Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 loyalty on trial
151.Mond - 13.Tag des Blattfalls, Sonnenaufgang

Achatbrand

Achatbrand
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#11
19.02.2026, 14:23
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sentenced to death



Den Angriff von Achatbrand konnte der Kater ausweichen, doch dann griff Azurblick an und Wolfsnacht bekam ordentliche Schläge und Kratzer ab. Er und Fetzohr teilten einen Blick und schon wusste Achatbrand, dass sie gemeinsam angreifen würden. Wolfsnacht konnte ihnen nicht beiden ausweichen und so war es. Der Attacke des silbernen Katers wich er aus, doch Fetzohr konnte einen kräftigen Treffer landen und biss sich so fest, dass er auf Wolfsnachts Rücken blieb. Der Krieger konnte ihn nicht loswerden und das war die perfekte Möglichkeit für Achatbrand ihn anzugreifen. Der kompakte Kater stürmte nach vorne und verbiss sich im Halsfell des dunklen Kriegers, bis er das Blut schmecken konnte. Erst dann ließ Achatbrand los und sprang wieder auf Abstand, um nicht selbst angegriffen zu werden.
»Ergib dich deinem Schicksal, Verräter!« knurrte der Silberne wütend und blickte den Kater an. Er konnte nicht verstehen, wieso Wolfsnacht sich für die Liebe zu einer Kätzin aus dem WurzelClan entscheiden konnte. Wie konnte ein Krieger des GlutClans sich nur so so etwas schwachem hinreißen lassen? Hatte er keine Ehre in den Knochen? Und dann hat Fichtenstern ihn vor die Wahl gestellt und er entscheidet sich für den WurzelClan? Er muss Wolle im Hirn haben! Für Achatbrand gab es alles keinen Sinn, aber das einzige was jetzt zählte war es, Fichtensterns Auftrag auszuführen: Wolfsnacht müsste sterben.



@Fetzohr @Azurblick @Wolfsnacht
Alias — Efeu
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Wolfsnacht

Wolfsnacht
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#12
24.02.2026, 15:11
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My loyalty was never yours



Kaum hatte Wolfsnacht seinen Treffer gegen Achatbrand gelandet, ging es bereits weiter. Azurblick schoss vor, das Trommeln ihrer Pfoten auf dem nassen Untergrund drang an Wolfsnachts aufmerksam aufgestellte Ohren bevor die beiden Katzen aufeinanderprallten. Ihre scharfen Zähne erwischten seine Haut am Kehlsaum. Nicht tief genug, um ihn zu töten aber fest genug, um Halt zu finden und in seine Haut einzudringen. Sie riss ihn aus dem Gleichgewicht, Wolfsnacht taumelte rückwärts. Seine Hinterläufe rutschten auf dem aufgeweichten Boden weg und während er hart aufschlug, wurde ihm die Luft aus den Lungen gepresst. Er konnte froh sein, dass Azurblick ihn nicht so erwischt hatte, wie sie es wohl geplant oder gewollt hatte.
Die beiden rangen miteinander, der Kater wand sich unter der Kätzin und versuchte sie abzuschütteln. Es dauerte einige Herzschläge aber es gelang ihm. Seine Hinterpfote erwischte ihre Flanke und die Kätzin verrutschte für einen Herzschlag. Die Jungen. Wieso war er da nicht früher draufgekommen? Sie war immer noch trächtig und, auch wenn ihm der Gedanke, ungeborene Junge zu verletzen, nicht gefiel... Vielleicht war das seine einzige Chance zumindest Azurblick auf Abstand zu halten. Er warf sich zur Seite und die beiden rollten über den nassen Boden. Die zweite Anführerin und der Krieger knurrten und fauchten gleichermaßen während sie miteinanderrangen. Schließlich zielte Wolfsnacht auf Azurblicks Bauch, woraufhin sie abrupt abließ und zurücksprang.
Wolfsnacht kam eilig auf die Pfoten und schüttelte sich einmal. Blutstropfen flogen durch die Luft während sich sein Brustkorb schnell hob und senkte. Die Siamkätzin schlich einen halben Schritt um ihn herum, schnitt dem den Weg ab als Wolfsnacht einen weiteren Fluchtversuch zu unternehmen versuchte. Seine kräftigen Muskeln spannten sich unter seinem dichten Pelz an, bereit, selbst die zweite Anführerin anzugreifen. "Wir müssen das nicht unnötig in die Länge ziehen. Als Verräter stirbst du sowieso - ob du nun zusätzlich mutig oder feige bist, ändert nichts daran, dass unsere Ahnen auf dich spucken werden." Wolfsnacht schnaubte einmal. "Was ihr tut, ist Unrecht. Ihr reißt eine Familie der Liebe wegen auseinander. Was macht es, wenn sie aus verschiedenen Clans stammen?", entgegnete er, sein Schweif peitschte hinter seiner großen Erscheinung. "Die einzigen, auf die unsere Ahnen spucken werden, seid ihr, ihr Mörder."

