen Katzen seiner Gruppe zu bevor er auf die Stelle blickte, die ihm aufgefallen war. Besorgnis kam in Blitzgeist auf als er der Stelle näher kam, die ersten Pfoten ins Wasser schob und einer möglichen, verletzten Katze zu Hilfe kommen wollte.



@Schneestern @Kristallregen @Schilfohr



RE: voices from the other side - Kristallregen - 05.03.2026


SternenClans Wille

Kristallregen stand nah bei ihrer weißen Anführerin und Mutter Schneestern, die in dem Moment fragte, ob sie es auch spürten, als der weißen Kätzin mit den orangenen und schwarzen Flecken im Gesicht ein ungutes Gefühl kam. Auch der braune Kater Blitzgeist miaute, er würde es spüren und auch hören. Doch auch er schien nicht zu wissen, was es war. Und wenn Schneestern selbst es nicht wusste, als die schlauste und weiseste Katze, die Kristallregen kannte, mussten sie dem dringend auf die Spur kommen.
”Natürlich gehen wir, Schneestern. Vielleicht hat der SternenClan uns etwas gesandt.”, meinte die Kriegerin und ihre blauen Augen begannen zu leuchten vor Vorfreude, was sie womöglich erwarten könnte. Selbst wenn es gefährlich wäre, Kristallregen war zu waghalsig, als dass sie sich diese Chance der Neugier entgehen lassen konnte.
So folgte sie den anderen ins Wasser hinein und schwamm, ihrer Mutter folgend, durch das kühle Nass. Es schien, als würde auf der Insel ein ganz eigenes Mysterium leben. Die Stimmen wurden klarer und starker Wind blies ihr ins Gesicht, sodass sie die blauen Augen teilweise zukneifen musste.
Auf der Insel angelangt erfasste die Kriegerin schnell die Situation. Zumindest so schnell, wie es ihr möglich war. Es gab etwas aus Holz, das sehr nach Zweibeinerarbeit aussah und dem sie sich vorsichtig näherte. Es war jedoch alt und morsch. Doch Kristallregen fiel auf, dass es Kratzspuren an einem der Holzpfeiler gab, die aus dem Wasser ragten. Auch Blitzgeist schien das Konstrukt aus Holz zu betrachten, denn er fragte, was das sei und ob sie es auch sahen.
”Ich sehe es, Blitzgeist. Und ich frage mich, woher die Kratzspuren dort kommen.”, teilte sich die Kätzin mit, ehe der Kater von Luftblasen sprach. Ihre Stimme war nicht tadelnd, denn natürlich konnte sie sehen, sie war schließlich nicht blind. Dennoch blieb die weiße Katze freundlich, denn wieso sollte sie aufgrund einer solchen Frage aus dem Fell fahren?
”Meinst du eine Katze ist ins Wasser gefallen und am ertrinken?”, fragte sie aufgeregt und ihr Fell stellte sich auf.
Hatte der SternenClan sie hierher gerufen, um dieser Katze zu helfen? Sie zu retten?
”Wir müssen etwas tun!”, rief Kristallregen aus und trat zu dem braunen Kater und den Luftblasen heran, bereit, sich wagemutig ins Wasser zu werfen.

@Schneestern @Blitzgeist @Schilfohr



RE: voices from the other side - Schneestern - 05.03.2026


Wo Stimmen durch Wasser flüstern


Der Wind strich über die kleine Insel wie eine unsichtbare Pfote, die durch das Gras fuhr. Schneesterns Fell hatte sich noch nicht vollständig vom Schwimmen geglättet; feine Tropfen glitzerten darin, als sie festen Boden unter den Pfoten spürte. Ihr Blick glitt ruhig über die Insel, während das Heulen des Windes den seltsamen Klagelaut immer wieder zerriss.

Etwas hier fühlte sich falsch an. Nicht gefährlich im gewöhnlichen Sinn. Irgendwie... Tiefer?

