Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 Rules to obey - time to pray
151. Mond - 27. Tag des Blattfalls, Mondhoch

Eisbrecher

EisbrecherEisherz
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01.04.2026, 11:24
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Rastlos in einer perfekten Nacht



Es war eine rastlose Nacht, allerdings nicht nur für Eisbrecher alleine.
Der Kater hatte nicht schlafen können. Zu viele Gedanken die kreisten, zu viele Bilder und Erinnerungen die sich meldeten. Sie wollten keine emotionale Beachtung, sie wollten lediglich endlich ausgesprochen werden. Den richtigen Moment um offen dargelegt zu werden. Zudem die innere Unruhe, da er für sich beschlossen hatte dem frechen Granitstille, der sich nun auf einen Kampf mit erschwerten Bedingungen für Eisbrecher einbildete der größte Kotzbrocken im ganzen GlutClan zu sein. Vielleicht ging seine eitle Einbildung auch noch so weit, dass er glaubte besser als Fichtenstern zu sein.
Hinzu kamen Aschesturm und Eichenfell. Ihnen war er noch etwas schuldig für den 15. Tag des Blattfalls. Gesetzesbrecher!, wütete er im Kopf.

Seine Rastlosigkeit hatte Eisbrecher hinaus in die Nacht getrieben, weit hinaus aus den Höhlen. Und was war das für ein Anblick!
Ihm schlug zwar der kühle Regen gegen den Körper, peitschte mal mächtiger, mal sanfter an seine Seiten und durchtränkten sein dichtes Fell binnen weniger Atemzüge, jedoch war das Schauspiel in der Ferne wundervoll.
Die dunklen Wolken, erstreckten sich von diesen Gebieten, weit über die anderen Territorien bis hin in die Ferne wo sich die weichen Gebilde geradezu auftürmten, in ein tiefes nachtschwarz sanken und von hellen zuckenden Lichtern ausgeleuchtet wurden. Ein fernes Grollen, tiefer, gefährlicher und zugleich natürlicher als das der Monster auf dem Donnerweg erklang.
Musik in den Ohren des Katers. Er liebte jegliches Wetter welches die Sichtverhältnisse erschwerten oder auch die Geräusche maskierten.

So wollte er gerade ziellos die Felsen und den Hang hinunter gleiten, als ihm eine Silhouette auffiel. Kontrastreich und zugleich schmiegte sie sich perfekt an ihre Umgebung an. Schmaler als die seinige und gleichzeitig Muskulös, hoch gebaut. Und auf jeden Fall Autoritär.
Fichtenstern., frohlockte der Gedanke.
Sein Körper hielt noch inne, dann entglitt ihm ein Grinsen und der Kater näherte sich dem Anführer langsam. “Eine perfekte Nacht für gewisse Ausflüge.“, miaute er leise und verheißungsvoll. Sobald sich Fichtenstern umdrehte, und sei es auch nur ein kurzer Blick, würde Eisbrecher seinen Kopf senken und die Augen leicht schließen. Ein Gruß der großen Respekt und Anerkennung zollen sollte.



