someday, like them
Der Mond stand hoch am Himmel und die Luft war kühl. Ein kalter Wind zog durch die Berge und Felsen und den ganzen Tag war es bereits stürmisch gewesen. Fuchspfote hatte erfahren, dass er bei Nacht zusammen mit Eisbrecher und Dämmerbiss jagen würde und er war natürlich ganz aufgeregt gewesen. Zu Sonnenhoch hatte er versucht sich hinzulegen und auszuruhen, doch es dauerte bis er schlafen konnte, weil er einfach zu aufgekratzt gewesen war. So war er noch etwas müde, als die Gruppe das Lager verließ und durch die Feuerklippen kletterte. Eisbrecher lief voraus und hinter ihm war Dämmerbiss. Der junge Schüler versuchte seine Müdigkeit zu verstecken, immerhin war es nicht grade ideal, dass man müde bei einer Patrouille auftauchte. Dabei hatte er doch wirklich versucht sich auszuruhen! Habichtblut kam nicht mit und ein wenig schade fand der rote Schüler das schon, denn er kam sehr gut mit seinem Mentor klar. Dämmerbiss und Eisbrecher waren ähnlich wortkarg und eher auf Taten aus. Hoffentlich würde er sich mit ihnen genauso gut verstehen. Ich gebe einfach mein bestes und konzentriere mich, dann kann es doch nur gut gehen.
Doch grade als er das gesagt hatte, setzte Fuchspfote seine Tatze auf unebenen Grund. Der Boden wackelte und der Schüler konnte seine Pfote auch nicht zurückziehen. Die Steinplatte löste sich und als der Kater versuchte davon zu springen, schlug er mit dem Kinn auf einem Felsen auf. »Autsch! « jammerte Fuchspfote, stand schnell auf und schüttelte den Kopf. Sofort hatte er wieder festen Boden unter den Füßen, doch am liebsten würde er jetzt in einer Felsenspalte verschwinden. »Tut mir Leid « miaute Fuchspfote mit deutlicher Stimme und nickte, um zu signalisieren, dass sie weitergehen könnten. Auch wenn er ausgerutscht war, er war nicht groß verletzt und hatte wohl nochmal Glück im Unglück gehabt. Dennoch brannte sein Pelz vor Scham, weil er sich in den Gebirgen bewegte wie ein Junges, welches grade erst geboren wurde. Was sollten Eisbrecher und Dämmerbiss nur denken? Und er wollte ja auch Habichtblut nicht blamieren! Immerhin war er ein guter Mentor. Doch das würde er schon beweisen, sobald sie am Ziel angekommen waren, müsste Fuchspfote Beute machen und dann würden Dämmerbiss und Eisbrecher sehen, dass das eben nur ein Ausrutscher war - im wahrsten Sinne des Wortes.
Alias — Efeu
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Der Mond warf sein kühles, silbriges Licht auf die Feuerklippen und die Sterne am Sternenvlies schienen miteinander um die Wette zu funkeln. Es war eine kühle Nacht nachdem bereits den ganzen Tag über Wind über das Gebiet des GlutClans gestrichen war.
Heute Nacht sollten Eisbrecher, sie und Fuchspfote auf eine Jagdpatrouille an den Feuerklippen gehen. Vielleicht war es komisch aber als Dämmerbiss gehört hatte, dass Habichtbluts Schüler die beiden Krieger begleiten würde, hatte sie sich vorgenommen, ein besonderes Auge auf den getigerten Kater zu haben. Schließlich waren in den Feuerklippen schon der ein oder andere Krieger und Schüler in den Tod gestürzt.
