Gast
Felidae
Einleitung
Willkommen in Felidae, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und uralter Traditionen. In den Tiefen des Waldes leben vier mächtige Clans, jeder mit seiner eigenen Kultur und Bestimmung. In diesem Rollenspiel wirst du nicht nur ein Charakter sein, sondern dein ganz eigenes Schicksal formen und Geschichte schreiben - vielleicht sogar die anderer. Mit einzigartigen Talentbäumen, individuellen Attributen und einem innovativen Würfelsystem meisterst du all die Herausforderungen, die dich erwarten. Tritt ein in die Welt von Felidae, wo jede deiner Entscheidungen zählt und das Schicksal der Clans in deinen Pfoten liegt.
Willkommen
Team

Wetter
5 - 11°C

Der Blattfall schreitet stetig voran. Immer mehr Bäume verlieren ihre bunten Kronen, und der Boden ist nun oft bedeckt von einem raschelnden Teppich aus feuchten, rotgoldenen Blättern. Der Wind hat an Kraft gewonnen – kühl und beständig weht er durch das Gebiet und treibt die Wolken vor sich her. Immer seltener lässt sich die Sonne blicken, und wenn sie es tut, dann nur schwach, fast schüchtern. Regen fällt häufiger als zuvor: in langen, dünnen Schleiern oder mit kalten, prasselnden Tropfen. Die Erde ist vielerorts aufgeweicht, Pfoten sinken rasch ein, und die Luft ist durchzogen vom Geruch nassen Laubs und modriger Wurzeln. Die Nächte sind deutlich kälter geworden – ein Vorbote des nahenden ersten Frostes.
Mond 151
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 The return of the curse
151. Mond - 1. Tag des Blattfalls, Sonnenhoch

Schneewehe

Schneewehe
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#1
30.01.2026, 14:56
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Wir werden nie erfahr'n,
Was uns verloren ging


 Angenehm warm schien der helle Feuerball vom klaren blauen Firmament. Einem letztem sommerlichen Gruß gleich küsste er den Boden, ließ die Pflanzen noch einmal aufbegehren und sich gen Himmel recken. Jede einzelne erstrahlte in ihrem Glanz, verströmte ihren betörenden Duft.
Zwei Pfoten hielten vor einem Gänseblümchen an. Eine weiße Schnauze beugte sich über diese und eine braun-rötliche Nase schnupperte vorsichtig an der Blume.
Weitere Pfoten gesellten sich zu dem Paar.
Die einen blass grau, die anderen in einem kräftigen dunklen Ton.
Auf Grund der Annäherung der anderen Pfoten, hob sich der Kopf wieder, erstreckte sich zu seiner Höhe und blinzelte freundlich den zwei Gesichtern entgegen die sich dazu gesellt hatten.

Drei Katzen standen im Schein der Sonne auf einer Wiese.
Weit weg om donnernden Weg, dessen Monster so manches mal noch zu ihnen hinauf drangen. Der weiß-silbernen Katze entlockte dies gelegentlich ein nervöses Zucken der Ohren.
“Siebenundzwanzig Monde.“, miaute sie. Ein Funkeln glitzerte in den eisblauen Augen.
“Aber ob sie sich erinnern?“, fragte sie anschließend verschwörerisch.
Ihr Blick wanderte zu der Kätzin mit der dunklen Maske und anschließend zum Kater. Ein nervöses, zugleich aufgeregtes Zucken ging durch ihren Schwanz.
Geduldig wartete sie auf die Meinung der beiden anderen. Gleichzeitig musterte sie die seltsam anmutenden Zweibeiner Nester und ihre Siedlung.
Alte Gerüche, Geräusche und Eindrücke kamen in ihr hoch.
Ob sie noch immer da waren?
Ob es sie noch immer gab?
Oder waren sie weitergezogen?
Hatten sie sich eventuell verändert?
Oder waren sie gar nicht mehr wieder zu erkennen?
Ein Gefühl der Aufregung machte sich in der dunkelgrau getigerten Kätzin breit. Es kroch ihre Pfoten hinauf. Ein ambivalentes Gemisch aus Neugier und Unsicherheit.
War es vielleicht dieses Gefühl, welches die dunkel maskierte verspürte bevor ihre zittrige Pfote zuschlug? Ein spottendes Grinsen huschte auf ihr Gesicht und verschwand kurz später wieder.

