Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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151. Mond - 27. Tag des Blattfalls, Mondhoch

Schilfohr

Schilfohr
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#11
08.03.2026, 19:05
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What happened here?

Schilfohr hatte sich ursprünglich auf die Jagd an Mondhoch gefreut. Er wollte dem Clan viel gute Beute mitbringen, aber es wurde ziemlich schnell klar, dass heute nicht die Nacht für solch ein Vorhaben werden würde.
Der Krieger bildete das Schlusslicht der Patrouille und hielt gemeinsam mit den anderen an. Das Wasser im Seerosenteich lag wie ein dunkles Omen vor ihnen und Schilfohr legte leicht den Kopf schief, während er kurz innehielt und lauschte. Schilfohr nickte sachte. Er spürte es ebenso, wie der Rest der Gruppe.
“Keine Einwände.”, miaute Schilfohr knapp und wartete kurz bis sich jeder im Wasser befand. Erst dann ließ auch er sich in das kühle Nass sinken und arbeitete sich mit kraftvollen Beinbewegungen durch das Wasser vorran. 

Schilfohr trat als letzter aus dem Wasser auf die Insel und spitzte die Ohren. Hier war dieses merkwürdige Gefühl deutlich stärker und auch der Wind hatte zugenommen. Aufmerksam scannte er die verlassene Insel und sog die Luft ein auf der Suche nach etwas, dass nicht zusammenpasste. 
“Was ist das?” Schilfohr folgte den dreien zum Holzkonstrukt, wo er kurz vorsichtig daran schnupperte. Seine Stirn runzelte sich nachdenklich und wieder nahm er die Gegend in Augenschein, als befürchtete er, dass sich im nächsten Herzschlag etwas hinterhältig auf die Gruppe stürzte und sie angriff.
Morsches Holz, Kratzspuren, Luftbläschen. Was war hier nur geschehen?

Als Kristallregen mehr als bereit schien in das Wasser zu springen spannte Schilfohr sich an, bereit, sie aufzuhalten, bevor sie das Wagnis tatsächlich in die Tat umsetzen könnte. Glücklicherweise konnte Schneestern die aufgeregten Gemüter beruhigen. Das war eine ihrer vielen Stärken.
Leicht nickte Schilfohr, zustimmend. Dort konnte keine Katze sein.
Der Krieger verengte seine schlammgrünen Augen ein kleines Stück und er versuchte im sanften Licht unter Wasser etwas auszumachen. Das anfängliche Wispern wandelte sich in ein Heulen, beinahe wie ein Klagen von mehreren Katzen gleichzeitig. Schilfohr legte die Ohren leicht an und ein Schauder überkam ihn. Was wollte der Sternenclan ihnen damit sagen?

Blitzgeists plötzliche Bewegung ließ Schilfohr alarmiert und besorgt den Kopf heben. “Was ist los?”, fragte der Kater und strich kurz sanft mit der Schwanzspitze über die Flanke des rotbraunen Kriegers.
“Habt ihr...das auch gehört?” Nach kurzem Überlegen schüttelte Schilfohr den Kopf.
“Das klang wie...’Der See hält uns fest, er hält uns gefangen’. Als...würden da Katzen jammern oder...klagen...”
Schilfohr blinzelte und blickte zurück zur Wasseroberfläche. Das wird immer unheimlicher. “Ich habe nur undeutliche Klagelaute gehört. Nichts genaues.”, erklärte der Kater und hob wieder den Kopf, ließ den Blick über Schneestern und Kristallregen wandern.

“Sollten...wir uns aufteilen? Jemand könnte die Kratzer genauer überprüfen und jemand anderes vielleicht das Konstrukt an sich?”
Schilfohr war sich nicht sicher, ob es klug wäre, sich aufzuteilen. Aber ihre Anführerin wusste bestimmt, was zu tun war. Trotz der ungewöhnlichen Situation.


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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
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#12
10.03.2026, 00:37
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Wenn der See flüstert

Der Wind fuhr über die kleine Insel und ließ das morsche Holz der alten Brücke leise knarren. Schneestern stand nahe am Rand, das fahle Mondlicht fing sich in ihrem schneeweißen Fell, während ihr Blick noch immer auf der Stelle im Wasser ruhte, an der Licht und Luftblasen aufstiegen. Für einen Herzschlag sagte sie nichts. Die Worte, die Blitzgeist gehört hatte, hallten in ihrem Inneren nach.

Der See hält uns fest.

Langsam hob sie den Kopf und sah den rotbraunen Krieger an. Seine bernsteinfarbenen Augen wirkten angespannt, beinahe gehetzt, als trüge er die Last dieser Stimmen allein. „Nein.“ sagte sie ruhig, als Antwort auf seine Frage. „Ich habe keine Worte gehört.“ Sie fragte sich warum. Ein, zwei Herzschläge vergingen.

