search for attention
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Seiten:
1
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RE: search for attention
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Steppenpfote
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16.03.2026
beneath my shadow
Steppenpfote blieb mit Myrtenpfote in Sicherheit und als sie dem Jungen erzählte, wie besonders er sei, schnaubte der Kater »
So sehr musst du ihm auch nicht Honig ums Maul schmieren. Er hält sich noch für besser als mich
« murrte der Kater und beobachtete Wolkenjunges, wie er versuchte auf den Adlerfelsen zu gelangen. »
Hast du schon mal einen hässlicheren Kater gesehen? Der sieht aus wie eine geplatzte Pusteblume
« schnaubte Steppenpfote mürrisch, dem es missfiel, dass Myrtenpfote mit ihrer liebevollen Stimme solche Komplimente gemacht hatte. Wenn das Junge nun glaubte, dass er besser sei als er selbst, dann würde er ihm noch den Hintern versohlen und zwar mit seinen Krallen.
Suchend blickte Steppenpfote zum Himmel, in der Hoffnung er würde den Schatten eines Habichts erkennen oder vielleicht auch nur ein kleiner Falke. Egal was. Nachdenklich verdrehte Steppenpfote sein Ohr »
Hey..wenn da kein Greifvogel kommt, sagen wir einfach, dass wir einen sehen und machen ihn panisch..Vielleicht fällt er runter und bricht sich ein Bein!
« raunte er Myrtenpfote seine geniale Idee zu, doch war ebenso dafür bereit, falls sie bereits eine bessere Idee hatte. Beinahe gelangweilt blickte der Krieger mit dem gelockten Fell zu Wolkenjunges und hoffte, dass bald mal etwas spannendes passieren würde.
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Wolkenpfote
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Myrtenpfote
RE: search for attention
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Myrtenpfote
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29.03.2026
you gotta start with me & the monsters in my head
Was dachte Myrtenpfote, während sie ihn klettern sah? Eine fast zärtliche Frage - und doch lag in ihr nichts, was auch nur im Entferntesten Zärtlichkeit glich. Halb im Schatten des Busches ruhend, die Pfoten ordentlich unter sich gelegt, wirkte sie beinahe entspannt, als würde sie einem harmlosen Spiel zusehen, doch ihre Augen blieben schmal und wach auf Wolkenjunges gerichtet, verfolgten jede seiner Bewegungen und vor allem jedes kleine Rutschen von Stein unter seinen Pfoten.
Er machte sich besser, als die Schülerin erwartet hatte.
Interessant,
dachte sie sich und ein kaum merkliches Lächeln zuckte über ihr Antlitz, während er sich weiter hocharbeitete. Für einen kurzen Moment, keine zehn Augenblicke, fragte sie sich, wie weit er wohl kommen würde, bevor etwas in ihm nachgab - sein Körper oder sein Mut.
Steppenpfotes Stimme drang währenddessen wie ein fernes, leicht lästiges Summen an ihr Ohr, und erst nach ein paar Herzschlägen glitt ihr Blick kurz zu ihm. Ruhig, prüfend, ohne jede echte Wärme.
"Du denkst zu klein"
, murmelte sie und belehrte ihn beinahe beiläufig eines besseren, ehe sie ihre Aufmerksamkeit sofort wieder nach oben richtete.
"Es geht nicht darum, was er von dir hält… sondern was er von sich selbst hält. Oder bist du etwa eifersüchtig?"
Ihre Stimme blieb weich, fast nachdenklich, mit einer kühlen und berechnenden Präsenz, die sich nur in der Ruhe ihrer Worte zu verraten schien.
Wolkenjunges war inzwischen hoch genug, dass ein falscher Tritt Folgen hätte, und genau das ließ ein leises, dunkles Interesse in ihr aufkeimen. Auf Steppenpfotes Idee hin entwich ihr ein kaum hörbares Schnauben, mehr amüsiert als überzeugt, während ihr Blick kurz den Himmel streifte - leer, enttäuschend leer.
"Wenn wir ihn erschrecken, klammert er sich nur fester"
, tadelte sie, fast erklärend, als würde sie einem jüngeren Schüler etwas Selbstverständliches beibringen. "
Angst macht vorsichtig."
Ein kurzer Moment verging, dann senkte sich ihre Stimme bedächtig, wurde leiser, als würde sie den Gedanken direkt zwischen ihnen beiden festhalten wollen. "
Aber Zweifel… machen unvorsichtig."
Die Augen der boshaften Kätzin verengten sich minimal, Wolkenjunges dabei fokussierend, als könnte sie bereits sehen, wie sich dieser Zweifel in ihm einnistete - wie seine Pfoten zögerten, wie sein Blick vielleicht einen Moment zu lange nach unten wanderte.