Eisbrecher ging voraus, Fuchspfote in der Mitte und Dämmerbiss bildete den Abschluss, um ein Auge auf den jungen Kater haben zu können. Ihre gemusterten Ohren waren aufmerksam aufgestellt während sie sich geschickt ihren Weg über den wackligen, unebenen Untergrund suchte. Geschickt sprang sie auf eine sichere Platte bevor sie den Schüler stürzen sah als sich eine Steinplatte löste. Die Kriegerin sprang vor, um Fuchspfote gegebenenfalls vor einem gefährlichen oder gar tödlichen Sturz zu retten. Leicht und unauffällig atmete sie auf als der Kater lediglich mit dem Kinn auf einem Felsen aufschlug. »Autsch!« , jammerte er, stand aber schnell wieder auf und schüttelte den Kopf. Fast hätte sie geschnaubt. Das würde sie Habichtblut definitiv unter die Nase reiben. Genauso anmutig, wie du, mein Freund. Lediglich das leichte Zucken ihrer weißen Schnurrhaare zeugten von dem Anflug ihrer Belustigung. »Tut mir Leid« , entschuldigte sich Fuchspfote und nickte, um zu signalisieren, dass sie weitergehen könnten. "Schon gut. Solange es dir gut geht, Fuchspfote." , antwortete Dämmerbiss bevor sie sich ebenfalls wieder in Bewegung setzte.
Ihr kupferfarbener Blick glitt über die nähere Umgebung, die Ohren aufmerksam aufgestellt. Kurz blieb die Kriegerin stehen, prüfte die Luft und setzte sich wieder in Bewegung. Sie war nicht wild darauf, ausgerechnet hier von einem Raubvogel überrascht zu werden. Schon die Jagd würde anspruchsvoll genug werden, auch wenn die Beute meist lohnend war. Und Eisbrecher und sie würden zusätzlich ein Auge auf Fuchspfote haben müssen. "Wie viel hat dir Habichtblut schon über die Jagd beigebracht, Fuchspfote?" , fragte sie irgendwann bevor sie ihr Gewicht verlagerte und auf eine weitere, stabile aber kleine Platte sprang.
Alias — Jacky
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Entweder er war ein Magnet für Schüler geworden, oder aber Azurblick glaubte sie würden stärker aus einer Begegnung mit Eisbrecher heraus gehen. Was auch immer es war. Er würde weder die Verantwortung für den Schüler tragen noch ihm zur Hilfe kommen.
Dieses Wesen würde einfach nicht anwesend sein – eventuell verstarb es im besten Falle?
Dies wäre in den Feuerklippen die beste Möglichkeit. Und so führte auch der Weg sie dorthin.
Ohne sich einen Deut um den Schüler zu scheren, oder was auch immer Dämmerbiss da hinten trieb, ging der Kater zielstrebig vor. Unter ihm knackten mal die Steinplatten, brachen Brocken weg. Doch Eisbrecher fuhr den Weg fort, als würde ihn all dies nicht betreffen. Entspannt hing der Schweif hinunter und lediglich die Ohren drehten sich mal kurz um um die Geräusche einzusortieren.
So glitt der massige Kater auch weiter, als das Unglück den Schüler ereilte und eine Steinplatte sich löste. Ob vom Gewicht des Katers oder aus einem anderen Grunde. Erst als ein jammernde Laut an sein Ohr drang wandte er den Kopf um und hielt kurz inne. Seine Iriden fanden Fuchspfote der sein Kiss auf einen Felsen geschlagen hatte. Und ein Lachen entfuhr ihm. Nicht laut, doch deutlich zwischen dem geschlossenem Maul hervor. Spottend und befriedigt von dem Anblick, bevor er sich ignorant wieder herum drehte und weiter ging.
Hinter ihm ging das Gespräch weiter. Die Fuchspfote entschuldigte sich und Dämmerbiss antwortete irgendetwas was wie eine Absolution klang.
“Federkopf“ , entglitt es murmelnd aus seinem Maul, begleitet von einem süffisanten Lächeln welches nicht zu sehen war für die anderen. Unterdessen fragte Dämmerbiss was Fuchspfote bereits von der Jagd wusste, oder sein Mentor Habichtblut ihm beigebracht hatte. Eisbrecher überlegte kurz einen bissigen Kommentar den er im Kopf behielt, bevor er um einen Felsen herum bog.
