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Hunting in the sun - Druckversion

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Hunting in the sun - Schwanengold - 30.03.2026


Every Catch Counts


Schwach wehte der Wind durch die Büsche des anliegenden Wäldchens während die Sonne warm auf die Steine und Felsplatten der Landschaft herabschien. Unter anderen Umständen hätte Schwanengold sicher nichts dagegen gehabt, einfach auf einem der Steine Platz zu nehmen und die Sonne auf ihren gescheckten Pelz scheinen zu lassen. Heute allerdings war sie mit Holunderzweig zu den Sonnenfelsen gekommen, um zu jagen. Es fiel ihr zunehmend schwerer, sich schneller zu bewegen und länger zu laufen. Entsprechend anstrengend war bereits der Weg hierher für die schwangere Kätzin gewesen. Trotzdem versuchte sie sich, nichts anmerken zu lassen als sie an den Sonnenfelsen langsamer wurde. Kurz genoss sie die warmen Sonnenstrahlen auf ihrem schwarz-weißen Fell, schloss ihre goldenen Augen halb während ihr ein Schnurren aus der Kehle drang bevor sie blinzelte und ihr Blick zu Holunderzweig wanderte. "Danke, dass du mitgekommen bist, Holunderzweig.", schnurrte sie lächelnd bevor sie ihren Blick zum Fluss gleiten ließ. Sie betrachtete die Umgebung bevor sie die andere Kätzin wieder anblickte. "Viel Erfolg und bis nachher.", miaute sie lächelnd bevor sie sich zum Gehen wandte.

Schwanengold beschloss ihr Glück am Fluss zu versuchen. Ihr goldener Blick wanderte über das Wasser, suchte nach einem Schatten, der unter der Oberfläche hindurchhuschte doch konnte sie an dieser Stelle nichts erkennen. Die Gescheckte spürte Enttäuschung und Verärgerung in sich aufkommen, beruhigte sich aber mit dem Gedanken, dass sie es etwas weiter flussabwärts noch mal probieren könnte.

So war die Kriegerin weitergewandert, hatte immer wieder einen Blick auf die Wasseroberfläche geworfen und schließlich einen langen Schatten darunter erkennen können. Die Kätzin trat näher an das Ufer heran, kauerte sich daran nieder und hob eine ihrer weißen Pfoten an während sie konzentriert auf den Schatten blickte. Jetzt! Schwanengolds Pfote schoss ins Wasser, schlug ihre Beute - einen Aal - heraus, der jedoch zu nah am Wasser am Ufer landete. Als sie sich auf ihn stürzen wollte, konnte er sich wieder ins Wasser retten, sodass sie ihn knapp verfehlte. Leicht seufzte Schwanengold. Wieder nichts. Ob sie aufgeben sollte? Vielleicht... war das ein Zeichen, dass sie vorerst nicht mehr jagen sollte bis sie ihre und Wolfnachts Jungen geboren hätte?

Mit hängendem Schweif trottete die Schwangere weiter bis sie das leise Rascheln kleiner Pfötchen wahrnahm. Sie stellte ihre gemusterten Ohren auf, drehte sie leicht und ließ sich ins Jagdkauern sinken bevor sie vorwärtsschlich und sich dem Geräusch näherte. Unwillkürlich hielt Schwanengold den Atem an als sie eine Waldspitzmaus entdeckte. Komm schon! Sie schlich näher an die Maus heran, achtete darauf, kein Geräusch zu verursachen und ihre Pfoten behutsam aufzusetzen. Dann drückte sie sich ab, landete auf der Maus und erlegte sie mit einem gezielten Biss. Ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht als sie sich mit der Maus zwischen ihren Fängen aufrichtete. Zwar war es 'nur' eine Maus aber die war besser als nichts.

Schwanengold trottete zu Holunderzweigs und ihrem Treffpunkt und wartete dort auf ihre ehemalige Schülerin bevor sie mit ihr zusammen den Rückweg ins Lager antrat.