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heart of a warrior - Druckversion

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RE: heart of a warrior - Maulbeerpfote - 10.03.2026



Die junge Schülerin lauschte den Worten der älteren Katze mit Interesse. Sie wollte nichts fressen, also nickte Maulbeerpfote nur und respektierte das. Auch wenn sie gerne ihr Glück versucht hätte, doch es gab immer ein anderes Mal. Und im WurzelClan machte man schließlich nur die Beute, die auch wirklich nötig war und ließ den restlichen Wald wachsen.
Nach kurzer Zeit sprach Sonnenruf zu der Schülerin, ob sie mit ihrer Schwester nicht schaue, ob sie Blätter und Moos fänden und erklärte der Kätzin - die sich als Wind über offenem Moor vorgestellt hatte - wie man im WurzelClan Ältesten die letzte Ehre erwies, wenn man merkte, dass es mit ihnen zu Ende ging. Drosselruf mischte sich ein und meinte, er käme auch mit, was Dünenwind zu freuen schien. Die drei Katzen setzten sich in Bewegung. Maulbeerpfote merkte, dass ihr das gut tat. Sich zu bewegen. Die Worte von Wind über offenem Moor klangen so traurig, dass Maulbeerpfote sich schon beinahe in ihre eigene Gedankenwelt geflüchtet hätte. Doch nun etwas zu tun zu haben half der jungen Schülerin, die sich sofort suchend nach Moos umschaute. Blätter gab es zu der Jahreszeit schon einige auf dem Boden, aber sie würden bestimmt nur das beste vom Besten mitnehmen.
Ihre Schwester stupste sie sanft an und fragte, ob sie den Vogel noch wittere und ihr Glück versuchen möchte. Maulbeerpfote witterte, doch der Vogel von zuvor schien nicht mehr da zu sein. Aber ein anderer Geruch stieg ihr nach einigen Herzschlägen in die Nase. War es Maus? Oder Ratte? Das konnte sie noch nicht so gut auseinander halten. Tot war der Geruch für sie gut zu erkennen, doch jetzt verunsicherte es sie ein wenig.
”Ich… rieche Maus oder Ratte?”, miaute sie zögernd. ”Wenn es eine Ratte ist, gibst du mir Deckung?”
Die Frage wäre eigentlich unnötig gewesen. Maulbeerpfote wusste, dass Dünenwind ihr immer Deckung geben würde, doch irgendwie wollte sie es dennoch fragend überprüfen. Als Sicherheit für sich selbst.
Noch einmal prüfte die Schülerin die Luft, um die Ratte zu orten und machte sich bereit in die Richtung los zu schleichen, sobald Dünenwind ihr das Zeichen geben würde, dass sie dabei wäre.





RE: heart of a warrior - Nebelkrähe - 11.03.2026


Something new - something truly interessting



Irgendwie wurde es hektisch. Turbulent vielleicht sogar. Nicht dass etwas besonderes passierte, doch es kam Bewegung in die Gruppe. Ideen und Muskelspannungen. Auf Nebelkrähe machte es einen unglaublich geschäftigen und hektischen Eindruck.
Schon erschöpft, bevor überhaupt jemand los rannte oder er eingebunden wurde, ließ er sich leise stöhnend umfallen. Seine Pfoten berührten sacht die Fremde. Ein kurzes sanftes Lächeln, entschuldigend und zugleich freundliche Bande knüpfend, sollte sie Entschädigen für die Unanehmlichkeit.


Die Gedanken der Krähe wanderten. War sie gemeint mit Beobachterin des Waldes? Sie wirkte wie eine. Weise. Alt. Viel gesehen und viel Wissen. Zugleich fragte er sich ob es wirklich in Ordnung war sie so vieles zu fragen. Das Sprechen fiel ihr doch so schwer. Und sie konnte sich kaum noch halten. Gleichzeitig wollte er mehr. Mehr wissen. Mehr hören, mehr erfahren, schmecken und fühlen.
Er liebte Geschichten und er liebte es sie weiter zu verbreiten. Sie zu teilen und zu belustigen wenn die Tage schwer waren und die Katzen bedrückt. Sie gaben Hoffnung, Leichtigkeit und ließen Herzen erwärmen.
Einen Moment lang schwang sein Schweif herum ohne zu wissen wohin er sollte, schließlich legte die Nebelkrähe ihn sanft um die Fremde. Eine Geste um sie einzuschließen in ihrer Runde. Seine Wärme zu teilen und zu zeigen dass sei da waren.
Sollte sie auf ihrem letzten Weg noch etwas Wärme erhalten.


