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		<title><![CDATA[Felidae - Flusslauf]]></title>
		<link>https://felidae-warriors.de/</link>
		<description><![CDATA[Felidae - https://felidae-warriors.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 12:58:42 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[a fin-tastic rivalry]]></title>
			<link>https://felidae-warriors.de/showthread.php?tid=1140</link>
			<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 19:16:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://felidae-warriors.de/member.php?action=profile&uid=461">Dämmerlicht</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://felidae-warriors.de/showthread.php?tid=1140</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posting2">
<bi_column><section><span class="smallText"><br />
the river knows no borders<br />
</span></section></bi_column><br />
<bi_column><section><br />
<fieldset>Die Sonne hatte ihren Zenit lange verlassen und hing nun beinahe träge über dem fernen Horizont. Es war einer dieser selten gewordenen, sonnigen Tage gewesen und die Wärme hing noch in der abendlichen Luft, Vögel sangen freudig ihre Lieder und die Libellen summten geschäftig über das Flussbett. Dämmerlicht genoss den träumerisch schönen Anblick, betrachtete die langen Schatten, die sich spielerisch in den sanften Wellen brachen. Der Fluss war ruhig an diesem Tag, beinahe friedlich. Die junge Kriegerin trat näher ans Ufer, ließ ihre Pfoten von dem kühlen Nass umspielen. Sanft zog die Strömung daran, wie eine stumme Einladung. Gefährlich für jene, die dem Fluss nicht gewachsen waren.<br />
<br />
Sie senkte den Kopf hinab und trank ein paar Schlucke, während die Gischt frech um ihre Schnurrhaare tanzte. Grinsend hob sie den Kopf und schleckte sich übers Maul, bevor sie ein paar Schritte am Ufer entlang tappte, bis sie schließlich die Trittsteine erreicht hatte. Recht mittig befand sich ein Stein, der etwas höher über den Fluss hinausragte und der einladend in der Sonne glänzte. Vorfreudig spannte die dreifarbige Kriegerin die Muskeln und setzte hinüber, sprang von Stein zu Stein, bis sie den ausgewählten Trittstein erreicht hatte. Verzückt spürte sie die Sonnenwärme, die immer noch darin gespeichert war und legte sich darauf nieder, ließ den Schweif träge durchs Wasser pendeln. Er war groß genug, dass die schmale Kätzin zusammengerollt darauf Platz finden konnte und seit sie keine Schülerin mehr war, lag sie gerne an diesem vorwitzigen Ort. Hier hatte man eine gute Sicht auf das Territorium des WurzelClans, hörte das Rauschen des Flusses so laut und ungefiltert, wie sonst kaum irgendwo am Ufer und konnte an Abenden wie diesen sogar noch seine Muskeln wärmen. Zufrieden rekelte sie sich auf dem Stein, ließ nun auch ihre Vorderpfoten ins Wasser eintauchen, bevor sie sie wieder auf den Stein absetzte und die Abdrücke bewunderte, die ihre nassen Pfoten hinterließen. <br />
<br />
Lächelnd erhob sie sich wieder in eine sitzende Position und ließ ihren Blick über das Wasser schweifen. Warum nicht die Chance nutzen, noch etwas Beute mit nach Hause zu bringen? Regungslos saß sie nun auf dem Stein, elegant den Kopf erhoben und unbewegt ins Wasser starrend. <br />
</fieldset><br />
</section><br />
<div><img src="https://s1.directupload.eu/images/260323/ocrvk5uy.png" class="portraitImg"></div>
</bi_column><section><span class="smallText"><br />
@<a id="mention_429" href="member.php?action=profile&amp;uid=429" class="mentionme_mention" title="Nebelkrähe's Profil"><g15>Nebelkrähe</g15></a> <br />
</span></section></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posting2">
<bi_column><section><span class="smallText"><br />
the river knows no borders<br />
</span></section></bi_column><br />
<bi_column><section><br />