Der Kater machte sich nicht so viele Sorgen wie Dämmerbiss. Er sondierte die Lage nicht so genau. Viel mehr spazierte er, als würde das Gebiet ihm gehören und kein Vogel sich an sie heran trauen. Dass Dämmerbiss ihn bereits gedanklich dafür einplante ein Auge auf den Schüler zu haben wusste der Kater nicht. Und es war auch besser so. Das einzige Auge, das er auf diesen Werfen würde wäre, wenn er ihn zerfetzen dürfte.
Kurz hielt Eisbrecher inne, als er sich zwischen zwei Wegen entschied und dann einen großen Sprung wagte um schneller nach oben zu gelangen.
Sollte Fuchspfote doch schauen wie er mitkam.
Eisherz
Alias — nessjas
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Dämmerbiss erkundigte sich nach Fuchspfotes Wohlbefinden und kurz schnurrte der Kater dankbar »Nein, nichts passiert « bestätigte er und das amüsierte Schnauben von Eisbrecher ignorierte er gekonnt. Der Kater war sehr überheblich und von sich selbst überzeugt. Aber sicher war auch er als Schüler mal gestolpert oder ausgerutscht! Und Fuchspfote würde seinen Weg zum Krieger schon gehen und dann passierten ihm solche Fehler nicht mehr! Der Schüler war dennoch mehr als froh, als sie endlich bei einem guten Punkt angekommen waren und Dämmerbiss wollte von Fuchspfote wissen, wie viel Habichtblut ihm schon gezeigt hatte. »Nun, wir haben uns auf Kampftraining konzentriert. Habichtblut sagte, dass es vermehrt zu Kämpfen kommen kann aktuell. Aber ich weiß schon, wie man lauert! « miaute er und versuchte sich daran zu erinnern, was Habichtblut ihm beigebracht hatte. Aber irgendwie wollte das grade nicht funktionieren.
Wie war das nochmal? Hinter hoch? Nein, Schwanz runter? Und der Bauch? Ich weiß nicht mehr! Frustriert schnaubte Fuchspfote. Eigentlich war er doch so ein kluges Köpfchen! »Ehm..man muss das Gewicht nach hinten verlagern auf die Hinterpfoten..und ähm..Mit dem Schwanz..den macht man hoch? Zum Balancieren? « miaute er unsicher und erkannte nicht, dass der erste Teil eher den Absprung betraf und das mit dem Schwanz war komplett falsch, aber er war sich sehr unsicher mit seiner Antwort und das merkte man ihm auch an..Fuchspfote wollte nicht wie ein Bienenhirn wirken und so überlegte er, welche Beute man hier finden konnte. Mit irgendwas musste er doch zeigen können, dass er ein fleißiger Schüler war! Doch sobald er darüber nachdachte, spürte Fuchspfote, dass er totale Leere in sich hatte. Wie kann das sein? Warum bin ich so nervös und weiß nichts? Ihm wurde heiß vor Scham. »Ich bin eigentlich ein guter Schüler, wirklich! « miaute er verzweifelt und wusste gar nicht, wie er diese Situation noch retten sollte.
Alias — Efeu
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Das deutliche, spöttische, befriedigte Lachen Eisbrechers drang an Dämmerbiss' gemusterte Ohren. Sie widerstand dem Impuls, dem Kater einen Blick aus ihren kupferfarbenen Augen zuzuwerfen bevor er sich wieder umdrehte und weiterging als wäre der Untergrund eben und es bestünde keine Gefahr, in den Tod zu stürzen. Vielleicht bildete es sich die Kätzin ein aber sie dachte, von Eisbrecher “Federkopf“ gehört zu haben. Egal. Die Meinung dieses empathielosen, dünnhäutigen Fellballs interessierte die Kätzin so viel, wie ein Mäusepups. »Nein, nichts passiert« , antwortete Fuchspfote, der wohl auch Eisbrechers amüsierte Reaktion ausblendete.