@Fichtenstern
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Fichtenstern

FichtensternSchattenbote
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#2
02.04.2026, 17:04
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Des Nachts war der Kater noch wach, auch wenn er nicht wusste, was genau ihn wach hielt. Vor einigen Tagen war der Kampf am Ahnenbaum gewesen. An jenem Tag war er mit einer großen Gruppe zu dem Gebiet des WurzelClans aufgezogen, sie waren vorgedrungen zum Ahnenbaum und Fichtenstern hatte die ganzen Kerben in der Rinde zur Unkenntlichkeit vernichtet. Braunellenstern war mit einer Patrouille gekommen, um ihr Gebiet zu verteidigen und sie wollte seiner Forderung nicht nachgeben. Doch letztlich musste sie das doch, denn Fichtenstern Krieger im Hinterhalt dabei gehabt und zudem hatte Schneestern - die unerwartet dort aufgetaucht war - zwei Leben durch Rotnase verloren. Sie hätte all ihre Leben verloren, hätte der GlutClan nicht zugelassen, dass sie die Wunde der Kätzin versorgen konnten. Sehr fair, wie der massige Tigerkater fand. Und zuletzt war seine Forderung eben doch gelungen: Die Schlangenfelsen gehörten nun dem GlutClan. 
Aber auch wenn er stark und Braunellenstern überlegen war, sie hatte ihm doch ein wenig zugesetzt und vor allem war sie einigen Attacken ausgewichen wie eine schwankende Schlange. Und das war dem Kater ein Dorn im Auge und er wollte an seinem Tempo arbeiten, er musste schneller werden, damit Braunellenstern seinen Schlägen nicht mehr entkommen konnte. Er trat aus dem Dunkeln, als er etwas hörte und als er die Stimme von Eisbrecher hörte, drehte er seinen Kopf dem Krieger zu. Dieser senkte seinen Kopf kurz, blinzelte - ein Zeichen der Anerkennung, welches der Anführer zu schätzen wusste. Auf seine Aussage hin, nickte er »Da sagst du was, Eisbrecher« miaute er ruhig und schritt auf den kräftigen Krieger zu. Katzen wie Eisbrecher waren ein Sinnbild für den GlutClan: Massig, stark, kräftige Krieger mit kalten Augen und ohne Furcht. »Was hältst du von einem Training unter harten Bedingungen? Am Seichten Steinhang?« fragte er ruhig. Letzten Mond war bei einem solchen Training - ohne Regenfall - eine Kriegerin ums Leben gekommen: Marmorherz. Aber es war definitiv nicht seine Schuld gewesen, auch wenn Brandnarbe ihm das ankreidete. Wenn eine Kriegerin in einem Training so abgelenkt war, dass sie sich von einer Steinplatte zerquetschen ließ, was konnte er schon dafür? Besser starb sie so, als wie ein Mäuseherz im Kampf. Eisbrecher würde sicher nichts gegen ein solches Training haben. Er war nicht verweichlicht. »Die Schlacht am Ahnenbaum war erfolgreich, wie du weißt« begann er ruhig. Bei der Rückkehr gab es eine Clanversammlung und er hatte von der Schlacht berichtet. Sein Clan wusste über Schneestern, über Rotnase und wie sie zwei Leben der Anführerin genommen hatte. Und sie wussten, dass die Schlangenfelsen nun ihnen gehörten. Doch natürlich hatte Fichtenstern nicht berichtet, dass ihm das Wiesel Braunellenstern ständig durch die Pfoten gleiten konnte. Das interessierte ja auch keinen, entscheidend war das Ergebnis und zum Ende hatte er eindeutig die Oberpfote gehabt.
»Nun, Braunellenstern konnte einigen meiner Angriffen entkommen. Sie ist wie ein glitschiger Aal und das stört mich. Ich will mich vorbereiten, sie soll merken, dass sie keine Chance gegen mich hat und es kann die Kämpfe unnötig in die Länge ziehen, wenn sie mir so entgeht« fügte er nun ruhig hinzu »Wie neulich würde ich gerne wieder an unserer Schnelligkeit arbeiten. Während die Baumkuschler ihre Wunden lecken, werden wir trainieren Eisbrecher« miaute er mit einem bösen Grinsen und schnippte mit dem Schweif los, um loszuziehen. »Es war schade, dass du nicht mitkonntest. Aber es wird weitere Schlachten geben, verlass dich drauf« nickte er ruhig. Leider konnte Fichtenstern nicht immer die selben Katzen mitnehmen. Natürlich könnte er, doch das würde seine Loyalität im Clan wohl auf eine kleine Gruppe beschränken und er würde sich angreifbar machen. Die Gruppe an Katzen, die ihn begleitet hatten, war recht ausgewogen gewesen und er hatte eine gute Wahl getroffen. Der Anführer lief los aus dem Gebirge hinaus und in Richtung Seichter Steinhang. Beim Abstieg bedachte er genau, wo er seine Pfoten absetzte. Ab und zu wurde die Nacht erhellt von einem Blitz, doch das Gewitter tobte noch in der Ferne und so gab es nicht zu befürchten, dass ein Blitz irgendwo einschlagen könnte. Außerdem waren es doch erschwerte Bedingungen. Die Sicht war schlecht, der Boden tückisch, nass und rutschig. Wenn sie hier trainierten, würde ihnen nichts mehr etwas ausmachen können. »Was hält dich wach, Eisbrecher?« fragte er ruhig, als er mit dem Krieger das Gebirge hinabstieg zu dem Seichten Steinhang. Was ihn selbst wach hielt, wusste er nicht. Doch es war nicht entscheidend warum er wach war, sondern was er daraus machen würde. Und ein Training würde niemals schaden. Seine Wunden waren schon gut verheilt, dem WurzelClan würde es wohl kaum so gehen.
Pfote um Pfote stieg Fichtenstern die felsigen Klippen hinab und schließlich tat sich vor ihnen der Seichte Steinhang auf. Der Anführer suchte einen geeigneten Ort und positionierte sich gegenüber von Eisbrecher. Kurz ging sein Blick zur Seite. Dort vorne war Marmorherz ums Leben gekommen. Doch das würde heute nicht passieren. Er war stark und Eisbrecher ebenfalls, keiner von ihnen war mäusehirnig und unaufmerksam wie das temperamentvolle Junge von Bergviper..



