Der Kopfschmerz ist stärker als das Feuer...


Eichhornpfotes Zähne gruben sich in die Pfote des Katers und befriedigt schmeckte sie sein Blut auf der Zunge. Plötzlich ging ein Ruck durch ihren Kiefer, als der Kater die Pfote hochriss. Eichhornpfote wurde hochgeschleudert und ließ los, landete befriedigt auf allen Vieren. Doch der Gegenschlag kam schnell, ein pochender Schmerz explodierte in ihrem Kopf, als die andere Pranke des Kriegers ungebremst auf ihrem Schädel landete. Fauchend sprang sie vor, doch die Sterne, die um ihr Sichtfeld herum flatterten, nahmen ihr die Sicht. Der Kater wich ihr beinahe spielend aus und erneut schlug er zu, dieses Mal traf er ihren Bauch.

“Uff!“, keuchte sie, als die Wucht des Angriffes ihr die Luft aus der Lunge presste und sie gegen den nahen Felsen schleuderte. Sie schlug hart auf, taumelnd rappelte sie sich auf und sog einmal schmerzhaft Luft in ihre protestierende Lunge. Keuchend starrte sie den Kater an, Hass blitzte in den rostroten Augen. Wenn er nicht aufhörte sie als Kleinkind zu beleidigen würde er es bereuen!

Er schien abgelenkt, oder sie war ihm bisher nicht gefährlich genug, um ihr auch nur ein minimales Maß an Beachtung zu schenken. Sein Blick schweifte ab zu Granitstille, als hätte er alle Ruhe der Welt. Zorn pulsierte heiß in ihren Adern über diese unglaubliche Ignoranz, pochte schmerzhaft durch ihren Schädel, doch darauf nahm die Schülerin keine Rücksicht. Erneut warf sie sich vor, kopflos vor Wut, nur um wieder seine Pranke auf sich nieder donnern zu sehen. Keuchend kniff sie die Augen zusammen, als seine schwere Pfote ihr erneut auf den schmerzenden Schädel schlug und die Sterne zum tanzen brachte. Wieder begann sie panisch um sich zu schlagen, die Wut brannte so heiß durch sie hindurch, dass sie beinahe fürchtete zu verbrennen. Da, endlich bekam sie erneut seine Pfote zwischen die Kiefer und biss mit aller Kraft zu. Wieder flog sie durch die Luft, doch dieses Mal war es das Wert gewesen. Taumelnd landete sie auf allen Vieren und dieses Mal schien sie die volle Aufmerksamkeit des Kriegers zu haben. Drohend baute er sich vor ihr auf und dieses Mal würde er sich vermutlich nicht damit zufrieden geben, ihr mit eingezogenen Krallen auf den Kopf zu schlagen. Eichhornpfotes Schädel pochte inzwischen so sehr, als müsste er zerspringen und die Welt schien ein kleines bisschen vor ihren Augen zu schwanken. Sie hatte genug, Granitstille konnte gerne übernehmen, wenn er wollte! Befriedigt sah sie noch einmal auf seine blutende Pfote hinab und schlug arrogant mit dem Schweif, bevor sie herumfuhr und zusah, dass sie genug Abstand zwischen sich und den BrisenClan Krieger brachte.

Keuchend und schwankend hielt sie in sicherer Entfernung an und drehte sich um, wo Granitstille den Kater nur noch fauchend vertrieb. Schweigend kehrte der Krieger zu ihr zurück und Eichhornpfote folgte ihm langsamer. Die Sterne waren verschwunden, doch ihr Kopf pochte im Rhythmus ihrer Schritte.

“Eichhornpfote.“, sprach Granitstille sie an und die Schülerin hob müde den Kopf. “Wir kehren nach Hause. Dort begibst du dich zu Brandnarbe.“ Die rote nickte nur stumm, auch wenn ihr der Gedanke gar nicht gefiel, sich mit dem mürrischen Heiler abgeben zu müssen. Doch sie war zu erschöpft, um weiter darüber nachzudenken, sie wollte nur noch in ihr Nest und hundert Monde lang schlafen...



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