Call of the Wild
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Call of the Wild
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Lilie
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01.03.2026
It is the journey that matters
Seit 10 Monden war Nebelfluch nun zusammen. Und seit Kurzem hatte sich die Streunergruppe am Donnerschlangenort eingenistet. Auf lautlosen Ballen hatte sich Lilie davon geschlichen. Normalerweise begab sie sich tagsüber auf ihre Erkundungsgänge doch heute Nacht zog es sie trotz der Tageszeit, des Nebels und des Nieselregens hinaus in das Gebiet der Clans.
Sie war durch den Zweibeinerort gestreunt, war über den begrenzenden Zaun geklettert und hatte sich durch den nächtlichen Wald des WurzelClans bewegt. Aufmerksam waren ihre großen Ohren aufgestellt, drehten sich leicht, um ihre Umgebung zu überprüfen während sie weiterstreunte. Immer wieder hatte Lilie die Luft geprüft, um nicht von einer nächtlichen Jagdpatrouille des WurzelClans oder einem Fressfeind überrascht zu werden, der sich zur Futtersuche aufgemacht hatte.
Ihr Weg führte sie am Lichthain vorbei, weiter zu den Schlangenfelsen und zum Ahnenbaum bevor sie viele Herzschläge später am Rand des Donnerwegs stehen blieb. Der Gestank biss ihr in die rosafarbene Nase, leicht kräuselte sie ihre Nase. Wachsam blickte sich Lilie um, konnte aber weder ein Monster näherkommen sehen, hören oder spüren.
Flink und mit weiten Sprüngen setzte sie über die glatte Oberfläche hinweg und blieb erst wieder stehen als sie auf der anderen Seite angelangt war. Selten hatte es sie bisher zum Territorium des GlutClans gezogen, von dem sie bereits gehört hatte. Die creme-beige Streunerin hatte es häufig in das Territorium des WurzelClans gezogen, gelegentlich an die Ausläufer des NebelClan-Gebiets aber noch nie hierher.
Dann wird es Zeit.
Ihre leicht schrägen, mandelförmigen Augen glitten über ihre Umgebung, versuchten trotz des Nebels und Nieselregens zu erkennen, ob sie einer Patrouille in die Krallen gelaufen war. Sah allerdings nicht danach aus. So setzte sie sich wieder in Bewegung und lief weiter bis sie zu einem dunklen, teils fruchtbaren Nadelwald mit stark bewachsenem Dickicht und teilweise moosbewachsenem Boden angelangt war. Tief atmete sie den Geruch des durch den Nieselregen aufgeweichten Erdbodens, der herabgefallenen Nadeln und vereinzelter Beutetiere ein, die sich trotz der Tageszeit aus ihren Löchern trauten. Sie schien den Teil des Walds erreicht zu haben, der fruchtbar war.
Lilie ging ein paar grazile Schritte bevor sie absprang und elegant auf einem umgestürzten Baumstamm landete. Ihr Paar himmelblauer Iriden schweiften über die Schatten des Walds.
@
Jaguarkralle