Für einen Herzschlag kam die Frage auf, wieso ihre Familie nicht bei ihr geblieben war. Doch diese verschwand, als die Kätzin erläuterte wie schlimm es um ihren Freund stand. Die moosgrünen Augen tasteten ihren Körper ab. Glitt wieder über die Zeichnungen und rätselten über Bedeutungen. Es hatte etwas. Interessantes.


“Unter Wurzeln alter Bäume... guter Ort zum Ruhen ist.“, der Kater schnurrte zustimmend. Sie versprachen sie hier zu verewigen und zu ehren wie ihre eigenen. Niemand von ihnen wusste wie schnell diese Ruhe der Katzen gestört werden sollten und der stille Fleck geschändet. Wie wild, ungemütlich, blutig und schreiend die Umgebung sich ändern würde. Der Ahnenbaum seine Tränen vergießen würde über das Leid das diesen Ort noch ereilt.
“Stamm des silbernen Himmels.“, flüsterte der Kater ehrfürchtig als sie davon Sprach und blickte zum Himmel ohne den Kopf zu wenden. Wann war er silbern? In der Nacht? Oder sah der Himmel generell anders aus als hier, dort wo sie her kam? Vielleicht war der Sonnenlauf ja auch anders oder die Farben wenn sie sich aus der Ruhe erhob, ihren Lauf nahm und dann wieder ins Bett brachte. Nebelkrähe schloss die Augen, wedelte etwas aufgeregt mit dem Schwanz, wobei er Wind über das Fell strich, und schnurrte.


“Ich dachte die Aufgabe eines Anführers sei immer gewesen die anderen zu führen? Kluge Entscheidungen zu treffen..“, miaute er schließlich. Verwarf dann den Gedanken und äußerte noch schneller: “Du scheinst spannende Orte zu kennen Wind. Orte alter Kräfte.. Das klingt spannend. Was meinst du damit genau?“


Sein Blick und die Aufmerksamkeit wanderte wieder zu denen die gingen, bevor er nachdenklich den Kopf hob und die Ohren zur Seite schnippte. Felsensprung blieb mit ihm bei Wind und bot an vom Clan zu erzählen. So ließ Nebelkrähe wieder den Kopf sinken und rollte sich etwas näher an Wind heran.
Er schloss die Augen und begann schnurrend einzudösen.



@Sonnenruf @Dünenwind @Maulbeerpfote @Drosselruf @Felsensprung



RE: heart of a warrior - Dünenwind - 12.03.2026


Einsame Seele


Die Worte der alten Kätzin begleiteten Dünenwind noch eine ganze Zeit lang, auch wenn sie sich mit Drosselruf und Maulbeerpfote allmählich immer weiter entfernte.
Sie hatte sich augenscheinlich gefreut, dass ihre Clangefährten sie auf ihrem letzten Weg begleiten wollten und Dünenwind wunderte sich abermals über die Kaltherzigkeit ihres Stammes, der sie einsam und schutzlos zum Sterben zurückließ. Nachdem sie so viel für ihresgleichen getan hatte verdiente sie sicherlich einen würdevolleren Abschied. Trauer erfasste die sonst so optimistische Kätzin und ihre Pfoten fühlten sich ein wenig schwerer an, ihre Schritte mühsamer.

“Ende nahe ich weiß… weil Körper flüstert. Knochen schwer...Atem dünn...Herz müde. Ahnen nicht rufen laut. Sanft sie rufen. Wie Wind durch Gras.“ Dünenwind seufzte leise, bevor sie sich entschieden den kurzen Pelz schüttelte. Zeit für andere Gedanken. Sie konnten den Lauf der Natur nicht verändern, doch zumindest konnten sie dafür sorgen, dass es eine sterbende Katze in ihren letzten Stunden bequem und warm hatte. Und dass sie nicht alleine war. Dünenwind straffte die Schultern und sah hinab zu Maulbeerpfote, die geschäftig nach dem Vogel schnupperte. Auch die Kriegerin konnte das gefiederte Tierchen nicht länger ausmachen, doch dafür hatte ihre Schwester etwas anderes gewittert. Maus oder Ratte? Dünenwind kannte die Antwort, ihr erfahreneres Näschen konnte sie aus der Brise herauslesen. Doch sie schwieg und stupste ihre Schwester aufmunternd an.