Wolfsnacht hatte sich auf Azurblick konzentriert, die, in seinen goldenen Augen, die bisher größte Gefahr trotz ihrer Trächtigkeit darstellte. So hatte er den Blickwechsel zwischen Fetzohr und Achatbrand nicht bemerkt. Er schaffte es dennoch, Achatbrands Angriff auszuweichen. Doch genau das schien Fetzohr zu nutzen, indem er auf Wolfsnachts Rücken sprang und ihm ins Genick biss. Der massige Kater stieß ein zorniges Fauchen aus während er sich unter dem älteren Kater wand, um ihn abzuschütteln. Doch Fetzohr hielt seine Position, krallte sich in Wolfsnachts Flanken, um nicht abgeworfen zu werden. ”Gib auf, Wolfsnacht. Du hast verloren!”, zischte ihm der ältere Kater ins Ohr. Wolfsnacht legte seine Ohren an während er sich weiterwand. "Ich verliere nicht gegen Krähenfraß wie euch!", fauchte er zurück.

Abgelenkt von Fetzohrs Angriff und dessen Gewicht auf seinem breiten Kreuz, stürmte Achatbrand erneut vor und verbiss sich in Wolfsnachts Halsfell. Er spürte das verräterische Brennen als Blut in sein helles Fell sickerte und es zu färben begann. Dann sprang der kompakte Kater wieder auf Abstand während Wolfsnachts goldener Blick zu ihm zuckte. »Ergib dich deinem Schicksal, Verräter!«, knurrte der andere Kater wütend. Wolfsnacht gab als Antwort ein Knurren von sich. Nicht kampflos!



@Azurblick @Fetzohr @Achatbrand
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Azurblick

AzurblickNachtschrecken
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#13
11.03.2026, 11:58
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had enough


Der Boden war weich vom Regen und jeder Schritt ließ Wasser aus dem dunklen Erdreich aufsteigen. Azurblick spürte dies jedoch kaum, lag ihre gesamte Aufmerksamkeit doch auf Wolfsnacht. Er kämpfte noch immer mit einer Hartnäckigkeit, die sie beinahe als bewundernswert empfunden hätte - wäre sie nicht so vollkommen sinnlos gewesen.

Fetzohr hing bereits auf seinem Rücken, die Krallen tief in das Fell des Katers geschlagen, während Achatbrand immer wieder vorstieß und sich in Wolfsnachts Halsfell verbiss. Der Verräter knurrte, wandte sich, und versuchte die beiden vergeblich abzuschütteln. Ein starker Krieger, ohne Zweifel, aber nichtsdestotrotz ein Verräter. Sein Körper arbeitete verbissen gegen die Angriffe, Muskeln spannten sich unter dem dichten Pelz, und sein Atem drang schwer durch aufeinanderreibende Zähne.