Ihre eisblauen Augen folgten Blitzgeist, der sich dem hölzernen Zweibeinerkonstrukt näherte. Das Holz ächzte unter seiner Pfote, als hätte es lange niemand mehr berührt. Schneestern beobachtete jede seiner Bewegungen, aufmerksam und ohne Eile. Auch Kristallregen trat näher, ihre Stimme voller aufgeregter Energie.

Als Blitzgeist rief, dass er Luftbläschen sah, hob Schneestern leicht den Kopf. Der Wind zerrte an ihrem weißen Fell, während ihr Blick ruhig zu der Stelle wanderte, die der Krieger entdeckt hatte. Langsam setzte sie sich in Bewegung. Ihre Schritte waren lautlos, bedacht. Als sie den morschen Steg erreichte, prüfte sie das Holz kurz mit einer Pfote, bevor sie näher an den beschädigten Pfosten trat. Die Kratzspuren waren für sie deutlich zu sehen. Tief. Hektisch. Splitter hatten sich aus dem Holz gelöst, als hätte etwas verzweifelt Halt gesucht.

Ihre Augen verengten sich leicht. Dann glitt ihr Blick zum Wasser. Die Oberfläche dort wirkte anders. Heller. Ein schwaches Leuchten schimmerte unter der dunklen Oberfläche, während kleine Luftbläschen nach oben stiegen und lautlos zerplatzten.

Für einen Moment sagte Schneestern nichts. Der Wind rauschte durch das Gras der Insel, und das ferne Klagen trug sich wieder über das Wasser.

„Ruhig.“ Ihre Stimme war leise, aber fest genug, um die aufgeregte Bewegung zu bremsen. Kurz glitt ihr Blick zu Kristallregen, warm und zugleich mahnend. „Wenn dort unten eine Katze wäre, hätte das Wasser längst ihren Geruch verraten. “ Sie trat noch einen Schritt näher an den Rand des morschen Holzes. Ihr buschiger Schweif bewegte sich langsam hinter ihr, während sie die aufsteigenden Bläschen beobachtete. Etwas darunter bewegte das Wasser. „Der SternenClan hat uns hierher geführt…“ murmelte sie mehr zu sich selbst als zu den anderen, während ihr Blick tief in die dunkle Stelle unter den Pfählen tauchte.

Dann hob sie den Kopf. „Aber ich glaube nicht, dass wir hier sind, um eine ertrinkende Katze zu retten.“ Ihre eisblauen Augen glitten wieder über das Wasser, wachsam. „Schaut genau hin.“ sagte sie ruhig. „Das Licht kommt von unten.“ Schneestern wusste selbst nicht, was sie erwarten würde. Doch wenn es eine Bedrohung war, dann gäbe es noch weitere Hinweise darauf, oder?

Der Wind zog erneut über die Insel, ließ das Holz leise knarren und das Wasser gegen die Pfosten schlagen.
Und irgendwo unter der Oberfläche schien etwas zu antworten...


@Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr



RE: voices from the other side - Spielleiter - 05.03.2026


who's there?