Langsam erhob sich Myrtenpfote dann, ganz geschmeidig, ohne jede Hast und streckte sich leicht, als wäre dies alles nichts weiter als ein Zeitvertreib, und trat in Folge dessen einen Schritt aus dem Schutz des Busches. Gerade genug, dass ihre Stimme ihn erreichen konnte, wenn sie wollte. Noch schwieg sie, ließ die Spannung wachsen, beobachtete und wartete auf diesen einen winzigen Riss in seiner Sicherheit. Sie war noch nie ungeduldig gewesen, doch ihre Gedanken spielten bereits mit Möglichkeiten, Bildern und dem stummen, beinahe neugierigen Wunsch zu sehen, wie weit man jemanden treiben konnte, bevor er fiel - und ob er dabei schreien würde?
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Steppenpfote
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Wolkenjunges
RE: search for attention
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Wolkenpfote
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22.05.2026
Wanna tell me something?
Den Berg erklimmen sah Wolkenjunges nicht einmal nach unten. Er hatte mal gehört, man bekäme oft erst dann Angst, wenn man nach unten sah und erkannte, wie weit von der Erde man entfernt war. Also versuchte er sich daran zu halten, wenn auch seine ungeduldige Seite ihn ständig dazu bringen wollte, mal nach unten zu sehen und zu schauen, wie weit oben er denn war. Denn nach oben hin sah das flauschige Junge nur Felsen und Gestein. Seine Muskeln taten weh und der Körper begann zu zittern. Er war keine Anstrengung gewohnt, verbrachte er doch seine Tage eigentlich behütet in der Kinderstube oder im Lager. Was würde seine Mutter Lerchenflügel nur sagen, wenn sie wüsste, dass er gerade den Adlerfelsen erklomm? Unsicher vertrat der Kater sich, rutschte einen Herzschlag lang nach unten, ehe er sich fing und mit rasendem Puls versteinerte, um nicht weiter zu rutschen.
Oh Lerchenflügel würde sich solche Sorgen machen und ihn danach vielleicht erstmal nicht mehr aus den Augen lassen. Da war sich Wolkenjunges sicher. Seine Geschwister bestimmt auch, wobei die einen wohl auch Angst um ihn hätten, die anderen ihn jedoch für den Mut beneideten. Oder würden sie eher beneiden, dass er solch ein Abenteuer hatte erleben dürfen?
Es dauerte viel zu lange, ehe das große Junge kaum noch Kraft hatte. Er zitterte vor Erschöpfung und wusste nicht, wie lange er noch durchhielt. Der Himmel zeigte nach wie vor keine Raubvögel. Hatten die beiden Schüler sich etwa nur einen Spaß mit ihm erlaubt? Nein, er hatte definitiv gehört, dass es hier welche geben soll. Oder wollte der SternenClan ihm mit der Erschöpfung sagen, dass er wieder runter solle? Dass es langsam zu gefährlich wurde? Noch hatte er ein wenig Kraft, also wollte Wolkenjunges es, solange er noch konnte versuchen. Er mobilisierte seine letzten Energiereserven, biss die Zähne zusammen und erklomm mit geschlossenen und zugekniffenen Augen weiter den riesigen Felsen.
Bis seine Pfote plötzlich in die Luft griff und er panisch seine Augen weit aufriss, während er nach vorn stürzte und stolperte. Blinzelnd flogen seine grünen Augen umher, bis er realisierte, dass er es geschafft hatte. Er war auf dem Adlerfelsen! Das Adrenalin in dem Körper des Jungen stieg an, während er das riesige Nest eines Greifvogels vor sich aufragen sah. Ob sich denn ein Ei darin befand, womit er beweisen konnte, dass er es geschafft hatte? Doch als er sich näher an das Nest heran schlich, musste er feststellen, dass es leer war. Traurig sackte sein Körper in sich zusammen. Einen Moment später erinnerte er sich daran, dass er ja nicht alleine hergekommen war und eilig trat er zurück an den Rand des Felsens. Das lange Fell des Katers wiegte im Wind, während er nach unten in die Tiefe sah.
”Ich hab’s geschafft!”
, rief er nach unten.
Nicht wissend, ob die beiden Schüler ihn würden hören können. Doch dann kam die Realisation. Er musste ja auch wieder hinunter kommen! Und er war wirklich, wirklich hoch oben. Die Krallen des Katers versuchten im Boden einzusinken, doch gegen das Gestein kamen sie nicht an und so langsam kam nun die Panik in dem Weißgrauen zum Vorschein. Was sollte er nur tun? Wie sollte er es jetzt nur wieder nach unten schaffen? Er war Kräftemäßig vollkommen am Ende. Schon am Aufgeben brach Wolkenjunges zusammen, kauerte sich an den Rand hin und machte sich so klein er nur konnte, damit ein vorbeikommender Greifvogel nicht sofort auf ihn Aufmerksam würde.
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Steppenpfote
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Myrtenpfote