Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
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 Mocking birds on the hunt
151. Mond - 13. Tag des Blattfalls, Sonnenaufgang

Eisbrecher

EisbrecherEisherz
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14.03.2026, 10:32
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Feeling exhausted



Zu wenig Schlaf und zu wenig Energie waren keine wundervolle Kombination. Da half es weder, dass der Nieselregen starkem Wind gewichen war, noch dass der Nebel weiter über den Boden kroch und der Himmel zeitgleich sich klar und offen präsentierte.
Es fiel Eisbrecher schwer, den Weg zurück anzutreten. Verausgabt vom Kampf, ausgelaugt von einer wutbrennenden Ekstase in der er alles Kleinhauen wollte – und doch nicht tat.
Loderblick war weit voraus gewesen, während Eisbrecher mehr einer Schnecke gleich kroch. Die Wunden schmerzten, der Stolz war angekratzt und zugleich pulsierte das Blut glühend heiß bei dem Gedanken an die blasse dreifarbige Süße.
Dieses Spiel wollte er auf jeden Fall noch einmal wiederholen. Es hatte ihm sehr viel Freude bereitet. Das Blut, die Angst, die Panik. Die Düfte und die gespannten Muskeln. Das war anders als bei Blätterjunges. Und zugleich dasselbe.


Ein heiseres Lachen entglitt dem Steingrauen Kater, der mittlerweile mit Granitstille unterwegs war. Dann glitt wieder Schweigen über beide Katzen. Eine jede von ihnen schien eine Ereignisreiche Nacht gehabt zu haben und Eisbrecher war fast entgangen, dass er an diesem Morgen zur Jagdpatrouille mit Granitstille eingeteilt war. Zum Glück war es am seichten Steinhang, denn dieser lag mitten auf dem Weg und dort waren sie sich auch über den Weg gelaufen.
Der Kopf und sein Schwanz hingen achtlos herab und ein Gähnen entglitt seinem massigen Maul. Unsanft zog es an seinem Nasenrücken, woraufhin er achtlos die Ohren nach hinten schnippte. Diese kleine Ratte, wird er sich noch einige male ordentlich vor die Brust nehmen.
Jetzt erst einmal aber die Beute.


Kurz wandte er den Blick zu Granitstille, musterte den Kater und meinte dann: “Bis später.“ bevor er sich abwandte und eine Route entgegen Gesetzt vom Schlangenfelsen, parallel zum Lager einschlug.
In aller Ruhe trottete der massige Kater weiter. Versuchte die brennenden Muskeln zu ignorieren und die Schultern rollen zu lassen. Es half nichts.
Dann würde er eben so auf die Suche gehen.
Prüfend sog er die Luft ein und roch eine Maus. So gleich richtete er die Ohren in diese Richtung und machte sich auf. Der Duftspur folgend, bis sie in sein Sichtfeld trat. Die Zunge bleckte die Zähne. So eine süße kleine Maus. Nicht ganz so süß, wie seine Süße.. Jedoch zartgliedrig und leicht zu zerbrechen.
Als hätte er die Jagd vergessen glitt er halb aufgebaut immer näher, bis sein Schatten schon fast die Maus überragte. Fiepsend hielt sie inne, blickte herum und starrte zu dem massigen Kater auf. Ihr Herz schlug schnell, dies sah Eisbrecher und er suhlte sich in dem Blick einen Herzschlag zu lang. Als er vor sprang und sie mit seinen ausgefahrenen Krallen packen wollte, war das flinke Ding bereits verschwunden. Die Jagd war missglückt.
Ungehalten knurrte der Kater.



@Granitstille
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Granitstille

GranitstilleVom Schatten berührt
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Vor 1 Stunde
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Blood on the Rocks



Die letzte Jagd war nicht einmal einen ganzen Tag her, da war Granitstille schon wieder auf die Jagd geschickt worden. Auch noch bei Sonnenaufgang! Weder die kurze Nacht noch die Tageszeit waren seiner ohnehin stets gereizten, unruhigen Stimmung zuträglich. Der Nebel und der starke Wind, der in sein kurzes, dichtes Fell fuhr und ihn zwang, sein Fell aufzuplustern, machten es nicht besser.

