Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 Nine Lives Aren’t Enough
151. Mond - 11. Tag des Blattfalls, Sonnenhoch

Flimmer

Flimmer
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13.02.2026, 02:16
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i never liked misty days

Die Sonne lag wie flüssiges Gold auf Flimmers rabenschwarzem Pelz, kroch ihr bis auf die Haut und wärmte sie durch und durch. Sie schlenderte mehr, als dass sie wirklich ging - die Pfoten setzten sich fast von allein, während ihr Blick verträumt über die Welt glitt. Ein Lüftchen strich durchs Gras, trug den Duft von Staub, Harz und fernen Zweibeinern mit sich. Ach, das Leben war schon was Feines, wenn man’s nich’ so eilig hatte.

Flimmer hatte es noch nie verstanden, warum manche Katzen ständig hetzten, als würde ihnen der Himmel auf den Kopf fallen. Man musste doch nur die Augen offenhalten - für die warmen Sonnenflecken, das Rascheln im Unterholz, das Kitzeln vom Wind im Fell. Das waren die Sachen, die zählten. Die kleinen Dinger eben.

Sie blieb stehen, hob die Nase und schnupperte. Dann deutete sie mit einem Kopfnicken in Richtung einer lichteren Stelle abseits des Donnerwegs, wo der Wald dünner wurde und das Gras niedergetreten war.

"Schau, Zahn, da hinten ham se gerastet", murmelte sie, ihre Stimme rau und ein bisschen schief, als hätte sie zu oft Staub geschluckt. "Riechste das? Nich’ nach Clans. Nich’ nach so geschniegelt’n Grenzkontrolleuren. Eher… wie wir. Streuner halt. So frei Schnauze."

Ihre Schnurrhaare zuckten. Flimmer mochte manchmal wirken, als wäre sie ein bisschen neben der Spur - verträumt, leichtgläubig vielleicht - aber dumm war sie nicht. Als Späherin musste sie die Zeichen lesen können. Gebrochene Halme, fremde Gerüche, der Hauch von Gefahr zwischen den ganzen Eindrücke von Mutter Natur. Ein falscher Schritt, und man bezahlte teuer. Sehr teuer.

Mama hatte immer gesagt, Katzen hätten neun Leben. Flimmer hatte das nie so ganz geglaubt. Selbst wenn - neun war doch auch nich’ unendlich. Und jedes einzelne davon war kostbar wie ein warmer Schlafplatz in der tiefsten Blattleere.

"Vielleicht sind’s ja neue Freunde, hm?" Sie warf Zahn einen blinzelnden Blick zu, die Augen hell vor Hoffnung. "So wie die vom BrisenClan. Is’ schon’n Glück, dass wir bei denen unterkommen durften, weißte? Die Scheune…" Sie seufzte selig. "Boah, ich lieb das Stroh. So weich, so warm. Als würd’ste auf ’ner Wolke pennen. Stell dir das mal vor! Wenn wir da wieder hätten wegmüssen… nee, das wär mies gewesen. Richtig mies."

Für einen Moment verlor sie sich in dem Gedanken - goldene Halme, die nach Sonne rochen, und das leise Atmen der anderen Katzen in der Dunkelheit.

Dann - ZACK - war sie wieder ganz Energie.

"Los, Zahn! Wettrennen! LOS!" quietschte das Kätzchen urplötzlich, sprang um ihn herum wie ein aufgedrehter Schatten und rammte ihm mit einem frechen Grinsen die Schulter. "Wer schneller beim Zweibeinerort is’, muss das ganze Zeug schleppen! Äh - warte - ÄH! HALT! Wer langsamer is’!"

Ohne abzuwarten, ob er lachte oder schimpfte, schoss sie davon. Neben dem Donnerweg entlang, wo die Monster vorbeidonnerten und der Boden vibrierte. Staub wirbelte unter ihren Pfoten auf und brannte ihr in der Nase, aber sie liebte es einfach. Liebte das Rasen, das Brennen in den Muskeln, das Gefühl, als könnte sie mit den Monstern mithalten.

Der Wind zerrte an ihrem Fell und riss ihr ein freches Lachen aus der Kehle. Ihr Herz hämmerte, ihr Körper kribbelte vor Aufregung - und in diesem Moment fühlte sie sich unbesiegbar.


@Zahn
Alias — Moxxie
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Zahn

Zahn
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#2
Vor 11 Stunden
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the bitter tooth



Der schwarze Kater folgte Flimmer und betrachtete den großen Körper der Kätzin. Es kam ihm vor wie gestern, als er die kleine Streunerin gefunden hatte und auf die aufgepasst hatte. Und nun sind sie Teil der Schattenläufer, hatten ein Zuhause gefunden in ihrer Familie. Wie immer tat Flimmer, was ihre Aufgabe war: Sie kundschaftete die Gegend aus und das tat sie sehr gut. Sie wusste, worauf sie achten musste und erkannte Zeichen, die ihr zeigten, wo jemand gewesen war. So wie Zahn instinktiv wusste, wo er seine Kräuter zu suchen hatte. Nachdenklich prüfte er die Luft und nickte »Ja, du hast sie schon mal gerochen nicht wahr?« fragte er und als Flimmer schon darüber nachdachte, wer diese Gruppe sein könnte und ob es sich wohl um Freunde handelte, machte Zahn sich ganz andere Gedanken. Immerhin waren hier nicht viele Freunde. Sie hatten ein gewisses Bündnis mit dem BrisenClan, doch die anderen Clans waren ja eher nicht so freundlich. Auf ihren Gebieten waren sie nicht geduldet und dieser Heiler des GlutClans, hatte ihn sogar von einem Ort vertrieben, der offensichtlich nicht mal Clangebiet gewesen war.
Doch Flimmer freute sich einfach, dass der BrisenClan sie geduldet hatte und noch bevor Zahn seine Sorge aussprechen konnte, startete die Kätzin ein Wettrennen und war davon gerannt. Wie immer, hatte er sich nicht dagegen äußern können und so rannte Zahn ebenfalls los. Was hatte er auch für eine andere Wahl? Er versuchte die langen Beine im Laufen zu sortieren und versuchte hinter Flimmer herzukommen, doch so richtig wollte ihm das nicht gelingen. Auch wenn Zahn sich durch enge Passagen und Gärten quetschen konnte, das schnelle Rennen war nicht seine Stärke. »Flimmer pass auf und schau wo du hinrennst!« rief Zahn mahnend, als er erkannte wie unbesorgt die Kätzin unterwegs war und plötzlich war er es selbst, der stolperte. Ein kleines Erdloch hatte der Kater übersehen, kam zu Fall und schlitterte über den matschigen, Gras besetzten Boden. »Urks« gluckste Zahn, der sich zum Glück nichts getan hatte, außer ein Schlammbad einzufangen. Kurz blieb er liegen, dann sprang er auf und schüttelte den schlaksigen Körper »Zahn ist kein Kater für Wettrennen. Zahn ist doch kein BrisenClaner« murrte er und zupfte sich Grasbüschel aus dem kurzem Pelz. Der dunkle Streuner witterte die Luft »Flimmer, riechst du das?« mauzte er, aber mit Sicherheit war das der schwarzen Kätzin nicht entgangen.



@Flimmer @Traumfresser @Schneewehe @Silberstille
Alias — Efeu
Efeu ist Offline
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Flimmer, Zahn, Traumfresser, Schneewehe, Silberstille Waldende am Donnerweg, kurz vor dem Zweibeinerort


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