Ihr Blick blieb einen Herzschlag länger auf ihm liegen. Prüfend, doch nicht misstrauisch. „Aber ich glaube dir.“ Der Wind trug erneut dieses klagende Heulen über das Wasser. Schneesterns Ohren zuckten leicht, doch ihr Ausdruck blieb ruhig, auch wenn sich in ihrem Inneren etwas zusammenzog. Sie wandte sich nun zu Kristallregen, deren blaue Augen vor Fragen leuchteten.

„Der SternenClan lässt sich nicht im Wasser einsperren.“ antwortete sie sanft auf die aufgeregte Vermutung ihrer Tochter. „Wenn die Ahnen sprechen, erreichen ihre Stimmen uns überall. Auch wenn wir sie nicht hören.“ Ihr Schweif strich langsam über den Boden der Insel, während sie wieder zum dunklen Wasser blickte. „Doch Orte können Erinnerungen bewahren.“ fuhr sie leise fort. „Und manchmal auch Schmerz.“

Ihr Blick glitt kurz über die Kratzspuren im Holzpfosten, dann zu den Luftblasen. „Hier ist etwas geschehen.“ Schneestern trat einen Schritt näher an die Brücke heran. Das Holz knarrte unter ihrem Gewicht, doch sie prüfte jeden Schritt mit der ruhigen Vorsicht einer erfahrenen Schwimmerin. Blitzgeists Vorschlag ließ sie kurz innehalten. Ihre eisblauen Augen wanderten über ihre drei Gefährten.

Schilfohr stand wachsam, die schlammgrünen Augen aufmerksam und der Körper angespannt, als erwarte er jeden Moment eine Gefahr. Kristallregen dagegen vibrierte beinahe vor Neugier und Unruhe, während Blitzgeist noch immer zwischen Hoffnung und Besorgnis schwankte. Ein leiser Atemzug hob Schneesterns Brustkorb.

„Wir teilen uns auf, aber niemand entfernt sich vom Wasser.“ entschied sie schließlich ruhig. Sie trat näher an den morschen Steg, das Holz knarrte leise unter ihrer Pfote. „Schilfohr, sieh dir die Kratzspuren am Pfosten genauer an.“ Dann wandte sie sich zu Blitzgeist. „Blitzgeist, prüfe das Holz der Brücke. Vielleicht ist etwas durchgebrochen oder steckt dort fest.“ Schließlich traf ihr Blick den ihrer Tochter. Ein Hauch von Wärme lag darin. „Kristallregen, beobachte die Stelle mit den Luftblasen.“ Sie nickte leicht zum Wasser. „Manchmal zeigt der See mehr, als man auf den ersten Blick erkennt. Vielleicht bewegen sich die Blasen in einem Muster… oder sie verraten, wo der See seinen Atem freigibt.“ Ihre Stimme wurde ruhiger. „Und behalte die Umgebung im Auge. Wenn diese Stimmen mehr sind als Wind, möchte ich wissen, woher sie kommen.“ Wieder stiegen Luftblasen aus der Tiefe auf.

Schneestern trat bis an den Rand der Brücke. Das fahle Mondlicht spiegelte sich auf der dunklen Oberfläche, während das schwache Leuchten darunter unruhig schimmerte. „Der See hält sie fest…“ murmelte sie nachdenklich. Ihre eisblauen Augen verengten sich leicht. Ohne weitere Worte ließ sie sich ins Wasser gleiten. Die Oberfläche schloss sich kühl um ihr weißes Fell, während ihre kräftigen Beine sofort zu arbeiten begannen. Mit ruhigen, geübten Zügen schwamm sie zu der Stelle, an der Licht und Luftblasen aufstiegen.

Dort hielt sie kurz inne.
Ein tiefer Atemzug hob ihren Brustkorb.
Dann tauchte Schneestern unter die dunkle Oberfläche des Sees.


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Spielleiter

SpielleiterUnbekannte Pfote
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#13
12.03.2026, 18:14
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who's there?


