Hunting in fading light
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Hunting in fading light
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Sonnenfall
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23.03.2026
Instinct never forgets
Weil es noch immer recht knapp für den Frischbeutehaufen des BrisenClans aussah, wurden noch weitere Patrouillen losgeschickt. Die hier bestand aus Sonnenfall, Goldfuchs und Lerchenflügel. Nun war Sonnenfall schon seit 1 Mond Bestandteil des BrisenClans, hatte ihre Ausbildung unter Efeuschattens wachsamen Auge hinter sich gebracht und sich ihren Kriegernamen verdient und trotzdem wusste sie noch immer nicht ganz, wie sie Goldfuchs einordnen sollte. Mit Lerchenflügel hatte sie recht schnell eine Freundschaft aufbauen können, war die hübsche Kätzin doch sehr liebevoll, freundlich und sensibel veranlagt. Trotzdem würde die Creme-Beige das Beste aus dieser Patrouille machen.
Gemeinsam kamen sie an der Silbrigen Zeder an. Ein Ort, der - wie sie von Efeuschatten gelernt hatte - voller Tradition war. Ein Ort, an dem sich Katzen ihre Treue schworen und zu Gefährten wurden. Unauffällig wanderte Sonnenfalls smaragdgrüner Blick für den Bruchteil eines Herzschlags zu ihren Begleitern. Ob sie sich hier auch ihre Treue geschworen hatten als sie Gefährten geworden waren?
Bevor sie etwas sagen oder Sonnenfalls Blick kommentieren konnten, richtete sie ihren Blick wieder auf ihren Weg.
Wie dem auch sei...
Die Blattleere nahte, es wurde kühler, auch wenn heute, seit Sonnenhoch, die Sonne schien und der Himmel klar war. Inzwischen ging die Sonne bereits unter und tauchte den Himmel in ein blutiges Rot, das sich mit einem hübschen violetten Ton vermischte.
Sonnenfall schnippte mit ihrer Schwanzspitze in die Richtung, in der man in der Ferne das Dach des Verlassenen Bauernhofs erkennen konnte, in dem die Schattenläufer Zuflucht gefunden hatten.
"Ich nehme diese Richtung. Viel Erfolg, Goldfuchs, Lerchenflügel."
, miaute sie mit einem Lächeln bevor sie sich zum Gehen wandte.
Die Kriegerin ging einige Schritte bis ihr das erste Fiepen einer hohen Stimme an die aufmerksam aufgestellten Ohren drang. Sie blinzelte einmal bevor sie sich ins Jagdkauern sinken ließ. Das Fiepen würde Sonnenfall überall wiedererkennen, war sie doch einst von ihrer Mutter mit ihrer Schwester zusammen darauf trainiert worden, ebendiese Art von Beute zu fangen, um den Bauernhof sauber zu halten, auf dem sie einst gelebt hatte.
Geschickt nutzte Sonnenfall die Deckung, die sich ihr in Form von Büschen und Sträuchern bot, um sich näher an die Maus heranzuschieben, die sie beim Näherkommen als Waldspitzmaus erkannte. Ihre Schwanzspitze zuckte minimal als sie die lange, spitze Schnauze und das braune Fell sowie den helleren Bauch erkannte. Die Maus zerrte einen Wurm aus der Erde während sich Sonnenfall beständig näherte. Gerade als die Waldspitzmaus den Wurm vollständig aus der Erde gezogen hatte, stürzte sich Sonnenfall auf sie und tötete sie mit einem kräftigen Biss. Der Wurm entkam in sein Loch. Es war ein effizienter, lautloser Fang, der keine Beutetiere in ihrer Nähe hätte aufschrecken können.
Gut so.
Sonnenfall hatte Erde über ihren Fang gescharrt bevor sie weitergeschlichen war. Ihr Bauchfell streifte den Boden nicht, ihr Hintern ragte nicht zu hoch und ihr getigerter Schweif half ihr bei der Balance. Leider war ihr zweiter Jagdversuch von weniger Erfolg gekrönt. Auch dieses Mal war es eine Maus, eine Waldmaus, um genau zu sein. Die schien allerdings Sonnenfalls Geruch aufgeschnappt zu haben denn sie huschte unter einen Busch davon. Ärgerlich war Sonnenfall wieder in Deckung gegangen. So leicht würde sie das kleine Tier nicht entkommen lassen.
Geduldig beobachtete sie das Gebüsch. Und ihre Geduld zahlte sich aus. Denn eine weitere Waldmaus huschte heraus. Ob es dieselbe war? Sonnenfall erkannte den Geruch, der gleich war aber doch schien sich eine Nuance zu unterscheiden. So oder so würde sie diese Beute nicht entkommen lassen. Es war fast lächerlich einfach denn die Waldmaus huschte in ihre Richtung und schien sich der Gefahr nicht bewusst zu sein. So hatte Sonnenfall nur einen Hieb ihrer Pfote gebraucht, um die Maus zu sich zu befördern. Mit einem gezielten Biss erlegte sie ihre zweite Beute bevor sie sie aufhob und zu ihrer Waldspitzmaus zurückkehrte.