@Eisbrecher
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Eisbrecher

EisbrecherEisherz
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#3
02.04.2026, 21:25
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Schwere Bedingungen, erschaffen gute Krieger



“Da sagst du was Eisbrecher“, miaute sein Anführer ruhig und kam näher. Eisbrecher verzog keine Miene und hielt still. Er fürchtete Fichte nicht. Er respektierte ihn. Und tief innen wusste er, dass er ganz sicher keinen Schlag oder Ärger bekam. Das Eisherz hatte nichts falsch gemacht. Und sollte sich der rotbraune Kater doch einmal dazu entscheiden, hätte dies sicher seinen Grund. Dann würde Eisbrecher dafür gerade stehen, die Schläge und die Maßregelungen hinnehmen wie es ein gestandener Krieger des GlutClans gefälligst zu tun hatte.
“Was hältst du von einem Training unter harten Bedingungen? Am seichten Steinhang?“ Die Frage kam unerwartet und direkt weiteten sich die Augen des Katers. Interesse funkelte in ihnen und er spürte wie sein herz vor Aufregung weiter schlug. Ein Training. Mit Fichtenstern. Schon wieder.
Er war wirklich ein glücklicher Kater, dass er in diesem Mond so viel Aufmerksamkeit von dem Anführer erfuhr. Damit sollte – ganz davon abgesehen dass er es eh nicht tun würde – nicht hausieren gehen. Schon gar nicht bei Loderblick.
Sein Mentor und er hatten wahrlich eine enge Bande aus Respekt und Anerkennung und diese wollte er nicht riskieren, weil der Anführer ihm ausnahmsweise mal mehr Aufmerksamkeit und Lob schenkte. Nein. Eisbrecher nahm sich fest vor in den kommenden Monden wieder mehr mit Loderblick zu trainieren. Sie waren halt ein Pott und ein Deckel.
Auf fragwürdige Art und Weise.


Oh, wo er an Loderblick dachte... Vielleicht sollten sie seine Süße noch einmal aufsuchen?
Sofort zerrte Eisbrecher an seinen Gedanken, Fichtenstern wartete noch auf seine Antwort – die er sicher im Angesicht gelesen, aber noch nicht gehört hatte.
Wie beiläufig ließ er den Blick über die Umgebung gleiten. Verschlammt, regnerisch, rutschig. Sein Ohr schnippte zur Seite und ein schiefes Grinsen huschte auf die Lefzen: “Das klingt nach einem vorzüglichen Plan. Übungen unter schweren Bedingungen. Vielleicht sollte dies... Ein Pflichttraining werden.“, sprach er ohne zu wissen so eventuell ein neues Ritual oder eine neue Idee zu pflanzen.
Er selbst hatte bereits interessante Vorstellungen von dem Training selbst und wie verweichlichte Katzen jammerten oder glorreich und gestärkt daraus hervor gingen. Es hätte den Vorteil, dass sie auch auf unwegsameren Terrain besser abschneiden würden.


