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When the shadows fade - Druckversion

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When the shadows fade - Dünenwind - 24.03.2026


Morning hunt


Es war noch früh am Morgen, als die Jagdpatrouille sich aus dem WurzelClan Lager entfernt hatte und den Weg zum Lichthain angetreten war. Die Vögel erwachten gerade träge aus ihrem Schlaf und begrüßten singend den neuen Morgen. Leichter Nebel lag noch über dem Wald, doch der Himmel war klar. Es versprach ein schöner Tag zu werden.
Dünenwind spürte, wie ihre Wunden vom Ahnenbaumkampf von Tag zu Tag weiter verheilten und heute fühlte sie sich beinahe wieder wie die Alte. Dennoch, seit diesem Tag lag ein Schatten über dem Wald, der nichts mit der aufgehenden Sonne zu tun hatte, die ihre Lichtstrahlen zaghaft durch die dichten Bäume schickte… Umso mehr gefiel es ihr, dass sie heute mit so guten Freunden unterwegs sein durfte.
 
“Viel Erfolg euch allen. Wir treffen uns später genau hier wieder!“, wies sie ihre kleine Patrouille an und winkte ihren Freunden keck mit der Schweifspitze zu, bevor sie sich auf die Suche nach Beute begab. Das Laub raschelte leise unter ihren Pfoten, doch das sollte nicht das einzige Geräusch an diesem Morgen bleiben. Die Kriegerin hielt inne und spitzte die Ohren, als ein leises Fiepen durch den Wald zu hören war. Lautlos schlich sie ein wenig näher, bis sie die beiden Mäuse ausmachen konnte, die geschäftig zwischen de Wurzeln einer kleinen Buche herumkrabbelten. Dünenwinds Krallen gruben sich erwartungsvoll in den Boden, als sie flink und leise näher kroch. Die beiden Nager schienen sie noch nicht bemerkt zu haben und Dünenwind war fest entschlossen, alle beide zu fangen. Mit einem kraftvollen Sprung warf sie sich vor, blockierte genau das Loch, in welches die beiden panischen Nager flüchten wollten. Die eine erwischte sie fast sofort, tötete sie mit einem schnellen Biss und ließ sie achtlos fallen, bevor sie sich an die zweite heftete, die fiepend und brüllend ins Unterholz verschwinden wollte. Doch die Jägerin war schneller, packte den Schwanz mit den Krallen und riss die Maus zurück, bevor sie die sichere Deckung erreichen konnte. Mit einem gezielten Biss erlegte sie auch die zweite Maus, bevor sie beide sicher unter einem Lauhaufen verstaute, um sie später wieder einzusammeln.
 
Mit zuckenden Schnurrhaaren und äußerst zufrieden über ihren Erfolg, machte sie sich wieder auf den Weg und suchte nach weiterer Beute. Es dauerte nicht lange, bis sie eine Elster ausmachte, die am Boden zwischen dem Laub wühlte. Dünenwind spannte die Muskeln an, während sie lautlos näher schlich. Die Elter schien völlig mit sich selbst beschäftigt und hatte keine Ahnung von der tödlichen Gefahr, die sich hinter ihre zum Sprung bereit machte.
 
Flatternd sprang sie auf, als Dünenwind losstürzte, doch es war zu spät, die Kriegerin erwischte den Vogel zielsicher im Flug und presste ihn zurück zu Boden. Schnell tötete sie das panisch flatternde Tier. Äußerst zufrieden nahm sie den Vogel auf, trabte zurück zu ihren Mäusen und kehrte dann voll beladen zurück zum Treffpunkt.



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