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voices from the other side - Druckversion

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RE: voices from the other side - Spielleiter - 20.03.2026


Who's there?


Der Wind heulte unnachgiebig und hinterließ den Katzen einen kalten Schauer auf ihrer Haut. Die Stimmen jaulten und jammerten, doch in dem Moment als Blitzgeist untergetaucht war, herrschte wieder Stille auf der Insel und der Wind legte sich augenblicklich. Es war klar, dass das keine normalen Wetterbedingungen waren. Doch während Schilfohr, Schneestern und Kristallregen nun oben im Stillen waren, herrschte für Blitzgeist unter Wasser der selbe Kampf, den die Anführerin durchmachen musste.
Mit Sicherheit war es eine große emotionale Belastung und nicht jede Katze könnte dem Drang widerstehen, diese erdrückende, beklemmende Tiefe hinter sich zu lassen und einfach wieder aufzutauchen. Doch schafft Blitzgeist es?
Wie auch bei Schneestern zuvor begann es mit verzweifelten Klagelauten, die an die Ohren des Katers drangen und während Blitzgeist tiefer tauchten, wurden diese Laute zu klaren Worten. »Er hat uns hiergelassen!« klagte die eine Stimme und ihr Herz klang schwer vor Schmerz. Tiefe Enttäuschung, gar Fassungslosigkeit lag in den Worten und es war klar, dass die Katzen von jemandem verletzt wurden, den sie geliebt hatten.
Tiefer glitt der Kater, näherte sich dem Grund des Sees immer weiter und plötzlich hörte man das Fauchen und verzweifelte Schreien. Katzen, die um ihr Leben schrien, Katzen in Todesangst. »Er hält uns fest! Nein! Bitte nicht!« kreischte die andere Stimme und das Gefauche und panische Geschrei wurde mehr. Als der rostrote Kater tiefer glitt, wickelte sich eine kleine Alge um dessen Hinterpfote - nicht fest, er könnte sie schnell lösen mit einem starken Ruck - und doch sicherlich nicht grade beruhigend, in dieser düsteren Atmosphäre des Sees. Die Knochen lagen für Blitzgeist schon sichtbar am Grund des Sees. Zwei Gebeine zweier Hauskätzchen, die ihn anflehten ihn nicht hier zu lassen. Doch würde Blitzgeist Ruhe bewahren können, oder würde ihn der Urinstinkt vereinnahmen, als er spürt, dass ihn etwas an der Hinterpfote gefangen hält?
Und während sich unter Wasser wieder eine schwierige Prüfung abspielte, ahnten die Krieger oberhalb der Wasseroberfläche nichts, nur Schneestern hatte es zuvor selbst erlebt. Wussten die Krieger, was zu tun war, wenn sie die Knochen aus dem See holten? Was hatten sie nun vor?


@Schilfohr @Kristallregen @Blitzgeist @Schneestern



RE: voices from the other side - Blitzgeist - 23.03.2026


Whispers Across the Water



Das Wasser hatte sich über seinem Kopf geschlossen als er mit beständigen, kräftigen Bewegungen tiefer schwamm. Sämtliche Geräusche über der Oberfläche waren fort, zurück blieb nur die Dunkelheit, die Kälte des Wassers und die Stille, die hier unten herrschte. Zumindest für die ersten Herzschläge. Beständig bewegte Blitzgeist seine kräftigen Beine, um tiefer zu gelangen. Allmählich drang das Mondlicht durch die Oberfläche, strich wie Finger durch das Dunkel. Blitzgeist kniff seine bernsteinfarbenen Augen ein wenig zusammen, um mehr erkennen zu können.

Dann drangen die verzweifelten Klagelaute an seine Ohren. Je tiefer er tauchte, desto lauter und klarer wurden sie.

»Er hat uns hiergelassen!«, klagte eine Stimme. Blitzgeist konnte den Schmerz, die tiefe Enttäuschung, die Fassungslosigkeit aus ihr und ihren Worten heraushören. Und das Herz wurde ihm schwer als er erkannte, dass diese armen Wesen von jemandem verletzt worden waren, den sie geliebt hatten.

Er glitt immer tiefer, näherte sich dem Grund des Sees und plötzlich hörte er Fauchen und verzweifelte Schreie von Katzen in Todesangst. »Er hält uns fest! Nein! Bitte nicht!«, kreischte eine andere Stimme, das Gefauche und die panischen Schreie nahmen zu.

