Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 Borders of stone, hunger of ice, hope of snow
151. Mond, 4. Tag, Sonnenhoch bis Sonnenuntergang

Eismond

Eismond
Posted on:
#11
15.02.2026, 00:45
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Heavy emotions

Eismond ahnte nichts davon, was sein Satz in seiner Schwester ausgelöst hatte. Das Einzige, was er wollte, war, sie zu erinnern, dass sie da waren, direkt hinter ihr. Dass er da war, und er sein Gehörsinn zusätzlich dafür nutzte, um jegliche Gefahr frühzeitig zu erkennen. Und das tat er. Zu jeder Zeit.

Er nutzte jeden seiner Sinne – und dadurch entging ihm nicht der scharfe, beißende Geruch einer Ratte, der durch den Regen etwas abgedämpft wurde.
Da Schneestern scheinbar mit einem weiteren Beutetier beschäftigt war, und Steinherz ebenfalls witterte, legte Eismond seine Schleie vorsichtig ab und folgte der Geruchsspur aufmerksam. Mit Ratten sollte man es sich nicht verscherzen und ihre Bisse nicht unterschätzen. Das Letzte, was Eismond wollte, war, dass Schneestern sich noch um ihn sorgte, wenn eins dieser Nagetiere ihn erwischte. Nein, sie hatte schon genug Sorgen, die ihren Kopf ausfüllten und ihre Brust schwer machten. Er musste die Ratte fangen.

Eismond näherte sich langsam dem pitschnassen, dunkelgrauen Körper. Die lange Nase schwebte zuckend an einer Stelle, als hätte die Ratte dort etwas gerochen, dass es unbedingt zu inspizieren galt. Der weiße Krieger kroch geduckt vorwärts, die Ohren angelegt, die Atmung ruhig und sein Fokus voll auf die Jagd gerichtet. Das schaffte ich. Er spannte seine Hinterbeine plötzlich an und sprang kräftig ab. Erde spritzte. Aber er rutschte nicht weg. Er grub seine Krallen fest in die Ratte und gab ihr keine Chance sich zu wehren. Schnell tötete er sie, hob sie hoch und eilte zurück zu Schneestern.

Seine Schwester hatte sich kaum von der Stelle gerührt. Wartete sie auf Steinherz und ihn? Seine Ohren spitzten sich je näher er kam, als er leise Worte wahrnahm, aber nicht genau verstand, was sie gesagt hatte. Wäre der Regen bloß nicht so laut. Ein kurzer Blick auf Schneesterns Beute zeigte, dass sie diesmal erfolglos war. Eismond registrierte es nur am Rande. Ein kurzer Blick zu Steinherz folgte.

Dann packte er seinen Fisch und sie setzten ihren Weg fort. Eismond wünschte sich, dass er etwas für seine Schwester tun konnte. Vielleicht brachte er ihr, sobald sie wieder zurück waren ihre Lieblingsbeute vorbei? Er wollte sichergehen, dass sie aß, trotz des Verlusts von Flussgeist. Er wollte ihr zeigen, dass sie da nicht allein durchmusste.


@Steinherz @Schneestern
Alias — Connor
Connor ist Offline
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Steinherz

Steinherz
Posted on:
#12
17.02.2026, 19:27
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Waves of hopelessness


Die Stimmung unter ihnen war drückend und schwer, nicht nur der Regen zerrte an Steinherz’ Gliedern. Schneestern trauerte still, dennoch zeigte sie sich hier heute so offen verletzlich wie sonst selten. Steinherz wusste, wie sehr die Anführerin ihren beiden Begleitern vertraute und fühlte sich geehrt, dass er für diese Aufgabe ausgewählt worden war. Egal wie trostlos und aussichtslos sie auch sein mochte. Er war kein Freund großer Worte, doch durch seine Präsenz allein würde er der weißen Kätzin den Rücken stärken. Sein Blick fiel auf den wachsenden Beutehaufen, den sie mittlerweile zusammengetragen hatten. Der Clan hatte lange gehungert, da war es umso bedeutender, wie erfolgreich sie alle heute gewesen waren.

Steinherz entfernte sich erneut ein wenig von der Gruppe, ging parallel zu ihnen am Flussufer entlang. Sein Blick lag auf den unruhigen Fluten und tatsächlich konnte er schon bald eine Bewegung ausmachen. Er legte seine beiden Fische ab und trat näher, bis seine Pfoten vom eisigen Wasser umspült wurden. Ein Aal schlängelte sich flott durch die Wellen, schwamm unachtsam an dem Krieger vorbei. Steinherz schlug blitzschnell zu, doch seine Pfote glitt an dem glitschigen Körper ab und patschte erfolglos ins Wasser. Langsam zog er sich wieder vom Ufer zurück und schüttelte sich zum wiederholten Male die Nässe aus dem Pelz, bevor er seine bisherige Beute wieder aufnahm und flink zu Schneestern und Eismond aufholte. Der Regen schient entschlossen die gemurmelten Worte seiner Anführerin verschlucken zu wollen, doch Steinherz vernahm sie dennoch.

“Ist das alles, was uns heute zugedacht ist?“ Die Frustration klang deutlich aus ihren Worten, ihre eisblauen Augen lagen in der Ferne, wo Steinherz nur noch den puscheligen Schwanz eines Kaninchens auf und ab hüpfen sah, welches heute wohl mehr Glück als Verstand gehabt hatte. Der Kater legte seine Beute ab und sah Schneestern einen Moment lang an, sah ihr tief und nüchtern in die Augen.

