A little rain never killed nobody
Da hatten sich ihre Mentoren ja genau den richtigen Tag für das Kampftraining ausgesucht. Als würde es nicht genügen, dass es ohnehin schon kälter wurde, fuhr der aufgekommene Wind der silbrig-schwarzen Kätzin ihn ihr kurzes, dichtes Fell. Brombeerpfote plusterte ihr gemustertes Fell gegen den Wind auf. Und als würde das schon nicht reichen, regnete es auch noch! Aber sie hatte das Kampftraining nicht ausfallen lassen wollen. Viel zu sehr hatte sie sich darauf gefreut! Also hatte sie Tropfenpfote überredet, dennoch mit ihr zum Kampftraining aufzubrechen. Wenn sie noch länger auf ihre Mentoren gewartet hätten, wäre der Regen am Ende noch stärker geworden! Die Schülerin war sich nicht sicher, womit sie Tropfenpfote letztendlich überredet hatte. Vielleicht auch mit der Aussage, ob ein paar Regentropfen ihm Angst einjagten und er dann vielleicht den falschen Namen trug? Wer weiß das schon? Sicher war nur, dass sie ihren Willen bekommen hatte und ihr der ältere Schüler aus dem Lager gefolgt war!
Je näher sie der Sandkuhle kamen, desto aufgeregter wurde Brombeerpfote. Endlich Kampftraining! Das Jagdtraining hing ihr schon zum Hals raus. Auch, wenn sie Gebirgsjäger als Mentor schätzte, fand sie doch, dass er öfter das Kämpfen trainieren konnte. Schließlich wollte sie eine starke Kämpferin des WurzelClans werden, um den fetten Felsenhirne gehörig in ihre flauschigen Hintern treten zu können!
Sie wurde langsamer als sie die Sandkuhle erreichte. Vor Aufregung und Vorfreude kribbelten ihre Pfoten. Brombeerpfote sprang zu Tropfenpfote herum und schenkte ihm ein aufgeregtes Grinsen. "Ich hab das Kampftraining kaum erwarten können!" , miaute sie aufgeregt und trippelte mit ihren Vorderpfoten leicht auf dem Boden vor sich. "Die Regeln sind die Üblichen: Kein Kratzen, kein Beißen, keine Krallen." , wiederholte sie die typischen Regeln der Trainingskämpfe. "Bist du bereit?" , fragte sie zur Sicherheit. Schließlich wollte sie den anderen Schüler nicht überrumpeln, sodass er sich am Ende noch ernsthaft verletzen würde.
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I hate that we are doing this
Tropfenpfote hatte keine Lust auf Kampftraining. Kampftraining war doppelt und dreifach so schlimm wie Jagen und er mochte Jagen schon nicht. Ach, er mochte beides nicht nur, er konnte es auch einfach nicht. Was hatten Gebirgsjäger und Möwenschrei sich auch dabei gedacht? Falls Gebirgsjäger dachte das Brombeerpfote etwas von ihm lernen konnte hatte er sich geschnitten. Der Kampf würde einseitig verlaufen, und Brombeerpfote würde ihn mit Leichtigkeit in Grund und Boden stampfen. So eine Blamage wollte er sich nicht geben.
Warum er der Schülerin nun doch brav in den Wald zur Sandkuhle folgte? Weil sie ihm sonst die Ohren zerkaut hätte mit ihrem Gequatsche und Gequengel. Schüler wie Brombeerpfote nervten ihn tierisch. Kampftraining hier, Kampftraining da, als gäbe es nichts anderes auf der Welt. Warum bekämpfte man sich überhaupt? Warum konnte man nicht einfach in Frieden leben? Warum Blutvergießen? Aber Brombeerpfote hatte sich in den Kopf gesetzt die beste Kämpferin zu werden. So wie jeder zweite Schüler der sich vom neuen Leben nach der Kinderstube beflügeln ließen. Wahrscheinlich konnte sie es kaum erwarten den nutzlosesten Schüler des Waldes zu verkloppen. Vielleicht musste sie ihre Wut über etwas auch auslassen und da war Tropfenpfote als Boxsack nahezu perfekt dafür geeignet.
Eigentlich wollte Tropfenpfote sich nicht überreden lassen, aber der mäusehirnige Spruch über seinen Namen hatte sein impulsives Wesen letztenendes befeuert und bevor er nachdenken konnte, war er schon hinter ihr gewesen. Und nun waren sie angekommen. In der Sandkuhle. Den Regen ignorierte er gekonnt, denn natürlich hatte er keine Angst vor Regentropfen! Was für ein Schwachsinn. Und es nervte ihn umso mehr, dass Brombeerpfote ihn mit so etwas kindischem aus der Reserve locken konnte.