Stille kehrte ein, als Schneestern unter die Oberfläche getaucht war. Plötzlich schien der Wind sich zu legen, es gab kein Geheul mehr und die Nacht wirkte so friedlich.
Doch die Katzen hatten alle ihre Aufgabe. Der erfahrene Krieger Schilfohr sollte die Pfosten untersuchen. Dort gab es Kratzspuren und es würde sicherlich einiges geben, was die Katzen rausfinden könnten. Von welcher Seite kamen die Kratzspuren und gingen sie von oben nach unten oder andersrum. Wie viele Kratzspuren waren es und wie tief waren sie? Sind sie gezielt oder wirken sie wild und durcheinander. Gab es vielleicht noch weitere Hinweise im Holz? Auch Blitzgeist wurde eine Aufgabe zugeteilt. Der etwas jüngere Kater sollte sich das Zweibeinerkonstrukt genauer ansehen, eine alte Brücke, doch birgt auch sie Geheimnisse? Was gab es dort zu sehen? Gab es dort Hinweise was sich zugetragen hatte? Waren die alten, morschen Überreste Zeuge eines Verbrechens? 
Und dann gab es noch Schneesterns Tochter Kristallregen. Sie sollte sich die aufsteigenden Luftblasen ansehen. Beobachten, ob sie mehr wurden, oder weniger. Gab es Pausen, Abstände, irgendein Hinweis in der Art, wie sie aufstiegen? Und zuletzt war die Frage, was Schneestern finden würde. Sie war unter Wasser getaucht, umgeben von der Dunkelheit schwamm sie auf das Licht zu. Und was würde sie dort erwarten?
Während die Nacht für die Anderen wieder still war, wurde sie für Schneestern umso lauter. Je tiefer die Kätzin tauchte, desto lauter wurden die Schreie. Es waren Katzen, Katzen die um ihr Leben schrien, Katzen die Todesangst hatten. Doch je weiter sie tauchte, desto klarer wurden die Schreie, es waren Hilfeschreie, Verzweiflungsschreie. »Bitte nicht! Tu das nicht!« hallte es dumpf an die Ohren der Schneeweißen »Wir wollen wieder nach Hause,bitte!« schrie eine andere Stimme, dann nur noch dumpfes Fauchen und Geschrei. Doch würde Schneestern durchhalten? Würde sie es schaffen bis zum Grund zu tauchen? Einerseits war es mit sicherlich eine belastende Situation. Gradezu erdrückend in der Dunkelheit unter Wasser mit diesem Lärm um sich herum. Und andererseits hatte sie nur begrenzt Atemluft. Schaffte sie es rechtzeitig an den Grund des Sees und was würde sie dort finden können?

Würfelt:
Schilfohr, Blitzgeist und Kristallregen auf Glück+Intelligenz, um Hinweise zu bekommen: Ihr braucht eine 8 oder höher für Hinweise

Schneestern: Würfle auf Ausdauer+Glück, um an den Grund des Sees zu gelangen: Du brauchst eine 10 oder höher, bei Misserfolg dürfen die andern es ebenfalls versuchen.



@Schneestern @Schilfohr @Kristallregen @Blitzgeist
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Blitzgeist

Blitzgeist
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#14
13.03.2026, 01:54
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Whispers Across the Water



“Ich habe nur undeutliche Klagelaute gehört. Nichts genaues.”, antwortete Schilfohr auf Blitzgeists Frage. Schneestern hob langsam den Kopf und blickte den Rotbraunen an. „Nein.“, erwiderte Schneestern ruhig. „Ich habe keine Worte gehört.“ Blitzgeists Herz sank. War er der Einzige, der diese Worte gehört hatte? Hatte er sie sich womöglich nur eingebildet? So ungern es der rotbraune Kater zugab... Er war nun mal sentimental. Und das ging gelegentlich mit übermäßiger und dramatischer Emotionalität einher. Seine Anführerin blickte ihn lange Zeit prüfend an und Blitzgeist fühlte sich immer unwohler in seinem Pelz. Obwohl er kurz war, wurde ihm heiß unter dem rotbraunen Fell. „Aber ich glaube dir.“ Seine großen Ohren zuckten leicht als er die schneeweiße Kätzin aus seinen bernsteinfarbenen Augen anblickte. Schneestern glaubte ihm? Für ein paar Herzschläge blinzelte er sie überrascht an bevor er ihr einen dankbaren Blick schenkte. Dann bin ich nicht verrückt. Und ich werd's wohl auch nicht. Ein wenig erleichterte ihn diese Erkenntnis schon. „Der SternenClan lässt sich nicht im Wasser einsperren.“, antwortete die schneeweiße Kätzin ihrer Tochter sanft. „Wenn die Ahnen sprechen, erreichen ihre Stimmen uns überall. Auch wenn wir sie nicht hören.“ Schneesterns Schweif strich langsam über den Boden während sie wieder zum dunklen Wasser blickte. „Doch Orte können Erinnerungen bewahren.“, fuhr sie leise fort. Blitzgeist blinzelte einmal bevor er ihrem Blick zurück zum Wasser folgte. „Und manchmal auch Schmerz.“ Die Anführerin schien die Brückenbestandteile erneut zu mustern. „Hier ist etwas geschehen.“ Sie trat einen Schritt näher, das Holz knarrte unter ihrem Gewicht doch schien sie jeden Schritt vorsichtig und ruhig zu prüfen. Blitzgeists Muskeln spannten sich an. Bereit, jederzeit loszuspringe und seiner Anführerin zu helfen. Sein Vorschlag ließ sie kurz innehalten, ihr eisblauer Blick wanderte über die drei Krieger.
„Wir teilen uns auf, aber niemand entfernt sich vom Wasser.“, entschied die Kätzin schließlich bevor sie näher an den morschen Steg trat, dessen Holz unter ihrer Pfote leise knarrte. „Schilfohr, sieh dir die Kratzspuren am Pfosten genauer an.“, miaute sie bevor ihr Blick zu Blitzgeist wanderte. „Blitzgeist, prüfe das Holz der Brücke. Vielleicht ist etwas durchgebrochen oder steckt dort fest.“, fuhr sie fort bevor ihr Blick zu Kristallregen wanderte. Blitzgeist hingegen blickte bereits wieder das Konstrukt an. „Kristallregen, beobachte die Stelle mit den Luftblasen.“, richtete sie das Wort an die Kriegerin. „Manchmal zeigt der See mehr, als man auf den ersten Blick erkennt. Vielleicht bewegen sich die Blasen in einem Muster… oder sie verraten, wo der See seinen Atem freigibt.“ Schneesterns Stimme wurde ruhiger. „Und behalte die Umgebung im Auge. Wenn diese Stimmen mehr sind als Wind, möchte ich wissen, woher sie kommen.“
Schneestern glitt ins Wasser, atmete tief ein und begann zu tauchen.