Granitstille hörte Eisbrechers heiseres Lachen, das er schweigend zur Kenntnis nahm. Offenbar war auch dessen Nacht produktiv gewesen, was der schwarz-beige Kater so mitbekommen hatte. Ein Kampf gegen zwei Wurzelhirne - der geplatzte Fellball, dem er und Achatbrand im letzten Mond eine Heidenangst eingejagt hatten, und eine trächtige Kätzin, die meinte, es mit Loderblick aufnehmen zu müssen statt mit eingeklemmten Schwanz das Weite zu suchen. Ein wenig eifersüchtig war Granitstille schon. Gerne wäre er dabei gewesen, um zumindest einer dieser Kätzinnen seine Krallen in den Leib schlagen zu können. Oder in die Kehle.

Sie waren schneller am Seichten Steinhang angekommen als gedacht. Nicht, dass sich Granitstille darüber beschweren würde. Er spürte Eisbrechers Blick auf sich und löste seinen Blick vom Seichten Steinhang. “Bis später.“ Granitstille nickte einmal bevor sich der andere Kater abwandte und eine andere Richtung einschlug

Granitstille hingegen blieb noch einige Herzschläge. Sein bernsteinfarbener Blick wanderte über die Teile des Seichten Steinhangs, die einst so fest aufeinandergesessen hatten doch seit dem letzten Mond nicht mehr so fest saßen. Hier hatte letzten Mond, fast vor exakt einem Mond ein Trainingskampf zwischen Fichtenstern, ihm und seiner Wurfschwester, Marmorherz, stattgefunden. Das Herz zog sich in seiner Brust zusammen als er an Marmorherz denken musste, an der er schon immer gehangen hatte. Granitstille war damals Fichtensterns Angriff ausgewichen, sodass der Rotbraune mit einigen Steinen kollidiert war, die sich gelöst hatten. Es kam zu einer Gesteinslawine, der Granitstille und Fichtenstern ausweichen konnten. Marmorherz hatte nicht so viel Glück. Sie war unter den Steinen begraben und zerquetscht worden. Nach wie vor hoffte Granitstille darauf, dass seine Schwester keine Schmerzen gehabt haben mochte. Granitstille hatte ihren zerquetschten, deformierten Körper auf seinem Rücken ins Lager getragen. Ihr Tod war der Punkt für ihn gewesen, die Abmachung mit Graunebel einzugehen, um stärker zu werden und Bergviper beschützen zu können falls auch sie einmal in Gefahr schweben sollte.

Wie lange Granitstille den Steinhang angestarrt hatte, konnte er nicht sagen. Doch seit dem Unfall Marmorherz' mied er diesen Ort. Hätte ihm klar sein müssen, dass er eines Tages wieder hierher zurückkommen musste. Immerhin war er ein Krieger. Er sollte sich nicht ins Fell machen, das wusste er. Dennoch waren die Erinnerungen, die hier wieder hochkamen, Gift für seine Stimmung. Er spürte die Unruhe stärker werden. Der Kater schüttelte den kleinen, rundlichen Kopf und wandte sich ab.

Ablenkung.. Genau, das wäre gerade jetzt sicher das Beste.

Fast lautlos bewegte sich der Krieger über das lockere Geröll. Jeder Muskel seines athletischen, sehnigen Körpers war angespannt.

Dann hielt er abrupt inne. Seine bernsteinfarbenen Augen fixierten einen schmalen Spalt zwischen zwei flachen Felsplatten. Dort schimmerte ein graubraunes Band. Eine Schlingnatter. Seine schwarze Schwanzspitze zuckte leicht als er das noch träge Reptil entdeckte.

Er legte seine dunklen Ohren an und hielt seinen Körper möglichst flach über den wackeligen Steinplatten. So schlich der Kater näher, balancierte sich mit seinem gemusterten Schweif aus während der Wind an seinem athletischen Körper riss. Als die Schlingnatter den Kopf hob und mit ihrer gespaltenen Zunge die Luft prüfte, schlug der Krieger zu.

Granitstille drückte sich kräftig ab, Staub wirbelte auf, vereinzelte, kleinere Steine rieselten den Abhang herunter. Die Natter war blitzschnell, versuchte ihren muskulösen Körper um seine Vorderpfote zu schlingen doch der Kater war schneller. Sein Biss war präzise und erwischte gezielt ihren Nacken. Das Fauchen der Schlingnatter erstarb als das Knacken ihres Genicks zu hören war. Mit seiner Beute zwischen den Fängen kletterte Granitstille vorsichtig wieder den Abhang herunter, um nicht dasselbe Schicksal wie Marmorherz zu erleiden.



@Eisbrecher @Lebenstraum @Holunderzweig @Loderblick @Marmorherz @Fichtenstern
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
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Eisbrecher, Granitstille Seichter Steinhang


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