and it's surely golden


Die Sonne neigte sich langsam hinter die dichten Laubbäume und tauchte den Wald in warmes, goldenes Licht. Lange Schatten krochen über den moosigen Boden, während das leise Rascheln der Blätter unter euren Pfoten jedes Geräusch im Wald zu verstärken schien.
Zwischen den knorrigen Wurzeln des heiligen Ahnenbaums hockte eine einzelne Katze. Ihr helles, getigertes Fell war struppig, von Staub und Schmutz matt geworden, die Rippen zeichneten sich unter der Haut ab, während sie rote Bemalungen zu tragen schien, die unweigerlich den Geruch von Beeren trugen. Für einen flüchtigen Moment schien die Zeit stillzustehen, als hättet ihr in die erschöpften, aber entschlossenen Augen eines Wesens geblickt, das offenbar schon viel gesehen hatte.

Ihr, die große Patrouille aus mehreren Katzen bestehend, hattet wohl nichts zu befürchten. Sie war alleine, oder war sie das? Zumindest war das nicht immer so gewesen, wie ein jeder von euch festgestellt hätte, der über einen guten Riecher verfügte. Da waren mal andere gewesen, eine ganze Gruppe, aber ihr Geruch war längst verblasst, kaum noch merkbar. Sie waren lange weg - nur sie blieb zurück.


@Dünenwind @Sonnenruf @Nebelkrähe @Maulbeerpfote @Drosselruf @Felsensprung
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