Die Katzen waren sicher auf der Insel angekommen und der kalte Wind blies ihnen unbarmherzig ums Fell. Doch Schneestern, Blitzgeist und Kristallregen ließen sich nicht ablenken und schon bald fanden sie die alte, morsche Brücke, entdeckten die Kratzspuren an dem Pfeiler und auch die Luftblasen entgingen ihnen nicht. Doch was sollten sie nur mit all diesen Hinweisen anfangen? Es wurde vermutet, ob dort eine Katze war, vielleicht war sie am ertrinken und brauchte ihre Hilfe? Doch Schneestern erkannte, dass das Wasser dafür zu ruhig war. Nur vereinzelnd stiegen Luftblasen auf und auch das Licht würde nicht zu dieser Lösung passen. Erneut heulte ein kalter Wind über die Insel, doch besonders Blitzgeist wurde von diesem erwischt und während die anderen nur das Heulen hörten, welches wie die Klagelaute mehrerer Katzen klang, hörte Blitzgeist etwas genaueres »Der See hält uns fest, er hält uns gefangen« die Stimme war klar und auch die Worte konnte der Kater deutlich hören. Doch würde er wissen, was nun zu tun war? 
Würde Blitzgeist wohlmöglich den Pfosten näher untersuchen? Vielleicht gab es einen Hinweis im Holz, den die Katzen bisher übersehen hatten? Oder vielleicht sollte er sich die Löcher in der morschen Brücke genauer ansehen. Könnte dort vielleicht etwas sein, dass die Katzen weiterbringen würde? Oder war der Wind entscheidend? Der Wind kam von hinter ihm, mussten sie den Stimmen folgen, um die Katzen zu finden, die im See gefangen waren? Oder waren es die Luftblasen im See, die die Gruppe auf die richtige Spur bringen würde?
Wohlmöglich wäre es wichtig, dass die Gruppe sich besprach, doch irgendwas mussten sie tun, denn erneut heulte der Wind und die Klagelaute klangen immer verzweifelter. Und dennoch konnte man nicht genau sagen, ob es nur eine Illusion war, oder ob dort wirklich jemand verzweifelt um Hilfe bat. Nur für Blitzgeist war die Sache klar, hatte er doch genau gehört, dass die Katzen gefangen waren.


@Schneestern @Kristallregen @Schilfohr @Blitzgeist



RE: voices from the other side - Blitzgeist - 06.03.2026


Whispers Across the Water



Seine Pfote befand sich bereits im Wasser, um hineinzuspringen und der hilflosen Katze zu Hilfe eilen zu können. ”Meinst du eine Katze ist ins Wasser gefallen und am ertrinken?”, fragte Kristallregen aufgeregt. Ihr Fell stellte sich auf. "Das weiß ich nicht. Ich sehe es nicht von hier.", antwortete er. ”Wir müssen etwas tun!”, rief die Kriegerin und trat zu ihm und den Luftbläschen heran. Kristallregen schien ebenso bereit dafür, sich ins Wasser zu stürzen, wie es Blitzgeist war.

„Ruhig.“, miaute Schneestern schließlich leise. Blitzgeist löste seinen bernsteinfarbenen Blick von der Oberfläche und blickte zu seiner Anführerin. Fragend legte er den keilförmigen Kopf leicht schief. „Wenn dort unten eine Katze wäre, hätte das Wasser längst ihren Geruch verraten. “ Der Kater blinzelte einmal während die schneeweiße Kätzin näher kam. Dort unten sollte keine hilfebedürftige Katze sein? Woher sollten die Luftbläschen sonst kommen? „Der SternenClan hat uns hierher geführt…“, murmelte Schneestern, wohl eher zu sich als zum Rest ihrer Gruppe. Sie schien etwas im Wasser anzustarren. Blitzgeist folgte ihrem Blick und kniff die bernsteinfarbenen Augen leicht zusammen, um mehr zu erkennen. „Aber ich glaube nicht, dass wir hier sind, um eine ertrinkende Katze zu retten.“, erklang Schneesterns Stimme erneut. Wieso dann? Und wieso war Blitzgeist so... aufgeregt gewesen? Weil seine Mutter immer noch verschwunden war und er einen Funken Hoffnung gehabt hatte, es könnte sie sein, die Hilfe brauchte? Nein, das kann nicht sein. Oder? Vielleicht hatte er unterbewusst diese Gedanken gehabt. „Schaut genau hin.“, wies die Anführerin ihre Gruppe ruhig an. „Das Licht kommt von unten.“ Ein Licht? Blitzgeist führte seinen Kopf näher an die Oberfläche heran. Dann erkannte er, was die Kätzin meinte. Was, beim SternenClan, ist das?

Ein kalter Wind heulte über die Insel und erfasste den rotbraunen Kater. Dieser plusterte sein nur langsam trocknendes, kurzes Fell gegen die Kälte auf. Es klingt wie Klagelaute... Als würden mehrere Katzen über einen Verlust, Schmerzen oder etwas anderes beklagen.