Doch seine Stärke war nicht mehr bedeutend, hatte durch seine Entscheidungen an Wert verloren.

Die zweite Anführerin hatte sich nur einen Herzschlag weit zurückgezogen, als Wolfsnacht nach ihrem Bauch gezielt hatte. Ein kluger Versuch - oder zumindest ein verzweifelter. Sie wusste genau, weshalb er es getan hatte. Viele Katzen hätten gezögert, hätten vielleicht sogar Angst gehabt, ihre ungeborenen Jungen zu gefährden. Fichtensterns ungeborene Jungen.

Der Gedanke daran streifte ihr Bewusstsein nur kurz, wie ein kalter Windzug, der durch ihr dichtes Fell brach. Wolfsnachts Worte hingegen hallten länger nach. Liebe, Familie. Wie gewichtig waren schon Worte von jemandem, der seine eigentliche Familie vergessen hatte? Eine Überlegung, die ihre Schnurrhaare widerwillig zum zucken brachte.

Wie leicht diese Dinge doch ausgesprochen wurden. Wie gern sich Katzen hinter ihnen versteckten, wenn sie glaubten, damit ihre Entscheidungen rechtfertigen zu können. Für Azurblick klangen sie eher nach Ausreden - nach schwachen Versuchen, Verrat in etwas Edles zu verwandeln, das man romantisieren sollte. Der GlutClan hatte für solche Geschichten keinen Platz.

Als der alte Krieger sich fester in Wolfsnachts Rücken krallte und der große Kater erneut unter ihm wankte, setzte Azurblick sich wieder in Bewegung. Ihre langen Beine trugen sie lautlos über den aufgeweichten Boden, ehe sie mit einem schnellen Vorstoß in den Kampf eingriff. Ihre Krallen rissen in einem kurzen, präzisen Schlag über Wolfsnachts Schulter und Seite, als sie seine Kehle knapp verfehlte - nicht tief genug, um ihn direkt zu Fall zu bringen, aber ausreichend, um seinen ohnehin schon gestörten Gleichgewichtssinn weiter zu brechen.

Noch bevor seine Krallen sie erreichen konnten, hatte sie sich bereits wieder gelöst. Ein sauberer Schritt zurück, ohne weiteres Risiko einzugehen dem zu schaden, was sie unter ihrem Herzen trug. Missmutig betrachtete sie das Bild vor sich für einen Moment; Fetzohr, der beinahe schon auf ihm thronte, Achatbrand, bereit für den nächsten Angriff, und Wolfsnacht, der noch immer kämpfte, obwohl jeder Atemzug verriet, dass seine Kräfte schwanden.

Azurblicks Schweift peitschte langsam, aber irritiert, hinter ihr, während sich ihre Stimme ruhig zwischen das Knurren und Fauchen mischte. "Es reicht." Kein lauter Befehl, das war nicht von Nöten. Beide wussten bereits, was sie sagen würde. Sie sah es an der Spannung in ihren Körpern. "Bringt es zu Ende, wir haben wichtigeres zu tun." Die Siamkätzin trat ein paar Schritte zurück und ließ ihnen den Raum, den sie eigentlich gar nicht benötigen sollten. Ihre azurblauen Augen blieben auf Wolfsnacht gerichtet, ruhig, abschätzend und fast geduldig - der Blick einer Katze, die bereits wusste, wie dieser Kampf enden würde. Sie selbst nahm nicht mehr Teil.