Der Rotbraune machte sich sogleich ans Werk. Vorsichtig setzte er eine Pfote auf die Brücke. Das Holz knarrte unter seiner Pfote während sein bernsteinfarbener Blick über das Holz wanderte. Er entdeckte erste Kratzspuren, die wohl noch vor denen am Holzpfosten da gewesen waren. Hier begann es also, was auch immer passiert ist. Vorsichtig verlagerte er sein Gewicht und begann die morschen, knarrenden, gefährlichen Stellen zu untersuchen. So fand er heraus, wo er hintreten durfte und wohin nicht. Das muss ich den anderen nachher erzählen. Die sicheren Stellen waren eher am Rand der Konstruktion, wo sie wohl von anderen Holzbalken darunter gestützt wurden. Vorsichtig und behutsam bewegte sich der Kater weiter und gelangte zum Anlegepfosten zurück, den Schilfohr untersuchte. Bis dorthin reichten die Kratzspuren. Sein bernsteinfarbener Blick fiel auf ein zerrissenes Seil am Anlegepfosten.
Blitzgeists Blick wanderte über seine Gefährten, um zu überprüfen, wie weit sie mit ihren Untersuchungen bisher gekommen waren.



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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
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#15
14.03.2026, 01:27
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Die Stimmen unter dem Wasser

Das Wasser schloss sich über Schneesterns Kopf und verschluckte die Welt der Oberfläche. Für einen Augenblick war nur Dunkelheit. Die Kälte des Sees umhüllte ihren Körper, doch ihr dichtes Fell hielt den größten Teil davon fern. Ruhig bewegten sich ihre kräftigen Beine, gleichmäßige Züge, die sie tiefer und tiefer durch das schwarze Wasser trugen. Über ihr brach das fahle Mondlicht in zitternden Linien, doch mit jedem Herzschlag wurde es schwächer.

Dann begannen die Stimmen. Zuerst waren es nur entfernte Laute, wie ein Echo, das sich durch Wasser verzerrte. Doch je weiter Schneestern hinabtauchte, desto klarer wurden sie. Schreie. Katzen. »Bitte nicht! Tu das nicht!« Die Worte hallten dumpf durch das Wasser, als würden sie direkt in ihren Kopf gesprochen werden. Schneesterns Ohren legten sich instinktiv an, doch sie setzte ihren Weg fort, zwang ihre Lungen ruhig zu bleiben, während ihre Pfoten weiter durch die dunkle Tiefe arbeiteten. »Wir wollen wieder nach Hause, bitte!« Ein weiterer verzweifelter Ruf. Dann Fauchen. Panik. Das Geräusch eines Kampfes?

Die Stimmen ließen Schneesterns Herz schneller schlagen, doch sie hielt ihren Blick fest auf das schwache Licht gerichtet, das vom Grund des Sees aufstieg. Verlier’ das Ziel nicht aus den Augen, sagte sich selbst gedanklich. Etwas dort unten glühte schwach in der Dunkelheit. Noch ein kräftiger Zug. Noch einer. Und noch einer. Der See schien endlos tief, doch schließlich erkannte sie, dass das Licht nicht wirklich leuchtete. Es war nur eine Reflexion, die sich an etwas Metallischem fing.