<fieldset>Die Sonne hatte ihren Zenit lange verlassen und hing nun beinahe träge über dem fernen Horizont. Es war einer dieser selten gewordenen, sonnigen Tage gewesen und die Wärme hing noch in der abendlichen Luft, Vögel sangen freudig ihre Lieder und die Libellen summten geschäftig über das Flussbett. Dämmerlicht genoss den träumerisch schönen Anblick, betrachtete die langen Schatten, die sich spielerisch in den sanften Wellen brachen. Der Fluss war ruhig an diesem Tag, beinahe friedlich. Die junge Kriegerin trat näher ans Ufer, ließ ihre Pfoten von dem kühlen Nass umspielen. Sanft zog die Strömung daran, wie eine stumme Einladung. Gefährlich für jene, die dem Fluss nicht gewachsen waren.<br />
<br />
Sie senkte den Kopf hinab und trank ein paar Schlucke, während die Gischt frech um ihre Schnurrhaare tanzte. Grinsend hob sie den Kopf und schleckte sich übers Maul, bevor sie ein paar Schritte am Ufer entlang tappte, bis sie schließlich die Trittsteine erreicht hatte. Recht mittig befand sich ein Stein, der etwas höher über den Fluss hinausragte und der einladend in der Sonne glänzte. Vorfreudig spannte die dreifarbige Kriegerin die Muskeln und setzte hinüber, sprang von Stein zu Stein, bis sie den ausgewählten Trittstein erreicht hatte. Verzückt spürte sie die Sonnenwärme, die immer noch darin gespeichert war und legte sich darauf nieder, ließ den Schweif träge durchs Wasser pendeln. Er war groß genug, dass die schmale Kätzin zusammengerollt darauf Platz finden konnte und seit sie keine Schülerin mehr war, lag sie gerne an diesem vorwitzigen Ort. Hier hatte man eine gute Sicht auf das Territorium des WurzelClans, hörte das Rauschen des Flusses so laut und ungefiltert, wie sonst kaum irgendwo am Ufer und konnte an Abenden wie diesen sogar noch seine Muskeln wärmen. Zufrieden rekelte sie sich auf dem Stein, ließ nun auch ihre Vorderpfoten ins Wasser eintauchen, bevor sie sie wieder auf den Stein absetzte und die Abdrücke bewunderte, die ihre nassen Pfoten hinterließen. <br />
<br />
Lächelnd erhob sie sich wieder in eine sitzende Position und ließ ihren Blick über das Wasser schweifen. Warum nicht die Chance nutzen, noch etwas Beute mit nach Hause zu bringen? Regungslos saß sie nun auf dem Stein, elegant den Kopf erhoben und unbewegt ins Wasser starrend. <br />
</fieldset><br />
</section><br />
<div><img src="https://s1.directupload.eu/images/260323/ocrvk5uy.png" class="portraitImg"></div>
</bi_column><section><span class="smallText"><br />
@<a id="mention_429" href="member.php?action=profile&amp;uid=429" class="mentionme_mention" title="Nebelkrähe's Profil"><g15>Nebelkrähe</g15></a> <br />
</span></section></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Starving Fog]]></title>
			<link>https://felidae-warriors.de/showthread.php?tid=1132</link>
			<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 13:44:00 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://felidae-warriors.de/member.php?action=profile&uid=326">Krähenruf</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://felidae-warriors.de/showthread.php?tid=1132</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posting2">
<bi_column><section><span class="smallText"><br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Alt ist, wer es zugibt </div>
</span></section></bi_column><br />
<bi_column><section><br />
<fieldset>Der Fluss lag da wie ein silbriges Band im Morgengrauen, halb verschluckt vom Nebel, halb wachgerüttelt vom leisen Murmeln der Strömung. Die Trittsteine ragten wie vergessene Zähne aus dem Wasser, und irgendwo dahinter begann bereits das Territorium des WurzelClans. Krähenruf hatte kein einziges Mal gefragt, ob sie mitkommen durfte. Sie war einfach mitgegangen. Heute hatte sie einen sonderlich guten Tag. Sie fühlte sich fit und wie zu ihrer Zeit als junge Kriegerin.<br />
<br />