Er hätte fast nach Luft geschnappt als sich etwas um seine Hinterpfote wickelte. Der Rotbraune blickte zurück und erkannte eine kleine Alge. Er schloss für einen Herzschlag die Augen als sich der Schreck verflüchtigte. Trotzdem spürte er bei dem Klagen, den Schreien, dem Fauchen und der Panik in den Stimmen, wie ihm ein eiskalter Schauer über das Rückgrat kroch. Mit einem kräftigen Ruck befreite er seinen Hinterlauf bevor er sich wieder darauf konzentrierte, tiefer zu schwimmen.

Seine bernsteinfarbenen Augen erblickten die Gebeine er beiden Katzen, die hier ihr tragisches und grausames Ende gefunden hatten. Die großen Ohren des Katers legten sich an während er sich ihren Knochen näherte. Er war froh, dass er nicht seinem ersten Instinkt nach Flucht bei der Berührung der Alge nachgegeben hatte.

Er blinzelte einmal als ihm eine Idee kam. Der Kater drückte sich vom Grund des Sees ab und schwamm zu einer Ansammlung von Algen. Allmählich merkte er, dass ihm die Luft auszugehen begann. Komm schon, komm schon, komm schon. Er riss ein paar der Algen aus, schwamm zurück und schob die Gebeine des ersten Hauskätzchens behutsam mit den Vorderpfoten zusammen bevor er begann, die Algen vorsichtig darumzuwickeln, um die Knochen für den Transport zusammenhalten zu können.

Dann nahm er die Enden der Algen zwischen die Zähne, stieß sich kräftig vom Grund ab und schwamm der Oberfläche entgegen während er die Algen zwischen seinen Kiefern festhielt. Es schmerzte den Kater, dass er nur die Gebeine von einem der Hauskätzchen transportieren konnte. Wir kommen wieder und holen dich, halte durch!

Vor seinen bernsteinfarbenen Augen begann die Wasseroberfläche zu verschwimmen, genauso wie das Mondlicht, das durch diese drang. Nur noch... ein... kleines Stück... Verbissen hielt er seine Kiefer geschlossen, um nicht einzuatmen und Wasser zu schlucken während er sich weiterkämpfte.

Blitzgeist schnappte nach Luft als er die Oberfläche durchbrach. SternenClan sei Dank...

Er schleppte sich mit den Gebeinen des einen Hauskätzchens ans Ufer, kletterte aus dem Wasser und zog die Algen mit sich an Land bevor er sich setzte. Seine Flanken bebten vor Anstrengung und seine Atmung war schnell, fast hektisch, und deutlich schwerer als sonst. "Da... sind noch... weitere... Knochen...", brachte er schwer atmend heraus.



@Schneestern @Kristallregen @Schilfohr



RE: voices from the other side - Schneestern - 23.03.2026


Was zurückkehrt


Die Stille hatte sich wie ein Schleier über die Insel gelegt. Nur das ruhige, dunkle Wasser des Sees umgab sie. Schneestern stand reglos am Rand der morschen Brücke, ihr Blick fest auf die Oberfläche gerichtet. Ihr nasses Fell klebte an ihrem Körper, doch sie spürte die Kälte kaum. Ihre Gedanken waren noch immer bei den Stimmen. Bei dem, was sie gesehen hatte.

Und bei dem, was Blitzgeist nun durchstehen musste.

Langsam senkte sie den Blick zu den Halsbändern vor ihren Pfoten. Vorsichtig berührte sie eines mit der Pfote und drehte es leicht. Das rostige Glöckchen gab ein dumpfes, leises Klirren von sich. Schneesterns Schnurrhaare zuckten leicht, während sie das zweite Halsband betrachtete. Kein Geruch, der noch etwas verriet. Keine Spur, die geblieben war. Nur die stumme Erinnerung an zwei Leben, die hier geendet hatten. Mehr fand sie nicht. „Die Halsbänder tragen keine Antwort…“ murmelte sie leise. „Nur Erinnerungen...oder?“ Doch vielleicht sahen die anderen ja mehr?