Schneesterns Pfoten verlangsamten sich. Vor ihr, halb im Schlamm des Seebodens verborgen, lag ein kleines, rostiges Glöckchen. Es schaukelte leicht in der Strömung. Ein… Zweibeinerband? Verwirrt näherte sich Schneestern, ihre Schnurrhaare streiften beinahe das kleine Metallstück. Das Leder war längst verrottet, nur der rostige Ring hielt das Glöckchen noch zusammen. Dann sah sie mehr. Ein zweites Glöckchen. Ein zweites Halsband. Und zwischen ihnen… Schneesterns Herz zog sich zusammen. Aus dem dunklen Schlamm ragte etwas Helles.

Knochen.

Als sie näher schwamm, erkannte sie die Form deutlicher. Ein kleiner Schädel, zart und rund, die Augenhöhlen leer und still. Daneben lagen weitere Knochen, zerstreut in den Tiefen des Seebodens. Nicht nur eine Katze. Zwei. Hauskätzchen. Ihre Überreste lagen dicht beieinander...

Für einen Herzschlag verharrte Schneestern reglos im dunklen Wasser. Es war scheinbar ein Ort, an dem Angst und Tod ihre Spuren hinterlassen hatten. Das rostige Glöckchen bewegte sich erneut leicht in der Strömung. Schneestern wusste, dass ihre Zeit knapp wurde. Ihre Lungen begannen zu brennen.

Mit einer schnellen Bewegung griff sie nach dem kleinen Metallring und klemmte ihn zwischen ihre Zähne. Das zweite Glöckchen lag nur wenige Schwanzlängen entfernt, halb im Schlamm verborgen. Auch dieses nahm sie hastig auf, ohne es weiter zu betrachten. Mit einem letzten Blick auf die kleinen Knochen stieß sie sich kraftvoll vom Grund ab und begann, zurück zur Oberfläche zu schwimmen.


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Kristallregen

Kristallregen
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#16
14.03.2026, 14:02
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SternenClans Wille

Kristallregen war total aufgelöst, nachdem Blitzgeist von Stimmen berichtet hatte. Wenn eine Katze Stimmen vernahm, andere jedoch nicht, hieß es eigentlich immer, dass der SternenClan zu einem sprach. Doch Schneestern beruhigte ihre Tochter mit ihren nächsten Worten wieder. Sie sagte, dass die Stimmen der Ahnen einen überall erreichen würden und dass sie sich nicht im Wasser einsperren würden lassen. Die weißliche Kätzin mit den farblichen Musterungen im Gesicht entspannte sich ein wenig, war aber noch immer in Alarmbereitschaft. Ihre Mutter meinte, es sei hier etwas geschehen und Kristallregen sah sich um, ob sie plötzliche Gestalten aus dem Wasser kommen sehen würde. Doch nichts dergleichen geschah.
Ihre Anführerin gab den Auftrag, dass sie sich aufteilen und nach Informationen suchen sollten.  Die helle Kriegerin sollte die Stelle mit den Luftblasen im Auge behalten und auf weitere Worte achten, falls der Wind ihr welche zutragen sollte. Also spitzte die Kätzin die Ohren, hörte, wie sich die Krieger etwas entfernten, doch sie achtete nur auf die Luftblasen, die vom Wasser hervor kamen. Doch so sehr sie sich darauf konzentrierte, konnte sie kein Muster erkennen. Nichts, womit sie hätten arbeiten können. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sie plötzliche Sorge um Schneestern verspürte, die ins Wasser geglitten war und zu der merkwürdigen Stelle im Wasser schwamm. Mit stockendem Atem beobachtete Kristallregen ihre Mutter, wie diese tief Luft holte und sich dann unter Wasser begab. Vermutlich, um sich dem Licht und dem Ursprung der Luftblasen zu nähern, doch irgendetwas daran ließ Kristallregen unruhig werden. Als würde eine Gefahr im Wasser lauern, die ihrer Mutter gefährlich werden könnte.
Die Kriegerin beobachtete nun nicht mehr die Luftblasen, sondern den Ort im Wasser, an dem ihre Mutter untergetaucht war, ob sich dort etwas regte. Ein Zeichen, irgendwas, was Kristallregen sich sofort ins Wasser stürzen lassen und ihrer Mutter zu Hilfe kommen würde. Von einer Pfote auf die andere stellend betrachteten ihre blauen Augen ganz intensiv das Wasser und jede Regung davon.
”Na komm schon, Schneestern.”, wisperte sie leise und hoffte, die Mutter würde bald wieder auftauchen.

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Schilfohr

Schilfohr
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#17
15.03.2026, 05:38
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What happened here?

“Ich glaube dir auch, Blitzgeist.”, fügte Schilfohr sanft nach Schneestern hinzu, denn der rotbraune Kater wirkte angespannt. Schilfohr vermutete, dass er sich vielleicht fragte, warum er der Einzige war, der etwas gehört hatte. Aber das würde schon seinen Grund haben, ganz sicher.
Schweigend lauschte der Kater den Worten ihrer Anführerin und nickte immer wieder sachte. Hier war definitiv etwas passiert. Und es lag an ihnen, herauszufinden, was.