“Ich fürchte ja.“, antwortete er, nicht boshaft, nur ehrlich. Er war nicht hier, um zu lügen und Schneestern war zu schlau, um eine andere Wahrheit anzuerkennen. Die Chancen standen gut, dass sie Flussgeist für immer verloren hatten.
Ein schweres Seufzen folgte seinen Worten und ein sanfter Stupser an ihr durchweichtes Brustfell, bevor er seine Beute wieder aufnahm und sicher erneut auf den Weg machte.



@Schneestern @Eismond
Alias — Haku
Haku ist Offline
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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
Posted on:
#13
21.02.2026, 10:49
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When the ground answers


“Ich fürchte ja.“

Steinherz ehrliche Worte blieben zwischen ihnen stehen, schwer wie der Regen in ihrem Fell. Schneestern wich seinem Blick nicht aus. Für einen langen Herzschlag sah sie ihn ruhig an. Er hatte nicht beschwichtigt. Nicht gelogen. Und genau das hatte sie an ihm immer geschätzt. In seinem grün-gelben Blick lag keine Grausamkeit, nur Realität. Schneestern senkte kaum merklich den Kopf. Der sanfte Stupser an ihrem Brustfell holte sie ganz in diesen Moment zurück. Sie war nicht allein. Nicht hier.

Ihr Blick glitt weiter und blieb für einen Atemzug bei Eismond hängen. Die Ratte hing noch zwischen seinen Zähnen, Regen tropfte von seinem weißen Fell. Sorge lag in seiner Haltung, unausgesprochen, aber deutlich. Schneestern ging näher, ließ ihre Schwanzspitze flüchtig seine Flanke streifen, als sie an ihm vorbeiging. Eine kleine, bewusste Geste.

„Guter Fang.“

Mehr sagte sie nicht. Der wachsende Beutehaufen lag zwischen ihnen wie ein stiller Beweis. Ein Aal. Ein Frosch. Eine Maus. Eine Schleie. Eine Ratte. Ein Barsch. Ein kleiner Fisch. Sieben Beutetiere, vermutlich mehr, als der Clan in den letzten Tagen zusammengetragen hatte. Für hungernde Mäuler war das kein schlechter Ertrag. Und doch spürte Schneestern, dass sie noch nicht fertig war. Der alte Fuchsbau lag nur wenige Schwanzlängen entfernt, der Boden hier trockener, die Gerüche konzentrierter. Sie hob den Kopf und sog die Luft ein. Da war es. Schwerer als ein Kaninchen. Wachsam. Stark. Hase. Sie richtete sich ein wenig auf, ließ den Blick noch einmal über Steinherz und Eismond wandern.

„Noch ein Versuch.“

Sie ließ die Beute zurück. Mehr würden sie ohnehin bald nicht mehr tragen können. Lautlos glitt sie seitlich am Bau entlang, das hohe Gras streifte ihr nasses Fell. Diesmal war ihr Geist klar. Kein Nachhall von Zweifeln, kein Zögern, keine Zurückhaltung. Nur Wind, Distanz, Untergrund. Der Hase stand halb verdeckt, angespannt wie eine gespannte Sehne. Schneestern senkte sich tief, verlagerte ihr Gewicht millimetergenau. Sie wartete. Der Wind drehte minimal... und sie nutzte diesen Moment.

Kein Herzschlag zu spät.

Der erste Satz war niedrig und kontrolliert, kaum ein Laut verriet sie. Der Hase reagierte blitzartig und schoss davon, doch Schneestern hatte seinen Fluchtwinkel bereits berechnet. Statt ihm blind zu folgen, schnitt sie seitlich ab, zwang ihn in den weicheren Boden nahe des Fuchsbaus. Erde spritzte, der Hase versuchte auszubrechen, wechselte abrupt die Richtung und genau dort war sie. Mit einem zweiten kraftvollen Sprung schloss sie die Distanz, riss ihn mit perfektem Einsatz ihres Gewichts aus dem Lauf und fixierte ihn sicher unter sich. Ihre Zähne fanden ohne Zögern die richtige Stelle.

Stille.
Nur der Regen blieb.

Schneestern verharrte einen Moment über dem reglosen Körper, ihr Atem ruhig, gleichmäßig. Dann nahm sie die schwere Beute auf und kehrte zu den beiden zurück. Sie legte den Hasen zu den übrigen Fängen. Acht Beutetiere. Mehr konnten sie kaum tragen, ohne langsamer zu werden. Ihr Blick glitt über Steinherz. Über Eismond. Nicht triumphierend. Nicht erleichtert. Nur gefasst.

„Das genügt.
Der Clan wartet.“


Sie nahm den Hasen wieder auf, schnappte sich noch ein erlegtes Beutetier und überließ den Rest den beiden Kriegerin. Dann setzte sie sich in Bewegung Richtung Lager. Ihre Schritte waren fest, klarer als zuvor. Flussgeist fehlte noch immer. Der SternenClan schwieg. Doch es war eine erfolgreiche Jagd, trotz des erschwerenden Wetters.



@Eismond, @Steinherz

- letzter Post von Schneestern in der Szene -
Alias — Leni
Leni ist Offline
106 posts
Schneestern, Eismond, Steinherz Flusslauf → flussaufwärts → Trauerweide → alter Fuchsbau → Lager


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