Ein leises Zittern ging durch das Wasser. Schneesterns Kopf hob sich augenblicklich. Die Oberfläche brach auf. Blitzgeist. Ihre eisblauen Augen wurden wach, als der rotbraune Kater nach Luft schnappte und sich mit mühsamen Bewegungen ans Ufer zog. Zwischen seinen Zähnen und Pfoten hing ein Bündel aus Algen. Und darin... Knochen. Schneesterns Blick wurde weicher, doch die Schwere blieb. Sie trat näher, ruhig und ohne Hast, und ließ sich neben ihm nieder, während seine Flanken sich noch heftig hoben und senkten. „Du hast es geschafft…“ sagte sie leise. Ein kurzer Blick zu ihm, ruhig und anerkennend.  Ihr Blick glitt zu den mit Algen umwickelten Überresten des kleinen Körpers. Dann erklang Blitzgeists Stimme, brüchig vor Anstrengung. „Da… sind noch… weitere… Knochen…“ Schneesterns Ohren zuckten leicht. Langsam hob sie den Kopf.

Schneestern richtete sich langsam auf, Wasser tropfte leise von ihrem Fell auf das Holz. „Blitzgeist hat gezeigt, dass wir sie erreichen können.“ Ihr Schweif bewegte sich ruhig hinter ihr. „Doch er sollte nicht allein zurückkehren müssen, falls er es nochmal wagt.“ Ihre eisblauen Augen glitten über ihre Gefährten. „Einer oder beide von euch gehen.“ sagte sie klar. „Helft, die restlichen Knochen zu bergen.“

Ein kurzer Blick zum Wasser. „Der andere bleibt hier und hilft, sie an Land zu bringen, wenn ihr zurückkehrt.“ Der Wind fuhr erneut über die Insel, ließ das Wasser zittern. Schneesterns Blick blieb ruhig.


@Kristallregen @Blitzgeist @Schilfohr



RE: voices from the other side - Spielleiter - 27.03.2026


Who's there?


Blitzgeist war unter getaucht, hatte sich der schwierigen und kräftezehrenden Reise zur Tiefe gestellt und sogar als sich eine Alge um seine Hinterpfote wickelte, konnte der Kater die Ruhe bewahren. Und so gelang er ganz nach unten, schaffte es die einen Knochen in Algen zu wickeln, um sie nach oben zu transportieren..doch das andere Kätzchen blieb zurück. »Nein bitte nicht!« schrie die Stimme verzweifelt, als Blitzgeist nach oben kehrte. »Lass sie nicht zurück« jammerte die andere und die selbe Verzweiflung trat in der Stimme auf, wie zuvor bei dem Klang des Todeskampfes der Kätzchen. Die Stimmen quälten Blitzgeist und auch als der Kater an die Oberfläche kam, hörte es nicht auf.
Ein starker, kalter Wind fuhr durch den Pelz der Katzen, doch sie hörten nur das Heulen des Windes. Doch Blitzgeist hörte etwas anderes: »Wir gehören zusammen. Wir gehören zusammen!« jaulten die Katzen verzweifelt und ließen dem Kater keine Ruhe. Er wusste bereits, dass sie zusammen gehörten, er wusste, dass sie die anderen Gebeine ebenfalls an die Oberfläche gehörten und doch konnten die Geister der Katzen das nicht verstehen. Quälend und unaufhörlich schrie der Wind und Blitzgeist hörte die genauen Worte. Es war klar, dass es nicht aufhören würde, bis beide Kätzchen wieder vereint waren, doch der Wind zog immer heftiger auf und der See geriet in Unruhe. Mit Sicherheit würde der Weg nach unten nicht leichter werden für die Katzen. Und was würden sie tun, wenn sie beide Knochen geborgen hatten? 
Wenn sie Knochen und Halsbänder hätten, was sollten sie damit tun? Wie konnten die gequälten Seelen endlich ihre Ruhe zurückerlangen? Es blieb an den Katzen die armen Seelen zu erretten, doch war Blitzgeist überhaupt fähig wieder hinabzutauchen? Abgesehen davon, dass das Tauchen zum Grund des Sees sehr kräftezehrend war, quälten ihn die Stimmen der Hauskätzchen, die er getrennt hatte - wenn auch nicht in böser Absicht.