“Klar geb ich dir Rückendeckung! Immer!“, schnurrte sie und hob den Blick kurz zu Drosselruf, der in der Nähe stand, fragend. Sicherlich tat es der jungen Schülerin gut, auf andere Gedanken zu kommen und der Clan brauchte sowieso Beute. Lautlos schlich sie hinter ihrer kleinen Schwester her, die sich tatkräftig auf den Weg machte. Erneut warf Dünenwind Drosselruf einen Blick zu, ob er die Beute nicht von der anderen Seite aus abfangen wollte, wenn Maulbeerpfotes Versuch misslingen sollte. Dünenwind selbst würde der hellen Kätzin nicht von der Seite weichen.



@Sonnenruf @Maulbeerpfote @Felsensprung @Nebelkrähe @Drosselruf



RE: heart of a warrior - Felsensprung - 12.03.2026


And who are you, the proud cat said



Wind ließ ein raues Schnurren hören. "Bleiben ihr wollt…", murmelte sie langsam mit einem müden Lächeln. "Freundlich das ist. Nicht allein ich gehen dann.", fügte sie hinzu und schloss für einen Herzschlag die trüben Augen. Felsensprung musterte ihr bemaltes, altes Gesicht. "Freund… krank er war.", fuhr sie schlussendlich fort. "Kälte in Knochen… Atem kurz… Geist schon halb bei Sternen." Die Schweifspitze der Alten zuckte schwach. "Gefunden wir haben, was brauchen wir. Kräuter… Wasser aus kalter Quelle… alter Stein, unter dem sie wachsen.", erzählte sie und schnaufte leise. "Leben ihm gegeben vielleicht… oder nur Zeit. Manchmal Unterschied keiner ist." Dann öffnete sie ihre Augen langsam wieder und drehte ihren Kopf, um Nebelkrähe anzublicken. "Weg ich kannte… weil Wächterin ich war.", sprach Wind weiter. Ihre Stimme klang fast stolz trotz ihrer Müdigkeit. "Wächter gehen voraus… sehen Pfade, die andere sehen nicht. Darum sie folgen mir." Wind atmete einmal kurz durch. "Jetzt Wächter anderer sein wird. Wind bleibt nie ewig an einem Ort."
Ihr Blick glitt weiter zu Dünenwind. "Ende nahe ich weiß… weil Körper flüstert. Knochen schwer… Atem dünn… Herz müde." Wind blinzelte einmal langsam. Wie viel Zeit bleibt ihr noch? Felsensprung konnte es nicht genau sagen, war er doch kein Heiler. Doch sicher nicht mehr viel. "Ahnen nicht rufen laut. Sanft sie rufen. Wie Wind durch Gras.“ Ein schwaches Lächeln huschte über Winds Gesicht. "Und hören ich kann sie." Langsam senkte sich ihr trüber Blick zu Boden. "Freund leben wird vielleicht noch viele Blattwechsel. Das gut ist.", miaute sie mit einem weiteren, rumpelnden Schnurren. "Wächterin sein ich war lange. Genug das ist." Ihr Blick glitt den Ahnenbaum hinauf. "Unter Wurzeln alter Bäume… guter Ort zum Ruhen ist."

Einige Herzschläge lang schwieg Wind. "Moos ihr bringen wollt…", murmelte sie leise und blinzelte müde. "Weich das klingt." Als sich der Kater zu ihr gesetzt hatte, blinzelte die alte Kätzin langsam und löste ihren Blick von den Zweigen des Ahnenbaums, um ihn anzublicken. Aus der Nähe konnte er die Bemalungen sogar besser erkennen. "Stamm…", murmelte sie bevor ihr Blick in die Ferne wanderte. Felsensprung folgte ihrem Blick als könnte er sehen, was sie sah. "Stamm des Silbernen Himmels wir heißen.", begann sie schließlich mit einem schwachen, fast stolzen Schnurren. "Katzen dort leben nicht wie Clans… anders Wege sie gehen." Sie schloss ihre Augen langsam für einen Herzschlag bevor sie weitersprach."Anführer es gibt… über Stamm er wacht. Anführerin ich war… doch führen auch meine Aufgabe es war. Pfade ich kenne… Orte alter Kräfte… Quellen, Steine, Pflanzen unter Erde.", fuhr sie fort bevor sie einmal kurz durchatmete. "Seher an Seite des Wächters steht. Kräuter sie kennen… Zeichen der Ahnen lesen… Geist des Stammes hüten. Wächter folgen danach. Um zu schützen Stamm... und Gebiet." Ihre Ohren zuckten leicht. "Jäger ziehen über Moor… schnell sie sein müssen. Wind stark dort weht… Beute hört alles.", fuhr sie fort und ihr Blick wanderte wieder zu Felsensprung. "Zukünftige zu Wächter oder Jäger ausgebildet werden. Und Älteste Geschichten tragen... Erinnern Stamm daran, wer wir waren… und wer wir noch sind." Sie blinzelte einmal müde. "Von eurem Clan hören… gern ich würde.", miaute sie bevor ihre Stimme leiser wurde. "Ferne Geschichten… schönen Klang sie haben."