Sonnenfall sammelte ihre erste, erlegte Maus ein, hob auch die zweite Maus auf und kehrte zu Goldfuchs', Lerchenflügel's und ihrem Treffpunt zurück. Dort wartete sie auf die beiden bevor sie mit ihnen zusammen den Rückweg ins Lager antrat.
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Goldfuchs
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Lerchenflügel
RE: Hunting in fading light
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Lerchenflügel
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23.03.2026
Two Rabbits and a thief
Die untergehende Sonne warf ihr blutrotes Licht durch die Zweige und ließ die Zeder lange Schatten über die hügelige Landschaft werfen. Lerchenflügel bewunderte einen Moment lang den Anblick, bevor ihre Augen weiter zu Goldfuchs wanderten, in den Seelenspiegeln ein vielsagendes Glitzern. So viel war geschehen, seit sie sich vor so vielen Monden an diesem Ort ihr Liebe gestanden hatte. Lerchenflügel schloss kurz die Lider, ließ die sachte Brise ihr Fell umspielen, beinahe wie damals.
Als sie die Augen wieder öffnete, fiel ihr Blick auf Sonnenfall und sie blinzelte der ehemaligen Streunerin freundlich zu. Sie hatte sich schnell mit der Kätzin angefreundet, doch Lerchenflügel wusste, dass es immer schwer war, die Neue zu sein…
“Euch beiden auch viel Erfolg. Wir sehen uns später!“
, schnurrte die getupfte Kätzin, denn auch wenn sie immer gerne für einen Plausch unter Freundinnen zu haben war, so hatte sie heute wichtigeres zu erledigen. Der Frischbeutehaufen war bedenklich leer und viele hungrige Mäuler warteten Zuhause auf die kleine Patrouille. Sie entfernte sich ein wenig von der Gruppe, jedoch nicht ohne vorher noch einmal liebevoll um Goldfuchs herumzustreifen. Sie ahnte, dass der Krieger sich nicht weit von ihr entfernen würde, was ihr ein tiefes Gefühl von Sicherheit gab. Wie sehr sie diesen Kater doch liebte!
Weit war sie noch gar nicht gelaufen, da stieg ihr ein Geruch in die Nase, der ihr das Wasser im Maul zusammenlaufen ließ: Kaninchen. Lerchenflügel kauerte sich nieder, trat leichtfüßig auf und schob sich allmählich näher, bis sie die unverkennbaren Ohren ausmachen konnte. Das Tier hatte ihr den Rücken zugedreht und bemerkte die Jägerin erst, als es bereits zu spät war. Lerchenflügel sprang gezielt ab, drückte die Beute zu Boden und tötete sie mit einem schnellen Biss. Ihre Schnurrhaare zuckten begeistert, als sie in einiger Distanz ein weiteres paar Ohren ausmachte und bisher schien auch dieses Tier sie nicht bemerkt zu haben. Sie ließ ihre Beute in einem hohen Grasbüschel zurück und schlich mit leicht geöffnetem Maul in einem halbkreisförmigen Bogen näher, bis sie sich hinter dem Nagetier befand. Noch ein kleines Stückchen… Erschrocken zuckte das braune Tierchen zusammen und begann die panische Flucht, doch Lerchenflügel befand sich bereits im vollen Sprint. Flink holte sie auf, schnitt ihrer Beute den Fluchtweg ab und warf es mit hohem Tempo von den Pfoten. Panisch ruderte das Kaninchen herum, um wieder auf die Füße zu kommen, doch da war Lerchenflügel schon über ihm und tötete es mit einem kräftigen Biss.
Ein wenig außer Atem hob sie den Kopf, das schlaffe Tier sicher im Maul und tappte zurück zu ihrem ersten Versteck. Fauchend ließ sie jedoch das Kaninchen fallen, als sie das braune Nagetier erkannte, welches sich an ihrer ersten Beute zu schaffen machen wollte. Zischend fuhr die Ratte zu ihr herum und Lerchenflügel holte mit ausgefahrenen Krallen nach ihr aus. Grollend sprang der Nager vor und schnappte nach ihrer Pfote, die die Jägerin in letztem Moment außer Reichweite zog, bevor das braune Geschöpf zeternd in einem Erdloch verschwand. Mit klopfendem Herzen starrte Lerchenflügel noch einen Moment lang auf die Stelle, an der die Ratte im Boden verschwunden war, bevor sie vorsichtig die beiden Kaninchen packte und so schwer beladen zurück zu den anderen tappte.
Sonnenfall war bereits zurückgekehrt und auch sie schien erfolgreich gejagt zu haben. Seite an Seite warteten sie auf Goldfuchs, bevor sie zu dritt den Rückweg ins Lager antraten.
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Sonnenfall
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Goldfuchs