Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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151. Mond - 27. Tag des Blattfalls, Mondhoch

Spielleiter

SpielleiterUnbekannte Pfote
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#1
23.02.2026, 23:27
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who's there?


Der Nachthimmel hing schwer und grau über dem stillen Seerosenteich. Kein Wind regte die Wasseroberfläche, und doch schien ein leises Flüstern durch die Luft zu gehen - so subtil, dass man sich fragte, ob es der eigenen Einbildung entsprang.

Die kleine Insel in der Mitte des Teiches schimmerte im schwachen Mondlicht, als trüge sie ein verborgenes Geheimnis unter der glatten, dunklen Oberfläche. Das Wasser glitzerte seltsam, fast lebendig, und jedes Zucken des Lichts ließ Schatten über die Ufer tanzen.
Seltsame Stimmen, leise und unverständlich, drangen hinüber, als würden sie aus der Tiefe selbst kommen. Wer oder was auch immer hier verweilte, wartete - wartete auf die Mutigen, die den Weg über das dunkle Wasser wagen würden.

Die Nacht war still, aber voller Erwartung. Die Antwort auf das Flüstern lag verborgen am Ufer der Insel und nur wer den Mut hatte, nach ihr zu suchen, würde erfahren, welche Geheimnisse die Wasseroberfläche wirklich verbarg.


@Schneestern @Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr
Alias — Leitung
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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
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#2
Vor 2 Stunden
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Im Flüstern der Tiefe

Eigentlich hatte diese Nacht der Jagd gehört. Die Beute war in den letzten Tagen vorsichtiger geworden, hatte sich tiefer ins Schilf zurückgezogen, und Schneestern hatte beschlossen, die kühle Stille nach Mondhoch zu nutzen. Fische stiegen oft näher an die Oberfläche, wenn alles schlief. Es sollte eine ruhige, konzentrierte Jagd werden

Doch als sie den Seerosenteich erreicht hatten, war da mehr gewesen als nur das leise Platschen von Flossen.

Der Seerosenteich lag wie ein dunkles Auge in der Nacht, unbewegt und doch wach. Schneestern trat aus dem Schilf, und das fahle Mondlicht legte sich auf ihr schneeweißes Fell, bis es schimmerte, als hätte der Himmel selbst eine seiner Wolken herabgesandt. Ihr mittellanger Pelz wirkte weich im Schein der Sterne, doch unter der hellen Oberfläche spannte sich Kraft. Sehnige Muskeln zeichneten sich unter dem dichten, wasserabweisenden Fell ab. 

Am Ufer hielt sie inne. Ihre eisblauen Augen ruhten auf der kleinen Insel in der Mitte des Teiches, und für einen Herzschlag war sie vollkommen reglos. Nur ihr buschiger Schweif schwang langsam hinter ihr, ein leises Pendeln, das ihre Gedanken ordnete.

Kristallregen stand dicht bei ihr. Ein kurzer, warmer Blick glitt zu ihrer Tochter, ruhig und vertrauend. Blitzgeist und Schilfohr hielten sich in ihrer Nähe auf. Schneestern nahm jede Regung wahr, jedes feine Zittern im Schilf, jede Veränderung im Atem ihrer Begleiter. Der Clan war für sie ein Geflecht aus Leben, und sie kannte seinen Klang.

Das Flüstern über dem Wasser war kaum greifbar. Eher ein Ziehen unter dem Fell, ein Wispern, das nicht durch die Ohren kam. Schneestern kannte solche Nächte aus ihren Träumen. Nächte, in denen der Schleier zwischen den Welten dünner wurde und die Ahnen näher rückten. Langsam setzte sie eine Pfote ins Wasser. Die Oberfläche gab kühl nach, glatt wie polierter Stein. Ihr Fell glitt durch die Dunkelheit, ohne sich schwer anzufühlen. Ein tiefer Atemzug hob ihren Brustkorb. „Spürt ihr es?“ fragte sie leise, ohne den Blick von der Insel zu lösen. Für einen Moment lauschte sie. Dann richtete sie sich ein wenig auf, ihre Stimme ruhig und klar.

Der SternenClan spricht… in Zeichen.

Doch ihre Gedanken waren nicht ruhig. „Wir gehen gemeinsam, außer ihr habt was dagegen einzuwenden.“ Ihre eisblauen Augen glitten über Kristallregen, Blitzgeist und Schilfohr. „Was dort wartet, tut es nicht ohne Grund.“

Mit gleichmäßigen, kraftvollen Bewegungen glitt sie weiter ins Wasser. Ihre langen Beine arbeiteten ruhig unter der Oberfläche, ihr Schweif lenkte sicher durch die Dunkelheit. Das Mondlicht brach sich auf ihrem weißen Fell und ließ sie wie einen hellen Schatten über den Teich ziehen. Sie blieb stehen, als ihre Clankameraden sprachen. 

Ihre Augen blieben wach. Sie war bereit; weiter zu gehen oder zu halten, falls ihre Gefährten dies wünschten. 


@Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr
Alias — Leni
Leni ist Offline
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Spielleiter Seerosenteich, auf der Insel


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