a cat without a home


Es war Sonnenhoch und Lyra war unterwegs bei den Schrebergärten. Sie liebte es hier entlang zu stolzieren und sich alles genau anzusehen. Außerdem lief die Kätzin gerne mitten auf dem Weg und fühlte sich, als ob es hier nur um sie ging. Sie wurde auch von Zweibeinern nicht verscheucht, sondern eher noch angelockt und sie versuchten sie zu streicheln. Manchmal war Lyra danach und sie ging hin, aber sie hatte auch große Freude daran, sie einfach dort stehen zu lassen. Hin und wieder lief sie auch auf sie zu und rannte dann im letzten Moment weiter. Dann standen die Zweibeiner immer so dämlich da wie Hunde. An diesem Blattfalltag war es sehr frisch, es regnete sogar ein Wind und der Wind blies manchmal ziemlich stark. Aber das machte dem Hauskätzchen nichts aus. Selbst wenn sie mal sehr nass wurde, musste sie nur nach Hause kommen und ihre Hausleute empfingen sie dann mit einem warmen Handtuch und machten sie trocken. Dann kuschelte die Kätzin sich in ihr warmes Körbchen bei dem warmen Metallkasten und schlief wohlig und müde ein.
Doch jetzt war sie eben erst rausgekommen und auf der Suche nach ihrem heutigem Abenteuer. Lyra lief also an den Schrebergärten entlang und glaubte etwas Weißes gesehen zu haben, ehe sie eilig zurücklief und nochmal durch das Loch in jenem Zaun sah. Tatsächlich! Eine andere Katze! Sofort lief Lyra zu dem Garten, quetschte sich elegant durch das Loch am Zaun und tauchte im Garten auf, wo die weiße Katze war. »Hallo du. Mein Name ist Lyra und mit wem habe ich heute die Ehre?« fragte sie mit säuselnder Stimme und war gespannt auf ihr Gegenüber. Für Lyra gab es keinen Grund sich anzuschleichen oder sich vorsichtig zu nähern. Sie lief immer gleich direkt auf die Katzen zu. Wer wollte auch schon so einer bezaubernden Kätzin wir ihr etwas Böses? 


Alias — Efeu
Efeu ist Offline
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