Würfelt:
Wenn ihr die anderen Knochen bergen wollt, würfelt erneut Ausdauer+Beweglichkeit, ihr benötigt eine 12 oder höher, um an die Knochen zu kommen, denn der See ist unruhiger.
Blitzgeist erhält -2 auf sein gewürfeltes Ergebnis



@Schilfohr @Kristallregen @Blitzgeist @Schneestern



RE: voices from the other side - Blitzgeist - 07.04.2026


Whispers Across the Water



Schneestern trat näher, ruhig und ohne Hast, und ließ sich neben ihm nieder während der Rotbraune noch immer Luft in seine brennenden Lungen zu saugen versuchte. „Du hast es geschafft…“, miaute sie leise bevor sie ihm einen ruhigen, anerkennenden Blick schenkte. Der Krieger blinzelte sie dankbar an bevor er nickte. Ja... er hatte es geschafft. Zumindest eines der Kätzchen war geborgen. Aber das andere lag noch immer auf dem Grund des Sees. Auf seine Worte hin zuckten Schneesterns Ohren leicht bevor sie langsam den Kopf hob und sich langsam aufrichtete. „Blitzgeist hat gezeigt, dass wir sie erreichen können.“, begann sie, ihr Schweif bewegte sich ruhig hinter ihr. „Doch er sollte nicht allein zurückkehren müssen, falls er es nochmal wagt.“ Ihre eisblauen Augen glitten über die Patrouille. Blitzgeists Atem begann sich zu beruhigen. Trotzdem fühlte er sich unglaublich kraftlos und erschöpft. „Einer oder beide von euch gehen.“, miaute sie klar. „Helft, die restlichen Knochen zu bergen.“ Ihr Blick glitt zum Wasser. „Der andere bleibt hier und hilft, sie an Land zu bringen, wenn ihr zurückkehrt.“

»Nein bitte nicht!« Die Stimme hatte verzweifelt geschrien. Der Schrei hallte in Blitzgeists Sinnen wider seit er nach oben zurückgekehrt war. »Lass sie nicht zurück« Die Verzweiflung in den Stimmen waren deutlich zu hören, wie während ihres Todeskampfs. Kalter, starker Wind fuhr in sein nasses, rotbraunes Fell während sich seine großen Ohren leicht anlegten. Er konnte doch das andere Kätzchen nicht einfach zurücklassen... »Wir gehören zusammen. Wir gehören zusammen!«, jaulten die Katzen verzweifelt. Immer und immer wieder schrien die Kätzchen gequält und unaufhörlich. Er hätte sich die Pfoten am liebsten auf die Ohren gedrückt. Aber vielleicht würde es sie beruhigen, wenn er sie beide bergen würde. Der Wind wurde stärker, der See geriet in Unruhe.

Blitzgeist kämpfte sich auf die Pfoten und trat an den Rand des Sees. Er würde es noch einmal versuchen. Noch einmal würde er zu tauchen versuchen.
So ließ er sich in den unruhigen See gleiten, sog tief die Luft ein und begann zu tauchen. Doch schnell merkte er, dass er wenig Chancen hatte, auf den Grund zurückzukehren. Seine Muskeln schmerzten und brannten von seinem vorherigen Kampf und seine Lungen schrien geradezu nach Luft.

Es tut mir so leid... Ich... kann nicht...

Der Rotbraune kehrte an die Wasseroberfläche zurück, durchbrach sie und schnappte nach Luft bevor er den keilförmigen Kopf schüttelte. "Ich... kann nicht... noch mal zum... Grund... zurückkehren...", keuchte er während er ans Ufer paddelte und sich aus dem Wasser kämpfte. Seine Flanken hob und senkten sich stark während er mit seinen bernsteinfarbenen Augen zum See blickte. "Die Hauskätzchen... schreien... verzweifelt...", brachte er schwer atmend heraus.