Die aufgeregte Schülerin sprang plötzlich herum und begegnete ihm mit einem Grinsen. “Ich hab das Kampftraining kaum erwarten können!” Leicht verzog Tropfenpfote das Gesicht und trat einen Schritt nach hinten als wäre ihre Freude irgendwas Ansteckendes, mit das er auf keinen Fall in Berührung kommen wollte. Im nächsten Moment regte sich aber etwas anderes in seiner Brust. Ein kleines Schuldgefühl. Tropfenpfote wollte ihr nicht ernsthaft die Freude zum Kampftraining vermiesen, nur weil er selbst zu unfähig dafür war und ständig mit einer verbitternden Miene durch die Welt stapfte. Tropfenpfote versuchte sich nun an einen neutralen Gesichtsausdruck. Hoffentlich gelang es ihm. Ein mildes, ehrliches Funkeln trat in sein eisblaues Auge.
Tropfenpfote ging nickend noch drei weitere Schritte nach hinten, duckte sich minimal und spannte seine Muskeln an. “Bereit.” , bestätigte er knapp und versuchte sich nun ernsthaft auf das Kampftraining zu konzentrieren.
Alias — Connor
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Are you having as much fun as I am?
In ihrer Euphorie über das gleich beginnende Kampftraining hatte Brombeerpfote die geringe Begeisterung ihres Trainingspartners nicht registriert. Allerdings verblasste der aufgeregte Ausdruck in ihren Augen als sie sah, dass Tropfenpfote das Gesicht leicht verzog und einen Schritt zurücktrat. Sie blinzelte einmal und legte ihren kleinen, rundlichen Kopf ein wenig schief. Freute er sich nicht über das Training? Ihre Mentoren hätten es wegen dem Regen sicher abgesagt! Im nächsten Herzschlag schien sich etwas an der Haltung des anderen Schülers zu verändern. Er wirkte nicht mehr so... missmutig sondern... neutraler. Brombeerpfote konnte sogar ein mildes, ehrliches Funkeln in Tropfenpfotes eisblauen Auge erkennen. Ihr war durchaus seine verbitterte Einstellung gegenüber fast allem und jedem aufgefallen. Versuchte er also wegen ihr weniger verbittert zu sein? Das... ist irgendwie süß... Während er drei weitere Schritte zurückging und sich minimal duckte, beobachtete die silber-schwarz gemusterte Kätzin den Kater. “Bereit.” , bestätigte er knapp. Brombeerpfote konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Er tat es wegen ihr!
Die Schülerin spannte ihre Muskeln an während sie Tropfenpfote aufmerksam beobachtete. Dann sprang sie los. Sie überbrückte die Distanz zwischen dem Kater und sich und lief an ihm vorbei. Dabei stieß sie ihn mit ihrer Flanke gegen seine, um ihn ins Stolpern zu bringen. Als sie zum Stehen kam, drehte sie sich zu dem anderen Schüler um und sah glücklicherweise, dass er einen Frontalangriff zu versuchen schien. Er sprang auf sie zu, um sie an der Schulter zu "kratzen". Brombeerpfote sprang zur Seite, um dem Schlag auszuweichen. Den merk ich mir!
Die Kätzin zog ihm sein rechtes Vorderbein mit ihrer Pfote weg, um ihn zu Fall zu bringen. Als sie sich auf ihn stürzen wollte, um ihn auf dem Boden festzunageln, prallten die beiden Schüler gegeneinander. Brombeerpfote stolperte zurück während sie ihren kleinen, rundlichen Kopf schüttelte. Tropfenpfote hatte schneller reagiert als sie erwartet hatte! Als sie ihren blassgrünen Blick wieder auf ihn richtete, warf er eine Pfotevoll nassen Sand in ihre Richtung. Sie zuckte erschrocken zurück bevor sie plötzlich den Boden unter den Pfoten verlor. Die Schülerin schnappte nach Luft als sie auf dem Boden aufkam nachdem Tropfenpfote sie umgestoßen hatte. Freude kam in ihr auf. Das war großartig! Ihre Aufregung kehrte zurück, ließ ihre Pfoten freudig kribbeln.
Eilig rollte sie sich zur Seite, um wieder auf die Pfoten zu kommen bevor sie herumfuhr und mit ihrer linken Vorderpfote nach dem anderen Schüler schlug. Sie tippte ihm mit der Pfote gegen die Stirn. Hätte sie ihre Krallen verwendet, hätte sie Tropfenpfote durch das Gesicht gekratzt. Noch während sie ihre Pfote senkte, riss er ihr die rechte Vorderpfote weg. Brombeerpfotes schwarze Nase landete im nassen Sand als sie stürzte.
Aufgeregt blickte sie Tropfenpfote von unten an während sie sich aufrappelte und sich einmal schüttelte, um sowohl den Regen als auch den nassen Sand aus ihrem kurzen, dichten Fell zu schütteln. "Das war großartig, Tropfenpfote! Den Angriff hab ich gar nicht kommen sehen!" , miaute sie freudig während sie ihn mit einem aufgeregten Lächeln und Funkeln in den blassgrünen Augen ansah.