Die Kriegerin kümmerte sich um Fuchspfote nicht aus reiner Herzensgüte, auch wenn sie nichts gegen den stämmigen, orangegetigerten Schüler hatte, solange er seine Schülerpflichten ernstnahm. Er war Habichtbluts Schüler und sie wollte dem braunen, gemusterten Kater ungern erklären, wieso sein junger Schüler in den Feuerklippen in den Tod gestürzt war während Eisbrecher und sie stur weitergelaufen waren. Zumindest redete sich Dämmerbiss ein, dass sie keine Lust auf Streit mit dem anderen Krieger hatte. Nicht, weil sie sich für Fuchspfote verantwortlich fühlte. Definitiv nicht. Vermutlich wollte die Kriegerin sich nicht eingestehen, dass auch sie für Jüngere eine weiche Seite besitzen konnte.
»Nun, wir haben uns auf Kampftraining konzentriert. Habichtblut sagte, dass es vermehrt zu Kämpfen kommen kann aktuell. Aber ich weiß schon, wie man lauert!« , antwortete der Schüler. Fast hätte Dämmerbiss geseufzt. Es war wichtig, Kämpfen zu lehren, um sich und seine Clangefährten verteidigen zu können. Aber was brachte das größte Kampfgeschick, wenn man sich und seine Liebsten nicht ernähren konnte? Geduldig wartete sie während Fuchspfote zu überlegen schien. Sie sprang auf einen sicheren Teil des Hangs und schnitt Fuchspfote so den Weg ab, damit er nicht auf eine locker aussehende Platte trat. Sie hörte Fuchspfotes frustriertes Schnauben und sah ihn aus dem Augenwinkel an. Offenbar war er nicht wegen ihres Sprungs frustriert. Besser so. Sonst würde er schnell ihr durchaus zur Bissigkeit fähiges Ich kennenlernen. »Ehm..man muss das Gewicht nach hinten verlagern auf die Hinterpfoten..und ähm..Mit dem Schwanz..den macht man hoch? Zum Balancieren?« , miaute Fuchspfote. Dämmerbiss blinzelte einmal. Naja... Nein. Er hatte den Zeitpunkt des Absprungs beschrieben und der Teil mit dem Schwanz war leider komplett falsch. War er nervös? Unsicher? Verängstigt? Wegen ihr oder wegen Eisbrecher? Dämmerbiss konnte sich kaum vorstellen, dass es wegen ihr war. Bei Eisbrecher hingegen... Vor der Visage hätte ich auch Angst. Und da war wieder ihr bissiges, sarkastisches Ich. »Ich bin eigentlich ein guter Schüler, wirklich!« , gab Fuchspfote verzweifelt von sich.
Dämmerbiss sprang den letzten Teil des Hangs hoch und wartete auf Fuchspfote. Eisbrecher ignorierte sie gekonnt, war sie doch recht froh, mit dem Kater wenig reden zu müssen. "Es war nicht gänzlich falsch, was du gesagt hast, Fuchspfote. Aber auch nicht richtig. Das hast du ja selbst gemerkt." , begann die Kätzin ruhig. "Dein Gewicht verlagerst du nach hinten auf die Hinterläufe bevor du abspringst und dich auf deine Beute stürzt. Den Schweif hältst du niemals hoch, das verrät dich zum Einen und zum Anderen wird der Schweif zur Balance verwendet." , fuhr sie geduldig fort. "Zeig mir einmal dein Jagdkauern." , forderte sie Fuchspfote auf bevor sie sich setzte. Ihr Schweif lag entspannt neben ihren gemusterten Pfoten.
Alias — Jacky
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Auf dem großen Felsen sicher gelandet blickte er um sich. Hierbei glitt auch der Blick zu Dämmerbiss und Fuchspfote. Die Beiden trödelten als sei Zeit nicht wichtig und als würde die Blatleere sie nichts angehen. Der Kater rümpfte die Nase, während die Stimmen gedämpft an ihn heran getragen wurden. Bei Fuchspfotes Erläuterungen hob der Kater etwas das Fell über einem Auge und legte die Ohren zurück. Was für ein Fuchsdung brachte Habichtblut da bitte dem Schüler bei?
Als er merkte, dass Dämmerbiss weiter hoch kam glitt er wieder und um einige Felsen herum. Er war nicht verschwunden.. Nur abgetaucht. Sollte sie auf den Schüler warten während er schon einmal die Spur aufnahm und überlegte wohin er gehen würde.