Langsam drehte sich Eisbrecher herum und Fichtenstern begann von der Schlacht am Ahnenbaum zu sprechen. Zur Antwort zuckte die Schwanzspitze und die Muskeln am Rücken bewegten sich, verschoben sich in eine angespannte Haltung. Wenn er ehrlich war, wollte er nicht daran denken. Er war frustriert, verärgert und sauer gewesen. Denn er hatte nicht mitgedurft. Und dies wegen seiner Verletzungen – die eigentlich nur eine Kleinigkeit waren.
Jedoch wurde sein Mentor ausgewählt, der noch weniger eingesteckt hatte als er und sollte die Nachhut darstellen. Missmutig zuckten die Lippen.


Ungeachtet von Eisbrechers Mienenspiel sprach Fichtenstern weiter von seinem Kampf mit Braunellenstern und der massige steinfarbene Kater reckte die Ohren zurück um dem Anführer aufmerksam zu lauschen. Auf der einen Pfotenseite wollte er nicht so unhöflich sein und ihm den Rücken zuwenden, auf der anderen wollte er nicht, dass der Frust deutlich zu sehen war und für sonstige Reaktionen sorgten.
Nach dem Hoch seiner Gefühle, wollte Eisbrecher nicht in der Sicht des Anführers wieder fallen. So nickte er leicht wenn er es für Angebracht hielt.
“Es war schade, dass du nicht mitkonntest. Aber es wird weitere Schlachten geben, verlass dich drauf.“, miaute Fichtenstern als er mit dem Schweif schnippte. Eisbrecher fuhr seine Krallen aus und grub sie in den Boden. Das Angesicht verzog sich zu einem knurrigen Mienenspiel ohne Ton. Bevor er die heißen Wallungen herunter schluckte, ebenso wie seinen gekränkten Stolz: “Das hoffe ich sehr.“ Das Eisherz ging nicht davon aus, dass er sagen musste wie sehr es ihn frustriert hatte. Fichtenstern kannte so ziemlich jede Katze mit ihren groben Charakterzügen. Dies war auch wichtig als Anführer.
Und es war dessen Entscheidung gewesen...
Und dennoch.
Dennoch nagte es.


Eisbrecher folgte, als Fichtenstern passiert war. Er folgte ihm nicht in seinen Spuren, allerdings den Hang herab. Seine Schritte waren weniger bedacht, dennoch kalkuliert. Er stemmte die Pfoten fest in den Boden, bis er einen Ort sah, an dem er sich einfach den Boden herunter rutschen ließ zur nächsten tieferen Ebene und dann zu Fichtenstern hinauf sah. Jede Muskel im Körper des braun Getigerten Spannte und Entspannte sich in weiser an, die Eisbrecher klar machte: Hier bewegt sich ein kluger, guter Krieger.
Die nächsten Schritte setzte er wieder bedachter, da das Gebirge wieder tükischer war und da hörte er die Worte Fichtensterns: “Was hält dich wach, Eisbrecher?“ Ein heiseres lachen entglitt ihm. War er so durchschaubar?
Ein prüfender Blick wurde zum Anführer geworfen, bevor er wieder auf den Boden achtete und weiter dem Abstieg folgte. Es war erfüllt von schweigen und leisen Atemzügen zwischen den kurzen Pausen des Regenlautes.
“Mangelnde Gesetzestreue und junge Krieger die sich etwas darauf einbilden einen müden Krieger zu besiegen.“, maunzte er schließlich abwehrend. Er schnaufte leise.
Erst als sie unten ankamen, die letzte Partie war er wieder geschlittert über den sicheren Grund, stellte er sich auf, baute sich auf und blickte Fichtenstern fest an.


