Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 Starving Fog
151. Mond, 2. Tag, Sonnenaufgang

Krähenruf

Krähenruf
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Vor 6 Stunden
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Alt ist, wer es zugibt


Der Fluss lag da wie ein silbriges Band im Morgengrauen, halb verschluckt vom Nebel, halb wachgerüttelt vom leisen Murmeln der Strömung. Die Trittsteine ragten wie vergessene Zähne aus dem Wasser, und irgendwo dahinter begann bereits das Territorium des WurzelClans. Krähenruf hatte kein einziges Mal gefragt, ob sie mitkommen durfte. Sie war einfach mitgegangen. Heute hatte sie einen sonderlich guten Tag. Sie fühlte sich fit und wie zu ihrer Zeit als junge Kriegerin.

Ihr glaubt doch wohl nicht, dass ich hier im Bau hocke, während Flussgeist euch losschickt wie eine Schar halber Schüler?“ hatte sie geknurrt, noch bevor irgendjemand widersprechen konnte. Ihre trübgelben Augen hatten dabei besonders lange auf Dämmerlicht geruht. Sie war jung, wach, schnell. Zu schnell vielleicht. Ohne Einladung, ohne Zustimmung, hatte sie sich zwischen Wolkenlied und Amselsang gedrängt, als gehöre sie dorthin. Was sie, in ihrem Kopf, tat. Immerhin war sie auch eine Kriegerin... zumindest in ihrem Kopf.
Jetzt bewegte sie sich am Rand des Ufers entlang, das feuchte Gras unter ihren Pfoten, den Blick starr auf das Wasser gerichtet.

Eismond, steh nicht so steif herum, du wirfst Schatten bis ins nächste Territorium,“ zischte sie plötzlich, ohne den weißen Kater direkt anzusehen. „Und du da“ ihr Schweif zuckte in Richtung Wolkenlied tritt leiser. Die Fische hören dich denken.

Ob sie recht hatte oder nicht… das hatte für die alte Katze keinen Belang.

Ein kaum hörbares Plopp durchschnitt die Luft. Krähenrufs Kopf schnellte herum. Ihre Haltung veränderte sich augenblicklich, aus der knochigen Ältesten wurde für einen flüchtigen Moment wieder die Kriegerin von einst.

Ein Frosch.

Sie duckte sich tief, ihr Körper spannte sich wie ein alter, aber ungebrochener Bogen. Ein Zittern ging durch ihre Hinterläufe . Alter, Kälte… oder Ungeduld. Dann sprang sie. Wasser spritzte, Schlamm flog, doch ihre Zähne schlossen sich präzise um die glitschige Beute. Als sie wieder auftauchte, hing der Frosch schlaff zwischen ihren Kiefern. Ein kehliges, zufriedenes Geräusch entkam ihr. „So macht man das.“ murmelte sie, mehr für sich oder vielleicht für jemanden, der gar nicht da war. Einige Herzschläge vergingen. Ihr Blick wanderte in die Ferne. „Blitzherz hätte euch dafür den Pelz geschoren…“ Sie legte den Frosch ab, scharrte hastig darüber, dann hob sie wieder den Kopf. Da.

Noch ein Frosch.

Dieses Mal wartete sie länger. Ihre Augen verengten sich, ihr Atem wurde flach. Für einen Moment schien selbst der Nebel innezuhalten, so nahm sie es war. Ein zweiter Sprung, weniger elegant, viel schwerer. Doch erfolgreich. Als sie den zweiten Frosch ablegte, hob sie das Kinn, ihre trüben Augen blitzten auf. „Zwei.“ sagte sie knapp und warf einen schiefen Blick zu Amselsang, als würde sie sie herausfordern, es besser zu machen. „Ich hoffe, ihr anderen bringt mehr zurück als nasse Pfoten.

Aber dann,
bewegte sich etwas unter der Wasseroberfläche.
Groß. Ruhig. Verlockend.

Krähenrufs Körper erstarrte. Ihre Aufmerksamkeit erhöhte sich. Der Rest der Patrouille, Dämmerlicht, Wolkenlied, Amselsang und Eismond, verblasste für einen Moment zu bloßen Schatten am Rand ihres Blickfelds. Nur der Fisch zählte. Langsam verlagerte sie ihr Gewicht. Ihre Pfoten suchten Halt im Schlamm, ihr Schweif wurde starr. Ein Sprung. Allerdings zu spät. Das Wasser brach auf wie Glas. Der Fisch schoss davon, ein silberner Blitz, der nur noch Wellen zurückließ. Krähenrufs Pfoten trafen Leere, sie rutschte, fing sich gerade noch, bevor sie tiefer ins Wasser glitt. Ein Knurren, rau und scharf, schnitt durch die Stille. Für einen Herzschlag blieb sie reglos stehen. Wasser tropfte von ihrem Fell, ihre Flanken hoben und senkten sich. Dann richtete sie sich auf.