»Der See hält uns fest, er hält uns gefangen«

Die großen Ohren des Katers zuckten als er seinen Kopf abrupt hob. Hatte... er sich das eingebildet...? Waren das Stimmen?! Sein bernsteinfarbener Blick zuckte zu Schneestern, Kristallregen und Schilfohr. Für ein paar Herzschläge blickte er die anderen Katzen seiner Gruppe an. "Habt ihr... das auch gehört?", fragte er schließlich zögerlich und blickte von einer Katze zur nächsten. "Das klang wie... 'Der See hält uns fest, er hält uns gefangen'. Als... würden da Katzen jammern oder... klagen..."

Sein Blick glitt zu der Szenerie zurück. Was nun? Es gab so vieles, das überprüft werden müsste, um genaueres herauszufinden. "Sollten... wir uns aufteilen? Jemand könnte die Kratzer genauer überprüfen und jemand anderes vielleicht das Konstrukt an sich?", schlug Blitzgeist vor bevor er wieder zu seiner Gruppe blickte. Aber was war mit den Luftbläschen? Sollten sie das auch überprüfen? Der Wind kam erneut auf, die Klagelaute klangen verzweifelter. Leicht stellte sich sein Nackenfell auf. Wir sollten uns beeilen. Sie klingen so verzweifelt! Wer konnte schon sagen, wie viele es waren, die Hilfe brauchten?



@Schneestern @Kristallregen @Schilfohr



RE: voices from the other side - Kristallregen - 08.03.2026


SternenClans Wille

Schneesterns Worte beruhigten die Tochter der weißen Anführerin sofort. Wie immer. Kristallregen dachte zu oft an Dinge, die vielleicht gar nicht existieren und da waren und ihre Mutter konnte sie stets beruhigen und schlaue Schlüsse fassen, die die Fantasie Kristallregens erden konnten. Die Anführerin des NebelClans meinte nun, dass Licht von unten kommen würde und Kristallregen riss die Augen weit auf, als Blitzgeist berichtete, was er gehört hatte. WIe um alles in der Welt konnte das sein? Wie hing das miteinander zusammen? Klagelaute und Licht? Die Kätzin sah auch auf das Wasser hinab und konnte das Licht erkennen, wenn auch es seltsam war, aus den tiefen dunklen Gewässern man etwas helles hervorkommen zu sehen.
”Oh SternenClan…”, wisperte die helle Kätzin mit weit aufgerissenen blauen Augen.
”Meint ihr Katzen vom SternenClan wurden im Wasser eingesperrt? Aber wer sollte so etwas tun? Und wie? Der SternenClan ist doch frei und… Wieso sollte er dann nicht zu Schneestern sprechen? Oder haben sie zu dir gesprochen?”, fragte sich die Kriegerin und ihre letzte Frage richtete sich direkt an Schneestern selbst und sah sie an.
Vielleicht hatte die weiße Kätzin ja durchaus Stimmen vernommen, wie Blitzgeist auch? Immerhin war Schneestern diejenige von ihnen, die am ehesten mit den Ahnen in Kontakt stand. Auch wenn sich Kristallregen oft erhoffte, sie würde die Ahnen irgendwann auch mal hören dürfen. Doch bislang gab es nur einzelne Zeichen von ihnen. Zumindest wenn man heruntergefallene Blätter, Rascheln und gefangene Beute als Zeichen des SternenClans deuten konnte.
Der braune Kater fragte, ob sie sich aufteilen sollen und jemand die Kratzer überprüfen und ein anderer das hölzerne Konstrukt selbst. Die weißlichen Ohren der Kätzin zuckten und sie sah kurz zu ihrer Mutter, was diese davon hielt. Ihr war es egal, welche der beiden Dinge sie überprüfen solle, doch irgendwie bescherte ihr der Ort nun eine Gänsehaut und ihr Körper kribbelte unter dem Fell unangenehm. Als wäre irgendeine höhere Macht hier am Werk.

@Schneestern @Blitzgeist @Schilfohr