Da hörte er ihre Stimme.
“Den Schweif hältst du niemals hoch, das verrät dich zum Einen und zum Anderen wird der Schweif zur Balance verwendet.“ Die Worte weckten ein gewisses Interesse, es lockte ihn und eine Idee keimte. Leise schlich er um die Steine herum, duckte sich etwas und musterte kurz die Situation. Er wartete auf einen Herzschlag, bis das Signal kam: “Zeig mir einmal dein Jagdkauern.“ Sobald Dämmerbiss das Wort Zeig sprach glitt der Kater voran.
Leise und geduckt. Er schlich sich immer näher an die Kätzin heran, bis sie nur noch eine Maus trennte.
Langsam baute der Kater sich wieder auf und errichtete sich zur vollen Größe, als er gerade etwas tun oder sagen wollte erklang Dämmerbiss Stimme: “Und deshalb ist ein gutes Jagdkauern wichtig, Fuchspfote. Nicht so, wie das von Eisbrecher hinter mir.“
Es waren einige Atemzüge die er Dämmerbiss anstarrte. Die Augen weit – dann ein Knurren.
“Mach du deine Lektionen. Ich gehe jagen.“ Spuckte er schließlich schlecht gelaunt heraus.
Das war wohl Fraß für die Hunde. Aber wie genau hatte sie ihn bemerkt? Er hatte doch alles bedacht. Den Wind, die Haltung... Er hatte sogar den Atem angehalten als er ihr näher kam.
Eisbrecher drehte sich herum und verließ die beiden. Sollten sie doch ihre Lektionen weiter führen. Mäusehiernige Dämmerbiss... Nein.. Eigentlich nicht.. Sie war klug und wachsam... Aber seine Idee hatte nicht geklappt und darum war er sauer. Und da Eisbrecher die Schuld nicht bei sich sehen konnte musste es Dämmerbiss' Schuld sein. Anders ging es nicht.
Schweigend glitt er auf der anderen Seite des Felsens entlang und suchte sich seinen Weg. Schließlich nahm er die Witterung von einem Gecko auf und folgte der Spur. Es dauerte nicht lang und er fand dessen Loch. Er hatte sich nicht tief hinein verkrochen, zumindest nicht für den Kater der sich die Mühe gab und das Loch größer machte. Kleine Steine bröckelten und der Gecko wurde langsam wach. Er versuchte sich weiter nach hinten zu drängen doch die Höhle fand ein Ende und Eisbrechers Krallen gruben immer weiter. Das Tier geriet in Panik, versuchte im geeigneten Moment an ihm vorbei zu rennen.
In dem Moment schlug seine Pranke auf den Schwanz, der Kater biss zu und fing seine Beute.
Zufrieden tötete er ihn und blickte dann um sich. Sofort nutzte er das Loch und versteckte dort seine Beute vor anderen Gaunern. Die Steine schichtete er wieder auf.
Schließlich sah er sich um und lauschte. Waren Dämmerbiss und Fuchspfote bereits weiter gekommen?