Felsensprung hatte registriert, dass sich Dünenwind und Maulbeerpfote Drosselruf angeschlossen hatten. Aufmerksam hatte er Winds Erklärung zu ihrem Stamm - dem Stamm des Silbernen Himmels - gelauscht. Interessant... Also ist der Aufbau ihres Stamms unseren Clans ähnlich...

Der braune Kater ließ seinen bernsteinfarbenen Blick für einen Herzschlag über die Umgebung des Ahnenbaums schweifen. "Unser Clan nennt sich WurzelClan. Neben ihm gibt es noch den GlutClan, NebelClan und BrisenClan in diesem Gebiet.", begann der Kater mit seiner Erklärung. Sein Blick kehrte zu der alten Kätzin zurück. "Unsere Clans sind ähnlich aufgebaut. Wir haben auch einen Anführer. Ihm steht sein Stellvertreter, der zweite Anführer, zur Seite, der den Clan übernimmt, wenn der amtierende Anführer sein letztes Leben verliert. Jeder Clan hat zusätzlich einen Heiler, ähnlich eurem Seher. Auch unsere Heiler heilen die Kranken und Verletzten und Empfangen Zeichen unserer Ahnen. Anführer können ebenfalls Zeichen der Ahnen empfangen.", erklärte Felsensprung ruhig weiter. "Wir unterscheiden allerdings nicht zwischen Wächtern und Jägern. Bei uns gibt es Krieger, die sowohl den Clan und das Gebiet verteidigen als auch jagen. Unsere Zukünftigen heißen Schüler und werden von ihrem jeweiligen Mentor ausgebildet, der ihm vom Anführer zugewiesen wird. Die Königinnen sind unsere Mütter. Es gibt trächtige Kätzinnen, die schon einige Zeit vor ihrer Niederkunft in die Kinderstube ziehen, manche ziehen aber auch erst kurz vor der Niederkunft ein. Nach der Geburt ihrer Jungen bleiben sie für 6 Monde in der Kinderstube bis ihre Jungen zu Schülern ernannt werden. Anschließend ziehen sie wieder in den Kriegerbau. Und die Ältesten dürften sowohl bei deinem Stamm als auch bei unseren Clans gleich sein.", fügte Felsensprung mit einem Hauch Belustigung hinzu. Eine weitere Frage interessierte ihn allerdings schon. "Unsere Anführer haben 9 Leben, die ihnen von ihren Ahnen verliehen werden. Hattest du auch 9 Leben?", fragte er fast etwas neugierig.