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Tropfenpfotes Mühen zahlten sich aus, das bewies Brombeerpfotes kleines Lächeln. Er atmete innerlich erleichtert aus. Er hatte ihre Freude nicht kaputt gemacht. Nun fokussierte er sich aber auf das Kampftraining. Er spannte seine Muskeln an, beobachtete die Schülerin ganz genau, so gut es eben mit nur einem Auge ging und versuchte ihre Bewegungen hervorzusehen.
Doch das funktionierte nicht so wie erwünscht. Brombeerpfote schoss so schnell und plötzlich auf ihn zu, dass er kurz erstarrte, erstaunt darüber wie flink sie war nach nur einem Mond Schülerzeit. Tropfenpfote wich zur Seite aus, oder startete einen Versuch dafür, doch er war zu langsam und sie traf ihn mit einem Ruck gegen die Flanke, während sie an ihm vorbeirannte.
Der Kater taumelte und hatte Mühe auf den Pfoten zu bleiben. Frustriert drehte er sich um und nun war er es der auf Brombeerpfote zurannte, völlig kopflos. Er wollte ihre Schulter kratzen, doch sie sah das schon kommen und sein Schlag traf ins Leere. Mäusedreck, viel zu vorhersehbar!
Plötzlich kippte die Welt und Tropfenpfote fiel mit dem Oberkörper auf den Boden. Fast hätte er sich dabei auf seine scharfe Zunge gebissen, doch stattdessen rappelte er sich mit hektischen und fast verzweifelten Bewegungen. Keine Sekunde zu spät; im nächsten Moment prallten ihre Körper nämlich gegeneinander und er knurrte leise auf. Das war knapp. Auch Tropfenpfote schüttelte den Kopf, nutzte die Verwirrung aber um nachzudenken, so gut es in diesem hitzigen Moment ging. Wie konnte er Brombeerpfote bloß austricksen? Sie war ihm in allem überlegen. Er hatte keine Chance. Er hatte nichts in dem er besser war als sie. Oder doch? Er hatte seinen Verstand. Und das war nunmal seine einzige Waffe.
Bevor Brombeerpfote reagieren konnte, hatte er ihr eine Pfote voll nassem Sand entgegengeschleudert. Nur zur Ablenkung, nicht, um ihr wirklich damit zu schaden, darauf achtete er. Sie zuckte erschrocken und das nutzte Tropfenpfote aus. Er hechtete nach vorne und stieß sie mit vollem Körpereinsatz um. Die Schülerin kippte zur Seite und Tropfenpfote konnte nicht anders als innezuhalten und seine Augen zu weiten. Das hatte ja wirklich funktioniert. Er konnte es kaum fassen.
Da Brombeerpfote aus Tropfenpfotes totem Winkel kam, sah er nicht kommen, wie sie nach ihrer Rolle herumfuhr. Dadurch traf ihr ‘Kratzer’ im Gesicht. Hatte sie das mit Absicht ausgenutzt? Wutschnaubend nutzte Tropfenpfote es aus, dass sie ihre Pfote für ihren Angriff genutzt hatte und schlug die andere unter ihrem Körper weg.
Tropfenpfote machte einen Satz nach hinten und spannte erneut seine Muskeln an, doch Brombeerpfote machte keine Anstalten mehr ihn nochmal zu attackieren. Sie sah ihn fröhlich und aufgeregt von unten an, ehe sie sich wieder aufrichtete. Der Kater atmete schwer, während sein Herz von der Anstrengung und dem Adrenalin in seiner Brust pochte. Und bei Brombeerpfotes Lob schien sein Herz einen Aussetzer zu machen. Seine Augen weiteten sich leicht, als könnte er nicht glauben, was er da gehört hatte. Möwenschrei lobte ihn ständig, aber es war etwas anderes, wenn es jemand in seinem Alter tat. Und dann auch noch so...aufrichtig.
“Trotzdem hast du gewonnen.” , murmelte er und senkte leicht den Blick, um Brombeerpfote nicht ansehen zu müssen. Weil er sich schämte. Die altbekannte Wut und Verbitterung waren wieder in seinem Gesicht präsent, nachdem die Überraschung abgeklungen war. Er war 3 Monde älter. 3 Monde länger hatte er Zeit gehabt und trotzdem verlor er gegen eine Schülerin, die gerade Mal einen Mond Training gehabt hatte. Dabei war es ihm egal wie knapp es gewesen war. Es ging um das Prinzip. Wie weit er zurücklag, im Gegensatz zu den anderen Schülern. Ihm wurde immer mehr bewusst, wie wenig er als Kriegerschüler geeignet war, und das nagte an ihm. Es fraß ihn auf, mit jedem Tag und mit jedem Training mehr und mehr.