Eisherz
Alias — nessjas
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Leider gab Fuchspfote eine komplett falsche Antwort und Dämmerbiss ging damit sehr ruhig um. Nun meinte sie aber, sie solle ihm mal sein Jagdkauern zeigen und das dieses entscheidend wäre. Dabei gab es einen kleinen Seitenhieb auf Eisbrecher, der grade eine Beute hatte entkommen lassen. Fuchspfote nickte nur und ging gedanklich nochmal alles durch. Er hatte bereits Beute fangen können und er würde Dämmerbiss nun zeigen, dass er das konnte. »Okay, ich kann das « miaute er ruhig und versuchte sich selbst zur Vernunft zu rufen. So begab sich der Kater in Lauerstellung. Vorsichtig duckte sich der junge Schüler, grade so tief, dass sein Bauchfell den Boden streifte, aber nicht mehr. Seine Körpermitte balancierte er so aus, dass er vorsichtig vorwärts schleichen konnte und seine Pfoten ganz vorsichtig auf den Boden absetzen konnte. »Wenn ich mich an eine Maus anschleiche, darf ich keinerlei Vibrationen im Boden verursachen « erklärte er Dämmerbiss beim Vorwärtsschleichen und setzte die Pfote behutsam auf dem Boden ab. Erst die Zehen, dann folgten die Ballen. Als er seine Hinterpfote folgen ließ, achtete er er darauf, dass er sie nicht auf einem Zweig oder einem Kiesel absetzte und so schlich der Schüler ein paar Schritte vorwärts. Die Ausführung gelang dem Schüler perfekt. Er blieb stehen und blickte Dämmerbiss an »Siehst du. Ich bin ein guter Schüler, also..Ich strenge mich wirklich an « miaute er stolz »Habichtblut hat mir einiges erklärt « nickte er ruhig. »Kann ich jetzt versuchen zu jagen? « miaute der Schüler und witterte die Luft »Ich kann einen Vogel wittern « miaute er leise um das Tier nicht zu verschrecken. »Ich kann es an den Federn riechen. Mäuse riechen kräftiger und Reptilien haben so einen ganz eigenen Geruch. Ein Siebenschläfer ist es auch nicht « erklärte der Schüler der Kriegerin und hoffte, dass er jetzt dann versuchen dürfte zu jagen, immerhin wollte er ja für Beute im Clan sorgen.
Alias — Efeu
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Geduldig wartete die gemusterte Kätzin während Eisbrecher... Ja... wohin auch immer der silbergraue Fellball verschwunden war.
Es war nicht der Geruch, der ihn verriet. Tatsächlich nahm sie Eisbrecher's Geruch nicht wahr. Aber auf den Mond schien er nicht geachtet zu haben. Während Dämmerbiss Fuchspfote beobachtete, bemerkte sie den Schatten des Silbergrauen, der sich hinter ihr aufbaute und zu seiner vollen Größe aufrichtete. Sie blinzelte einmal ruhig, ließ sich äußerlich nichts anmerken.
"Und deshalb ist ein gutes Jagdkauern wichtig, Fuchspfote. Nicht so, wie das von Eisbrecher hinter mir." , miaute sie ruhig. Es vergingen ein paar Atemzüge, in denen sich die Kätzin ihr Grinsen wirklich verkneifen musste und eine neutrale Miene aufsetzte bevor sie ein Knurren hinter sich hörte. “Mach du deine Lektionen. Ich gehe jagen.“ , spuckte ihr Eisbrecher beinahe in den Rücken. Sie drehte ihren keilförmigen Kopf, sodass sie dem Silbergrauen über ihre Schulter hinweg hinterher blicken konnte. Blöd gelaufen, was? Belustigt zuckten ihre weißen Schnurrhaare bevor sie sich wieder dem Schüler zuwandte.
Fuchspfote schien gedanklich alles durchzugehen, was Habichtblut ihm bisher beigebracht hatte. »Okay, ich kann das« , miaute er ruhig und sank in eine Lauerstellung, duckte sich vorsichtig und grade so tief, dass sein Bauchfell den Bauch streifte. Er balancierte seine Körpermitte so aus, dass er vorsichtig vorwärtsschleichen und seine Pfoten vorsichtig aufsetzen konnte. »Wenn ich mich an eine Maus anschleiche, darf ich keinerlei Vibrationen im Boden verursachen« , erklärte er während er weiterschlich und die Pfoten behutsam absetzte. Als er seine Hinterpfote folgen ließ, schien er darauf zu achten, auf keinen Ast oder einen Kiesel zu treten. Dämmerbiss' kupferfarbene Augen folgten Fuchspfote ruhig während er in einem perfekten Jagdkauern vorwärtsschlich. Dann blieb er stehen und blickte sie an. »Siehst du. Ich bin ein guter Schüler, also..Ich strenge mich wirklich an« , miaute der junge Kater stolz. »Habichtblut hat mir einiges erklärt« , nickte er ruhig. »Kann ich jetzt versuchen zu jagen?« , fragte er bevor er seine Nase hochreckte und witterte. »Ich kann einen Vogel wittern« , miaute er leise. »Ich kann es an den Federn riechen. Mäuse riechen kräftiger und Reptilien haben so einen ganz eigenen Geruch. Ein Siebenschläfer ist es auch nicht« , erklärte er.