„<b>Ihr glaubt doch wohl nicht, dass ich hier im Bau hocke, während Flussgeist euch losschickt wie eine Schar halber Schüler?</b>“ hatte sie geknurrt, noch bevor irgendjemand widersprechen konnte. Ihre trübgelben Augen hatten dabei besonders lange auf <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Dämmerlicht </span>geruht. Sie war jung, wach, schnell. Zu schnell vielleicht. Ohne Einladung, ohne Zustimmung, hatte sie sich zwischen <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Wolkenlied </span>und <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Amselsang </span>gedrängt, als gehöre sie dorthin. Was sie, in ihrem Kopf, tat. Immerhin war sie auch eine Kriegerin... zumindest in ihrem Kopf. <br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">✦</div>
Jetzt bewegte sie sich am Rand des Ufers entlang, das feuchte Gras unter ihren Pfoten, den Blick starr auf das Wasser gerichtet. <br />
<br />
„<b><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Eismond</span>, steh nicht so steif herum, du wirfst Schatten bis ins nächste Territorium</b>,“ zischte sie plötzlich, ohne den weißen Kater direkt anzusehen. „<b>Und du da</b>“ ihr Schweif zuckte in Richtung <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Wolkenlied </span>„<b>tritt leiser. Die Fische hören dich denken.</b>“<br />
<br />
Ob sie recht hatte oder nicht… das hatte für die alte Katze keinen Belang.<br />
<br />
Ein kaum hörbares Plopp durchschnitt die Luft. Krähenrufs Kopf schnellte herum. Ihre Haltung veränderte sich augenblicklich, aus der knochigen Ältesten wurde für einen flüchtigen Moment wieder die Kriegerin von einst.<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ein Frosch</span>.</div>
<br />
Sie duckte sich tief, ihr Körper spannte sich wie ein alter, aber ungebrochener Bogen. Ein Zittern ging durch ihre Hinterläufe . Alter, Kälte… oder Ungeduld. Dann sprang sie. Wasser spritzte, Schlamm flog, doch ihre Zähne schlossen sich präzise um die glitschige Beute. Als sie wieder auftauchte, hing der Frosch schlaff zwischen ihren Kiefern. Ein kehliges, zufriedenes Geräusch entkam ihr. „<b>So macht man das.</b>“ murmelte sie, mehr für sich oder vielleicht für jemanden, der gar nicht da war. Einige Herzschläge vergingen. Ihr Blick wanderte in die Ferne. „<b>Blitzherz hätte euch dafür den Pelz geschoren…</b>“ Sie legte den Frosch ab, scharrte hastig darüber, dann hob sie wieder den Kopf. Da.<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Noch ein Frosch</span>.</div>
<br />
Dieses Mal wartete sie länger. Ihre Augen verengten sich, ihr Atem wurde flach. Für einen Moment schien selbst der Nebel innezuhalten, so nahm sie es war. Ein zweiter Sprung, weniger elegant, viel schwerer. Doch erfolgreich. Als sie den zweiten Frosch ablegte, hob sie das Kinn, ihre trüben Augen blitzten auf. „<b>Zwei.</b>“ sagte sie knapp und warf einen schiefen Blick zu <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Amselsang</span>, als würde sie sie herausfordern, es besser zu machen. „<b>Ich hoffe, ihr anderen bringt mehr zurück als nasse Pfoten.</b>“<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Aber dann,<br />
bewegte sich etwas unter der Wasseroberfläche.<br />
Groß. Ruhig. Verlockend.</div>
<br />
Krähenrufs Körper erstarrte. Ihre Aufmerksamkeit erhöhte sich. Der Rest der Patrouille, Dämmerlicht, Wolkenlied, Amselsang und Eismond, verblasste für einen Moment zu bloßen Schatten am Rand ihres Blickfelds. Nur der Fisch zählte. Langsam verlagerte sie ihr Gewicht. Ihre Pfoten suchten Halt im Schlamm, ihr Schweif wurde starr. Ein Sprung. Allerdings zu spät. Das Wasser brach auf wie Glas. Der Fisch schoss davon, ein silberner Blitz, der nur noch Wellen zurückließ. Krähenrufs Pfoten trafen Leere, sie rutschte, fing sich gerade noch, bevor sie tiefer ins Wasser glitt. Ein Knurren, rau und scharf, schnitt durch die Stille. Für einen Herzschlag blieb sie reglos stehen. Wasser tropfte von ihrem Fell, ihre Flanken hoben und senkten sich. Dann richtete sie sich auf.<br />
<br />