@Schneestern @Kristallregen @Schilfohr



RE: voices from the other side - Kristallregen - 10.04.2026


SternenClans Wille


Schilfohr sprach Kristallregen zuversichtlich zu, dass Schneestern das schaffen würde. Und tatsächlich kam ihre Mutter kurze Zeit später durch das Wasser gebrochen und kam keuchend zu ihnen zurück. Die Worte der weißen wollten zunächst nicht in Kristallregens Kopf hinein, doch als sie langsam begriff, wurden ihre blauen Augen riesig.
”Zwei Hauskatzen sind hier ertrunken?”, wollte sie wissen. Klar, nicht jede Katze war vom NebelClan, doch normalerweise sollten sie sich doch über Wasser halten können?
Die Anführerin des Clans meinte, sie müssten die Knochen der Katzen aus dem Wasser holen, sonst würden sie keine Ruhe finden. Sie selbst müsse nur erst wieder zu Kräften kommen.
”Brauchst du etwas um wieder zu Kräften zu gelangen?”, fragte sie ihre Mutter, trat zu ihr und leckte ihr vorsichtig das Gesicht ein wenig trocken, während Blitzgeist von seinen Erkenntnissen berichtete, die er in Erfahrung bringen konnte. Danach entschied der Kater, dass er es versuchen würde und glitt ins Wasser.
Unruhig sah die Kätzin zu, wie ein weiterer ihrer Clankameraden in das kühle Nass glitt und nach unten zum Boden schwamm. Um sich abzulenken trat die weißliche Katze mit den Flecken im Gesicht und den dunklen Ohren wieder an ihre Mutter heran und leckte ihr behutsam den Rücken trocken, damit sie sich nicht noch erkältete. Das würde dem Clan gerade noch fehlen. Währenddessen betrachtete ihre Mutter die Halsbänder der Hauskatzen, die sie aus dem Wasser an Land gebracht hatte.
Nach einer Zeit, die in Kristallregens Augen viel zu lange gedauert hatte, kam der Kater auch aus dem Wasser heraus und die Kätzin eilte sofort an seine Seite.
”Noch mehr Knochen? Oh SternenClan, ich hoffe wir können sie da raus holen, damit sie endlich ihren Frieden finden!”, miaute Kristallregen mit zittriger Stimme vor Bedauern, was die zwei Katzen bloß für eine Angst gehabt haben mussten, als sie nicht mehr aus dem Wasser kommen konnten.
Dann betrachtete sie die Knochen der Katze, die Blitzgeist mitgebracht hatte. Eine gute Idee hatte der Kater gehabt, die Knochen mit Algen an Land zu holen. Schneestern setzte sich neben den Kater und schien ihm gut zusprechen zu wollen, ehe sie dann meinte, dass jemand anderes gehen sollte, um die restlichen Knochen zu bergen. Blitzgeist meinte, er könne nicht nochmal hinunter zum Grund, er schaffe es nicht.
”Ich werde es versuchen.”, entschied Kristallregen und leckte ihrer Mutter über das Ohr, ehe sie sich dem Wasser näherte. Der Wind war heftiger geworden und sie sah es als Zeichen des SternenClans. Auch er musste erzürnt sein, dass zwei Katzen im Wasser ums Leben gekommen waren. Wie alt sie wohl waren? Wie jung sie ertrunken waren?
Vorsichtig ließ sich die helle Katze ins Wasser gleiten, holte einmal tief Luft und tauchte unter. Die Kühle des Wassers umgab Kristallregen vollkommen, während sie die blauen Augen blinzelnd öffnete und sich an das Wasser gewöhnte. Mit kräftigen Pfotenschlägen tauchte sie immer weiter hinunter, doch der Grund schien nicht näher zu kommen. Die Augen zusammen kneifend entwich der Kätzin immer mehr Sauerstoff und leise knurrend versuchte sie schneller voran zu kommen.
’SternenClan, lass mich nicht im Stich!’, flehte sie verzweifelt, doch irgendwie kam sie dem Grund einfach nicht näher, obwohl sie sich so sehr anstrengte.
So langsam ging ihr die Luft aus, doch sie wollte doch unbedingt helfen! Kristallregen wollte nicht Schneestern oder Blitzgeist nochmal so tief tauchen lassen, nein. Sie musste es doch irgendwie schaffen können?
Letztendlich musste sich die Kriegerin geschlagen geben und einsehen, dass sie es nicht schaffte und nur ihr eigenes Leben in Gefahr begab, wenn sie weiter versuchte nach unten zu tauchen.
’Keine Sorge, vielleicht schafft Schilfohr ja dich zu retten. Du wirst nicht alleine gelassen.’, versuchte sie der Hauskatze auf dem Grund gedanklich zuzurufen, ehe sie sich wieder nach oben wandte und sich mit schwindenden Kräften zurück an die Oberfläche kämpfte.
Nur noch wenige Pfotenschläge und sie wäre oben, doch die Luft ging ihr aus und verzweifelt versuchte Kristallregen nach Atem zu schnappen, wodurch sie Wasser einatmete. Zum Glück kam sie genau dann oben an, krallte sich fest und zog sich mit letzter Kraft aus dem Wasser hinaus, um dann hustend zusammenzubrechen und einen Schwall Wasser zu erbrechen.
Sie war gescheitert.

@Schneestern @Blitzgeist @Schilfohr