Dämmerbiss hatte ihn ruhig beobachtet und ihm geduldig zugehört. "Das Jagdkauern hast du gut gemacht, Fuchspfote. Ich hab tatsächlich nichts zu bemängeln gefunden, höchstens, dass dein Bauchfell den Boden leicht gestreift hat." , begann sie schließlich bevor sie einmal blinzelte. Auch ihr war der Vogelgeruch aufgefallen. "Du darfst selbstständig jagen, Fuchspfote, aber ich bleibe in der Nähe. Die Feuerklippen können auch für Krieger gefährlich sein." , erklärte sie mit ebenfalls gesenkter Stimme, um seine potentielle Beute nicht zu verschrecken.
Die Kätzin erhob sich auf ihre Pfoten, nickte dem Schüler leicht zu als Zeichen, dass er beginnen dürfe und huschte davon, um zwar in seiner Nähe zu bleiben aber ihm auch ein wenig Freiraum zum selbstständigen Jagen zu lassen.
Sie sank in eine Kauerhaltung während sie sich weiter auf den Feuerklippen bewegte. Dabei achtete Dämmerbiss darauf, sich nicht zu weit zu entfernen. Ihr stieg ein besonderer Geruch nach Moos, feuchtem Holz und Nadeln in die Nase, der eine zusätzliche süßlich-nussige und moschusartig-wilde Note zu haben schien. Ihre schwarze Schwanzspitze zuckte leicht.
Ein Siebenschläfer.
Die Kätzin setzte ihre Pfoten behutsam auf, achtete darauf, auf den Platten nicht wegzurutschen und keine von ihnen zu bewegen, um den Siebenschläfer aufzuscheuchen. Sie schlich ein wenig um den Hang herum und erblickte das Nagetier.
Sie wagte es, sich näher heranzuschieben, kletterte vorsichtig auf eine der Platten und ging unter einer leicht hervorstehenden in Deckung. Dämmerbiss wartete ein paar Herzschläge bevor sie vorsichtig aus ihrer Deckung hervorlugte und erkannte, dass der Siebenschläfer ihr den Rücken zugewandt hatte und zu markieren schien. Fast hätte sie geschnaubt. Mäusehirn.
Dämmerbiss zog sich auf die hervorstehende Platte, drückte sich ab und schoss vor. Sie schlug ihre elfenbeinfarbenen, dornenartigen Krallen in den Leib des Nagetiers und beendete dessen Leben mit einem kräftigen, gezielten Biss.
Alias — Jacky
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Es kam niemand. Entweder war Dämmerbiss noch dabei dem Schüler Habichtbluts etwas bei zu bringen oder beide machten sich endlich einmal nützlich und gingen auf die Jagd. Eisbrecher hoffte auf letzteres. Er sah sich zwar nicht wirklich in der Verantwortung den Frischbeutehaufen aufzufüllen, allerdings gehörte dies zur Pflicht eines Kriegers. Und als Dogmat... Nun, er würde der Pflicht halt nachkommen.
Schließlich drehte sich der Krieger um und ging seines Weges. Vorsichtig glitt er über mal sichere, dann eher unwegsame und gefährliche Pfade. Immer wieder hielt Eisbrecher inne und lauschte, witterte oder sah die Steinwände prüfend ab.
Die Blattleere näherte sich in schnellen und großen Fuchssprüngen und würde dem GlutClan viele Nahrungstiere entreißen. Sie mochte jetzt noch gestärkt sein, doch was würde die Zukunft bringen? Natürlich war der Clan stark und wenn jemand nicht überlebte oder verhungerte, so war es sein verschulden. Und doch war jedes einzelne Mitglied wichtig um bevorstehende Kämpfe siegreich zu entscheiden.