@Sonnenruf @Nebelkrähe @Dünenwind @Maulbeerpfote @Drosselruf @Silberluchs



RE: heart of a warrior - Maulbeerpfote - 14.03.2026


Ich liebe dich, Dünenwind

Maulbeerpfote schnurrte dankend bei den Worten ihrer Schwester Dünenwind. Die Schülerin wusste, sie konnte sich stets auf die große Schwester verlassen und Dünenwind würde in jeder Lebenslage stets für Maulbeerpfote da sein.
So begann sich die kleine cremefarbene Schülerin an ihre Beute heran zu pirschen. Die letzten Sonnenstrahlen warfen ihre Wärme durch die Bäume hindurch und einer traf Maulbeerpfotes gesicht, wodurch sie kurz zusammen zuckte und geblendet wurde. Sie hatte nicht damit gerechnet und sich erschrocken. Schnell sammelte sie sich jedoch wieder und schlich dem Geruch weiter entgegen. Solange, bis sie die Ratte sehen konnte. Es war also richtig, dass sie Dünenwind darum gebeten hatte sie zu unterstützen.
Maulbeerpfote spürte - ohne sich umdrehen zu müssen - dass ihre große Schwester ganz nah hinter ihr war. Zuneigung pulsierte durch die Adern der hellen Kätzin, die so viel Dankbarkeit und Liebe für ihre Schwester empfand. Mit diesem Wissen der Sicherheit sprang die Schülerin ab und verfehlte die Ratte relativ knapp, doch sie verfehlte sie.
Das Ungetüm schien jedoch nicht mit Maulbeerpfote kämpfen zu wollen, sondern hatte sich ähnlich erschreckt wie die Schülerin vor dem Sonnenstrahl. Also trat sie den Rückzug an und hechtete davon. Ob Dünenwind oder Drosselruf sie noch würden erreichen können?
Maulbeerpfote für ihren Teil war etwas enttäuscht. Sie wollte vor ihrer großen Schwester unbedingt gut dastehen. Ihr zeigen, was Hoppelsprung ihr schon beigebracht hatte. Doch stattdessen hatte sie sich blamiert, war erst vor einem Sonnenstrahl zusammengezuckt und hatte dann die Ratte nicht gefangen. Letzteres wäre definitiv nicht so schlimm gewesen, wäre ersteres nicht geschehen. Denn eine Ratte konnte auch für ausgewachsene Katzen gefährlich werden, wenn diese zum Angriff überging, was diese zum Glück nicht getan hatte.
Seufzend sah sich die cremefarbene Schülerin mit den leicht dunkleren Leopardenflecken im Fell sich um. Hatte einer der beiden Krieger ihre gewitterte Ratte zur Beute machen können? Oder war es gar wie damals bei Hoppelsprung und Lebenstraum, wo keiner die Beute hatte erwischt und sie am Ende alle darüber gelacht hatten? Bei der Erinnerung zuckten Maulbeerpfotes Schnurrhaare.


@Dünenwind @Drosselruf



RE: heart of a warrior - Drosselruf - 15.03.2026


A mysterious stranger and a peaceful arrival

Während Drosselruf vorrauslief und die Schwestern Dünenwind und Maulbeerpfote ihm folgten, hörte er ihnen zu und hielt währenddessen nach einer guten Moosquelle Ausschau. Oder Blättern. Aber Moos wäre angenehmer für die Fremde, fand er.
Innerlich seufzte er, als die Kätzinnen scheinbar vorhatten noch etwas zu fangen. Sie hatten später doch noch genug Zeit zu jagen. Jetzt war ihre Aufgabe eine andere. Aber er wollte nicht so sein. Also hielt er an, schnupperte und drehte sich halb zu den beiden um. Auf Dünenwinds fragenden Blick antwortete er mit einem knappen Nicken. “Die Beute hat keine Chance.”, miaute Drosselruf, zuversichtlich, dass Maulbeerpfote Erfolg haben würde. Und falls nicht wäre das auch nicht weiter schlimm. Sie war am lernen.

Er folgte ihnen still und entfernte sich ab einem bestimmten Punkt von den beiden, um sich auf er gegenüberliegenden Seite im Dickicht platzieren zu können. Duckend wartete er geduldig in seinem Versteck und beobachtete die helle Schülerin mit dem Leopardenmuster. Leicht schüttelte er mit einem kleinen Schmunzeln den Kopf als Maulbeerpfote sich vom Sonnenstrahl erschreckte.
Er spannte seinen Körper an, als die Ratte in seine Richtung flüchtete, mitten in das Gebüsch. Ein erschrockenes Quieken der Ratte, als sie genau in Drosselrufs Pfoten landete, dann ein kurzes fauchendes Geräusch, ehe diese verstummte. 

Wenige Herzschläge später sprang Drosselruf mit der Ratte im Maul aus seinem Versteck und lief den beiden entgegen. “Das Buschungeheuer hat die Ratte erwischt.”, sagte der Kater trocken und ließ die Beute vor Maulbeerpfote fallen. “Nicht ich.” Damit wollte Drosselruf eigentlich nur sagen, dass sie die Ratte als ihre Beute deklarieren konnte, obwohl ihr Versuch eigentlich misslungen war. 
Bevor sie richtig reagieren konnte, hatte Drosselruf sich allerdings schon abgewandt und setzte sich wieder in Bewegung. “Wir suchen jetzt etwas Material. Nehmt, soviel ihr tragen könnt.” Sein Ton war ernst, fast endgültig. Es klang wie ein ‘Genug gejagt fürs erste’. Sie sollten sich jetzt auf das konzentrieren, wofür sie eigentlich losgezogen waren.