Alias — Connor
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Tropfenpfotes Augen weiteten sich leicht während Brombeerpfote ihn freudig und aufgeregt anlächelte. “Trotzdem hast du gewonnen.” , hörte sie ihn murmeln bevor er seinen Blick leicht senkte. Die Kätzin blinzelte einmal während ihr Lächeln langsam verblasste. Trotzdem hast du gewonnen. Der Satz traf sie stärker als sie gedacht hätte. Sie konnte die Verbitterung in den Worten fast spüren. Und die Wut. Für einen Herzschlag verstand die Schülerin nicht ganz, was er meinte. Gewonnen? Ihr Schweif, der eben noch locker hinter ihr gelegen hatte, zuckte einmal leicht während sie ihren kleinen, rundlichen Kopf leicht schieflegte. Ihr blassgrüner Blick glitt über seine Haltung, über seinen gesenkten Kopf und die Spannung in seinen Schultern. Der Regen begann ihren kurzen, dichten Pelz zu durchnässen. Doch das nahm sie kaum wahr. Sie nahm die Schwere in seinem Murmeln wahr.
"Huh...?" , entfuhr es der Kätzin leise, fast verwirrt. Er sah sie nicht an. Auch die Aufregung in ihrem Inneren kühlte langsam ab bevor sie zu verblassen schien. Langsam setzet sie eine Pfote vor die andere, blieb aber in respektvollem Abstand stehen. Schließlich wollte sie Tropfenpfote nicht bedrängen. Zumindest nicht körperlich. Innerlich brodelte es in ihr allerdings bereits.
"Hey." , begann sie schließlich. Ihre Stimme war ruhiger als man es von ihr gewohnt war. Kein kindisches Lachen, kein übermütiger Ton. "Ich hab nicht gewonnen." Ihr Schweif peitschte einmal leicht durch die Luft bevor sie sich zwang, ruhiger zu bleiben. Brombeerpfote war gut darin, ihre Freude zu zeigen. Wut allerdings... Wut war schwieriger zu zügeln. Noch schwieriger, wenn sie das Gefühl bekam, dass sich jemand selbst kleiner machte als er eigentlich war. "Hast du gemerkt, wie oft du mich erwischt hast?" , fragte sie und trat langsam einen Schritt näher als hätte sie Angst, dass sie den anderen Schüler mit jedem Schritt verschrecken könnte. Ihre Pfoten hinterließen Abdrücke im nassen Sand. "Oder wie ich auf dem Boden gelandet bin? Zweimal?" , fuhr sie fort und ein schiefes, fast schelmisches Lächeln huschte über ihr Gesicht. "Ich hab Sand in der Nase, Tropfenpfote. Sand." Als würde sie ihre Aussage unterstreichen wollen, schnaubte sie einmal. Ihr Blick wurde wieder ernst während sie ihre Ohren leicht nach vorne stellte. Aufmerksam, fokussiert. "Und diesen Sandtrick? Den hab ich nicht kommen sehen. Gar nicht. Wenn das ein echter Kampf gewesen wäre, hätte ich ein Problem gehabt." , fuhr sie fort.
Ihre blassgrünen musterten den anderen Schüler, versuchten sein Gesicht zu lesen. Die Scham, die Bitterkeit, seinen inneren Rückzug... Irgendetwas darin ließ ihr Fell unangenehm kribbeln. Nicht vor Aufregung. Vor Ärger. Nicht auf ihn. Sondern für ihn. Als würde sie seine Empfindungen nachempfinden und empfand Ärger für die Ursache. "Du tust so als wäre Kämpfen nur Kraft und Geschwindigkeit." , sprach Brombeerpfote weiter. Etwas energischer dieses Mal. "Aber das ist Fuchsdung. Totaler Fuchsdung."
Sie setzte sich schließlich, ihren Schweif neben ihre Pfoten gelegt. "Du hast nachgedacht. Und du hast mich beobachtet. Du hast reagiert statt einfach draufloszurennen." , miaute sie und ihr Blick bohrte sich regelreicht in seinen. "Das ist kein Verlieren, Tropfenpfote."
Einen Herzschlag lang schwieg die Schülerin. Dann verzog sie ihre Lefzen leicht. "Weißt du, was Verlieren gewesen wäre?" , fragte sie. Ihre Schnurrhaare zuckten leicht. "Wenn du einfach stehen geblieben wärst. Wenn du aufgegeben hättest bevor wir überhaupt angefangen hätten." Leise schnaubte sie, diesmal weniger belustigt. "Aber das hast du nicht. Du bist mitgekommen. Trotz Regen. Trotz schlechter Laune. Trotz der Aussicht, dass unsere Mentoren nicht besonders begeistert sein werden. Trotz... Allem." Sie hob kurz eine Pfote und deutete vage auf ihn. "Das zählt."
Kurz flackerte ihr Temperament auf. Ein Funke schien in ihren Augen aufzublitzen. "Und hör auf, dich mit mir zu vergleichen." , platzte es aus ihr heraus. Ungefiltert, direkt - typisch Brombeerpfote. "Ich will kämpfen. Ich liebe das. Klar bin ich da motiviert! Aber das heißt nicht, dass du schlecht bist." Sie schüttelte ihren rundlichen Kopf bevor sie einmal tief durchatmete, um sich zu sammeln. Als sie wieder sprach, war ihre Stimme leiser und ruhiger. "Du bist anders stark, Tropfenpfote. Und das ist nichts schlechtes." Brombeerpfote schenkte ihm ein Lächeln.