“Ich erzähle es dir im Kampf. Der Frust muss hinaus, Fichtenstern. Wenn ich nur erzähle, aber nicht handle, wird das Feuer den Boden fressen – das ist nicht gerade nach meinem Geschmack.“, miaute er fest und reckte seinen Kopf etwas höher. Für einen Herzschlag, wirkte es als würde er auf Fichtenstern hinab blicken. Doch in Wahrheit blickte er auf die letzten Tage hinab und kontrollierte die aufkeimende Wut, indem er die Muskeln anspannte und streckte.



@Fichtenstern
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Fichtenstern

FichtensternSchattenbote
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#4
03.04.2026, 08:54
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Gemeinsam waren die Kater hinabgestiegen, positionierten sich taktisch klug auf dem Seichten Steinhang. Eisbrecher berichtete dem Kater, dass er ihm im Kampf erzählen würde, was ihn des Nachts wachhielt und nach der ersten Andeutung war Fichtenstern durchaus sehr hellhörig geworden. Immerhin deutete er an, dass Katzen gegen die Gesetze verstoßen hatten und darauf war der Anführer mehr als gespannt. So nickte Fichtenstern kurz ruhig »Dann lass uns beginnen« nickte er ruhig und dann ging der Kampf auch schon los. Eisbrecher war zuerst bei ihm, so schnell, dass Fichtenstern kaum damit gerechnet hatte. Und doch konnte er noch rechtzeitig ausweichen. Doch der massige Kater gab dem Anführer keinerlei Chance auf eine angemessene Reaktion, denn er sprang erneut hinterher und seine Pranken schlugen nach Fichtenstern. Grade so konnte sich der Tigerkater ducken und dem Schlag entgehen, doch erneut schlug die Pranke nach ihm und dieses Mal erwischte Eisbrecher den Anführer mit einem Schlag auf den Nacken. Fichtenstern fauchte, sprang trotz des eingesteckten Treffers vor und deutete einen Biss in die Schulter des Katers an, sprang dann weiter auf eine Steinplatte hinter Eisbrecher. Für einen kurzen Moment konnte der Anführer durchatmen »Ich sehe das Feuer brennen« raunte Fichtenstern anerkennend, denn Eisbrecher hatte ihm keine Zeit zu atmen gelassen. Drei schnelle Angriffe hintereinander und dennoch nur ein Treffer. Immerhin war Fichtenstern trotz der leichten Verletzung noch gut dabei, konnte schnell reagieren. Und genau dieses Training verhalf ihm dazu, dass das in Zukunft auch so bleiben würde. Einen guten Kämpfer machte eben mehr aus, als nur Stärke. Es brauchte Schnelligkeit, Wendigkeit, Beweglichkeit, Ausdauer und auch eine gewisse Balance, um sich im Kampf durchzusetzen. Besonders hier bei dem Seichten Steinhang mussten sie aufpassen. Ein falscher Tritt auf eine lose Steinplatte und man konnte ins rutschen geraten und eine kleine Steinlawine auslösen.



@Eisbrecher
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Eisbrecher

EisbrecherEisherz
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#5
03.04.2026, 09:43
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Schwere Bedingungen, erschaffen gute Krieger



Eisbrecher sah nicht Fichtenstern. Er sah immer mehr seinen Neffen Aschesturm und den Vater Eichenfell vor sich. Die Erinnerungen an diesen Tag, diese Schmach und all die Erduldungen keimten wieder auf. Flackerten und entzündeten sein rotes Blut. Es setzte ihn unter Strom und die Energie zeigte sich bereits mit seinem ersten Schlag.
Diese Befeuerung der Gedanken und Vorstellungskraft half ihm deutlich schneller als sein Anführer zu agieren. Und da die ersten zwei Schläge nicht trafen wurde er um so furioser. Er sah nicht Fichtenstern. Er sah seinen Neffen der ihn vor einem Luchs, fremden Katzen und dem eigenen Clan erniedrigt hatte.
Ein lautes Fauchen, zornig funkelnde Augen und dann entglitt eine Ladung der Funken: “Aschesturm!“ Ganz in seinem Bild gefangen, traf er mit einem Nackenschlag, vernachlässigte dadurch jedoch seine Verteidigung und Fichtenstern schlug zurück.