@Wolfsnacht @Fichtenstern @Achatbrand @Fetzohr
Alias — Moxxie
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Fetzohr

Fetzohr
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#14
13.03.2026, 11:15
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Verräter werden nicht verschont

Azurblick entschied sich dazu zu sagen, dass es reiche und sie es zu Ende bringen sollten. In dem Augenblick buckelte der graue Kater und Fetzohr wurde von seinem Rücken geworfen. Im gleichen Atemzug drehte sich Wolfsnacht und biss Fetzohr in den Hals, verfehlte dabei knapp seine Kehle und drohendes Knurren verließ Fetzohr. Im Gegenzug kratzte er dem Kater mit den Krallen durchs Gesicht.
”Das ist dein Ende.”, murrte der alte Krieger, während der Verstoßene einen Angriff auf Achatbrand ausführte, sodass Fetzohr kurz zu Atem kommen konnte. Sein Hals brannte wie Feuer, doch er ignorierte es.
Achatbrand ließ den Angriff nicht auf sich sitzen, biss sich in Wolfsnachts Nacken fest und warf ihn um, sodass der Bauch des massigen Grauen offen lag. Diese Chance nutze Fetzohr. Er setzte nach vorn, zog seine gefährlichen Krallen über den Bauch Wolfsnachts und riss diesen auf.
Genugtuung trat in die Augen des alten Katers, der die blutigen Krallen wieder einzog. Das wäre sein Ende, selbst ein Heiler würde diese Verletzungen nicht mehr rechtzeitig heilen können. Höchstens ein Anführer mit mehreren Leben hätte es noch schaffen können, nachdem er ein Leben verlor.
”Wir sehen uns im SternenClan, Wolfsnacht.”, miaute Fetzohr noch, ehe er sich umdrehte und dem Sterbenden den Rücken kehrte.
Wolfsnacht war nicht mehr in der Lage, ihnen etwas zu tun. Er würde nun sterben, verbluten durch all die Verletzungen, die sie ihm zugefügt hatten. Auch wenn Fetzohr wusste, dass seine wohl die heftigste war, an der er letztendlich verenden würde. Doch es tat ihm nicht leid. Er zeigte keine Reue. Nein, mehr war er traurig. Traurig über den Verrat WOlfsnachts und der Entscheidung, die der Kater getroffen und sich so gegen seinen Clan gestellt hatte. Der Clan, der ihn großgezogen hatte. Der ihm eine Familie war.
Kopfschüttelnd vertrieb er die Gedanken. Er musste selbst schnell zu Brandnarbe. Wolfsnacht hatte ihm eine ordentliche Verletzung am Hals zugefügt und er merkte, wie sie noch leicht blutete. Es war nichts allzu wildes, aber um haaresbreite hätte er seine Kehle erwischt und vielleicht läge Fetzohr nun dort, wo Wolfsnacht lag. EIn Schaudern durchfuhr den alten Kater und er seufzte tief.
”Ich bin bereit nach Hause zu kehren.”, meinte er zu keinem bestimmten, aber hoffte, er könne sich schnell ausruhen. Seine alten Knochen waren auch nicht mehr die Jüngsten. Dennoch wollte er noch nicht zu den Ältesten gehen. Es schien, als habe er noch einen Plan. Oder vielleicht hatte der SternenClan diesen mit ihm.


@Achatbrand @Wolfsnacht @Azurblick @Fichtenstern
Alias — Kadse
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Wolfsnacht

Wolfsnacht
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#15
13.03.2026, 13:10
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Forever by your side, my love



Noch während Wolfsnacht versuchte, Fetzohr endlich von seinem Rücken herunterzubekommen, ging Azurblick wieder in den Angriff über. Ihre Krallen rissen kurz und präzise über Wolfsnachts Schulter und Seite, verfehlten aber seine Kehle knapp, weil er sich erneut zur Seite warf, um den älteren Kater von seinem Rücken abzuwerfen. Fast hätte der Kater aufgestöhnt wegen des abrupten Schmerzes. Die zweite Anführerin hatte er ausgeblendet in seinem Versuch, freizukommen. Sein Kopf schwang zu Azurblick herum bevor er mit seinen Krallen nach ihr schlug doch da war sie mit einem einzelnen Schritt wieder auf Abstand gegangen. Flinkes Wiesel. Er stieß ein Fauchen in ihre Richtung aus. Missmutig betrachtete sie die Szene, ihr Schweif peitschte langsam aber irritiert hinter ihr. "Es reicht." Ihre Stimme war ruhig, trug aber dennoch über das Fauchen und Knurren hinweg. "Bringt es zu Ende, wir haben wichtigeres zu tun." Anschließend trat die Siamkätzin ein paar Schritte zurück.