“Wir teilen uns auf, aber niemand entfernt sich vom Wasser.” Schilfohr spitzte seine Ohren und lauschte stumm der Aufgabenverteilung.
“Alles klar.”, miaute er ruhig und nickte den anderen zu. Er beobachtete angespannt, wie Schneestern sich vom Wasser umarmen ließ - und schließlich verschluckt wurde, als sie untertauchte. Ein paar Sekunden verharrte Schilfohr noch, dann fokussierte er sich auf seine Aufgabe und näherte sich langsam dem Pfosten.

Seine schlammgrünen Augen verengten sich leicht, während er die Kratzspuren genau inspizierte. Mit nachdenklicher Miene versuchte er etwas zu erkennen, dass ihnen weiterhalf dieses Rätsel lösen zu können. Leicht legte er den Kopf schief, seine Augen bewegten sich vom Anfang bis nach ganz unten, wo die Kratzspuren aufhörten. Die Spuren waren ein wildes Durcheinander, fast so, als hätten die Katzen Panik gehabt. Es wirkte so, als wären sie durch etwas am Wasser gehalten worden und sich nicht in Sicherheit bringen konnten. Ab einer gewissen Tiefe im Wasser hörten die Kratzspuren abrupt auf.
Schilfohr blinzelte, als ihm noch etwas auffiel. Er näherte sich dem Pfosten und drehte seinen Kopf leicht damit das schwache Mondlicht ihm dabei half dieses Etwas besser identifizieren zu können.

Eine alte, herausgerissene Kralle, an der noch etwas Blut klebte. Sein Pelz kribbelte unangenehm bei dem Gedanken, was hier Schreckliches passiert sein musste. “Heiliger Sternenclan.”, hauchte Schilfohr in die unnatürliche Stille hinein.

Der Krieger drehte sich um und näherte sich Kristallregen und dem Wasser, in welches Schneestern untergetaucht war. Währendessen prüfte er nochmal die Gegend nach Gefahr ab und fing Blitzgeists suchenden Blick auf. Er winkte ihn mit der Schwanzspitze näher.
“Sie schafft das.”, sprach Schilfohr zuversichtlich, um der offensichtlich besorgten Kriegerin - und Tochter von Schneestern - hoffentlich ein bisschen die Angst zu nehmen, während sein Blick auf dem Wasser ruhte.


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Spielleiter

SpielleiterUnbekannte Pfote
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#18
15.03.2026, 09:24
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Who's there?


Die Katzen untersuchten alle verschiedene Stellen an dem Ort. Schilfohr entdeckte die Kratzspuren und er erkannte, dass die Katzen im Wasser gewesen sein mussten und panisch versucht hatten wieder nach oben zu gelangen. Sogar eine Kralle hatte sich eine Katze ausgerissen, was nur unterstrich wie groß die Panik und Angst gewesen sein musste. 
Blitzgeist untersuchte die Brücke und entdeckte morsche Stellen, in welche man auf keinen Fall seine Pfoten setzen durfte, da die Brücke dort einzustürzen drohte. Zudem erkannte auch er Kratzspuren. Sie führten von dem Ende der Brücke, wo er auch ein altes Seil fand, zu dem Pfosten den sein Clangefährte untersucht hatte. Offensichtlich waren die Katzen gewaltsam dorthin gebracht worden und nicht unweit vom Pfosten war die Stelle im Wasser, wo das Licht und die Luftblasen aufstiegen.
Kristallregen hatte sich die Stelle genau angesehen, doch sie war zu aufgeregt und hatte nichts genaues herausfinden können. Doch keiner der Krieger ahnte, welches schreckliche Bild sich Schneestern unter Wasser geboten hatten. Die Stimmen hatten geschrien und doch hatte sich die Kätzin zusammengerissen und war weiter runter getaucht. Zuerst entdeckte sie die Quelle des Lichts: Das Mondlicht, welches die rostigen Glöckchen an den Halsbändern zurückwarfen. Doch bei näherer Betrachtung erkannte sie auch die Knochen. Zwei tote Kätzchen lagen am Grund des Sees. Trotz des Schocks, der Schneestern bei diesem Anblick ereilt haben musste, schnappte sie sich die zwei Halsbänder und schwamm wieder nach oben. Doch plötzlich wurde es unter Wasser wieder laut. »Nein! Komm zurück!« verzweifelt hörte man die Stimme einer der Katzen, sie flehten Schneestern an. »Wir sind hier alleine, bitte.« jammerte das Andere. Wie Jungen klagten sie und es war herzzerreißend mitanzuhören wie viel Qual und Angst in ihren Stimmen lag. Schneestern hatte gedacht sie bringt die Halsbänder nach oben, doch das war scheinbar nicht des Rätsels Lösung. Die Kätzchen hatten Angst, waren noch immer dort unten und ihre Seelen vermochten keine Ruhe zu finden.
Oberhalb des Wasser war es zunächst ruhig. Erst als Schneesterns weißer Pelz wieder sichtbar wurde, heulte der Wind wieder. Natürlich konnte die Kätzin nicht erneut zurücktauchen, sie musste Luft holen, Kräfte sammeln und vielleicht auch die Hilfe ihrer Clangefährten dazuholen. Der Wind heulte unerbitterlich, fuhr den Kriegern unter den Pelz und nun hörten sie es alle klar und deutlich »Lasst uns nicht alleine!«