Eisbrecher wirbelte herum, der Kater war längst zurück gesprungen auf eine Steinplatte hinter ihm. “Ich sehe das Feuer brennt.“ Es war die Stimme seines Anführers die aus dem Bild von Aschesturm sprach und die Katzen verschwammen. “Es verschlingt...“, antwortete er schließlich als er die halbe Besinnung widergefunden zu haben schien.
Lange sah er ihn an. Dem Krieger war bewusst, dass sein Anführer den Höhenvorteil hatte und nutzte. Doch dies würde ihn nicht abhalten.
“Am liebsten würde es meinen Neffen verschlingen.“, fuhr er schließlich fort, während der Regen unablässig auf sie nieder kam. Seine Pfote machte einen Schritt vor, dann schob sie sich anders für den richtigen Halt. Während der Blick fest auf Fichtenstern lag, sondierte er zeitgleich die nähere Umgebung des Katers. Abschätzend welcher Weg der beste war. Hier würden überstürzte Handlungen mit dem Leben bezahlt werden. Und dieses war ihm lieb.


“Vor zwölf Tagen war ich mit Aschesturm, Eichenfell und Bernsteinpfote auf einer Patrouille als wir Spuren fanden. Spuren fremder Katzen die keinem Clan angehörten. Und wir folgten ihnen. Ich ging abseits um die Gruppe im Auge zu behalten und als Überraschung für die Fremden.“
Eisbrecher schnaubte. Trat noch einige Schritte vor, dann drückte er seine Pfote fester in den Matsch verwischte die Spur, machte sie größer und trat wieder zurück. “Es war ein Luchs dabei.“ Ein kühler Kommentar, der Blick auf die Pfote gerichtet, bevor er plötzlich los preschte. Den Hang hinauf.
“Dieser Luchs hatte uns längst im Visier und passte mich ab. Ich zog ihn auf die Lichtung, wollte den anderen Mitteilen dass wir bereits aufgeflogen waren. Auf die Lichtung wo vier weitere Katzen waren. Vielleicht auch fünf!“ Eisbrecher warf sich in die Richtung von Fichtenstern, bremste kurz bevor sie kollidierten. Es reichte aber den Anführer von der Erhöhung taumeln zu lassen – da sie sonst kollidiert wären. Nun huschte ein düsteres Grinsen auf den Fang Eisbrechers. “Doch diese Idioten haben es nicht bemerkt! Oder ignoriert! Ich stand dem Luchs alleine gegenüber, die anderen Katzen im Rücken!“ Wütend warf er sich direkt hinterher. Kalkulierte seinen Sprung so, dass es aussehen würde als täten seine Krallen über den Rücken schlagen. Die Wucht des Aufschlages seines Körpers im Boden ließ den Schlamm aufspritzen und zwang Fichtenstern so, nicht nur diesen Treffer einzustecken sondern auch wegzuschauen und den nächsten mitzunehmen. “Sie SETZTEN sich hin! Und ALS DER LUCHS MICH ANGING, explodierte es in mir. Und mein Neffe...“ Immer mehr baute sich die Wut in ihm auf. Das Fell sträubte sich, stemmte sich gegen den Regen während die Stimme lauter und bebender wurde.
Sein Kopf schnellte vor, erneut zum Hals und ging klackend eine Haarsträhne entfernt zu. “Mein Neffe kam und stellte mich vor dem Luchs bloß! Statt zu Kämpfen forderte er ein, dass ich die Krallen still halte. STATT SIE IN DIE FLUCHT ZU JAGEN ODER DES PLATZES ZU VERWEISEN LIESSEN SIE SIE SITZEN!“

Nun brüllte der Kater seinen Frust heraus. Es kostete ihn so viel Energie, dass er erst einmal nach Luft schnappte und etwas haltlos da stand. Diesen Moment nutzte Fichtenstern. Er wirbelte wieder herum und sprang auf ihn zu, Eisbrecher wollte ausweichen, rutschte auf dem schlammigen Terrain und fiel zur Seite um. Fichtenstern über sich gebeugt.