Wolfsnacht bäumte sich erneut auf, buckelte ein weiteres Mal und schaffte es endlich, Fetzohr abzuwerfen. Doch viel Zeit ließ der schwarze Kater dem älteren Krieger nicht. Noch während er herumfuhr, schnellte Wolfsnachts Kopf vor. Seine Zähne versenkten sich in Fetzohrs Hals, verfehlten aber knapp die Kehle wegen der Drehbewegung und seiner zunehmend verschwimmenden Sicht. Der ältere Kater stieß ein drohendes Knurren aus, kratzte Wolfsnacht durch das Gesicht. Der dunkle Kater kniff die Augen zusammen, öffnete seine Kiefer und spuckte Fetzohrs Blut auf dessen Pfoten während er zurücktrat. Sein massiger, muskulöser Körper war angespannt während er von Fetzohr zu Achatbrand sah. ”Das ist dein Ende.”, murrte Fetzohr als sich Wolfsnacht auf Achatbrand stürzte. Seine Krallen zielten auf Achatbrands Kehle, streiften sie allerdings nur, weil der gestreifte Kater bereits in Bewegung war. Er biss sich in Wolfsnachts Nacken fest und warf ihn um. Der dunkle Kater taumelte durch den Blutverlust und ging zu Boden mit einem Aufkeuchen. Nein! Sein weiches Bauchfell lag frei. Wolfsnacht wand sich verzweifelt, um aus Achatbrands Griff zu entkommen als Fetzohr schon über ihm aufragte. Bevor Wolfsnacht nach dem älteren Kater treten konnte, riss dieser seine Krallen über den Bauch. ”Wir sehen uns im SternenClan, Wolfsnacht.”, drang Fetzohrs Stimme an seine Ohren bevor sich der ältere Kater abwandte.

Der Schmerz kam nicht sofort. Für einen einzigen Herzschlag glaubte Wolfsnacht sogar, er hätte Fetzohrs Angriff abgewehrt. Dann fühlte er, wie sich etwas Warmes über seinen Bauch ergoss. Zu warm. Zu viel.

Sein Körper versteifte sich. Und er sah hinunter. Sein Bauchfell hing aufgerissen, dunkel vom Blut, das sofort über seine Flanken und in das Gras darunter sickerte. Der Wind fuhr hindurch. Kalt und schneidend. Er brachte den metallischen Geruch seines eigenen Blutes mit sich.

Sein Atem ging stoßweise. Schritte entfernten sich. Krallen raschelten durch das trockene Laub.

Dann war da nur noch der Wind.

Der Himmel über ihm war klar. Wolkenlos. Die Sonne stand bereits hoch genug, dass ihr Licht durch den Nebel brach. Das Gras am Donnerweg bog sich unter den stürmischen Böen, die über das offene Land jagten.

Wolfsnacht versuchte aufzustehen. Seine Vorderpfoten rutschten im Blut weg. Ein ersticktes Keuchen entwich ihm, als sein Körper wieder auf die Seite kippte. Jeder Atemzug brannte. Sein Herz schlug schneller als wollte es den Verlust ausgleichen, doch mit jedem Schlag wurde ihm kälter. Seine Sicht flackerte.

Der Donnerweg lag einige Schwanzlängen entfernt. Die schwarzen, glatten Steinplatten glänzten feucht im Morgenlicht. Und der beißende Gestank war so unangenehm wie eh und je.