Eisbrecher blieb stehen, da war ein Duft. Schwach, allerdings nicht alt. Irgendwo hier in seiner Nähe musste sich ein weiteres Reptil befinden. Prüfend testete der Krieger verschiedene Richtungen, da es keine Eindeutige Spur gab. Und so dauerte es bis er ausmachen konnte wo sich das Reptil befand. Zufireden erzitterte sein Schwanz als er es ausmachte und auch schon bald sah. Seine Zunge glitt über die Lefzen, ein leiser Schritt näher an die Beute heran, dann noch einer und schließlich ein dritter.
Grüne fahle Augen fixierten das felllose Wesen.
Endlich kam der wichtige Moment. Die Schnurrhaare des Katers vibrierten, er tätigte einen Satz und fing das flinke Reptil bevor es verschwinden konnte. Belustigt lugte Eisbrecher zwischen die Pfoten, öffnete sie und schlug wieder zu um das Tier am Schwanz zu halten. Da einige Tiere dazu neigten den Schwanz abzustoßen, schlug die andere Pfote auf den Körper.
So verfolgte der getigerte Kater genüsslich sein eigenes Spiel, bis er es für angebracht hielt die Beute zu töten.
Zufrieden betrachtete er es für zwei Herzschläge bevor er es aufhob und davon trug.
Eisherz
Alias — nessjas
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Die Kätzin kommentierte seine Lauerstellung und nur die Tatsache, dass sein Brustfell leicht den Boden gestreift hatte, war zu bemängeln gewesen. Darauf war Fuchspfote unglaublich stolz. Und nun durfte er selbst auf die Jagd gehen und sollte in der Nähe bleiben. Also keine unterirdische Jagd in einer Felsspalte wie mit Eichhornpfote. Schade.. Die Kätzin selbst wollte ebenfalls jagen und Fuchspfote nickte ihr zu. Dann folgte er der Fährte des Vogels, welchen er gewittert hatte. Es war ein kleines Rotkehlchen, wie sich rausstellte und sofort begab er sich in die Lauerstellung. Fuchspfote strengte sich an, seine Stellung musste genauso gut sein, wie die eben bei Dämmerbiss. Und dieses Mal achte ich auf mein Bauchfell! Ambitioniert schlich der Schüler vorwärts und näherte sich dem kleinen Federtier immer weiter. Es bemerkte den Orangegetigerten nicht und so konnte Fuchspfote nahe genug kommen, bis er sich schließlich abstieß. Seine kleinen Pfoten packten den Vogel und sofort tötete er das Rotkehlchen mit einem Biss. Sein Dank ging sofort an die Ahnen und er versteckte den Vogel in einer Felsspalte, ehe er sich kurz umsah. Er witterte die Luft, konnte Dämmerbiss in der Nähe wittern, aber da war noch etwas: Ein Siebenschläfer! Er hatte zusammen mit seiner Schwester bei einem geheimen Ausflug einen erlegen können und er war mehr als bereit, auch dieses Mal Erfolg zu haben. Zwei Siebenschläfer in so kurzer Zeit, das wäre ein Erfolg, auf den er stolz sein könnte. Und dann kann sich Eisbrecher seine dummen Kommentare in seinen dicken Fellpo schieben! Noch motivierter als zuvor, zog Fuchspfote also los, war bereit den Siebenschläfer ebenfalls zu seiner Beute zu machen. Auf lockeren Pfoten lief Fuchspfote los und verfolgte die Spur bis zu dem Punkt, wo sie stark genug war, um in Lauerstellung zu verfallen. Das tat Fuchspfote auch, doch bereits beim Positionieren seiner Pfoten, trat er auf einen kleinen Kiesel, der daraufhin davon kullerte und Geräusche verursachte. Erschrocken blickte Fuchspfote hoch, sprang aus der Deckung und auf den Siebenschläfer zu, doch dieser war bereits fort. »So ein Mäusedreck « schnaufte der Schüler frustriert und versuchte die Witterung von Dämmerbiss einzuatmen, um zu prüfen, ob er noch Zeit für einen weiteren Jagdversuch hatte.
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