“Erst Wolfsnacht... Und nun Aschesturm..“, keuchte der massige Kater, etwas überrascht von seinem Faux-Pas aber noch entrüsteter von seinen Neffen. “Ich frage mich langsam, was für eine Brut mein Bruder da auf die Welt gesetzt hatte. Oder wie seine Erziehung verlief. Stammen wir beide doch von den ehrbaren und großen Kriegern Eulenschrei und Sichelmond ab.“, beteuerte er. Dieser Punkt ging an Fichtenstern und in der Ferne grollte der Donner. Dann kam ein Blitz, erhellte es aus der Weite und ließ die beiden Katzen wie schwarze Schatten wirken. Der schmalere der Beiden erhob die Pfote und noch ehe Eisbrecher ausweichen konnte, schlug sein Anführer in der Andeutung gegen sein Gesicht. Dieser Schlag hätte das eine Auge geblendet, der nächste mit der anderen Pfote das andere. Es ging viel zu schnell.
So schnell, dass Eisbrecher das Herz stehen blieb.
Mit geweiteten Augen starrte er ihn an.





@Fichtenstern
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Fichtenstern

FichtensternSchattenbote
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#6
05.04.2026, 11:31
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Der Kampf ging wieder mal sehr hektisch und schnell zu, genau wie es geplant war. Dabei lauschte der Anführer den Worten des Katers und was er zu hören bekam, brachte auch ihn in Rage, was sich sehr gut an den nachfolgenden Attacken wiederspiegelte. In einem echtem Kampf, hätte Fichtenstern ab nun mit einem blinden Gegner die Ehre. Er erwiderte den Blick von Eisbrecher mit einem bösen Grinsen, dann schnellte der Kopf vor, um einen Biss in den Hals anzudeuten, doch der große Kater hatte sich wieder gefangen und konnte sich zur Seite rollen. »Ich habe von dem Vorfall gehört« miaute der Tigerkater in ruhiger Stimme und wandte sich grade rechtzeitig um zu Eisbrecher, der versuchte nach ihm zu schlagen. Knapp konnte er dem Schlag entgehen »Allerdings wurde mir die Sache ein wenig..anders zugetragen« knurrte er und knirschte mit den Zähnen. Er wollte nicht sagen, dass Eichenfell gelogen hätte. Der Krieger war vernünftig, ehrenwert..Und Fichtenstern musste leider zugeben, dass die beschriebene Situation aussichtslos erschien. Jedenfalls aussichtslos für einen Kampf. »Ihr hattet keine Chance gegen fünf Katzen und einen Luchs, Eisbrecher« miaute er und entging einem weiteren Angriff des Katers, der wieder Schlag um Schlag folgen ließ, ohne groß Zeit verstreichen zu lassen. »Ihr wart mit der Streunerschülerin unterwegs. Dazu nur zu viert« nickte er ruhig und sprach dabei gegen sein Innerstes. Denn eigentlich war es eine Frechheit. Eine Gruppe zog durch ihr Revier und zum ersten Mal sahen sie sich gezwungen die Krallen ruhen zu lassen? Eigentlich hätte er ihnen am liebsten gesagt, dass sie die Fremden anzugreifen zu hätten. Doch, da war noch Vernunft in dem Gehirn des Anführers vorhanden. Noch nicht überschattet von dem Zorn und der Macht des dunklen Waldes.
Erneut sprang Eisbrecher vor, seine Zähne schlugen mit einem lauten Klacken aufeinander und beinahe hatte er das Halsfell von Fichtenstern erwischt. Die blassgrünen Augen funkelen den Kater an »Doch in der einen Sache gebe ich dir Recht..Sich mit den Fremden hinzusetzen, einen Plausch zu halten..« knurrte er und sein Fell stellte sich vor Zorn auf »Sind wir jetzt die diplomatischen Windhirne?!« fauchte Fichtenstern und seine Krallen kratzten über den Fels zu seinen Pfoten. »Glauben wir daran, dass diese Gruppe das Recht hat, bei uns zu sein, weil alles im Leben seinen Platz hat..wie es der WurzelClan tut?!« knurrte er und wusste, dass Eisbrecher seine Gedanken mehr als teilte. »Mir scheint, ich sollte eine Unterhaltung mit Eichenfell und Aschensturm führen. Dein Neffe ist mir sowieso nicht mehr geheuer..Du weißt was Wolfsnacht tat..und selten gibt es nur ein schwarzes Schaf in einem Wurf« knurrte Fichtenstern und war bereit den rasanten Trainingskampf fortzuführen. Nun teilten beide Katzen eine ähnliche Gemütslage. Und mit der war nicht zu spaßen.