Würfelt:
Wenn ihr zurück zu den Knochen gelangen wollt: Ausdauer+Beweglichkeit, ihr braucht eine 10 oder höher
Wenn ihr die Halsbänder genauer untersuchen wollt: Intelligenz, ihr braucht eine 5 oder höher, um Hinweise zu erhalten



@Schilfohr @Kristallregen @Blitzgeist @Schneestern
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Schneestern

SchneesternSternentänzerin
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#19
15.03.2026, 09:57
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Die Stimmen des Sees


Die Wasseroberfläche brach auf, als Schneesterns Kopf durch die dunkle Fläche des Sees stieß. Keuchend zog sie Luft in ihre Lungen, während Wasser aus ihrem schneeweißen Fell rann. Für einen Moment blieb sie einfach dort treiben, ihre kräftigen Beine hielten sie ruhig über der Stelle, an der das Licht aus der Tiefe gekommen war.

Kaum hatte sie den Kopf gehoben, begann der Wind wieder zu heulen. Und mit dem Wind kamen die Stimmen. »Lasst uns nicht alleine!« Schneesterns Ohren zuckten. Für einen Herzschlag schloss sie die Augen, während sich die verzweifelten Worte wie kalte Wellen in ihr Herz legten. Dann schwamm sie langsam zurück zur Insel und zog sich mit einem kraftvollen Satz auf den morschen Rand der Brücke. Wasser tropfte aus ihrem Pelz, als sie den Kopf hob.

Zwischen ihren Zähnen hingen zwei alte Halsbänder. Als sie sie vorsichtig auf das Holz fallen ließ, erklang ein leises, rostiges Klirren der kleinen Glöckchen. Schneesterns eisblaue Augen wanderten über ihre Gefährten, erst zu Blitzgeist, dann zu Kristallregen und schließlich zu Schilfohr.

„Dort unten…“ begann sie ruhig, ihre Stimme jedoch schwerer als zuvor, „liegen zwei Hauskätzchen.“ Der Wind fuhr über die Insel, ließ das Holz der Brücke knarren. „Ihre Knochen liegen noch im Schlamm des Seebodens.“ Sie senkte kurz den Blick auf die Halsbänder. „Die Stimmen, die ihr hört… gehören ihnen.“

Für einen Moment schwieg sie. Schneesterns Schweif zuckte leicht. „Sie starben hier.“ sagte sie schließlich leise. Doch wie wusste sie noch nicht. Sie schaute die anderen fragend an. „Konntet ihr etwas entdecken?”

Langsam richtete sie sich auf. Wasser tropfte weiterhin von ihrem Fell auf das morsche Holz. „Solange ihre Knochen im See liegen, finden ihre Seelen keine Ruhe.“, sagte sie entschieden nach der Erklärung ihrer Gefährten. Ihre eisblauen Augen glitten über alle Drei. 

Blitzgeist, der die Stimmen zuerst gehört hatte. 
Kristallregen, deren Mut sie nur zu gut kannte. 
Und Schilfohr, dessen ruhige Stärke sie oft vertraute.

„Wir müssen sie aus dem Wasser holen.“ Der Wind heulte über den See, als würde er ihre Worte tragen. Schneesterns Blick blieb ruhig. „Ich habe meine Kraft für den Moment erschöpft.“ sagte sie ehrlich. „Doch ich werde hier bleiben und euch helfen, wenn ihr auftaucht.“ Dann ließ sie ihren Blick über ihre Krieger wandern. „Wer von euch taucht zum Grund des Sees…“ Ihre Stimme wurde sanfter. „…und bringt diese beiden nach Hause?“


@Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr
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Blitzgeist

Blitzgeist
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#20
16.03.2026, 11:00
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Whispers Across the Water



Blitzgeist war unglaublich erleichtert, dass nicht nur Schneestern sondern auch Kristallregen und Schilfohr ihm zu glauben schienen. Das ließ seine Anspannung ein wenig sinken.