Langsam stand sie wieder auf, trat näher an ihn heran. Ihr blassgrüner Blick war offen, ehrlich und frei von Spott. "Ich fand es großartig, mit dir zu trainieren!" , miaute sie lächelnd. Ein kleines, aufrichtiges Lächeln. "Also sag nicht, dass du verloren hast. Sag lieber... dass du gelernt hast. So wie ich." Ihr Schweif zuckte leicht. Dann neigte sie ihren Kopf ein kleines Stück. "Und beim nächsten Mal" , fügte sie mit einem schelmischen Funkeln hinzu, "pass ich besser auf, wo du im Sand stehst." Ein schelmisches Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus. "Den Trick benutzt im nächsten Kampftraining mit Gebirgsjäger. Was denkst du, wie er schauen wird? Kann sein Gesicht kaum erwarten!" , miaute sie grinsend.
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“Hey.” Bevor Tropfenpfote noch weiter in seinem Hass und der Scham ertrinken konnte, lenkte Brombeerpfote seine Aufmerksamkeit auf sie. “Ich habe nicht gewonnen.”
Unwillkürlich runzelte sich seine Stirn und leicht öffnete er schon den Mund, um zu widersprechen, beschloss dann aber, Brombeerpfote ihren Punkt zu geben und das sagen zu können, was sie wollte.
“Hast du gemerkt, wie oft du mich erwischt hast?” Tropfenpfote dachte kurz darüber nach. 2 Mal, um genau zu sein, wenn man seinen Trick nicht mitzählte. Brombeerpfote hingegen hatte ihn 3 Mal erwischt. Für ihn war das ziemlich deutlich. Das Brombeerpfote ihm dabei ein kleines Stück näher kam störte ihn nicht. “Oder wie ich auf dem Boden gelandet bin? Zweimal?”
Tropfenpfote blinzelte und hielt gedanklich für einen Herzschlag inne. Nun, das...ja das stimmte. “Ich hab Sand in der Nase, Tropfenpfote. Sand. Und dieser Sandtrick? Den hab ich nicht kommen sehen. Gar nicht. Wenn das ein echter Kampf gewesen wäre, hätte ich ein Problem gehabt.”
Der typische Grimm in seinem Gesicht löste sich langsam, aber sicher auf. Er hing Brombeerpfote beinahe an den Lippen, während er ihr aufmerksam zuhörte und ihre Reaktionen, Emotionen und Worte aufsog wie ein ausgetrockneter Schwamm.
“Du tust so als wäre Kämpfen nur Kraft und Geschwindigkeit. Aber das ist Fuchsdung. Totaler Fuchsdung.”
Der Kater legte den Kopf leicht schief, ein stilles Zeichen dafür, dass er begierig war die Antwort darauf zu hören, warum genau das nun totaler Fuchsdung war, wie sie es beschrieb.
“Du hast nachgedacht. Und du hast mich beobachtet. Du hast reagiert statt einfach draufloszurennen. Das ist kein Verlieren, Tropfenpfote.”
Er verstand es langsam. Er verstand, was Brombeerpfote ihm damit sagen wollte. “Weißt du, was Verlieren gewesen wäre?”
Wenn ich aufgegeben hätte, bevor es überhaupt begonnen hatte , antwortete Tropfenpfote gedanklich, und zuckte innerlich leicht zusammen, als Brombeerpfotes Antwort kurz darauf folgte.
Er folgte der Bewegung ihrer Pfote wortlos und erstarrte dann. Das zählt.
Tropfenpfote holte Luft, bereit ihr zu antworten, einzulenken, ihr Recht zu geben, da bemerkte er eine Veränderung. Der Funke in ihren Augen. Er schwieg noch ein wenig länger. Nicht aus Angst, sondern aus Respekt. “Und hör auf, dich mit mir zu vergleichen.”
Seine Ohren zuckten. Aber wie könnte er sich nicht als älterer Schüler mit jüngeren vergleichen die besser in allem waren als er?
“Ich will kämpfen. Ich liebe das. Klar bin ich da motiviert! Aber das heißt nicht, dass du schlecht bist.”
Und dann: “Du bist anders stark, Tropfenpfote. Und das ist nichts schlechtes.”
Ein warmes Gefühl breitete sich in seiner Brust aus ohne dass er es verhindern konnte. So etwas von jemand Gleichaltrigem zu hören, tat erstaunlich gut, stellte er fest.
Brombeerpfote besaß ein inneres Feuer. Manchmal konnte ihre Flamme so groß und tobend sein, dass sie damit den ganzen Wald niederbrennen könnte, doch sie konnte auch genauso hell und warm sein. Und in diesem Moment begann seine eigene, kleine, fast ausgelöschte Flamme zu flackern und heller zu werden. Nicht wie in seinen Ausbrüchen in denen sie kurz zu lodern begann und dann ausrauchte. Sondern echt und konsistent.
Vielleicht...war doch nicht alles schlecht. Er besaß eine fürsorgliche, geduldige Mentorin und vielleicht könnte er sich mit Brombeerpfote anfreunden?