„<b>Absicht.</b>“ knurrte sie und warf einen Blick über die Patrouille, als hätte jemand gewagt, sie zu hinterfragen. „<b>Zu alt. Bestimmt zäh wie Krähenfleisch. Hätte niemanden satt gemacht.</b>“ Ihr Blick blieb einen Moment zu lange auf <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Dämmerlicht </span>hängen. Dann wanderte er weiter, irgendwie... suchend? „<b>Weiter.</b>“ fügte sie schließlich schroff hinzu. „<b>Der Clan erwartet Beute, keine Ausreden.</b>“ Ohne auf eine Reaktion zu warten, wandte sich Krähenruf wieder dem Ufer zu und setzte ihren Weg fort. Den Kopf erhoben, den Schritt fest. Als wäre sie nie gestrauchelt. <br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">✦</div>
Als jeder genügend Jagdversuche unternommen hatte, packte sie ihre Beute und trat den Rückweg zum Lager an mit ihren Clangefährten.<br />
<br />
</fieldset><br />
</section><br />
<div><img src="https://i.ibb.co/M56C03CN/kr-he-postvorlage1.png" class="portraitImg"></div>
</bi_column><section><span class="smallText"><br />
@<a id="mention_416" href="member.php?action=profile&amp;uid=416" class="mentionme_mention" title="Amselsang's Profil"><g17>Amselsang</g17></a> @<a id="mention_373" href="member.php?action=profile&amp;uid=373" class="mentionme_mention" title="Dämmerlicht's Profil"><g17>Dämmerlicht</g17></a> @<a id="mention_322" href="member.php?action=profile&amp;uid=322" class="mentionme_mention" title="Eismond's Profil"><g17>Eismond</g17></a> @<a id="mention_425" href="member.php?action=profile&amp;uid=425" class="mentionme_mention" title="Wolkenlied's Profil"><g17>Wolkenlied</g17></a> <br />
</span></section></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posting2">
<bi_column><section><span class="smallText"><br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Alt ist, wer es zugibt </div>
</span></section></bi_column><br />
<bi_column><section><br />
<fieldset>Der Fluss lag da wie ein silbriges Band im Morgengrauen, halb verschluckt vom Nebel, halb wachgerüttelt vom leisen Murmeln der Strömung. Die Trittsteine ragten wie vergessene Zähne aus dem Wasser, und irgendwo dahinter begann bereits das Territorium des WurzelClans. Krähenruf hatte kein einziges Mal gefragt, ob sie mitkommen durfte. Sie war einfach mitgegangen. Heute hatte sie einen sonderlich guten Tag. Sie fühlte sich fit und wie zu ihrer Zeit als junge Kriegerin.<br />
<br />
„<b>Ihr glaubt doch wohl nicht, dass ich hier im Bau hocke, während Flussgeist euch losschickt wie eine Schar halber Schüler?</b>“ hatte sie geknurrt, noch bevor irgendjemand widersprechen konnte. Ihre trübgelben Augen hatten dabei besonders lange auf <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Dämmerlicht </span>geruht. Sie war jung, wach, schnell. Zu schnell vielleicht. Ohne Einladung, ohne Zustimmung, hatte sie sich zwischen <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Wolkenlied </span>und <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Amselsang </span>gedrängt, als gehöre sie dorthin. Was sie, in ihrem Kopf, tat. Immerhin war sie auch eine Kriegerin... zumindest in ihrem Kopf. <br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">✦</div>
Jetzt bewegte sie sich am Rand des Ufers entlang, das feuchte Gras unter ihren Pfoten, den Blick starr auf das Wasser gerichtet. <br />
<br />
„<b><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Eismond</span>, steh nicht so steif herum, du wirfst Schatten bis ins nächste Territorium</b>,“ zischte sie plötzlich, ohne den weißen Kater direkt anzusehen. „<b>Und du da</b>“ ihr Schweif zuckte in Richtung <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Wolkenlied </span>„<b>tritt leiser. Die Fische hören dich denken.</b>“<br />
<br />
Ob sie recht hatte oder nicht… das hatte für die alte Katze keinen Belang.<br />
<br />
Ein kaum hörbares Plopp durchschnitt die Luft. Krähenrufs Kopf schnellte herum. Ihre Haltung veränderte sich augenblicklich, aus der knochigen Ältesten wurde für einen flüchtigen Moment wieder die Kriegerin von einst.<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ein Frosch</span>.</div>
<br />