Während er selbst die Brücke hatte untersuchen sollen, hatte Schneestern Schilfohr den Pfosten zugeteilt. “Heiliger Sternenclan.”, hörte der Rotbraune den Braungetigerten hauchen. Er hob seinen bernsteinfarbenen Blick von der Wasseroberfläche, unter der die Schneeweiße verschwunden war, und blickte den älteren Krieger an. Blitzgeist folgte Schilfohrs Blick und entdeckte eine Kralle, an der noch Blut zu kleben schien. Sein Nackenfell stellte sich auf. "Großer SternenClan...", kam es auch ihm flüsternd über die Lefzen. Was war hier nur passiert?
Ein paar Herzschläge später als Schilfohr gesellte sich auch Blitzgeist zu Kristallregen

”Na komm schon, Schneestern.”, wisperte Kristallregen. “Sie schafft das.”, schien Schilfohr die jüngere Kätzin beruhigen zu wollen. Der Rotbraune nickte zustimmend. "Sie schafft das garantiert.", stimmte er zu.

Dann durchbrach die schneeweiße Anführerin die Wasseroberfläche. Und der Wind heulte wieder auf. Bevor die Kätzin etwas sagen konnte, ertönte wieder ein Hilferuf, den dieses Mal wohl alle hören konnten. Jetzt konnten sich die anderen vorstellen, wie es war, diese klagenden Laute zu hören.

»Lasst uns nicht alleine!«

Sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Dann fiel sein bernsteinfarbener Blick auf Schneesterns Fänge. Und darauf, was sie mitgebracht hatte. Zwei alte Halsbänder von Hauskätzchen mit je einem Glöckchen, die ein leises, rostiges Klirren von sich gaben als sie sie ablegte. „Dort unten…“, begann die Kätzin ruhig aber ihr Tonfall war schwerer als zuvor, „liegen zwei Hauskätzchen.“ Blitzgeist starrte seine Anführerin für ein paar Herzschläge an. Hatte er sich verhört? Er hatte sich hoffentlich verhört. Zwei Hauskätzchen lagen da unten? Auf dem Grund des Sees? Grausam. „Ihre Knochen liegen noch im Schlamm des Seebodens.“, fuhr sie fort und senkte ihren Blick auf die Halsbänder. „Die Stimmen, die ihr hört… gehören ihnen.“

Jetzt sträubte sich allmählich auch sein restliches Fell leicht während sich seine großen Ohren anlegten. Sie hatten die Stimmen der beiden Toten gehört. „Sie starben hier.“, sagte die Schneeweiße leise bevor sie die Gruppe fragend anblickte. „Konntet ihr etwas entdecken?”

Sie richtete sich langsam auf während Blitzgeist einmal durchatmete, um seine rasenden Gedanken zu beruhigen. "Leider nicht viel, Schneestern.", begann er. "Die Kratzspuren nahmen wohl auf dem Konstrukt ihren Anfang. Es gibt sichere Stellen auf dem Holz, eher am Rand der Konstruktion als an der Innenseite. Dort werden sie wohl von den Pfosten darunter gestützt. Die Kratzspuren führen zu dem Pfosten, den Schilfohr untersuchen sollte. Und... ich konnte ein... ein Seil finden.", fügte Blitzgeist hinzu.

„Solange ihre Knochen im See liegen, finden ihre Seelen keine Ruhe.“, begann Schneestern wieder entschieden nach den Berichten der Krieger. Sie blickte jeden von ihnen an. „Wir müssen sie aus dem Wasser holen.“

Der Wind heulte über den See während Blitzgeists Blick zu der Stelle wanderte, an der Schneestern aufgetaucht war. „Ich habe meine Kraft für den Moment erschöpft.“, miaute sie ehrlich. „Doch ich werde hier bleiben und euch helfen, wenn ihr auftaucht.“ Ihr Blick wanderte über die Krieger. „Wer von euch taucht zum Grund des Sees…“, fuhr sie fort und ihre Stimme wurde sanfter, „…und bringt diese beiden nach Hause?“

Blitzgeist trat einen Schritt vor. "Ich werde gehen.", gab er entschieden von sich. Vielleicht lag es daran, dass er der Erste von ihnen gewesen war, der diese klagenden, hilfesuchenden Stimmen gehört hatte. Denn diese Rufe gingen ihm seitdem nach. Insbesondere nachdem er erfahren hatte, welches Verbrechen hier stattgefunden hatte. Wie hatte jemand zwei Hauskätzchen in den See werfen und sie ihrem Schicksal überlassen können? Mit einem letzten Blick zu Schneestern, um zu überprüfen, ob die Anführerin Einwände hätte, begab sich Blitzgeist zum Uferrand. Er ließ sich ins Wasser gleiten und näherte sich der Stelle mit kräftigen Pfotenschlägen. Tief atmete der rotbraune Kater ein bevor er zu tauchen begann und sich die Wasseroberfläche über ihm schloss.

Keine Sorge. Ich hol euch da raus!



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