Unseen from the outside, the rage goes on
Diese Nebelwurzler mussten entweder etwas im Feuer verbrennen oder ihre Singsang Stimmen übten eine Tranceartige einlullende Melodie aus. Nun saßen doch tatsächlich zwei erwachsene Krieger und das dazugelaufen Junge vor ihnen und lauschte ihren Stimmen. Den Abgebrochenen Worten. Er schnaubte verächtlich.
So leicht ließ sich der Glutclan also seine Gehirne vernebeln. Wie armselig.
Der Kater grub mit seiner Wut immer tiefere Furchen in dem Boden unter sich und schenkte der Nebelwurzler Gruppe keine Beachtung mehr – da sie selbst nicht kämpfen wollten sondern die Sinne der ehemaligen Clankriegern verseuchten, konnte er auch genauso gut ein Ventil für die Wut finden. Eines, das nicht beinhaltete, dass Fichtenstern genaustens über das wahre Geschehen informiert wurde.
Die Anspannung und Entspannung der Muskeln tat dem getigerten außerordentlich gut. Vor allem wenn er sich vorstellte, dass dies der weiche Bauch des eingebildeten Aschesturms war, den er da wie einen Moosteppich bearbeitete und langsam aber sicher seinen Bauch aufschlitzte.
Irgendwann würde ihm die Genugtuung sicher zu Teil werden.
Er hatte Zeit.
Viel Zeit.
“Ihr Name Dunst... Dunst im kühlen Morgengrauen.“ , vernahmen da seine zurück gelegten Ohren und ihm entkam ein spöttisches Schnaufen. Leise brummte er zum Boden: “Eher Dunst im Kopf.“ Dann ein leises Kichern, bevor er weiter arbeitete.
Den Blick in seinem Nacken ignorierte er, genauso wie ihren Laut. Sollte sie doch kommen, dann würde er ihr eine runter hauen! Sie provozierte es doch!
Und all diese anderen Fuchsherzigen Nebelwurzler...
Katzen und Luchse die Zusammenlebten. Hier höchstens ein Luchsvorleger oder ein schönes Pelznestchen für Fichtenstern. Wieder verzog er die Lefzen zu einem Grinsen. Diese Gedanken gefielen ihm. Und es war wohl wahrlich sein Glück, dass er ihnen den Rücken zugewandt hatte und mehrere Katzensprünge entfernt war, so dass die Luchsin nichts von dem sah.
Dann sprach diese Mondratte etwas von einem Seher und einer Rinde. Ein schnaufen. Und als nächstes würde sie noch sagen der Seher stünde in Kontakt mit etwas höherem und würde ihnen ihren Weg weisen.
Der letzte Part, dass ihr Oberhaupt starb interessierte ihn einen Pfifferling.
Sein Schwanz schlug peitschend zur anderen Seite, während er die vordere Pfote hob und seine Krallen begutachtete.
Eisherz
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Die Antworten der Fremden fielen erstaunlich ausführlich aus und Aschesturm entspannte sich immer mehr. Noch immer gefiel es ihm nicht so recht, dass diese Fremden sich auf dem Gebiet des GlutClans scheinbar wie Zuhause fühlten. Doch es gab aktuell nichts, was die drei Krieger und die junge Schülerin dagegen unternehmen konnten. Abgesehen davon, dass Aschesturm nicht sicher war, ob Eisbrecher nun überhaupt noch an ihrer Seite kämpfen würde. Mit schmalen Augen sah er hinüber zu dem grau getigerten, der mit seinen Pranken tiefe Furchen in den Boden zog. Leicht schüttelte Aschesturm den Kopf. Er würde dem angriffslustigen Mäusehirn die nächsten Tage wohl besser aus dem Weg gehen… kein Verlust in seinen Augen.
Seine Aufmerksamkeit wandte sich wieder zurück zu den Erzählenden, deren Fell im Schein des Feuers sanft flackerte. Sie schienen es tatsächlich kontrollieren zu können, seine heiße, zerstörerische Wut. Wie hatten sie es überhaupt erschaffen können, ohne die Zweibeiner? Doch zunächst lauschte Aschesturm den Antworten der Katzen und ließ ihre Worte auf sich wirken. Sie kamen also aus einem Gebiet weit entfernt und teilten ihr Tal mit einem Wolfsrudel. Kein Wunder, dass sie alle so stark und kampferprobt wirkten. Selbst eine Luchsin musste sich wohl vor Wölfen in Acht nehmen. Ebendiese erhob nun ebenfalls das Wort und stellte sich ihnen als Dunst vor.
Der junge Kater sprach erneut, schien von der Flut an Fragen aus Bernsteinpfotes Maul nicht verärgert, er beantwortete sie alle mit ruhiger Geduld. Er erzählte von den Wölfen und von Luchsen, die sie verteidigten. Luchse? Plural? Wie viele ihnen wohl freundlich gestimmt sind? , überlegte der graue Krieger und legte nachdenklich den Kopf schief. Nun trat auch Mond näher und erzählte ihnen vom Feuer. Aschesturm erschauderte, trat aber vorsichtig näher an die Flammen, bis er ihre Wärme im Gesicht spürte.
“Kannst du mir zeigen, wie das geht?“ , fragte er Mond fasziniert, bevor er respektvoll wieder zurückwich und sich erneut neben Eichenfell niederließ. Die Kätzin sprach weiter, erzählte von Krankheit und einer langen Suche nach dem richtigen Heilmittel, von Verlusten und Trauer. Sie waren den Clans gar nicht so unähnlich, diese Stammeskatzen, stellte er erstaunt fest. Monds Nachfragen beantwortete Eichenfell bereitwillig und Aschesturm lauschte seinen Worten stumm. Bei seiner Beschreibung des GlutClans setzte sich der Krieger stolz ein wenig aufrechter hin. Eichenfells Blick wanderte zu ihnen hinüber, lud sie ein ebenfalls etwas zu sagen. Aschefell räusperte sich kurz.
“Bei uns gibt es keinen Seher, so wie bei euch", begann er und sah sich einen Moment lang unter den Versammelten um. "Alle Clans haben einen Anführer, ich denke ähnlich wie euer Oberhaupt, sie werden von ihren Stellvertretern unterstützt und beraten. Wir haben einen Heiler, der sich um unsere Verletzten kümmert. Welche Aufgaben hat euer Seher? Und habt ihr noch andere Ränge bei euch?“ Er hoffte durch eigene Offenheit würden auch die Stammeskatzen noch mehr über sich erzählen, auch wenn sie bisher mit ihren Informationen kaum gegeizt hatten. Doch sie waren ja auch rettungslos in der Überzahl. Sie waren sich sicher, dass ihnen hier keine Gefahr drohte und so verhielten sie sich auch. Ob Fichtenstern ihr freundliches Geplänkel mit den Fremden gutheißen würde?
Vermutlich nicht.
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