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caring mother - Druckversion

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caring mother - Lerchenflügel - 19.10.2025


Bist du glücklich, mein Sohn?



An diesem Morgen wärmten die sanften Strahlen der aufgehenden Sonne das Lager. Lerchenflügel hatte es sich vor dem Kriegerbau bequem gemacht und genoss die wohltuende Wärme auf ihrem getupften Fell. Sie war in der Nacht noch auf der Jagd gewesen und hatte den Vormittag nun frei. Auch wenn sie nun schon länger wieder im Kriegerbau schlief merkte sie immer noch, dass ihr Körper nach langer Zeit in der Kinderstube noch nicht ganz so widerstandsfähig war, wie früher. Dennoch, sie spürte die stärker werdenden Muskeln unter ihrem Fell, als sie mit gründlichen Zungenstrichen darüber fuhr.

Ihre Augen scannten träge das Lager ab, während die Sonne sie einlullte. Wo waren ihre Jungen verstreut? Wo trieb sich Goldfuchs herum? Sie hob den Blick, doch am ehesten hoffte sie, ihren Sohn Wolkenpfote zu finden. Sie musste dringend nach ihm sehen, sich vergewissern, dass es ihm gut ging. Seit seiner Ernennung zum Heilerschüler war er wahnsinnig beschäftigt gewesen. Lerchenflügel konnte die Wahl gut verstehen, ihr sanftmütiger, liebenswerter Sohn würde ohne Zweifel einen bemerkenswerten Heiler abgeben. Doch viel wichtiger noch war es, ob er mit dieser Wahl glücklich war. Er hatte doch immer schon der beste Krieger überhaupt werden wollen, schon in der Kinderstube.

Zunehmend unruhig erhob sich die besorgte Mutter auf die Pfoten und schnippte erleichtert mit dem Schweif, als sie den weißgrauen Kater endlich entdeckte. Sie trabte leichtfüßig zu ihm herüber und vergewisserte sich schon auf dem Weg von seiner körperlichen Unversehrtheit.

“Wolkenpfote!“, begrüßte sie ihn schnurrend und schmiegte sich zu Begrüßung an ihn. “Mein Sohn, hast du einen Moment Zeit?“, fragte sie ihn und warf ihm einen warmen Blick aus ihren hellblauen Augen zu. Sie musterte ihn genauer, in ihrem Blick eine sanfte Einladung, sich ihr jederzeit zu öffnen.


@Wolkenpfote



RE: caring mother - Wolkenpfote - 14.02.2026


Wird der SternenClan mich erwählen?

Der weißgraue Kater hatte gerade ein paar Kräuter sortiert. So, wie Echowind es ihm gezeigt hatte. So hoffte er zumindest. Noch kannte er bei Weitem nicht jedes Heilkraut beim Namen, doch er wurde schon besser. Und dann gab es sogar Kräuter, die es zum aktuellen Blattwechsel nicht gab. Wie aufregend es werden würde, wenn er in den nächsten Blattwechseln auch all jene Kräuter kennen lernte, die gerade nicht blühten und nicht auffindbar waren? All jene, die Echowind nicht schon gesammelt und hier liegen hatte.
Zufrieden brummte Wolkenpfote, als er sein Werk betrachtete. Hoffentlich wäre sein Mentor damit zufrieden. Schließlich konnte er nicht sehen, doch er würde es trotzdem bemerken, hätte Wolkenpfote sich nur halbherzig beim Sortieren angestellt. Echowind sah nicht, doch konnte anders sehen. So viel hatte Wolkenpfote schon mitbekommen in den letzten paar Tagen.
Sich ausruhen wollend verließ der Heilerschüler den Heilerbau und trat ins Lager hinaus. Er setzte sich neben den Bau und begann seinen langen, schönen Pelz zu putzen. Dabei fiel ihm auf einmal ein, dass er seine Pfoten nach dem Sortieren in Wasser waschen sollte, damit er keine Rückstände irgendwelcher Kräuter in seinen Körper aufnahm, die er vielleicht nicht gebrauchen konnte. Doch als er gerade aufstehen und zu einem Wasserloch laufen wollte, kam seine Mutter Lerchenflügel auf ihn zu und begrüßte ihn schnurrend, während sie sich an ihn schmiegte.
”Mama!”, schnurrte Wolkenpfote und nach ihrer Frage sah er sie aus seinen blassgrünen Augen leicht unsicher an.
Hatte er etwas falsch gemacht? Nein, das konnte nicht sein. Oder doch? Aber ihre Augen sahen so unglaublich liebevoll aus, dass sie einfach nicht böse auf ihn sein konnte. Und normalerweise wurde Lerchenflügel auch nicht böse, vor allem nicht ihren Jungen gegenüber. Schließlich waren sie Familie. Wobei Goldfuchs auch Familie war und dennoch hatte Wolkenpfote das Gefühl, er würde sich nicht für ihn interessieren.
”Natürlich, für dich habe ich doch immer Zeit.”, schnurrte er und rieb seinen Kopf an ihrer Flanke. ”Wie geht es dir? Fühlt es sich für sich auch noch immer seltsam an, nicht in der Kinderstube zu schlafen?”
Er wusste, dass sie erst, seit er ernannt wurde, auch wieder im Kriegerbau schlief. Doch davor waren sie ganze 6 Monde zusammen in der Kinderstube gewesen und Wolkenpfote würde für nichts auf der Welt diese schöne Zeit vergessen wollen. Ja, er wollte immer Schüler werden und endlich 6 Monde alt sein, aber jetzt? Er vermisste es neben seiner Mama im Bau zu liegen und zu dösen. Er vermisste es den Traum vom Kriegersein zu haben. Wobei, vielleicht würde der SternenClan ihn auch gar nicht als Heilerschüler annehmen, dann könnte er noch immer ein Kriegerschüler werden. Aber wenn der SternenClan ihn nicht akzeptieren würde, wäre Wolkenpfote sehr gekränkt. Eventuell machte er sich auch einfach zu viele Sorgen darum.