@Dünenwind @Maulbeerpfote @Sonnenruf @Nebelkrähe @Felsensprung



RE: heart of a warrior - Spielleiter - 16.03.2026


and it's surely golden


Die alte Kätzin lauschte ruhig während Felsensprungs Erklärung. Ihre Brust hob und senkte sich langsam, flacher als zuvor. Manchmal schien sie einen Herzschlag lang nicht zu atmen bevor ihre Brust sich wieder stärker hob.

Als Felsensprung geendet hatte, blinzelte Wind träge. Ihre Bemalungen im Gesicht wirkten im Schatten des Ahnenbaums beinahe etwas verblasst. Ein schwaches, leises Schnurren drang aus ihrer Kehle.

"Viele Clans…" murmelte sie leise. "Vier Stimmen… unter einem Himmel." Ihre trüben Augen suchten den Himmel zwischen den Zweigen als versuche sie sich vorzustellen, wie die Welt aussah..

"WurzelClan… GlutClan… NebelClan… BrisenClan…" Ihre Stimme wurde leiser und rauer. "Weit verzweigt der Wald hier ist." Sie verlagerte ihr Gewicht langsam. Leicht zitterte ihr Körper dabei. "Sitzen… schwer wird."

Sie ließ sich tiefer auf die Seite sinken bis ihr alter Körper auf dem Waldboden ruhte. Die Blätter unter ihr raschelten leise während sie sich mit stärkeren Atemzügen eine bequeme Position suchte. "So besser ist."

Für ein paar Herzschläge ließ sie ihre Augen geschlossen während sie sich auf ihren Atem konzentrierte. Dann öffnete sie sie wieder halb.

"Neun Leben…", murmelte sie bevor sie den braunen Kater wieder anblickte. Ein schwaches, müdes Schnaufen entkam ihr. "Viele Leben das sind." Ihr Schwanzspitze zuckte einmal leicht. "Ein Leben nur Stamm des Silbernen Himmels hat. Doch lang es sein kann… wenn Wind trägt." Sie blinzelte einmal langsam. "Ahnen geben keine Leben… nur Zeichen. Wege sie zeigen… gehen müssen wir selbst."

Ihr Blick wanderte von Felsensprung zu Nebelkrähe, der sich dichter an sie gerollt hatte. Ein schwaches, rumpelndes Schnurren war die Antwort auf die Wärme seines Fells. "Orte alter Kräfte…", murmelte sie schließlich. Ihre Augen wurden schmal während sie sich zu erinnern versuchte. "Steine es gibt… älter als jeder Stamm. Wasser dort flüstert… selbst wenn Wind schweigt." Sie blinzelte müde. "Pflanzen dort wachsen… wo Mondlicht stark ist. Ahnen nah sie sind." Ihr Blick verschwamm kurz als würde es sie für einen Herzschlag von der Welt forttreiben. Die Kätzin blinzelte mehrfach, um ihren Blick zu fokussieren. "Manche Orte… erinnern sich." Ihre Stimme wurde etwas leiser. Sie räusperte sich bevor sie fortfuhr: "Dort Wächter gehen… hören… und bewahren." Sie atmete einmal tief durch bevor ihr Blick wieder zur Blätterkrone des Ahnenbaums wanderte. "Silbern Himmel manchmal auch hier wird sein...", murmelte sie. "Wenn Nacht still ist… und Sterne wach." Ihre Augen schlossen sich für einen Herzschlag halb als würde ihre Müdigkeit zu überwiegen beginnen. "Schön Wald euer ist."