Nachdenklich blieb der Blick der jungen Katze an den grünen, wilden und doch sortiert bewachsenen Flächen hängen. Die Nester waren kleiner, einige aus Holz und manch eine nicht größer als das Nest für die Monster der donnernden Wege.
Sie kniff die Augen zusammen.
“Aber meintest du nicht, du hättest den perfekten Platz für uns gefunden?“, maunzte sie misstrauisch. “Aber alles was ich hier sehe ist die Vorhut ihrer Nester mit der künstlichen Naturdarstellung. Bist du dir wirklich sicher, hier einen Ort gefunden zu haben? Die Blattleere naht. Wir sind zurück, aber ohne ein Nest?“
Ihr misstrauischer Ton spiegelte sich in ihrem skeptischen Blick wieder.
“Silberstille“
Eine Warnung?
Oder doch viel mehr eine Frage?


Alias — nessjas
nessjas ist Offline
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Silberstille

Silberstille
Posted on:
#2
01.02.2026, 20:47
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We'll make them remember.


Silberstille spürte es tief ein seinem Inneren. Dieses warme Gefühl, endlich angekommen zu sein. Er ließ seine blauen Iriden langsam über die Landschaft gleiten, die Zweibeinerpfade, die kalten Nester und die schlafenden Monster, die überall in den Gassen lauerten. Dies hier war kein Ort für Katzen, doch schon bald würde sie ihr endgültiges Ziel erreicht haben.

“Siebenundzwanzig Monde.“, sprach seine Schwester neben ihm und Silberstille legte seine ruhigen Augen auf ihr Gesicht, sah die gleiche freudige Erwartung in ihren Augen glitzern, die ihn selbst dazu gebracht hatte, diesen weiten Weg zurückzulegen.

“Aber ob sie sich erinnern?“ Silberstille senkte kurz den Blick, spielte einen Moment lang mit den Krallen am Boden, bevor er den Blick hob und ein kühles Grinsen seine Lefzen umspielte.

“Ich bin mir sicher, sie werden sich erinnern.“, antwortete er süffisant und ließ seinen Blick weiterwandern zu dem dritten Mitglied ihrer kleinen Gruppe. Seine Schwestern und er hatten viele Tagesmärsche hinter sich und doch fühlte sich Silberstille beschwingt und beflügelt. Wenn der Clan sie vergessen hatte, dann würden sie ihn eben erinnern.

Schneewehe erhob erneut das Wort und Silberstille zuckte mit einem Ohr, als er den kritischen Unterton in ihren Worten vernahm. Hach, seine Schwester, ständig hinterfragend, immer skeptisch. Silberstille blinzelte ihr zu. Sie waren am morgen ausgeschwärmt und der Kater hatte bei seiner Patrouille ein beeindruckend großes, verlassenes Zweibeinernest gefunden. Er wusste nicht genau, was die Zweibeiner früher an diesem Ort getan hatten, denn es unterschied sich von den Nestern, in denen sie wohnten. Doch schon lange schien kein Zweibeiner mehr dort gewesen zu sein, außer Ratten und Mäusen hatte er niemanden angetroffen. Und andere Katzen würden sich schon bald fernhalten, wenn er und seine Schwestern sich dort breit machten. Er lächelte leicht bei dem Gedanken daran.

“Perfekt liegt im Auge des Betrachters, würde ich sagen.“, sprach der Kater und setzte sich entspannt nieder, die blauen Augen selbstsicher auf seine Schwester legend. “Aber fürs erste sollte es reichen. Und wir haben definitiv schon schlechter gelebt. Kommt, ich führe euch hin.“ Er erhob sich wieder und warf den beiden einen einladenden Blick zu.



@Schneewehe @Traumfresser
Alias — Haku
Haku ist Offline
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Schneewehe, Silberstille, Traumfresser Donnerschlangenort


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