Absicht.“ knurrte sie und warf einen Blick über die Patrouille, als hätte jemand gewagt, sie zu hinterfragen. „Zu alt. Bestimmt zäh wie Krähenfleisch. Hätte niemanden satt gemacht.“ Ihr Blick blieb einen Moment zu lange auf Dämmerlicht hängen. Dann wanderte er weiter, irgendwie... suchend? „Weiter.“ fügte sie schließlich schroff hinzu. „Der Clan erwartet Beute, keine Ausreden.“ Ohne auf eine Reaktion zu warten, wandte sich Krähenruf wieder dem Ufer zu und setzte ihren Weg fort. Den Kopf erhoben, den Schritt fest. Als wäre sie nie gestrauchelt.
Als jeder genügend Jagdversuche unternommen hatte, packte sie ihre Beute und trat den Rückweg zum Lager an mit ihren Clangefährten.




@Amselsang @Dämmerlicht @Eismond @Wolkenlied
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Wolkenlied

Wolkenlied
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#2
Vor 5 Stunden
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Patience earns the catch



Nebel waberte über den Fluss und um die Trittsteine herum, die aus dem Wasser ragten, als die Sonne gerade dabei war, aufzugehen. Der Himmel war wolkenbedeckt, warf immer wieder Schatten auf das Land der 4 Clans.

„Ihr glaubt doch wohl nicht, dass ich hier im Bau hocke, während Flussgeist euch losschickt wie eine Schar halber Schüler?“, knurrte Krähenruf, die sich der Patrouille einfach angeschlossen hatte. Wolkenlied hatte gehofft, neben Eismond hergehen zu können, der sich wohl eher am Ende der Patrouille hielt. Doch bevor sie daran überhaupt denken konnte, drängte sich Krähenruf schon zwischen Amselsang und sie. Wolkenlied wäre fast in die Älteste gestolpert doch tat sie das mit einem leichten aber sanften Lächeln ab. Wieso auch nicht? Die Älteste wollte helfen, damit der Clan nicht noch stärker an seinem Hunger zu nagen hätte.

Auf leisen, weißen Pfoten folgte Wolkenlied der Patrouille und warf gelegentlich Blicke zu Eismond zurück, um sicherzugehen, dass der schneeweiße Kater noch immer da war.

Eismond, steh nicht so steif herum, du wirfst Schatten bis ins nächste Territorium,“, zischte Krähenruf den weißen Kater plötzlich an ohne ihn anzusehen. Wolkenlieds aquamarinblaue Augen wanderten zu der schwarzen Ältesten. „Und du da“, fuhr sie fort während ihr Schweif in Wolkenlieds Richtung zuckte, „tritt leiser. Die Fische hören dich denken.“ Die helle Kriegerin blinzelte einmal. Dabei hatte sie sich Mühe gegeben, leise zu gehen. "Danke... für den Tipp, Krähenruf.", antwortete Wolkenlied noch etwas perplex. Wo war das denn plötzlich hergekommen? Und wieso hatte sie nur Eismond und sie kritisiert aber Dämmerlicht verschont?

Wolkenlied bekam Krähenrufs Fangversuch des Froschs mit. „So macht man das.“, murmelte die ältere Kätzin. "Glückwunsch zum Fang, Krähenruf!", schnurrte Wolkenlied lächelnd. "Die Technik war großartig!", fügte sie schnurrend hinzu. „Blitzherz hätte euch dafür den Pelz geschoren…“ Die Älteste legte den Frosch ab, scharrte Erde darüber und hob den Kopf. Im Pfotenumdrehend fing sie den zweiten Frosch. „Zwei.“, sagte sie knapp bevor sie Amselsang einen schiefen Blick zuwarf. Kurz blickte Wolkenlied zwischen den beiden Kätzinnen hin und her. „Ich hoffe, ihr anderen bringt mehr zurück als nasse Pfoten.“

Dann blickte Krähenruf aufs Wasser, sprang ab... Und erwischte leider nichts. Leicht verzog Wolkenlied ihr Gesicht. Schade. Dabei hatte Krähenruf so gut angefangen. Die Älteste fing sich gerade noch bevor sie tiefer ins Wasser glitt. Ein raues, scharfes Knurren entkam ihr bevor sie sich aufrichtete. „Absicht.“, knurrte die ältere Kätzin bevor sie der Patrouille einen Blick aus ihren trüben, bernsteinfarbenen Augen zuwarf. „Zu alt. Bestimmt zäh wie Krähenfleisch. Hätte niemanden satt gemacht.“ Ihr Blick blieb an Dämmerlicht hängen. Wolkenlied beschloss, das nicht zu kommentieren. „Weiter.“, fügte Krähenlied schroff hinzu. „Der Clan erwartet Beute, keine Ausreden.“ Sie wandte sich wieder dem Ufer zu, setzte ihren Weg erhoben Hauptes und festen Schrittes fort.