Ob das funktionieren konnte? Sie beide konnten gleichermaßen temperamentvoll und impulsiv sein.
Tropfenpfotes Mundwinkel zuckten, als versuche er sich an einem Lächeln, aber vergessen hatte, wie das überhaupt funktionierte. “Danke, Brombeerpfote.” , miaute er und sein Tonfall klang gelöster, als hätte sie ihm eine kleine Last von den Schultern genommen. Er wünschte er könnte mehr sagen, ihr seinen Dank deutlicher zeigen, aber er wusste nicht, wie. Er wusste nur, wie sehr ihm ihre Worte bedeuteten.
Er beobachtete wie sie näherkam und seine Augen zuckten leicht hin und her, als suche er etwas in Brombeerpfotes blassgrünem Blick. Aber da war nichts. Nur pure Aufrichtigkeit, dass ihn innerlich erleichtert aufatmen ließ. “Ich fand es großartig, mit dir zu trainieren!”
Der Kater nickte leicht, aber deutlich zustimmend. “Ja. Es war...toll.” Und er meinte es auch so. Ganz ehrlich.
“Also sag nicht, dass du verloren hast. Sag lieber...dass du gelernt hast. So wie ich.” Wieder folgte ein Nicken, diesmal nachdenklicher. “Das werde ich.” Das klang besser als sich ständig mit negativen Phrasen runterzumachen. Sein Pessimismus tat ihm offensichtlich nicht gut.
“Und beim nächsten Mal pass ich besser auf, wo du im Sand stehst.”
Diesmal erschien das leichte, aber amüsierte Schmunzeln auf Tropfenpfotes Lefzen fast automatisch, ohne, dass er krampfhaft etwas versuchen musste.
Beim nächsten Mal? “Oh keine Sorge, so leicht werde ich es dir nicht machen.” Von neuer Energie angetrieben stand Tropfenpfote nun ebenfalls auf. “Du wirst es nicht kommen sehen.” , witzelte er ein wenig mit.
“Den Trick benutz ich im nächsten Kampftraining mit Gebirgsjäger. Was denkst du, wie er schauen wird? Kann sein Gesicht kaum erwarten!”
Tropfenpfote musste leicht schnauben. “Sehr verdutzt. Und danach vielleicht ein wenig empört, weil es ihm nicht selbst eingefallen ist.” , vermutete er scherzhaft. Er sah kurz Richtung Clanlager, und dann zu Brombeerpfote zurück.
“Was sollen wir jetzt machen?” , fragte er wieder ernster. “Denkst du ihnen ist schon aufgefallen, dass wir fehlen?” Tropfenpfotes Tonfall war nicht besorgt, eher neugierig. Es war schließlich nicht das erste Mal, dass er sich aus dem Lager schlich.
Alias — Connor
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Tropfenpfote runzelte die Stirn und öffnete seine Lefzen, um zu widersprechen doch dann hörte er Brombeerpfote weiter zu. Er blinzelte und schien über ihre Worte nachzudenken. Schließlich löste sich der grimmige, mürrische Gesichtsausdruck langsam bevor er den Kopf leicht schieflegte. Seine Ohren zuckten, seine Mundwinkel zuckten als wollte er lächeln. Brombeerpfote hatte all das angesehen und beobachtet während sie gesprochen hatte. Und es freute sie ungemein, dass der andere Schüler scheinbar zu lächeln versuchte.
“Danke, Brombeerpfote.” , miaute er schließlich mit gelösterem Tonfall als zuvor. Ihre Lefzen verzogen sich zu einem Lächeln. "Dafür nicht, Tropfenpfote." , erwiderte sie lächelnd bevor sie ihm näherkam. Auf ihre nächsten Worte hin nickte Tropfenpfote leicht aber deutlich zustimmend. “Ja. Es war...toll.” , erwiderte er. Und die gemusterte Schülerin konnte die Ehrlichkeit aus seinen Worten heraushören. Ihr Herzschlag beschleunigte sich fast unmerklich. Er nickte nachdenklicher auf ihre nächsten Worte hin. “Das werde ich.”
Schließlich erschien ein leichtes aber amüsiertes Schmunzeln auf Tropfenpfotes Lefzen. Und Brombeerpfote spürte eine angenehme Wärme in ihrem Brustkorb aufkommen. Für einen Herzschlag konnte sie nur Tropfenpfotes Gesicht mustern. “Oh keine Sorge, so leicht werde ich es dir nicht machen.” , erwiderte er. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus bevor ihre Schnurrhaare belustigt zuckten. “Du wirst es nicht kommen sehen.” , witzelte er mit. Sie schnaubte belustigt. "Kanns kaum erwarten!" , gab sie belustigt und vorfreudig zurück.
