I am the memory



Silberlicht kam plötzlich auf die Lichtung und ihr folgte ihr Vater Steinherz. Ihre Bemühungen den GlutClan auf Abstand zu halten, hätten sie sich sparen können. Der Kampf war vorbei, sie hatten gesiegt und er hatte kein Interesse mehr daran, noch weiter für Unruhe zu sorgen. Sie sollten sich verziehen wie die räudigen Hunde, die sie waren und damit war dieser Abend ein weiterer Erfolg für seinen GlutClan. Fichtenstern blickte zu Schneestern, welche noch immer nicht in ihrem Körper war. Ihre Seele würde jetzt eigentlich den Ahnen gegenübertreten. Was wohl geschah, wo die Ahnen sich verzogen hatten?
Bedeutungsvoll trat Fichtenstern auf Schneestern und somit auf Steinherz zu. Es interessierte ihn nicht, dass der Kater ihn davor gewarnt hatte. »Seht ihr das?« rief er mit kalter Stimme über die Lichtung und seine Worte galten den Kriegern des WurzelClans, die sich bereits zurückgezogen hatten und doch noch dort waren, am Rande, bereit, um mit Braunellenstern zum Lager zu gehen und ihren Clankameraden von der Niederlage zu berichten. »So sieht Stille aus, wenn die Ahnen versagen« rief er und sein kalter Blick ging zu Schneestern. Die Stille der Ahnen hatten sie alle mitbekommen, keine Zeichen am Halbmondtreffen, keine weiteren Träume. Es war still im Wald geworden und das lag nicht an dem Einkehr der Blattleere, das wusste selbst ein dummes Junges. Sie alle spürten dass etwas dunkles durch die Bäume zog und doch konnten die meisten es nicht benennen und gar nicht ahnen was da auf sie zukam. »Wir haben Schneestern nicht nur ihr Leben genommen - wir haben ihr ihre Bedeutung genommen« knurrte Fichtenstern und erkannte, dass die Anführerin wieder zu sich kam. Zur rechten Zeit. Sollte sie ruhig hören, was sie verloren hatte. Denn die Ahnen, die, die ihr alles bedeuteten, waren fort. Und das wusste sie, auch wenn sie es nicht zugeben wollte. Sie hatte heute dafür gekämpft und wie hatten die Ahnen es ihr gedankt? Mit zwei verlorenen Leben.
Fichtenstern trat zum Ahnenbaum. Kalt stand er da, wirkte nicht mehr beständig, sondern verlassen. Das Blut, das Harz und die zerstören Einkerbungen in der Rinde. Der Tigerkater betrachtete all dies, ehe er sich ein letztes Mal zu dem WurzelClan und den wichtigen Katzen des NebelClans umdrehte. »Heute ist nicht nur Blut geflossen. Heute ist Erinnerung gestorben« raunte er kalt und mit perfidem Stolz in der Stimme. Dann blickte er zu Braunellenstern. Die ihre Niederlage noch nicht ganz fassen konnte. »Wenn ihr zu dem Baum kommt, um euch an eure gefallenen Krieger zu erinnern, werdet ihr an mich denken. Ihr werdet mich sehen. Ich bin die Erinnerung dafür, dass euer Clan fallen wird« knurrte er siegessicher, dann drehte er sich um und verließ die Lichtung am Ahnenbaum, wissend, dass ihm seine Krieger folgen werden.



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