@Eisbrecher
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Eisbrecher

EisbrecherEisherz
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#7
11.04.2026, 08:52
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Schwere Bedingungen, erschaffen gute Krieger



Es war definitiv nicht seine Art, doch er hörte Fichtenstern ziemlich geduldig zu. Er wusste ja auch, dass sie keine Chance gehabt hatten, nicht mit einem Schüler. Und dennoch, sie hätten sie vehement darauf hinweisen können, jemanden zurück schicken. Aber der Plausch..
So sah es auch Fichtenstern. Zwischen den Zügen sprach er weiter. Manchmal wirkte es, als wäre der starke Fichtenstern nicht aus der Puste zu kriegen. Dies war auf der einen Seite erschreckend, auf der anderen beeindruckend. Eisbrecher kam nicht umhin immer tieferen Respekt für den Anführer zu verspüren.

“Mir scheint, ich sollte eine Unterhaltung mit Eichenfell und Aschensturm führen. Dein Neffe ist mir sowieso nicht mehr geheuer.. Du weißt was Wolfsnacht tat.. und selten gibt es nur ein schwarzes Schaf in einem Wurf“, knurrte der Kater.
Eisbrechers Mimikspiel tanzte zwischen einem verhaltenem Knurren und einem Lachen. “Fuschscheiße! Ich habe keine Ahnung was Schattenkampf da angerichtet hat! Wir haben beide dieselbe Erziehung genossen... Und dann bringt er so etwas zur Welt!“ Eisbrecher sprang zurück, setzte nach rechts an, zog dann rasant links und gerade als Fichtenstern ansetzte zu reagieren, sprang er doch wieder rechts und rammte ihn um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der rotbraune rutschte über dem Schlamm, Eisbrecher setzte knurrend hinterher: “Nur ein Wort von dir, Fichtenstern und ich prügel ihm Verstand wieder ein. So oft es von Nöten ist!“ Fichtenstern war genauso schnell wie Eisbrecher, so dass sie sich verpassten und im Schlamm rutschten, dann fand Fichtenstern schneller den Halt und schubste Eisbrecher zu Boden der noch im Rutschen war. Der massige Kater hatte keine Chance, der Untergrund war so aufgewühlt, dass er immer wieder sich verdrehte während Fichtenstern in einer Sicherheit die Angriffe ausführte...
Zweimal traf er den Steingrauen getigerten Kater.
“Wir sind keine Wurzelhirne. Keine Windläufer oder Sternenträumer. Wir sind auch keiner dieser vermaledeiten Nebelwurzler die unser Territorium durchstriffen. Wir sind stolze Katzen des GlutClans! Wir wetzen unsere Krallen am Fleisch der anderen!“, knurrte er als Antwort. Angeheizt von der Stimmung. “Und diesen vorlauten Jungkatzen an Kriegern sollten auch einmal ein paar Hierarchiestrukturen eingeprügelt werden. Vielleicht sollten wir mal wieder einen großen Kampf anlegen, Fichtenstern. Zur Übung, als Wettkampf – um zu sehen wer was taugt und wer nicht.“



@Fichtenstern
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Eisbrecher, Fichtenstern GlutClan Lager / Seichter Steinhang


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