Tropfenpfote schnaubte leise. “Sehr verdutzt. Und danach vielleicht ein wenig empört, weil es ihm nicht selbst eingefallen ist.” , vermutete er scherzhaft. Brombeerpfote nickte grinsend. "Klingt nach ihm." , stimmte sie grinsend zu bevor sie Tropfenpfotes Blick zum Clanlager folgte. “Was sollen wir jetzt machen?” , fragte er ernster. Und ihr Grinsen schwand langsam. Richtig... Sie hatten sich ja aus dem Lager geschlichen, damit das Kampftraining nicht abgesagt werden würde. “Denkst du ihnen ist schon aufgefallen, dass wir fehlen?” , fügte der ältere Schüler nicht besorgt sondern eher neugierig hinzu.
Brombeerpfote legte ihren kleinen, rundlichen Kopf leicht schief. "Gute Frage..." , antwortete sie bevor sie leicht schnaubte. "Ich denk nicht. Hier wäre doch der erste Ort, wo Gebirgsjäger nach uns suchen würde. Weil sie das Kampftraining abgesagt hätten und er weiß, wie gern ich kämpfe." , fügte sie hinzu bevor ihr blassgrüner Blick wieder zu Tropfenpfote wanderte. "Ich will noch nicht zurück, ehrlich gesagt." , gab sie mit einem breiter werdenden Grinsen zurück. Leicht tippelte die Kätzin auf der Stelle. "Oh, lass uns noch ein bisschen jagen! Dann kommen wir auch nicht mit leeren Pfoten zurück!" , schlug sie vor. Auch, wenn sie ungern jagte. Dafür brauchte man Geduld und das richtige Timing. Dinge, die Brombeerpfote eher weniger beherrschte. Außerdem... wollte sie noch ein wenig Zeit mit Tropfenpfote verbringen.
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Brombeerpfotes Antwort fiel eher auf ein Nein aus. “Hier wäre doch der erste Ort, wo Gebirgsjäger nach uns suchen würde. Weil sie das Kampftraining abgesagt hätten und er weiß, wie gern ich kämpfe.”, erklärte sie kurz darauf auch, warum.
Tropfenpfote nickte verstehend. “Das macht Sinn.” , miaute er langsam. Wann ihnen ihr fehlen wohl auffiel?
“Ich will noch nicht zurück, ehrlich gesagt.” Der Kater legte den Kopf leicht schief. Das hatte er sich fast gedacht. Brombeerpfote sprudelte noch voller Energie, anders als er. Aber... “Ich möchte auch noch nicht ins Lager.” , gestand der Kater, ein bisschen überrascht über sich selbst. Normalerweise wäre er schon längst wieder auf dem Rückweg, hätte sich im Schülerbau verkrochen, sich geputzt und dabei über dieses und jenes sinniert. Aber jetzt? Er wollte sich etwas nützlich machen, bevor sie wieder zurückkehrten. Noch etwas mit Brombeerpfote unternehmen.
Tropfenpfotes Blick wanderte etwas nachdenklich zur Seite in den Wald hinein. Er hatte Lavendelschleier vor zwei Sonnenaufgängen dabei beobachten können, wie sie mit gesammelten Heilkräutern zurück ins Lager gekommen war. Es schadete nie, mehr zu sammeln, oder? Um auf die Blattleere vorbereitet sein zu können. “Oh, lass uns noch ein bisschen jagen! Dann kommen wir auch nicht mit leeren Pfoten zurück!”
Innerlich zuckte Tropfenpfote zusammen. Du bist Kriegerschüler, bekomm endlich diese Pflanzen aus deinem Schädel , maßregelte er sich streng und schluckte.
“Gute Idee.” , zwang er sich zu miauen und nickte. “Wir treffen uns dann gleich wieder hier würde ich sagen.” Noch einen Moment wartete der Kater Brombeerpfotes Antwort ab, dann zogen sie gemeinsam los und verschwanden zwischen Dickicht und Gräsern tiefer im Wald.
Tropfenpfote schüttelte sich einmal kräftig durch und versuchte sich auf die Jagd zu konzentrieren. Er witterte mit geschlossenen Augen und leicht geöffnetem Mund und konnte eine schwache Spur Eichhörnchen ausmachen. Sein Mut sank. Trotzdem setzte er sich auf leisen Pfoten in Bewegung. Währendessen ging er jede Jagdlektion im Kopf durch und bereitete sich jetzt schonmal auf sein Versagen vor.
Sobald er nah genug war und er das rote Fell durch Gestrüpp durchblitzen sah duckte er sich und kroch so leise wie möglich näher, blendete den mittlerweile schwachen Regen aus. Ein Schritt nach dem anderen, ganz vorsichtig. Sein Herz trommelte wild in seiner Brust, seine Pfoten kribbelten nervös. Er streckte sein Hinterteil leicht in die Höhe und sprang ab. Tropfenpfotes Landung war noch weit von ‘elegant’ entfernt, aber er spürte unerwarteterweise etwas Lebendiges unter seinen Krallen zappeln. Er zögerte, grub seine Krallen tiefer in das Fleisch, ehe er seine Augen fest zusammenkniff, sich bückte und seine Zähne in das Genick des Nagetiers grub. Als das Leben aus seiner Beute vollends sickerte ließ er sofort von dem Eichhörnchen ab, als hätte er sich verbrannt und atmete mehrmals durch. Er hasste dieses Gefühl, wenn etwas unter seinen Pfoten erschlaffte. Selbst wenn es Nahrung war, die sie zum Überleben brauchten. Er konnte sich einfach nicht daran gewöhnen.