Sie duckte sich tief, ihr Körper spannte sich wie ein alter, aber ungebrochener Bogen. Ein Zittern ging durch ihre Hinterläufe . Alter, Kälte… oder Ungeduld. Dann sprang sie. Wasser spritzte, Schlamm flog, doch ihre Zähne schlossen sich präzise um die glitschige Beute. Als sie wieder auftauchte, hing der Frosch schlaff zwischen ihren Kiefern. Ein kehliges, zufriedenes Geräusch entkam ihr. „<b>So macht man das.</b>“ murmelte sie, mehr für sich oder vielleicht für jemanden, der gar nicht da war. Einige Herzschläge vergingen. Ihr Blick wanderte in die Ferne. „<b>Blitzherz hätte euch dafür den Pelz geschoren…</b>“ Sie legte den Frosch ab, scharrte hastig darüber, dann hob sie wieder den Kopf. Da.<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Noch ein Frosch</span>.</div>
<br />
Dieses Mal wartete sie länger. Ihre Augen verengten sich, ihr Atem wurde flach. Für einen Moment schien selbst der Nebel innezuhalten, so nahm sie es war. Ein zweiter Sprung, weniger elegant, viel schwerer. Doch erfolgreich. Als sie den zweiten Frosch ablegte, hob sie das Kinn, ihre trüben Augen blitzten auf. „<b>Zwei.</b>“ sagte sie knapp und warf einen schiefen Blick zu <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Amselsang</span>, als würde sie sie herausfordern, es besser zu machen. „<b>Ich hoffe, ihr anderen bringt mehr zurück als nasse Pfoten.</b>“<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Aber dann,<br />
bewegte sich etwas unter der Wasseroberfläche.<br />
Groß. Ruhig. Verlockend.</div>
<br />
Krähenrufs Körper erstarrte. Ihre Aufmerksamkeit erhöhte sich. Der Rest der Patrouille, Dämmerlicht, Wolkenlied, Amselsang und Eismond, verblasste für einen Moment zu bloßen Schatten am Rand ihres Blickfelds. Nur der Fisch zählte. Langsam verlagerte sie ihr Gewicht. Ihre Pfoten suchten Halt im Schlamm, ihr Schweif wurde starr. Ein Sprung. Allerdings zu spät. Das Wasser brach auf wie Glas. Der Fisch schoss davon, ein silberner Blitz, der nur noch Wellen zurückließ. Krähenrufs Pfoten trafen Leere, sie rutschte, fing sich gerade noch, bevor sie tiefer ins Wasser glitt. Ein Knurren, rau und scharf, schnitt durch die Stille. Für einen Herzschlag blieb sie reglos stehen. Wasser tropfte von ihrem Fell, ihre Flanken hoben und senkten sich. Dann richtete sie sich auf.<br />
<br />
„<b>Absicht.</b>“ knurrte sie und warf einen Blick über die Patrouille, als hätte jemand gewagt, sie zu hinterfragen. „<b>Zu alt. Bestimmt zäh wie Krähenfleisch. Hätte niemanden satt gemacht.</b>“ Ihr Blick blieb einen Moment zu lange auf <span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Dämmerlicht </span>hängen. Dann wanderte er weiter, irgendwie... suchend? „<b>Weiter.</b>“ fügte sie schließlich schroff hinzu. „<b>Der Clan erwartet Beute, keine Ausreden.</b>“ Ohne auf eine Reaktion zu warten, wandte sich Krähenruf wieder dem Ufer zu und setzte ihren Weg fort. Den Kopf erhoben, den Schritt fest. Als wäre sie nie gestrauchelt. <br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">✦</div>
Als jeder genügend Jagdversuche unternommen hatte, packte sie ihre Beute und trat den Rückweg zum Lager an mit ihren Clangefährten.<br />
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</fieldset><br />
</section><br />
<div><img src="https://i.ibb.co/M56C03CN/kr-he-postvorlage1.png" class="portraitImg"></div>
</bi_column><section><span class="smallText"><br />
@<a id="mention_416" href="member.php?action=profile&amp;uid=416" class="mentionme_mention" title="Amselsang's Profil"><g17>Amselsang</g17></a> @<a id="mention_373" href="member.php?action=profile&amp;uid=373" class="mentionme_mention" title="Dämmerlicht's Profil"><g17>Dämmerlicht</g17></a> @<a id="mention_322" href="member.php?action=profile&amp;uid=322" class="mentionme_mention" title="Eismond's Profil"><g17>Eismond</g17></a> @<a id="mention_425" href="member.php?action=profile&amp;uid=425" class="mentionme_mention" title="Wolkenlied's Profil"><g17>Wolkenlied</g17></a> <br />
</span></section></div>]]></content:encoded>
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