Wolkenlied blickte der Ältesten noch einen Herzschlag hinterher bevor ihr Blick zu Eismond wanderte. Sie warf ihm ein aufmunterndes Lächeln zu. "Viel Erfolg. Bestimmt belohnen die Ahnen dich mit viel Beute.", miaute sie sanft bevor ihr Blick weiter zu Amselsang und Dämmerlicht wanderte. "Viel Glück!", miaute sie auch den beiden Kätzinnen zu bevor sie sich zum Gehen wandte.

Ihr Herz schlug noch immer wie wild, weil sie das Glück hatte, mit Eismond in eine Patrouille eingeteilt worden zu sein. Sie spürte das angenehme, warme Gefühl in ihrer Brust als sie beschloss, ihr Glück am Fluss zu versuchen. Wolkenlied kauerte sich am Flussufer nieder und blickte geduldig in das Wasser. Sie achtete zwar darauf, keinen Schatten zu werfen doch schien ihr Timing zu langsam gewesen zu sein als sie den Schatten eines Gründlings unter der Oberfläche vorbeihuschen sah. Ihre Pfote schoss vor, schlug allerdings nur eine kleine Flut an Wasserspritzern heraus. Wolkenlied senkte ihre Pfote langsam wieder und schüttelte ihren leicht ovalen Kopf. Konzentrier dich!
Als wollten ihre Ahnen ihr noch eine Chance geben, schwamm keine zwei Herzschläge später ein weiterer Schatten unter der Oberfläche entlang. Und, wenn Wolkenlied sich mit der Größe und der Form nicht täuschte, dürfte es ein Stichling sein. Sie wartete erneut, ihre Pfote schoss vor doch dieses Mal war sie wohl zu früh dran. Der Stichling änderte die Richtung schwamm eilig davon. Ein frustriertes Seufzen entkam Wolkenlied, wusste sie doch, wie dringend der Clan jedes Beutestück gebrauchen konnte.

Sie erhob sich und wandte sich vom Fluss ab, um ihr Glück mit anderer Beute zu versuchen. Wolkenlied hob ihre rosafarbene Nase leicht an und schnupperte, die aquamarinblauen Augen geschlossen, um sich besser konzentrieren zu können. Sie nahm verschiedene Gerüche war, versuchte sie auszublenden und sich auf die frischesten zu konzentrieren. Dann nahm sie den Geruch einer Gelbhalsmaus wahr. Wolkenlied öffnete ihre Augen wieder, stellte ihre großen Ohren aufmerksam auf und öffnete ihre Lefzen, um die Luft zusätzlich zu schmecken. So folgte sie dem Geruch und dem leisen Geräusch von kleinen Krallen, die über den Boden kratzten. Wolkenlied ließ sich ins Jagdkauern sinken und erblickte die Maus. Behutsam schlich sie noch eine kleine Schwanzlänge näher. Jetzt keinen Fehler mehr, Wolkenlied. Sie spannte ihre Hinterläufe an, drückte sich ab und schloss ihre Kiefer um den Nacken der Gelbhalsmaus. Kräftig drückte sie ihre Kiefer zusammen und erlegte zumindest die Maus. Besser als nichts.

Mit lediglich ihrer Maus kehrte Wolkenlied zu ihrem Treffpunkt zurück. Sie versuchte sich nicht anmerken zu lassen, dass es durchaus an ihr nagte, dass sie lediglich eine Maus hatte erlegen können. Gemeinsam mit den anderen trat sie den Rückweg ins Lager an.



@Krähenruf @Eismond @Dämmerlicht @Amselsang
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Dämmerlicht

Dämmerlicht
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#3
Vor 2 Stunden
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What a beautiful morning!