Tropfenpfote packte nach mehreren Sekunden, in denen er sich Zeit nahm, um sich zu beruhigen, nach dem Schweif des Eichhörnchens und ging den Weg zurück zur Sandkuhle.
Du bist Kriegerschüler und du wirst dich daran gewöhnen müssen , wiederholte der Schüler dabei wie ein Mantra in seinem Kopf. Aber tief in ihm wusste er, dass er das niemals könnte.
Alias — Connor
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Tropfenpfote nickte verstehend. “Das macht Sinn.” , antwortete er langsam. Brombeerpfote warf ihm ein Lächeln zu.
Ihr war durchaus klar, dass nicht jeder mit ihrer Energie mithalten konnte. Oft war sie eben ein Energiebündel, das sich kaum kontrollieren konnte. So fürchtete die Schülerin fast, dass der ältere Schüler lieber ins Lager zurückkehren wollte. Zumal er ihr die Frage gestellt hatte, ob ihr gemeinsames Fehlen wohl bereits bemerkt worden war. “Ich möchte auch noch nicht ins Lager.” , gestand er. Brombeerpfotes kleine Ohren stellten sich auf bevor ihr Lächeln zurückkehrte. "Großartig!" , schnurrte sie freudig.
Brombeerpfote folgte Tropfenpfotes Blick zum Wald. Ihre blassgrünen Augen musterten die Umgebung während ihre Schnurrhaare leicht zuckten, um die Regentropfen loszuwerden. Leicht legte sie ihren kleinen, rundlichen Kopf schief. Eine Jagd im Wald wäre genau das Richtige! Hier an der Sandkuhle würde sich kaum ein Beutetier herumtreiben. Dort schon. Ihre Schweifspitze zuckte leicht. “Gute Idee.” , antwortete er auf ihren Vorschlag, noch zu jagen. Tropfenpfote nickte. “Wir treffen uns dann gleich wieder hier würde ich sagen.” Brombeerpfote nickte zustimmend. "Gute Jagd!" , miaute sie bevor sie mit dem älteren Schüler gemeinsam loszog und im Dickicht verschwand.
Die Schülerin entfernte sich einige Schwanzlängen von dem Ort, an dem sich die beiden Schüler getrennt hatten, und streckte ihre schwarze Nase in die Luft. Sie nahm unterschiedliche Gerüche wahr - den Regen, den nassen Waldboden, Blätter und... Kohlmeise! Brombeerpfotes Schweif zuckte vor Vorfreude als sie sich dem Geruch näherte. Sie ließ sich ins Jagdkauern sinken und schlich vorwärts. Allerdings war sie etwas zu tief und so streifte ihr weiches Bauchfell über eine Ansammlung von regennassen Blättern. Die Kohlmeise gab einen leisen Ruf von sich bevor sie davon flatterte. Brombeerpfote gab ein Knurren von sich als sie sich abdrückte und absprang, um den Vogel im Flug noch zu fangen. Ihre Krallen rissen über seine Flügel aber der Vogel erhob sich dennoch flattern in die Lüfte.
Als sie wieder landete, schüttelte sich die gemusterte Kätzin bevor sie leise fauchte. "Drecksvieh!" , fluchte sie ärgerlich. Brombeerpfote spürte den brennenden, heißen Zorn in sich. Wie immer, wenn ihr ein Beutetier entkam. Sie war eben nicht für die Jagd geschaffen. Die Geduld, das Warten, das Anschleichen... Alles daran ging ihr auf die Nerven. Aber sie hatte eben die Jagd vorschieben wollen, damit sie noch etwas länger hier draußen bleiben konnten.
Missmutig machte sie sich auf den Rückweg zu ihrem Treffpunkt. Brombeerpfote stapfte über den nassen Waldboden und die nassen Blätter, schlängelte sich durch Dickichte bis sie wieder an der Sandkuhle ankam. Dort ließ sie sich auf ihren Hintern sinken und starrte missmutig für ein paar Herzschläge auf den nassen Sand vor ihr. Sie atmete einmal tief durch, um sich zu beruhigen und ihre Wut in den Griff zu bekommen. Gegen ihre Impulsivität konnte Brombeerpfote wenig machen. Ihre kleinen Ohren zuckten als sie näherkommende Schritte hörte. Sie hob ihren kleinen, rundlichen Kopf und zuckte erfreut mit ihrem Schweif als sie Tropfenpfote erkannte. Und ein Eichhörnchen, das er gefangen hatte! Die jüngere Schülerin stand wieder auf und kam ihm ein paar Schritte entgegen. Ein Schnurren löste sich aus ihrer Kehle. "Glückwunsch zum Fang!" , schnurrte sie.
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