@Sonnenruf @Drosselruf @Maulbeerpfote @Dünenwind @Felsensprung @Nebelkrähe



RE: heart of a warrior - Sonnenruf - 16.03.2026


speak, before I snarl



Zusammen mit den anderen lauschte Sonnenruf den Geschichten der alten Katze. Sie hatten gefunden, was sie für ihren Freund gesucht hatten und hoffentlich würde er wieder gesund werden. Doch die Kätzin hier, Wind, würde nicht gesund werden. Ihre Reise endete hier am Ahnenbaum und das noch heute. Sonnenruf fand es immer noch traurig, wenn sie darüber nachdachte. So weit weg von Zuhause und auch noch alleine. Warum sind ihre Clangefährten nicht bei ihr geblieben? Darüber dachte die Kätzin nach, doch wollte es nicht fragen, um die Kätzin nicht traurig zu machen. Vielleicht mussten sie schnell zu ihrem Freund..jeder Herzschlag zählte vielleicht..Hoffentlich finden sie heil wieder nach Hause..Sternenclan, zeig ihnen den Weg..
Auch Sonnenruf legte sich hin, wenn auch nicht ganz so nah wie Nebelkrähe. Die Kätzin spürte, wie es der alten Katze immer schwerer fiel zu atmen und zu antworten und so beschloss sie, dass sie etwas sprechen wollte.
So konnte Wind sich ausruhen, ihrer Stimme lauschen und spüren, dass sie nicht alleine war. Und hoffentlich kommen die anderen gleich mit Moos und Blättern zurück für ein schönes, letztes Nest für Wind.
»Lass mich dir die Geschichte des Ursprungs unserer Clans erzählen Wind. Die Geschichte erzählen wir immer unseren Jungen und eine jede Katze kennt sie« begann sie mit ruhiger Stimme. »Einst gab es zwei Katzen: Glut und Wurzel hießen sie und sie lebten mit der Kätzin Nebel und anderen Katzen zusammen. Es war eine einfache Gruppe, es überlebte der Stärkere und auch wenn sie sich gegenseitig irgendwie Schutz boten, so gab es keine Regeln oder eine feste Gemeinschaft. Wer sich nichts jagen konnte, der hatte eben nichts zum Fressen« miaute Sonnenruf ruhig und blickte kurz zu Felsensprung, dem sie versöhnlich zu blinzelte. Wenn sie von dem Ursprung der Clans sprach, fühlte sie sich mit ihren Mitkatzen sofort verbunden. »Doch eines Tages, oder eher eines Nachts zu Vollmond, führte es die drei Katzen Glut,Wurzel und Nebel zum Baumgeviert, der Mitte all unserer Clans, vielleicht seid ihr dort auch gewesen. Es sind vier hochgewachsene Eichen und ein großer Fels. Auf jenem Fels stand eine Katze, Sterne funkelten in ihrem Pelz und sie sah aus wie aus Licht geformt. Ihr Name war Stern. Die Zeit ohne Gesetze und Regeln sei vorbei und Stern riet den Katzen, dass sie Clans gründen sollten, in denen es eine Hierachie, Traditionen und Gesetze gab. Sie wollte die drei Katzen mit 9 Leben segnen, damit sie die Clans anführen konnten. Doch Glut, der Bruder von Wurzel, machte sich über Stern lustig und war hitzköpfig. So verdonnerte Stern ihn dazu, erst seine eigene Balance und Mitte zu finden, solange sollte er in dem Clan seines Bruders Wurzel leben. Vor Wut erzürnt, verschwand er von dem Baumgeviert und Nebel und Wurzel erhielten ihre 9 Leben, trugen fortan den Namen Nebelstern und Wurzelstern und waren Gründer ihrer Clans. Als sie zurückkehrten und ihrer Streunergruppe davon erzählten, waren nicht alle begeistert und glaubten ihnen, doch jene die es taten, folgten den Katzen und so zog Nebelstern mit dem Nebelclan zum offenem Gebiet am Wasser, während Wurzelstern mit dem WurzelClan in den Wald zog« setzte Sonnenruf ihre Geschichte fort und wartete kurz. Vielleicht wollte ja Nebelkrähe oder auch Felsensprung die Geschichte fortsetzen?
Abwartend blickte sie die beiden Kater an.



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RE: heart of a warrior - Dünenwind - 16.03.2026


Einsame Seele


Bald schon hatte Maulbeerpfote die Ratte ausgemacht und pirschte sich lautlose näher. Dünenwind hielt sich dicht hinter ihr und gab mit Adleraugen auf sie acht. Sie wusste, dass Ratten selbst ausgewachsenen Kriegern gefährlich werden konnten und wollte ganz bestimmt kein Risiko eingehen.

“Hey Sonnenruf, Moos haben wir zwar keines aber dafür wurde Maulbeerpfote böse von einer Ratte erwischt…“ Nein, danke! Lautlos folgte sie der hellen Schülerin und beobachtete zufrieden das Pirschen ihrer kleinen Schwester. Sie hatte seit ihrer Ernennung bereits viel gelernt. Dünenwind sah die Spannung in ihren Muskel, bevor sie kraftvoll absprang. Die Kriegerin reckte den Kopf, doch Maulbeerpfote schien die Ratte um eine Haaresbreite verfehlt zu haben. Der Nager quietschte kurz auf, bevor er panisch davonstob, genau auf Drosselruf zu. Dünenwind schlug mit dem Schweif und schnurrte zufrieden, als sie erneut ein Quieken von sich gab, und Drosselruf nur Herzschläge später mit der Ratte im Maul aus dem Gestrüpp sprang. Die Kriegerin stupste ihre kleine Schwester aufmunternd an.