Der Nebel lag wie ein Schleier über dem Flusslauf. Nach wenigen Schritten am Ufer entlang fühlte sich Dämmerlichts Pelz bereits feucht an. Die junge Kriegerin tappte gut gelaunt hinter ihrer Gruppe her und strich sanft um Krähenruf herum. Es freute sie ungemein, dass ihre liebe Großmutter sie heute begleitete, auch wenn sie streng genommen im Lager bleiben und ihre wohlverdiente Ruhe genießen durfte. Doch ihre Schritte waren heute kraftvoll und sicher und ihre Enkelin freute sich sehr, dass es der Ältesten heute so gut ging.

Sie hatten den Fluss kaum erreicht, da polterte die schwarze Kätzin auch schon los, begann jeden um sich herum zu kritisieren und zu korrigieren. Dämmerlichts Schnurrhaare zuckten amüsiert, gleichzeitig warf sie den angesprochenen Kriegern einen entschuldigenden Blick zu. Beinahe tänzelnd sprang sie zu Wolkenlied und strich einmal aufmunternd um ihre Freundin herum.

“Nicht ernst nehmen, weißt du doch!“, schnurrte sie ihr leise ins Ohr, bevor ihre Ohren aufmerksam vor schnellten, als sich Krähenruf für den ersten Jagdversuch bereit machte. Die angespannten Hinterläufe zitterten leicht, doch ihr Sprung wirkte kontrolliert. Dämmerlicht sprang näher ans Ufer, als der Kopf der Ältesten unter Wasser schnellte, doch Krähenruf schien alles wunderbar im Griff zu haben.

“So macht man das!“, murmelte die Älteste durch den Frosch in ihrem Kiefer und Dämmerlicht balancierte belustigt auf einem der großen Ufersteine herum.

“So?“, fragte sie mit Unschuldsmiene, bevor sie mit dem Kopf voran ins Wasser sprang. Die kalte Flut umschloss sie augenblicklich, doch ihre Kiefer fanden blind das Ziel, welches sie bereits von der Oberfläche aus auserkoren hatte. Mit einem zufriedenen Funkeln in den grünen Augen tauchte sie Sekunden später wieder auf mit ihrem eigenen Frosch zwischen den Fängen. Sie schwamm die wenigen Meter zurück und trat ans Ufer, wo sie sich ausgelassen den nassen Pelz schüttelte, bevor sie den Frosch sicher verstaute. Krähenruf schien bereits die nächste Beute ausgemacht zu haben und Dämmerlicht sprang gut gelaunt in die Gegenrichtung davon.

“Ich versuche es mal da drüben, bis später und viel Erfolg!“, rief sie über die Schulter zurück, bevor sie halb trabend und halb hüpfend am Ufer entlanglief. Sie ließ den Rest der Patrouille einen Moment hinter sich und trat nun ruhiger, kontrollierter am Flussufer entlang. Da! Eine hüpfende Bewegung zog sie in ihren Bann. Dämmerlicht duckte sich auf den feuchten Stein hinab und starrte in den Nebel. Es dauerte nicht lange, da hatte sie den Frosch ausgemacht. Mit erwartungsvoll prickelnden Schnurrhaaren schlich sie näher, bevor sie die Hinterbeine unter den Körper zog und dann kraftvoll lossprang. Sie schnitt dem Frosch den Fluchtweg ab und packte ihn im Sprung, bevor sie ihm den Garaus machte. Zufrieden brachte sie auch die zweite Beute in Sicherheit. Doch noch war sie nicht fertig. Ihre Augen suchten die Wasseroberfläche ab, bis sie einen Schatten ausmachte. Lautlos schob sie sich näher ans Ufer, der Aal war bereits im Begriff, sich weiter in Flussmitte zu entfernen. Dämmerlicht ließ keine Zeit verstreichen und warf sich mit dem zweiten Kopfsprung des heutigen Tages in die Fluten. Doch dieses Mal erwischte sie nur ein maulvoll Wasser.

Zwei Frösche. Kein schlechter Fang!, dachte sie genügsam und drehte noch eine kleine Runde im Wasser, genoss die Schwerelosigkeit, die ihren Körper zu tragen schien. Dann schwamm sie zurück zum Ufer und sammelte ihre Beute ein. Leichtfüßig machte sie sich auf den Rückweg, die beiden Frösche pendelten locker am Hinterbein gepackt vor ihrer Brust herum. Bei den anderen angekommen gratulierte sie allen zu ihren Fängen, bevor sie sich gemeinsam wieder auf den Weg zurück begaben.



@Krähenruf @Wolkenlied @Eismond @Amselsang
Alias — Haku
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Krähenruf, Wolkenlied, Dämmerlicht, Eismond, Amselsang Lager -> Flusslauf -> Lager


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