Wolfsnacht blinzelte schwer, langsam, träge. Dann erstarrte er. Zwischen den Nebelschleiern stand eine Gestalt auf der anderen Seite.

Schwarz und weiß. Schlank. Gescheckt. Und ihre goldenen Augen leuchteten im Sonnenlicht wie flüssiges Feuer.

Sein Herz stolperte. "Schwanengold…?" Wolfsnachts Stimme war kaum mehr als ein raues Flüstern. Sie war so weit entfernt und doch hörte der Kater ihre Stimme als stünde sie neben ihm.

"Lass uns verschwinden, Wolfsnacht." Der Wind heulte über den Donnerweg. "Lass uns verschwinden von hier, die Clans hinter uns lassen und ein neues Leben beginnen." Zitternd hob sich seine Brust. Er erinnerte sich an diese Nacht. Vor einigen Tagen am Baumgeviert. Schwanengold hatte sich von ihm weggedreht, einen Sprung gemacht und in Richtung der untergehenden Sonne geblickt. "Lass uns der sinkenden Sonne folgen."

Seine Sicht verschwamm. Ihre Gestalt am Rand des Donnerwegs wurde undeutlich, er hörte ihre Stimme aber die Worte konnte er nicht verstehen. Doch ihre Augen... Ihre wunderschönen, goldenen Augen... Die blickte Wolfsnacht an, war unfähig seinen eigenen, goldenen Blick von ihnen abzuwenden.

"Wir machen unseren eigenen Clan auf, Wolfsnacht."

Ein bitteres, schwaches Lächeln zuckte über sein blutverschmiertes Gesicht. "Du… hattest recht…", murmelte der Kater heiser während Wind an seinem Fell zerrte. Als wollte ihm der Wind helfen, aufzustehen. Doch sein Körper gehorchte nicht mehr. Zu viel seines Bluts war in sein Fell und den Untergrund gesickert. Seine Pfoten fühlten sich taub an, Kälte kroch von seinem Bauch in seine Brust, seine Schultern, seinen Nacken. Er zwang sich dazu, seine Augen offen zu halten. Bis zu seinem letzten Atemzug wollte er in ihre wunderschönen Augen blicken.

Sie kam einen Schritt näher an den Donnerweg. Gerne hätte er ihr zugerufen, dass sie fernbleiben solle falls diese Monster noch in der Nähe waren. Er wollte nicht, dass auch noch sie ihr Leben verlieren würde. Ihres und das ihrer gemeinsamen, ungeborenen Jungen.

Die Jungen...

Wolfsnacht spürte, dass sich sein Herz schwach zusammenzog. Niemals würde er sie aufwachsen sehen, ihre ersten Worte hören, zusehen können, wie sie Schüler und später mächtige, starke Krieger werden würden. Zittrig atmete der Kater durch.

"Es… tut mir leid…" Sein Atem wurde flacher, seine Stimme leiser. "Ich hätte… mit dir gehen sollen."

Wolfsnacht spürte sein Herz langsamer schlagen.

Ein Schlag.

Noch einer.

Sein Blick blieb auf die goldenen Augen gerichtet. "Ich... bleibe... bei euch... Ich... beschütze... euch..."

Dann entwich sein letzter Atemzug.

Und sein massiger, eindrucksvoller Körper wurde still.

Der Wind strich über das blutgetränkte Gras, über sein dunkles, blutverklebtes Fell.

Und das letzte, was Wolfsnacht gesehen hatte, war seine trächtige Gefährtin, die er über alles geliebt hatte. So sehr, dass er sogar sein Leben für ihre Liebe gegeben hatte.



Angesprochen: @Schwanengold Erwähnt: @Azurblick @Fetzohr @Achatbrand
Alias — Jacky
Jacky ist Offline
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Fichtenstern, Wolfsnacht, Azurblick, Fetzohr, Achatbrand Lager des GlutClans, Haupthöhle -> Donnerweg


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