“Du hast sie zwar nicht erwischt, aber du hast sie perfekt auf Drosselruf zugetrieben!“, schnurrte sie lobend, bevor sie leichtfüßig zu dem Krieger sprang und sich kurz schnurrend an ihn schmiegte.

“Danke!“, flüsterte sie, denn sie war froh, dass er ihnen diesen kurzen Jagdversuch nicht ausgeredet hatte. Maulbeerpfote hatte die Ablenkung sicher gut getan. Sie stupste den Krieger dankbar an, bevor sie ernst nickte.

“Ja, jetzt wird Moos gejagt!“, flötete sie gut gelaunt und machte sich auf die Suche nach großen Baumwurzeln oder schattigen Fleckchen, wo sich Moos häufig verbarg. Auch ihr tat der Abstand und die Bewegung ganz gut und es half, etwas zu tun zu haben. Dünenwind war keine Katze für Stillstand und vor allem war sie nicht gut darin, einer Fremden beim Sterben zuzustehen… Doch nun sollten sie dafür sorgen, dass sie schnell genug Moos fanden. Es war eine nette Idee, die alte Kätzin warm und weich zu betten. Hatte sie denn gar keine Angst vor dem Tod? Sie wirkte, als hätte sie ihren Frieden damit gemacht.



@Sonnenruf @Maulbeerpfote @Felsensprung @Nebelkrähe @Drosselruf



RE: heart of a warrior - Nebelkrähe - 17.03.2026


Is there even an answer?



“Ja... Viele Clans haben viele Stimmen. Dies ist manchmal nicht leicht. Es gibt viele Meinungen und auch Streitigkeiten – in ihnen liegen aber auch Möglichkeiten.“, maunzte die Nebelkrähe mehr abwesend als wirklich im hier. Er dachte an das derzeitige Problem und seinen festen Glauben, dass alles gut wird – wie sehr ihn dies noch erschüttern würde wusste er nicht. Auch nichts von dem was noch vor ihnen lag und sie alle tiefer erschüttern würde. Sie wanken lassen.
Schließlich öffnete der dunkle Kater die Augen und blickte suchend um sich: “Aber so verzweigt ist der Wald doch gar nicht...“, gab Nebelkrähe von sich. Er verstand nicht was Wind sagen wollte.

Wind empfand neun Leben als viele Leben, doch sie selbst sprach von einem langen Leben. War dies nicht irgendwo das gleiche? Er stellte sich beides lang und schwer vor. Nachdenklich legte Nebelkrähe seinen Schweif um sie, da sie nicht gegen seine Nähe protestierte. “Wie lang ist denn lang?“, fragte er neugierig. Wurden sie so alt wie Plattgesicht? Oder gar Älter? Vielleicht ging ihr Leben ja gar so lange wie das eines Baumes? Wäre das überhaupt möglich? Würden sie dann.. Er schüttelte den Kopf kurz.“Und wieso hängt die Länge des Lebens von dir ab?“
Der Kater legte den Kopf schief und betrachtete sie neugierig.

“Steine, Wasser, Pflanzen und Mond?“ Es war wie ein Rätsel für Nebelkrähe. Er wusste nicht was sie da umschrieb und doch kam es ihm bekannt vor, als hätte er von solch einem Ort schon einmal gehört. Dass er sich blass an Erzählungen vom Mondsee erinnerte und sie diesen vielleicht meinte erkannte er nicht.
“Wo soll das sein? Ist das hier? War euer Mittel auch hier? Oder musstet ihr noch viel weiter wandern? Wie viele Nächte seid ihr fortgegangen? Ist deine Heimat so weit? Und wieso sollte euer silberner Himmel auch hier sein?“
Nebelkrähe schlug klackend das Maul zu. Seine Augen weiteten sich. Die Alte war bereits so müde und das Reden fiel ihr so schwer. Und er fragte nach mehr.

“Entschuldige...“, murmelte er reumütig. “Du bist müde und ich frage dich so viel...“



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